Dr. Michael Spitzbart
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Medizinjournalist, Arzt, Autor, Speaker
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Lügner und Verlogene

Lügner kann man beim Lügen leichter erkennen, weil sie nicht ganz so viel Routine darin haben. Verlogene dagegen können durch sehr viel Erfahrung so brillant lügen, dass viele darauf hereinfallen. Manchmal glauben Verlogene ihre Lügen sogar selbst und kommen dadurch noch authentischer rüber. Obwohl ich mir auf meine Menschenkenntnis durch den sehr persönlichen täglichen Kontakt mit Menschen etwas einbilde, bin ich selbst schon auf Verlogene hereingefallen.

Den deutschen Bundeskanzler muss man bezüglich seiner diversen Erinnerungslücken bei der Befragung zum Cum-Ex Skandal schon fast loben, da er dort nicht als nicht verlogen herüber kam. Seine Körpersprache und Mimik verriet zu deutlich, dass er sich selbst nicht glaubte, was er da sagte.
Lob tut gut!

Solche Mails lese ich gerne: „Meine Frau und ich waren im Juni bei Ihnen in der Praxis und haben den Aufenthalt mehr als genossen! Ihre Diagnostik und die damit einhergehenden Empfehlungen zur Nahrungsergänzung haben uns sehr imponiert! Genau so haben wir uns das vorgestellt, werden Ihre Empfehlungen weiter umsetzen und kommen gerne wieder in Ihre Praxis. Wo kann man sonst sagen, dass man gerne zum Arzt geht…? ;-) Darüber hinaus würden wir gerne eines Ihrer Seminare besuchen.“
Lob tut gut, und ich freue mich immer, wenn ich bei meinen Patienten offene Türen einrennen kann. Denn dann muss ich selten jemanden zur Gesundheit überreden. Sondern nur konkrete Anleitung geben, die dann auf äußerst fruchtbaren Boden fallen. Diese erfreuliche Interaktion mit dankbaren Menschen ist der Grund, dass ich jeden Tag gerne zur „Arbeit“ gehe
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Das Merit-Order-Prinzip

Laut dem von mir seeehr verehrten Robert Habeck haben wir ein Gasproblem und kein Stromproblem. Dennoch steigen die Strompreise um ein Vielfaches, da sich die Preisgestaltung der Energie am jeweils teuersten Anbieter orientiert. Also selbst wenn der Wind die Windräder kostenlos antreibt, kann der Preis für erneuerbare Energie um ein Vielfaches steigen. Dadurch erzielen die Energieversorger Rekordgewinne und können vor lauter Lachen kaum noch einschlafen.

Ärgerlich ist, dass die Medien dieses Thema nicht aufgreifen und uns stattdessen mit banalen Energiespartipps belästigen. Meine Eltern haben mir bereits früh beigebracht, dass in einem Zimmer, in dem sich niemand befindet, kein Licht brennen soll. Sparsamer Umgang mit Ressourcen ist doch für uns alle selbstverständlich. Ich fühle mich durch diese Bevormundung -höflich ausgedrückt- mehr als veräppelt. Wie so oft wird das Problem nach unten durchgereicht und nicht bei der Wurzel gepackt. Ich würde eher das Merit-Order-Prinzip unter die Lupe nehmen! Sicherlich ist es naiv zu fragen, ob man sich nicht einfach am billigsten Anbieter orientieren könnte, als dann später vergeblich zu versuchen, eine „Übergewinnsteuer“ abzuschöpfen. Die Politik ist viel zu schwach, um das gegen die Lobbyverbände durchzusetzen.

Wir können uns jetzt schon sicher sein, dass die Energieunternehmen die künftigen Parteitage der Regierenden kräftig sponsern werden. Ist das der Grund, warum der Schwanz mit dem Hund wackelt?
Karma is a b***h

Zu meinen wenigen Tugenden gehört, nahezu frei von Hass und erst recht von Neid zu sein. Früh habe ich gelernt, dass diese Gefühle nichts bewirken, außer mir selbst zu schaden. Ich vertraue auf das Karma, welches über kurz oder lang zuverlässig alles regelt. Man bekommt immer das zurück, was man aussät – im Guten wie im Bösen. Oder wie ein chinesisches Sprichwort besagt: Du musst nur am Fluss sitzen und warten, bis die Leiche deines Feindes vorbei schwimmt.

Vor einiger Zeit fühlte sich ein ehemaliger Geschäftspartner an eine Handschlag-Vereinbarung nicht gebunden – für mich ein absolutes No-Go. Ich habe aber nicht reagiert und den Dingen ihren Lauf gelassen. Nun berichten diverse Zeitungen über ihn, wie er mit der damals abgekupferten und dann schlecht umgesetzten Idee baden geht.

Ich bemühe mich, immer offen und ehrlich mit meinen Mitmenschen umzugehen. Und selbst wenn Gutmütigkeit und Vertrauen ausgenutzt werden, überlasse ich das sehr entspannt dem Karma, ohne meine eigene Seele durch Hass zu vergiften.
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Kurze Zündschnur

Manche Patienten berichten über eine Art Affekt-Inkontinenz, wobei sie bereits aus nichtigem Anlass schnell auf 180 sind. Eine Mutter beispielsweise klagt über ein scheinbar unkontrollierbares Verhalten ihren Kindern gegenüber. Sie sei  schnell aus dem Häuschen, schimpfe ungerecht und schon nach kurzer Zeit bereue sie ihre Wutausbrüche. O-Ton: „Das bin eigentlich nicht ich“.

Wenn Resilienz und damit die Teflon-Beschichtung gegen Stress fehlt, messe ich meistens einen auffällig niedrigen Serotoninspiegel. Und dann brennen die Sicherungen einfach schneller durch. Denn zusammen mit Noradrenalin, Dopamin und den Endorphinen beeinflusst Serotonin die Stimmungslage und das (positive) Lebensgefühl.
Diese Hormone haben eines gemeinsam: sie werden alle aus Eiweiß, sprich aus essenziellen Aminosäuren produziert. Das Gehirn kann immer genau so viel (oder wenig) von diesen begehrten Rückenwind -Hormonen produzieren, wie Eiweiß zur Verfügung steht. In meinem Seminar am 24. September in Nürnberg werde ich diesem wichtigen Thema eine ganze Stunde widmen.

Wie sich eine optimierte Hormonlage auswirkt, beschrieb kürzlich eine Dame folgendermaßen: Sie habe meine Empfehlungen umgesetzt und plötzlich würde sie ihr Umfeld fragen, ob sie verliebt wäre? Und wer mit Schmetterlingen im Bauch durch Leben geht, hat bestimmt ein lange Zündschnur.
Entgiftung

Ein wichtiges, selten beachtetes Thema der Medizin ist die Entgiftung. Wichtig zu wissen: Die meisten giftigen Substanzen wie Schwermetalle sind fettlöslich. Das bedeutet, sie flottieren selten frei durch das Blut, und sind daher auch nur schwer messbar. Die Gifte werden im Fettgewebe gebunkert. Und von dort werden sie erst dann effektiv wieder freigesetzt, wenn kein Netto-Einstrom von Nährstoffen in die Fettezelle stattfindet. Also nur wenn man fastet, können Gifte wirklich mobilisiert werden.

Und dann kommt der zweite wichtige Schritt: die fettlöslichen Gifte müssen wassergängig gemacht werden, damit sie nicht einfach wieder in der nächsten Fettzelle verschwinden. Dazu benötigen wir die sogenannten Chelat-Bilder wie Selen, welche die Gifte umhüllen, damit sie über die Niere auf nimmer Wiedersehen ausgeschwemmt werden können. Der Blutspiegel Selen sollte in meinen Augen ruhig zwischen 150 - 250 µg/l liegen. In unseren Breiten messe ich wegen der selenarmen Böden Spiegel meistens unter 100 µg/l. Darum rate ich zur Substitution von mindesten 200 – 400 µg Selen täglich, entweder als NEM oder über 4-6 Paranüsse aus Südamerika. Dort enthalten die Böden mehr Selen.

Zusätzlich helfen die bekannten Antioxidantien wie Vitamin C und E in hoher Dosierung. (Kohlenhydrat)-Fasten, intermittierendes Fasten und viiiel trinken unterstützen den Entgiftungsprozess.
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Schwache Menschen schaffen harte Zeiten

Vom Gründer Dubais stammt angeblich folgendes Zitat: „Es gibt ein paar Prinzipien, die seit jeher alles Leben bestimmen: Harte Zeiten formen starke Menschen. Starke Menschen schaffen gute Zeiten. Gute Zeiten gebären schwache Menschen und schwache Menschen schaffen harte Zeiten.“

Ich persönlich glaube, dass wir nun in der Zeit angekommen sind, in der schwache Menschen für harte Zeiten sorgen. Eine schwache Generation wählt und bestimmt die aktuelle Politik. Viele wissen gar nicht, was abgeschlossene Ausbildungen geschweige denn Arbeit bedeuten. Stattdessen ist die Generation Gendersternchen von allem betroffen und schaffen es sogar, dass der große alteingesessene Verlag Ravensburger wegen einer Indianerfeder zu Kreuze kriecht.

Ich wünsche mir, dass mehr Menschen Kante zeigen und diesen Unsinn nicht mitmachen. Dann bekommen wir vielleicht auch wieder starke Politiker, die mehr Probleme lösen als sie schaffen.
Ehrliches Lächeln

Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen ist immer noch ein Lächeln. Es schafft Vertrauen und weckt Sympathie. Das wissen leider auch gewiefte Gebrauchtwagenhändler, die uns mit einem Lächeln vielleicht noch einen Ladenhüter schmackhaft machen wollen. Doch man kann falsches von ehrlichem Lachen oft gut unterscheiden. Lacht das ganze Gesicht oder nur der Mund? Wenn die Augen nicht mitlachen, ist das Lächeln aufgesetzt. Ganz verräterisch ist, wenn das Gegenüber das Gesicht nicht schnell genug wegdreht, um zu verbergen, dass das Lächeln beim Wegschauen schon wieder einfriert. Dann sind bei mir die Würfel gefallen! Dann gibt es keine zweite Chance für einen ersten Eindruck.

Ehrliches und ansteckendes Lachen ist dagegen nicht nur ein Türöffner, sondern auch die beste Medizin. Es vertreibt die Sorgen, das Immunsystem bekommt einen Booster, und Glückshormone werden ausgeschüttet.

Manchmal trifft man auf Individuen, die möchte man höflich bitten, ihrem Gesicht zu sagen, dass es doch einmal lächeln möge. Auf der anderen Seite kenne ich Menschen, die so mitreißend und herzhaft lachen können, dass man bei geöffnetem Mund deren Zäpfchen im Rachen vor Freude hüpfen sieht. Rhetorische Frage: Mit wem umgeben wir uns wohl lieber?
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Heute muss ich noch einmal gegen den Strom schwimmen.

Ungeachtet der Solidarität zur Bevölkerung der Ukraine verarmen genau die Länder, die harte Sanktionen gegen Russland verhängen. Zusätzlich werden für Milliarden erst Waffen geliefert und später soll der Wiederaufbau der Ukraine gefördert werden. Meine Meinung: Man kann den Krieg durch die Waffenlieferung zwar verlängern, die Fronten immer weiter verhärten, aber nicht beenden. Schon längst hat Russland andere Allianzen gebildet und hat genügend andere Abnehmer für Rohstoffe. Wir schaden uns nur selbst.

Folgendes dürfen wir dabei nicht vergessen: Laut Transparency International ist die Ukraine das zweitkorrupteste Land Europas. Selenskyj selbst soll über ein hohes dreistelliges Millionenvermögen verfügen, was er sicherlich nicht durch Auftritte in Fernsehshows verdient hat. Darum ist es fraglich, ob unsere Steuergelder wirklich bei den bedürftigen Menschen ankommen und nicht doch auf den Offshore Konten der Oligarchen landen.

Unsere Qualitätsmedien haben vor einem halben Jahr noch ganz anders über Selenskyj berichtet. Praktisch über Nacht rissen sie das Ruder herum und viele Politiker gierten um ein Selfie mit dem Kriegsherrn. Mehr noch: die von uns allen sehr verehrte Frühstücksdirektorin der EU, Uschi von der Leyen, überreichte Selenskyj publikumswirksam den Aufnahmeantrag für die EU. Das nenne ich Feuer mit Benzin löschen.

Obwohl es gilt, eine der größten Krisen der Nachkriegszeit zu meistern, wird es mit jedem Tag deutlicher, dass das personifizierte Bildungsproblem auf der Regierungsbank sitzt.
Ineptokratie

Als Ineptokratie bezeichnet man eine Herrschaftsform, worin die Unfähigsten von den Unproduktivsten gewählt werden, wobei die Mitglieder der Gesellschaft, die sich selbst am wenigsten selber erhalten oder gar Erfolg haben können, mit Gütern und Dienstleistungen belohnt werden, die aus konfisziertem Wohlstand einer schwindenden Anzahl der Werte Schaffenden bezahlt werden.

Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor? Leider wird durch die drohende Insolvenzwelle die Anzahl der Nettozahler noch weiter sinken. Man muss schon mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn wir sehenden Auges weiter in die Katastrophe hinein laufen. Eine besonders intelligente Ineptokratin ist die deutsche grüne Politikerin Emilia Fester, die das Wahlrecht schon für Kita-Kinder fordert.

Mir kommt immer wieder das Zitat von William Shakespeare in den Sinn: „Es ist der Fluch der Zeit, dass Tolle Blinde führen.“ Haben wir hier eine Renaissance?
Die Menschen werden immer ärmer, die Konzerne immer reicher. Energie- und Pharmakonzerne können vor Lachen kaum noch einschlafen. Und unsere Politiker befeuern das jeden Tag weiter. Meiner Meinung nach sollte das hier schon zuvor beschriebene Merit-Order Prinzip mit sofortiger Wirkung ausgehebelt werden. Danach richtet sich der Energiepreis nach dem teuersten Anbieter. Wenn das Gas teurer wird, dann bläst der Wind und scheint die Sonne plötzlich auch viel teurer. Ein Kinderbuchautor traut sich an diese Lobbys natürlich nicht heran.