Kremkau's Links
57 members
2 photos
72 links
Kurze Snippets zu deutschsprachigen Artikeln über Coworking samt der Links zu den jeweiligen Artikeln.
Download Telegram
to view and join the conversation
Quasi eine Meldung in eigener Sache, auch wenn nicht ich interviewt wurde, sondern mein Chef, und ich ja inzwischen auch in Elternzeit bin: Diesen Sommer eröffnen wir vom St. Oberholz das erste Coworking Space in Potsdam-Babelsberg.

Wir sind nicht der erste Coworking-Anbieter in der Stadt, persönlich kann ich auch das Mietwerk empfehlen, allerdings in unserer Kombination mit Coffeeshop und offenen Räumen dann doch ein neues Angebot für die Menschen vor Ort. Persönlich freue ich mich schon sehr auf diesen Standort in der ehemaligen Stadtteilpost.

https://www.pnn.de/potsdam/geplante-eroeffnung-im-juni-coworking-space-in-der-ehemaligen-post-babelsberg/25647298.html
Schon vor den Umbauarbeiten der ehemaligen Markthalle in das neue Digitalzentrum von Wolfsburg, war das »Schiller 40«, übrigens das erste kommunale Coworking Space Deutschlands, vorübergehend eingezogen, um den Standort zu beleben.

Schon diese Zwischenlösung hat mir persönlich sehr gut gefallen. Der finale Ausbau des gemeinsamen Projekts der Stadt, von Volkswagen und dem VfL Wolfsburg wird noch beeindruckender. Ich freue mich deshalb schon sehr auf die Eröffnung, die leider aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden muss.

Wer schon mehr dazu wissen möchte oder es später einmal besuchen will, sollte sich an den verantwortlichen Coworking-Experten Christian Cordes wenden, übrigens auch Mitglied dieser Gruppe hier, sowie Mitgründer und Vorstandsmitglied der German Coworking Federation.

[Paywall]
https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/article228717337/So-sieht-es-in-Wolfsburgs-neuem-Digitalzentrum-aus.html
Die dpa hat Tobias Kollewe, einer von drei Vorstandsmitgliedern der German Coworking Federation (GCF), zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Coworking-Space-Branche gefragt.

Seiner Meinung nach ist kurzfristig der Wegfall der Event-Einnahmen eine Belastung für die Betreiber*innen. Es ist bisher aber noch nicht zu auffällig vielen Kündigungen von Mitgliedschaften durch die Member der Coworking Spaces gekommen.

Dies habe ich so auch von mehreren Spaces aus ganz Deutschland gehört. Die Einnahmen durch Event- und Meeting-Buchungen machen im Schnitt um die 40 Prozent der Einnahmen aus. Bei manchen Spaces sogar mehr. Die Situation ist also schon jetzt mehr als ernst.

Mitgliedschaften haben meist sowieso eine Kündigungsfrist von einem bis drei Monaten, das ist überall verschieden, weshalb diese nicht so schnell gekündigt werden. Ausnahmen gibt es bei Membern, beispielsweise aus der Event-Branche, die selber in eine wirtschaftlich bedrohliche Situation gerutscht sind.

Im St. Oberholz bemerken wir momentan sogar eine auffällig stark steigende Nachfrage nach unseren Mitgliedschaften. Home Office ist eben nicht für jeden die persönlich beste Lösung und nun setzen sich viele erstmals mit dem Thema auseinander. Langfristig betrachtet ein kleiner Lichtblick am Horizont.

Falls es zu Schließungen von Coworking Spaces kommt, wäre das für die hiesige Coworking-Szene existenzbedrohend. Hoffen wir, dass dies nicht eintritt. Es wäre ein herber Rückschritt für das Thema in Deutschland und für die Menschen hinter den Coworking Spaces eine Tragödie.

https://www.onvista.de/news/virus-trotz-corona-coworking-spaces-nutzer-lassen-vertraege-weiterlaufen-339263751
Auch die Coworking-Szene ist von der aktuellen Situation betroffen. Vermutlich werden einige aufgeben müssen, denn die für viele sehr wichtigen Event-Buchungen brechen momentan komplett weg.

Wenn man einem Coworking Space helfen möchte, aber keines kennt, dann unterstützt bitte das Berliner »TUECHTIG«. Es ist ein wichtiger Ort für gelebte Inklusion im Arbeitsalltag, der unbedingt erhalten bleiben muss.


https://www.kopfhandundfuss.de/mitmachen/hilfdemtuechtig/
Es ist gerade sehr ungewiss, wie Coworking Spaces durch die Corona-Pandemie kommen. Bisher haben wohl erst wenige Member und Teams ihr Coworking Space verlassen. Am schlimmsten ist bisher der Wegfall von Einnahmen durch Event-Buchungen.

Wichtig für die Coworking-Betreiber*innen ist das Vertrauen der Member zu haben. Wie wichtig, sieht man an diesem Forbes-Artikel über WeWork. Die zitierten Member scheinen keinerlei Vertrauen mehr in WeWork zu haben, was vielleicht das Ende des Unternehmens ist.

Andererseits liegen auch Chancen in der jetzigen Situation. Mehr Menschen setzen sich mit Alternativen zu ihrem Büro auseinander. Unternehmen lernen die Vorteile einer dezentralen Organisation von Arbeitsplätzen kennen. Mal schauen, was die Zukunft bringt.

https://www.forbes.com/sites/amyfeldman/2020/03/17/coronavirus-may-kill-wework/
In den USA und Asien, vermehrt auch in Polen, ist Coworking in Einkaufszentren keine Seltenheit mehr. 2016 besuchte ich das »Bespoke« im Westfield San Francisco Centre und war beeindruckt, wie die Firma hinter dem Einkaufszentrum das Coworking Space nutzt, um interessante Sekundäreffekte zu erzeugen. Kurz danach sprach uns vom St. Oberholz auch ECE an, ob wir uns so etwas vorstellen könnten, aber am Ende wurde daraus nichts.

Hierzulande gibt es seitdem immer mehr Bestrebungen in diese Richtung. Das erste deutsche Coworking Space in einer Shopping Mall eröffnete im Oktober 2018 im Myzeil in Frankfurt (Main). Es ist aber inzwischen auch schon wieder geschlossen. Die beiden Coworking-Gründerinnen Yvonne Schrodt und Jana Ehret berichten auf Gründerszene, was sie damals alles falsch gemacht haben und vor allem, was sie daraus gelernt haben.

Ich spreche ab und zu mit Coworking-Betreiber*innen, die aufgegeben haben. Niemand wollte bisher öffentlich darüber reden, weshalb ich dieses sehr ehrliche Interview auch sehr wichtig finde. Ich bin mir hierzulande sehr unsicher, ob Coworking in einer Shopping Mall funktioniert. Ein Versuch ist zu wenig, um sich da ein Urteil zu erlauben, aber diese Orte haben bei uns eine ganz andere kulturelle Wahrnehmung als bspw. in den USA oder Asien.

https://www.gruenderszene.de/business/coworkplay-coworking-frankfurt-schoener-scheitern
Die Serviced-Office-Kette »Work Inn« verfügt über neun Standorte im ganzen Ruhrgebiet. Auch in Zeiten der Corona-Pandemie ist jedes einzelne Coworking Space geöffnet, allerdings mit Einschränkungen.

Externe Buchungen für Events oder Meetings nimmt Work Inn nicht mehr an. Andere Coworking Spaces berichten, dass die Nachfrage nach Flächen und Räumen dafür sowieso komplett weggebrochen ist.

Darüberhinaus gelten wie überall besondere Hygienevorschriften und Reinigungsmaßnahmen, der Obstkorb ist vorerst verschwunden. Kontakte und Zusammenarbeit finden nur noch virtuell statt.

Auch das sieht bei anderen Coworking Spaces ähnlich aus. Nur die wenigstens haben ganz geschlossen. Die meisten sind für Member weiterhin zugänglich, nur eben nicht mehr für Gäste.

Immer öfters bekomme ich Berichte, dass die Nachfrage nach Mitgliedschaften sogar steigt. Nicht alle Interessenten wollen sich auch sofort anmelden, es könnte aber sein, dass die Coworking-Branche langfristig vom neuen Verständnis für ortsunabhängige Arbeit profitiert.

https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/alternative-zum-homeoffice-coworking-raeume-sind-in-dortmund-besonders-gefragt-plus-1505652.html
Manch ein Coworking Space bietet seinen Mitgliedern an, dass sie ihre Geschäftsadresse auf die des Spaces registrieren können. Dieses Produkt wird oft Virtual Office genannt.

In den USA können Unternehmen, die Post für Dritte empfangen, wenn sie als Commercial Mail Receiving Agency (CMRA) registriert sind, als "essenzielles Geschäft" eingestuft werden und damit auch im Falle eines Shutdowns weiter geöffnet haben.

Keine Ahnung, wie das hierzulande geregelt ist, aber vielleicht könnte eine ähnliche Sichtweise auf Coworking-Betreiber*innen zutreffen. Falls jemand das kompetent bewerten und einordnen kann, würde ich mich über eine klärende E-Mail an tobias@kremkau.io freuen. Vielen Dank.

https://allwork.space/2020/03/coronavirus-why-some-workspaces-may-be-classed-essential-business-and-should-remain-open/
Auf LinkedIn hat Liz Elam, Mitgründerin der US-amerikanischen Coworking-Konferenz GCUC, sieben Gründe genannt, warum die Coworking-Branche von den Folgen der aktuellen Krise profitieren wird (auch wenn vermutlich nicht jedes Coworking Space die momentane Phase überstehen wird).

Ich habe ihre sieben Punkte in zwei wesentliche Aussagen zusammengefasst:

1. Mobil zu arbeiten ist ab jetzt nicht mehr die Ausnahme, sondern der Standard. Dies verändert auch, was Angestellte wollen und was Unternehmen in Zukunft brauchen.

2. Die sozialen Folgen der Krise lassen sich besser in um gemeinsame Bedürfnisse geschaffene Communities bewältigen statt in nach Funktionen sortierten Belegschaften.

Kein Mensch hat eine derartige Krise und ihre Folgen vorhergesagen können. Klar war, dass eine stagnierende oder sich in einer Krise befindliche Wirtschaft das Thema Coworking verändern, verbreiten und weiterentwickeln wird.

Dazu kommt es gerade durch COVID-19. Noch sind die meisten Coworking Spaces im Krisenmodus und es ist für alle eine sehr ernste Situation, aber ich höre auch immer öfters, dass es Hoffnung auf die Zeit danach gibt.

Mehr Menschen wollen Mitglied eines Coworking Spaces werden (später), Unternehmen verstehen die Vorteile einer dezentralen Organisation und die Menschen in den bestehenden Communities helfen sich untereinander, was den Mehrwert von Gemeinschaft aufzeigt.

https://www.linkedin.com/pulse/7-reasons-covid-19-downfall-coworking-liz-elam/
Das »Havelprater« ist ein ländliches Coworking Space und Ferienwohnung in Havelsee bei Briest. Im Sommer von Gästen gebucht, arbeiten im Winter Leute aus der Region hier und sparen sich das Pendeln nach Brandenburg an der Havel oder Berlin.

Als ich es einmal im Sommer 2018 auf der Durchfahrt besuchte, lagen zwei Airbnb-Gäste in einer Hängematte vor der ehemaligen Kirche und taten einfach gar nichts. Ihre Zufriedenheit war ihnen anzusehen, während nur wenige Meter weiter eine Kanu-Gruppe sich auf die Havel begab.

Das »Havelprater« ist kein klassisches Coworking Space, eher ein Workation Space für Menschen, die Reisen und Arbeiten miteinander verbinden. Davon profitiert der Ort und es ist schön zu sehen, dass Coworking im Ansatz verloren gegangene Struktur für die Menschen vor Ort schafft.

https://tagesspiegel.de/brandenburg-magazin-2020-schlafen-wie-gott-in-brandenburg-an-der-havel/25677292.html
Keine Ahnung, ob das »FreiRaum« in Plauen nun eine Bürogemeinschaft oder ein Coworking Space ist. Da gibt es einen Unterschied, aber da ich noch nie vor Ort war, kann ich diesen nicht beurteilen und im Artikel wird es mit beiden Begriffen bezeichnet.

Der Unterschied ist aber für den relevanten Punkt egal: Der geplante Tag der offenen Tür des FreiRaum findet nun virtuell statt. Das Programm wird auf Video aufgezeichnet und dann online veröffentlicht. Eine schöne Idee, um für die Zeit nach der Pandemie schon jetzt Menschen von sich zu überzeugen.

Vielleicht können mehr Coworking-Betreiber*innen diesem tollen Beispiel folgen und sich jetzt virtuell besser aufstellen und vorstellen. Das Interesse an anderen Orten der Arbeit, neben dem Büro und dem Zuhause, wird bald enorm ansteigen.

https://www.vogtland-anzeiger.de/vogtland/virtueller-tag-der-offenen-t-r-artikel10758328
Das »The Hearts Hotel« in Braunlage bietet seine leerstehenden Gästezimmer als kostenlose Office-Zimmer für mobil arbeitende Menschen an, die nicht von zu Hause aus arbeiten können. Quasi ein Coworking-PopUp in einem Ort, an dem es kein Coworking Space gibt.

Mir ist bewusst, dass dieses Angebot in Zeiten von Quarantäne auch für Kritik Sorgen wird. Nichtsdestotrotz finde ich es für Menschen, die somit weiterhin ihrer Arbeit nachgehen können, wichtig und lobenswert. Durch die Struktur des Hotel und der überschaubaren Nachfrage vor Ort werden vermutlich auch nicht viele Menschen eng beinander hocken, sondern schon mit einem Abstand zueinander arbeiten können.

https://live.goslarsche.de/post/view/5e7a37895753fc68372ccbc6/Region-/Harzer-Hotel-bietet-gratis-Co-Working-Space
Die Wirtschaftsförderung der Stadt Tübingen und der lokale Coworking-Anbieter »Neckar Hub« haben Arbeitsplätze für Menschen geschaffen, sogenannte PopUp-Workspaces, die während der Corona-Pandemie von zu Hause aus arbeiten sollen, dies aber nicht können.

Als Coworking Space hat man das Wissen und die Erfahrung, wie Flächen vielseitig als Arbeitsstätten eingerichtet und betreut werden können. Als Kommune auf diese Erfahrung zurückzugreifen, finde ich eine tolle Kooperation. Es ist spannend zu sehen, wie Coworking Spaces in der Krise als Infrastruktur und Dienstleistung helfen können.

https://www.mittelrhein-tageblatt.de/tuebingen-coronavirus-popup-workspaces-als-homeoffice-ersatz-68358/
Auf RP Online ist ein Bericht über die rheinländische Coworking-Szene erschienen, in denen Coworking-Space-Betreiber*innen aus Düsseldorf, Wuppertal, Mönchengladbach und Krefeld über die Auswirkungen der Corona-Pandemie berichten.

Die jetzige Situation ist ernst und die meisten Coworking Spaces werden es ohne finanzielle Hilfe wohl nicht schaffen. Scheinbar sind alle aber optimistisch, dass ein Effekt dieser Krise ein anderes Bewusstsein über mobiles Arbeiten sein wird, von dem die Coworking-Branche langfristig profitieren wird.

https://rp-online.de/49758969
"Ich glaube nicht, dass die Phase der unfreiwilligen Heimarbeit zu einer neuen Wertschätzung des Großraumbüros führen wird. Aber ich hoffe, sie bringt uns zumindest der Einsicht näher, dass es unterschiedliche Arbeitsplatzvorlieben gibt und technisch schon länger nichts mehr dagegenspricht, diesen Vorlieben entgegenzukommen. Man könnte das einfach so tun, ganz ohne Notfallszenario."

Diesen Schlussworten unter dem Artikel von Kathrin Passig kann ich mich durch und durch anschließen.

Bisher muss man davon ausgehen, Anekdoten bestätigen das zumindest, dass die meisten Menschen noch nicht darüber nachgedacht haben, ob und von wo sie arbeiten wollen würden, wenn sie das entscheiden könnten.

Durch die Corona-Pandemie sind sie nun gezwungen, von woanders zu arbeiten. Remote Work ist das noch nicht, eher sind Menschen gezwungen von Zuhause zu arbeiten, aber vielleicht bringt sie diese Erfahrung näher zu der Erkenntnis, was sie in Zukunft wollen.

https://www.fr.de/kultur/kein-buero-alle-13629113.html
In einem Kommentar auf LinkedIn wurde ich gestern gefragt, ob ich, der eine Welle von Aufgaben von Coworking Spaces befürchte, mir nicht vorstellen kann, dass durch die Krise der Corona-Pandemie mehr Coworking Spaces entstehen würden. Ich habe mir für die Antwort etwas Zeit genommen und möchte die Antwort deshalb auch hier teilen:

"Ja, ich bin mir sicher, dass das Thema Coworking, wie überhaupt die Shared-Workspace-Branche, langfristig von der Corona-Pandemie profitieren werden.

Nach meinen Beobachtungen, wie sich die spanische Coworking-Szene durch die Finanzkrise seit 2008 und die französische Coworking-Szene durch die seit 2011 stagnierende Wirtschaft positiv entwickelt haben, habe ich auch ähnliche Effekte mit Eintreten einer Rezession in Deutschland, erwartet. Derartige Effekte treten jetzt ein und werden die Wirtschaft und die Arbeit, zwei verschiedene Sachen, grundlegend verändern.

Das Problem ist, dass die Coworking-Szene in Deutschland durch die Quarantäne sehr hart getroffen wird, obwohl das Thema mobiles Arbeiten gerade seine ersten Erfolgsschritte in Deutschland macht. Die Umsatzausfälle durch das Wegbrechen der Event- und Meetingbuchungen, sowie die zu erwartende Zahlungsunfähigkeit von in Private Offices eingebuchte Teams, wird die jetzigen Betreiber*innen stark treffen und einige in die Kniee zwingen.


Die Coworking Spaces, die das überstehen oder die danach erst gründen, werden aber eine veränderte Arbeitswelt vor sich finden, in denen Angestellte endlich erkannt haben, dass mobiles Arbeiten möglich ist, für viele aber das Zuhause nicht der geeignete Ort dafür ist. Schon jetzt vermelden einige Coworking Spaces, dass es verstärkt Neuanmeldungen von einzelnen Mitgliedern gibt, die dies bereits für sich erkannt haben.

Diese Zielgruppe ist zwar die wichtigste für die Community eines Coworking Spaces, aber wirtschaftlich nach Teams und Events eine drittrangige Umsatzquelle. Unternehmen haben spätestens jetzt aber die Vorteile von Office Splitting, Angestellte mobil arbeiten zu lassen und weniger Flächen langfristig angemietet zu haben, erkannt und vermutlich in den nächsten Jahren neue Strategien in der Organisation der Arbeit umsetzen.

Und davon werden Shared-Workspace-Anbieter*innen wie es ja auch Coworking Spaces sind, sehr stark profitieren. Ich glaube, dass man die Geschichte von Coworking in den 15 Jahren vor Corona und der Zeit danach bewerten wird. Wir sind immer noch am Anfang einer Bewegung, aber durch diese Pandemie gab es einen ungeahnten Entwicklungssprung, wie ich ihn nicht für möglich gehalten habe.
"

Über Feedback freue ich mich gerne auf LinkedIn, direkt in Telegram oder auch per E-Mail an tobias@kremkau.io. Vielen Dank.
"Es findet gerade ein Umdenken sowohl auf Arbeitnehmer- als auch auf Arbeitgeberseite statt. Die Akzeptanz für neue Arbeitsformen dürfte nach Corona um einiges grösser sein", sagt Jenny Schäpper-Uster von der Coworking-Genossenschaft »Village Office« und sie muss es wissen. Jenny ist eine erfahrene Expertin, wenn es um das Thema Coworking geht.

In der Schweiz rechnet die Coworking-Branche mit einem gestiegenen Interesse und schon jetzt kann anekdotenhaft beobachtet werden, dass mehr und mehr Coworking Spaces sich über neue Anfragen und mehr Mitglieder*innen freuen, nicht nur in der Schweiz.

Wirtschaftlich gut geht es den meisten Betreiber*innen deshalb aber noch lange nicht, denn die für ein Coworking Space oft sehr wichtigen Einnahmen durch Event-Buchungen und durch in Private Offices eingebuchte Teams fehlen vielen weiterhin. Trotzdem schön zu sehen, dass es noch Optimismus und Hoffnung gibt.

https://www.luzernerzeitung.ch/wirtschaft/homeoffice-coworking-betreiber-locken-mit-speziellen-angeboten-ld.1208338
Die Studie „Ländlich, digital, attraktiv – digitale Lösungsansätze für ländliche Räume“ des Kompetenzzentrums Öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer Fokus, die heute veröffentlicht wird, hat sich mit der Frage beschäftigt, wie Digitalisierung den ländlichen Raum wiederbeleben kann.

Die Autoren haben dafür 80 Studien gesichtet und verschiedene Lösungsansätze gruppiert. Die erste Gruppe ist „Infrastruktur für Digitales“, worunter auch Coworking-Angebote fallen. Als Beispiel dafür wird das »Coconat Retreat« genannt, ein Coworking Space in Bad Belzig. Derartige Räume werden leider zu selten mitgedacht bzw. von Kommunen selber betrieben.

https://background.tagesspiegel.de/digitalisierung/modellprojekt-laendliche-digitalisierung
Momentan tut die Corona-Pandemie der Coworking-Branche sehr weh, da Einnahmen durch Buchungen von Event-Flächen und Private Offices verloren gehen. Wie sich das in den nächsten Wochen entwickelt, bleibt abzuwarten, aber langfristig könnte die gesamte Shared-Workspace-Branche von den aktuellen Entwicklungen profitieren.

Denn nach der Isolation werden mehr Begegnungsflächen gebraucht, vor allem in der analogen Welt. Nur durch Begegnungszonen können gemeinsame Vorhaben identifiziert und angegangen werden, gibt Daniel Fürstenau, Professor an der Freien Universität für Informationssysteme und Digitale Transformation, zu bedenken.

Für GetRemote-CEO Teresa Bauer, die damals im St. Oberholz angefangen hat, ihr Startup zu gründen, ist klar, dass in Zukunft flexible Arbeitsplätze noch gefragter werden. Gerade junge Leute gewinne man heute nicht mehr mit einem großen Büro und einem dicken Firmenwagen. Die Währung auf dem Arbeitsmarkt sei längst Freiheit und Selbstbestimmung, sagt Bauer. 

https://www.tagesspiegel.de/berlin/wer-braucht-noch-buerokloetze-in-der-coronakrise-bewaehren-sich-neue-formen-der-arbeit/25701452.html