Evolutionäre Zelle
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Eigentumsverhältnisse zum Tanzen bringen
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Das erklärt einiges von dem, was gerade so abgeht:

"The strategy came to public light after Bannon told Michael Lewis in 2018 that "The Democrats don't matter... The real opposition is the media. And the way to deal with them is to flood the zone with shit"."

https://en.wikipedia.org/wiki/Flood_the_zone
Da bin ich dabei - mal wieder mit einem Jahr Verspätung:

500 Jahre Widerstand
Für das Leben – Für das Land
Saugeil: die hat während ihrer Arbeitszeit bei einem Energiekonzern ein ganzes Buch geschrieben, & denen ist das erst aufgefallen, als sie das Buch veröffentlicht hat! 🤪

https://de.wikipedia.org/wiki/Corinne_Maier
Evolutionäre Zelle
Da bin ich dabei - mal wieder mit einem Jahr Verspätung: 500 Jahre Widerstand Für das Leben – Für das Land
Der Artikel im Oya-Almanach 2025 macht klar, worum es im deutschen Bauernkrieg in der Tiefe ging:

"Es sollte jedoch noch über tausend Jahre dauern, bis diese Vorstellung uneingeschränkter Verfügungsgewalt Westeuropa voll durchdrang. Mit dem dominium wurde es möglich, Pacht von den Bauersleuten zu verlangen, ohne dass dies als Raub gegolten hätte. Indem mehr Land unter diese ökonomische Ordnung geriet, waren zunehmend jene Pächter im Vorteil, die durch die Erhöhung ihrer eigenen Produktivität (und die Ausweitung ihres Absatzmarkts) wettbewerbsfähig produzieren und gute Pachten zahlen konnten. Diejenigen, die
am meisten zahlen konnten, bekamen Zugang zu noch mehr Land, während andere die von ihnen bebauten Äcker ganz verloren. Denn vom ökonomischen Erfolg der Bauersleute hing das Einkommen der Grundherren ab; für diese war es somit lukrativ, ihre Pächter dazu zu zwingen, die Arbeitsproduktivität zu erhöhen.
Ökonomisch gewinnen konnte dabei jener Bauer (mit dieser Zeit verbunden ist auch das zunehmende Abdrängen der Frauen in den häuslichen Reproduktionsbereich), der am billigsten produzierte.
Dies erlangte gesellschaftliche Bedeutung. Zum einen war das tägliche Leben fortan durch Konkurrenz bestimmt. Zum anderen mussten, damit der Kapitalismus sich durchsetzen konnte, Lebensquellen billig gemacht und unter einem fadenscheinigen »Natur«-Begriff zusammengefasst werden, der letztlich alles enthielt, was dominiert werden konnte: Frauen, Kinder, Unfreie, Tiere, Böden. Ohne die billig gemachte Nahrung wäre die Arbeit in den frühen Fabriken zu teuer gewesen, um Mehrwert zu generieren. Und solche »billige Natur« konnte es wiederum nur geben, indem die Nahrungserzeugung aus ihrer wurzeltiefen, weitverzweigten Verbindung mit den Bäuerlichen herausgelöst wurde.
Die Ökonomisierung der Landnutzung war nur möglich, indem das oben beschriebene römische Recht eingeführt wurde. Dieses wurde von den Bauersleuten als Gegensatz zum »Alten Recht« angesehen, welches aus dem Gewohnheitsrecht (englisch common law) auf dörfliche Selbstbestimmung (oftmals auf das Thing zurückgehend) und auf Subsistenzwirtschaft der Allmenden bestand."
Evolutionäre Zelle
Der Artikel im Oya-Almanach 2025 macht klar, worum es im deutschen Bauernkrieg in der Tiefe ging: "Es sollte jedoch noch über tausend Jahre dauern, bis diese Vorstellung uneingeschränkter Verfügungsgewalt Westeuropa voll durchdrang. Mit dem dominium wurde…
Noch grundlegender:

"Die Nahrungsmittelproduktion wurde in den vergangenen 500 Jahren erheblich verbilligt – im Wesentlichen durch die gewaltsame Aneignung von fruchtbarem Land und der Arbeit versklavter Menschen in den Kolonien, durch fossile Energien und globale Stoffströme. Dadurch verlieren wir ein ko-produktives Verhältnis aus den Augen: Die Pflanzen, die Tiere und die Bäuerlichen produzier(t)en einander gegenseitig. [...]

Auch der Beginn des Mittelalters ist dadurch markiert: Das Römische Reich implodierte im 4. und 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung nach und nach, weil die nicht-menschlichen Wesen ihre Arbeit versagten, nachdem die Böden – durch eine extraktivistische Landwirtschaft, die ohne Rücksicht auf langfristige Bodengesundheit nur auf einen möglichst großen Abtransport von Getreide und anderen Gütern aus war – ihrer Kollektive an produktiven Organismen beraubt waren. Etwa tausend Jahre später, am Ende des Mittelalters um 1500, zeigte sich diese Natur-Kultur-Geschichte nicht minder, denn die Bäuerlichen hielten sich immer an dieser Schnittstelle auf – die Landschaft, die sie schufen, wirkte unmittelbar auf sie zurück.
Ihre Kämpfe rückblickend lediglich als Kämpfe für den Erhalt ihrer Lebensgrundlage zu verstehen, hieße, dass sie nochmals verlören – in unseren Köpfen. Denn in dem langen Prozess, der eine Unzahl an Kleinbäuerlichen unfreiwillig vom Land drängte, wurden nicht bloß die Bauersleute bekämpft, sondern auch das eigentlich Gesellschaftliche, verstanden als ko-produktiver Prozess.
Bäuerlich sein heißt, in Kooperation mit den Wesen der Natur zu treten, seien es Winde, Regen, Flüsse, Böden, seien es die Pflanzen, ohne deren Fotosynthese kein Mensch je den Fuß auf diese Erde gesetzt hätte, oder die Mikroorganismen, ohne deren Tun wir weder Nahrungsmittel erzeugen noch diese verdauen könnten. Bäuerlich sein heißt aber nicht nur, Kooperationen mit der mehr-als-menschlichen, sondern auch mit der menschlichen Mitwelt aufzubauen. Denn bäuerliches Tun ist gesellschaftliches Tun: Es baut immer auf dem Tun anderer auf – darauf, dass vor vielen Jahrtausenden Menschen die Hacke erfanden, diese später zum Pflug entwickelten, oder darauf, dass vorangegangene Generationen die Möglichkeit der Veredelung von Obstbäumen entdeckt haben. Und nicht nur auf die Vergangenheit gerichtet bezieht sich das bäuerliche Tun auf dasjenige von anderen: Eine einzelne Person kann sich immer nur auf eine bestimmte Anzahl an Kulturen fokussieren und kann nur eine bestimmte Bandbreite an Wissen haben. Je mehr die Menschen kooperieren, desto produktiver wird ihr Tun. Um die Gemeinschaft zu versorgen, muss der Fluss des Tuns in Gang gehalten werden. Das bäuerliche Tun ist also ein »Tun im Fließen«, wie John Holloway es ausdrücken würde.
Doch während Holloway bei seinem gesellschaftlichen Fluss des Tuns nur die menschlichen Akteure betrachtet, gehören zum Fluss bäuerlichen Tuns auch die nicht-menschlichen Mitspielenden."
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…damit du dich wieder erinnerst.*



„10/10 – würde wieder inkarnieren… (aber nicht sofort).“
Großartiger Text von Luisa Kleine aus dem ersten Oya-Almanach:

Die Freiheit des Myzels

"Unter jedem Commons, wie unserer gemeinsam verwalteten Fuchsmühle, lebt das Commoning: Gemeinschaffen oder gemeinsames Tun, das Commons erst hervorbringt. Es frisst sich im Verborgenen in weitverzweigten Netzen durch den Boden wie ein Myzel und lässt dann seine Fruchtkörper wie Pilze aus dem Boden schießen.
Begegnet man den Commons, ist es wie bei der Pilzsuche im Wald: Der erste freudige Blick gilt der Entdeckung des Pilzes, eines Commons.
Vielleicht fallen die raffinierten Organisationsstrukturen in den Blick, die gewählte Rechtsform oder die ganz materiellen Strukturen, die das Commons bilden. Will eins aber selbst zum Commoner werden, zu einem, das dieses Commons aktiv erzeugt, pflegt und bewahrt, führt kein Weg daran vorbei, sich selbst vom Myzel essen zu lassen und somit selbst zu einem Teil des Myzels zu werden. Zu glauben, dass ich im Commoning ein einzelnes Individuum bleiben könnte, ist eine Illusion. Die Hyphen, die kleinen fadenförmigen Pilzzellen, verspeisen den Homo oeconomicus in uns, zerfressen Identitätskategorien, Vorstellungen von Fortschritt, Gerechtigkeit, Eigentum, Freiheit. Der unabhängige, starke, rationale Typ in uns, der ständig den Helden spielen will, muss sterben. Das ist ein irritierender, beängstigender, ekeliger und anstrengender Transformationsprozess, in dem Gefühle von Orientierungs- und Schutzlosigkeit auftauchen können. Und doch ist es genau dieser Prozess, der gleichzeitig die Befreiung bedeutet."
RiseUp4Rojava
Kobanê is under attack! After the Tishreen Dam and the Arabic towns of Ayn Issa and Sirrin fell into the hands of the jihadist gangs, the frontline reached Kobanê. The city which stopped ISIS in 2014 and became the turning point leading to the territorial…
So sieht's aus:

"Der Angriff auf Rojava wird oft als Akt einer notwendigen staatlichen Konsolidierung dargestellt. Diese Lesart verfehlt den Kern des Konflikts: Rojava stellt keine Frage der Sezession, sondern die Frage der Demokratie selbst. Es geht darum, ob politische Vielfalt anerkannt und politisch institutionalisiert werden kann – oder ob sie autoritär eingehegt und im Zentralismus aufgelöst wird.

Sicher: Auch Rojava ist nicht frei von Widersprüchen, Unrecht und autoritären Strukturen, die nicht zuletzt unter den Bedingungen eines permanenten Krieges gedeihen. Dennoch war und ist die Region geprägt vom unabdingbaren Willen, Gemeinschaft anders und offen zu organisieren – als ein Ort, in dem persönliche Freiheit und eine multiethnische Demokratie gedeihen sollten."

https://www.medico.de/eine-frage-der-demokratie-20376
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