Dr. Michael Spitzbart
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Medizinjournalist, Arzt, Autor, Speaker
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Risiko Vorsorge

Gesundheitsbewusste Menschen nehmen gerne an Vorsorgeuntersuchungen teil. Schließlich wird sogar offiziell berichtet, dass sich „durch das Mammografie-Screening die Brustkrebssterblichkeit um bis zu 30 % senken lässt.“ Das hört sich gut an. Der Laie vermutet dann, dass von 100 Frauen 30 weniger an Brustkrebs sterben. - Weit gefehlt!

Studien haben ergeben, dass von 1000 Frauen, die regelmäßig am Screening teilnehmen, drei an Brustkrebs starben. Bei einer Kontrollgruppe von 1000 Frauen, die NICHT am Screening teilnahmen, starben vier. Drei statt vier – das ist eine relative Risikoreduktion von 25 %. Aufgerundet für die Werbung auf bis zu 30 %. Das sollte man der Fairness halber dazu sagen.

In Asien wurde vor einiger Zeit eine Vorsorge-Untersuchung auf Schilddrüsen-Krebs angeboten. Eine reine Selbstzahler-Leistung. Man muss wissen, dass die Wahrscheinlichkeit, an einem Schilddrüsen-Karzinom zu sterben, extrem gering ist. Trotzdem wurden dank entsprechender Werbung viele dieser Untersuchungen durchgeführt - und dementsprechend viele Krebsfälle entdeckt. Die Patienten ließen sich operieren und die Schilddrüse entfernen. Wie wir wissen, ist man danach lebenslang auf die Einnahme von Schilddrüsenhormonen angewiesen. Trotzdem waren die Patienten heilfroh, dass der Krebs früh erkannt und die Schilddrüse rechtzeitig entfernt wurde. Der springende Punkt ist: Trotz der stark gestiegenen Operationen hat sich die ohnehin schon geringe Sterblichkeit beim Schilddrüsen-Krebs nicht weiter verringert. Die Zahlen vor der Einführung des Screenings zeigten keinen signifikanten Unterschied gegenüber jenen danach.

Prävention findet nicht am Röntgengerät statt, sondern jeden Tag durch eine gesunde Lebensweise!
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Ernährung & Medizin

„Wer sich richtig ernährt, der braucht keine Medizin. Wer sich falsch ernährt, dem hilft keine Medizin! (Ein Zitat von Hippokrates)

Leider hat sich das Ernährungsverhalten in den letzten 100 Jahren enorm verändert. Ich helfe dir, dich im Dschungel der oft widersprüchlichen Empfehlungen zurechtzufinden. Und das erfolgt am besten durch eine Messung im Blut und die daraufhin erfolgende individualisierte Empfehlung.

Merke: Nur wer misst, weiß Bescheid.
Liebe Community, ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich freue mich schon auf zukünftig anstehende Projekte und auf viele interessante Beiträge zum Thema Gesundheit und Co.
Essenziell heißt lebensnotwendig

Der Mensch besteht aus 47 zwingend lebensnotwendigen Substanzen: Das sind Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine und Spurenelemente. Würde nur eine einzige davon ganz fehlen, wäre man tot. Darum nennt man diese natürlichen Substanzen essenziell. Stell dir vor, du hättest von nur einem dieser Naturstoffe die Hälfte der optimalen Dosis im Blut und in der Zelle. Dann bist du zwar nicht tot, lebst aber auch nur halb. Wenn so ein Mangel schleichend entsteht, spürt man die Veränderung kaum. Doch irgendwann realisierst du, dass irgendwo die Handbremse angezogen sein muss.

Du bekommst deine PS nicht mehr auf die Straße. Dabei steckt oft nur ein banaler Mangel dahinter. Ein Nadelöhr. In meiner Praxis beschäftige ich mich fast ausschließlich mit der Optimierung dieser Substanzen - Messen und gezielt auffüllen. Zur Not sogar intravenös.

Merke: Nicht der Arzt heilt - die Natur heilt. Darum müssen wir die Natur unterstützen. Im Idealfall mit gesunder Ernährung. Und wenn das nicht ausreicht, mit Nahrungsergänzungsmitteln (NEMs).
Die Seele und die Farbe der Gedanken

Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an (ein Zitat von Marc Aurel). Depressionen sind der körperliche Ausdruck einer traurigen Seele. Füttere Deine Seele darum mit möglichst vielen positiven Gedanken, Emotionen und Gefühlen. Dann nimmt deine Seele von Tag zu Tag eine hellere Farbe an.

Merke: Das Negative läuft dir automatisch über den Weg. Das Positive musst du aktiv suchen.
Homöopathie

Heute mache ich mich einmal unbeliebt und oute mich: Ich bin kein Freund der Homöopathie. Zumindest dann, wenn es sich um die Substitution essenzieller Substanzen handelt. Bei einem meiner Seminare kokettierte morgens eine Zahnärztin bei der Blutabnahme damit, dass sie wohl den höchsten Magnesium-Wert von allen Teilnehmen haben würde. Schließlich nähme sie täglich Magnesium in homöopathischer Hochpotenz ein. Das Ende vom Lied: Ihr Magnesiumspiegel war so ziemlich der Tiefste von allen.

In der Homöopathie werden Wirkstoffe bekanntlich ja so lange verdünnt, bis sie praktisch gar nicht mehr nachweisbar sind. Je verdünnter, desto hochpotenter. Bildlich gesprochen ist das so, als würde man mit einem leeren Benzinkanister, der vor langer Zeit einmal die „Information“ von Benzin hatte, ein Auto betanken wollen. Wenn das funktionieren würde, wären ja sämtliche Energieprobleme gelöst.

Die Homöopathie mag manchen Menschen mit anderen Krankheitsbildern geholfen haben. Zum Auffüllen essenzieller Substanzen taugt sie leider nicht.
Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Die letzten 30 Jahre haben unsere Nahrung stärker verändert als die 10 000 Jahre zuvor. Die Nahrungsmittel-Industrie hat unsere natürlichen Lebensmittel durch ihre Prozesse nicht dem Menschen, sondern der Prozessierung, der Lagerhaltung und der Gewinnoptimierung angepasst. Wie kann man Nahrungsmittel möglichst lange haltbar machen, und wie kann man den Gaumen des Konsumenten auch bei schlechter Qualität „verwöhnen“? Mehr als 2000 Zusatzstoffe dürfen den Nahrungsmitteln legal zugefügt werden, aber nur 320 müssen als solche gekennzeichnet werden. Ist unser darmassoziiertes Immunsystem überhaupt auf diese ganzen körperfremden Substanzen eingestellt?

Geschmacksverstärker, künstliche Aromen, Diphosphate, Zitronensäure und diverse andere Konservierungsstoffe lesen wir oft auf der Verpackung. Was wir nicht lesen: Ein Erdbeerjoghurt enthält meist nur eine halbe Erdbeere. Der Geschmack entsteht aus einem Aromastoff aus einem Holzpilz. Himbeer-Geschmack entsteht aus Zedernholz. Über 2800 verschiedene Zusatzstoffe benutzt die Nahrungsmittelindustrie.

Jetzt kommt die Preisfrage: Wie entstehen die rapide ansteigenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Sind es wirklich die natürlichen Grundstoffe unserer Lebensmittel? Die Aminosäuren, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente oder doch eher die chemischen Zusätze der Nahrungsmittelindustrie? Von den oft angebotenen IgG-Tests, um Ursache von Nahrungsmittelunverträglichen zu detektieren, halte ich nichts. Diese zeigen nämlich nur das an, was der Körper gut kennt, nicht worauf er allergisch ist.

Fazit: Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten bildlich gesprochen direkt vom Feld essen, prozessierte Produkte vermeiden, die Darmflora untersuchen und ggfs. optimieren und über eine Blutuntersuchung das Zonulin messen, um ein Leaky-Gut Syndrom auszuschließen.
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Der Meghan Markle Effekt

Narzisstische Persönlichkeiten haben nur ein Ziel: sich selbst in den Vordergrund zu stellen, ihren eigenen Vorteil zu suchen und andere zu manipulieren. Außerdem wird ihnen Empathielosigkeit, Rücksichtslosigkeit und die Missachtung sozialer Normen nachgesagt. Wenn ein Mensch mit dieser Persönlichkeitsstörung feststellt, dass die eigene Stahlkraft nicht ausreicht, das britische Königshaus in den Schatten zu stellen, erfolgt der Rückzug unter Absingen schmutziger Lieder.

Noch im Buckingham Palace haben die Mitarbeiter der frisch gebackenen Herzogin von Sussex ihre Chefin als narzisstische Soziopathien bezeichnet und reihenweise den Dienst quittiert. Wer sich emotional unbewusst von Narzissten abhängig gemacht hat, wird zu deren Spielball und lässt sich gegen die eigene Familie manipulieren. Das böse Erwachen kann erst sehr viel später erfolgen.

Narzissten suchen die großen Bühnen und sind deshalb vermehrt im Show-Business und in der Politik anzutreffen. Mir sind diejenigen Menschen lieber, bei denen das eigene Ego in den Hintergrund tritt. Wertvolle Menschen haben wertvolle Ziele, die größer sind als das eigene Ego. An diese würde ich mich halten…
700 Beiträge

Heute darf ich mit Stolz meinen 700sten Beitrag veröffentlichen. Gleichzeitig wurde bei Instagram die Marke von 70 000 Followern geknackt. Bei Facebook gehen wir stramm auf die 100 000 zu. Telegram freut sich über 42 000 Leser. Durch Euer freundliches Teilen erreichen die Beiträge etwa eine halbe Million Menschen. Darüber freue ich mich sehr und bedanke mich herzlich für das Interesse.

Manchmal polarisiere ich in meinen Äußerungen, und dann entfolgen mir wieder einige. Das ist aber völlig in Ordnung. Ihr wisst, wie der Satz mit everybodies darling endet…

Ich möchte, dass meine Leser zu mir passen und werde niemandem nach dem Mund reden. Ich freue mich über Menschen, die Interesse an medizinischen Zusammenhänge haben, die Eigenverantwortung übernehmen, die sich ihr eigenes Urteil bilden. Und die es auch ertragen können, wenn medizinische oder gesundheitspolitische Themen von einer anderen Seite dargestellt werden.

Aus meinen Texten sprechen 65 Jahre Lebenserfahrung und knapp 40 Jahre medizinische Erfahrung. Als junger Arzt habe ich durch die Arbeit in Kliniken erst nach und nach bemerkt, dass ich so eine Art der Medizin niemals praktizieren wollte.
Viele Leser bekunden weiteres Interesse an meinen Themen und besuchen mich auf meinen Seminaren. Diese Veranstaltungen erinnern dann schon fast an ein Klassentreffen. Viele gleichgesinnte Menschen, die sich freuen, dass sie nicht alleine sind beim kritischen Mitdenken.
Wenig Vertrauen in die Wissenschaft

Laut „Wissenschaftsbarometer“ der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vertrauen 37 Prozent der Österreicher kaum der Wissenschaft und verlassen sich lieber auf den "gesunden Menschenverstand". Die Wissenschaftsskepsis der Deutschen ist sogar noch etwas höher. Durch die Unterbindung wissenschaftlicher Diskussionen in den letzten 3 Jahren wurde viel Vertrauen verspielt. Die Regierung hat einen Kurs vorgegeben, der von den staatstreuen Medien verbreitet wurde. Ein früher noch völlig legitimer Diskurs wurde im Gegenzug vehement unterbunden. Wissenschaftler mit einer anderen Meinung kamen nicht zu Wort.

Wer finanziert die Wissenschaft? Bei medizinischen Themen hauptsächlich die Pharmaindustrie. Aber auch TECH-Konzerne sponsern Studien und gleichzeitig die verbreitenden Medien. Ist das der Grund, warum man öffentlich-rechtlich mindestens jede halbe Stunde etwas über den Klimawandel hört? 

Ohne das Thema kleinreden zu wollen: Es gibt viele ungehörte und dennoch seriöse Wissenschaftler, die diesen Hype nicht so ganz nachvollziehen können. Obwohl in den letzten 20 Jahren die Erderwärmung parallel zum CO2 Anstieg verlief, gab es früher ganz andere Kurven. Darum sollte man die Korrelation nicht zwingend mit Kausalität verwechseln. Und nicht alles dem CO2 unterordnen.  Meine Prognose: Auch die letzte Generation wird noch hunderte Generationen zeugen, wenn sie nicht zu lange auf der Straße klebt. Was wäre, wenn die Wälder, wie lange prophezeit, doch nicht in diesem Maße sterben und sich das Ozon Loch auch wieder schließt? Dazu vermisse ich die Schlagzeilen.