Denk_Futter
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Auf der Suche nach einem anderen Blickwinkel, einer anderen Meinung ... und dem gesunden Menschenverstand.
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The Autoclave

Arnold Bosman - 27.08.2026
Link: https://bosmana63.substack.com/p/the-autoclave

Ich bewahre meine alten Tagebücher auf. Ein ganzer Schrank voll davon, die bis in die achtziger Jahre zurückreichen. Meistens liegen sie einfach nur da. Doch hin und wieder greift die Zeit hinein und zieht eines heraus, und dann stellt sich heraus, dass eine alte Notiz eine Bedeutung hat, die ich ihr nie gegeben habe. Dies ist eine davon.

An einem grauen Morgen im Spätherbst 1998 landete eine Akte auf meinem Schreibtisch beim Gesundheitsamt in Rotterdam, wo ich als Arzt in der Abteilung für Infektionskontrolle tätig war. Es sah überhaupt nicht nach einer medizinischen Angelegenheit aus. Der städtische Reinigungs- und Desinfektionsdienst (die Leute, die den Müll abtransportierten und die Ratten töteten und die nach alter Tradition die Wohnungen und Habseligkeiten der Kranken desinfiziert hatten) wollte eine Maschine loswerden und hatte ganz ordnungsgemäß angefragt, ob ein Arzt Einwände dagegen hätte. Bei der Maschine handelte es sich um einen großen industriellen Autoklav, einen Dampfsterilisator, der dafür gebaut war, Krankenhausbettwäsche wagonweise zu desinfizieren. Die Wartung war kostspielig. Er stand in einem schwer zu betreibenden Gebäude neben einer Gasanlage zur Begasung, und der Dienst wies darauf hin, dass ihn niemand mehr brauchte. Würde ich der Direktion mitteilen, ob die Stadt ihn demontieren könne?

Eigentlich eine ganz einfache Frage. Eine ungenutzte Maschine, die Geld kostete, in einem Dienst, der aus Kostengründen umstrukturiert wurde. Sachlich betrachtet gab es dafür nur eine mögliche Antwort. Was mich damals interessierte – und immer noch interessiert –, ist der eine Teil der Frage, der in Rotterdam überhaupt nicht beantwortet werden konnte.

Doch zunächst ein Wort zu der Maschine und der seltsamen kommunalen Einrichtung, zu der sie gehörte. Während des größten Teils des 20. Jahrhunderts unterhielt jede größere niederländische Stadt einen Desinfektionsdienst. Wenn ein Haushalt von einer der gefürchteten Ansteckungskrankheiten (Scharlach, Diphtherie, Cholera, Typhus) heimgesucht wurde, kamen Männer des Dienstes und desinfizierten das Haus: Bettwäsche, Kleidung, die Räume selbst – mit Dampf oder mit Gas. Krankenhauswäsche wurde in großen Mengen durch Autoklaven wie diesen geleitet. Öffentliche Gesundheit als körperliche Arbeit; das hygienische Gewissen der Industriestadt, verkörpert in Kesseln, Gas und Karbol. Und dahinter stand ein Gesetz. Das alte Gesetz zur Bekämpfung ansteckender Krankheiten schrieb bestimmten Gemeinden vor, eine solche Einrichtung zu unterhalten: im Wortlaut der Verordnung einen Desinfektionsofen zu besitzen, der angemessenen Standards entsprach. Rotterdam war 1936 per königlichem Erlass dazu verpflichtet worden, und soweit man wusste, war diese Verpflichtung nie aufgehoben worden. Streng genommen galt das Gesetz also immer noch.

Die Welt, die in diesem Erlass beschrieben wurde, hatte jedoch still und leise aufgehört zu existieren. Antibiotika und Impfstoffe hatten die Diphtherie-Stationen und die Scharlach-Isolationsstationen geleert. Der große Sterilisator war auf Anweisung der nationalen Regierung für eine Massendesinfektionsmaßnahme gebaut worden, die nie stattfand; soweit ich feststellen konnte, war er kein einziges Mal für den Zweck eingesetzt worden, für den er gebaut worden war. Selbst die gewöhnlichen Aufgaben, die er hätte übernehmen können – die Großreinigung von Krankenhauswäsche –, waren längst an gewerbliche Wäschereien übergegangen, die diese Arbeit tonnenweise erledigten und dabei gute Arbeit leisteten. Der Autoklav war ein Denkmal für eine Bedrohung, von der das Land glaubte, sie hinter sich gelassen zu haben.

Diese Überzeugung war typisch für die damalige Zeit, und es lohnt sich, einen Moment darauf einzugehen, denn sie ist das eigentliche Thema hier.
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Verramschte Hochschule: Studenten werden immer dümmer
Durchschnittlicher IQ bei Studenten seit 1949 von 120 auf 102 gesunken

Sciencefiles - 31.08.2026
Link: https://sciencefiles1.substack.com/p/verramschte-hochschule-studenten

Die Geschichte eines Niedergangs.
Wenn man Dinge gemein macht, dann reduziert sich ihr Wert.

Eines dieser psychologischen Grundgesetze menschlicher Existenz, das zudem einen handfesten Effekt hat:
Wenn man Dinge, sagen wir Ausbildungsgänge, Berufe oder Bildungswege gemein macht, dann wird die Qualität von Ausbildung und Ausgebildetem geringer.

Ein klassischer Zusammenhang, der den Niedergang vieler Gesellschaften erklärt und der dazu geführt hat, dass Hochschulen verramscht sind.

Die Hallen, aus denen einst Studenten kamen, die stolz verkündeten, sie hätten bei Professor Albert, Dahrendorf, Popper, Kaase, Pauli oder Schelsky studiert, sind zu Auswurf-Anstalten geworden, aus denen Studenten kommen, die besser verschweigen, von wem sie verbildet wurden.

Ein Ergebnis, das einem eindeutigen und gerade in einer Studie belegten Effekt geschuldet ist: Studenten werden dümmer. Studenten sind keine positive Selektion aus der Bevölkerung mehr, keine Gruppe besonders talentierter und INTELLIGENTER Personen. Sie sind bestenfalls IQ-Durchschnitt, unterscheiden sich nicht von der Gesamtbevölkerung, ein Faktum, das mache Professoren bereits in den 1990er Jahren angesprochen haben. Manche erinnern sich vielleicht an die Klagen über die Erstsemester, die immer geringere Kompetenzen aus der Schule mit an die Hochschule bringen.

Der Niedergang der Hochschulen, ihre Verramschung, hat klare angebbare Ursache und erhebliche Konsequenzen: (1) Arbeitgeber können bei Stellenbesetzungen nicht mehr davon ausgehen, dass ein Hochschulabschluss eine Grundkompetent und Überlegenheit des Inhabers gegenüber Nicht-Absolventen dokumentiert; (2) Studenten, die ein Studium beginnen, können nicht mehr davon ausgehen, der Bildungselite anzugehören, denn sie gehören zum Bildungsdurchschnitt; der (3) Mythos der gebildeten Studenten ist grundlegend und umfassend zerstört.
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Du Opfer! Die neue Rassenkunde der Linken

Publico - Alexander Wendt - 28.08.2026
Link: https://www.publicomag.com/2026/08/du-opfer-die-neue-rassenkunde-der-linken/

Ob im Fall Arday, beim hautfarbengetrennten Volksbadschwimmen und anderswo: Erwachte Weiße degradieren Farbige zu abhängigen Fürsorgeobjekten. Sie betreiben Rassismus – nur anders verpackt

Jason Arday hätte einen Therapeuten gebraucht. Stattdessen erhielt er einen Doktortitel, den er nicht verdiente, die schmeichelnde Aufmerksamkeit von Medien, die ihm keine Fragen zu seiner fantastischen Lebensgeschichte stellten, und 2023 eine Professur in Cambridge, die er nie mit einem wissenschaftlichen Inhalt füllte und auch nicht füllen konnte. Das wiederum konnten die Verantwortlichen dort schon seit dem Jahr der Bestellung Ardays zum Professor wissen, vielmehr, sie wussten darüber Bescheid, denn schon vor drei Jahren spürte David Harris, emeritierter Professor der Plymouth Marjon University in Devon, reihenweise Plagiate in Ardays Texten auf. Harris informierte in mehreren Schreiben sowohl die Liverpool John Moores University, wo Arday promovierte, als auch Cambridge, seinen neuen Arbeitgeber. In den Fachzeitschriften, die Ardays plagiatsdurchsetzten Texte publizierten, reagierte man sogar auf Harris‘ Nachweise: Die Redaktion trug einfach die Quellenangaben zu den per Copy & Paste übernommenen Stellen nach, behauptete aber, die nicht gekennzeichneten Übernahmen würden die wissenschaftliche Qualität der Beiträge nicht im Geringsten schmälern. Journalisten der Times Higher Education befassten sich 2024 mit der Qualität von Ardays Arbeiten; einer ihrer Autoren, der Biochemiker David Sanders von der Purdue University in Indiana, nahm sich ebenfalls Ardays Texte vor und kam zu dem Urteil: „Es steht außer Frage, dass hier extensive Plagiate vorliegen.“
Als der Philosoph Nathan Cofnas per Textvergleich dutzende Stellen in Ardays Doktorarbeit von 2015 nachwies, oft nahezu wortwörtlich abgeschrieben aus der sechs Jahre älteren Promotion der Erziehungswissenschaftlerin Paula Zwozdiak-Myers, existierten schon längst massenhaft andere Belege dafür, dass es sich bei dem neuen Cambridge-Star um eine Person handelte, die im seriösen Wissenschaftsbetrieb nichts verloren hatte. Zwei von mehreren Dutzend Fundstellen zeigen entweder leicht bearbeitete ungekennzeichnete Übernahmen – oder wortwörtliche Kopien.
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Lilienthal erwarb sich in München seinen Ruf dadurch, dass er das Publikum systematisch aus den Kammerspielen vertrieb; zum Schluss seiner Amtszeit als Intendant lag die Auslastung bei 56 Prozent, die Abonnentenquote drückte er von 24 auf 18 Prozent, um sich nach getaner Arbeit nach Berlin zu empfehlen. Sein erstes großes Projekt bestand in der Errichtung eines temporären Schwimmbeckens vor der Volksbühne für 300 000 Euro aus der Steuerkasse einer angeblich armen Stadt, an deren Sexyness sich kaum noch jemand erinnern kann. Angeblich diente die Aktion dazu, gegen die Schließung und den Verfall Berliner Freibäder zu protestieren. Weil ihm der Badespaß mit Gratiseintritt allein offenbar noch nicht subversiv genug vorkam, beschloss Lilienthal zusammen mit dem staatlich umfangreich geförderten identitätspolitischen Verein EOTO, an einem Tag nur schwarze Jugendliche ins Wasser zu lassen, mit der Begründung: Nur unter der Bedingung der vorübergehenden Rassentrennung könnten sie überhaupt unbelästigt schwimmen.
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How Trans Activism Became So Radical
The trans movement won the lottery. Then they lost it all.

Persuasion - Jamie Paul - 13.03.2026
Link: https://www.persuasion.community/p/how-trans-activism-became-so-radical

Dieser Artikel wurde ursprünglich im März veröffentlicht.

So wie die Gegenreaktion auf den Transgender-Aktivismus in den Vereinigten Staaten zum Mainstream wurde, so haben sich auch die Nachbetrachtungen zu dieser Bewegung verbreitet. Ein starker Rückgang der öffentlichen Unterstützung hat dazu geführt, dass mittlerweile eine große Mehrheit der Amerikaner Maßnahmen wie die Teilnahme von Transfrauen am Frauensport ablehnt. Eine Umfrage der „New York Times“ und Ipsos aus dem Jahr 2025 ergab, dass 79 % der Amerikaner und 67 % der Demokraten dagegen waren. Im Jahr 2025 entschied der Oberste Gerichtshof in der Rechtssache „United States v. Skrmetti“, dass die Bundesstaaten das Recht hätten, geschlechtsangleichende Medizin für Jugendliche zu verbieten. Und im Jahr 2024 errang Präsident Donald Trump einen überwältigenden Wahlsieg dank seiner Werbekampagne „Kamala is for They/Them“, die laut einer Analyse des Super-PACs „Future Forward“ den Wahlausgang bei den Wählern, die sie gesehen hatten, um 2,7 Prozentpunkte zu seinen Gunsten verschob. Da sich der eiserne Griff der Progressiven auf die Kultur gelockert hat und sich die Trans-Politik endgültig als politisches Verlustthema für die Demokraten entpuppt hat, überschlagen sich die Kommentatoren geradezu, um die kontraproduktiven Aspekte des Trans-Aktivismus zu kritisieren oder alternative politische Ansätze vorzuschlagen. Doch wenn Autoren und Talkshow-Gäste beurteilen, „was schiefgelaufen ist“, tun sie dies meist aus der Perspektive: „Was hat die Trans-Bewegung getan, das eine so heftige Gegenreaktion ausgelöst hat?“ Die Frage, die oft ungestellt bleibt, lautet: „Wie und warum ist die Trans-Bewegung überhaupt so radikal geworden?“

Die Antwort ist vielschichtig und von zahlreichen Faktoren geprägt, lässt sich aber letztlich auf die menschliche Natur zurückführen: Trans-Aktivisten versuchten, Fortschritte mit Druck zu erzwingen, weil sie glaubten, sie könnten es – es gab einen Moment, in dem die Bewegung Rückenwind hatte und die Tendenz bestand (was sich als katastrophal erwies), so ehrgeizig wie möglich zu sein. Jede fundierte Analyse muss dort beginnen und enden.

Viele Beobachter haben die Mainstreamisierung der Queer-Theorie oder die Neuausrichtung der Prioritäten der LGBT-Bewegung nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs im Fall „Obergefell v. Hodges“ aus dem Jahr 2015 als Hauptursachen identifiziert. (Andrew Sullivan verfasste einen äußerst einflussreichen Kommentar, in dem er letzteres Argument vorbrachte.) Doch diese Erklärungsansätze erklären nicht annähernd so viel, wie sie vorgeben. Es ist kaum so, als wären junge, ansonsten liberal gesinnte Menschen plötzlich durch einschläfernde Wälzer der Queer-Theorie radikalisiert worden, die Jahrzehnte vor ihrer Geburt geschrieben wurden. Und es ist auch nicht so, als hätte die LGBT-Bewegung ihre finanziellen Mittel in eine andere Richtung gelenkt und damit plötzlich all ihre Werte geändert. Wie so oft folgt die Politik der Kultur. Sobald wir die kulturellen Trends eines bestimmten Zeitpunkts verstehen, beginnen die verhängnisvollen Entscheidungen einer kleinen Zahl von Aktivisten – die dem Leitfaden der Schwulenrechtsbewegung zur Konsensbildung und Koalitionserweiterung hätten folgen können, sich stattdessen aber dem Extremismus zugewandt haben – Sinn zu ergeben.
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Hier gibts nichts zu sehen, bitte gehen Sie weiter!

Horrible Green politician who loves calling her political opponents Nazis married to a literal confessed ex-neo-Nazi

eugyppius: a plague chronicle - 31.08.2026
Link: https://www.eugyppius.com/p/horrible-green-politician-who-loves

Diese furchtbare Clown heißt Susan Sziborra-Seidlitz. Sie ist die Spitzenkandidatin der Grünen in Sachsen-Anhalt und kämpft um ihre politische Karriere und die allgemeine Bedeutung ihrer Partei, die es möglicherweise nicht in den Landtag schaffen wird, wenn die Wähler am kommenden Sonntag an die Urnen gehen. Die AfD hingegen steht kurz davor, die absolute Mehrheit zu erreichen und zum ersten Mal in die Regierung einzuziehen. Ja, Sie haben richtig gelesen: Die braven Bürger von Sachsen-Anhalt stehen kurz davor, sich wieder in den bösen faschistischen Nazi-Hitlerismus zurückzuwählen.

Das missfällt Sziborra-Seidlitz, weil sie Nazis wirklich hasst – oder zumindest behauptet sie das. Es ist tatsächlich schwer zu sagen, was sie von den unbestrittenen, eingetragenen Nazis hält, die seit 1945 formal nicht mehr existieren und von denen fast alle entweder tot sind oder zu den ältesten noch lebenden Menschen gehören. Zumindest konnte ich nichts finden, was sie über diese Leute gesagt hätte. Sziborra-Seidlitz spart sich den Großteil ihrer Verbitterung für die politisch weitaus nützlicheren vermeintlichen Nazis auf, deren Politik sie ablehnt. Das sind die Nazis, die sie wirklich verabscheut.
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Ich schreibe das alles auf, weil es diese Geschichte umso lustiger macht:

"Der Ehemann der Spitzenkandidatin der Grünen in Sachsen-Anhalt, Susan Sziborra-Seidlitz, war offenbar in den 1990er Jahren eine führende Persönlichkeit in der Neonazi-Szene von Quedlinburg. In einer Ausgabe der Zeitschrift „Antifa“ aus dem Jahr 1995 wurde David Seidlitz als „bekannter Neonazi in der Stadt“ aufgeführt und mit einer Gruppe namens „Deutsche Recken“ in Verbindung gebracht … Heute ist Seidlitz als Landesgeschäftsführer der Grünen für Mittel-Sachsen-Anhalt tätig.

Auf Nachfrage eines Journalisten der Zeitschrift „Compact“ erklärte Sziborra-Seidlitz, ihr Ehemann sei „ein tadelloser Demokrat, im Gegensatz zur AfD in Sachsen-Anhalt“. Bereits 2022 hatte sie im Landtag zur Vergangenheit ihres Mannes Stellung genommen und erklärt, Seidlitz sei damals aufgrund einer „stark polarisierten Jugendkultur“ in Quedlinburg mit einem bekannten Neonazi befreundet gewesen. Sie behauptete jedoch, er sei niemals ein führendes Mitglied oder Teil einer Gruppe gewesen. Heute, so sagte sie, sei Seidlitz zudem ein überzeugter „Antifaschist“, und sie fügte hinzu, sein beruflicher Werdegang zeige, dass in den vergangenen 30 Jahren „Potenzial für eine demokratische Reifung“ bestanden habe."
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Anschließend ergriff das Schwergewicht der Grünen (und Ministerpräsident von Baden-Württemberg) Cem Özdemir das Wort und erklärte, warum es eigentlich großartig sei, die Ehepartner ehemaliger Neonazis in der Regierung zu haben. Das zeige lediglich, so sagte er, dass Sziborra-Seidlitz „fest im wirklichen Leben verwurzelt“ sei, und es beweise, dass Sziborra-Seidlitz „verstehe, wie man Menschen, die dieses Land hassen – die Nazis –, in gute Bürger verwandelt“.

Wer hätte gedacht, dass ein führender Politiker der Grünen im Jahr 2026 vor einer jubelnden linken Menge argumentieren würde, dass es eigentlich gut sei, ehemalige Nazis zu heiraten.
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0,103 Prozent – und trotzdem Volksvertreter?
Warum ist Susan Sziborra-Seidlitz heute da, wo sie ist – und wie viel Einfluss hatte der Souverän tatsächlich darauf?

Friedrich Steiner - 30.08.2026
Link: https://friedrichsteiner.substack.com/p/0103-prozent-und-trotzdem-volksvertreter

Warum ist Susan Sziborra-Seidlitz heute da, wo sie politisch steht? Nicht, weil sie 2021 ihren Wahlkreis gewonnen hätte. Auch ihre 1.843(!) persönlichen Erststimmen waren für ihr Mandat nicht notwendig. Sie hätte selbst mit keiner einzigen persönlichen Stimme in den Landtag einziehen können. Entscheidend waren die Zweitstimmen ihrer Partei und ein Listenplatz, den der normale Wähler weder vergeben noch verändern konnte. Einen besonderen fachlichen Befähigungsnachweis für dieses Amt musste sie ebenfalls nicht vorlegen, und für die finanziellen Folgen politischer Fehlentscheidungen haftet sie nicht mit ihrem Privatvermögen. Bezahlt wird das Mandat aus öffentlichen Mitteln – in Sachsen-Anhalt derzeit mit mehr als 9.000 Euro Grundentschädigung im Monat, zuzüglich Kostenpauschale. All das ist legal. Aber Legalität beantwortet noch lange nicht die Frage, ob eine solche Konstruktion demokratisch überzeugend, vernünftig oder gerecht ist.

Bei der Landtagswahl 2021 waren in Sachsen-Anhalt 1.788.930 Menschen wahlberechtigt. Susan Sziborra-Seidlitz erhielt im Wahlkreis Quedlinburg 1.843 Erststimmen, das waren 6,6 Prozent der gültigen Erststimmen dort. Bezogen auf sämtliche Wahlberechtigten Sachsen-Anhalts entsprechen diese persönlichen Stimmen 0,103 Prozent.
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Selbst diese Zahl lässt das eigentliche Problem noch kleiner erscheinen, als es ist. Sziborra-Seidlitz gewann ihren Wahlkreis nicht, sondern zog über Platz 3 der Grünen-Landesliste in den Landtag ein. Die Grünen erhielten genügend Zweitstimmen für sechs Sitze. Ihre 1.843 persönlichen Stimmen waren für den Einzug deshalb nicht erforderlich. Es hätten 843 sein können, 83, acht, eine einzige oder tatsächlich keine. Bei ansonsten gleichem Wahlergebnis wäre sie trotzdem #Landtagsabgeordnete geworden.
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Im Handwerk gelten andere Maßstäbe. Wer einen zulassungspflichtigen Handwerksbetrieb eigenverantwortlich führen will, muss eine entsprechende fachliche Berechtigung nachweisen. Für Bäcker, Friseure und Kraftfahrzeugtechniker bestehen fachliche Anforderungen, Prüfungen und gesetzlich geregelte Zugangswege. Dahinter steht ein nachvollziehbarer Gedanke: Wer Verantwortung übernimmt, soll wissen, was er tut. Wer eine Bremse repariert, Lebensmittel herstellt oder einen Betrieb führt, muss seine fachliche Befähigung nachweisen können.
Ein Landtagsabgeordneter entscheidet dagegen über Milliardenbeträge, beschließt Gesetze und beeinflusst Schulen, Polizei, Infrastruktur, Wirtschaft, Verwaltung und Energiepolitik. Seine Entscheidungen können über Jahre oder Jahrzehnte Folgen haben. Einen besonderen fachlichen Befähigungsnachweis für dieses Amt hat der Gesetzgeber trotzdem nicht vorgesehen.
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Ein Listenplatz, den der Bürger weder vergeben noch korrigieren kann, kann für eine politische Karriere entscheidender sein als jede persönliche Zustimmung der Bevölkerung. Im Extremfall reichen null persönliche Stimmen. Das ist keine Panne des Systems, sondern seine Funktionsweise.
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Wenn alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, Parteien aber darüber entscheiden, welche Personen auf aussichtsreichen Listenplätzen stehen, der Bürger diese Auswahl nicht korrigieren kann und ein Kandidat persönlich nicht einmal eine einzige Stimme benötigt, um anschließend als „Volksvertreter“ politische Macht auszuüben, dann ist nicht die Kritik an diesem System radikal. Radikal ist die Selbstverständlichkeit, mit der dem Souverän anschließend erklärt wird, genau das sei sein Wille.
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What Actually Caused the Nepal Disaster
Everyone wants to talk about climate change, the actionable causes lie elsewhere

Roger Pielke Jr. - 29.08.2026
Link: https://rogerpielkejr.substack.com/p/what-actually-caused-the-nepal-disaster

Die vielen Videos, die ich von der Gletscher- und Gerölllawine in Nepal gesehen habe, sind schrecklich und tragisch. Sie erinnern mich an die Aufnahmen vom Tsunami am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004. Die Zahl der Todesopfer wird sicherlich in die Tausende gehen, womit dieses Ereignis wahrscheinlich zu den katastrophalsten Nicht-Erdbeben-Ereignissen dieses Jahrhunderts zählen wird.

Wie es mittlerweile nach jeder Katastrophe der Fall ist, scheinen die metaphorischen „Ambulanzjäger“ der Klimabewegung die Diskussion darüber zu dominieren, warum es dazu kam und wie darauf reagiert werden soll – NPR, die New York Times, die Associated Press und viele andere haben tagelang versucht, uns davon zu überzeugen, dass der Klimawandel die Katastrophe verursacht (oder wahrscheinlicher gemacht) hat und dass Emissionsreduktionen die Lösung sind.

Der Ansturm des Klimareduktionismus lässt uns einmal mehr das aus den Augen verlieren, was für die Rettung von Menschenleben in der Zukunft am wichtigsten ist.

Heute vertrete ich die Ansicht, dass wir genau wissen, warum es zu dieser Katastrophe gekommen ist und was wir tun müssen, um das Risiko künftiger Katastrophen dieser Art zu verringern.

Ein auslösendes Ereignis – ein Hurrikan, ein Erdbeben oder ein Gletscher- bzw. Felssturz – ist zwar notwendig, damit es zu einer Katastrophe kommt, reicht aber niemals aus. Die Gefährdung und Anfälligkeit der Menschen sind ebenfalls notwendige Faktoren und fast immer diejenigen, auf die wir kurzfristig am wirksamsten Einfluss nehmen können.

Im Fall der Katastrophe in Nepal ist die Zahl der Menschen in der Region, die einem Hochwasserrisiko ausgesetzt sind, in den letzten Jahrzehnten dramatisch gestiegen. Die folgende Abbildung zeigt, dass die Bevölkerung der betroffenen Bezirke innerhalb von vier Jahrzehnten um fast eine Million Menschen zugenommen hat.
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“Like Ice in the Sunshine”: Gletscher schmelzen - ein PR-Gag?
Der methodische Humbug hinter der Masseberechnung von Gletschern

Sciencefiles - 01.09.2026
Link: https://sciencefiles1.substack.com/p/like-ice-in-the-sunshine-gletscher

Doomsday Cult die nächste.
Vielleicht haben Sie in den letzten Tagen einen Kommentar oder einen Beitrag gesehen, in dem es um Gletscher ging, die uns unter den Füßen wegschmelzen (metaphorisch in Bezug auf die Füße …)?

Wenn es darum geht, Dinge zu verbreiten, von denen er keine Ahnung hat, ist Karl Lauterbach einsame Spitze und repräsentativ für eine Klasse von “Buffons”, also eine Mischung aus “Blödmann, Witzbold, Hanswurst, Possenreißer und Clown”, jemand, der sich in seiner ganzen Lächerlichkeit sehr wichtig nimmt.
Um einzuordnen, was er hier geteilt hat, die 10.000 Gigatonnen Eis, die “Glaciers around the world”, welche auch immer das sein mögen, verloren haben sollen, entsprechen in etwa 0,04% der auf Land gebundenen Eismasse der Erde, die rund 27 Millionen Gigatonnen umfasst. Es ist also nicht damit zu rechnen, dass die Erde demnächst eisfrei ist.
Sowenig damit zu rechnen ist, dass die Gletscher in absehbarer Zeit verschwinden. Überhaupt, wenn von Gletschern die Rede ist, dann denken die meisten von uns an die Alpen, vielleicht auch an die Rocky Mountains und in Dimensionen, die viel zu gering sind.
Beim World Glacier Monitoring Service in der Schweiz sind 274.531 Gletscher weltweit erfasst. Die Eisschilde der Antarktis und von Grönland sind nicht mitgerechnet. Als Gletscher gilt eine Eisfläche, die mindestens 0,01 Quadratkilometer Ausdehnung aufweist. Wie immer, macht die Vorgabe die Zählung.
Die meisten Gletscher finden sich in Asien, rund 52% aller Gletscher sind dort vereist. 30% der Gletscher haben ihre kalte Heimat in Nordamerika aufgeschlagen, 12% in Südamerika und die Gletscher in Europa, an die wir alle denken, mit denen wir alle penetriert werden, wenn die “Menschen-machen-Klimawandel”-Erzählung durchs Dorf geprügelt werden soll, die machen gerade einmal 4% aller Gletscher weltweit aus - wie gesagt, die Eisschilde von Grönland und der Antarktis sind dabei nicht eingerechnet.
Ordnet man nach Größe der Gletscher, dann finden sich rund 48% der Eismasse in Nordamerika, 22% in Asien, 7% in Europa und 4% in Südamerika. Rund 80% der Gletscher Asiens bleiben in ihrer Ausdehnung unter einem Quadratkilometer.
Geht es um Gletscher, dann ist das Bild weit differenzierter als es in den Medien dargestellt wird. Aber nicht nur in den Medien, auch bei Organisationen, die dem Monitoring von Gletschern gewidmet sind. Besucht man die Seite des World Glacier Monitoring Service, der seinen Sitz in der Schweiz hat, dann wird man mit der folgenden Abbildung begrüßt:
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FDA Approves Moderna XFG COVID Vaccines 81 Days Before Teen/Adult Safety Study, 126 Days Before Children’s Study
FDA approved the new mNEXSPIKE and SPIKEVAX formulas August 27, though their human safety studies don’t start until November 16 and December 31, with interim results not due until March 2027.

Jon Fleetwood - 31.08.2026
Link: https://jonfleetwood.substack.com/p/fda-approves-moderna-xfg-covid-vaccines

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat am 27. August die neuen COVID-19-Impfstoffe von Moderna in der XFG-Formulierung zugelassen – 81 Tage vor dem geplanten Beginn einer speziell zur Bewertung der Sicherheit und der Immunantwort der neuen Formulierungen konzipierten Studie am Menschen.

Die XFG-COVID-Impfstoffformulierung von Pfizer wurde am selben Tag zugelassen, ebenfalls ohne Sicherheitsdaten für die neue Formulierung.

Die FDA genehmigte die Formulierungen 2026–2027 für die Impfstoffe SPIKEVAX und mNEXSPIKE von Moderna, die angeblich genetische Anweisungen enthalten, die der mutmaßlichen XFG-Subvariante der JN.1-Linie entsprechen.

Aus den Zulassungsschreiben der FDA vom 27. August geht jedoch hervor, dass eine Phase-3b/4-Studie am Menschen, in der speziell die „Immunogenität und Sicherheit der Formulierungen MNEXSPIKE und SPIKEVAX 2026–2027“ untersucht werden soll, erst am 16. November beginnen soll.

Die ersten Zwischenergebnisse werden erst am 26. März 2027 erwartet.

Für jüngere Kinder, die für die neue SPIKEVAX-Formulierung in Frage kommen, ist der Beginn einer separaten Studie zur Sicherheit und Immunogenität beim Menschen erst noch später geplant.

Mit anderen Worten: Die FDA hat zunächst die neuen XFG-Impfstoffe von Moderna zugelassen.

Die Studien am Menschen, in denen speziell die neuen Formulierungen untersucht werden, folgen erst danach.

Das Zulassungsverfahren ermöglicht es der FDA, sich auf die angegebenen Nachweise aus zuvor zugelassenen Formulierungen zu stützen, anstatt vor der Zulassung für jede aktualisierte Formulierung eine neue Sicherheitsstudie am Menschen zu verlangen.

Dies wirft jedoch weitreichende Fragen in Bezug auf Gesundheit, Einwilligung nach Aufklärung, Regulierung und Rechenschaftspflicht auf:

- Wie kann die FDA feststellen, dass ein neu formulierter Impfstoff sicher ist, bevor formulierungsspezifische Sicherheitsdaten aus Studien am Menschen vorliegen?

- Welche Belege rechtfertigen es, frühere Sicherheitsergebnisse auf ein verändertes Produkt zu übertragen?

- Und warum verlangt die FDA eine Phase-3b/4-Studie speziell zur Bewertung der „Sicherheit“ der neuen Formulierungen erst dann, wenn die Amerikaner diese bereits erhalten dürfen?

- Und ganz grundlegend: Wenn die FDA einen neu formulierten Impfstoff zulässt, bevor spezifische Daten zur Sicherheit dieser Formulierung beim Menschen vorliegen, kommt die Behörde dann ihrer Verantwortung nach, unabhängig festzustellen, dass Produkte sicher sind, bevor die Amerikaner sie erhalten, oder wälzt sie diese Unsicherheit auf die Öffentlichkeit ab und sammelt die Antworten erst im Nachhinein?
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Wie Ärzte von auf sie zugeschnittenen Publikationen verdummt werden
Post von einem genervten Arzt

DrBine’s Newsletter - 01.09.2026
Link: https://drbine.substack.com/p/wie-arzte-von-auf-sie-zugeschnittenen

Ein Arzt (ich gender nicht, das ist ein generisches Maskulin, das auch für einen weiblichen Arzt stehen kann) hat mir Fotos aktueller “Fachliteratur” zukommen lassen, mit welcher man aktuell versucht, ihn zu verdummen. Man kann sich denken, wie begeistert er auf die aktuellen Presseerzeugnisse aus der Fachjournalie für deutsche Medizinier reagiert hat.

Ich spare es mir, jeden einzelnen Artikel im Details auseinanderzunehmen, ich gebe nur wissenschaftlichen Kontext.

Ich will in diesem Artikel einfach nur durch das Listen aktueller kritischer Literatur zeigen, dass Ärzte, die sich auf solche Publikationen verlassen, verloren sind. Ärzte, die mitmachen sind nicht böswillig. Sie sind einfach uninformiert und werden von der “Fachliteratur” dumm gehalten.

Was der Artikel, der sich auf die Werbepublikation des natürlich vollkommen neutralen Herstellers bezieht, verschweigt. Nach einer Reanalyse der vom Hersteller natürlich geschönt dargestellten Daten, kam man nicht allzu überraschend, zu einem anderen Ergebnis:
Der Impfstoff bietet nur einen kleinen gesundheitlichen Vorteil. Es müssen sich beispielsweise 5.017 Menschen impfen lassen, um nur einen einzigen Krankenhausaufenthalt wegen einer Grippe zu verhindern. Bei älteren Menschen über 75 Jahren ist der Nutzen sogar noch geringer.
Im Vergleich zu herkömmlichen Grippeimpfstoffen löst mFLUSIVA deutlich mehr Beschwerden aus. Rund 75 % der Geimpften hatten Nebenwirkungen (wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber oder Schüttelfrost). Bei etwa jedem Zwanzigsten (5,5 %) waren die Beschwerden so stark, dass sie ihren Alltag vorübergehend nicht bewältigen konnten.
In den Studien gab es unter den mFLUSIVA-Geimpften mehr als doppelt so viele ungeklärte Todesfälle wie in der Vergleichsgruppe (23 Todesfälle gegenüber 9). Die Autoren kritisieren scharf, dass diese Fälle nicht genauer durch Obduktionen untersucht wurden.
In den gesamten Zulassungsstudien wurde überhaupt nicht gemessen, ob der Impfstoff Todesfälle durch die Grippe verhindern kann.1
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Economically, You Are Already Living in Nazi Germany
How a 1937 Nazi shareholder law became ESG, the Sustainable Development Goals, and the machine running your economy right now.

A Lily Bit - 01.09.2026
Link: https://www.alilybit.com/p/economically-you-are-already-living

Die grinsende politische Marionette, die ihr wie einen Erlöser behandelt, steckt in genau demselben totalitären Scheiß wie der, den ihr verachtet – nur überzogen mit eurer liebsten, zuckersüßen Ideologie-Glasur aus „gesunden Werten“, damit ihr die Kontrolle schluckt, als wäre sie ein verdammter Marshmallow. Hier ist der Beweis:

Ich habe über Stakeholder-Kapitalismus geschrieben, bis mir die Finger bluteten. Klaus Schwab, das Weltwirtschaftsforum, Umwelt-, Sozial- und Governance-Bewertungen, der Great Reset, der ganze Wanderzirkus. Aber ich habe immer wieder das eine ausgelassen, was dem Rest Sinn gegeben hätte, nämlich dass der Stakeholder-Kapitalismus nur eine Tochtergesellschaft ist. Er ist nicht das Ungeheuer. Er ist ein Raum innerhalb des Ungeheuers. Darüber thront eine politische, soziale und vor allem wirtschaftliche Philosophie namens Stakeholderismus, und der Stakeholder-Kapitalismus ist eine einzelne Wohnung auf einer Etage dieses Gebäudes. Gib einem Menschen das richtige Wort, und plötzlich stellt sich heraus, dass sehr viele Räume, die er für separate Häuser hielt, eine gemeinsame Wand haben. Dafür ist ein Wort da.

Der Stakeholderismus hat einen Rivalen, und dieser Rivalen heißt Shareholderismus. Zwei Antworten auf eine eng gefasste, technische, tödliche kleine Frage zum Gesellschaftsrecht – und es lohnt sich, darauf zu achten, wie langweilig die Frage klingt, denn diese Langeweile ist die Tarnung. Wo liegt die Treuepflicht eines Unternehmens? Die Langweiligkeit ist beabsichtigt, und aus dieser langweiligen kleinen Frage kriecht die gesamte Maschinerie hervor, denn sie wird zu einer Frage danach, wie weit der Staat seine Hand in die Hosen eines Unternehmens stecken darf.

Der Aktionärismus antwortet mit einem Satz, der auf eine Serviette passt. Vorrang der Aktionäre. Das Unternehmen ist seinen Aktionären gegenüber verpflichtet, und damit ist der Katechismus beendet. Die Verantwortung liegt bei den Menschen, die die Aktien gekauft haben, die Dividenden kassieren und beobachten, wie der Aktienkurs steigt oder fällt, je nachdem, ob das Unternehmen an Wert gewinnt oder verliert. Plump, vielleicht. Aber ehrlich in ihrer Plumpheit – was mehr ist, als ich von dem sagen kann, was als Nächstes kommt.

Der Stakeholderismus gibt eine umständliche Antwort, und genau in dieser Umständlichkeit liegen die Tücken verborgen. Unternehmen haben Pflichten, die über ihre Aktionäre hinausgehen. Die Aktionäre spielen zwar nach wie vor eine Rolle – sie halten Anteile, erhalten Dividenden und sind finanziell beteiligt –, doch sie stellen lediglich eine von vielen Interessengruppen dar. Und genau dieser kleine Zusatz „unter anderem“ ist der ganze Trick, denn die anderen Interessengruppen vermehren sich in dem Moment, in dem man sie anspricht. Ein Unternehmen verkauft ein Produkt, also hat es Kunden, und ein Kunde hat wohl ein Interesse daran, wie das Produkt hergestellt wird. Ein Unternehmen ist Teil einer Lieferkette, also hat es Lieferanten, und die Lieferanten haben aus dem trostlosesten Grund, den man sich vorstellen kann, ein Interesse daran: Wenn das Unternehmen pleitegeht, verlieren sie einen Kunden. Und der Regenschirm öffnet sich nach außen, einen vernünftigen Zoll nach dem anderen, und ich möchte hier fair sein: Jeder Zoll ist vernünftig. Das sagt dir niemand. Jeder einzelne Schritt ist ein Schritt, den ein anständiger Mensch gehen würde.
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Der Weg der Deutschen in die Zukunft, Teil II

Anderwelt Online - Hans-Jürgen Geese - 30.08.2026
Link: https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20262/der-weg-der-deutschen-in-die-zukunft-teil-ii/

Die Wege des Herrn sind unergründlich. Nicht nur der Weg des Herrn in die Zukunft der Deutschen wird schwer vorauszusehen sein. Gleiches gilt auch für andere Völker. Wie natürlich schon immer, seit langer, langer Zeit. Beispiel Korea. Es entzieht sich doch wohl jeder Logik warum gerade Koreaner, und sonst keine anderen Asiaten, so erfolgreich von Missionaren zum christlichen Glauben geführt wurden. Vor allem von den Protestanten. Sie werden nicht wissen, dass der Staatsgründer von Nordkorea, der Großvater des jetzigen Machthabers, ein Mann mit Namen Kim Il-sung, von Protestanten sehr beeinflusst wurde und sogar in der Kirche die Orgel spielte.

Nordkorea wurde 1948 gegründet. Südkorea wurde ebenfalls 1948 gegründet. Nordkorea stand unter der Obhut der Russen, die sich dann zurückzogen. Südkorea stand unter der Obhut der Amerikaner. Die Amerikaner blieben. Bis heute.

Die Russen befreiten 1945 Korea von den Japanern. Die Besetzung Koreas durch die Japaner hatte im Zuge des Krieges zwischen Japan und Russland in den Jahren 1904/05 begonnen. Der dann erfolgende Frieden wurde 1905 im Vertrag von Portsmouth durch den amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt vermittelt, der dafür den Friedensnobelpreis erhielt. Aber die Japaner blieben in Korea. Gegen den Willen der Koreaner.
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Souveränität ist, wenn man selbst entscheiden kann
Es ist immer die gleiche Geschichte in der Geschichte: Die Russen gehen, aber die Amerikaner bleiben. Obwohl sie unerwünscht sind. Und uns wird eingeredet, dass die Russen unser Feinde, die Amerikaner hingegen unsere Freunde seien.
Die Logik aus all dem lautet, dass es so lange keinen Frieden geben kann, so lange die Amerikaner Südkorea und Deutschland besetzt halten.
Die Amerikaner hätten doch, wie die Russen, spätestens 1994 Deutschland verlassen müssen. Aber die werden dem Anschein nach nie gehen. Nie. Warum?
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Berlin im Blindflug
- warum nicht der Hack das Problem ist, sondern die sieben Tage danach

Apolut - Michael Hollister - 01.09.2026
Link: https://apolut.substack.com/p/berlin-im-blindflug-von-michael-hollister

Sieben Tage lang flossen Daten aus dem Berliner Landesnetz, bevor der Angriff überhaupt erkannt wurde. Danach folgte eine Entwarnung, die der Senat wenig später wieder relativieren musste - während bis heute offen ist, was tatsächlich gestohlen wurde und wie die Angreifer eindringen konnten. Der Fall Rhysida wirft deshalb eine größere Frage auf als die nach 5,79 Terabyte möglicher Beute: Wer überwacht eigentlich das digitale Nervensystem der deutschen Hauptstadt - und wie belastbar sind politische Entwarnungen, wenn selbst die eigene IT noch im Dunkeln tappt?

Tagelang zogen Angreifer Daten aus dem Netz der deutschen Hauptstadt ab, bevor überhaupt jemand es bemerkte - und Wochen später kann die Verwaltung noch immer nicht sagen, was genau abhanden kam. Dazwischen liegt eine Entwarnung, die sie kurz darauf zurücknehmen musste. Das ist der eigentliche Vorgang, über den zu reden lohnt. Nicht der Einbruch selbst: Dass jemand in ein Behördennetz gelangt, kann trotz guter Absicherung geschehen, und es geschieht überall. Entscheidend ist, wie schnell ein Angriff erkannt, eingegrenzt und verstanden wird. Und genau hier beginnen im Fall Berlin die Fragen. Der Datenabfluss lief nach Angaben des Senats zwischen dem 07. und 12. August 2026 - bemerkt wurde er erst am 14. August. Sieben Tage, in denen Daten das Landesnetz verließen, ohne dass ein Alarm belastbar anschlug.
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Sieben Tage, und die zurückgenommene Entwarnung
Aufgefallen ist der Angriff offenbar durch Zufall: Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin bemerkte ungewöhnliche Aktivitäten im Netz und schlug Alarm, woraufhin die forensischen Untersuchungen begannen. Am 14. August trennte die Verwaltung die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt vom Landesnetz. Über dieses Netz sind hunderte Behördenstandorte der Hauptstadt miteinander verbunden; als Folge stockte tagelang unter anderem die Bearbeitung von Wohngeldanträgen. Weil der Abfluss zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen war, begrenzte die Trennung zwar weiteren Schaden - den Datenverlust selbst konnte sie nicht mehr rückgängig machen. Öffentlich hielt sich der Senat zunächst bedeckt und verwies auf „ermittlungstaktische Gründe".
Was folgte, ist der eigentliche Kern. Am 19. August erklärte Wegner vor Journalisten, nach bisherigen Erkenntnissen seien keine sensiblen Daten abgeflossen, schränkte aber ein: „Das ist der jetzige Kenntnisstand." Die Rede war zunächst nur von Geodaten, die ohnehin frei verfügbar seien. Gut eine Woche später kassierte die Senatskanzlei diese Lesart: Es könne
„nicht ausgeschlossen werden, dass auch personenbezogene oder sonstige nicht-öffentliche Daten betroffen sind".
Am 28. August kam hinzu, dass im Verkehrsressort weitere Daten abgeflossen waren.
Der Vorgang erinnert an einen Fall, über den an anderer Stelle bereits zu lesen war: die Europäische Kommission, die im Frühjahr 2026 binnen zwei Monaten zweimal gebrochen wurde - ausgerechnet jene Institution, die einem Kontinent Sicherheitsregeln vorschreibt. Das Muster ist dasselbe: die Lücke zwischen dem, was eine Institution nach außen verkörpert, und dem, was ihr Betrieb im Ernstfall leistet. Berlin ist damit kein Einzelfall; erst im Mai traf es die Stadtverwaltung Stuttgart, und schon im Juli hatte ein IT-Ausfall die Berliner Justiz weitgehend lahmgelegt. Die Häufung solcher Vorfälle im öffentlichen Sektor ist unübersehbar.
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Europe Can Remain Rich While Becoming Strategically Smaller
The Icelandic model may prove increasingly attractive to other European nations too

Ambrus Béla's Geopolitical Outlooks - 31.08.2026
Link: https://ambrusbela.substack.com/p/europe-can-remain-rich-while-becoming

Islands „Nein“, der endlose Warteraum der Türkei, Serbiens schwindende Begeisterung, Georgiens ins Stocken geratener Weg, die beschleunigte Kandidatur der Ukraine, Ungarns Rebellion von innen heraus und Trumps Grönland-Herausforderung – all dies führt zu derselben unbequemen Frage: Wo endet Europa eigentlich?

Island sollte eigentlich keine so große Rolle spielen. Es ist ein Land mit weniger als einer halben Million Einwohnern. Es ist bereits fest in der westlichen Welt verankert: Es ist NATO-Mitglied, Teil des Schengen-Raums, Teilnehmer am Europäischen Wirtschaftsraum und eng in den europäischen Binnenmarkt integriert. Dennoch verdient Islands Entscheidung, die Wiederaufnahme der Verhandlungen über einen Beitritt zur Europäischen Union abzulehnen, deutlich mehr Aufmerksamkeit, als es das wirtschaftliche Gewicht des Landes normalerweise rechtfertigen würde.

Island hat nicht für einen Austritt aus Europa gestimmt. Es hat gegen den letzten politischen Schritt in Richtung EU gestimmt. Dieser Unterschied offenbart eines der zentralen geopolitischen Probleme, mit denen die Europäische Union konfrontiert ist.

Seit Jahrzehnten ist Europa außerordentlich erfolgreich bei der Ausweitung seiner wirtschaftlichen Grenzen. Europäische Vorschriften, Kapital, Lieferketten, Zahlungssysteme, Arbeitsmärkte und Handelsbeziehungen reichen weit über die formellen Grenzen der EU hinaus. Bei der Ausweitung seiner politischen Grenzen ist Europa jedoch weniger erfolgreich geworden.

Und gerade jetzt, in einem Moment, in dem militärische Macht, strategische Geografie, Energie, kritische Mineralien, Schifffahrtsrouten und der Wettbewerb der Großmächte wieder in den Mittelpunkt der internationalen Politik rücken, wird die Kluft zwischen diesen beiden Grenzen gefährlich.

Island hat Europa nicht abgelehnt
Die einfachste Interpretation des isländischen Referendums ist zugleich die wenigste hilfreiche. Island hat sich hier nicht für Isolation entschieden.

Wirtschaftlich gesehen ist Island bereits tief in Europa verwurzelt. Im Rahmen des EWR beteiligt sich Island umfassend am Binnenmarkt und übernimmt einen erheblichen Teil der europäischen Rechtsvorschriften. Isländische Bürger genießen die Freizügigkeit innerhalb Europas. Isländische Unternehmen haben Zugang zu europäischen Verbrauchern. Die Europäische Union ist Islands mit Abstand wichtigster Handelspartner.

Dennoch behält Island in mehreren politisch sensiblen Bereichen eine größere nationale Kontrolle, als es als Vollmitglied der EU hätte. Vor allem behält es die Kontrolle über die Fischerei. Für Brüssel ist die Fischereipolitik ein Bestandteil eines kontinentalen politischen und wirtschaftlichen Systems. Für Island stellt die Fischerei hingegen eher eine strategische nationale Ressource dar.

Dieser Unterschied steht im Mittelpunkt des Referendums. Island hat sich faktisch für einen eigenartigen Kompromiss entschieden: eine tiefe wirtschaftliche Integration in Europa ohne vollständige politische Integration in die EU.
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Wie Kinder im Sandkasten: „Haust du meine Burg kaputt, hau ich deine Burg kaputt“
Die Politik der eskalierenden Maßnahmen führt zu Krieg als letztem Ausweg. Neben die Militärlogik muss als zweite Säule das Gespräch treten. Ein Kommentar.

Berliner Zeitung - Thomas Fasbender - 03.09.2026
Link: https://www.berliner-zeitung.de/article/russland-deutschland-krieg-eskalationsspirale-kommentar-10352228

Die Engländer nennen es „Tit for Tat“. Die kleinen Kinder im Sandkasten: „Haust du meine Burg kaputt, hau ich deine Burg kaputt.“ Die Erwachsenen: „Schickst du mir deine Drohne, schließ ich dein Konsulat.“
Man sollte meinen, die Europäer würden sich mit Kriegen auskennen. Wie sie zustande kommen, ohne dass man sie will. Wie sie so ganz anders verlaufen als geplant. Wie leicht es ist, sie zu beginnen, und wie schwer, sie zu beenden.
Zwischen 1600 und 1700 gab es nur 22 Jahre ohne Krieg auf dem europäischen Kontinent. So gesehen kann man von Fortschritt reden; das 20. Jahrhundert wies schon 88 Friedensjahre auf. Anders die Bilanz bei den Kriegsopfern: Im 17. Jahrhundert starben rund drei Millionen, im 20. Jahrhundert fast 25 Millionen Soldaten in europäischen Kriegen – hinzu kam ein Mehrfaches an zivilen Opfern.
Wie viele Kriegstote wird der Kontinent im 21. Jahrhundert beklagen? Im Ukraine-Krieg sind es inzwischen fast eine halbe Million, so die jüngste amerikanische Schätzung.
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Im konkreten Fall kommt negativ zum Tragen, dass der russisch-europäische Konflikt der Gegenwart eine Fortsetzung des ideologisch aufgeladenen Ost-West-Konflikts der Vergangenheit ist. Der moralisch-ideologische Krieg ist seiner Tendenz nach total, der Gegner wird dehumanisiert („Orks“) und abgewertet, es gibt keine gemeinsame Sprache, keine Gemeinsamkeit. Es gibt auch kein gemeinsames Gespräch. Darin unterscheidet er sich von den Kabinettskriegen des 18. Jahrhunderts. Damals wurde gegeneinander gekämpft und miteinander geredet, zur gleichen Zeit.

Ohne Gespräch gibt es keine Suche nach Auswegen. Und ohne diese Suche, die nur gemeinsam möglich ist, bleibt am Ende nur ein Ausweg, der letzte.

Die Militärlogik führt zum Krieg, nicht gewollt, aber hingenommen. Da hilft es auch nicht, dass man die Eskalation sorgfältig dosiert. Vielleicht existieren eindeutige Beweise, dass die Leipziger Drohne aus Russland stammt. Man zeigt sie der Öffentlichkeit nicht, um den Kreml nicht zu kompromittieren. Aus demselben Grund hält sich der Bundeskanzler mit seinen Äußerungen zurück. Das ändert nichts daran, dass die Eskalation nur eine Richtung kennt: hin zum letzten Ausweg.

Krieg als selbsterfüllende Prophezeiung
Auch Russland wird eskalieren. Russland muss eskalieren. Jede Seite hat ihr Gesicht zu wahren, muss Maßnahmen treffen. Über die wird debattiert, ebenfalls auf beiden Seiten. Die Roderich Kiesewetters und Nico Langes gibt es ja hüben wie drüben; gröbere Keile für grobe Klötze zu fordern, verlangt nicht viel.
Wenn es nicht gelingt, aus dem gegenwärtigen Rahmen auszubrechen, wird der Krieg zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Ausbrechen bedeutet dabei nicht, der Militärlogik abzuschwören. Gesichtswahrende Maßnahmen sind auch künftig vorauszusetzen, auf beiden Seiten. Entscheidend ist die Erkenntnis, dass weder Eskalation noch Abschreckung eine Lösung bringen.
Es braucht eine zweite Säule neben der Militärlogik: das Gespräch. Deutschland und Russland, Europa und Russland – nach fast fünf Jahren Krieg in der Ukraine muss geredet werden. Auf welcher Ebene und in welchem Grade öffentlich, ist eine andere Frage. Gespräche sind auch keine Verhandlungen.
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Pennsylvania Is Fogging Neurotoxins in the Measles Outbreak Counties — And Won't Publish Where
Two chemical operations. Same townships. Same weeks. No public accounting.

Sayer Ji - 02.09.2026
Link: https://sayerji.substack.com/p/exclusive-they-are-spraying-neurotoxins

Pennsylvania führt derzeit gleichzeitig das landesweit größte Programm zur Bekämpfung von Schwarzfliegenlarven aus der Luft durch und besprüht Gemeinden mit synthetischen Pyrethroid-Adultiziden – einer Pestizidklasse, die in begutachteten wissenschaftlichen Studien mit negativen Auswirkungen auf die neurologische Entwicklung, einschließlich eines erhöhten Autismusrisikos, in Verbindung gebracht wird – und zwar in Landkreisen, in denen zudem eine Notfallmaßnahme gegen Masern läuft, die sich an Amish-Gemeinden richtet und im Rahmen derer temporäre MMR-Impfkliniken eingerichtet wurden. Der Bundesstaat hat diese Gleichzeitigkeit weder öffentlich erläutert, noch eine Bewertung des kombinierten Expositionsrisikos für Kinder offengelegt, noch seine Begründung für die Begasung mit seinen eigenen Überwachungsdaten zum West-Nil-Virus in Einklang gebracht.
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UPDATE vom 2. September: Die neurodevelopmentale Dimension vertieft die Fragen der öffentlichen Gesundheit im Zusammenhang mit dieser Maßnahme erheblich. Epidemiologische Studien haben Zusammenhänge zwischen einer pränatalen Pyrethroid-Exposition und negativen Auswirkungen auf die neurologische Entwicklung, einschließlich Autismus-Spektrum-Störungen, festgestellt. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2022 berichtete von einer um etwa 40 % höheren gepoolten Wahrscheinlichkeit für ASD im Zusammenhang mit einer Pyrethroid-Exposition der Mutter, während kalifornische Forschungsergebnisse zeigten, dass eine pränatale Exposition gegenüber Permethrin mit einem erhöhten ASD-Risiko verbunden ist, insbesondere bei ASD in Verbindung mit einer geistigen Behinderung.

Dies beweist nicht, dass die Sprühaktionen in Pennsylvania Autismus, neurologische Schäden oder eine bestimmte Krankheit verursacht haben. Es bedeutet jedoch, dass diese Expositionen nicht vernünftigerweise als biologisch irrelevantes Hintergrundrauschen betrachtet werden können – insbesondere wenn die Sprühaktionen im Rahmen einer aktiven Maßnahme im Bereich der öffentlichen Gesundheit in der Nähe von Wohnhäusern, Bauernhöfen, Schulen, schwangeren Frauen, Säuglingen und Kindern stattfinden.

Die offene Frage geht daher über die Frage hinaus, warum das Versprühen von Pestiziden und die Maßnahmen gegen Masern zeitgleich stattfanden.

Es geht vielmehr darum, ob Pennsylvania die neurologischen und entwicklungsbezogenen Auswirkungen der Ausbringung dieser Verbindungen in den betroffenen Gemeinden überhaupt bewertet hat – und, falls ja, wo diese Bewertung zu finden ist.

Was dieser Beitrag ist und was er nicht ist.

Hier wird nicht behauptet, dass der Pestizidnebel den Masernausbruch verursacht hat. Das ist keine vertretbare Behauptung, und ich stelle sie auch nicht auf.

Es handelt sich vielmehr um die Behauptung, dass Pennsylvania zwei unterschiedliche chemische Maßnahmen zur Vektorkontrolle durchführt – ein Programm zur Larvenbekämpfung mit Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) aus der Luft, das auf Gewässer abzielt, und ein separates Programm zur Bekämpfung ausgewachsener Insekten mit synthetischen Pyrethroiden mittels ULV-Vernebelung in Wohngebieten –, und zwar zeitgleich mit einer Notfall-MMR-Impfkampagne, die auf ländliche Gemeinden in den „Plains“ in den betroffenen Landkreisen abzielt. Die zur Rechtfertigung des Pyrethroid-Adultizid-Programms angeführten Zahlen zur West-Nil-Krankheit halten einer Überprüfung anhand der staatseigenen Überwachungsdaten nicht stand. Die begutachtete pädiatrische Toxikologie der spezifischen synthetischen Pyrethroid-Formulierungen, die eingesetzt werden, dokumentiert Auswirkungen auf das Immunsystem, die neurologische Entwicklung und die Atemwege. Der Staat hat diese Fakten nie öffentlich in Einklang gebracht.

Es gibt Fragen, zu deren Beantwortung der Staat verpflichtet ist. Dieser Beitrag enthält diese Fragen.
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Die Bundesregierung denkt über eine Beteiligung an den britischen Nuklearstreitkräften nach – etwa mit der Lieferung von Raketen. Damit wäre unter Umständen Mitsprache über die britischen Atomwaffen verbunden.

German Foreign Policy - 31.08.2026
Link: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10514

LONDON/BERLIN (Eigener Bericht) – In Berlin werden Überlegungen angestellt, mit den Nuklearstreitkräften Großbritanniens zu kooperieren. Dies berichtet die Tageszeitung The Telegraph. Dies könnte Deutschland Einfluss auf, vielleicht gar Mitsprache über den Einsatz von Atomwaffen verschaffen. Im ersten Schritt ist im Gespräch, die Nuklearstreitkräfte des Vereinigten Königreichs nichtnuklear zu unterstützen – etwa durch die Entsendung von Patriot-Luftabwehrbatterien an die schottische U-Boot-Basis Faslane, wo nuklar bewaffnete Atom-U-Boote stationiert sind. Darüber hinaus könne man auf lange Sicht die US-Elemente der britischen Nuklearstreitkräfte – beispielsweise die Trident-Raketen – durch deutsch-britische Waffensysteme ersetzen. Grundlage der Überlegungen ist der Ausbau der deutsch-britischen Rüstungskooperation, der sich vor allem seit dem vergangenen Jahr beschleunigt und umfassende Investitionen deutscher Waffenschmieden im Vereinigten Königreich umfasst, von Rheinmetall bis zu Helsing. In Rüstungskreisen ist schon von einem „goldenen Zeitalter“ der deutsch-britischen Zusammenarbeit in der Herstellung von Waffensystemen aller Art die Rede – von Panzern bis zu KI-gesteuerten Drohnen.

Boomende Rüstungskooperation
Die Grundlagen für den gegenwärtigen Boom der deutsch-britischen Rüstungskooperation wurden bereits bald nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU am 31. Januar 2020 gelegt. Nach entsprechenden Vorarbeiten unterzeichneten zunächst die Außenminister beider Länder am 30. Juni 2021 eine Gemeinsame Absichtserklärung über die deutsch-britische außenpolitische Zusammenarbeit. Auf eine Übereinkunft von Bundeskanzler Olaf Scholz und Premierminister Rishi Sunak vom 24. April 2024, die unter anderem eine Intensivierung der Rüstungs- und Militärkooperation vorsah, sowie eine Erklärung der Verteidigungsminister beider Länder vom 24. Juli 2024, die ebenfalls eine deutlich stärkere Rüstungszusammenarbeit in den Blick nahm, folgte am 23. Oktober 2024 der Abschluss des Trinity House Agreement, das erste „konkrete Schlüsselprojekte für den gemeinsamen Fähigkeitsaufbau in allen Dimensionen“ auflistete. Den Abschluss der Serie bilateraler Übereinkünfte bildete der Kensington-Vertrag über Freundschaft und bilaterale Zusammenarbeit vom 17. Juli 2025, der eine breite Palette an Zielen zur Kooperation etwa in Wirtschaft, Forschung und Bildung umfasste; dabei bezog auch er sich nicht zuletzt auf die Außen- und Militärpolitik.[1]
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Neuwahl in Saarbrücken: AfD nach Wahlausschluss auf Platz zwei – CDU erlebt Totalabsturz

Anderwelt Online - Peter Haisenko - 02.09.2026
Link: https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20262/neuwahl-in-saarbruecken-afd-nach-wahlausschluss-auf-platz-zwei-cdu-erlebt-totalabsturz/

Als ich diese Meldung las war meine erste Reaktion: Wird das in den ÖRR-Medien auch berichtet werden? Das kurz vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern? Sie haben noch nichts davon gehört? Kann das verwundern?

Seit Tagen läuft auf allen Kanälen Anti-AfD-Propaganda. Da passt diese Meldung einfach nicht rein. Es geht nicht nur um den Wahlerfolg, sondern auch darum, dass ein Gericht befunden hat, dass der Wahlausschluss der AfD aus dieser Wahl im Jahr 2024 unrechtmäßig war. Die Wahl musste eben jetzt wiederholt werden. Da sollte man auch an die Kandidaten in Niedersachsen denken, denen die Wählbarkeit abgesprochen worden ist. Wird es da auch eine Wahlwiederholung geben?
Zu erwähnen ist dazu, dass viele unrechtmäßig besetzte Posten zwei Jahre lang Geld erhalten haben, das ihnen nicht zusteht und das sie wohl nicht zurückzahlen müssen. Im Gegenzug haben AfD-Abgeordnete zwei Jahre lang kein Geld erhalten, das ihnen eigentlich zugestanden hätte. Das wird wohl nicht nachgezahlt werden. Erinnern wir uns dazu an die letzte Wahl in Berlin, wo auch erst zwei Jahre später ein Gericht festgestellt hatte, dass diese Wahl wiederholt werden musste. Man kann folglich sagen, die Demokratie hatte jeweils zwei Jahre Stillstand.

Doch sehen wir uns einfach an, was das Portal t.me/nachrichtenportal darüber berichtet.

Die AfD hat bei der gerichtlich erzwungenen Neuwahl der Regionalversammlung Saarbrücken 22,83 Prozent erreicht und ist damit zweitstärkste Kraft geworden. Nur die SPD liegt mit 25,79 Prozent vor ihr. Die CDU fällt mit 18,94 Prozent auf den dritten Platz zurück. Mit zehn Mandaten stellt die AfD künftig die zweitgrößte Fraktion in der 45-köpfigen Regionalversammlung.
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