Dr. Michael Spitzbart
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Medizinjournalist, Arzt, Autor, Speaker
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Wie wichtig sind Antikörper?

Mein Lieblings-Journalist Boris Reitschuster hat auf der Bundespressekonferenz mehrfach nachgefragt, ob es Zahlen darüber gäbe, wie häufig sich Genesene erneut mit dem C-Virus infizieren und auf den Intensivstationen landen. Meines Wissens sind da bis heute keine Zahlen geliefert worden. Dass „Impfdurchbrüche“ das Gesundheitssystem belasten, kann nicht mehr geleugnet werden. „Immundurchbrüche“ sind dagegen kaum bekannt.

Mein erster Lehrer ist immer die Natur. Danach kommt meine Frau, und erst nach einer ganzen Weile die Pharmaindustrie. Nicht dass alles schlecht wäre, was diese herstellt. So bin ich froh und dankbar, bei einer schweren bakteriellen Lungenentzündung ein wirksames Antibiotikum verordnen zu können.

Mir missfällt jedoch der Gedanke, dass erworbene Immunität nach durchgemachter Erkrankung keinen sicheren Schutz darstellen soll. Dass genesene Patienten trotzdem zusätzlich noch den pharmazeutischen Schutz benötigen. Im Gegenteil weisen die verantwortlichen Politiker darauf hin, dass es falsch sei, bei Genesenen vor der Impfung die Antikörper zu bestimmen. Zu dünn sei die Datenlage über die Immunität nach der Infektion. Glücklicherweise wissen wir ja sehr viel mehr über die Dauer der Wirksamkeit der anderen Maßnahmen.

Der Arzt und Epidemiologe Professor Alexander S. Kekulé verrät in einem seiner Podcasts, dass er von einer evtl. sogar lebenslangen Immunität nach durchgemachter Krankheit ausgeht. Selbst wenn Antikörper nicht mehr nachweisbar sind, gäbe es immer noch die Gedächtniszellen und die sogenannte Schleimhaut-Immunität. Dadurch kann das eigene Immunsystem das Virus bekämpfen, noch BEVOR es überhaupt in den Körper eindringt.

Mich persönlich stört, dass nur das propagiert wird, was dieses Zeichen ®️ trägt. Die Natur kennt dieses Zeichen aber nicht. Eigene Antikörper, Vitamin D und C, Zink und weitere natürliche Faktoren für ein gesundes Immunsystem werden weder für die Therapie noch für die Prävention in Betracht gezogen. Woran das wohl liegen mag?
Der große Zapfenstreich

Gestern Abend wurde die scheidende deutsche Bundeskanzlerin mit dem großen Zapfenstreich verabschiedet. Kann Deutschland nun aufatmen? Oder folgt dem Regen die Traufe? Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) veröffentlichte einst in einem Kommentar über Merkel: „Eine Grabplatte, die sich über Deutschland gelegt hat!“ Im deutschen Haltungs-Journalismus hätte sich niemand gewagt, so einen Satz zu schreiben. Statt dessen wurden ihre oft alleinigen Entscheidungen (Bankenrettung, Atomausstieg, Grenzöffnung) medial möglichst positiv dargestellt. Im Ausland war Merkel stets willkommen, da sie freizügig deutsche Steuermilliarden im Ausland verteilte, während deutsche Rentner Flaschen sammelten, um ihre mickrige Rente aufzubessern.
Sicher denken jetzt einige, meine Aussagen seien populistisch. Damit kann ich leben. Das einzige, was ich Merkel zugutehalte ist meine Vermutung, dass es ihr nicht um persönliche Bereicherung oder Befriedigung des Egos ging. Ich frage mich nur, wessen Diener sie war?
Überraschend war die Rücktrittswelle der 3 Egos in Österreich. Als ob sie ahnen würden, dass irgendetwas Großes auf sie zurollt, dem sie nicht gewachsen sind.
Gespannt bin ich, ob mit Karl Lauterbach ein viel zu lange unbeachtetes und fast schon vertrocknetes Ego noch einmal als Gesundheitsminister reanimiert wird.
Wünschen würde ich mir, dass Menschen ohne persönliche Defizite, ohne Nähe zum Lobbyismus und der Industrie, die Geschicke der Menschen lenken.
Kluge Politiker

Den heute verlinkten FAZ-Podcast kann ich jedem nur empfehlen. Darin erklärt Herr Prof. Mertens von der Stiko, warum er seine Kinder eher nicht impfen lassen würde. In Österreich würde ihm so eine Aussage wohl ein Disziplinar -Verfahren vor der Ärztekammer einbringen. Man darf sich nämlich laut Verordnung nicht kritisch äußern. Im gleichen Podcast berichtet eine Kinderärztin, dass die Infektionskrankheiten allgemein enorm zugenommen hätten. Covid gehöre auch dazu, würde aber bei Kindern im Allgemeinen keine Probleme bereiten.

Über die Ursache vermehrter Infektionskrankheiten habe ich in einem früheren Beitrag bereits geschrieben: durch die reduzierten Kontakte schläft das Immunsystem ein, und man wird generell anfälliger für Erkrankungen. Wir können also die Inzidenz für einzelne Krankheit verringern, öffnen aber anderen Krankheiten Tür und Tor. Wenn der Mensch an einer Stelle in die Natur eingreift, ahnt er oft nicht, welche Kaskade er im Endeffekt in Gang setzt.

Für mich war interessant zu erfahren, wie zurückhaltend sich Experten, die tagtäglich mit der Materie zu tun haben, zu einer generellen Impfpflicht auch für Kinder äußern. Umso lauter und vehementer melden sich dagegen Politiker und medizinische Laien zu Wort. Und sie reden dabei doch nur wie ein Blinder von der Farbe.

Kürzlich zitierte einer meiner Leser den Philosophen Platon in den Kommentaren: „Diejenigen, die zu klug sind, um sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft, dass sie von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst.“ Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-podcast-fuer-deutschland/stiko-chef-mertens-zur-corona-impfung-fuer-kinder-17661957.html
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Konsens oder Nonsens

Wenn es um Menschenrechtsverletzungen geht, richten unsere Qualitätsmedien aktuell gerne den Blick nach China. Wäre man nicht auf einem Augen blind, müsste man vielleicht gar nicht so weit in die Ferne schweifen. Über das Recht auf körperliche Unversehrtheit bzw. dessen Selbstbestimmung will nun der Staat entscheiden.

Nach Absichtserklärung der Österreichischen Ärztekammer sollen nun allen ungeimpften Ärzten die Zulassung entzogen werden. Was geschieht dann mit den genesen Ärzten? Sollen sich diese zusätzlich zur höchst effektiven natürlichen Immunität noch einer künstlichen Immunität unterwerfen?  Die so gut ist, dass man sie alle 6 Monate wiederholen darf? 

Ganz entgegen der öffentlichen Darstellung gibt es keinen breiten Diskurs in dieser Frage, sondern eine extreme Verengung auch in der wissenschaftlichen Diskussion. Bezeichnend ist da das verlinkte Interview mit dem Österreichischen Gesundheitsminister, der wie ein Roboter auf die gestellten Fragen redundant - dafür brav gegendert - auf den Konsens und die breit aufgestellte Diskussion mit Expertinnen und Experten hinweist. Wollen wir nur alle hoffen, dass auf so viel krampfhaften Konsens nun kein Nonsens folgt.
 
https://www.youtube.com/watch?v=29wEzyTk-Jk
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Engpass-Konzentrierte-Strategie

Wäre Politik vernunftbasiert, würde sie sich an der aus der Betriebswirtschaft bekannten Engpass-Kontenzentrierten-Strategie (EKS) orientieren. Engpass in der Krise sind die Intensivbetten. Da sind sich wohl alle einig. Und was macht man? Der Flaschenhals wird verengt, in dem man in der `schlimmsten Pandemie aller Zeiten´ tausende Intensivbetten abbaut. Und man lässt zu, dass das schon in früheren Grippezeiten hoffnungslos überlastete Intensivpersonal scharenweise in andere Berufe flüchtet. Stattdessen werden hunderte Milliarden in die Pandemiebekämpfung gesteckt, während der Engpass weiter verschärft wird. Wenn wir nicht so sicher wären, dass unsere hellsten Köpfe bei der Krisen-Bewältigung am Start sind, könnte man glauben, dass wir von Dummköpfen regiert werden. Oder die Agenda ist eine andere.

Gefördert wird nicht das, was das Intensivpersonal im Beruf halten würde. Stattdessen erhöht man die Frequenz bei den Stichen, die längt nicht das halten, was uns der „Impfheld“ Ugur Sahin und Konsorten anfangs vollmundig versprochen hatten. Zur Erinnerung: 92 % Wirksamkeit bei steriler Immunität.
Wenn man nun den Bock zum Gärtner macht und den BioNTech Chef zur Vorgehensweise bei der Omikron-Variante befragt, was wird er sagen? – Sein Rat: die Booster-Impfung müsse bereits nach 3 Monaten erfolgen.

Zeitgleich warnen unsere Politiker vor den sozialen Netzwerken. Denn dort würden Rechtsradikale mit utopischen Ideen wie einer drohenden Impfpflicht die Bevölkerung aufwiegeln. Bis die Verschwörungs-Theorien dann wahr werden. Dann bedeutet Impfzwang plötzlich Freiheit.
Ob es bei der Intelligenz auch einen Engpass gibt?

Mehr dazu: 
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/corona-impfheld-ugur-sahin-in-bild-geimpfte-sind-nicht-mehr-ansteckend-75557532.bild.html
Energie-Kannibalismus

In einem früheren Post habe ich schon einmal von der letzten Reise der Lachse berichtet. Zum Ablaichen schwimmen die Lachse bekanntlich aus dem Ozean zurück in die Flüsse. Sie kämpfen dabei ständig gegen Strom, überwinden Stromschnellen und sogar Wasserfälle. Diese Bilder kennen wir alle. Angefeuert werden die Fische dabei durch das Stress-Hormon Cortisol. Das ist das stärkste abbauende Hormon, auch bei uns Menschen. Es macht diese immense Leistung erst möglich, indem es dem Körper sämtliche Energiereserven zur Verfügung stellt. Dazu wird sogar wertvolles Eiweiß wie Muskelmasse und das Immunsystem geopfert und dem Körper als Energie zur Verfügung gestellt. Darum nennt man diesen durch das Cortisol induzierten Stress-Stoffwechsel „Energie-Kannibalismus“. Unmittelbar nach dem Ablaichen stirbt dann der total erschöpfte Lachs. Kein Einziger erreicht lebendig wieder den Ozean.

An diesem Energie-Kannibalismus leiden unbemerkt viele von uns. Vor allem wenn man nicht bequem mit, sondern gegen den Mainstream schwimmt. Emotionaler Stress, gepaart mit mangelnder Regeneration wie Schlafstörungen führt dazu, dass viele Menschen bereits unbemerkt in die Abwärtsspirale des Burnout eingefädelt haben. Merke: Burnout ist ein Prozess, kein Zustand.

Bei meinen Patienten messe ich im Vergleich deutlich höhere Cortisol-Spiegel als noch vor 2 Jahren. Anscheinend nimmt diese Situation die Menschen doch mehr mit, als wir glauben. Die Kunst besteht dann darin, diese Abwärtsspirale in eine Aufwärtsspirale zu verwandeln. Darum ist Entspannung, Meditation, Bewegung und eiweißreiche Ernährung in dieser Zeit wichtig wie nie.
Perpetuum Mobile
Das Perpetuum Mobile ist das utopische Konzept einer Maschine, die ganz ohne Energiezufuhr ewig läuft. In der Physik gibt es so etwas nicht. In der der weniger wissenschaftlichen Medizin schon. Physik ist unbestechlich. Da zählen Messwerte. In der Medizin ist das anders. Da zählt auch die Angst. Und genau diese befeuert, nicht zuletzt durch die freundliche Unterstützung der Medien, das pharmazeutische Perpetuum Mobile.

Ich muss meine Kristallkugel nicht lange polieren, um zu wissen, dass Omikron nicht die letzte Mutante bleiben wird. Denn je schneller wir die Stichfrequenz erhöhen, umso mehr Immunflucht bzw. Escape-Varianten werden wir erzeugen.

Ich wiederhole mich mit meiner These, dass der Mensch die Natur immer schlechter macht, je öfter er eingreift. Nun werden Kinder ab 4 Jahren geimpft, die völlig ohne Individual-Nutzen die Immunflucht des Virus befeuern werden. Der Motor ist die in den Eltern erzeugte Angst. Der Irrglaube, die Natur dadurch beherrschen zu können.

Je älter ich werde, desto demütiger lerne ich von der Natur. Die braucht uns nämlich nicht. In weiten Teilen Afrikas, wo Natur eine größere Rolle und die Medien eine kleinere Rolle spielen, nimmt man kaum Notiz von unserer Hysterie. Dort liegt die Impfquote bei 2 Prozent. Diesen Menschen ist auch ziemlich egal, wie die nächste Variante heißen wird. Genau wie den entspannten Menschen hier, die an das eigene Immunsystem glauben. Die immunrelevanten Nährstoffe wie Vitamin C und Zink, Vitamin D und Selen sowie die Omega-3-Fettsäuren stärken meinen ganz persönlichen Glauben.
Man sieht nur mit dem Herzen gut

An Tagen wie diesen, mit einer in der jüngeren Vergangenheit nie da gewesenen Spaltung der Gesellschaft, möchte ich an die Weisheit des Kleinen Prinzen des berühmten Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry erinnern. Wir alle kennen dieses Kinderbuch, welches eigentlich die Erwachsenen lehrt, dem Leben mit Liebe zu begegnen.
„Du siehst nur mit dem Herzen gut“, sagte der Kleine Prinz. „Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. Bei vielen unserer Mitmenschen ist das Herz in den letzten Monaten blind geworden. Eine einzige Frage, – zur der in meinen Augen jeder stehen darf, wie er möchte, – lässt die Fronten verhärten. Wir dürfen aber nicht zulassen, dass verschiedene Sichtweisen unsere Herzen versteinern. Es gibt nie DIE einzig wahre Meinung, weder persönlich und erst recht nicht wissenschaftlich. Das wird derzeit nur so dargestellt mit einer Autorität und Zensur, die noch vor 2 Jahren niemand für möglich gehalten hätte.

Darum bin ich meinem Ärztekammer-Präsidenten auch nicht böse, wenn er in einem Rundschreiben allen Ärzten mitteilt, wie sie zu denken haben. Und natürlich bei Verstößen sogleich mit Disziplinar-Maßnahmen droht. Man könnte das als diktatorisch bezeichnen. Doch was würde der Kleine Prinz mit ihm machen? Würde er ihn vielleicht einfach einmal in den Arm nehmen, drücken und ihm leise ins Ohr flüstern, dass er nicht ganz so wichtig ist, wie er sich nimmt?

Wir müssen milde sein und dürfen nicht zulassen, das andersdenkende Menschen Unverständnis, Schmerz oder Hass in uns hervorrufen und damit unseren inneren Frieden stören.
Ihr müsst tiefer graben!

Eine schnelle Umsetzung der alle beglückenden Impfpflicht in Deutschland könnte dauern. Das wird gar nicht am Grundgesetz oder anderen juristischen Gründen scheitern. Denn die Gerichte zeigen sich derzeit erstaunlich flexibel. Es scheitert an der Organisation. Im Gegensatz zu Österreich besteht in Deutschland kein Impfregister. Und bis dieses steht, werden die Berliner wohl eher einen Flughafen bauen. Die Mitarbeiter der Gesundheitsämter sind ohnehin hoffnungslos überlastet. Und möglicherweise befinden sie sich mit ihren Faxgeräten noch immer im ausgehenden letzten Jahrtausend.

Währenddessen erhöht man die Frequenz der Beglückung. Und wenn diese gar nicht so glücklich macht wie erwartet, kann nur mehr vom Gleichen helfen.

Das erinnert mich  an einen alten Witz aus der DDR. Walter Ulbricht beobachtet zwei Volkspolizisten, die vor dem Staatsratsgebäude einen Fahnenmast eingraben. Als anschließend Erde übrig bleibt, graben sie ein zweites Loch, um die Erde darin unterzubringen. Und wieder bleibt Erde übrig. Daraufhin öffnet Ulbricht das Fenster und ruft den Vopos zu: „Ihr müsst tiefer graben!“
Ähnlichkeiten mit derzeit laufen Aktionen wären rein zufällig.
Wie viel James Bond steckt in Karl Lauterbach?

Der neue deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach warnt getreu seinem Lebensmotto “moneo, ergo sum“ (Ich warne, also bin ich) vor einer massiven 5. Welle. Ohne wirklich belastbare Daten halte diese Aussage für menschlich fragwürdig. Als Arzt, der er vorgibt zu sein, verwerflich. Und für einen Politiker verantwortungslos.

„Angst essen Seele auf“, so lautete das Melodram des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder. Und Angst frisst sich buchstäblich durch das Gehirn, da über erhöhte Spiegel des Stresshormons Cortisol Synapsen im Gehirn zerstört werden. Zusammengefasst: Angst macht weder glücklicher, noch intelligenter, noch fördert sie unser rationales Denken.

Aus menschlicher und ärztlicher Sicht macht es mich fassungslos, wie man das Volk rein vorsorglich immer wieder in Angst und Schrecken versetzt. Kann man dadurch wirklich die Welt retten? Ich persönlich glaube, dass ziemlich wenig James Bond in Karl Lauterbach steckt. Dafür hat er mit seinen Warnungen viel zu oft danebengelegen. 

Diese redundante Angsterzeugung auf allen Kanälen rund um die Uhr hat in den Gehirnen vieler zuvor vernunftbegabter Menschen schwere Schäden hinterlassen. Der ständige Appell an das Angstzentrum hat sie zu perfekten Untertanen degradiert. Die nicht mehr fragen, warum. Sondern nur, wie oft.

Könnte man nicht auch einmal kommunizieren, dass eine neue Variante wie Omikron, die angeblich viel ansteckender ist, dann meistens weniger gefährlich sein wird? Viren können nämlich bei ihren Mutationen meistens nicht beides gleichzeitig: ansteckender und auch gefährlicher werden.
Das wäre doch einmal ein Wort zum Sonntag!
Trauer und Freude

Am Wochenende erreichte mich die traurige Nachricht, dass eine meiner Lieblingspatientinnen verstorben ist. Das ist auf der einen Seite traurig. Andererseits aber auch wieder weniger traurig, wenn man die Vorgeschichte kennt. Die ältere Dame kam vor gut 6 Jahren ziemlich aufgelöst in meine Praxis. Unmittelbar zuvor hatte man ihr im örtlichen Krankenhaus geraten, sich möglichst schnell um eine Pflegekraft für ihren Mann zu bemühen, da sie Weihnachten wohl nicht mehr erleben würde. – Wie ich diese Aussagen mancher Kollegen hasse. Diese haben ihren Beruf verfehlt und wären wohl besser Maschinenbau-Ingenieur geworden.

Mit unserem gemeinsamen Therapiekonzept überlebte die Patientin nicht nur das Weihnachten vor 6 Jahren, sondern hatte weitere aktive Jahre. Vor 2 Jahren sagte sie mir, dass sie gar nicht darüber nachdenkt, ob sie das kommende Weihnachtsfest vielleicht nicht mehr erleben könnte.

Natürlich ist jedes Leben endlich, besonders bei einer bestehenden Grunderkrankung. Bei aller Freude über die gewonnene Zeit trauere ich um eine höchst patente, liebenswerte, naturverbundene, bodenständige Patientin. Sie trug den gleichen Vornamen wie meine Mutter.