Dr. Michael Spitzbart
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Medizinjournalist, Arzt, Autor, Speaker
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Der Meghan Markle Effekt

Narzisstische Persönlichkeiten haben nur ein Ziel: sich selbst in den Vordergrund zu stellen, ihren eigenen Vorteil zu suchen und andere zu manipulieren. Außerdem wird ihnen Empathielosigkeit, Rücksichtslosigkeit und die Missachtung sozialer Normen nachgesagt. Wenn ein Mensch mit dieser Persönlichkeitsstörung feststellt, dass die eigene Stahlkraft nicht ausreicht, das britische Königshaus in den Schatten zu stellen, erfolgt der Rückzug unter Absingen schmutziger Lieder.

Noch im Buckingham Palace haben die Mitarbeiter der frisch gebackenen Herzogin von Sussex ihre Chefin als narzisstische Soziopathien bezeichnet und reihenweise den Dienst quittiert. Wer sich emotional unbewusst von Narzissten abhängig gemacht hat, wird zu deren Spielball und lässt sich gegen die eigene Familie manipulieren. Das böse Erwachen kann erst sehr viel später erfolgen.

Narzissten suchen die großen Bühnen und sind deshalb vermehrt im Show-Business und in der Politik anzutreffen. Mir sind diejenigen Menschen lieber, bei denen das eigene Ego in den Hintergrund tritt. Wertvolle Menschen haben wertvolle Ziele, die größer sind als das eigene Ego. An diese würde ich mich halten…
700 Beiträge

Heute darf ich mit Stolz meinen 700sten Beitrag veröffentlichen. Gleichzeitig wurde bei Instagram die Marke von 70 000 Followern geknackt. Bei Facebook gehen wir stramm auf die 100 000 zu. Telegram freut sich über 42 000 Leser. Durch Euer freundliches Teilen erreichen die Beiträge etwa eine halbe Million Menschen. Darüber freue ich mich sehr und bedanke mich herzlich für das Interesse.

Manchmal polarisiere ich in meinen Äußerungen, und dann entfolgen mir wieder einige. Das ist aber völlig in Ordnung. Ihr wisst, wie der Satz mit everybodies darling endet…

Ich möchte, dass meine Leser zu mir passen und werde niemandem nach dem Mund reden. Ich freue mich über Menschen, die Interesse an medizinischen Zusammenhänge haben, die Eigenverantwortung übernehmen, die sich ihr eigenes Urteil bilden. Und die es auch ertragen können, wenn medizinische oder gesundheitspolitische Themen von einer anderen Seite dargestellt werden.

Aus meinen Texten sprechen 65 Jahre Lebenserfahrung und knapp 40 Jahre medizinische Erfahrung. Als junger Arzt habe ich durch die Arbeit in Kliniken erst nach und nach bemerkt, dass ich so eine Art der Medizin niemals praktizieren wollte.
Viele Leser bekunden weiteres Interesse an meinen Themen und besuchen mich auf meinen Seminaren. Diese Veranstaltungen erinnern dann schon fast an ein Klassentreffen. Viele gleichgesinnte Menschen, die sich freuen, dass sie nicht alleine sind beim kritischen Mitdenken.
Wenig Vertrauen in die Wissenschaft

Laut „Wissenschaftsbarometer“ der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vertrauen 37 Prozent der Österreicher kaum der Wissenschaft und verlassen sich lieber auf den "gesunden Menschenverstand". Die Wissenschaftsskepsis der Deutschen ist sogar noch etwas höher. Durch die Unterbindung wissenschaftlicher Diskussionen in den letzten 3 Jahren wurde viel Vertrauen verspielt. Die Regierung hat einen Kurs vorgegeben, der von den staatstreuen Medien verbreitet wurde. Ein früher noch völlig legitimer Diskurs wurde im Gegenzug vehement unterbunden. Wissenschaftler mit einer anderen Meinung kamen nicht zu Wort.

Wer finanziert die Wissenschaft? Bei medizinischen Themen hauptsächlich die Pharmaindustrie. Aber auch TECH-Konzerne sponsern Studien und gleichzeitig die verbreitenden Medien. Ist das der Grund, warum man öffentlich-rechtlich mindestens jede halbe Stunde etwas über den Klimawandel hört? 

Ohne das Thema kleinreden zu wollen: Es gibt viele ungehörte und dennoch seriöse Wissenschaftler, die diesen Hype nicht so ganz nachvollziehen können. Obwohl in den letzten 20 Jahren die Erderwärmung parallel zum CO2 Anstieg verlief, gab es früher ganz andere Kurven. Darum sollte man die Korrelation nicht zwingend mit Kausalität verwechseln. Und nicht alles dem CO2 unterordnen.  Meine Prognose: Auch die letzte Generation wird noch hunderte Generationen zeugen, wenn sie nicht zu lange auf der Straße klebt. Was wäre, wenn die Wälder, wie lange prophezeit, doch nicht in diesem Maße sterben und sich das Ozon Loch auch wieder schließt? Dazu vermisse ich die Schlagzeilen.
Übersterblichkeit

Laut Statistischem Bundesamt lag die Übersterblichkeit in Deutschland im Dezember 2022 mit über 19 % deutlich und in der 51. Kalenderwoche mit 32 % sogar überdeutlich über dem Median der Jahre 2018 bis 2021. Eine Erklärung dafür gäbe es aber nicht. Sicher sei man nur, woran es NICHT liegt. Hier muss ich den geübten Leser bitten, zwischen den Zeilen zu lesen, um kritische Schlüsselbegriffe zu vermeiden.

Wenn früher die Devise galt: „Jedes Leben zählt“, scheinen sich die Medien für die aktuelle Übersterblichkeit kaum zu interessieren. Einen Grund, den man aber sicher annehmen darf, ist das reduzierte Immunsystem aufgrund der durchgeführten Maßnahmen. China wurde nach extremer Abschottung von einer ungeahnten Infektionswelle überrollt.

Merke: Das Immunsystem wird nicht besser, indem man es schont. Ganz im Gegenteil! Haben die Chinesen das jetzt begriffen?
Das WEF und seine Freunde

Wieder fliegen die Granden der Welt mit über 1000 Privat-Jets nach Davos, um dort im jährlichen Treffen zu beraten, wie wir das Klima retten, den Gürtel enger schnallen, die vierte industrielle Revolution, den Globalismus und den Transhumanismus (die genetische Veränderung des Menschen) voranbringen können. Allein letzteres ist so eine hypertrophe Anmaßung, die mir das Blut in den Adern gerinnen lässt. Wären das nur Ambitionen und Aussagen eines einsamen Spinners, wäre das sicherlich zu verkraften.

Sorgen bereitet mir aber, dass unsere gewählten Volksvertreter dort applaudierend in der ersten Reihe sitzen, um sich die Anweisungen für ihre künftige Regierungstätigkeit abzuholen. Besonders stolz ist der WEF-Gründer darauf, dass die von ihm bzw. dem Young Global Leaders Programm ausgebildeten Politiker und Manager bereits Schlüsselpositionen in den Regierungen und wichtigen Unternehmen besetzt haben.

Sicher ist dabei nur eines: Es geht bei diesem Annual Meeting nicht um das Wohl der einfachen Menschen. Unter dem angegeben Link kann man sich informieren, welche Firmen und Organisationen sich Vorteile erhoffen, wenn sie dieses Meeting sponsern.

Wenn das niemand hinterfragt und so viele Menschen einfach nur zuschauen, könnte es passieren, dass wir plötzlich in einer Welt aufwachen, die wir so nie haben wollten. Eines muss man dem WEF-Gründer und seinen Adlaten aber lassen: Sie kommunizieren ihre Pläne öffentlich. Und oft dauert es gar nicht lange, bis aus einer Agenda Wirklichkeit wird.

https://www.weforum.org/communities/strategic-partnership-b5337725-fac7-4f8a-9a4f-c89072b96a0d
Bildung, Wissen und Weisheit

Bildung ist sicher ein wichtiger Schlüssel zum Leben. Doch Bildung allein macht noch nicht erfolgreich. Auf der einen Seite gibt es Menschen mit Diplomen von der Harvard Business School, die ihr Wissen und ihre Zeit dennoch Tag für Tag gegen eine schlechte Bezahlung eintauschen. Auf der anderen Seite kenne ich enorm erfolgreiche self-made Millionäre, die an Bildung gerade einmal Hauptschule, Führerschein und einen abgebrochenen Tanzkurs aufweisen können. Denen zolle ich großen Respekt.

Am allerliebsten sind mir jedoch die Menschen mit Herzensbildung. Das ist die Vorstufe zur Weisheit. Quasi die Quintessenz des Wissens, der Erfahrungen - die man aus dem Leben gezogen hat - und der Liebe, die das alles verbindet. Weisheit kann man nicht lernen. Weise muss man sein.

Ein sehr (ein-) gebildeter Mensch wollte einst einen weisen Mann herausfordern. Er hielt in seinen Händen verdeckt einen lebendigen Vogel und fragte den weisen Mann, ob der Vogel tot sei oder lebendig? Würde er antworten „Der Vogel lebt“, so würde er ihn in der Hand zerquetschen, bevor er sie öffnet. Würde er antworten „Der Vogel ist tot“, so würde er ihn fliegen lassen. Der weise Mann schaute seinem Herausforderer lange in die Augen und sagte dann: Die Antwort liegt ganz in deiner Hand.

Wie immer im Leben liegt alles ganz in unserer Hand. Es liegt an uns, was wir aus unserer Bildung, unserem Wissen und unseren Erfahrungen machen.
Schilddrüsen – Kompendium

Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Übergewicht sind die häufigsten Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion. Mehr noch: Bleibt beim Säugling eine Schilddrüsenunterfunktion unentdeckt, leidet die Entwicklung des Gehirns so nachhaltig, dass das Abitur unmöglich wird.

Bei den Routineuntersuchungen wird meistens nur das TSH gemessen. Dieses Hormon aus der Hirnanhangsdrüse stimuliert die Schilddrüse über einen Rückkopplungs-Mechanismus zur Produktion der wirklich wirksamen Hormone fT3 und fT4. Ein hohes TSH deutet auf eine Unterfunktion und ein niedriger TSH-Spiegel auf eine Überfunktion der Schilddrüse hin.

Die Ursachen für eine Unterfunktion können vielfältig sein. Das Element Jod, die Aminosäure Tyrosin und das Spurenelement Selen sind die wichtigsten „Zutaten“ für die natürliche Hormonproduktion. Mangelt es an nur einer Zutat, erlahmt die Eigenproduktion. Anstatt die Zutatenliste durchzumessen, verordnet die Medizin gleich das fertige Schilddrüsenhormon. Wird dieses in einer höheren Dosis (> 75 µg) und über einen längeren Zeitraum eingenommen (über 2-3 Jahre), atrophiert die Schilddrüse. Das heißt: selbst wenn man später Jod, Selen und Tyrosin substituieren würde, lässt sich die Schilddrüse nicht wieder reanimieren. Man bleibt lebenslang von der Substitution abhängig.

Merke: Schilddrüsendiagnostik umfasst mehr als die Messung des TSH-Spiegels.
Deutsche Panzer rollen wieder
 
Als Kriegsdienstverweigerer – in meinem Jahrgang noch per Gerichtsverfahren erstritten – und erst recht als Arzt verurteile ich die Lieferung deutscher Panzer an die Ukraine. Das mit dem „Frieden schaffen durch noch mehr Waffen“ muss man mir erst einmal erklären. Durch diese Aktion sieht Russland nun Deutschland und die Nato als Kriegsparteien an. Deeskalation stelle ich mir anders vor. Leidtragend ist wie immer die Bevölkerung, die sofort nach der Meldung über die Panzerlieferungen vermehrt unter Beschuss genommen wurde. Im Gegenzug fordert die Ukraine nun Langstreckenraketen und Kampfjets. Kennt ihr die Geschichte mit dem kleinen Finger, den man gibt?

Die USA verkaufen ihre Waffen an die mittellose Ukraine, während Deutschland die Panzer und weiteres Kriegsgerät „zur Verfügung“ stellt. Dazu erhält die Ukraine noch Milliardenzahlungen zur Unterstützung. Womit bezahlt die Ukraine wohl die von den USA gelieferten Waffen?

Was wäre, wenn unsere engsten Verbündeten gar nicht unsere besten Freunde sind, sondern die größten Profiteure?
Die Ohren nach Innen richten

Je älter ich werde, desto mehr liebe ich die Ruhe. Das ist mir besonders deutlich geworden, als mir im Herbst beim Bergwandern eine junge Frau mit Kopfhörern entgegenkam. Da habe mich selbst wieder erkannt: Als junger Mensch durfte meine Musik laut sein und ein Autoradio war damals keine Serienausstattung und dennoch unverzichtbar. Zudem war ich einer der ersten stolzen Träger eines Walkmans beim Joggen. Das hat sich nach und nach verändert. Heute empfinde ich es als Luxus, auch einmal nichts zu hören oder mich beim Wandern höchstens am Warnruf eines Murmeltiers oder dem Schrei des Steinadlers zu erfreuen. Ansonsten lenke ich mich ungern ab - wenn ich schon einmal die Gelegenheit habe, mit mir selbst allein zu sein.

Ständige Beschallung lenkt ab vom Wesentlichen. Von Selbstreflexion und eigenständigen Gedanken. Ständige Unterhaltung führt zur „Untenhaltung“. Viele Menschen mischen sich in ihr Privatleben gar nicht mehr ein. Die „eigene Meinung“ liefern durch redundante Wiederholung die Leitmedien. Netflix und Bürgergeld halten zudem viele Menschen passiv und eingelullt. Wenn Brot und Spiele passen, ist mit wenig Gegenwehr zu rechnen. Das wussten schon die alten Römer. Aber macht das glücklich, wenn man so neben sich her lebt?
Gendern ist undemokratisch

Wiederholte Umfragen haben ergeben, dass die Mehrzahl der Menschen die Sternchensprache und Schrift als störend und unnötig empfinden. Das hindert die von den Gebührenzahlern finanzierten Medien aber nicht daran, uns ständig weiter umzuerziehen. Getreu dem Motto: stetger Tropfen höhlt den Stein. Viele Menschen hören oder lesen mittlerweile geflissentlich darüber hinweg. Ich nicht! Mir stellen sich jedes Mal die Nackenhaare auf. Gegenderte Texte lese ich nicht weiter, und wenn im Fernsehen gegendert wird, zuckt schon der Finger auf der Fernbedienung. Merke: Der beste Knopf ist der „Aus“-Schalter.

Ich kenne in meinem privaten Umfeld auch niemanden, der so spricht, geschweige denn beim Geschlecht andere Chromosomen als das weibliche „XX“ oder das männliche „XY“ fordert.

Wenn man den Menschen entgegen allen Erkenntnissen der Biologie ein X für ein U weismachen kann, dann kann man denen widerstandslos auch noch ganz andere Sachen erzählen. Mit der Arroganz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wäre es schnell vorbei, wenn die Zwangsgebühren wegfallen würden bzw. sich mehr Menschen dagegen wehren würden. Dann müssten die Fernsehmacher dem Souverän aufs Maul schauen und nicht einer kleinen Kaste von selbst ernannten Sprachpolizisten in der woken Blase der Redaktionen.
Defensive Medizin

Ca. 40 Prozent der Medikamente werden nicht verordnet, um den Patienten optimal zu therapieren. Vieles verordnet der Arzt, um gewissen Leitlinien zu entsprechen und um sich als Behandler SELBST abzusichern. Nach dem Motto: Wir haben doch alles versucht. Daher könnte es gut sein, dass viele Patienten aus rein forensischen Gründen übertherapiert sind. Wir alle wissen: Jedes Medikament hat Nebenwirkungen. Und diese werden oft nicht ernst genommen. So hören viele meiner Patienten, die nach einem vom Hausarzt neu verordneten Medikament eine Verschlechterung spüren, die stereotype Antwort des Mediziners: „Einen Zusammenhang halte ich da für ausgeschlossen“. Oder „Das bilden sie sich nur ein“. Wenn die Nebenwirkungen schon nicht ernst genommen werden, dann erst recht nicht die Wechselwirkungen.

Oft ist es also so, dass Patienten übertherapiert werden, um nur ja alles richtig zu machen. Besonders bei prominenten Patienten. Einer meiner weltbekannten Patienten wird von einem ganzen Stab von Ärzten betreut. Alle wollen von Herzen nur sein Bestes. Das führt dann dazu, dass er sagt: „Wenn ich morgens aufwache, geht es mir eigentlich gut. Wenn ich dann meine ganzen Medikamente eingenommen habe, kann ich mich gleich wieder hinlegen.“

Daher ist es vielleicht gar nicht so gut, prominent zu sein. Auch muss die Chefarztbehandlung - gerade was Operationen anbetrifft - nicht immer optimal sein. Denn der Chefarzt hat viel Zeit in der Bibliothek in seine Reputation investiert, während der erste Oberarzt seine Zeit im OP verbringt. Da verzichte ich gern auf den Chefarzt, nur weil der vielleicht Professor ist.