Bajszel
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Aktuelles aus der ProgrammSchänke,
die auch sonst täglich ab 16 Uhr geöffnet hat.
Emser Str. 8, Kirsten-Heisig-Platz in Neukölln
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Sassy Susy is back!

Staffelauftakt mit freier Assoziation zum Thema: „Mit Männern leben - Mit Männern schlafen.“ Fragen über Fragen, wir gehen rein! All genders welcome.
Donnerstag, 08.10.26 ab 19:30h im Bajszel✨
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Am 15.10.26 um 19:30 bei uns:

Die besondere Buchvorstellung:

Lesung und Lieder
mit anschließender Gesprächsrunde.

Misha Schoeneberg liest aus seinem neuesten Buch:
Vielleicht wollte er gar nicht schweigen, er fand bloß die Worte nicht.
Mein Vater, Auschwitz  und der 7. Oktober.

Michael Gerlinger singt zur Gitarre Lieder von Leonard Cohen
 in deutscher Sprache und andere.

Misha Schoeneberg ist Autor, Historiker, Musiker und Sprachlehrer. Er schrieb Songs u. a. für Max Prosa, Texte für Rio Reiser und Ton Steine Scherben, die legendäre Musik-Kommune, zu der er 1981 stieß. 1993 autorisierte ihn Leonard Cohen, seine Songs in singbare deutsche Versionen zu übertragen. Das Doppel-Album "Poem - Leonard Cohen in deutscher Sprache"erschien 2014. 
„Vielleicht wollte er …“ ist mittlerweile seine achte Buch-Veröffentlichung.   www.mgsberlin.net

Michael Gerlinger, geb. in Konstanz am Bodensee, lebt in Potsdam, ist Schauspieler, Sänger, Musiker, Perkussionist und Theater-Autor. Aktuell auf der Bühne unterwegs als Rio Reiser-Interpret mit dem deDADAduo sowie mit dem Theaterstück „Meine Mutter, Herr Alzheimer und ich“.

Zum Buch:
„Da ist etwas gelungen. Die Erzählung einer deutsch-jüdischen Familiengeschichte im Nachkriegsdeutschland. Kein Epos, keine Saga, sondern knapp und pointiert, dabei tief berührend und brillant geschrieben. Mitten im Versuch, diese Familienkonstellation feinfühlig und mit subtilem Humor in Worte zu fassen, schlägt das Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023. Auch im Buch steht es unvermittelt da wie ein Einschlag. Es wird zum eindringlichen Pamphlet gegen den Zivilisationsbruch des öffentlichen Feierns eines Massenmords, es richtet sich direkt an die Protagonisten des Täter-Opfer-Umkehr-Narrativs. Absolute Empfehlung für alle, die verstehen wollen, wie die Schatten von Auschwitz bis in die heutigen Berliner Straßen reichen.“
Wolf Adler, Amazon-Rezensent.
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Bajszel pinned «ProgrammSchänke Bajszel - Veranstaltungen September/Oktober 2026 Di, 08.09. Alexandra Bandl Farkas: Der Mythos der deutsch-jüdischen Normalität. Vortrag und Diskussion. Masiyot e. V. Do, 10.09. Buchvorstellung: "These Girls Forever!" - Dr. Marie Arleth Skov…»
Am Sonntag, 11.10.26 um 19:30h bei uns:

Oliver Vrankovic: Israelische Realitäten nach dem 7/10. Berichte und Analysen.

Der Judenmord im westlichen Negev am 7. Oktober hat Israel als materiellen Schutzraum für Jüdinnen und Juden nachhaltig erschüttert und die Gesellschaft traumatisiert. In der Geiselnahme fand und findet die Grausamkeit ihre Fortsetzung und ruft Bilder des Holocaust wach. Das Versprechen „Nie wieder“ wurde gebrochen. Für die Israelis ist der 7. Oktober nicht abgeschlossen; die Aufarbeitung stellt eine enorme Herausforderung dar.

Ideologien wurden erschüttert, lang gepflegte Überzeugungen haben sich als trügerisch erwiesen. Ein Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der Auseinandersetzung mit der Ideologie des Linkszionismus und der Frage, was nach dem 7. Oktober davon geblieben ist. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erörterung der Möglichkeit eines Neuanfangs für die israelische Gesellschaft. Das fortwährende Trauma, die erneut aufgebrochene gesellschaftliche Spaltung, die derzeitige Aussichtslosigkeit eines Auskommens mit den Palästinensern, regionale Bedrohungsszenarien sowie der weltweit erstarkende Antisemitismus machen einen solchen Neuanfang zu einer großen Herausforderung.

An den Realitäten, die viele Israelis zum Umdenken gezwungen haben, lassen sich auch Irrtümer aufzeigen, die in deutschen Medien und politischen Entscheidungsprozessen gepflegt wurden – Irrtümer, die es künftig zu vermeiden gilt.

Moderation Alexander Carstiuc. Eine Veranstaltung von Masiyot e.V.
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Werde Bajszel-Backup-Beauty!
Dieser Titel ist käuflich!

Man muss es sagen, wie es ist: die ständig steigenden Kosten fressen uns allmählich auf. Seit Jahren versuchen wir, unsere Preise so niedrig wie möglich zu halten, damit das Bajszel zugänglich bleibt für möglichst viele Menschen, unabhängig von ihrer ökonomischen Situation. Zudem verlangen wir für unsere Veranstaltungen in aller Regel keinen Eintritt – und das soll auch so bleiben. Doch in der allgemeinen, anhaltenden Gastro-Krise wird dieses Konzept mittlerweile ernsthaft in Frage gestellt.
Erschwerend kommt hinzu, dass wir wegen unserer antisemitismuskritischen und israelsolidarischen Grundhaltung von Antisemiten aller Couleur – links, islamistisch, rechts – zum Feindbild erkoren wurden. Die ständigen Anfeindungen bis hin zu Morddrohungen hatten und haben teils erhebliche Umsatzeinbußen zur Folge. Große Reservierungen gibt es kaum noch, weil in fast jeder größeren Gruppe mindestens ein bis zwei Menschen sich befinden, für die Israelhass das moralische Gebot der Stunde ist.
Kurz: das alles führte in den letzten Jahren zu einer stetig wachsenden Lücke in der Kasse, auf die wir reagieren müssen.

Deshalb gründen wir nun den Bajszel-Supporters-Club, die

*Bajszel Backup Beauties*

Ab 10 Euro im Monat bist Du dabei. Zum Trost für Dein entschwundenes Geld erhältst Du:
- Das gute Gefühl, einen kleinen Beitrag zu leisten, damit das Bajszel auch in den kommenden Jahren sein kann, was es ist.
- Eine garantiert kitschige Urkunde, die Dich als Bajszel-Backup-Beauty ausweist.
- Einen Bajszel-Button sowie einen weiteren Bajszel-Merch-Artikel (lass Dich überraschen).
- Und das Beste: einmal im Jahr laden wir alle SupporterInnen zu einer großen Feier ins Bajszel ein – geschlossene Gesellschaft, nur wir und Ihr, mit Bajszel-Essen und reichlich Freibier.

Überzeugt? Dann schreib uns eine Mail an bajszel@gmail.com mit dem Betreff „Backup Beauty“ und wir klären alles Weitere.
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Bajszel pinned a photo
Du brauchst noch mehr Argumente? Dann lies, was einige unserer Stammgäste dazu meinen:

„Das Bajszel ist ein Ort der kritischen Diskussion, der praktizierten Solidarität und des gelegentlichen Rausches. Mehrmals wöchentlich gibt es Veranstaltungen zu verschiedensten Themen; Diskussionen zu linker Politik, Buchvorstellungen, ein nie endender Support für AntifaschistInnen in der Ukraine, oft mit von dort importiertem Dosenbier, Vorträge gegen patriarchale Zumutungen, Ehrvorstellungen und Homophobie, und häufig geht es dabei auch um Antisemitismus und Islamismus. Es gibt kleine Konzerte und Kulturveranstaltungen, einen Flohmarkt, Tuntenshows und mehr. Im Bajszel kommen Menschen unterschiedlichster Herkunft und Profession zusammen. Aus dem gesamten Bundesgebiet reisen Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen, Politiker:innen und Künstler:innen an, um hier ihre Thesen vorzustellen und zu diskutieren. Immer wieder begrüßt das Bajszel auch internationale Gäste. Es ist Berliner Antifaschist:innen und israelsolidarischen Gruppen ebenso ein zweites Zuhause, wie exiliranischen Genoss:innen, Kurd:innen und anderen Betroffenen von islamistischer Verfolgung. Israelis sind hier ebenso willkommen wie Menschen jedes anderen Landes. Wie Peter Alexander schon 1976 sang: „Das kleine Beisl (sic!) in unserer Straßn, da fragt dich keiner, was du hast, oder bist.“

Doch mit ihrem politischen Engagement hat sich die Programmschänke auch viele Feind:innen gemacht. Die Antizionist:innen und Hamas-Apologet:innen in Berlin provoziert das Bajszel als Ort, der sich ihrem Furor widersetzt und der antisemitischen Mobilmachung entgegentritt. Deshalb gab es bereits zahlreiche Angriffe auf das Bajszel – von Versuchen, die Fensterscheiben einzuschlagen bis zu einem Brandanschlag, bei dem vorher die Türen verklebt wurden. Oft schon wurde der Laden mit roten Hamas-Dreiecken beschmiert. Der Höhepunkt waren Anfang Oktober 2025 Plakate, die in der Umgebung auftauchten, die dazu aufforderten die Betreiber:innen des Bajszels „für immer zum Schweigen zu bringen“ – ein unverhohlener Mordaufruf gegen unsere Freund:innen und ein Angriff auf einen wundervollen Ort.

Das Bajszel ist ein Ort, an dem sich allerhand der Gesamtscheiße fröhlich verweigernde Lebensentwürfe sammeln, und dieser Ort ist nun akut in seiner Existenz bedroht. Im Angesicht des herrschenden Irrsinns ist es eine kurze Verschnaufpause, sich einen zu bajszeln! Wenn Dir dieser Ort ernst gemeinter Begegnung wichtig ist, hilft eine kleine regelmäßige Spende direkt, ihn zu erhalten.

Auf das Leben! Auf das Bajszel!“
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Im Vortrag wird das Verhältnis der „Alternative für Deutschland“ zur Homosexualität analysiert, das mit den üblichen Vorwürfen, es handele sich um eine homophobe und minderheitenfeindliche Partei, nicht hinreichend erfasst ist. Die sich wiederholenden, explizit homosexuellenfeindlichen Ausfälle von AfD-Funktionären und deren ausbleibende Aufarbeitung dürfen als kontraproduktiv für die Erfolge einer neu-rechten Partei gelten, die sich der gesellschaftlich breit akzeptierten Forderung nach Gleichstellung von sogenannten Minderheiten nicht vollständig entziehen kann und sich deshalb nicht selten als besonders homofreundlich geriert. Dabei wird allerdings die Besonderheit sexueller Minderheiten ins Feld geführt, um zugleich deren Emanzipation in die Subkultur zu verbannen und ihre ‚Übererfüllung‘ in rechtlicher Gleichstellung und gesellschaftlicher Akzeptanz zu verhindern.
Vor diesem Hintergrund wird auch zu diskutieren sein, inwieweit sich queer-linke Identitätspolitik als untauglich für die adäquate Kritik der Neuen Rechten erweist. Das sexuelle Begehren ist immer auch Ausdruck des Nicht-Identischen der genießenden und leidenden Menschen und muss so jeder identitätspolitischen Gemeinschaftsstiftung, gleich ob von links und von rechts, als Störfaktor erscheinen. Deshalb gerät auch im queeren Aktivismus letztlich der promiske und untreue, kosmopolitische und heimatlose, ungebundene und verantwortungslose, privilegierte und arrivierte Homosexuelle zum Feindbild, nämlich als Verkörperung einer dekadenten westlichen Lebensweise.
Am Ende stellen Neue Rechte und queere Aktivisten bei allen gegensätzlichen politischen Forderungen dieser Lebensweise das Kollektiv entgegen – wahlweise das Volk oder den Islam –, dem sich die Homosexuellen als Homosexuelle zu unterwerfen haben.
 
Steffen Stolzenberger studierte Philosophie und Anglistik und war an den Universitäten in Braunschweig und Frankfurt tätig. Die letzten vier Jahre arbeitete er als Gymnasiallehrer in Frankfurt und zwischendurch war er in einem Unterstützungsprojekt für LGBT-Geflüchtete in Hannover aktiv. Jetzt macht er von allem eine Pause, um mal wieder schreiben zu können.

Eine Kooperation mit der Gesellschaft für kritische Bildung (GfkB).

31.10.26, 19:30 im Bajszel
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Lesung am 22. Oktober, 19:30 Uhr
Ditha Brickwell, Der Kinderdieb

Der Roman ‚Der Kinderdieb‘ führt uns in das dunkle Wien der Fünfziger Jahre: Der fünfzehnjährige Otto, verwahrlost, verzweifelt, entwendet einen Säugling, versteckt sich mit ihm in einem Schrebergarten und erzählt ihm von seinem Weg durch die Wiener Gauner Welt… Im Abseits, in der Obdachlosigkeit fand er menschliche Zuwendung bei der einarmigen Diebin Poldi Port; mit ihrer Hilfe wurde er in der Bande des großen Hansi aufgenommen – doch bald wieder ausgestoßen…. und das ungarisches Flüchtlingsmädchen – seine erste zarte Liebe – zog weiter nach Australien. Da suchte er endgültig Trost und Wärme bei etwas Lebendigem, das nur ihm gehört…

Ditha Brickwell ist 1941 in Wien geboren; studierte in Wien, Berlin und New York; arbeitete als Architektin und Stadtplanerin in Berlin, Tel-Aviv, Brüssel und Paris; schreibt seit 1987 Romane, Essays und Erzählungen, lebt seit 2005 als freie Schriftstellerin in Wien und Berlin. Bislang liegen vierzehn Bücher vor.
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