Dr. Michael Spitzbart
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Medizinjournalist, Arzt, Autor, Speaker
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Ihr müsst tiefer graben!

Eine schnelle Umsetzung der alle beglückenden Impfpflicht in Deutschland könnte dauern. Das wird gar nicht am Grundgesetz oder anderen juristischen Gründen scheitern. Denn die Gerichte zeigen sich derzeit erstaunlich flexibel. Es scheitert an der Organisation. Im Gegensatz zu Österreich besteht in Deutschland kein Impfregister. Und bis dieses steht, werden die Berliner wohl eher einen Flughafen bauen. Die Mitarbeiter der Gesundheitsämter sind ohnehin hoffnungslos überlastet. Und möglicherweise befinden sie sich mit ihren Faxgeräten noch immer im ausgehenden letzten Jahrtausend.

Währenddessen erhöht man die Frequenz der Beglückung. Und wenn diese gar nicht so glücklich macht wie erwartet, kann nur mehr vom Gleichen helfen.

Das erinnert mich  an einen alten Witz aus der DDR. Walter Ulbricht beobachtet zwei Volkspolizisten, die vor dem Staatsratsgebäude einen Fahnenmast eingraben. Als anschließend Erde übrig bleibt, graben sie ein zweites Loch, um die Erde darin unterzubringen. Und wieder bleibt Erde übrig. Daraufhin öffnet Ulbricht das Fenster und ruft den Vopos zu: „Ihr müsst tiefer graben!“
Ähnlichkeiten mit derzeit laufen Aktionen wären rein zufällig.
Wie viel James Bond steckt in Karl Lauterbach?

Der neue deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach warnt getreu seinem Lebensmotto “moneo, ergo sum“ (Ich warne, also bin ich) vor einer massiven 5. Welle. Ohne wirklich belastbare Daten halte diese Aussage für menschlich fragwürdig. Als Arzt, der er vorgibt zu sein, verwerflich. Und für einen Politiker verantwortungslos.

„Angst essen Seele auf“, so lautete das Melodram des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder. Und Angst frisst sich buchstäblich durch das Gehirn, da über erhöhte Spiegel des Stresshormons Cortisol Synapsen im Gehirn zerstört werden. Zusammengefasst: Angst macht weder glücklicher, noch intelligenter, noch fördert sie unser rationales Denken.

Aus menschlicher und ärztlicher Sicht macht es mich fassungslos, wie man das Volk rein vorsorglich immer wieder in Angst und Schrecken versetzt. Kann man dadurch wirklich die Welt retten? Ich persönlich glaube, dass ziemlich wenig James Bond in Karl Lauterbach steckt. Dafür hat er mit seinen Warnungen viel zu oft danebengelegen. 

Diese redundante Angsterzeugung auf allen Kanälen rund um die Uhr hat in den Gehirnen vieler zuvor vernunftbegabter Menschen schwere Schäden hinterlassen. Der ständige Appell an das Angstzentrum hat sie zu perfekten Untertanen degradiert. Die nicht mehr fragen, warum. Sondern nur, wie oft.

Könnte man nicht auch einmal kommunizieren, dass eine neue Variante wie Omikron, die angeblich viel ansteckender ist, dann meistens weniger gefährlich sein wird? Viren können nämlich bei ihren Mutationen meistens nicht beides gleichzeitig: ansteckender und auch gefährlicher werden.
Das wäre doch einmal ein Wort zum Sonntag!
Trauer und Freude

Am Wochenende erreichte mich die traurige Nachricht, dass eine meiner Lieblingspatientinnen verstorben ist. Das ist auf der einen Seite traurig. Andererseits aber auch wieder weniger traurig, wenn man die Vorgeschichte kennt. Die ältere Dame kam vor gut 6 Jahren ziemlich aufgelöst in meine Praxis. Unmittelbar zuvor hatte man ihr im örtlichen Krankenhaus geraten, sich möglichst schnell um eine Pflegekraft für ihren Mann zu bemühen, da sie Weihnachten wohl nicht mehr erleben würde. – Wie ich diese Aussagen mancher Kollegen hasse. Diese haben ihren Beruf verfehlt und wären wohl besser Maschinenbau-Ingenieur geworden.

Mit unserem gemeinsamen Therapiekonzept überlebte die Patientin nicht nur das Weihnachten vor 6 Jahren, sondern hatte weitere aktive Jahre. Vor 2 Jahren sagte sie mir, dass sie gar nicht darüber nachdenkt, ob sie das kommende Weihnachtsfest vielleicht nicht mehr erleben könnte.

Natürlich ist jedes Leben endlich, besonders bei einer bestehenden Grunderkrankung. Bei aller Freude über die gewonnene Zeit trauere ich um eine höchst patente, liebenswerte, naturverbundene, bodenständige Patientin. Sie trug den gleichen Vornamen wie meine Mutter.
Im Tal der Ahnungslosen

„Tal der Ahnungslosen“ war ein sarkastischer Begriff in der alten DDR. In manchen Regionen wie dem Elbkessel rund um Dresden konnte man aus geografischen Gründen kein (verbotenes) West-Fernsehen und UKW-Rundfunk empfangen. Die Bewohner wurden ausschließlich über die zensierten Staatsmedien informiert. Daher konnte man diesen Menschen leichter ein „X“ für ein „U“ vormachen.

Das Tal der Ahnungslosen hat sich in den letzten Monaten extrem vergrößert. In den Staatsmedien läuft rund um die Uhr eine in meinen Augen unerträgliche Beeinflussung, Meinungsmache, Framing und Diffamierung Andersdenkender, die nur sehr unbedarften Menschen nicht auffällt.

Abseits von unseren Qualitätsmedien gibt es mehrere Hinweise darauf, dass Omikron sich zwar schneller vermehrt, aber wahrscheinlich weniger pathogen ist. Den zweiten Teil des Satzes hört man aber nicht im Elbkessel. Forscher der Universität Hongkong haben Hinweise darauf, dass sich die neue Mutante im Lungengewebe zehnmal langsamer reproduziert als frühere Varianten. Auf einen viel schwächeren Verlauf weist ebenfalls die Ärztin hin, die Omikron als Erste in Südafrika entdeckt hat.

Wenn sich diese Hinweise bei nüchterner Betrachtung erhärten, wäre dies die beste Möglichkeit, die ganze Infektionswelle für immer auslaufen zu lassen. Dazu müsste man aber zulassen, dass sich alle gesunden, immunstarken Menschen infizieren. Zur Erinnerung: Im bestens nachuntersuchten europäischen Ground Zero der Epidemie hatte 85 % der Bevölkerung von Ischgl nichts bis wenig von der eigenen Infektion bemerkt.

Leider wird die Tendenz weiter in die andere Richtung gehen. Denn der nächste Lockdown steht bereits vor der Tür. Das passiert, wenn Menschen, welche die Natur nicht begriffen, trotzdem in deren Prozesse eingreifen. Hier sollte jeder selbst entscheiden, inwieweit die bisherigen Intervention genutzt haben. Dazu müsste man aber die Komfortzone verlassen und sich umfassender informieren.
Einkaufszettel für Weihnachten

Wenn man die aktuellen Studien durchforstet, erkennt man sowohl bei der Infektionshäufigkeit als auch der Schwere einen roten Faden: Je höher der Kohlenhydrat-bzw. der Zuckerkonsum in der Ernährung ist bzw. war, desto anfälliger ist der Mensch. Umgekehrt schützt mehr Eiweiß vor Infektionen.

Merke: das Immunstem ist zwingend vom Eiweiß abhängig. Nicht von Kohlenhydraten. Denn nur aus den Aminosäuren kann der Körper die ganzen Abwehrzellen bilden. Darum werde ich nicht müde meine Patienten daran zu erinnern, dass der Eiweißspiegel im Blut immer in den oberen Normbereich gehört. Das gelingt erfahrungsgemäß nicht, wenn man sich an den Kohlenhydraten satt isst. Diese sind nämlich im Gegensatz zum Eiweiß nicht essenziell. Meine Auffassung entspricht hier wie so oft nicht der Lehrmeinung, ist aber in den Lehrbüchern der Biochemie nachzulesen.

Und Eiweiß bewirkt noch etwas: die Aminosäure Glycin trägt dazu bei, unseren Schleimhautfilm z.B. im Rachen so zu „imprägnieren“, dass ein Virus diese natürliche Barriere schlechter durchdringen kann. Förderlich sind hier zusätzlich Zink, Vitamin C und D. Also all das, wozu uns unser Gesundheitsminister ständig rät. (Das war natürlich ein Scherz.) In meinen Augen wird das Pferd hier politisch von hinten aufgezäumt. Aber wir sind ja gewohnt, eher das Symptom, und nicht die Ursache zu behandeln.

Auf dem Einkaufszettel für Weihnachten sollten also viele eiweißreiche Lebensmittel stehen, die mit gutem Gewissen gegessen werden können. Bei den Plätzchen sollte man zweimal überlegen, bevor man eins isst.

Mehr dazu:
https://pubag.nal.usda.gov/catalog/7203941
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In der Medizin wird die Existenz eines sogenannten Adipostaten diskutiert. Dieses hypothetisch vorhandene Zentrum soll dem Körper über Feedback Mechanismen mitteilen, wann es mit der Kalorienaufnahme genug ist.
In den satten Fettzellen wird das Hormon Leptin (griechisch leptos: schlank, mager) gebildet und ausgeschüttet, welches folgend im Gehirn das Sättigungsgefühl auslöst und die Nahrungszufuhr stoppt. Soweit die Theorie.

Insider wissen, dass das Sättigungshormon Leptin aus 167 Aminosäuren gebildet wird. Wenn allerdings zu wenig Aminosäuren (sprich Eiweiß) zur Verfügung stehen, wird kaum ein Sättigungsgefühl vermittelt. Das bedeutet, über die Kohlenhydratmast kann der Körper praktisch unbegrenzt weiter zunehmen, bis man im Extremfall gar nicht mehr durch die eigene Haustür passt. Wir kennen diese meist amerikanischen Bilder, wenn Menschen mit dem Kran aus ihrer Wohnung geborgen werden müssen. Durch Kohlenhydrate versagt der Adipostat.

Eiweiß vermittelt viel schneller und effektiver das Sättigungsgefühl als Kohlenhydrate. Zudem fördert es gemeinsam mit Jod und Selen die Bildung des Schilddrüsenhormons Thyroxins und das Glukagons. Thyroxin stellt den „Zündfunken“ für die Fettverbrennung dar, welche das Glukagon anfeuert.
Warum man ausgerechnet über den Feiertagen auf solche Gedanken kommt? 😉
Endorphine

Sir David Livingstone, der berühmte Afrikaforscher und Entdecker der Victoria-Wasserfälle, wurde einmal auf einer seiner Reisen von einem Löwen angefallen. In letzter Sekunde konnten ihn seine Mitreisenden retten. Befragt nach seiner Todesangst in dieser Situation antwortete Livingstone später ganz ruhig: Er hätte die Situation „wie von außen“ beziehungsweise wie ein neutraler Beobachter der Szene völlig emotionslos gesehen.

Grund für diese nüchterne Betrachtungsweise in größter Not sind Endorphine, die genau dann ausgeschüttet werden, wenn es „eng wird“. Quasi wie ein Rettungsanker der Natur. Selbst wenn seine Kollegen ihn nicht gerettet hätten, wäre Livingstone ziemlich sanft in die ewigen Jagdgründe eingegangen.

Aus eigener Erfahrung kann ich das bestätigen: Nach einem Autounfall mit skalpierender Kopfverletzung fielen die Beistehenden in Ohnmacht, während ich selbst habe gar nichts davon gespürt habe. Drogen wie Kokain können nur deswegen bei uns wirken, weil wir von der Natur mit Rezeptoren für dieses körpereigene Kokain, sprich Endorphin, ausgestattet sind.

Das Schöne im Leben ist, dass die Endorphine auch unbeschreibliche Glücksgefühle auslösen können - wenn es gerade keine negative Situation zu kompensieren gibt.  Das „Runner´s High“ wäre so ein Zustand, wenn durch Anstrengung körpereigene Endorphine freigesetzt werden.

Jetzt dürfen wir dreimal raten, woraus dieser Glücksbote Endorphin gebildet wird? Richtig: wir können genauso viel (oder wenig) Endorphin produzieren, wie Eiweiß zur Verfügung steht.
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Da hat der Spaß ein Loch

Für heute hätte ich Karten gehabt für meine Lieblingskabarettistin Monika Gruber. Ich mag ihre bodenständige Art sowie den Mut, ihren Humor auch einmal gegen den Mainstream einzusetzen. Und manchmal sogar dessen geistige Gesundheit zu hinterfragen. Leider wird dieser Auftritt heute Abend einer ihrer letzten Auftritte sein. Denn sie leidet wie auch ich unter der Spaltung der Gesellschaft, und sie möchte diesem nicht weiter Vorschub leisten. Die Gruberin möchte entweder für ALLE Menschen - oder gar nicht - spielen. Aus dem gleichen Grund hatte ich meine letzten Seminare in diesem Jahr ebenfalls abgesagt.
 
Zur 2-G-Regel wäre heute noch ein negativer PCR-Test nötig gewesen, sowie die obligatorische FFP2-Maske während der ganzen Vorstellung. Da hat der Spaß dann aber für mich ein Loch. Zu viele Hürden für etwas Vergnügen. Ich werde lieber zuhause bleiben. Leider kann ich meine 4 Karten noch nicht einmal verschenken. Denn diese sind personalisiert.

Trotzdem wünsche allen Zuschauern möglichst ungebremsten Spaß, – soweit das möglich ist.
Auf ein besseres Neues!

Ich wünsche all meinen treuen Lesern einen guten Rutsch und ein gesundes sowie glückliches neues Jahr. Möge 2022 besser werden! Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir weniger Angst in den Gehirnen der Menschen wünschen. Stattdessen mehr Vertrauen in die Natur und weniger blindes Vertrauen in die Technik. Wie wir alle wissen, hatten die vollmundigen Versprechungen, die viele nur allzu gern geglaubt haben, eine sehr kurze Halbwertszeit.

Eines dürfen wir nie vergessen: Gesundheit ist immer aktiv und nicht delegierbar. Darum möchte ich Euch auch im neuen Jahr mit vielen Tipps und motivierenden Denkanstößen zur Seite stehen.
Und noch etwas: Ich möchte mich bedanken für die unzähligen Kommentare, die Ihr das ganze Jahr über abgegeben habt. Diese waren zu 99.9 % konstruktiv, respektvoll und höflich. Das ist nicht die Regel, wenn man sich bei anderen Formaten umschaut. Darum ist das keine leere Hülse wenn ich sage: Ich habe das beste Publikum der Welt! Ich danke Euch von ganzem Herzen.
Wenn alles rund läuft

Solche Post lese ich gerne: „Für uns ist ein kleines Wunder geschehen, ich bin tatsächlich schwanger! Wir waren im Sommer bei Ihnen und haben uns einstellen lassen. Und Schwupps, es hat tatsächlich dieses Wunder bewirkt. Wir sind überglücklich!“

Wenn diese Menschen dann schon alles Mögliche hinter sich hatten, was die Reproduktionsmedizin zu bieten hat, freut mich so eine Nachricht besonders. Nach Optimierung des Stoffwechsels und aller natürlich ablaufenden Prozesse können wirklich „kleine Wunder“ geschehen. Und je größer die Blockade im Stoffwechsel war, desto größer ist das Wunder.

Dabei läuft es immer auf das Gleiche hinaus. Wenn nur eine einzige essenzielle Substanz zu wenig vorhanden ist, läuft der ganze Körper auf Sparflamme. Wenn man zu wenig Zink hat, kann man das nicht durch mehr Jod ersetzen. Einen Mangel an Aminosäuren kann man nicht durch mehr Kohlenhydrate wettmachen.

Durch die Messung kann man exakt die Schwachstellen aufdecken und dann gezielt auffüllen. Für mich ist es immer wieder faszinierend zu sehen, was diese unbeachteten essenziellen Substanzen alles in uns bewirken. Dann muss ich wieder an den „Kollegen“ denken, der mich letztes Jahr bei der Ärztekammer angezeigt hat, weil ich „mit völlig nutzlosen Substanzen wie Selen, Folsäure und B-Vitaminen arbeiten würde. Man sollte mir das Handwerk legen“.
Ich glaube, der eine oder andere Kollege war in der Biochemie-Vorlesung öfter einmal die Kreide holen…
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Esoterik und Exoterik
 
Das Wort Esoterik wird zurzeit gerne in einem Atemzug als „cruder Verschwörungstheorie“ und „Schwurbelei“ bezeichnet. Dabei beschreibt die Esoterik eigentlich nur den Weg nach Innen. Ganz im Gegensatz zur Exoterik, die sich mit der äußeren Welt beschäftigt. Exoterik beschert uns die Weltverbesserer, während uns die Esoterik im Idealfall bessere Menschen schenkt.

Was ist besser: Wenn ein Mensch, der mit sich selbst möglicherweise nicht im Reinen ist, sich anschickt, die Welt zu verbessern? Oder ein Mensch, der zunächst einmal anfängt, sich SELBST zu verbessern?

Meiner Meinung nach leben wir heute viel zu sehr im Außen. Und die schnelle neue Welt mit Medienüberflutung und Netflix lenkt uns ab von der ebenso wichtigen inneren Welt.
In meiner Jugend war ich auf langen Motorrad-Reisen viel alleine unterwegs. Die ersten Tage waren wie ein Sprung ins kalte Wasser. Doch schon bald war ich alleine, ohne dabei einsam zu sein. Dann wird so eine Reise in die weite Welt gleichzeitig auch zu einer Reise in die innere Welt. Damals gab es noch keine Ablenkung über Internet, Mobil-Telefon und Social Media. Und Navigation funktionierte nur über Land-Karte.

Exoterik neigt dazu, den Schmutz vor den Türen anderer zu sehen und dabei die eigenen Müllhalden zu übersehen. Wenn aber nur jeder vor der eigenen Tür kehrt, wäre doch bald überall gekehrt. Oder?