Forwarded from Billy Six 📸
Venezuela - was die wenigsten wissen
Die jüngsten Ereignisse zwingen mich, nun Stellung zu beziehen. Immerhin lebte ich von 2017 bis 2019 - mit kurzen Unterbrechungen - in Venezuela ... und nutzte die Zeit intensiv für Recherchen zur Frage, warum das nicht nur öl-, sondern gar in Summe rohstoffreichste Land der Erde so abgestürzt ist . . .
Text folgt unten ⬇️
Die jüngsten Ereignisse zwingen mich, nun Stellung zu beziehen. Immerhin lebte ich von 2017 bis 2019 - mit kurzen Unterbrechungen - in Venezuela ... und nutzte die Zeit intensiv für Recherchen zur Frage, warum das nicht nur öl-, sondern gar in Summe rohstoffreichste Land der Erde so abgestürzt ist . . .
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Venezuela - was die wenigsten wissen
Die jüngsten Ereignisse zwingen mich, nun Stellung zu beziehen. Immerhin lebte ich von 2017 bis 2019 - mit kurzen Unterbrechungen - in Venezuela ... und nutzte die Zeit intensiv für Recherchen zur Frage, warum das nicht nur öl-, sondern gar in Summe rohstoffreichste Land der Erde so abgestürzt ist.
Es gibt gute Gründe, warum ich mich die letzten Jahre in Bezug auf die venezolanische Innenpolitik zurückgehalten habe.
Das Wesentliche für den Moment:
Präsident Maduro wurde aus dem Spiel genommen. Doch innerhalb der Junta gibt es seit der Machtergreifung des Chavismus andere Figuren, die immer und bis heute mächtiger waren als er:
DIOSDADO CABELLO
- Innen-, Justiz- und Friedensminister
- Mittelsmann zwischen Regierung, der linken Bewegung, der Oligarchie und der Unterwelt
DELCY RODRIGUEZ
- Vize- und aktuell Interims-Präsidentin
- Vorgesetzte des Geheimdiensts SEBIN
- aus dem alten kommunistischen Untergrund
VLADIMIR PADRINO LOPEZ
- höchster General
- Verteidigungsminister
Die Vorwürfe des organisierten Drogen-Handels sind real. Ich habe damals viele Indizien dafür sammeln können, die leider alle beschlagnahmt worden sind. ABER: Venezuela war ein Transit-Land - kein Hersteller. Gehandelt wurde Kokain - nicht Fentanyl. Und Maduro war allenfalls eine Art Filial-Leiter - kein „Kopf“. Es war der Mangel an Devisen - bedingt durch sozialistische Misswirtschaft und westliche Sanktionen -, der dazu geführt hat. UND: Die US-Behörden DEA und CIA sind selbst im Drogen-Handel verstrickt - dies ist aber ein Thema für sich.
Eine große Überraschung für viele dürfte dennoch sein, dass es im „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ Milliardäre gibt - und dies trotz oder gerade wegen der Enteignungspolitik, die man auch als Politik der ausgewählten Kapital-Konzentration im Rahmen eines diffusen Staats-Kapitalismus bezeichnen könnte:
- Juan Carlos Escotet (Finanzen)
- Lorenzo Mendoza (Lebensmittel, Mittler zum WEF)
- Julio Herrera Velutini (Finanzen)
- Victor Vargas (Finanzen, Mittler zum Hochadel)
- Gustavo/Adriana Cisneros (Medien- & Misch-Konzern)
- Wilmer Ruperti (Öl, Gas, Schiff-Fahrt)
Die Unabhängigkeit von 1811 / 1821 / 1830 war nie vom Volk ausgegangen - sondern von einer Elite, welche keine Steuern mehr an das koloniale Mutterland Spanien zahlen wollte, stark in der Freimaurerei verwurzelt war und militärische/finanzielle Hilfe aus England erhielt. Die Grund-Struktur, dass hier die Oligarchie bestimmt, wer regiert, ist bis heute so geblieben.
Die wesentlichen Motive, 1999 / 2002 von „der Demokratie“ in „den Sozialismus“ zu wechseln, waren
- eine zunehmend nicht mehr kontrollierbare, drastisch wachsende und unter kapitalistischen Gesichtspunkten unproduktive Bevölkerung
- teilweise Rückabwicklung des Entwicklungsprozesses vom Kapitalismus zurück in den vor Ort natürlich veranlagten Feudalismus
- Schaffung eines Feudal-Sozialismus für die Masse & Staats-Kapitalismus für die Klasse (vgl. Prof. Anthony Suttons „Unternehmer-Sozialismus“)
- die Ausschaltung Zehntausender privater Konkurrenz-Betriebe
- Rückabwicklung der alten national-faschistischen Wirtschaftsprojekte, welche zum Ziel gehabt hatten, die Wertschöpfung und Produktveredelung verstärkt im Inland durchzuführen statt nur Rohstoffe ans Ausland zu verkaufen
In diesem Sinne ist es wichtig, zu verstehen, dass die USA schon seit langer Zeit starken Einfluss sowohl auf die Opposition als auch auf die Regierung ausüben. Dies war zuvor der Zwei-Parteien-„Demokratie“ 1958 bis 1998 nicht anders. Die Stabilität des Chavismus basierte seit 1998 wesentlich darauf, sich als mutiger und unschlagbarer Gegenspieler zu „den Yankees“ zu inszenieren - dies gab vor allem Chávez, aber auch Maduro das An- und Nachsehen vieler Venezolaner, welche gewiss keine Herzensfreunde der Nordamerikaner („Gringos“) sind.
Die jüngsten Ereignisse zwingen mich, nun Stellung zu beziehen. Immerhin lebte ich von 2017 bis 2019 - mit kurzen Unterbrechungen - in Venezuela ... und nutzte die Zeit intensiv für Recherchen zur Frage, warum das nicht nur öl-, sondern gar in Summe rohstoffreichste Land der Erde so abgestürzt ist.
Es gibt gute Gründe, warum ich mich die letzten Jahre in Bezug auf die venezolanische Innenpolitik zurückgehalten habe.
Das Wesentliche für den Moment:
Präsident Maduro wurde aus dem Spiel genommen. Doch innerhalb der Junta gibt es seit der Machtergreifung des Chavismus andere Figuren, die immer und bis heute mächtiger waren als er:
DIOSDADO CABELLO
- Innen-, Justiz- und Friedensminister
- Mittelsmann zwischen Regierung, der linken Bewegung, der Oligarchie und der Unterwelt
DELCY RODRIGUEZ
- Vize- und aktuell Interims-Präsidentin
- Vorgesetzte des Geheimdiensts SEBIN
- aus dem alten kommunistischen Untergrund
VLADIMIR PADRINO LOPEZ
- höchster General
- Verteidigungsminister
Die Vorwürfe des organisierten Drogen-Handels sind real. Ich habe damals viele Indizien dafür sammeln können, die leider alle beschlagnahmt worden sind. ABER: Venezuela war ein Transit-Land - kein Hersteller. Gehandelt wurde Kokain - nicht Fentanyl. Und Maduro war allenfalls eine Art Filial-Leiter - kein „Kopf“. Es war der Mangel an Devisen - bedingt durch sozialistische Misswirtschaft und westliche Sanktionen -, der dazu geführt hat. UND: Die US-Behörden DEA und CIA sind selbst im Drogen-Handel verstrickt - dies ist aber ein Thema für sich.
Eine große Überraschung für viele dürfte dennoch sein, dass es im „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ Milliardäre gibt - und dies trotz oder gerade wegen der Enteignungspolitik, die man auch als Politik der ausgewählten Kapital-Konzentration im Rahmen eines diffusen Staats-Kapitalismus bezeichnen könnte:
- Juan Carlos Escotet (Finanzen)
- Lorenzo Mendoza (Lebensmittel, Mittler zum WEF)
- Julio Herrera Velutini (Finanzen)
- Victor Vargas (Finanzen, Mittler zum Hochadel)
- Gustavo/Adriana Cisneros (Medien- & Misch-Konzern)
- Wilmer Ruperti (Öl, Gas, Schiff-Fahrt)
Die Unabhängigkeit von 1811 / 1821 / 1830 war nie vom Volk ausgegangen - sondern von einer Elite, welche keine Steuern mehr an das koloniale Mutterland Spanien zahlen wollte, stark in der Freimaurerei verwurzelt war und militärische/finanzielle Hilfe aus England erhielt. Die Grund-Struktur, dass hier die Oligarchie bestimmt, wer regiert, ist bis heute so geblieben.
Die wesentlichen Motive, 1999 / 2002 von „der Demokratie“ in „den Sozialismus“ zu wechseln, waren
- eine zunehmend nicht mehr kontrollierbare, drastisch wachsende und unter kapitalistischen Gesichtspunkten unproduktive Bevölkerung
- teilweise Rückabwicklung des Entwicklungsprozesses vom Kapitalismus zurück in den vor Ort natürlich veranlagten Feudalismus
- Schaffung eines Feudal-Sozialismus für die Masse & Staats-Kapitalismus für die Klasse (vgl. Prof. Anthony Suttons „Unternehmer-Sozialismus“)
- die Ausschaltung Zehntausender privater Konkurrenz-Betriebe
- Rückabwicklung der alten national-faschistischen Wirtschaftsprojekte, welche zum Ziel gehabt hatten, die Wertschöpfung und Produktveredelung verstärkt im Inland durchzuführen statt nur Rohstoffe ans Ausland zu verkaufen
In diesem Sinne ist es wichtig, zu verstehen, dass die USA schon seit langer Zeit starken Einfluss sowohl auf die Opposition als auch auf die Regierung ausüben. Dies war zuvor der Zwei-Parteien-„Demokratie“ 1958 bis 1998 nicht anders. Die Stabilität des Chavismus basierte seit 1998 wesentlich darauf, sich als mutiger und unschlagbarer Gegenspieler zu „den Yankees“ zu inszenieren - dies gab vor allem Chávez, aber auch Maduro das An- und Nachsehen vieler Venezolaner, welche gewiss keine Herzensfreunde der Nordamerikaner („Gringos“) sind.
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Der interessierte Beobachter sollte sich auch nicht von Parolen ablenken lassen, Chávez habe den Amerikanern „ihr Öl“ weggenommen: Die Verstaatlichung fand bereits 1975 statt und die US-Konzerne sind damals zu voller Zufriedenheit ausbezahlt worden. Auch die über Jahre kolportierte Behauptung (besonders in alternativen Medien), Maduro habe ernsthaft den Dollar angreifen wollen, war schlicht nie wahr - das Land wurde seit 2019 auch im legalen Rahmen weitgehend dollarisiert.
Venezuela erschien als Versuchslabor, ein Volk mit „milden Gaben“ und politischen Parolen ruhig zu stellen - gleichzeitig jedoch in neo-feudaler Weise unter Kontrolle zu halten. Profiteur war und ist das staatsübergreifende Oligopol.
Dem herrschenden System steht nun die Tür offen, sich mit einem anorganischen „Reset“ den Notwendigkeiten der Anpassung und Entwicklung zu stellen.
Transnationale Konzerne stehen bereits Schlange - einige mit einem Bein bereits/immer schon im Lande -, um das abgewirtschaftete und deindustrialisierte Venezuela neu aufzubauen. Die enormen Rohstoffreichtümer und ein Arbeitsheer an Billiglöhnern stehen zur Abzahlung bereit.
Um diese Thematik - Marxismus & Hochfinanz - dreht sich mein Buch, an welchem ich bereits seit neun Jahren arbeite.
*
👉https://t.me/billysix/2212
( Fotos )
👉https://www.youtube.com/watch?v=SAIChRZDeIU
( meine persönliche Venezuela-Odyssee )
*
( E N G . ) - ( This is my analysis of the power structures in Venezuela that just a few know about – the local deep state. I researched this on the ground from 2017 to 2019 and ended up in prison for it. Please translate the text yourself by using the internet; it's too long for this format. )
Venezuela erschien als Versuchslabor, ein Volk mit „milden Gaben“ und politischen Parolen ruhig zu stellen - gleichzeitig jedoch in neo-feudaler Weise unter Kontrolle zu halten. Profiteur war und ist das staatsübergreifende Oligopol.
Dem herrschenden System steht nun die Tür offen, sich mit einem anorganischen „Reset“ den Notwendigkeiten der Anpassung und Entwicklung zu stellen.
Transnationale Konzerne stehen bereits Schlange - einige mit einem Bein bereits/immer schon im Lande -, um das abgewirtschaftete und deindustrialisierte Venezuela neu aufzubauen. Die enormen Rohstoffreichtümer und ein Arbeitsheer an Billiglöhnern stehen zur Abzahlung bereit.
Um diese Thematik - Marxismus & Hochfinanz - dreht sich mein Buch, an welchem ich bereits seit neun Jahren arbeite.
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👉https://t.me/billysix/2212
( Fotos )
👉https://www.youtube.com/watch?v=SAIChRZDeIU
( meine persönliche Venezuela-Odyssee )
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( E N G . ) - ( This is my analysis of the power structures in Venezuela that just a few know about – the local deep state. I researched this on the ground from 2017 to 2019 and ended up in prison for it. Please translate the text yourself by using the internet; it's too long for this format. )
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Billy Six 📸
Venezuela - was die wenigsten wissen
Die jüngsten Ereignisse zwingen mich, nun Stellung zu beziehen. Immerhin lebte ich von 2017 bis 2019 - mit kurzen Unterbrechungen - in Venezuela ... und nutzte die Zeit intensiv für Recherchen zur Frage, warum das nicht…
Die jüngsten Ereignisse zwingen mich, nun Stellung zu beziehen. Immerhin lebte ich von 2017 bis 2019 - mit kurzen Unterbrechungen - in Venezuela ... und nutzte die Zeit intensiv für Recherchen zur Frage, warum das nicht…
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Forwarded from Billy Six 📸
Wie sich das Schicksal manchmal wendet ... Noch vor 7 Jahren war ich Maduros politischer Gefangener; heute sitzt er in Handschellen.
Zu erwähnen ist, dass laut Prozessakte die US-Botschaft in Berlin über ihren „Politoffizier“ Genevieve L. im Auftrag von US-Präsident Trump (erste Amtszeit) der BRD-Regierung am 12. Dezember 2018 Hilfe anbot, mich aus Venezuela zu befreien. Die BRD-Führung lehnte ab. Wenn von denen wer seine gerechte Strafe erhielte, wäre ich auch nicht gerade den Tränen nahe.
*
👉https://www.nytimes.com/2018/12/14/world/europe/billy-six-jail-venezuela.html
*
( E N G . ) - ( Karma is a bitch. Seven years ago I was Maduro's political prisoner; today he is in handcuffs.
Additionally it should be mentioned that - according to court records - the US Embassy in Berlin, through its "political officer" Genevieve L., offered the German government assistance on December 12, 2018, in order help liberating me from Venezuela - acting on behalf of US President Trump (first term). The German leadership refused. I wouldn´t be sad if leading German officials would receive punishment as well. )
Zu erwähnen ist, dass laut Prozessakte die US-Botschaft in Berlin über ihren „Politoffizier“ Genevieve L. im Auftrag von US-Präsident Trump (erste Amtszeit) der BRD-Regierung am 12. Dezember 2018 Hilfe anbot, mich aus Venezuela zu befreien. Die BRD-Führung lehnte ab. Wenn von denen wer seine gerechte Strafe erhielte, wäre ich auch nicht gerade den Tränen nahe.
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👉https://www.nytimes.com/2018/12/14/world/europe/billy-six-jail-venezuela.html
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( E N G . ) - ( Karma is a bitch. Seven years ago I was Maduro's political prisoner; today he is in handcuffs.
Additionally it should be mentioned that - according to court records - the US Embassy in Berlin, through its "political officer" Genevieve L., offered the German government assistance on December 12, 2018, in order help liberating me from Venezuela - acting on behalf of US President Trump (first term). The German leadership refused. I wouldn´t be sad if leading German officials would receive punishment as well. )
NY Times
German Reporter Is Said to Face Espionage Charges in Venezuela (Published 2018)
Billy Six, a freelancer, was reportedly detained on Nov. 17. He was accused in a military court of talking to the rebel group FARC and taking photographs too close to President Nicolás Maduro.
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Forwarded from JUNGE FREIHEIT
Als Kai Wegner politischen Selbstmord beging
Berlins Bürgermeister taucht nach dem linksextremen Anschlag auf die Stromversorgung ab. Während Zehntausende frieren, schließt sich Kai Wegner in seine Wohnung ein. Über die Total-Blamage eines Nichtskönners.
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JUNGE FREIHEIT
Berliner Stromausfall: Als Kai Wegner politischen Selbstmord beging
Berlins Bürgermeister taucht nach dem linksextremen Anschlag auf die Stromversorgung ab. Während Zehntausende frieren, schließt sich Kai Wegner in seine Wohnung ein. Über die Total-Blamage eines Nichtskönners.
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Dem BlackRock Lügenkanzler ist doch das Volk völlig egal!
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