Nikita Gerassimow
7.43K subscribers
6.56K photos
2.96K videos
4 files
1.08K links
Konfliktbeobachter.
Download Telegram
In Pokrowsk-Mirnohrad bleibt die Lage weitgehend ohne Veränderung...also kritisch.
Pokrowsk ist de facto in russischer Hand.
Mirnohrad ist je nach Quelle in enger Schlinge oder komplett eingekesselt. Interessant ist, dass DeepState nun das gesamte Stadtgebiet als Grauzone einfärbt, was so viel bedeutet, dass im gesamten Stadtgebiet Bodenkämpfe toben.
(5/6)
👍21🔥5😢4😁1🫡1
Klar eindeutig ist die Lage weiter nördlich in Siversk. Die Stadt wurde aufgegeben.
Ukr. Militär gab an, dass ein "geordneter Rückzug" anbeordert wurde, "um das Leben unserer Soldaten zu schonen" und "bessere taktische Positionen einzunehmen".
Nach dem Fall der wichtigen Festung Siversk, die zuvor den ganzen Krieg überdauerte, werden die Russen vsl versuchen, die Frontlinie an dem Abschnitt zu begradigen und mittelfristig vom Osten auf die strategisch und symbolisch wichtige Stadt Slavyansk vorzurücken.
(6/6)
👍47🔥106🙏6😢5🕊3🫡2🎄1
Nikita Gerassimow
Update #Ukraine Heute mit Fokus auf ein Großthema: der Wiederaufbau nach Kriegsende. Die Hürden sind enorm. Riesige Gebiete sind verwüstet und vergiftet. Die Kontamination gleicht der "zone rouge" nach WWI. Gleichzeitig ist klar: USA wollen die EU dafür zahlen…
Update #Ukraine
Heute mit einem ungewöhnlichen Thread zum Einsatz von Tieren an der Front.
Zunächst einmal zur Erinnerung:
Der Einfluss (Schaden) des Krieges auf die Umwelt und die Tierwelt ist enorm. Nach manchen Einschätzungen wird es Jahrhunderte (!) dauern, bis sich die Natur in den Kampfgebieten erholt, wenn überhaupt. Nicht selten sind die Vergleiche mit der "roten Zone" in Frankreich, die nach dem Ersten Weltkrieg entstanden ist und in Teilen immer noch existiert.
Mehr im angehängten Thread
(1/8)
😢24🙏11👍82🔥2
Nikita Gerassimow
Da es keinen effektiven Schutz gibt, nehmen die Defensivversuche umso groteskere Formen an - besonders an Panzern, und zwar egal ob sowjet, russ. oder westl. Bauart. Angefangen mit Gittern, ging es weiter zu Kampfgaragen und endete bei Stachelschwein anmutenden…
Die Formel ist klar: je länger der Krieg dauert, desto stärker leidet und wird die Umwelt leiden.
Außer des direkten Schadens sind aber auch zahlreiche Tiere im Krieg im Einsatz mit steigender Tendenz. Die Ausmaße sind eher mit WW1 vergleichbar als mit WW2, als man auf mechanisierte Verbände umstellte.
Jetzt, im 21. Jahrhundert, gibt es was Tiere an der Front angeht ein "back to the roots".
So ganz überraschend ist es nicht, wenn man bedenkt, dass zB Sturmpanzer des Ukrainekrieges derzeit viel mehr an WW1 erinnern, als daran wie man sich den Panzer des 21. Jahrhunderts vorstellte.
(2/8)
👍23🔥5💩21
Nun sind im Krieg also auch Tiere mit steigender Tendenz im Einsatz.
Am stärksten dabei sind zweifelsohne Hunde. Auch bei Polizei, Sanitätern, Rettern, Spezialeinheiten und Seelsorgern bestens bekannt, ist der "beste Freund des Menschen" von Anfang an an vorderster Linie.
Hunde übernehmen sowohl klassische Aufgaben wie Aufspüren, Minen finden, tls Botendienste (ein Hund, der sich "auskennt" wird mit einem "Rucksack" von einer Einheit zur nächsten geschickt), als auch ganz reale Kampfmissionen.
Am bekanntesten sind da die "Wagner"-Söldner, die zu ihrer Glanzzeit während der Schlacht um Bachmut in der ersten Welle manchmal Kampfhunde vorschickten, die in die ukr. Schützengräben einfielen, und erst dann der Mensch folgte.
(3/8)
👍22🔥52
Katzen werden aus zweierlei Gründen eingesetzt.
Zum Einen zum Kampf gegen Nager. Deren Ausmaße in den Schützengräben und zT auch in Stadtstellungen sind enorm. Sie vernichten Vorräte und beschädigen die Technik (siehe Vids).
Teilweise tragen Soldaten ihre Vierbeiner daher mit sich von Position zu Position.
Zum Anderen ist es eine Art von Gemütlichkeit, die Katzen verbreiten. In manchen Einheiten empfehlen Sanitäter das Mitführen von Katzen, um das Stresslevel von Sturmtruppen nach dem Einsatz zu senken.
(4/8)
👍323🤣2🥰1
Ganz klassisch werden mit wachsender Tendenz schließlich Huftiere eingesetzt. vA Esel und Pferde werden seit mindestens einem Jahr als Transporttiere oder Boten mitgeführt.
Ausschlaggebend ist der Technikmangel aufgrund von gewaltiger Anzahl an Drohnen im Himmel. Andererseits melden verschiedene Kriegsreporter vor Ort, dass die Tiere in manchen Situationen schlichtweg der klassischen Technik vorgezogen werden. Unabhängig vom Sprit, leise, und "geländefähig" überall wo garantiert kein Humvee durchkommt.
Ursprünglich machte man sich lustig über die Russen, wo die Huftiere als erstes gesichtet wurden, längst setzen aber auch Ukrainer die Tiere ein (siehe letztes Foto).
(5/8)
👍254🤣1
This media is not supported in your browser
VIEW IN TELEGRAM
Die Maßstäbe auf russischer Seite sind dennoch obgleich größer.
Russische "Pferderepubliken" wie Tatarstan oder Baschkortostan übergeben in regelmäßigen Abständen ganz offiziell ausgewählte Rösser an die russische Armee zum Einsatz an der Front.
Pferde werden in russ. Einheiten zum Transport, Botendiensten und tatsächlich auch für Offensivoperationen eingesetzt wenn es um Gebiete geht, wo weder Geländewagen noch Motorrad durchkommen.
Auf dem Video:
Mechanisierter Transport von 2 nicht-mechanisierten Pferdestärken (PS) für die Front und (Gott bewahre) moderne russische Kavalleristen.
(6/8)
👍252😁2
Exotischer ist der Einsatz von Kamelen, ebenfalls als Transport- und Boten-Tiere - in diesem Fall nur auf russischer Seite.
Kamele haben in diesem Sinne in etwa das gleiche Aufgabenfeld wie Esel...bei Sturmeinheiten habe ich sie bislang also nicht gesehen.
(7/8)
👍25🤣42
This media is not supported in your browser
VIEW IN TELEGRAM
Wer an dieser Stelle meint "Hä, Kamele und Russland haben doch wirklich nichts miteinander zu tun", liegt da nicht ganz richtig.
Weite russische Süd-Gebiete liegen weitaus südlicher als Deutschland.
Manche liegen auf den gleichen Breitengraden wie Mittelmeer-Urlaubsorte Korsika oder Sardinien oder die türkische Schwarzmeerküste. Der Einsatz von Kamelen hat in Russland weite Wurzeln und geht bis auf die Kosaken zurück, die entgegen der allgemeinen Meinung längst nicht immer Pferd-, sondern im Süden auch Kamel-beritten waren.
Auf dem Video:
Ein russischer "Kriegskamel" ruht sich neben einer Soldaten-Stellung aus. Auf die Frage "warum bist du so träge, Silly" gibt sie (es ist eine sie) eine indifferente Antwort.
Ich vermute, ihr ist dann doch etwas zu kalt im Donbass 🫠
(8/8)
👍4417🕊12🤣5😁2👎1🤯1