Ganz Deutschland spricht über eine Kinderärztin, die dem Kanzler widersprochen hat. Ich sage es gleich zu Beginn: In der Sache hat sie meine volle Unterstützung. Die Kindermedizin ist seit Jahrzehnten kaputtgespart worden, die Zahlen sind eindeutig. Dass jemand das dem Kanzler ins Gesicht sagt, finde ich gut.
Und noch etwas vorweg. Sie bekommt gerade viel Hass ab. Das darf nicht sein, egal wie man zu ihren Positionen steht. Kritik muss Niveau haben, sonst ist es keine Kritik, sondern nur Lärm.
Trotzdem sind mir ein paar Dinge aufgefallen, über die ich reden möchte. Das Wort Nutznießer, das der Kanzler ihr an den Kopf geworfen hat. Ich benutze es seit Jahren, meine damit aber die, die bei den Leitlinien mit am Tisch sitzen. Die Impfquote, an der seit Januar die hausärztliche Vorhaltepauschale hängt und über die in der ganzen Spardebatte niemand spricht. Die Frage, wer eigentlich entscheidet, was Falschinformation ist. Die Termine: Demonstration am fünften September, Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am sechsten. Und dass wir darüber streiten, wer weniger bekommt, statt darüber, wofür das Geld überhaupt ausgegeben wird. Vier Euro hat euer Hausarzt pro Quartal für Laborwerte. Für Medikamente danach ist es nach oben offen.
Beim Impfen liegen die Kollegin und ich weit auseinander. Das darf so sein. Man kann in einer Sache zustimmen und eine andere völlig anders sehen. Genau das wünsche ich mir wieder für unsere Gesellschaft: dass man verschiedene Meinungen haben und sich trotzdem für eine gute Sache einsetzen kann. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Und am Ende kann man zusammenhelfen, ohne überall einer Meinung zu sein.
Mein Rat bleibt derselbe: Schaut hin, aber urteilt nicht am ersten Tag. Nachrichten höchstens einmal täglich. Und wenn ein ganzes Land innerhalb weniger Tage dieselbe Meinung hat, schaut zweimal hin.
Die ganze „Einordnung“ in den Slides.
Und noch etwas vorweg. Sie bekommt gerade viel Hass ab. Das darf nicht sein, egal wie man zu ihren Positionen steht. Kritik muss Niveau haben, sonst ist es keine Kritik, sondern nur Lärm.
Trotzdem sind mir ein paar Dinge aufgefallen, über die ich reden möchte. Das Wort Nutznießer, das der Kanzler ihr an den Kopf geworfen hat. Ich benutze es seit Jahren, meine damit aber die, die bei den Leitlinien mit am Tisch sitzen. Die Impfquote, an der seit Januar die hausärztliche Vorhaltepauschale hängt und über die in der ganzen Spardebatte niemand spricht. Die Frage, wer eigentlich entscheidet, was Falschinformation ist. Die Termine: Demonstration am fünften September, Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am sechsten. Und dass wir darüber streiten, wer weniger bekommt, statt darüber, wofür das Geld überhaupt ausgegeben wird. Vier Euro hat euer Hausarzt pro Quartal für Laborwerte. Für Medikamente danach ist es nach oben offen.
Beim Impfen liegen die Kollegin und ich weit auseinander. Das darf so sein. Man kann in einer Sache zustimmen und eine andere völlig anders sehen. Genau das wünsche ich mir wieder für unsere Gesellschaft: dass man verschiedene Meinungen haben und sich trotzdem für eine gute Sache einsetzen kann. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Und am Ende kann man zusammenhelfen, ohne überall einer Meinung zu sein.
Mein Rat bleibt derselbe: Schaut hin, aber urteilt nicht am ersten Tag. Nachrichten höchstens einmal täglich. Und wenn ein ganzes Land innerhalb weniger Tage dieselbe Meinung hat, schaut zweimal hin.
Die ganze „Einordnung“ in den Slides.
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Dieses Video wurde auf TikTok gelöscht, und mein Konto dort ist inzwischen mit einer Sperre bedroht. Es ging um die Mammografie, ein Thema, das ich hier auf Instagram schon mehrfach angesprochen habe, ohne dass es je ein Problem gegeben hätte.
Wer unabhängig von den Plattformen mit mir verbunden bleiben möchte, dem empfehle ich meinen Newsletter:
https://spitzbart.com/newsletter
Eines vorab: Ich bin kein Freund der Mammografie, und dafür habe ich schon manchen Shitstorm geerntet. Die Brust wird dabei schmerzhaft gequetscht und mit einer weichen Strahlung durchleuchtet, von der im Gewebe deutlich mehr absorbiert wird als bei der harten Strahlung, mit der man Knochen röntgt. Schwerer wiegt aber, dass die Untersuchung viele falsch positive Befunde liefert, woraufhin Frauen in Angst versetzt, biopsiert und mitunter sogar behandelt werden, obwohl sie nie Brustkrebs hatten.
Die Zahlen dazu habe ich mir nicht ausgedacht: Zweitausend Frauen müssen zehn Jahre lang regelmäßig zur Mammografie gehen, damit eine einzige davon einen Vorteil hat, während zweihundertfünfzig von ihnen einen unklaren Befund und damit einen Nachteil davontragen.
Mein Rat ist ein anderer. Die Brust regelmäßig selbst abtasten, immer nach der Regel, und bei einem verdächtigen Befund zum Gynäkologen gehen, der nachtastet und einen Ultraschall macht. Bleibt der Verdacht bestehen, würde ich zum Kernspin raten, der die doppelte Aussagekraft der Mammografie hat und ohne Strahlenbelastung auskommt.
Genau solche Informationen verschwinden auf TikTok innerhalb von Stunden, sobald sie nicht dem vorgegebenen Narrativ entsprechen. Auf Instagram ist es längst nicht so streng, auch wenn es auch hier Themen gibt, über die man kaum sprechen kann.
Das eigentliche Problem liegt in der Wirkung dahinter: Wer von einer Plattform abhängig ist, passt sich irgendwann an und schweigt lieber, weil er sich den Verlust seiner Reichweite nicht leisten kann. So verschwindet nach und nach der Widerspruch.
Ich werde immer meine Meinung sagen. Versprochen 👍🏻
Unter dem Strich muss jeder selbst entscheiden, was er für ratsam hält. Nur sollte er die Möglichkeit haben, beide Seiten zu hören.
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Eines vorab: Ich bin kein Freund der Mammografie, und dafür habe ich schon manchen Shitstorm geerntet. Die Brust wird dabei schmerzhaft gequetscht und mit einer weichen Strahlung durchleuchtet, von der im Gewebe deutlich mehr absorbiert wird als bei der harten Strahlung, mit der man Knochen röntgt. Schwerer wiegt aber, dass die Untersuchung viele falsch positive Befunde liefert, woraufhin Frauen in Angst versetzt, biopsiert und mitunter sogar behandelt werden, obwohl sie nie Brustkrebs hatten.
Die Zahlen dazu habe ich mir nicht ausgedacht: Zweitausend Frauen müssen zehn Jahre lang regelmäßig zur Mammografie gehen, damit eine einzige davon einen Vorteil hat, während zweihundertfünfzig von ihnen einen unklaren Befund und damit einen Nachteil davontragen.
Mein Rat ist ein anderer. Die Brust regelmäßig selbst abtasten, immer nach der Regel, und bei einem verdächtigen Befund zum Gynäkologen gehen, der nachtastet und einen Ultraschall macht. Bleibt der Verdacht bestehen, würde ich zum Kernspin raten, der die doppelte Aussagekraft der Mammografie hat und ohne Strahlenbelastung auskommt.
Genau solche Informationen verschwinden auf TikTok innerhalb von Stunden, sobald sie nicht dem vorgegebenen Narrativ entsprechen. Auf Instagram ist es längst nicht so streng, auch wenn es auch hier Themen gibt, über die man kaum sprechen kann.
Das eigentliche Problem liegt in der Wirkung dahinter: Wer von einer Plattform abhängig ist, passt sich irgendwann an und schweigt lieber, weil er sich den Verlust seiner Reichweite nicht leisten kann. So verschwindet nach und nach der Widerspruch.
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