Dr. Michael Spitzbart
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Medizinjournalist, Arzt, Autor, Speaker
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Anabol oder katabol?

Grundsätzlich gibt es zwei konkurrierende Stoffwechsel-Lagen in unserem Körper. Anabol (aufbauend) oder katabol (abbauend). Selbstverständlich wünschen wir uns alle die anabole Situation, in der Muskeln, Knochen, das Immunsystem und die Rückenwindhormone im Gehirn optimal aufgebaut bzw. produziert werden. Umgekehrt ist der katabole Stoffwechsel höchst unerwünscht, weil dann im Gegenteil Muskel- und Knochen sowie das Immunsystem abgebaut und sogar die Glückshormone Dopamin und Serotonin weniger ausgeschüttet werden.

Leithormon des katabolen Stoffwechsels ist das Stresshormon Cortisol. Das fördert nämlich alle abbauenden Prozesse und unterdrückt somit die anabolen Hormone. Mediziner verordnen häufig Cortison, um beispielsweise das Immunsystem bei autoimmunen Prozessen zu unterdrücken. Langfristig ist das – höflich ausgedrückt - ungünstig.

Bei meinen Patienten schaue ich mir diese Stoffwechsel-Lage sehr genau an. Wenn alles im Leben flutscht, kann man auch ohne Messung von einer anabolen Situation ausgehen. Wenn dagegen Gegenwind im Leben herrscht, man leicht Infektionen aufschnappt und Glückshormone so gar nicht aufkommen mögen, steckt oft ein unbemerkter Stressstoffwechsel dahinter.
Merke: Cortisol unterdrückt Testosteron, Wachstumshormon, Dopamin, Noradrenalin und Serotonin. Meditation, leichtes Ausdauertraining und die Aminosäure Arginin bauen das Stresshormon ab.
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Weltgesundheitsorganisation reformieren?

Selten ist eine ursprünglich so gute Idee so sehr von Privat-Interessen und Lobbyisten unterwandert und torpediert worden - wie bei der WHO. Natürlich gleicht eine Kritik an dieser nicht gewählten Organisation einer Götterlästerung. Darum werden sämtliche Fakten-Checker des Wahrheitsministeriums hier wieder jedes Wort auf die Goldwaage legen, um eine Kritik zu unterbinden und die Verbreitung zu stoppen. Wir alle wissen, wessen Brot sie essen, und wessen Lied sie singen.

Aus den Fingern gesogen ist meine Kritik sicherlich nicht, wie die verlinkte ARTE-Dokumentation „WHO – Im Griff der Lobbyisten“ aus dem Jahre 2017 zeigt. Seitdem hat sich die Situation sicherlich nicht verbessert.

Als junger, naiver Arzt stand ich innerlich stramm, wenn die WHO etwas verkündete. Mittlerweile stellen sich mir noch die Nackenhaare auf. Höflich gesagt bin ich bei allen Verlautbarungen höchst skeptisch und frage mich immer: Cui bono? Wem nützt es?

Die WHO - Im Griff der Lobbyisten - Doku HD:
https://www.bing.com/videos/search?q=who+im+griff+der+lobbyisten&view=detail&mid=AB7F4EB575F0C599A41DAB7F4EB575F0C599A41D&FORM=VIRE
Hollywood-Medizin

Letzte Woche erzählte mir eine Patientin aus der Schweiz, dass sie ihren Hausarzt wegen häufiger Wadenkrämpfe um einige Magnesium-Infusionen gebeten hatte. Darauf der Hausarzt: So etwas mache er nicht. Das sei „Hollywood-Medizin“.
Wenn dies Hollywood-Medizin ist, dann nominiere ich mich hiermit selbst für den Oscar. Seit über 30 Jahren infundiere ich höchst erfolgreich essenzielle Substanzen wie Magnesium, Aminosäuren und Vitamine intravenös. Denn dadurch gelingt die Substitution viel schneller, als man das durch die alleinige orale Substitution jemals erreichen könnte. Zumindest Frauenärzte haben das erkannt und geben schwangeren Patientinnen das Eisen ebenfalls intravenös.

Leider haben diese ungemein wichtigen essenziellen Substanzen keinen Stellenwert in der normalen Medizin. Sie werden weder gemessen, geschweige denn bei einem Mangel substituiert. Viele Patienten sind da schon sehr viel weiter, finden nur nicht den richtigen Hollywood-Arzt…
Mehr vom Gleichen

Die jüngsten Wahlen zum Landtag in Niedersachsen und zum Bundespräsidenten in Österreich werfen zumindest bei mir Fragen auf. In Niedersachen wurde Rot-Grün im Amt bestätigt, und in Österreich der Frühstücksdirektor van der Bellen. Albert Einstein hat einmal gesagt, man könne Probleme nicht mit der gleichen Denkweise bewältigen, durch die sie entstanden sind. Zurzeit bestehen „zufällig“ so viele Probleme gleichzeitig, die pragmatisch und lösungsorientiert - und nicht ideologisch - angegangen werden müssen.

Simples Beispiel ist das an dieser Stelle schon einmal besprochene Merit-Order Prinzip, nachdem sich alle Energiequellen am teuersten Anbieter orientieren. Beispiel: Wenn das Gas teurer wird, ziehen Strom, Sonnen– und Windkraft im Preis automatisch nach. Dies beschert den Energiekonzernen noch nie da gewesene Gewinne. Die Spanier haben dieses ehemalige Geschenk der EU an die Energiekonzerne einfach ausgehebelt und abgekoppelt. Das war wirklich ein spürbarer Doppel-Wumms für die Bürger, anstatt leeres Gerede.

In meinen Augen beweisen die Wahlergebnisse, dass so mancher Sovereign die Luft woanders ansaugt als ich. Wer sich nur bei den Qualitätsmedien informiert, liest nur den Lobgesang auf das bestehende System. Boris Reitschuster, Rubikon, Dr. Gunter Frank etc. sollten Pflichtlektüre werden. Nach kritischen Stimmen muss man aktiv suchen und nur allzu oft werden kluge, aber kritische Denker medial unterdrückt.
Gesunder Egoismus

Der wichtigste Mensch im Leben – und das vergessen viele – ist man SELBST. Merke: Man ist nur dann wertvoll für andere, wenn es einem SELBST gut geht. Viel zu oft stellen wir Familie, Kinder oder Beruf in den Vordergrund und entfernen uns dabei unbemerkt immer weiter weg von uns selbst. Viele Patienten erzählen mir dann, dass sie sich selbst nicht mehr spüren würden und sich eine innere Unzufriedenheit ohne erkennbaren Grund breitmacht. Diese Menschen haben sich selbst vergessen.

Eine Krankenschwester einer Palliativ-Station in England hatte die 5 Dinge aufgeschrieben, die Sterbende am häufigsten bereuen. Ein Punkt davon war, dass sie bereuen, nicht genug ihr eigenes Leben gelebt zu haben.
Darum sollten wir uns um den besten Freund kümmern, den wir haben: Unseren Körper und unseren Geist. Also füttert Euer inneres Licht mit allem, was Euch gut tut! Und das bringt dann auch das Umfeld zum Strahlen 😉
Frieden durch noch mehr Waffen?
Der britisch-österreichische Schriftsteller und Pazifist Stefan Zweig (1881 – 1942) zählt zu den meist gelesenen Autoren der Welt. Längere Zeit lebte und wirkte Stefan Zweig auch in Salzburg. Mit Argwohn hat er die politischen Akteure seiner Zeit - mit immerhin zwei Weltkriegen - beobachtet. Seine Erkenntnis lautete: „Wahrheit und Politik wohnen selten unter einem Dach“. Sein Zitat stimmt ein Jahrhundert später mehr denn je.
Für mich ist es unverständlich, wie politische Parteien, die sich plakativ Pazifismus auf die Fahnen schreiben, mit immer mehr Waffen Frieden schaffen wollen. Weiter können Wahrheit und Politik nicht auseinanderklaffen. Wäre es nicht sehr viel klüger und deeskalierend gewesen, der Ukraine weder durch die EU noch durch die NATO Avancen zu machen? Der Journalist Peter Scholl-Latour sagte schon vor langer Zeit, dass die Ukraine neutral bleiben müsse.
3 Fragen

In meinen Seminaren bitte ich meine Teilnehmer, die 3 folgenden Fragen innerlich für sich selbst zu beantworten:

Liebe ich
die Arbeit, die ich mache?
den Menschen, mit dem ich lebe?
den Ort, an dem ich wohne?

Um jeden, der alle drei Fragen mit einem klaren spontanen „ja“ beantworten kann, mache ich mir keine Sorgen. Wer aber nur eine Frage mit einem zögerlichen „naja“ beantwortet, der hat ein Leck in seinem Akku. Wer nicht in allen 3 Lebensbereichen glücklich ist, der verliert Lebensenergie – im schlimmsten Fall bis zum Burnout.
Darum ist es so wichtig, sich wichtige Sinnfragen des Lebens zu stellen, die im täglichen Trott nur allzu gern ins Hintertreffen geraten. Wer mit nur einem dieser Punkte dauerhaft unzufrieden ist, sollte tunlichst etwas ändern. Sonst findet man sich später irgendwo wieder, wo man eigentlich nie hin wollte.
In meinen Seminaren geht es also nicht nur um die körperliche, sondern auch um die seelische Gesundheit. Denn im Endeffekt hängen ja Körper, Geist und Seele immer zusammen.
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Die Pathogenese des Burnout

Wenn man längere Zeit unter (negativem) Stress leidet, steigt unbemerkt -aber stetig- das Stresshormon Cortisol an. Cortisol ist nicht nur das stärkste abbauende Hormon. Es unterdrückt auch die Bildung der aufbauenden Hormone. Denn Gas geben und bremsen geht nicht gleichzeitig. In weiterer Folge werden also die mentalen „Rückenwindhormone“ Dopamin (Antrieb) und Serotonin (Stimmung) weniger ausgeschüttet. Dadurch steigt die gefühlte Arbeitsbelastung. Alles, was vorher noch mit links erledigt wurde, erfordert immer mehr Energie. Folglich steigt das Stresshormon und sinken Dopamin und Serotonin weiter, und die Abwärtsspiral nimmt Fahrt auf. Merke: Burnout ist ein Prozess - und kein Zustand.

Lässt der Stress nach, sinkt das Cortisol wieder ab. Dummerweise steigen Dopamin und Serotonin aber nicht wieder an. Denn genau die speziellen Aminosäuren, die man für die Eigenproduktion dieser begehrten Hormone benötigt, sind in der Zwischenzeit unter dem Einfluss von Cortisol als Energie verbrannt worden. Ohne diese Schlüssel-Aminosäuren keine Glückshormone! Also wäre wieder einmal Eiweiß die Lösung und nicht Psychopharmaka.

Unter Stress leiden übrigens auffallend selten Vorstandsvorsitzende von Dax-Konzernen. Denn auf dieser Ebene kann man meist sehr gekonnt delegieren, ganz im Gegensatz zur alleinerziehenden Mutter von 2 Kindern. Diese hat obendrein noch die steigenden Nebenkostenabrechnungen im Nacken …
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Eins plus eins ist drei

Wenn meine Patienten nur einen Risikofaktor aufweisen - wie z.B. ein erhöhtes Cholesterin, – dann bleibe ich zunächst erst einmal ziemlich entspannt. Erst wenn sich weitere Risikofaktoren dazu gesellen, dann wird es kritisch. Merke: Risikofaktoren addieren sich nicht, sie potenzieren sich. Wenn zum erhöhten Cholesterin auch der Blutdruck erhöht ist und die Harnsäure, der Blutzucker, ein Bewegungsmangel und Nikotin dazu kommen - oder die genetischen Risikofaktoren wie Homocystein und Lipoprotein – dann erst besteht Handlungsbedarf.

Heutzutage werden bei erhöhten Blutfetten viel zu oft Blutfettsenker verordnet, die sogenannten Statine. Diese senken wirklich kosmetisch messbar die Blutfette, nicht aber das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Darauf käme es ja eigentlich an.

Veränderungen der Lifestyle Faktoren haben da eine sehr viel bessere Wirkung. Nur die genetisch verankerten Risikofaktoren für Gefäßverkalkung (Homocystein und Lipoprotein) kann man nicht durch Wohlverhalten beeinflussen. Messe ich diese bei meinen Patienten erhöht, dann kann man diese Faktoren mit hohen Dosen Vitamin C, Vitamin-B Komplex und Folsäure entschärfen.

So bleiben die Blutgefäße lange jung. Und wir wissen, dass wir genauso alt (oder jung) sind wie unsere Blutgefäße.
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Tabletten gegen Depressionen
 
Manche Zusammenhänge benötigen lange, bis sie von Mainstream Medien wahrgenommen werden. Umso bemerkenswerter ist die kürzlich ausgestrahlte Reportage in der ARD, die Antidepressiva – die sogenannten Serotoninwiederaufnahmehemmer (SRRI) – kritisch unter die Lupe nahm. Fazit der Sendung: Antidepressiva wirken nicht besser als Placebos. Eingenommen werden sie trotzdem, weil sie erstens von Ärzten leichtfertig verschrieben werden, und weil sie zweitens so schwer abzusetzen sind.
Spätestens seit einer großen Metaanalyse durch Prof. Dr. John Ioannidis hatte ich schriftlich, was ich durch meine tägliche Arbeit schon lange wusste.

Die Universität Zürich kam zu dem gleichen Ergebnis: SRRI wirken nicht. Natürlich spüren einige Patienten eine Verbesserung, ebenso wie bei der Kontrollgruppe, die nur mit Placebos behandelt wird. Mir persönlich wären da Placebos ohne gravierende Nebenwirkungen lieber. Ich darf zusammenfassen: SRRI werden für Milliarden Euro jährlich verschrieben, werden aber nur deshalb eingenommen, weil die Absetzerscheinungen so stark sind.

Im vernetzten Beitrag spricht sich zwar ein Arzt mehrfach für die Antidepressiva aus. Diesem wurden aber in dieser erstaunlich investigativen Recherche Vernetzungen zur Pharmaindustrie nachgewiesen. Ändern wird das erst einmal nichts. Denn wie sagte schon der Nobelpreisträger Max Planck: Es dauert mindesten 40 Jahre, bis sich neue Erkenntnisse durchsetzen: Denn nach den Lehrern müssen erst noch ihre Schüler sterben…
 
https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/tabletten-gegen-depressionen-helfen-antidepressiva-video100.html
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