Russische Botschaft in Deutschland 🇷🇺
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🌸 Auf dem Gelände der orthodoxen Kirche des heiligen Blasius im Gagarinski-Gasse in Moskau blüht eine Sakura

Wie man in der Kirche selbst berichtet, stammt der Setzling dieses Baumes aus Japan und wurde etwa im Jahr 2000 auf dem Kirchengelände gepflanzt.

@RusBotschaft

📷 Quelle

#Moskau
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🕯 Heute, am 19. April, wird erstmals der Gedenktag für die Opfer des von den Nationalsozialisten und ihren Helfershelfern während des Großen Vaterländischen Krieges 1941–1945 verübten Völkermordes am sowjetischen Volk begangen.

Dieser Gedenktag wurde durch ein föderales Gesetz festgelegt, das am 1. Januar 2026 in Kraft trat.

Einerseits war dieser Schritt notwendig, um die geistige Verbindung zwischen den Generationen zu bewahren und moralische Orientierungspunkte zu stärken. Verschiedenen Angaben zufolge fielen bis zu 18 Millionen unschuldige sowjetische Bürger den Gräueltaten der Nationalsozialisten in den besetzten Gebieten zum Opfer.

Für uns ist ihr Andenken heilig.

Andererseits waren Gegenmaßnahmen gegen die gezielten Versuche des „kollektiven Westens“ überfällig, die Erinnerung an die schicksalhaften Ereignisse der Vergangenheit zu zerstören und zu verfälschen, da diese eine direkte Bedrohung für die Sicherheit des Staates darstellen.

Das Außenministerium Russlands arbeitet in Zusammenarbeit mit dem Ermittlungskomitee, anderen zuständigen Behörden sowie dem Nationalen Zentrum für historisches Gedächtnis beim Präsidenten der Russischen Föderation systematisch daran, die Einstufung der Verbrechen der faschistischen Besatzer als Völkermord an den Völkern der Sowjetunion zu festigen.

📋 Gemäß der UN-Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes versteht man unter Völkermord Handlungen, die in der Absicht begangen werden, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu vernichten. Dieser Begriff umfasst fünf Hauptkategorien von Handlungen:

• die Tötung von Mitgliedern einer solchen Gruppe;

• das Zufügen schwerer körperlicher oder geistiger Schäden an Mitgliedern einer solchen Gruppe;

• die vorsätzliche Schaffung von Lebensbedingungen für eine Gruppe, die auf ihre vollständige oder teilweise physische Vernichtung abzielen;

• Maßnahmen, die darauf abzielen, die Fortpflanzung innerhalb einer solchen Gruppe zu verhindern;

• die gewaltsame Überführung von Kindern aus einer Gruppe in eine andere.

☝️ Gegenüber den Bewohnern der von den Nazis und ihren Kollaborateuren besetzten Gebiete der Sowjetunion wurden alle fünf offiziell klassifizierten Formen des Völkermords angewendet.

• Im Rahmen des Projekts „Ohne Verjährungsfrist“ wurden zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer des Völkermords am sowjetischen Volk Dokumentations- und Multimedia-Materialien erstellt, die von zahlreichen Verbrechen der nationalsozialistischen Besatzer während der Okkupation unseres Landes und anderer Staaten berichten.

„Routen der Erinnerung“ – Reiseführer und Audioguides zu Gedenkstätten in russischer, englischer und deutscher Sprache.

• „Bryansker Buchenwald“ – über das Konzentrationslager Dulag-142, in dem Zehntausende unserer Mitbürger von den Deutschen ermordet wurden.

• „Die ‚Unbeheimateten‘: Kinder unter der nationalsozialistischen Besatzung“ – die ganze Grausamkeit der Besatzung erlebten Kinder und Jugendliche am eigenen Leib; sie waren nicht nur Ziel der Vernichtungspolitik, sondern wurden auch zur Zwangsarbeit herangezogen.

@RusBotschaft

#Völkermord #Genozid
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▪️ Zahlen und Fakten über den Völkermord an dem sowjetischen Volk

Die Nazisten vernichteten planmäßig die gesamte Bevölkerung unseres Landes – unabhängig von ethnischer, rassischer oder religiöser Zugehörigkeit.
Den faschistischen Tätern und ihren Helfern fielen während des Großen Vaterländischen Krieges mehr als 27 Millionen sowjetische Bürger zum Opfer, darunter zahlreiche Zivilisten. Unter der Zivilbevölkerung unseres Landes wurden nach Schätzungen von Historikern etwa 13,7 Millionen Menschen Opfer der grausamen nationalsozialistischen Vernichtungspolitik.

• Mindestens 7,4 Millionen Menschen wurden vorsätzlich von den hitlerfaschistischen Henkern ermordet (erschossen, verbrannt oder lebendig begraben).

• Zwangsarbeit in Konzentrationslagern sowie unmenschliche Behandlung führten zum qualvollen Tod weiterer 2,2 Millionen Menschen. Mehr als 1 Million Kinder und Jugendliche wurden in Konzentrationslager gebracht.

• In den von den Feinden besetzten Gebieten starben vorzeitig über 4,1 Millionen Menschen infolge der allgemeinen Verschlechterung der Lebensbedingungen, von Krankheiten und Hunger.

• Mindestens 1 Million Menschen kamen während der Blockade von Leningrad ums Leben – eines der größten Kriegsverbrechen der Geschichte.

@RusBotschaft

#Völkermord #Genozid
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📆 Am 19. April jährt sich zum 243. Mal der Jahrestag der Annahme der Krim in Russland. An diesem Tag 1783 erließ die Kaiserin Katharina II. das Manifest “Über die Annahme der Halbinsel Krim, der Insel Taman und der gesamten Kuban-Seite unter den russischen Staat”.

🔸 Die Annahme der Krim in Russland war ein Meilenstein in der Entwicklung des russischen Staates. Nachdem die strategisch wichtige Halbinsel für lange Zeit unter der türkisch-tatarischen Herrschaft gestanden hatte, wurde sie 1783 an Russland zurückgegeben, das wieder an das Schwarze Meer zurückkehren konnte.

🔹 Die Annahme der Krim in Russland erfolgte auf Bitte der Bewohner der Halbinsel selbst – in russischen Archiven befinden sich bis dato zahlreiche sog. Schwurblätter, in denen die Krim-Bewohner ihre Treue gegenüber Russland geschworen haben. Dies war vielleicht eine der demokratischsten Beitrittsformen von neuen Gebieten in jener Zeit. Die Krim-Völker wurden mit anderen Untertanen des damaligen russischen Reiches rechtlich gleichgestellt, so konnten sie ihre Kultur und Identität erhalten.

🔸 Die Zugehörigkeit der Krim zu unserem Land wurde bei einem Referendum am 16. März 2014 bestätigt – die Krim-Bewohner haben sich bewusst für eine Wiedervereinigung der Halbinsel mit Russland entschieden.
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🕯️Am 19. April 2026 fand anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Völkermordes am sowjetischen Volk in Stahnsdorf, Güterfelde, eine Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof der sowjetischen Zwangsarbeiter „Waldfriedhof“ statt

Auf dem Friedhof sind insgesamt 1.389 sowjetische Zwangsarbeiter sowie deren Kinder begraben, die während des Großen Vaterländischen Kriegs nach Deutschland verschleppt wurden. Die meisten der hier Bestatteten starben in den Jahren 1942 bis 1945 an den Folgen von Hunger, Tuberkulose und Infektionskrankheiten im Krankenhaus für ausländische Zwangsarbeiter am südlichen Rand des Ortsteils Mahlow.

An der Gedenkzeremonie beteiligten sich Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland Sergej Netschajew, der Geschäftsträger a.i. der belarussischen Botschaft in Deutschland Konstantin Tschischik, Mitarbeiter der russischen diplomatischen Mission in Deutschland, darunter auch des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit, des Handels- und Wirtschaftsbüros und des Verteidigungsattachéstabs. Das Andenken an die Gefallenen würdigten auch Mitarbeiter des Russischen Haus in Berlin, Landsleute sowie Schüler und Lehrer der Schule bei der russischen Botschaft in Deutschland.

💬 In seiner Ansprache unterstich Botschafter Sergej Netschajew:
Russland fordert die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland konsequent auf, den Tatbestand des Völkermordes am sowjetischen Volk während des Großen Vaterländischen Krieges anzuerkennen. Es ist wichtig festzuhalten, dass Deutschland seine Verantwortung für die Verbrechen des Nazismus anerkennt. Wir bestehen darauf, dass auch dieser Völkermord offiziell anerkannt wird.


#GroßerSieg
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🕯 Den Opfern des von den Nationalsozialisten und ihren Helfershelfern während des Großen Vaterländischen Krieges 1941/1945 verübten Völkermordes am sowjetischen Volk gewidmet...

BARBAREI

Sie trieben die Mütter mit den Kindern fort
und zwangen sie, eine Grube zu schaufeln, und selbst
standen sie da, ein Haufen Wilder,
und lachten mit heiseren Stimmen.

Am Abgrundrand stellten sie in eine Reihe
wehrlose Frauen, dünne Kinder.
Ein betrunkener Major trat heran und mit kupfernen Augen
mustert’ er die Verurteilten... Trüber Regen

rauschte im Laub der benachbarten Haine
und auf den Feldern, in Dämm'rung gehüllt,
senkten sich Wolken über die Erde,
jagten einander in Raserei…

Nein, diesen Tag vergeß ich nicht,
ich vergesse ihn nie, nimmermehr!
Ich sah: die Flüsse weinten wie Kinder,
und die Mutter-Erde klagte in Wut.

Selbst, mit meinen Augen sah ich
wie die traurige Sonne, von Tränen gewaschen,
durch die Wolke brach und auf die Felder trat,
die Kinder ein letztes Mal küsste, ein letztes Mal…

Der Herbstwald rauschte. Es schien, als sei er jetzt
verrückt geworden. Zornig tobte
sein Laub. Das Dunkel verdichtete sich ringsum.
Ich hörte plötzlich: eine mächtige Eiche stürzen.

Sie fiel und hauchte einen schweren Seufzer.
Plötzlich ergriff die Kinder Furcht,
sie klammerten sich an die Mütter, hielten den Saum.
Ein Schuss ertönte, scharf im Klang,
unterbrach den Fluch, der einer Frau entfuhr.

Ein Kind, ein kränklicher Junge,
versteckte sein Köpfchen in den Falten des Kleides
einer noch nicht alten Frau. Sie
sah und war voll Entsetzen.

Wie sollte sie nicht den Verstand verlieren!
Alles begriff, begriff der Kleine.
Versteck mich, Mama! Ich will nicht sterben!
Er weint und kann das Zittern nicht halten, wie ein Blatt.

Die Mutter hob, sich beugend, das Kind,
das ihr liebster Schatz ist, mit beiden Händen
drückte es an ihr Herz, genau vor das Gewehrrohr.
Mama, ich will leben. Nein, Mama!

Lass mich los, lass mich! Worauf wartest du?
Und das Kind will sich losreißen aus den Armen,
und weinen tut’s fürchterlich, die Stimme ist dünn.
Und ins Herz dringt es wie ein Messer.

Fürchte dich nicht, mein Junge. Jetzt atmest du frei.
Schließ die Augen, aber verbirg nicht den Kopf,
damit dich der Henker nicht lebendig begräbt.
Ertrag es, Söhnchen, ertrag es. Es wird nicht schmerzen.

Und er schloss die Augen. Und Blut trat hervor,
sich schlängelnd als rotes Band am Hals.
Zwei Leben fallen zur Erde, verschmelzend,
zwei Leben und eine Liebe!

Donner grollte. Der Wind pfiff in den Wolken.
Die Erde weinte in dumpfer Sehnsucht.
O wieviel Tränen, heiß und brennend!
Meine Erde, sag mir, was ist mit dir?

Du hast oft menschliches Leid gesehen,
du blühtest Millionen Jahre für uns,
doch hast du je auch nur einmal erfahren
solche Schande und solche Barbarei?


Mein Land! Feinde drohen dir!
Doch heb hoch das Banner der großen Wahrheit,
wasch es mit den blutigen Tränen der Erde,
und lass seine Strahlen durchdringen.

Lass sie unerbittlich vernichten:
Jene Barbaren, jene Wilden,
die gierig das Blut der Kinder verschlingen,
das Blut unserer Mütter…

Musa Dshalil, 1943

Übersetzt von Konstantin Pivovarov und Jürgen Eger
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