Dr. Michael Spitzbart
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Medizinjournalist, Arzt, Autor, Speaker
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Glukose und Fructose

Fruchtzucker (Fructose) hört sich deutlich gesünder an als Zucker. Dabei ist Fruchtzucker mehr als doppelt so ungesund wie der Traubenzucker (Glukose). Und der ist schon schlimm genug. Bei der gegessenen Glukose hätte der Körper zumindest die Chance, den Zucker direkt in Energie zu verwandeln - ausreichend Bewegung vorausgesetzt. Ohne Bewegung wird dieser Zucker allerdings in Fett verwandelt. Zur Erinnerung: Sämtliche Kohlenhydrate vom Brot, den Nudeln, Kartoffeln und dem Reis werden im Endeffekt als Glukose verstoffwechselt bzw. als Fett gebunkert.

Der Stoffwechsel bei der Fructose ist anders. Selbst bei hohem Bewegungspensum und Energiebedarf wird besonders der industriell genutzte Fruchtzucker trotzdem zu 90 % gleich in Speicherfett verwandelt. Dieses wird dann auch gerne in der Leber abgelagert, sodass schon Kinder und Jugendliche eine nicht alkoholische Fettleber entwickeln, wenn sie z. B. viele Fertiggerichte oder Soft- und Energydrinks zu sich nehmen.

Hausaufgabe: bitte bei allen Nahrungsmitteln und Getränken auf die Liste der Inhaltsstoffe schauen und nach der Fructose suchen. Im Zweifel Finger weg davon! Denn Fructose verursacht nicht nur eine Fettleber (Müde-Macher Nummer 1), sondern lässt auch die Harnsäure steigen, begünstigt die Bildung von Nierensteinen, Diabetes, Demenz und evtl. sogar Krebs.
Vitamin D und die Sonnencreme

Wir alle freuen uns auf ein hoffentlich sonniges Pfingstwochenende! Sonne steht nicht nur für Urlaub und gute Laune, sondern auch für die natürliche Vitamin D Produktion in unserer Haut. Eigentlich ist das Vitamin D gar kein Vitamin, sondern ein „Sonnen“-Hormon. Und genau dessen Produktion wird durch die Verwendung von Sonnencreme behindert. Sonnencreme blockt die UV-B Strahlen ab, die uns eigentlich vor der Entwicklung eines gefürchteten schwarzen Hautkrebs schützen würden. UV-A Strahlen kommen jedoch durch, und genau diese sind gefährlicher für die Krebsentstehung.

Natürlich soll niemand einen Sonnenbrand kassieren, und Kinder schon einmal gleich gar nicht. Denn die Haut merkt sich alles. Durch übermäßige Sonnen-Exposition kann sich dann im Alter die sogenannte aktinische Keratose entwickeln, der weiße Hautkrebs und damit die Vorstufe des Plattenepithel-Carcinoms.
Tipp: je nach Hauttyp länger oder kürzer die Sonne lieber ungeschützt genießen, und mittags einen Schattenplatz suchen. Faustregel: Von 12 bis 3 sonnenfrei. Hat man sein Sonnenpensum erreicht, lieber einen Sonnenhut und langärmelige leichte Bekleidung anziehen.

Wenn es nicht anders geht wie am Meer oder im Gebirge, sollten wir trotzdem Sonnenblocker benutzen, gerade auch um der aktinischen Keratose vorzubeugen.  
Merke: Dunkle Haut BRAUCHT mehr Sonne als hellhäutige Typen. Den tiefsten Vitamin D Spiegel habe ich bei einem dunkelhäutigen Fußball-Profi gemessen, der zur dunklen Haut auch noch fleißig Sonnencreme benutzt hat. Sein Spiegel lag bei 4 ng/ml. Zielwert 30-100 ng/ml. Ich persönliche glaube übrigens nicht an eine toxische Obergrenze beim Vitamin D.

In diesem Sinne: frohe, sonnige Pfingsten!
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Schulnote für Karl Lauterbach

Laut einer veröffentlichten Umfrage der Deutschen Ärztezeitung vom 13. Mai 2022 sind mehr als 69 % der deutschen Ärzte mit ihrem Gesundheitsminister unzufrieden. Nur 3 % gaben ihrem Chef die Schulnote mangelhaft (5), 69 % gleich ungenügend (6). In der Schule wäre man damit sitzengeblieben, in der Politik leider auch. Natürlich klebt Pattex-Karl an seinem Amt. Er hat einfach zu lange auf seine Zeit gewartet.

In den eigenen SPD-Reihen versuchte man lange den -höflich ausgedrückt – „kauzigen“ Politiker als Gesundheitsminister zu verhindern. Durch seine mediale Präsenz hat sich dann aber quasi selbst ins Amt gezwungen.

Bei manchen seiner Reden kann er selbst wohl nur vermuten, was er denkt. Eine kleine Kostprobe seht ihr im verlinkten Video.
Liebe Community, ich freue mich stets sehr über das positive Feedback und die tollen Kommentare. Da es mir am Herzen liegt, weiterhin interessante gesundheitswissenschaftliche Themen zu posten, würde ich gerne von euch wissen, welche Themen euch interessieren beziehungsweise worüber ihr gerne lesen würdet. Lasst es mich unbedingt in den Kommentaren wissen!
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Hashimoto unheilbar?

Zunächst herzlichen Dank für das überwältigende Echo zu den gewünschten Themen, die Euch interessieren. Die Schilddrüse und insbesondere Hashimoto waren ein vielfach genannter Wunsch. Kein Wunder: Denn jeder zehnte Mensch der Welt leidet unter Problemen mit der Schilddrüse. Viele davon an der Autoimmunkrankheit Hashimoto.
Bei Hashimoto kämpft das eigene Immunsystem gegen die Schilddrüse. Laut Schulmedizin eine unheilbare Krankheit. Therapeutisch wird dann das Schilddrüsenhormon als Tablette so hoch dosiert zugeführt, dass die eigene Schilddrüse die Hormonproduktion einstellt. Dadurch wird die Drüse kleiner und bietet dem Immunsystem weniger Angriffsfläche.

So weit, so schlecht. Wer kommt schon auf die Idee, dass das Immunsystem durch einen Vitalstoffmangel, ein schlechtes Aminogramm oder Mikrobiom (physiologische Darmflora), ein reaktiviertes Epstein Barr Virus (EBV), durch Zuviel leere Kohlenhydrate, Alkohol, Nikotin, Bewegungsmangel oder Stress gestört sein kann? Das gilt übrigens für ALLE Autoimmunkrankheiten.

Wer nur die Schilddrüse betrachtet, steht vor einer unheilbaren Erkrankung. Wer aber den ganzen Menschen behandelt, erlebt immer wieder „Wunder“ in der Medizin. Denn Hashimoto kann entgegen der Lehrmeinung wieder verschwinden. Natürlich muss man etwas für die Heilung tun. Und oft sitzt die Ursache ganz woanders. Wer denkt bei der Schilddrüse schon an den Darm, einen unentdeckten Vitalstoffmangel oder ein reaktiviertes Pfeiffersches Drüsenfieber (EBV)?

Wie Ihr seht, ist es kein einfaches Unterfangen und es gibt kein Patentrezept, Autoimmunkrankheiten zu heilen. Wer aber bereit ist, etwas dafür zu tun, hat ganz gute Karten. 
Ärztenetzwerk

Täglich erreichen mich Anfragen ähnlichen Inhalts: „Ich wohne in Hamburg, Düsseldorf, Berlin, München, Zürich oder Wien. Der Weg nach Salzburg ist mir zu weit. Gibt es nicht einen Arzt in meiner Region, der so arbeitet wie Sie?“ Die Antwort: „Noch nicht. Aber das werden wir jetzt ändern“. Denn wir entwickeln ein Netzwerk für „Essenzielle Medizin“. So nenne ich meinen diagnostischen und therapeutischen Ansatz. Dabei soll tunlichst die Ursache – und nicht das Symptom einer Krankheit behandelt werden. Und wenn immer das möglich ist - mit natürlichen, essenziellen Substanzen. Denn essenzielle Aminosäuren, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine stellen leider immer noch den blinden Fleck im Auge der Medizin dar. Mein Credo: Man könnte fast jedes Medikament ersetzen, vermeiden oder verhindern, wenn uns diese essenziellen Stoffe optimiert zur Verfügung stehen.

Ein großes Thema ist dabei natürlich die Prävention. Der beste Arzt ist derjenige, der seine „Klienten“ so coacht, dass sie gar nicht erst krank werden. Zudem kommen dann alle in den Genuss meiner unvergleichbaren, individualisierten Aufbau-Infusionen, ohne lange Strecken fahren zu müssen.
Willkommen im Netzwerk für essenzielle Medizin sind alle Therapeuten, die der Natur mehr vertrauen als den Hochglanzbroschüren der Pharmaindustrie. Nicht erwünscht sind daher Mediziner, die ihr „Wissen“ hauptsächlich aus den unzähligen wissenschaftlichen Studien beziehen. Denn diese werden fast ausschließlich von den Pharmafirmen finanziert, um die Wirksamkeit der EIGENEN Medikamente zu beweisen.

Ärzte (oder Heilpraktiker), die den ganzen Menschen mit Körper, Geist und Seele im Fokus haben, werden wir sehr gerne zertifizieren, und damit für den Zustrom gesundheitsinteressierter Menschen sorgen. Wer sich angesprochen fühlt, darf sich sehr gerne bewerben.
Ein Geständnis zum Schluss: Obwohl ich meine Tätigkeit 40 Jahre lang immer als Berufung und nie als Arbeit empfunden habe, möchte ich nun mehr Zeit auf meinem Bauernhof verbringen. Einfach am See sitzen, den Bach plätschern hören, den Frieden genießen und der Natur beim Wachsen zusehen.
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Demenz

Ein weiterer häufig geäußerter Wunsch war das Thema Demenz. Gerade bei diesem Thema ist Prävention besonders wichtig. Denn eine Demenz entwickelt sich schleichend. Und wenn man -oder andere-es merken, ist der Zug schon lange vorher abgefahren.

Grundsätzlich unterscheiden wir mehrere Arten der Demenz. Bei der vaskulären Demenz ist eine Durchblutungsstörung, bedingt durch eine Gefäßverkalkung der Blutgefäße des Gehirns die Ursache. Bei der neuronalen Demenz (Altersdemenz, Alzheimer) werden die Synapsen und die Dendriten, die Datenautobahnen im Gehirn, abgebaut. Zuletzt gibt es den sogenannten Diabetes Typ 3. Dabei wurde das Gehirn der Naschkatze in der Vergangenheit so oft mit Zucker geflutet, dass dieser gar nicht mehr in der Gehirnzelle ankommt. Dann verkümmert die Gehirnzelle im Überfluss.

Demenz fällt also nicht vom Himmel. Allen 3 Arten kann man mit reichlich Bewegung und richtiger Ernährung entgegensteuern. Aerobe Ausdauerbewegung trainiert die Fettverbrennung im Muskel. Das so verbrannte Fett kann sich dann nicht mehr in den Blutgefäßen ablagern. Zusätzlich stellt Bewegung den Schlüsselreiz zur neuen Vernetzung von Gehirnzellen dar. Das hat der deutsche Sportmediziner Prof. Wildor Hollman eindrucksvoll bewiesen. Entgegen früherer Meinung können sich Gehirnzellen also regenerieren und neue Synapsen bilden. Zuletzt verbrennt Bewegung überschüssigen Zucker, den man besser noch schon gleich bei der Ernährung einsparen sollte.

Natürlich spielen Noxen wie Alkohol, viele schlechte Fette und ein Mangel bei der Aminosäure L-Serin ebenfalls eine Rolle. Geistige Aktivität, breit gefächerte Interessen sowie Humor sind dagegen Dünger fürs Gehirn. Apropos Humor: So brachten einige Spaßvögel angeblich eine Gedenktafel am Geburtshaus von Alois Alzheimer mit folgen Text an: „Lieber Alois, wir werden Dich nie vergessen!“
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Zucker und Krebs

Spätestens seit Otto Warburg wissen wir um die Affinität vom Krebs zum Zucker. Der Nobelpreisträger erforschte den Stoffwechsel der Krebszelle und fand folgendes heraus: Gesunde Zellen VERBRENNEN Kohlenhydrate (Zucker) und Fette zur Energiegewinnung. Krebszellen VERGÄREN Zucker. Das ist der entscheidende Unterschied. Bei der Vergärung entsteht Milchsäure. Und mit diesem sauren Milieu schafft sich der Krebs sein optimales Mikroklima selbst.
Diagnostisch nutzt man dieses Wissen, therapeutisch nicht. Diagnostisch bekommen Krebspatienten zur Metastasensuche eine Lösung mit markiertem Zucker per Infusion. Denn der Krebs saugt diese Zucker-Lösung an wie ein Magnet. Und schon nach kurzer Zeit sieht man eventuell vorhanden Metastasen klar und deutlich im PET-CT.

Therapeutisch nutzt man diese Erkenntnis leider nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Ganz offiziell empfiehlt man Krebspatienten, ihre Ernährung nicht umzustellen. Denn gerade bei Krebs brauche man ganz viel Energie. Da dürfe es ruhig auch einmal ein Stück Sahnetorte sein. 
Ich empfehle bei Krebs die streng ketogene Ernährung. Über meine Erfahrungen dazu habe ich vor einigen Jahren ein Buch geschrieben. Im Gegensatz zu Krebszellen benötigen die gesunden Zellen keinen Zucker. Darum kann man mit der richtigen Ernährung dem Krebs selektiv die Energie entziehen.
Aber auch hier gilt wieder: Vorbeugen ist besser als heilen. Darum sollte man schon im gesunden Leben den Zucker immer als Feind und nie als Freund betrachten. Selbst wenn er auf der Zunge für einige Sekunden als angenehm empfunden wird.
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Was Sterbende am häufigsten bereuen

In den letzten Stunden des Lebens verstärken sich alle Emotionen. Viele verdrängte und vernachlässigte Wünsche kommen dann mit ungebremster Kraft zum Vorschein und können zusätzliche Trauer auslösen. Mit der Gewissheit, dass man nun keine Chance mehr hat, Verdrängtes nachzuholen. Eine Krankenschwester, die in England viele Jahre auf einer Palliativ-Station gearbeitet hat, fasste in einem Buch zusammen, was Sterbende am häufigsten bereuen. Eines vorweg: Niemand bereute, zu wenig gearbeitet oder zu viel Zeit mit den geliebten Menschen verbracht zu haben.

Am häufigsten bereuten die Sterbenden, dass sie zu wenig Mut hatten, ihr eigenes Leben zu leben. Dass sie ihre eigenen Träume und Wünsche nicht genügend umgesetzt zu haben. Darum propagiere ich in meinen Seminaren immer wieder den Mut zum gesunden Egoismus. Denn man ist nur dann wertvoll für andere, wenn es einem selbst gut geht. Also darf man auch schon im prallen Leben an sich selbst denken. Leider ist es aber oft umgekehrt. Man selbst kommt zum Schluss.
Ebenfalls bereuten viele Menschen an Ihrem Lebensende, Freundschaften zu wenig gepflegt, zu viel gearbeitet und ihre Gefühle nicht besser ausgedrückt zu haben.

Eine meiner früheren Arzthelferinnen erkrankte an Brustkrebs und ist nun Gott sei Dank geheilt. Sie besaß eine teure Uhr, die sie vor der Krankheit aber nur an den „guten“ Tagen wie Sonn- und Feiertagen trug. Seit der Krankheit trägt sie diese Uhr jeden Tag. Denn jeder Tag ist ein guter Tag.
Darum: Carpe diem! Nutze jeden Tag und lerne, die oben genannten Fehler zu vermeiden!
Wie viel Wasser soll man trinken?

Der beste und billigste Fitness-Schub ist es, eine ausreichende Trinkmenge einzuhalten. Gerade jetzt in der heißen Jahreszeit befinden sich viele meiner Patienten im Flüssigkeitsdefizit. Und ob man es glaubt oder nicht: Gerade jetzt verdursten etliche meist alte Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung. Denn viele ältere Menschen trinken nur, wenn sie Durst haben. Genau dieses Durstgefühl erlischt jedoch mit dem Alter. Also müssten Krankenpfleger oder pflegende Angehörige ihre Schützlinge ständig zum Trinken animieren, was leider viel zu oft vergessen wird. Und oft fehlt in Altenheimen schlicht die Zeit.
Unser Körper besteht 70 % - das Gehirn sogar zu 90 % - aus Wasser. Merke: Wenn unsere Zellen nur 10 % weniger Flüssigkeit haben, verfügen sie über 30 % weniger Energie.

Faustregel fürs Trinken: Pro 25 kg Körpergewicht sollte man einen Liter trinken. Wer viel Sport betreibt und viel schwitzt, sogar mehr. Da denkt sich der geneigte Bayer: 3 Maß pack ich doch leicht! Leider ist aber Wasser gemeint. Sowohl Alkohol als auch Kaffee führen unter dem Strich eher zu einer negativen Flüssigkeitsbilanz. Der erfahrene Trinker kennt den „Brand“ nach durchzechter Nacht. Obwohl man so viel getrunken hat, dass ein Kahn darauf schwimmen könnte, fühlt sich die Kehle morgens trocken an wie ein Staubtuch.
Je nach Wohnort kann das Leitungswasser sehr gut sein. Ansonsten bitte Wasser in Glas-Flaschen, nicht in PET-Flaschen kaufen. Denn die Weichmacher im Plastik sind fettlöslich und können langfristig auch die Rübe weich machen.