Dr. Michael Spitzbart
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Medizinjournalist, Arzt, Autor, Speaker
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Nocebo-Effekt

Soeben berichtete mir mein Apotheker über ein Gespräch mit einer Kundin. Sie erzählte: Mein Mann wurde im Krankenhaus praktisch für tot erklärt, sprich mit schlechtester Prognose nach Hause geschickt. Daraufhin ist er zu Dr. Spitzbart gegangen und hat dann noch 5 Jahre gelebt. Und in diesen 5 Jahren hat er mehr gelebt, als in 70 Jahren zuvor. – Als ich das hörte, sind meine Augen feucht geworden.

Ich hasse es, wenn meine Kollegen Lebensprognosen abgeben und damit den Patienten mental beschränken. Anscheinend haben diese Mediziner noch nie etwas vom Nocebo-Effekt gehört. Das ist genau das Gegenteil von Placebo und bedeutet: ich werde schaden. Hoffnung zu geben unterstützt alle Selbstheilungskräfte, die oft stärker sind als alle Medikamente zusammen. Hoffnung geben heißt Leben geben. Das ist die vornehmste ärztliche (nicht medizinische) Aufgabe. Wie Ihr wisst, differenziere ich zwischen Ärzten und Medizinern. Ich darf noch einmal meinen verehrten Lehrer, Prof. Dr. Gallmeier, den ehemals obersten Onkologen Deutschlands, mit folgendem Satz zitieren: „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.“ DAS war ein Arzt!
Veröffentlichte Meinung

Geht es nur mir so, dass gefühlt eine riesige Kluft zwischen der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung besteht? Wenn ich die Mainstream-Nachrichten ansehen, empfinde ich mich als krasser Außenseiter. Doch wenn ich im täglichen Leben mit Menschen rede, ist die veröffentlichte Meinung anscheinend der Außenseiter. Entweder lebe ich in einer Blase, oder es wird uns Tag für Tag von oben verordnet, was wir zu denken haben. Bis wir es am Ende selber glauben.

Ein banales Beispiel ist das Gendern in den öffentlich-rechtlichen Medien. Laut Forsa Umfrage finden 82 % der Menschen das Gendern für unwichtig oder sogar störend. Trotzdem sollen wir zum Gendern erzogen werden. Ich persönlich kenne NIEMANDEN im täglichen Leben, der die Sprache derart verhunzt und verkompliziert, wie es uns im Fernsehen als normal weisgemacht wird.

Noch schlimmer ist der augenblicklich herrschende multiple Geschlechterwahn, der jeden Bezug zur Biologie verloren hat. Mehr noch: In Grundschulen und Kitas soll den Kindern schon möglichst früh die queere Welt erklärt werden. Und anscheinend finden das alle toll. Ich nicht! Sollte man nicht abwarten, bis sich das Kind selbst oder überhaupt für solche Themen interessiert? Wie denkt Ihr darüber?
Zwei Seelen, ein Gedanke
Wenn Patienten als Paare kommen, spüre ich ziemlich schnell, ob Harmonie besteht oder ob die Beziehung nur durch die Gewohnheit erhalten geblieben ist. Während Harmonie die Gesundheit deutlich fördert, können toxische Beziehungen enorm belasten und natürlich auch krank machen. Merke: Zwei Kranke machen noch keinen Gesunden.
Umkehrt spüre ich manchmal bei innig verbunden Paaren, wie der gesunde Partner fast mehr unter einer Krankheit leidet als der Betroffene.
In Liebe eingespielte Teams sind nicht nur eine Bereicherung für die Beziehung, sondern für das gesamte Umfeld. Denn jeder umgibt sich lieber mit positiver Energie als mit Menschen, die sich durch gegenseitige Abneigung zugetan sind.
Besonders wenn in der Partnerschaft nach längerer Zeit der Lack vielleicht schon ab ist, lohnt es sich, die alten Bilder wieder zu reanimieren. Als man sich in den Werbewochen befand und vor lauter Schmetterlingen an gar nichts anderes denken konnte. Von diesem Kribbeln sollte man sich immer etwas bewahren.
So bringe ich meiner Frau jeden Morgen als Zeichen der Wertschätzung den ersten Kaffee ans Bett. Aber nicht nur dadurch besteht eine innere Verbundenheit. Immer wieder fängt der Eine an, über ein Thema zu reden, über was der Andere gerade nachgedacht hat. Zwei Seelen, ein Gedanke. Kennt Ihr das auch?
Gesünder durch weniger Medikamente?

Eine Situation aus meiner Kindheit habe ich erst im Nachhinein richtig begriffen. Ich war damals noch in der Grundschule, als meine Mutter immer kränker und kränker wurde. Viele Ärzte standen mit bedenklichen Mienen an Ihrem Bett, doch wirklich helfen konnte keiner. Es ging ihr von Tag zu Tag schlechter. Dann gab es an einem Wochenende ein großes Kommen und Gehen in unserem Haus. Erst im Nachhinein habe ich verstanden, dass sich meine Mutter damals von allen Verwandten und Freunden verabschieden wollte, weil es ihr so schlecht ging. Dann setzte sie alle Tabletten ab und wartete auf den Tod.

Doch was geschah? Ohne die von den Ärzten mit ernsten Mienen verordneten Medikamenten ging es ihr plötzlich besser. Sie erholte sich nach kurzer Zeit und ging dann wieder ihrem Beruf als Zahnärztin nach, woran monatelang gar nicht zu denken war.

Fazit: Oft verordnen durchaus wohlmeinende Ärzte aus verschiedenen Disziplinen bereitwillig Medikamente. Oft weiß dabei der eine gar nicht, was der andere verordnet hat. Dann kommen zu den schon bekannten Nebenwirkungen die unbekannten Wechselwirkungen. Wenn sich diese potenzieren, geht es dem Patienten immer schlechter und schlechter. Ich kenne fast kein Medikament, welches nicht durch natürliche Stoffe zu ersetzen oder zu vermeiden wäre. Und oft geht es den Patienten mit weniger Medikamenten besser!
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Ein Herz aus Rosenquarz

Freunde haben uns für unseren sich im Umbau befindlichen Bauernhof ein Herz aus Rosenquarz geschenkt, welches wir in den Estrich an der Eingangstür eingießen sollten. Denn das bewirkt, dass nur Glück und Liebe über diese Schwelle gelangen. Das ist natürlich Aberglaube. Trotzdem habe ich das Herz doch einmal vorsichtshalber im Estrich versenkt und dabei an folgende Geschichte gedacht:

Der Physiker und Nobelpreisträger Wolfgang Pauli besuchte einmal Niels Bohr – ebenfalls Physiker und Nobelpreisträger – in seinem Landhaus und sah, dass ein Hufeisen über der Eingangstür hing. „Professor!“, sagte er, „Sie? Ein Hufeisen? Glauben Sie denn daran?“ Niels Bohr soll geantwortet haben: „Natürlich nicht. Aber wissen Sie, Herr Pauli, es soll einem auch helfen, wenn man nicht daran glaubt.“ Bettina und Peter, herzlichen Dank für das Herz. Es hat seinen Platz gefunden.
Und praktischer Tipp für alle, die ein Hufeisen aufhängen. Die Öffnung muss nach oben zeigen. Denn sonst fällt das Glück heraus.😉
Denkmuster überprüfen!

Albert Einstein hat einmal gesagt: „Man kann Probleme nicht durch die gleiche Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“. Viele unserer Politiker verfügen über ein Armutsbewusstsein. Das verrät die aktuelle Vorgehensweise. Aussagen wie kalt duschen, im Winter frieren, und beim Kochen einen Deckel auf den Topf geben sind ein intellektuelles Armutszeugnis. Diese Denkmuster lösen keine Probleme, sondern verwalten sie nur. Wäre es nicht besser ein Problem da zu lösen, wo es entsteht? Und nicht, wo es sich auswirkt? Ich bin gewohnt anders zu denken und sehe hier eine Parallele zu meiner Medizin. Die Ursache, und nicht das Symptom behandeln.

Leider fehlt vielen aktuellen Politikern nicht nur der Berufsabschluss, geschweige denn die Berufserfahrung sowie lösungsorientiertes Denken. Wenn Sanktionen augenscheinlich nicht wirken, verdoppelt man sie einfach. Würde jemand, der sich bei einem Telefonanruf verwählt hat, einfach öfter die Wahlwiederholungstaste drücken, um doch durch zu kommen? Und dabei zusehen, wie die eigene Telefonrechnung steigt?

Leider entspricht mein Denkmuster selten dem veröffentlichten Mainstream. Das macht aber nicht einsam. Denn man lernt sehr viele interessante Menschen kennen.
Normbereiche

Wenn man sich einmal den Laborbogen von der letzten Blutuntersuchung anschaut, sieht man meist rechts neben dem gemessenen Wert die grafische Darstellung innerhalb (oder auch außerhalb) des Normbereichs. Dadurch kann man sich in der Relation selbst besser einschätzen.

Für mich ist aber nur „normal“ zu sein, nicht gut genug. Bei den „Leistungswerten“ wie Gesamt-Eiweiß, Hämoglobin und Magnesium strebe ich für meine Patienten immer den oberen Normbereich an. Bei den Risikowerten wie Cholesterin, Triglyceride, Blutzucker und Harnsäure ist dagegen der untere Normbereich vorteilhaft.

Bei einem hohen Magnesiumspiegel im Blut verfügen wir über ca. 1000 Kraftwerke (Mitochondrien) in unseren Körperzellen. Bei einem tiefen Spiegel nur über 600. Beides ist normal. Für die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit besteht also ein großer Unterschied zwischen hochnormal und tiefnormal. Wenn man Muskelkrämpfe bekommt, ist man beim Magnesium übrigens schon unter dem unteren Normbereich.

Bei den Risikowerten sehe ich einen einzelnen erhöhten Wert wie Cholesterin als nicht so dramatisch. Mehrere erhöhte Werte potenzieren dagegen das Risiko. 1 plus 1 ist drei, plus 1 ist sieben.
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Die göttliche Harmonie

Diese vor vielen Jahren einmal auf dem Flohmarkt gekaufte Ausgabe des SPIEGEL's hüte ich wie meinen Augapfel. Erschienen im Jahre 1955, eine Woche nachdem Albert Einstein gestorben war. Bei Menschen, die ich wegen ihrer wissenschaftlichen Leistung verehre, interessiere ich mich auch besonders dafür, wie sie über das Leben im Allgemeinen dachten.

Als Einstein während des ersten Weltkrieges einmal ernsthaft krank wurde, wunderten sich seine Freunde über seine Heiterkeit und augenscheinliche Gleichgültigkeit im Angesicht des Todes. Darauf angesprochen antwortete er: „Weshalb Todesangst? Ich fühle mich so solidarisch mit allen Lebenden, dass es mit egal ist, wo der Einzelne anfängt und wo er auf aufhört.“

Später, längst wieder genesen vom früheren Leiden, gestand Einstein in der amerikanischen Gelehrten-Siedlung Princeton seinem Mitarbeiter Professor Leopold Infeld: „Gewiss, das Leben ist eine aufregende Angelegenheit. Aber wenn ich wüsste, dass ich in 3 Tagen sterben müsste, würde ich mir keine düsteren Gedanken machen. Ich würde mir überlegen, wie ich diese letzten Tage am besten verwerten könnte, meine Papiere ordnen und mich friedlich niederlegen.“

Auch sagte er einmal: Die Relativitätstheorie habe er nur entdecken können, weil er stets an die göttliche Harmonie des Seienden geglaubt hätte. Einstein starb dann überraschend nach einem Riss der Hauptschlagader und es blieben ihm keine 3 Tage, um seine Angelegenheiten zu ordnen. Ich glaube, die brauchte er auch nicht mehr. Er fühlte sich als Teil der göttlichen Harmonie, die sich seiner Auffassung nach nicht mit den Schicksalen und Handlungen der Menschen abgibt. Schade eigentlich. Denn göttliche Harmonie könnten wir gerade in diesen Tagen besonders gebrauchen …
Sekundärer Krankheitsgewinn

Unter dem sekundären Krankheitsgewinn versteht man die (unbewusst) erzielten Vorteile aus einer Erkrankung. Paradebeispiel ist hier der Männerschnupfen. Bei dieser schweren Erkrankung muss das vermeintlich starke Geschlecht das ganze Umfeld über sein schweres Leiden informieren, während es eine Runde Mitleid geniert und dabei Vollpension im Bett genießt.

Aber auch bei der Magersucht beobachtet man eine starke Komponente des sekundären Krankheitsgewinns. Selten findet man diese Erkrankung in den Favelas von Rio de Janeiro oder in den Slums von Nairobi. Essstörungen stammen meist aus gutem Hause und treffen vornehmlich wohlbehütete Jugendliche. Überspitzt gesagt: wenn niemand Notiz davon nimmt, verschwindet der sekundäre Krankheitsgewinn. Nach meiner Erfahrung ist selten das erste Kind in einer Familie von einer Essstörung betroffen. Meist ist es das zweite Kind, besonders wenn es sich in einer Sandwich-Position befindet. So wird unbewusst Aufmerksamkeit generiert, die dann nicht mehr dem Erstgeborenen oder dem Nesthäkchen gewidmet wird.

Unter dem Strich ist es immer wieder erstaunlich, wie stark sich die Psyche auf die Gesundheit auswirkt. Und manchmal muss man auch das Umfeld behandeln…
Opportunistische Keime

Als opportunistische Keime bezeichnet man Erreger, die uns nur unter bestimmten Umständen (lat. Opportunitas – die Gelegenheit) krank machen. Nämlich dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist.

Keime wie das Eppstein Barr Virus (EBV = Pfeiffersches Drüsenfieber), Herpes oder das Varicella zoster Virus ruhen in inaktiver Form in fast allen Menschen. Aber wehe, wenn das Immunsystem schwächelt! Dann werden diese opportunistischen Keime wieder aktiv. Die wirkliche Krankheit ist darum eigentlich das schwache Immunsystem, auch wenn man beispielsweise die Gürtelrose behandelt. Die Gürtelrose ist das Rezidiv der Windpocken, an denen wir uns alle als Kinder angesteckt haben.

Je öfter der Mensch von außen in das Immunsystem eingreift, um uns angeblich vor bestimmten Erkrankungen zu schützen, desto schlechter wird es. Davon bin nicht nur ich überzeugt, sondern auch der hochdekorierte israelische Professor Shmuel Shapira. Um es durch die Blume zu sagen: Seine Überzeugung ist so brisant, dass er gezwungen wurde, seine Berichte dazu auf Twitter zu entfernen.

Auf natürliche Art und Weise kann man das Immunsystem über aerobe Bewegung, genügend Eiweiß, Zink, Vitamin C und D sowie dem richtigen Mindset optimieren. Letzteres wird immer noch viel zu sehr unterschätzt. Stichwort Psychoneuroimmunologie.
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Klatsche für die Öffentlich-Rechtlichen

Den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sehe ich schon lange mit sehr kritischen Augen. Nicht erst seit skeptische Menschen, die einfach nur ihr im Grundgesetz verankertes Demonstrationsrecht wahrgenommen haben, diffamiert und geframt wurden. Schon lange haben die Öffentlich-Rechtlichen ihre Pflicht zur umfassenden Information mit einem nicht vorhandenen Auftrag zur Erziehung verwechselt. Die Menschen sollen zu etwas hin erzogen werden, wo sie gar nicht hin wollen. Ein einfaches Beispiel ist das Gendern, das im Fernsehen – ganz im Gegensatz zum täglichen Leben – immer wildere Blüten treibt. So wurden in einer Tiersendung Bär*innen zu Veganer*innen erklärt, um ja keinen transgender Bären auszuschließen. Bären sind Allesfresser, selbst wenn sie sich selbst keinem Geschlecht sicher zuordnen können.

Auf eigene, durch Zwangsgebühren erhobenen Kosten werden wir beeinflusst, erzogen, einseitig informiert und -wenn es nicht ins Weltbild passt- diffamiert. Es ist schwer, den Zwangsgebühren zu entkommen, selbst wenn man dieses System nicht unterstützen möchte. Früher wurde ernsthaft versucht, in Arztpraxen ganz ohne Fernseher trotzdem Rundfunkgebühren zu erheben, weil man theoretisch mit viel technischem Aufwand am Bildschirm von Ultraschall-Geräten Fernsehbilder hätte generieren könnte.

Der jetzige Rücktritt der RBB-Intendantin Schlesinger ist da nur ein schwaches Signal. Die in den eigenen Reihen sehr unbeliebte Sonnenkönigin war nur die Spitze des Eisberges. Umfassenden investigativen Journalismus und Berichterstattungen auch außerhalb der links-grünen Blase werde ich wohl auch in Zukunft vermissen. Auch, dass die Regierung immer wieder kritisch hinterfragt wird und nicht als deren Sprachrohr fungiert wird.
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