Joyce Lopes de Azevedo
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Jg. 1984, 🇧🇷🇨🇭, Journalistin, Filmproduzentin und Marketingspezialistin. Mitgründerin von @libertussociety
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Mein letzter Post über die somalischen Geisterkitas in Minnesota erreichte auf X/Twitter 45’853 User, 1’989 Likes und 24’186 eindeutige Videoansichten. Ich bekam ausserdem ca. 20 neue Follower – Stand heute: 4’545.

Auf Facebook sahen ihn nicht einmal 200 Leute, und auf Telegram verliere ich mit jedem neuen Post einen Follower… Nur LinkedIn schloss besser ab. Auf Instagram poste ich nur noch in den Stories, weil es bei den normalen Posts keine relevanten Reaktionen gibt.

Langsam frage ich mich, ob ich ein paar Profile löschen soll. Offensichtlich ist meine Crowd für politische Themen nicht auf Meta oder Telegram.
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Ich hoffe, dass Lukas Hässig hier falsch liegt.. Denn wenn er recht behält, hat man nonchalant die Katastrophe von Crans Montana in Kauf genommen. Furchtbar 😞.

https://insideparadeplatz.ch/2026/01/01/le-constellation-facebook-geloescht-weil-pics-leicht-entzuendbare-decke-zeigten/
Sie ist nicht baden gegangen, sondern davon geschwommen und versunken.

Krieg ist Frieden.

Freiheit ist Sklaverei.

Unwissenheit ist Stärke.
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Über die Geisterkitas in Minneapolis und was sie mit uns zu tun haben.


Hier lesen 🔗 https://insideparadeplatz.ch/2026/01/02/geisterkitas-somalischer-migranten-skandal-in-usa-schweigen-in-schweiz/
Breaking News von SRF: Die Hauptsender sind vormittags so relevant wie Teletext Seite 999.

Auf eine Anfrage von Infosperber antwortet SRF ernsthaft, warum sie über Crans-Montana erst spät im TV berichtet haben: Weil dort morgens eh niemand zuschaut. 🙈

Die wichtigen Infos gab’s online, in der App und im Radio.

Das ist ein Gratis-Argument für die Halbierungsinitiative.

Wenn die Hauptkanäle kaum genutzt werden, warum sollen sie voll finanziert bleiben?

SRF beweist selbst, dass man mit weniger Geld offenbar gleich gut (oder besser) informiert ist.

#SRF #Halbierungsinitiative
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Es sind leider die üblichen Verdächtigen, die den Sturz Maduros kritisieren.

Als gebürtige Brasilianerin aus dem Bundesstaat Rio de Janeiro weiss ich, welche Sicherheitsmassnahmen mir von klein auf beigebracht wurden, um nicht Opfer der Narcos zu werden. Niemand aus Südamerika, der noch klar bei Trost ist, wünscht sich, seine Kinder in einem Narcoregime grosszuziehen.

Wer sich wirklich um südamerikanische Migranten kümmert, weiss, dass Gangster wie Maduro beseitigt werden müssen, damit sich die Region wieder entspannen kann. Auch Brasilien nimmt Tausende venezolanische Flüchtlinge auf.
Das Land wurde unter den Sozialisten vernichtet. 8 Millionen Venezolaner haben das Land unter Maduro verlassen.

Nur wer keine Ahnung von Südamerika hat oder den kommunistischen Staaten sympathisch gesinnt ist, stellt sich hinter Maduro.

Und übrigens: völkerrechtlich – my ass.

Der Typ kennt keine andere Sprache und hat das Blut von Millionen seiner Landsleute auf dem Kerbholz.

Verschont euren Trump-Reflex für die Ahnungslosen.
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Was zu wenig angesprochen wird von Grok zusammengefasst:

«Die venezolanische Krise hat Südamerika massiv belastet, und die Flucht von fast 8 Millionen Menschen (Stand Anfang 2026: ca. 7,9 Millionen weltweit, davon über 6,9 Millionen in Lateinamerika und der Karibik, laut UNHCR und R4V-Plattform) ist eine der größten Vertreibungen der modernen Geschichte.

Das ist größer als die syrische oder ukrainische Flüchtlingskrise in absoluten Zahlen und hat die Region destabilisiert.

Die Zahlen und Auswirkungen

• Hauptzielländer:
• Kolumbien (~2,8–3 Mio.)
• Peru (~1,7 Mio.)
• Ecuador, Chile, Brasilien (je Hunderttausende)

• Belastungen:
• Überlastung von Gesundheits-, Bildungs- und Sozialsystemen
• Druck auf Arbeitsmärkte (oft informell, Lohnsenkung in niedrigqualifizierten Jobs)
• Zunahme von Xenophobie und politischer Polarisierung (z. B. Rechtsruck in Chile, Ecuador, Peru durch Migrationsdruck)
• Sicherheitsprobleme an Grenzen und in Städten

• Positive Effekte (laut IMF und Weltbank-Studien): Langfristig Wachstumsboost durch zusätzliche Arbeitskräfte und Konsum (0,1–0,3 % BIP-Wachstum pro Jahr in Empfängerländern), aber kurzfristig hohe Kosten (z. B. 0,5 % BIP in Kolumbien für Integration).

Die Krise entstand durch den wirtschaftlichen Kollaps unter Maduro (Hyperinflation, Korruption, Missmanagement), Menschenrechtsverletzungen und politische Repression – das hat Millionen in die Flucht getrieben und Nachbarländer überfordert.

Warum wird das so wenig berichtet?
• Unterfinanzierung und Aufmerksamkeit: Es ist eine der am schlechtesten finanzierten Krisen weltweit (nur 12–30 % der benötigten Hilfsgelder 2023/2024). Im Vergleich zu Ukraine oder Syrien (mit Krieg und dramatischen Bildern) fehlt es an “spektakulären” Konfliktbildern – es ist eine schleichende humanitäre Katastrophe.

• Regionale Wahrnehmung: Viele sehen es als “lateinamerikanisches Problem”, nicht global. Medien in Europa/USA fokussieren stärker auf Krisen mit direkter geopolitischer Relevanz (z. B. Nahost, Ukraine).

• Politische Sensibilität: Linke Medien/Kreise vermeiden manchmal starke Kritik an Maduro (aus anti-imperialistischer Haltung), rechte fokussieren auf Migration als “Bedrohung” statt auf Ursachen.

Es ist wirklich bemerkenswert, wie wenig das in der breiten Öffentlichkeit ankommt – viele wissen nicht, dass fast ein Viertel der Venezolaner geflohen ist und die Region dadurch destabilisiert wurde. Die aktuelle Eskalation (Maduro-Entfernung) könnte das ändern, aber die langjährige Unterberichterstattung hat die Krise “normalisiert”.»
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In der Schweiz wird seit knapp drei Jahren geduldet, wie die zweitgrösste schweizerische Partei, die SP, eine Kooperation mit der kosovarischen Partei von Albin Kurti (LVV) eingeht, um die grösste kosovarische Diaspora in der Schweiz für die Wahl Kurtis zu animieren.
Hier spricht Co-Parteichef und Mitglied des schweizerischen Parlaments, Cédric Wermuth, zu seinen Followern auf Facebook, um für die Wahlen im Kosovo zu mobilisieren. Macht er das gratis? Wäre eine Entschädigung strafbar? Wer will es genau wissen?

Fun Fact: Als Elon Musk sich pro AfD äusserte, warf Wermuth ihm internationale Wahleinmischung vor…

Aber was weiss ich schon? Elon hat ein soziales Netzwerk… Cédric hat nur eine strategische Kooperation mit einer ausländischen Partei und Zugang zu deren grössten Wählergruppe im Ausland.
Media is too big
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So macht “Völkerrecht” Spass 😉

Der Präsident der Nationalversammlung Venezuelas gab bekannt, dass das Land den Prozess zur Freilassung politischer Gefangener eingeleitet hat.

(Untertitel von mir)
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Iran 🇮🇷2💚0🤍2❤️6

Das Volk steht gegen die Mullahs auf!

„»Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich berufen und bevollmächtigt hat. Er hat mich gesandt, den Armen die frohe Botschaft zu bringen. Ich rufe Freiheit aus für die Gefangenen, den Blinden sage ich, dass sie sehen werden, und den Unterdrückten, dass sie von jeder Gewalt befreit sein sollen. Ich verkünde ihnen ein Jahr, in dem der Herr seine Gnade zeigt.«“
Lukas 4:18-19 HFA
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Erschiessung von Renée Good während einer ICE-Operation

Die Meinungen haben sich bereits gebildet, denn Warten, um zu einem Urteil zu kommen, ist in der heutigen Zeit nicht besonders beliebt.

Auch ich dachte nach einem ersten Video, das ich gesehen hatte, dass der Officer kurz davor stand, überfahren zu werden, und deshalb schiessen musste.

Andere Videowinkel erzählen jedoch etwas anderes: Die Frau wollte offenbar wegfahren.

Bevor die Nachrichtenflut losbrach, kursierten auf X bereits weitere Hintergrundinformationen. Die Fahrerin war eine Anti-ICE-Aktivistin. Sie war darin trainiert worden, ICE-Behörden daran zu hindern, illegale Einwanderer festzunehmen. Quelle: New York Post.

Deshalb stellte sie ihr Auto quer, wollte weder auf Befehle anhalten noch aussteigen. Diese Verweigerung löste mit hoher Wahrscheinlichkeit den Schuss aus, wie wir es von unzähligen anderen Polizeieinsätzen kennen, die tödlich endeten.

Der Polizist selbst war vor wenigen Wochen im Dienst überfahren worden und musste seine Wunden mit 33 Stichen nähen lassen. Versagten ihm die Nerven, als das Auto vor ihm stand und wegfahren wollte?

Im Internet wird offen dazu aufgerufen, Abschiebungen zu verhindern. NGOs (z. Bsp. Freedom Road Organisation) organisieren sich dagegen. Das wird medial komplett unterberichtet.

Es ist noch viel zu früh, endgültige Schlüsse zu ziehen. Jede tote Person ist bei einer solchen Aktion eine zu viel.

Mich stört dennoch, dass ihre eigene Rolle bei dem Vorfall kleingeredet oder ganz verschwiegen wird.

Das Ganze ist ein Pulverfass und könnte die nächste Krise auslösen.

Quellen im nächsten Post🪡 angehängt.
Hauptvorfall (Erschiessung während ICE-Operation)
- CNN: https://www.cnn.com/2026/01/08/us/renee-nicole-good-minneapolis-ice-shooting-hnk
- The Guardian: https://www.theguardian.com/us-news/2026/jan/08/minnesota-ice-shooting-nicole-macklin-good
- ABC News Live-Updates: https://abcnews.go.com/US/live-updates/minneapolis-ice-shooting-live-updates-tensions-flare-minneapolis/?id=129018634
- Star Tribune: https://www.startribune.com/she-was-an-amazing-human-being-mother-identifies-woman-shot-killed-by-ice-agent/601559922

Verschiedene Videowinkel und Ablauf
- ABC News (Analyse mehrerer Winkel): https://abcnews.go.com/US/video/video-angles-ice-shooting-minneapolis-paint-fuller-picture-129034461
- ABC News Timeline: https://abcnews.go.com/US/minneapolis-ice-shooting-minute-minute-timeline-renee-nicole/story?id=129021809
- YouTube (mehrere Winkel): https://www.youtube.com/watch?v=aFB0_ffPtA0

Renee Good als Anti-ICE-Aktivistin (Training, „ICE Watch“, „warrior“)
- New York Post (Hauptquelle zum Training): https://nypost.com/2026/01/08/us-news/renee-nicole-good-was-minneapolis-ice-watch-warrior-who-trained-to-resist-feds-before-shooting/
- Daily Mail: https://www.dailymail.co.uk/news/article-15447429/renee-nicole-good-anti-ice-warrior-minneapolis.html

Verletzung des Agents (Jonathan Ross, dragged/by car)
- New York Post: https://nypost.com/2026/01/08/us-news/ice-agent-who-opened-fire-on-renee-good-was-dragged-hospitalized-by-illegal-migrant-driver-last-year/
- The Guardian (Identifikation): https://www.theguardian.com/us-news/2026/jan/08/ice-agent-minneapolis-shooting
- New York Times: https://www.nytimes.com/2026/01/08/us/ice-agent-jonathan-ross-minneapolis-shooting.html

Proteste, Aufrufe und Organisationen (inkl. Freedom Road Socialist Organization)
- Fox News (FRSO und landesweite Proteste): https://www.foxnews.com/us/socialist-groups-ramp-up-nationwide-anti-ice-protests-target-noem-nyc
- Willamette Week (Portland-Vigil): https://www.wweek.com/news/2026/01/07/hundreds-rally-in-portland-at-two-vigils-to-protest-the-killing-of-renee-good-by-ice-agents/
- Cleveland.com: https://www.cleveland.com/news/2026/01/united-we-can-push-back-cleveland-activists-protest-fatal-shooting-of-minneapolis-woman-by-ice-agent.html
- New York Post (Hintergrund zu radikalen Gruppen): https://nypost.com/2026/01/08/us-news/heres-whos-really-behind-the-minneapolis-ice-resistance-movement/
Liebe Alle

Die ersten Januarwochen waren für mich augenöffnend. Die Ereignisse rund um Venezuela, Iran und die USA haben mir auf X auf sechsstellige View-Zahlen gebracht. Gross war die Überraschung vieler Leser darüber, dass die USA die Ölindustrie in Venezuela überhaupt erst möglich gemacht haben, dass viele Iraner seit Jahren keinen islamischen Staat wollen, dass die erschossene Aktivistin illegal unterwegs war oder dass der gebührenfinanzierte Sender SRF zu spät über Crans-Montana berichtete.

Was mich jedoch am meisten überrascht hat, habe ich eher beiläufig entdeckt: Wer sein Leben eigenverantwortlich gestaltet, war eher auf meiner Seite. Wer hingegen denkt, dass das eigene Handeln keine Konsequenzen haben dürfe, stellte sich gegen meine Beobachtungen.

Das zeigte sich besonders in Kommentaren wie: „Schön, dass du erwachsen geboren wurdest“, „Schön arbeitest du perfekt und machst keine Fehler“ oder sogar: „Ich hoffe, du wirst erschossen, wenn du an illegalen Aktionen teilnimmst.“

Ich wurde auch von Menschen angegriffen, die während Corona gemeinsam mit mir auf die Strasse gingen, um Repression zu kritisieren. Plötzlich waren die Repressionen Maduros oder die Unterdrückung des iranischen Volkes für diese Leute gar nicht mehr so schlimm – Hauptsache, die USA schlagen keinen Profit daraus. Die „Guten“ seien nun die Russen.
Das Ganze ist so ausgeartet, dass Menschen ohne inneren Kompass entweder völlig verwirrt wirken oder sich mit Scheuklappen auf eine Seite schlagen und die andere kompromisslos bekämpfen. Das ist vermutlich nur ein Vorbote dessen, was uns dieses Jahr noch bevorsteht.
Das Prinzip der Eigenverantwortung wird je nach politischem Lager vollständig ausradiert – insbesondere dort, wo es am meisten nützt, wenn Menschen alles vom Staat erwarten. Auf der anderen Seite stehen Politiker, die keinerlei Verantwortung übernehmen wollen und Enthüller eigener Skandale als rechtsextrem diffamieren, wie etwa Tim Walz. Demgegenüber gibt es nur noch selten Politiker, die Eigenverantwortung einfordern und Gesetze konsequent durchsetzen wollen.
Das gelingt jedoch schlecht, wenn die Bevölkerung bei jeder Gelegenheit dem Staat die Schuld für das eigene Verhalten zuschiebt. Wir stehen an einem Punkt, an dem es zunehmend schwierig wird zu unterscheiden: Wo scheitert der Staat kläglich – und wo verspielt der Bürger durch die Verweigerung eigener Verantwortung das Vertrauen in den Staat?

Wenn wir das nicht klar benennen, folgt unweigerlich Chaos. 💥

Das können wir nur verhindern, wenn wir uns mehr als zwei Minuten Zeit nehmen, bevor wir einen Post weiterleiten. Nur wenn wir innehalten, bevor wir urteilen, können wir falsche Verdächtigungen vermeiden. Das gilt auch für mich, die oft online ist und manchmal zu schnell reagiert.

Ich schreibe das nicht, weil ich es besser kann, sondern weil es für mich selbst eine Lehre war.

Trotz der Achterbahn, die uns noch bevorsteht, wünsche ich euch ein besonnenes neues Jahr. Eigenverantwortung ist real, sie ist etwas Gutes, und sie gibt Halt. Sie hilft, schwerwiegende Fehler zu vermeiden. Ich wünsche uns – und mir selbst – dafür gutes Gelingen. 🌱
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Es gibt sie noch, konsequente Politiker… Aber sie haben es nicht leicht… Hier ein Polit-Krimi par excellence.

https://insideparadeplatz.ch/2026/01/14/valerie-dittli-for-president/
Ich weiss gerade nicht, was ich schlimmer finde: Ob der Gangster auf Kaution frei kommt, oder ob seine Fussfesseln nur zu Bürozeiten überwacht werden. Hoffentlich ist die Nüni-Pause abgedeckt. 🤯
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SRG, Halbierungsinitiative und die falsche Kerndebatte

Beruflich befasse ich mich häufig mit Mediennutzung und Konsumverhalten. Genau das wird in der SRG-Debatte zu wenig diskutiert. Warum eigentlich? Wenn es um Service public geht, müsste genau hier angesetzt werden.

Ein Beispiel. Infosperber fragte SRF, warum am 1. Januar erst am Nachmittag im Fernsehen über Crans-Montana berichtet wurde. RTS sendete die Pressekonferenz live. Man hätte den Stream übernehmen können. Die Antwort von SRF: Man habe online, in der App und im Radio berichtet, weil diese Kanäle zu dieser Zeit stärker genutzt würden. Warum ist das so? Weil das Publikum längst nicht mehr zuerst fernsieht.

SRF weiss das. Die SRG verfügt über genaue Nutzungsdaten. Sie wertet sie aus und handelt danach. Studien zur Mediennutzung zeigen seit Jahren dass sich ein grosser Teil der Bevölkerung digital informiert. Online, über Apps, Social Media und Podcasts. Warum ist SRF dort präsent? Weil dort das Publikum ist.

Gegner behaupten, die SRG konkurrenziere private Medien auf diesen Kanälen. Das stimmt nur teilweise. Denn was passiert, wenn sich die SRG zurückzieht? Sie verliert ein riesiges Publikum. Und digitale Angebote verschwinden nicht einfach. Sie müssen laufend gepflegt, angepasst und personell getragen werden. Warum sollte ein Service public dort aussteigen, wo die Menschen sind?

Oft heisst es, mit weniger Geld könne die SRG gewisse Angebote nicht mehr machen. Das ist richtig, aber nicht der Kern des Problems. Der eigentliche Grund ist der Wandel der Mediennutzung. Vor allem das klassische Fernsehen hat sich zu wenig schnell angepasst. Warum hält man trotzdem daran fest, als wäre es noch das Zentrum?

Wenn gefordert wird, die SRG solle sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, ist die Frage: Welches Kerngeschäft? TV-Sendungen? Das ist nicht mehr die Realität. Das Kerngeschäft ist heute digital. Warum wird so getan, als wäre das noch eine Nebensache?

Trotzdem ist die SRG oft zu langsam. Bei vielen Themen sind soziale Medien schneller. Das gilt nicht nur für die SRG, sondern auch für andere Leitmedien. Warum erfahren wir vieles zuerst über X oder andere Plattformen und erst später in der Tagesschau?

Ich schalte abends die Nachrichten ein und kenne das meiste bereits. Warum schaue ich trotzdem? Wegen regionaler Informationen. Genau das wäre der Mehrwert.

Egal wie die Initiative ausgeht. Der Wandel lässt sich nicht stoppen. Man kann ihn künstlich hinauszögern oder die SRG neu denken und effizient aufstellen. Warum nutzt man diese Debatte nicht genau dafür?

Und dann bleibt noch ein grosses Thema. Die politische Voreingenommenheit. Solange viele Menschen den Eindruck haben, dass nach politischem Geschmack berichtet wird, schalten sie ab. Warum sollten sie zuhören, wenn sie sich nicht ernst genommen fühlen?
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Ich lese von Anwälten, dass die U-Haft von Moretti von Anfang an mit Verdunkelungsgefahr hätte begründet werden müssen und nur Sinn ergibt, wenn auch das Beweismaterial bei Moretti und der Gemeinde beschlagnahmt worden wäre. Handelt es sich also um eine verschlampte Ermittlung?

Ich war empört, als er freikam – ohne die juristischen Details zu kennen –, und bin es jetzt noch mehr, weil ich laufend von Fehlern erfahre, die eine saubere Ermittlung noch schwieriger machen.

Am Ende muss auch die Ortsbehörde genaustens beleuchtet werden, nicht nur die Barbetreiber.

Die wenigsten Bürger werden sich jetzt juristisch weiterbilden, um urteilen zu können.

Wenn den Verantwortlichen unseres Landes das Vertrauen der Bürger wichtig ist, müsste jeder prüfen, was er auch ausserhalb der Öffnungszeiten der Büros tun kann, um diese Tragödie aufzuarbeiten.