MTB🦜Kanal - Mein tägliches Bhagavatam
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"Sargal Singh war der beste Freund."
Paramshreya Dasa, Familienfoto 1995 im damaligen Tempel von Weimar.
Moses sah nur einen brennenden Busch, aber immerhin...
100% KI-frei! 😊
Eines Tages, es muss im Jahre 1995 gewesen sein, waren Shivatma Prabhu und ich in Warnemünde an der Ostsee Bücher verteilen. Es fiel mir an diesem Tag sehr schwer. Wir waren schon viele Tage unterwegs und jeden Tag waren wir Bücher verteilen. An einem Punkt war ich dem Bücher verteilen einfach überdrüssig.

Shivatma schlug mir vor: „Hey, lass uns doch heute einfach einen Harinama machen. Lass uns auf einer Decke mit dem Harmonium-Instrument auf die Promenade setzen und Hare Krishna singen und dabei auch ein paar Bücher auf die Decke legen und schauen, wie es bei den Leuten ankommt.“

Ich war begeistert. Wir hatten sogar das Harmonium in unserem Sankirtan-Van mit dabei. Als ich es gerade herausholen wollte, fiel mir jedoch ein, dass ich meinen Dhoti gar nicht mit dabei hatte und ich wurde ganz enttäuscht. Ich sagte zu Shivatma: „Leider kann ich keinen Harinama machen. Ich habe keinen Dhoti dabei. Er ist noch im Tempel.“

Shivatma sagte: „Das ist doch kein Problem. Dann machst du das eben ohne Dhoti. Ich habe auch keinn dabei.“

Das fiel mir sehr, sehr schwer. Ich dachte immer, man muss einen Dhoti tragen, wenn man Harinama macht. Sonst fehlt etwas ganz Wichtiges und die Leute denken, wir wären womöglich gar keine echten Hare Krishnas. Ich fühlte mich wie ein Verräter der Parampara, der gesamten Schülernachfolge. Davon war ich wirklich überzeugt!

Shivatma lachte und sagte: „Das ist doch gar kein Problem. Der Dhoti ist doch überhaupt nicht so wichtig.“ Mit einem schlechten Gewissen setzte ich mich dann mit meiner Hose auf die Decke und wir sangen Hare Krishna. Ich dachte wirklich, das kann nicht funktionieren, weil die Leute ja sehen, dass ich keinen Dhoti trage und wir keine echten Hare Krishnas sind. Und so sang und spielte ich weiter, ohne etwas zu erwarten.

Zu meiner Überraschung blieben viele Leute stehen, schauten sich auch die Bücher an, kamen mit uns ins Gespräch, kauften ein paar Bücher, und wir konnten sogar zwei Kontakte herstellen und besuchten diese Leute dann am nächsten Abend bei sich zu Hause. Sie wollten mehr über das Krishna-Bewusstsein erfahren.
Chant Melody Mahamantra
T-Luck
Chant Melody Mahamantra
Gargamuni Dasa, einer der ersten Schüler Srila Prabhupadas
Gargamuni Dasa's Augenzeugenbericht aus dem Jahre 1969, Los Angeles. Eine leerstehende Kirche wurde gekauft.

Gargamuni:

Prabhupāda lud alle anderen Tempelpräsidenten ein, nach Los Angeles zu kommen, um sich den dortigen Standard anzusehen. Dieser Standard sollte übernommen werden – besonders der Deity-Dienst (arcana), mit den drei Altären. Als wir das Gebäude bekamen, ging Prabhupāda von Raum zu Raum und bestimmte, wofür jeder einzelne genutzt werden sollte.

Der Raum, den man heute betritt und der jetzt der Tempel ist, war ursprünglich gar nicht der Raum, den Prabhupāda dafür vorgesehen hatte. Prabhupāda hatte eine andere Vision als wir. Seine Vorstellung war, dass ganz normales Amerika dort hineinkommt – mit Schuhen – sich in die Kirchenbänke setzt und auf der Bühne die Bhagavad-gītā hört und kīrtana erlebt.

Wir stellten Prabhupādas Vyāsāsana auf die Bühne, und er ließ Viṣṇujana auf der Orgel spielen. Ich wollte sogar die Buntglasfenster entfernen, doch Prabhupāda sagte: „Nein, die müssen bleiben.“ Er sagte ausdrücklich: „Fasst hier nichts an.“

Auch das Rednerpult – wie heißt das noch? Die Kanzel – ließ er stehen, weil er wollte, dass auch Devotees von dort sprechen. Es war völlig surreal, in einer Kirchenbank zu sitzen, die Bhagavad-gītā zu hören und Viṣṇujana dabei zu erleben, wie er Jaya Mādhava auf der Orgel sang.

Sogar Prabhupāda selbst spielte Orgel. Wir saßen da, und er spielte. Ich wünschte, es gäbe Tonaufnahmen davon.

Prabhupāda sah, dass viele Amerikaner ihrer Kirchen überdrüssig geworden waren. Er sagte: „Jetzt werde ich sie mit Kṛṣṇa-Bewusstsein verzaubern.“ Seine Idee war: Sie sind es gewohnt, in eine Kirche zu gehen – also sollen sie wieder in diese Kirche kommen, aber dort die Bhagavad-gītā hören und den kīrtana.

Prabhupādas Vision richtete sich ganz klar an die breite amerikanische Gesellschaft – nicht an Hippies. Er wollte nicht, dass wir alle Mönche werden. Er wollte, dass Richter, Politiker und Ärzte in den Tempel kommen. Sie werden nicht alle Mönche werden und sich den Kopf rasieren. Aber wir hatten eine andere Vorstellung: Komm in den Tempel und rasiere dir den Kopf. Doch das war nicht Prabhupādas Vision.
Am kommenden Mittwoch kommt uns Jayadeva Prabhu besuchen und am Freitag haben wir Manjula Mani Devi Dasi zu Gast. Da werden wir uns dann auch endlich mal wieder die Sankirtan Scores mit ihr zusammen anschauen und herausfinden wie viele Bücher Manjula Mani allein im Jahre 2025 verteilt hat! Seid gerne LIVE mit dabei!