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Über den Wolken zum Mond
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Gebt zu, es ist großartig 🔥
Die Orion-Kapsel ist nun hinter dem Mond. Im Mondschatten werden die Astronauten ca. 40 min verbringen. Dann geht's wieder Richtung Erde.
Es ist der Wahnsinn, meine Guten! Einer von der phantastischen Art 🤓.
🚀🚀🚀
Es ist der Wahnsinn, meine Guten! Einer von der phantastischen Art 🤓.
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Die sieben Schwestern
Die sieben Schwestern ist der Auftakt zur gleichnamigen Reihe aus 8 (?) Büchern der irischen Autorin Lucinda Riley, der 2015 erschien. Wie es bei den restlichen 7 Bänden ist, habe ich nicht recherchiert, aber der erste landete weltweit in allen möglichen Bestsellerlisten. Allein auf Goodreads hat das Buch 200.000+ Bewertungen.
Gleich als ich das erste Mal die Beschreibung des Buches las, war mir klar - das will ich nicht lesen. Eine Familiensaga ist ganz und gar nicht mein Genre.
Es ergab sich, dass mir das Buch vor einigen Jahren geschenkt wurde. Es stand bis jetzt im Regal und staubte vor sich hin. Auf Audible entdeckte ich das reduzierte Hörbuch und dachte, was soll's.
Worum geht es?
Ein reicher Mann adoptiert 6 kleine Mädchen und gibt ihnen die Namen der Sterne der Plejaden. Es sind eigentlich 7 Sterne, und nach der sechsten Adoption warten alle auf die siebte Schwester, die jedoch nie auftaucht.
Als der Vater der Mädchen, inzwischen junge Frauen, mit über 80 Jahren stirbt, hinterlässt er für jede Hinweise auf deren Herkunft.
Im ersten Band reist die älteste der Schwestern, Maia, nach Brasilien, um diesen Hinweisen nachzugehen.
Parallel wird die Geschichte von Izabela erzählt, die in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts in Rio de Janeiro lebte.
Wisst ihr was? Ich hatte recht. Es ist ganz und gar nicht mein Genre. Manchmal, wenn ich trotzdem ein Buch lese und es mir gefällt, spielt das keine Rolle, dann war das eben ein sehr gelungenes Experiment. In diesem Fall landete das Experiment in der sprichwörtlichen Tonne.
Erstens. Die Geschichte von Maia ist eher eine dünne Rahmenhandlung. Von über 530 Seiten geht es ca. 330 gar nicht um Maia. Es geht um Izabela, ihre Vorfahrin. Es ist also ein historischer Roman, ein Genre das ich noch viel weniger mag als Familiensagas. Somit hatte das Buch bei mir schon zu Beginn ganz schlechte Karten.
Zweitens. Die Handlung plätschert so vor sich hin. Obwohl die Figuren, insbesondere Izabela, dramatische Erfahrungen machen, ließen mich diese vollkommen kalt. Weil zu vorhersehbar. Ehrlich, ein Buch mit 500 Seiten zu schreiben und den Leser nicht ein einziges Mal zu überraschen, das ist eine Leistung (nicht).
Ich hatte das Gefühl, das alles schon zig Mal gelesen zu haben.
Drittens. Der Schreibstil. Holla. Ich glaube nicht, dass die Übersetzerin Sonja Hauser für diese doch sehr platte Schreibe verantwortlich ist. Sie musste wohl mit dem arbeiten, was sie hatte. Hier gebe ich der Autorin die Schuld.
Besonders die Dialoge sind zum Fremdschämen. Sie sind entweder hochtrabend oder gestelzt oder hölzern oder sinnlos. Manchmal all das auf einmal.
Warum ist das Buch dann so erfolgreich? Vermutlich, weil es auf eine schlichte Art gemütlich ist. Es sind keine Szenen drin, die einem den Herzschlag aussetzen lassen. Weil man immer weiß, wohin es geht (die erwähnte Vorhersehbarkeit) hat man das Gefühl, eine Straße ohne Schlaglöcher entlangzufahren. An einigen Stellen könnte man ein paar Tränchen vergießen.
Mein Lieblingswitz ist dieser:
Die Lehrerin einer Mädchenklasse erklärt ihren Schülerinnen: "Eine gute Geschichte muss vier Elemente enthalten: Liebe, Religion, Adel und Geheimnis. Schreibt nun eine Geschichte, in der all das vorkommt." Nach fünf Minuten gibt eine Schülerin ihren Text ab: "'Mein Gott', sagte die Herzogin, 'ich glaube, ich bin schwanger. Möchte bloß wissen, von wem.'"
In Lucinda Rileys Buch sind diese Elemente auch vorhanden, in reichem Maße. Deshalb lässt diese spezielle Geschichte die Herzen der Leserschaft höher schlagen. Kann ich verstehen.
Aber die restlichen Bände werde ich mir nicht antun.
#euleliest #eulehört #lucindariley #diesiebenschwestern
Die sieben Schwestern ist der Auftakt zur gleichnamigen Reihe aus 8 (?) Büchern der irischen Autorin Lucinda Riley, der 2015 erschien. Wie es bei den restlichen 7 Bänden ist, habe ich nicht recherchiert, aber der erste landete weltweit in allen möglichen Bestsellerlisten. Allein auf Goodreads hat das Buch 200.000+ Bewertungen.
Gleich als ich das erste Mal die Beschreibung des Buches las, war mir klar - das will ich nicht lesen. Eine Familiensaga ist ganz und gar nicht mein Genre.
Es ergab sich, dass mir das Buch vor einigen Jahren geschenkt wurde. Es stand bis jetzt im Regal und staubte vor sich hin. Auf Audible entdeckte ich das reduzierte Hörbuch und dachte, was soll's.
Worum geht es?
Ein reicher Mann adoptiert 6 kleine Mädchen und gibt ihnen die Namen der Sterne der Plejaden. Es sind eigentlich 7 Sterne, und nach der sechsten Adoption warten alle auf die siebte Schwester, die jedoch nie auftaucht.
Als der Vater der Mädchen, inzwischen junge Frauen, mit über 80 Jahren stirbt, hinterlässt er für jede Hinweise auf deren Herkunft.
Im ersten Band reist die älteste der Schwestern, Maia, nach Brasilien, um diesen Hinweisen nachzugehen.
Parallel wird die Geschichte von Izabela erzählt, die in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts in Rio de Janeiro lebte.
Wisst ihr was? Ich hatte recht. Es ist ganz und gar nicht mein Genre. Manchmal, wenn ich trotzdem ein Buch lese und es mir gefällt, spielt das keine Rolle, dann war das eben ein sehr gelungenes Experiment. In diesem Fall landete das Experiment in der sprichwörtlichen Tonne.
Erstens. Die Geschichte von Maia ist eher eine dünne Rahmenhandlung. Von über 530 Seiten geht es ca. 330 gar nicht um Maia. Es geht um Izabela, ihre Vorfahrin. Es ist also ein historischer Roman, ein Genre das ich noch viel weniger mag als Familiensagas. Somit hatte das Buch bei mir schon zu Beginn ganz schlechte Karten.
Zweitens. Die Handlung plätschert so vor sich hin. Obwohl die Figuren, insbesondere Izabela, dramatische Erfahrungen machen, ließen mich diese vollkommen kalt. Weil zu vorhersehbar. Ehrlich, ein Buch mit 500 Seiten zu schreiben und den Leser nicht ein einziges Mal zu überraschen, das ist eine Leistung (nicht).
Ich hatte das Gefühl, das alles schon zig Mal gelesen zu haben.
Drittens. Der Schreibstil. Holla. Ich glaube nicht, dass die Übersetzerin Sonja Hauser für diese doch sehr platte Schreibe verantwortlich ist. Sie musste wohl mit dem arbeiten, was sie hatte. Hier gebe ich der Autorin die Schuld.
Besonders die Dialoge sind zum Fremdschämen. Sie sind entweder hochtrabend oder gestelzt oder hölzern oder sinnlos. Manchmal all das auf einmal.
Warum ist das Buch dann so erfolgreich? Vermutlich, weil es auf eine schlichte Art gemütlich ist. Es sind keine Szenen drin, die einem den Herzschlag aussetzen lassen. Weil man immer weiß, wohin es geht (die erwähnte Vorhersehbarkeit) hat man das Gefühl, eine Straße ohne Schlaglöcher entlangzufahren. An einigen Stellen könnte man ein paar Tränchen vergießen.
Mein Lieblingswitz ist dieser:
Die Lehrerin einer Mädchenklasse erklärt ihren Schülerinnen: "Eine gute Geschichte muss vier Elemente enthalten: Liebe, Religion, Adel und Geheimnis. Schreibt nun eine Geschichte, in der all das vorkommt." Nach fünf Minuten gibt eine Schülerin ihren Text ab: "'Mein Gott', sagte die Herzogin, 'ich glaube, ich bin schwanger. Möchte bloß wissen, von wem.'"
In Lucinda Rileys Buch sind diese Elemente auch vorhanden, in reichem Maße. Deshalb lässt diese spezielle Geschichte die Herzen der Leserschaft höher schlagen. Kann ich verstehen.
Aber die restlichen Bände werde ich mir nicht antun.
#euleliest #eulehört #lucindariley #diesiebenschwestern
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