Dr. Michael Spitzbart
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Medizinjournalist, Arzt, Autor, Speaker
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Denkmuster überprüfen!

Albert Einstein hat einmal gesagt: „Man kann Probleme nicht durch die gleiche Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“. Viele unserer Politiker verfügen über ein Armutsbewusstsein. Das verrät die aktuelle Vorgehensweise. Aussagen wie kalt duschen, im Winter frieren, und beim Kochen einen Deckel auf den Topf geben sind ein intellektuelles Armutszeugnis. Diese Denkmuster lösen keine Probleme, sondern verwalten sie nur. Wäre es nicht besser ein Problem da zu lösen, wo es entsteht? Und nicht, wo es sich auswirkt? Ich bin gewohnt anders zu denken und sehe hier eine Parallele zu meiner Medizin. Die Ursache, und nicht das Symptom behandeln.

Leider fehlt vielen aktuellen Politikern nicht nur der Berufsabschluss, geschweige denn die Berufserfahrung sowie lösungsorientiertes Denken. Wenn Sanktionen augenscheinlich nicht wirken, verdoppelt man sie einfach. Würde jemand, der sich bei einem Telefonanruf verwählt hat, einfach öfter die Wahlwiederholungstaste drücken, um doch durch zu kommen? Und dabei zusehen, wie die eigene Telefonrechnung steigt?

Leider entspricht mein Denkmuster selten dem veröffentlichten Mainstream. Das macht aber nicht einsam. Denn man lernt sehr viele interessante Menschen kennen.
Normbereiche

Wenn man sich einmal den Laborbogen von der letzten Blutuntersuchung anschaut, sieht man meist rechts neben dem gemessenen Wert die grafische Darstellung innerhalb (oder auch außerhalb) des Normbereichs. Dadurch kann man sich in der Relation selbst besser einschätzen.

Für mich ist aber nur „normal“ zu sein, nicht gut genug. Bei den „Leistungswerten“ wie Gesamt-Eiweiß, Hämoglobin und Magnesium strebe ich für meine Patienten immer den oberen Normbereich an. Bei den Risikowerten wie Cholesterin, Triglyceride, Blutzucker und Harnsäure ist dagegen der untere Normbereich vorteilhaft.

Bei einem hohen Magnesiumspiegel im Blut verfügen wir über ca. 1000 Kraftwerke (Mitochondrien) in unseren Körperzellen. Bei einem tiefen Spiegel nur über 600. Beides ist normal. Für die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit besteht also ein großer Unterschied zwischen hochnormal und tiefnormal. Wenn man Muskelkrämpfe bekommt, ist man beim Magnesium übrigens schon unter dem unteren Normbereich.

Bei den Risikowerten sehe ich einen einzelnen erhöhten Wert wie Cholesterin als nicht so dramatisch. Mehrere erhöhte Werte potenzieren dagegen das Risiko. 1 plus 1 ist drei, plus 1 ist sieben.
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Die göttliche Harmonie

Diese vor vielen Jahren einmal auf dem Flohmarkt gekaufte Ausgabe des SPIEGEL's hüte ich wie meinen Augapfel. Erschienen im Jahre 1955, eine Woche nachdem Albert Einstein gestorben war. Bei Menschen, die ich wegen ihrer wissenschaftlichen Leistung verehre, interessiere ich mich auch besonders dafür, wie sie über das Leben im Allgemeinen dachten.

Als Einstein während des ersten Weltkrieges einmal ernsthaft krank wurde, wunderten sich seine Freunde über seine Heiterkeit und augenscheinliche Gleichgültigkeit im Angesicht des Todes. Darauf angesprochen antwortete er: „Weshalb Todesangst? Ich fühle mich so solidarisch mit allen Lebenden, dass es mit egal ist, wo der Einzelne anfängt und wo er auf aufhört.“

Später, längst wieder genesen vom früheren Leiden, gestand Einstein in der amerikanischen Gelehrten-Siedlung Princeton seinem Mitarbeiter Professor Leopold Infeld: „Gewiss, das Leben ist eine aufregende Angelegenheit. Aber wenn ich wüsste, dass ich in 3 Tagen sterben müsste, würde ich mir keine düsteren Gedanken machen. Ich würde mir überlegen, wie ich diese letzten Tage am besten verwerten könnte, meine Papiere ordnen und mich friedlich niederlegen.“

Auch sagte er einmal: Die Relativitätstheorie habe er nur entdecken können, weil er stets an die göttliche Harmonie des Seienden geglaubt hätte. Einstein starb dann überraschend nach einem Riss der Hauptschlagader und es blieben ihm keine 3 Tage, um seine Angelegenheiten zu ordnen. Ich glaube, die brauchte er auch nicht mehr. Er fühlte sich als Teil der göttlichen Harmonie, die sich seiner Auffassung nach nicht mit den Schicksalen und Handlungen der Menschen abgibt. Schade eigentlich. Denn göttliche Harmonie könnten wir gerade in diesen Tagen besonders gebrauchen …
Sekundärer Krankheitsgewinn

Unter dem sekundären Krankheitsgewinn versteht man die (unbewusst) erzielten Vorteile aus einer Erkrankung. Paradebeispiel ist hier der Männerschnupfen. Bei dieser schweren Erkrankung muss das vermeintlich starke Geschlecht das ganze Umfeld über sein schweres Leiden informieren, während es eine Runde Mitleid geniert und dabei Vollpension im Bett genießt.

Aber auch bei der Magersucht beobachtet man eine starke Komponente des sekundären Krankheitsgewinns. Selten findet man diese Erkrankung in den Favelas von Rio de Janeiro oder in den Slums von Nairobi. Essstörungen stammen meist aus gutem Hause und treffen vornehmlich wohlbehütete Jugendliche. Überspitzt gesagt: wenn niemand Notiz davon nimmt, verschwindet der sekundäre Krankheitsgewinn. Nach meiner Erfahrung ist selten das erste Kind in einer Familie von einer Essstörung betroffen. Meist ist es das zweite Kind, besonders wenn es sich in einer Sandwich-Position befindet. So wird unbewusst Aufmerksamkeit generiert, die dann nicht mehr dem Erstgeborenen oder dem Nesthäkchen gewidmet wird.

Unter dem Strich ist es immer wieder erstaunlich, wie stark sich die Psyche auf die Gesundheit auswirkt. Und manchmal muss man auch das Umfeld behandeln…
Opportunistische Keime

Als opportunistische Keime bezeichnet man Erreger, die uns nur unter bestimmten Umständen (lat. Opportunitas – die Gelegenheit) krank machen. Nämlich dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist.

Keime wie das Eppstein Barr Virus (EBV = Pfeiffersches Drüsenfieber), Herpes oder das Varicella zoster Virus ruhen in inaktiver Form in fast allen Menschen. Aber wehe, wenn das Immunsystem schwächelt! Dann werden diese opportunistischen Keime wieder aktiv. Die wirkliche Krankheit ist darum eigentlich das schwache Immunsystem, auch wenn man beispielsweise die Gürtelrose behandelt. Die Gürtelrose ist das Rezidiv der Windpocken, an denen wir uns alle als Kinder angesteckt haben.

Je öfter der Mensch von außen in das Immunsystem eingreift, um uns angeblich vor bestimmten Erkrankungen zu schützen, desto schlechter wird es. Davon bin nicht nur ich überzeugt, sondern auch der hochdekorierte israelische Professor Shmuel Shapira. Um es durch die Blume zu sagen: Seine Überzeugung ist so brisant, dass er gezwungen wurde, seine Berichte dazu auf Twitter zu entfernen.

Auf natürliche Art und Weise kann man das Immunsystem über aerobe Bewegung, genügend Eiweiß, Zink, Vitamin C und D sowie dem richtigen Mindset optimieren. Letzteres wird immer noch viel zu sehr unterschätzt. Stichwort Psychoneuroimmunologie.
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Klatsche für die Öffentlich-Rechtlichen

Den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sehe ich schon lange mit sehr kritischen Augen. Nicht erst seit skeptische Menschen, die einfach nur ihr im Grundgesetz verankertes Demonstrationsrecht wahrgenommen haben, diffamiert und geframt wurden. Schon lange haben die Öffentlich-Rechtlichen ihre Pflicht zur umfassenden Information mit einem nicht vorhandenen Auftrag zur Erziehung verwechselt. Die Menschen sollen zu etwas hin erzogen werden, wo sie gar nicht hin wollen. Ein einfaches Beispiel ist das Gendern, das im Fernsehen – ganz im Gegensatz zum täglichen Leben – immer wildere Blüten treibt. So wurden in einer Tiersendung Bär*innen zu Veganer*innen erklärt, um ja keinen transgender Bären auszuschließen. Bären sind Allesfresser, selbst wenn sie sich selbst keinem Geschlecht sicher zuordnen können.

Auf eigene, durch Zwangsgebühren erhobenen Kosten werden wir beeinflusst, erzogen, einseitig informiert und -wenn es nicht ins Weltbild passt- diffamiert. Es ist schwer, den Zwangsgebühren zu entkommen, selbst wenn man dieses System nicht unterstützen möchte. Früher wurde ernsthaft versucht, in Arztpraxen ganz ohne Fernseher trotzdem Rundfunkgebühren zu erheben, weil man theoretisch mit viel technischem Aufwand am Bildschirm von Ultraschall-Geräten Fernsehbilder hätte generieren könnte.

Der jetzige Rücktritt der RBB-Intendantin Schlesinger ist da nur ein schwaches Signal. Die in den eigenen Reihen sehr unbeliebte Sonnenkönigin war nur die Spitze des Eisberges. Umfassenden investigativen Journalismus und Berichterstattungen auch außerhalb der links-grünen Blase werde ich wohl auch in Zukunft vermissen. Auch, dass die Regierung immer wieder kritisch hinterfragt wird und nicht als deren Sprachrohr fungiert wird.
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Liebe Community, endlich hat das Warten ein Ende! Vor kurzem ist nämlich der neue Newsletter versendet worden. Wenn jemand von euch meinen Newsletter noch nicht abonniert hat, könnt ihr euch gerne auf meiner Homepage rechts oben anmelden: https://seminare.spitzbart.com/#newsletter.
Wohlstandsbewusstsein
Glück und Wohlstand sollten fest verbriefte Geburtsrechte sein. Vor allem sollte jeder von uns ein natürliches Wohlstandsbewusstsein tief in sich verankert haben. Reich ist aber nicht der, der die meisten Millionen auf dem Konto hat. Sondern derjenige, der mit dem glücklich und zufrieden ist, was er hat.
Gedanken sind magnetisch. Wer mit einem Wohlstandsbewusstsein durchs Leben geht, wird automatisch Glück und Wohlstand anziehen. Wenn jedoch bei einem Armutsbewusstsein die Gedanken ständig um Verlust und Armut kreisen – was wird man dann wohl anziehen?
Leider suggerieren Politik und Medien derzeit ständig die Verarmung. Das vergiftet die Volksseele. Denn dann kreisen die Gedanken nur um das, was ich einsparen kann bzw. NICHT habe. Und nicht um das, was ich dazu gewinnen kann. Wir beschränken uns mental selbst.
Meine Großmutter hatte den Glaubenssatz verankert: „Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln“. Wem das zu old school ist, der kann sich einen großen Geldschein ins Portemonnaie stecken und diesen ständig nah am Leibe tragen. Nicht zum Ausgeben, sondern für das Bewusstsein: Ich könnte, wenn ich wollte.
Frage am Rande: Eine Studie hat einmal untersucht, mit wie viel Geld jährlich die Menschen in unseren Breiten am glücklichsten sind. Wie hoch glaubt ihr, ist der Betrag? Ich war erstaunt …
Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel

Um die Frage aus dem letzten Post „Wie viel Geld braucht man, um glücklich zu sein?“ zu beantworten, möchte ich diesen frommen Wunsch unter den Seglern zitieren. Es braucht relativ wenig Wasser unter dem Kiel, um segeln zu können. Ob das Wasser nun 10 Meter oder 1000 Meter tief ist, das macht wenig Unterschied.
Natürlich sind die Menschen mit einem geringen Grundeinkommen immer in Sorge, wie man eine plötzlich fällige Reparatur bei der Waschmaschine oder die nächste Gasrechnung stemmen kann. Das bremst das Glück. Laut einer Studie sind Menschen mit einem Jahreseinkommen von 30 000 bis 70 000 Euro am unbeschwertesten. Bei höheren Einkommen nimmt die Glückskurve sogar wieder ab. Denn dann fangen die Sorgen um das Geld an und das Misstrauten anderen Menschen gegenüber. Mag man mich wirklich, oder ist man nur scharf auf meine Kohle?
Natürlich macht Geld alleine nicht unglücklich. Und es ist schön, wenn man nicht darüber nachdenken muss. Das sollte eigentlich für jeden, der einer geregelten Tätigkeit nachgeht, ein Grundrecht sein.
Überraschend ist für mich immer wieder, wie unauffällig und oft auch bescheiden wirklich reiche Menschen durchs Leben gehen. Der Hochadel beispielsweise fährt in meiner Praxis oft mit Mittelklasse-Wagen jenseits der 100 000 km auf dem Tacho vor.
Glücklich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.
Benzin selber machen

Manchen Patienten mit gröberen Defiziten bei essentiellen Substanzen verordne ich anfangs hohe Mengen von Nahrungsergänzungen, um einen spürbaren Unterschied zu machen. Manche Patienten antworten dann: „Ich möchte lieber nicht so hohe Mengen einnehmen, denn sonst verlernt mein Körper am Ende, diese Stoffe selbst herzustellen.“ Denen antworte ich dann: „Am besten fahren sie mit Ihrem Auto auch nicht so oft zum tanken, denn sonst verlernt das Auto Benzin selber zu machen“.

Bezeichnend für die essentiellen Stoffe ist, dass der Körper sie eben NICHT selbst produzieren kann, sondern auf die Zufuhr von außen angewiesen ist. Würde nur ein einziger dieser 47 essentiellen Stoffen komplett fehlen - egal welcher - wären wir tot. Dadurch wird definiert, was essentiell - sprich zwingend lebensnotwendig - ist.

Bei einem Mangel sind wir nicht gleich tot, sondern werden müde, schlapp und krank. Leider stellen diese wichtigen Stoffe immer noch den blinden Fleck im Auge der Medizin dar. „Seriöse“ Ärzte interessieren sich nur selten dafür. Die Pharmaindustrie noch viel weniger, weil man diese natürlichen Substanzen nicht patentieren kann. Darum sieht diese lieber, wenn man lange die Symptome, und nicht die Ursache behandelt.
Die Kunst des Visualisierens

Gerade jetzt bei den European Championships in München ist zu sehen, wie viele Sportler vor dem Start ihren Wettkampf gedanklich visualisieren, noch bevor es los geht. Das ist aber keine Kunst, sondern eine Technik. Bei der hohen Kunst des Visualisierens spielt nicht der WEG, sondern das ZIEL die entscheidende Rolle. Unabhängig vom Weg. Beim echten Visualisieren wird das Bild des schon erreichten Ziels ins Unterbewusstsein einprogrammiert. Dadurch hat man das erwünschte Ergebnis im Auge und nicht den Weg dahin. Das funktioniert natürlich auch ganz unabhängig vom Sport.
Wenn ich mich auf den Weg konzentriere, beschränke ich mich selbst. Denn vielleicht hat das Universum einen ganz anderen Weg für mich vorgesehen, den ich dann aber ausblende und mich dabei selbst beschränke.
Alle guten Sportler beherrschen diese Technik. Sonst wären sie nicht die guten Sportler. Die Sieger waren schon im Ziel, bevor es losging.
Die Technik, wie man im sogenannten Alpha-Zustand seine Bilder visualisiert, bringe ich meinen Seminarteilnehmern am Seminartag ziemlich schnell bei. Der Vorteil: Wenn das Bild als schon erreichtes Ziel sicher im Unterbewusstsein verankert wurde, denken wir automatisch an das Bild, sogar wenn wir im Bett liegen und schlafen.
Für mich ist die Kraft des Unterbewusstseins ein ständiger Begleiter im täglichen Leben. Unser Bewusstsein, auf das manche so stolz sind, ist nur die Spitze des Eisberges. Und diese Spitze kann noch so sehr nach Norden streben, hat aber keine Chance, wenn ihn die Strömung des Unterbewusstseins nach Süden treibt.
Darum passiert im Leben selten das, was wir wollen. Sondern immer das, woran wir im Unterbewusstsein fest verankert glauben.