Dr. Michael Spitzbart
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Medizinjournalist, Arzt, Autor, Speaker
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Andere Länder, andere Sitten

Laut Aussage des deutschen Kanzleramtsministers Helge Braun „könnten wir wieder zur Normalität zurückkehren, sobald alle Bürger ein Impfangebot erhalten haben.“ Diese Aussage stammt noch vom März 2021. Doch Versprechungen unserer Regierungen und deren Handlungen gehen selten Hand in Hand.

Mittelweile sind mindestens 60% der Bevölkerung zweifach geimpft. Die vulnerablen Gruppen sowieso, die Ängstlichen ebenfalls und auch solche, die für eine Bratwurst den Oberarm frei machen. Zu den Geimpften kommen noch die Genesenen mit mindestens 10 % und vermutlich erheblich höherer Dunkelziffer. Wie wir uns erinnern, war halb Ischgl infiziert – die meisten davon symptomlos.

Also könnten auch wir - wie Dänemark, Holland und England - zur Normalität übergehen. Stattdessen wird in Deutschland sowie in Österreich der Druck auf alle, die auch das „niederschwelligste Impfangebot“ nicht annehmen, enorm erhöht.

Bei diesen Menschen geht es aber nicht um Bequemlichkeit, sondern um Überzeugung. Da nutzt auch kein Druck. Denn nicht jeder möchte an einem Experiment teilnehmen, bei dem die Staaten sogar unterschrieben haben und somit akzeptieren, dass die Hersteller nichts über mögliche Folgeschäden wissen und diese von jeglicher Haftung freigestellt werden.

Mal sehen, für wie viele Tage ich für diesen Post gesperrt werde. Ich weise hiermit ausdrücklich auf das Presserecht und das Recht auf freie Meinungsäußerung hin.
Moderne Steigbügelhalter

Wenn Unternehmen in kürzester Zeit noch nie da gewesene Gewinne einfahren, gelingt das selten allein aus eigener Kraft. So hat BioNTech nach kürzester Zeit einen Börsenwert erzielt wie der Industrie-Riese Bayer und der Autokonzern BMW zusammen. Das kann nur gelingen, wenn die Steigbügel gleich auf beiden Seiten des Pferdes gehalten werden. Die Politik auf der einen, selektierte Wissenschaftler auf der anderen Seite.

Ich stehe natürlich jeden Tag in regem Austausch mit meinen Patienten. Dabei besteht eine immense Kluft zwischen der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung.

Komischerweise kenne ich niemanden, der glaubt, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht. Keiner ist dankbar und glücklich über die Maßnahmen. Es besteht schieres Unverständnis, Kopfschütteln und sogar Angst vor der Zukunft. Allerdings wegen der Maßnahmen, nicht wegen einer möglichen, bedrohlichen Erkrankung.

In Israel wird schon die 4. Impfung vorbereitet. Natürlich, weil die 3 davor alle so gut gewirkt haben. Völlig aus der Art schlägt nun plötzlich Herr Drosten. Er rät zur Infektion statt zu ständig neuer Impfung. Der natürliche Immunboost sei die viel effektivere Auffrischung. Ob das „An der Goldgrube“ (Adresse von BioNTec) so gerne gehört wird?
Essenzielle Medizin

Landwirte gehören mit zu meinen Lieblingspatienten, weil sie meine Art der Medizin am besten nachvollziehen können – besser als so mancher Universitätsprofessor. Jeder Landwirt lernt in der Ausbildung das „Minimum-Gesetz“ von Justus von Liebig kennen. Dieses Gesetz besagt, dass die am geringsten vorkommende Substanz im Boden das Wachstum der gesamten Pflanze beeinflusst bzw. hemmt. Wenn Stickstoff fehlt, kann man das nicht durch mehr Phosphat ausgleichen – eben, weil beide Substanzen für die Pflanze gleich essenziell sind. Genauso wenig wie es nichts nutzt, die Pflanze mehr zu gießen, wenn die Sonne zu wenig scheint.

Alle lebensnotwendigen (essenziellen) Stoffe müssen für die optimale Funktion im richtigen Verhältnis zueinander vorliegen. Genau dieses Prinzip wende ich auf den menschlichen Organismus an. Mein Ziel ist es, Körper und Geist mit allen zwingend lebensnotwendigen Substanzen so perfekt zu versorgen, dass man wirklich aus dem Vollen schöpft.

Liegt nur eine Substanz bei 70 statt bei 100 %, läuft das ganze System auf 70 %. Das ist nicht ganz krank, aber auch nicht ganz gesund. Fehlt es an gehirnaktiven Aminosäuren, laufen die „Rückenwindhormone“ im Gehirn auf Sparflamme. Das Stimmungsbarometer im Gehirn kann nämlich von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt ausschlagen – je nachdem wie viel oder wenig vom Stimmungshormon Serotonin bzw. von den Antriebshormonen Dopamin und Noradrenalin zur Verfügung steht. Wenig Aminosäuren - suboptimale Stimmung.

Leider repräsentieren die wirklich lebensnotwendigen Stoffe den blinden Fleck im Auge der Medizin. Laut offizieller Lesart braucht man diese Stoffe auch gar nicht zu messen, denn sie liegen per Definition alle in ausreichender Konzentration vor. (Ausreichend ist die Note 4, wenn ich mich recht erinnere). Und wie sagte kürzlich ein Mediziner zu mir: „Diese Substanzen zu messen ist sowieso überflüssig. Denn wenn durch einen Mangel eine Krankheit entsteht, gibt es ja so hervorragende Medikamente!“ Da musste ich erst einmal schlucken…
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Freie Bürger in freiem Land?
Kann man das noch Impfpflicht durch die Hintertür nennen, wenn der Staat Arbeitergeber ermächtigt, den Impfstatus der Mitarbeiter abzufragen? In einigen Staaten der USA ist das ganz im Gegensatz zu uns bei Strafe verboten. Noch vor einigen Monate nannten Politiker wie Jens Spahn oder Michael Kretschmer (Ministerpräsident Sachsen) die vermutete Impfpflicht als eine bösartige Unterstellung - diese Pflicht würde es nie geben. Man kann die Pflicht natürlich geschickt delegieren. Jetzt spüren wir, dass die Daumenschrauben gewaltig angezogen werden. Liebend gerne würde der macht- und kontrollbesessene Staat die Pflicht aussprechen. Die Politiker wissen aber, dass sie bei Klagen der Bürger spätestens vor dem Bundesgerichtshof unterliegen würden. Denn eine Pflicht gibt die epidemische Notlage einfach nicht her.
Eine Zensur gibt es natürlich ebenfalls nicht? Und das Recht auf freie Meinungsäußerung hat auch weiterhin Bestand? Seltsamerweise hat sich meine Facebook-Verbreitung wie von Geisterhand in Windeseile um 1,1 Millionen Leser reduziert.
Laut Erhebung des Brüsseler Politikinstituts European Council on Foreign Relations (ECFR) vom 1. September fühlten sich lediglich elf Prozent der Deutschen in der Gestaltung ihres Alltags „frei“. In dem Land, in „dem wir gut und gerne leben“.
Da ich in Deutschland wahlberechtigt bin, kann ich mich eigentlich nur zwischen Pest oder Cholera entscheiden.
Praxis- oder Seminarbesuch?

Viele Leser fragen mich, was sinnvoller sei: ein Praxis- oder ein Seminarbesuch. Der Engländer würde antworten: It depends. Es hängt ganz davon ab, was gewünscht ist. Im Seminar findet eine im Vergleich zur Praxis reduzierte Blut-Untersuchung statt, welche von den jeweiligen Laboren vor Ort durchgeführt wird. Dafür ist im Seminar natürlich der Informationsgehalt deutlich höher. In 6 -7 Stunden Vortrag mit oft lebhaften Frage- und Antwortrunden kann im Seminar viel mehr Wissen transportiert und verankert werden. Diese Fülle an Information können wir in 30 Minuten Praxis-Termin natürlich nicht bieten. Dafür ist die Untersuchung in der Praxis gerade in Bezug auf die Mikronährstoffe und Aminosäuren wesentlich umfangreicher.

Für mich sind die Seminare das Salz in der Suppe, sprich eine willkommene Abwechslung zur sonstigen Tätigkeit. Die Themenbereiche Bewegung, Ernährung und mentale Faktoren werden dabei ausführlich behandelt und mit konkreten Handlungsanweisungen an die Eigenverantwortung delegiert. Es ist auch schon vorkommen, dass Seminarteilnehmer in der Praxis auftauchen und umgekehrt.

Für den 1. Oktober in Fulda sind noch wenige Restplätze frei. Am 27. November tagen wir wieder im legendären Schindlerhof Nürnberg.
Schnell und unbürokratisch

Morgens beim ersten Kaffee zappe ich kurz durch die Nachrichten, um zu sehen, was die Welt so bewegt. In Deutschland melden sich die enttäuschten Opfer der Flutkatastrophe zu Wort und erklären, dass die von Peter Altmaier blumig versprochenen schnellen und unbürokratischen Hilfen nicht ankämen. Ich habe sofort gewusst, dass das nicht mehr als vollmundige Versprechungen waren. Denn wenn der Staat zwei Sachen nicht kann, dann ist das „schnell und unbürokratisch“. Das hat man auch bei den Corona-Hilfen gesehen. Und das wird bei der Fluthilfe nicht anders sein.

Im österreichischen Café Puls wurde ein Redakteur vom Standard in Lederhose mit Fliege interviewt, der ordentlich Druck für den Impffortschritt machte. Dabei richtete er den Vorwurf gegen einige Ärzte, die ihre Patienten durch eine zu sanfte Medizin unempfänglich machen würden für die evidenzbasierte Medizin. Manche Politiker und Redakteure haben bis heute nicht begriffen, wer die „Evidenz“ macht. 90% der Studien werden von genau jenen Pharmafirmen finanziert, die damit ihr Produkt verkaufen wollen. Das kritisiert auch Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft: „Es gibt praktisch keine pharmaunabhängigen Studien.“ Kann man es evidenzbasiert nennen, wenn die jeweilige Pharmafirma die Wirksamkeit des eigenen Medikaments beweist?

Neben der Politik weiß jetzt auch unsere neutrale Presse, welche Medizin die Richtige ist. Also fragen sich nicht mehr Ihren Arzt oder Apotheker. Sondern gleich Ihren Politiker oder Redakteur.
Kirchensteuer für Ungeimpfte
Das Original-Zitat in der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) heißt eigentlich „Kirchensteuer für Ungetaufte“. In einem kritischen Beitrag vom 16.9.21 beschäftigt sich die Zeitung damit, wie ungeniert und einseitig die Öffentlich-Rechtlichen Medien ihre eigene Wirklichkeit darstellen. Zwangsfinanziert von allen Menschen, die ein Radio oder Fernsehgerät zu Hause haben. Am Beispiel der Wahl-Arenen mit gecasteten Fragestellern wird die „Wirklichkeit“ genauso einseitig dargestellt, wie es den idiologischen Prägungen der Redaktionen entspricht. Mit objektiver Beobachtung oder Berichterstattung hat das nicht viel zu tun.
Genauso können wir über gecastete Wissenschaftler und einseitig dargestellte aktuelle Sachverhalte nachdenken – ohne sie wirklich aussprechen zu müssen. Denn das mag die Zensur gar nicht.
Insgesamt ist es erschreckend, wie unkritisch Redakteure und Journalisten heute geworden sind. Die Masse strebt ohnehin eine Anstellung bei den Öffentlich-Rechtlichen Medien an. Kein Wunder: Der ARD-Intendant bezieht ein Jahresgehalt von über 400 000 €. Sein Rentenanspruch wird bei 30 000 € monatlich liegen. Nicht umsonst nennt mein Lieblings-Journalist Boris Reitschuster die Öffentlich-Rechtlichen „Versorgungsanstalt mit Sendeauftrag“.
Aufhebung aller Maßnahmen

Die Kassenärztliche Vereinigung als wichtigste Ärztevertretung Deutschlands fordert die sofortige Aufhebung aller Corona-Maßnahmen. Es müsse nun Schluss sein mit der Gruselrhetorik und Panikpolitik. Viele Menschen hatten ja lange gebetet, dass der liebe Gott Hirn regnen lassen möge. Anscheinend haben die Gebete zumindest bei einem Teil der Verantwortlichen geholfen. Leider sind es aber die Politiker, die medizinische Entscheidungen treffen. Und dass es dabei nicht um Wissenschaft geht, wurde ja bereits mehrfach erwähnt.

Zu einem Eklat kam es im Gesundheitsausschuss des österreichischen Nationalrats. Der Präsident der österreichischen Ärztekammer Thomas Szekeres wurde der Lüge bezichtigt, als er behauptete, dass in Wien seines Wissens „nur Ungeimpfte“ auf Intensivstationen lägen. Daraufhin verließ er unter Protest das Hearing. Sicherlich hat er seines Wissens nicht gelogen, aber vielleicht weiß er auch nicht alles. Denn wenn man von den sonst häufigen „Impfdurchbrüchen“ wie z.B. in Israel hört, wäre das ein großer Zufall, wenn es diese gerade in Wien nicht gäbe.
Viel Feind, viel Ehr!

Wer gegen den Strom schwimmt, macht sich nicht nur Freunde. So hat mich gerade ein äußerst liebenswerter ärztlicher „Kollege“ bei der Salzburger Ärztekammer angezeigt, weil ich meine Patienten mit völlig nutzlosen Substanzen wie „Selen, Folsäure und Vitaminen“ behandeln würde. Er regte die Ärztekammer dazu an, „mir das Handwerk zu legen, oder zumindest das Leben schwer zu machen“.

Die Auffassung dieses Salzburger Internisten spiegelt leider das Denken der Mehrzahl der Ärzte wider. Wenn ich einen Mangel an Selen, Folsäure und Vitaminen im Blut meiner Patienten messe, ist der Ausgleich dieser essenziellen Substanzen in seinen Augen „nutzlos“. Es ist schon traurig, welches Verständnis diese verschulten Köpfe von der Biologie des Menschen im Allgemeinen und den essenziellen Stoffen im Besonderen haben. Essenziell heißt zwingend lebensnotwendig und kann damit niemals nutzlos sein.

Traurig ist überhaupt diese neue Kultur des Denunzierens. Obwohl - ganz so neu ist das Anschwärzen auch nicht, wenn man sich die jüngere Geschichte anschaut. „Aufrechte Bürger“ haben auch schon vor 80 Jahren ihre Mitmenschen ans Messer geliefert. Behörden richten nun ebenfalls Plattformen ein, bei denen Bürger anonym ihre Mitmenschen verpetzen können. Schöne neue Welt!

Menschen, die so etwas machen, sollten einmal über sich selbst nachdenken, wenn Sie mit sich alleine sind. Es könnte aber auch sein, dass ihnen die Gesellschaft mit sich selbst unangenehm wird…
Nichts als eine Pfütze Wasser

Ohne Eiweiß wären wir nichts als eine Pfütze Wasser auf dem Boden. Ich tue mich schwer damit zu sagen, welche der 47 essenziellen Stoffe unseres Körpers nun der wichtigste sei. Denn würde nur ein einziger komplett fehlen, wären wir tot. Am häufigsten messe ich aber Defizite bei dem Leistungsparameter Gesamt-Eiweiß.

Die essenziellen Aminosäuren (zusammengefasst: Eiweiß) sind der „Lego-Baukasten“ der Natur. Muskelmasse, Knochenmasse, Immunsystem sowie die begehrten Rückenwind-Hormone wie Dopamin, Serotonin und Noradrenalin entstehen alle aus Eiweiß bzw. aus den essenziellen Aminosäuren. Das Wort Protein entstammt dem Griechischen und bedeutet so viel wie „den ersten Platz einnehmen“, sprich vorangehen.

Im Blut meiner Patienten strebe ich darum immer den oberen Normbereich an (um die 8 g/dl). Leider messe ich viel zu oft traurig tiefe Werte. Und so fühlen sich die Menschen dann auch. Mit „vorangehen“ hat das nicht mehr viel zu tun. Manchmal bringen Patienten, bei denen einmal aus Versehen das Eiweiß gemessen wurde, sogar schon Blutwerte mit, die viel zu tief liegen. Laut Aussage meiner Kollegen sei das aber nicht so schlimm. Trotzdem leben die Menschen mit angezogener Handbremse und klagen über Müdigkeit und Energiemangel.

Diese Woche kam wieder eine Mutter von 3 Kindern mit einem Eiweißspiegel ganz tief im Keller. Zur Erinnerung: Schwangerschaften, Stillzeit, Menstruation und Stress „kosten“ jeweils viel Eiweiß. Abgesehen davon, dass diese Patientin wenig Antrieb, eine depressive Verstimmung und häufige Infekte hatte, war ihre Libido komplett erloschen. Das ist aber mehr als logisch: Wenn die Mutter beim Eiweiß derart auf Reserve läuft, rät der Körper auf seine eindringliche Weise von einer Fortpflanzung ab.
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