Permaliebe
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In der Liebe auf das Leben hören
Impulse zu angstfreier Liebe und ein Leben im Einklang mit der Natur
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Ich habe mal versucht, die Kommentare einzuschalten. Das hier ist daher nur ein kleiner Test… 😉
Heidelbeeren in Liebe für den Winter sammeln:
- erst mal auf den wunderbar weichen Waldboden legen und die Sonne genießen
- einen Platz mitten in den Sträuchern finden und bequem im Sitzen sammeln
- die Sonne als Wegweiser ausmachen und immer genau dort sammeln, wo sie gerade ist
- nach einiger Zeit in einen meditativen Zustand fallen
- zwischendurch beim Blick in die Schüssel frustriert beginnen, effizienter sein zu wollen und dann gewahr werden, dass das Abschütteln oder Abziehen der Beeren die Pflanze verletzt und wieder zum meditativen Sammeln zurückkehren
- in Vorfreude darauf sein, mit den Liebsten im Winter die Ernte zu teilen
- die aufkommenden Stechmücken als Signal zum Aufbruch deuten und
- mit der „nur“ halb vollen Schale zufrieden nach Hause gehen
Morgen ist auch noch ein Tag ❤️
Was bedeutet eigentlich "Permaliebe"?

Mit unserem ersten Text auf diesem Kanal haben wir „Permaliebe“ als eine Haltung vorgestellt, in der Liebe auf das Leben zu hören. Einige nachfolgende Texte beschrieben, wie wir in Liebe unseren Aufgaben nachgehen:
Die Tiere achten. Holz up-cyclen und schönes bauen. Heidelbeeren für den Winter sammeln.

Viel mehr haben wir hier nicht gepostet und ich sage ganz offen: vor allem aus großem Respekt vor dem geschriebenen Wort in einem sensiblen Feld. Denn da wo Permaliebe zur Herausforderung wird, liegt auch das Wachstumspotenzial. Wir merken in persönlichen Gesprächen, wie behutsam und individuell wir uns dem Thema nähern müssen, um unsere Systeme offen zu halten. In einem Text, der von vielen gelesen wird, ist das ungleich schwieriger.
Ein Versuch!

In dem Wort „Permaliebe“ ist der Ansatz enthalten, wirklich dauerhaft in Liebe auf das Leben zu blicken. Also nicht nur, wenn es uns in unserem eigenen Leben gerade gefällt oder möglich ist. Sondern Liebe nie auszuschalten, während wir ganzheitlich auf das gesamte Leben blicken, mit wirklich allem was dazu gehört.

Osho, so kontrovers seine Arbeit auch betrachtet wird, hat es einmal ganz wunderbar beschrieben, als er Angst mit Dunkelheit verglich. Man kann Dunkelheit nicht ausschalten, nicht verdrängen oder aus sich heraus transformieren. Man kann nur Licht hinzufügen, dann vergeht die Dunkelheit. Liebe ist in diesem Gleichnis das Licht. Wo Liebe ist, kann keine Angst sein. Und wo Angst ist, fehlt gerade die Liebe.

Insofern ist der, auch von uns oft verwendete Begriff der „angstfreien Liebe“ irreführend. Liebe kann nicht anstreben angstfrei zu sein, so wie Wasser nicht anstreben kann trocken zu werden. Weil es dann einfach kein Wasser mehr wäre. Eine Beziehung, in der feinste Angstmechanismen wirken, ist demnach keine reine Liebesbeziehung. Wenn ich Angst vor Verlust habe, kann ich das Gut in meinen Händen nicht bedingungslos lieben. Wenn ich Angst vor dem Tod habe, kann ich das Leben nicht in vollen Zügen lieben und genießen. Wenn ich Angst vor weiblicher Energie habe, kann ich mich als Mann nicht gänzlich liebe-voll entfalten. Und umgekehrt. Liebe ist rein und bedingungslos. „Love is the answer!“

Das hierhin Wahrheit liegt war und ist Motor für tiefe philosophische Fragen. So wurde die Liebe seit tausenden Jahren betrachtet, beschrieben, besungen und in Poesie, Musik und bildender Kunst verarbeitet – und sie wurde missverstanden und missbraucht.

Bedingungslose, permanente Liebe schiebt unsere eigene Verantwortung in den Mittelpunkt und konfrontiert uns in seiner Essenz mit unseren existentiellen Fragen. Mit dem Gleichnis aus Licht und Liebe offenbart sich ein weiterer Effekt. Denn mit dem Licht sehe ich auch meine Schatten. Selbst mit der Sonne im Zenit oder Strahlern aus allen Richtungen bleibt irgendwo ein Schatten, der Teil meines irdischen Seins ist und gesehen werden will. Licht und Liebe im Leben permanent zu kultivieren, ist also auch Schattenarbeit.

Der magische Schlüssel ist Verbundenheit. Wenn wir uns als Teil des Ganzen verstehen und mit unserer eigenen Quelle in Kontakt bringen, erkennen wir die Zusammenhänge und können die von unseren Gedanken projizierten und lähmenden Wirkungsketten schrittweise auflösen.

Das mutig anzugehen, mit der Kraft der Gemeinschaft zu reflektieren, zu üben, individuelle Bezüge herzustellen und so unsere Beziehung zu uns selbst, zu Menschen und der Natur sowie dem ganzen Leben insgesamt zu entwickeln - das ist bereits Permaliebe.
Am Sonntag von 14-16 Uhr gibt es den ersten Permaliebe-Frauenkreis bei uns am Steigerhaus.
Mehr Infos hier:

https://fb.me/e/KzShU3fi
Vom 27.-29. Mai veranstalten wir bei uns im Wald das Permaliebe Festival -
"Permaliebe“ als Festivalmotto bedeutet das liebende Feiern des Lebens. Das Leben zu feiern bedeutet für uns aber nicht nur persönlicher Lustgewinn
Wir sehen es als eine unserer Aufgaben als Menschen, ein Feld von ansteckender liebevoller Freude zu kreieren und zu verbreiten,. Denn damit verbunden ist auch eine Ausdehnung dieser Qualitäten in der Welt. Möchtest Du dabei sein und dazu beitragen?
Dann findest Du hier mehr Informationen:
https://www.steigerhaus.jetzt/permaliebefestival
Alles Liebe aus dem Wald...
Forwarded from Steigerhaus.jetzt (Jumana Mattukat)
Heute möchten wir Euch gerne einmal an einer Situation teilhaben lassen, die für uns das ausdrückt, was wir mit Permaliebe im Alltag meinen.

Als wir das Steigerhaus übernommen haben, war um das Grundstück herum ein Graben ausgehoben, weil die Vorbesitzer dort eine Starkstromleitung für eine Großküche planten. Dazu war es zwar nicht mehr gekommen, aber der ausgehobene Graben blieb. Mit den Erdhügeln links und rechts davon war es wie eine Wunde in der Erde fast um die Hälfte unseres Grundstückes. Ebenso wie es uns wichtig war, die Zäune zwischen uns und der Außenwelt zu entfernen, lag es uns am Herzen, diesen Graben zu schließen und damit auch sprichwörtlich Gräben zu überwinden.

Nun stellte sich aber heraus, dass sich in einem Teil des Grabens drei Holunderbäume angesiedelt hatten und der Bagger und ein Glattziehen ihr Ende gewesen wären.
Was tun? Mit dem Umpflanzen eines kleinen Baumes hatten wir letzte Woche an anderer Stelle nicht so gute Erfahrungen gemacht und so kam das Umsiedeln für uns nicht in Frage.

In der Diskussion zwischen Matthias und mir um die richtige Vorgehensweise war so wunderbar zu sehen wie immer mal wieder das Neue in uns (das, was auf das Leben hört und lebensdienliche Entscheidungen treffen will) mit dem Alten in uns (das, das effizient sein und vorankommen will) ringt.
Es war ein ganz typischer Moment, in dem es uns geschehen kann, dass wir unbewusst handeln und unseren Mustern und Konditionierungen folgen.
Ein ganz typischer Moment, in dem wir auch „Permaliebe“ wählen können.
Wir können uns entscheiden.

Kurz innehalten, atmen, nicht einfach loslegen und hinterher bereuen, einen Baum abgesägt zu haben.
Zum Glück haben wir gestern beide innegehalten. In dem Moment konnte sich unter der lauten schnellen Stimme („Los, weitermachen, sonst werden wir nie fertig“) die leise Stimme melden.
Die, welche die Bäume mit einbeziehen und sie fragen möchte.
Wir sind ihr gefolgt und siehe da, plötzlich ist im Raum zwischen uns und den Bäumen eine neue Idee entstanden.
Wie wäre es, den Bereich des Grabens, in dem der Holunder steht, vorsichtig mit der Hand einzugraben? Sie wären dann zwar mit ihren Stämmen viel tiefer in der Erde, aber noch ausreichend genug außerhalb, um weiterzuleben und zu wachsen.
Mensch, da hätten wir doch gleich drauf kommen können.

Wir wurden sehr belohnt mit einer wunderschönen Hand in Hand (oder besser einer Schaufel in Hand) Zusammenarbeit, die uns leichter von der Hand ging als sie körperlich war. Und mit neuen Einfällen, wie wir den „ehemals fast schon Schandfleck“ des Platzes deutlich verschönern können. In unserer Fotostrecke seht Ihr die Bebilderung dieser „Permaliebe im Alltag“ Episode mit dem aktuellen Ergebnis. Gerne halten wir Euch auf dem Laufenden wie wir die weiteren Ideen umsetzen...

Holunderbäume gelten übrigens als heilige Bäume und als Beschützer des Hauses.
Grund genug sich bei ihnen für ihren Schutz zu bedanken, indem wir sie mit einem schönen Steinkreis würdigen.
Forwarded from Steigerhaus.jetzt (Jumana Mattukat)
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