Dr. Michael Spitzbart
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Medizinjournalist, Arzt, Autor, Speaker
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Teurer Urin Wer Vitamine zuführt, produziert nur teuren Urin. Dieses Argument entlarvt alle geistigen Nichtschwimmer. Wenn Vitamine oral aufgenommen wurden und wieder im Urin erscheinen, beweist das zum einen, dass sie über den Darm aufgenommen wurden. Und dem Körper haben sie, wenn sie wieder im Urin erscheinen, wertvolle Dienste erwiesen. Beispiel: Vitamin C und E sind ein unschlagbares Gespann. Vitamin E kann den Körper von freien Radikalen befreien. Letztere beschleunigen nicht nur Alterungsprozesse, sondern können auch Krebs auslösen. Allerdings ist das Vitamin E, sobald es ein freies Radikal abgepuffert hat, verbraucht. Jetzt kommt das Vitamin C ins Spiel: Es übernimmt das freie Radikal vom Vitamin E und frischt es wieder auf. Das Vitamin C erscheint dann mit dem freien Radikal huckepack im Urin. Dadurch kann das Vitamin E das nächste freie Radikal entschärfen und dem nächsten Vitamin C Molekül zuführen. Und so weiter … Meine aufmerksamen Leser und Seminarteilnehmer wissen schon längst, dass fast alle Tiere Vitamin C selbst produzieren. Sich dabei selbst teuren Urin machen. Und die Tiere fragen dabei weder die Nichtschwimmer noch die „Experten“ von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), welche Dosis optimal wäre. Die DGE empfiehlt nämlich immer nur die Mini-Mengen, die man braucht, um gerade nicht am Skorbut zu sterben. Tiere produzieren viel mehr Vitamin C, als dem Menschen empfohlen wird. Menschen haben in grauer Vorzeit die Fähigkeit zur Vitamin-C-Eigenproduktion verloren. Seitdem sind wir auf die Zufuhr von außen angewiesen. Bei Tieren wurden viel höhere Mengen von Vitamin C in den Geweben nachgewiesen als bei uns – und natürlich auch im Urin. Ist die Natur wirklich so dumm, wie die geistigen Nichtschwimmer behaupten? Dass die Tiere „einfach nur so“ teuren Urin produzieren? Oder hat das doch alles einen tieferen Sinn? Tiere können übrigens unter Stress oder bei Krankheit die körpereigene Vitamin C Produktion erheblich steigern. Ich habe meine Lektion da schon lange gelernt. Meine Patienten erhalten im Ernstfall nicht nur Vitamin C hoch dosiert intravenös.
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Medikamente gesünder als Vitamine?

Nach moderner Lesart sind Vitamine ja ungesund, gefährlich und müssen in wirksamer Form verboten werden. Denn nur Arzneimittel dürfen heilen. Könnte das geplante Verbot von Vitaminen das Ergebnis konsequenter Lobbyarbeit sein?

Meines Wissens wurden die Vitamine bereits 1993 wirklich gefährlich, – aber nur für die Pharmaindustrie. Denn damals veröffentlichte das New England Journal of Medicine eine Studie, dass die tägliche Einnahme von Vitamin E Herzkreislauferkrankungen um 40 % verringere. Immerhin nahmen 40000 Männer und 87000 Frauen an dieser Studie teil. 1996 veröffentlichte The Lancet dann eine Untersuchung von 2000 Personen mit Gefäßverkalkung. Es zeigte sich, dass sich die Herzinfarktrate um 77 % verringerte, wenn Vitamin E in Dosen zwischen 400 und 800 I.E. eingenommen wurde.

Das darf natürlich nicht sein. Denn heilen müssen ja die Statine, die Blutfettsenker, die Arzneimittel. Diese haben die Heilung ja nun per Definition gepachtet. Wenn die das nur halb so gut könnten wie das Vitamin E! Achtung: Die Statine senken wirklich messbar die Blutfette. Aber kaum das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Bei Vitamin E ist das umgekehrt.
One Love

Wieder einmal bekommt die Welt vor Augen geführt, wie autoritär eine korrupte, milliardenschwere Organisation das Zeitgeschehen bestimmt. Ich könnte im gleichen Atemzug noch eine weitere, nicht gewählte, aber weltumspannende Organisation nennen, die nicht nur das Wohl bzw. die Gesundheit der Menschen im Fokus hat.

Ich persönlich würde gar nicht so viel Energie in dieses Thema One Love stecken. Denn ich nehme jeden Menschen so, wie er ist. Und jeder darf lieben, wen oder was er will. Auf der anderen Seite würde ich aber auch keine speziellen Befindlichkeiten betonen und z. B. für jede Diversität eine eigene Toilette einrichten. Ich bin Wissenschaftler genug, um zu wissen, dass es bis auf seltene Ausnahmen im Promille-Bereich nur 2 Geschlechter gibt. Und da lasse ich mir von der Gender-Gaga-Diversitäts-Community auch nichts anderes einreden. Ich habe aber gesehen, wie gestandene Politiker in Interviews ordentlich ins Schwimmen gerieten, die sich nicht eindeutig zu den zwei Geschlechtern äußern wollten, die sie noch aus dem Biologie-Unterricht kannten.

Wenn ich allerdings wie der DFB den Kuchen anbeiße und das Tragen der Armbinde ankündige, dann sollte ich auch die Eier besitzen, das umzusetzen. Wer einknickt, nimmt das Thema dann wohl doch nicht ganz so ernst. Respekt zolle ich dagegen der Nationalmannschaft des Iran, die das Singen der Nationalhymne verweigert hat, um auf die Missstände in ihrem Land hinzuweisen. Apropos: Was heißt eigentlich Eier auf Persisch?
Nix dazugelernt?

Pünktlich zur Wintersaison füllen sich die Krankenhäuser mit Patienten mit Grippe-Infektionen. Das Murmeltier grüßt hier schon seit Jahrzehnten unverändert immer wieder, nur in den letzten 3 Jahren haben die Medien so darüber berichtet, als ob das Problem ganz neu wäre. Intensiv-Betten waren nie das Problem. Die wurden höchstens von den Kliniken künstlich verringert, um mehr Beihilfen abzugraben. Nadelöhr sind und waren immer die Pflegekräfte. Die ohnehin schon unterbesetzten Stationen wurden in den letzten 3 Jahren noch weiter ausgedünnt, da immer mehr Mitarbeiter wegen Überlastung das Handtuch geschmissen haben.

Mit ist nicht bekannt, dass die Gesundheitspolitik hier effektiv gegengesteuert hätte. Natürlich bildet man diese hoch qualifizierten Pflegekräfte nicht über Nacht aus. Und gute Mitarbeiter kosten Geld. Nicht nur als spürbare Wertschätzung anstatt Klatschen vom Balkon, sondern auch um die Attraktivität dieses Berufes zu steigern. Mittlerweile ist aber so viel Zeit vergangen, dass dieses Nadelöhr hätte behoben werden können, wenn nur der politische Wille da wäre.

Personalkosten sind natürlich ein großes Thema bei profitorientierten Kliniken. Dagegen fallen die Milliarden für Tests und Impfstoffe kaum ins Gewicht. Diese werden immer noch bereitwillig locker gemacht. Könnte das daran liegen, dass die Pharma eine größere Lobby als die Pflegekräfte hat?
Handeln statt Empören

Manche Zitate regen zum Nachdenken an. So sagte der kanadische Philosoph Professor Herbert Marshall McLuhan: „Moralische Empörung ist eine grundlegende Technik, um einem Idioten Würde zu verleihen.“ In gleichem Maße, wie allerorten die Empörung ansteigt, können wir auf die Anzahl der Menschen zurück schließen, die ihrem farblosen Leben gerne mehr Würde verleihen würden.

Prinzipiell unterstütze ich jeden, der durch sein aktives Handeln die Welt verbessert. Und nicht diejenigen, die passiv an Bilderrahmen oder Asphalt kleben. In der gleichen Zeit, in der how dare you Greta Thunberg auf jedem Titelblatt ihre Empörung kundtat, erfand der gleichaltrige Jugendliche Boyan Slat ein bahnbrechendes System, um den Plastikmüll aus den Weltmeeren zu fischen. Doch die Weltpresse, wohl selbst um die Vermehrung eigener Würde bemüht, hatte nur Schlagzeilen für die Empörung.
Manche Menschen erheben sich gerne durch ihren zur Schau getragenen moralischen Narzissmus über andere. Doch Empörung allein ist noch keine Leistung an sich. Fazit: Leistung und Handeln schlägt Empörung!
Zweierlei Maß

Erstaunlich ist, wie vehement unsere Politiker die strengen Corona-Maßnahmen im Einparteien-Staat China verurteilen und den Mut zu den dort aktuell stattfindenden Demonstrationen loben. Wie steht es schon in der Bibel: Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken aber in deinem Auge bemerkst du nicht? – Haben unsere Politiker vergessen, dass sie selbst unsere Demonstranten als Covidtoten, Schwurbler oder Rechtsextreme beschimpft und sogar mit Wasserwerfern gegen sie vorgegangen sind? Wenn zwei das Gleiche tun, ist das für unsere Volksvertreter anscheinend noch immer nicht dasselbe.

Es wurde in den letzten Jahren sehr viel Porzellan zerbrochen und Vertrauen verspielt, indem gar nicht untersuchte und heute widerlegte Behauptungen wie der Schutz vor Weitergabe gebetsmühlenartig wurden. (Auf spezielle Schlüsselwörter wird hier bewusst verzichtet, um nicht gelabelt zu werden und auch um den fast schon lächerlichen Disclaimer zu vermeiden, in dem Sie immer erklärt bekommen, wo Sie die einzig wahre Wahrheit finden …)
Dauer-Alarmismus und das Stresshormon

Selten sind so viele scheinbare Katastrophen auf einmal über uns hineingebrochen wie in den letzten 3 Jahren. Infektionskrankheiten, Krieg, Inflation, extrem steigende Energiepreise, Klimaerwärmung und Angst vor einem Blackout. Viele Menschen haben sich in einen Dauer-Angstzustand versetzen lassen. Das hinterlässt Spuren im Hormonprofil. Selbst bei meinen Patienten, – die sicher eher zu den hart gesotteneren und kritischen Zeitgenossen gehören - messe ich einen Anstieg beim Langzeit-Stresshormon Cortisol.

Das bleibt nicht ohne Folgen. Denn Cortisol ist das stärkste abbauende Hormon. Erstens unterdrückt es die Bildung der „Rückenwindhormone“ Dopamin und Serotonin im Gehirn. Zweitens baut es aktiv Synapsen im Gehirn ab. Höflich ausgedrückt wird man dadurch nicht unbedingt klüger. Böse Zungen behaupten, dass ein Volk in Angst leichter regierbar wäre. Schützen können wir uns nur, indem wir möglichst wenig von denjenigen Medien konsumieren, die Ängste immer wieder anstacheln. Selbst wenn alles den Bach hinunterginge, wäre es der Fernseher, der uns zuletzt genommen werden wird.

Aber auch bloße Unterhaltung kann eine Art der „Untenhaltung“ sein. Das Prinzip Brot und Spiele ist nicht ganz neu. Wer das durchschaut, bleibt länger gesund.
Stresshormon senken

Aufgrund des letzten Posts tauchte vermehrt die Frage auf, ob und wie man das Langzeit-Stresshormon Cortisol senken kann? Das funktioniert auf zweierlei Weise: Erstens muss man natürlich seine Stressoren identifizieren und eliminieren. Das ist leichter gesagt als getan. Wir können die Welt nicht ändern, und den Chef dürfen auch nicht umbringen. Darum müssen wir über eine erhöhte Resilienz die Belastbarkeit steigern und uns quasi eine Teflonbeschichtung gegen Stress zulegen. Das gelingt über eine erhöhte körpereigene Produktion des Glückshormons Serotonins. Dieses wiederum wird aus der essenziellen Aminosäure Tryptophan gebildet. Und genau diesen wertvollen Eiweißbaustein verbrauchen wir vermehrt durch Stress. Die Belastbarkeit sinkt. Und das lässt das Stresshormon ansteigen. Die Katze beißt sich in den Schwanz.

Darum bitte bei der Ernährung auf viel Eiweiß achten und evtl. Tryptophan (oder 5HTP) hoch dosiert als Nahrungsergänzung einnehmen. Zusätzlich baut die Aminosäure Arginin in höherer Konzentration das Cortisol ab.
Leichte Ausdauerbewegung wie strammes Spazierengehen oder Joggen senkt ebenfalls das Stresshormon. Dabei immer den Blick nach oben richten. Der Volksmund sagt zu Recht: „Kopf hoch!“ Dann entstehen – und das wissen wir auch vom NLP – automatisch mehr positive Gedanken. Wer den Kopf hängen lässt, verbleibt im Grübelzwang.
Fazit: Mentale Hygiene, Nachrichten höchstens einmal täglich, dafür viel Eiweiß und aerobe Bewegung. Und bitte auch nicht von Weihnachten stressen lassen.😉
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Der erste Eindruck

Es gibt nie eine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Der erste Eindruck entscheidet und ist wichtiger als alles andere danach. Einen schlechten ersten Eindruck kann man nur schwer wieder wettmachen. Denn das Unterbewusstsein will unbewusst immer den ersten Eindruck bestätigen. Ist der erste Eindruck positiv, werden alle positiven Merkmale verstärkt und das Negative eher herausgefiltert. Umgekehrt passiert das Gleiche. Wir alle kennen das chinesische Sprichwort: Wenn Du nicht lächeln kannst, mach kein Geschäft auf.
 
Interessant ist, dass der erste Eindruck eher vom Bauchgefühl als vom Intellekt kommt. Und da genügt oft schon eine Sekunde. Die größten Fehler habe ich immer dann gemacht, wenn ich mein Bauchgefühl missachtet und auf das Hirn vertraut habe.
 
Jeder sollte sich immer sein eigenes Bild von seinem Gegenüber machen und nicht auf Fremdurteile vertrauen. Psychologen haben einmal folgendes Experiment gemacht: bei einem Lehrerwechsel wurden bei der Übergabe die guten Schüler als die Schlechten und die Schlechten als die Guten dargestellt. Am Jahresende wurden die schlechten Schüler um 1 bis 2 Noten besser, und die Guten um 1 bis 2 Noten schlechter beurteilt.
Fortschritte der Medizin

„Die wenigsten Medikamente helfen den Patienten wirklich, obwohl sie uns ein langes, gesundes Leben bescheren sollten.“ Das sagt der dänische Mediziner Peter C. Gøtzsche - ehemaliger Direktor des Nordic Cochrane Centers am Rigshospitalet in Kopenhagen - und fordert für die Branche eine Revolution. Dem kann ich mich nur anschließen.

Es ist aber nicht alles schlecht. Die Medizin hat auf dem Gebiet der Chirurgie beispielsweise enorme Fortschritte gemacht. Obwohl schon in Altertum operiert wurde, würde ich mich - wenn überhaupt - lieber heute unter das Messer legen als zu Zeiten Julius Caesars, der ja angeblich selbst durch einen Kaiserschnitt (heute noch Sectio Caesarea genannt), das Licht der Welt erblickte. Auch dass wir bei akuten bakteriellen Infekten Antibiotika verordnen können, ist ein Segen für die Menschheit.

Chronische Krankheiten werden aber laut meiner Erfahrung immer nur symptomatisch und nicht ursächlich behandelt. Besonders schlimm ist, wie leichtfertig Mediziner heute zum Rezeptblock greifen und Psychopharmaka verschreiben. Diese wieder auszuschleichen ist um ein Vielfaches schwerer, als sie zu verordnen.