ᛉ Hüter der Irminsul S. & B. ᛉ® Das Original
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Komm' mit uns auf die Reise in die Zeit, die vor uns war. Lass uns die Freiheit atmen, die noch keiner von uns sah. Sieh wie einst deine Ahnen an die Zukunft stets geglaubt und sich selbst dann nicht beugten, als der Feind ihr Land geraubt.
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Storch

Auf unserer Wiese gehet was, watet durch die Sümpfe, hat ein schwarzweiß Röckchen an und auch rote Strümpfe, fängt die Frösche schnapp, schnapp, schnapp, klappert lustig, klapperdiklapp ...  (Altes Kinder-Rätsellied)

Der altgermanischer Name Storch für diesen Vogel, althochdeutsch Stor(a)h, mittelniederländisch und niederdeutsch Stork, englisch und schwedisch stork hängt zusammen mit ‚steif gehen‘ oder ‚erstarren‘, bezeichnet also die Gangart des Tieres.

Der oft für den Weißstorch verwendete Name Adebar ähnelt dem altsächsischen öd, sächsischen euver, altnordischen auđr und friesischen Eiber. Der Name besteht aus zwei Teilen: ‚Ade‘ nach dem gotischen auda - bedeutet Glück, Besitz, Reichtum, und der zweite Teil ‚bar‘ hängt zusammen mit ‚besorgen‘, ‚bringen‘. Adebar bedeutet deshalb wahrscheinlich: Bringer von Reichtum.
Der Storch gilt seit jeher als Frühlingsbote, und das war früher sehr viel wichtiger als
jetzt, besonders, wenn man dabei an die Ernährung denkt. Wer auf oder beim Haus ein
Storchennest hat, dessen Haus ist nach altem Glauben geschützt vor Blitz und Feuer.

Wie der Name Adebar schon zeigt, gilt der Storch auch als Glücksbringer, wer aber aus dem Nest Eier oder Junge raubt, den trifft schweres Unglück.

Alt ist auch der Glaube, dass der Storch die Kinder aus einem Brunnen, Teich oder anderen Gewässern bringt. Damit ist der Storch ein Bote der Göttin Holle, die auf diesem Weg Kindersegen verbreitet. In diesem Sinn ist der Storch Symbol für den Wunsch nach Kindern. Man kann ihn anlocken, indem man Zuckerstücke auf das Außenfensterbrett legt; freilich müssen dann schon Störche in der Nähe sein.

Aus Norddeutschland stammt der alte Glaube, Störche seien verwandelte (oder Menschen, die im Dienst einer Göttin stehen.

Der Storch als Krafttier verbindet uns mit unserer Herkunft. Wir alle kommen irgendwo her, und von diesem »Ort« bringen wir besondere Kräfte und Fähigkeiten mit. Sie sind uns gewissermaßen in die Wiege gelegt worden. Es sind unsere Gaben. Einige dieser Gaben haben wir von unseren Ahnen geerbt. Diese weiterzuentwickeln und auf unsere Weise nutzbringend in der Welt zu entfalten ist eine der Aufgaben in unserem Leben. Der Storch bringt uns in Berührung mit diesen ererbten Gaben und zeigt uns, wo wir sie einsetzen können. Aber auch der Wunsch nach Kindern wird vom Storch begleitet, sowohl im eigentlichen wie auch ım übertragenen Sinne. Kinder können auch Ideen sein, die wir ans Licht der Welt bringen wollen, die wir gebären wollen. Hier unterstützt uns der Storch mit seiner Kraft. Die Kraft des Storches sorgt dafür, dass wir Geist und Materie, Wunsch und Wirklichkeit in Einklang bringen können. Sie bringt unsere Fantasie in Gang und sorgt dafür, dass wir kreativ werden und unseren Gedanken Raum zur Entfaltung geben.

Quellen: Germanischer Götterglaube
Runen der Kraft
Recherche Ricky
Der Klapperstorch,auch
Meister Adebar. „Auda“ bedeutet Glück, Heil und „bera“ tragen, gebären. ... In vielen Mythen heißt es, dass der Storch die Kinder oder Babys bringt.
♡ Pippi ♡
t.me/HueterderIrminsul
Warum bringt der Storch die Babys?

Der Weißstorch - auch Adebar, Heilebart, Hoierboer, Klapperstorch, Knickerbein, Langbein oder Stelzbein genannt - bringt der Legende nach die Babys. Dieses Märchen hat sich wahrscheinlich erst im 18. Jahrhundert herausgebildet. Danach soll der Storch die Kinder aus einem Brunnen holen und anschließend die Mutter ins Bein beißen, damit sie sich ins Bett legen muss, in das Meister Adebar das Kind
 legt.
Dieser Aberglaube kursierte früher vor allem in Norddeutschland. Die Herkunft ist weitgehend unbekannt. Es gibt allerdings Vermutungen. So soll der Ausdruck »Der Storch hat die Mutter ins Bein gebissen« auf die mythologische Vorstellung von der Geburt aus dem Bein zurückgehen. Der Brunnen, aus dem der Storch die Kinder holen soll, ist vielleicht ein Bild für die Vorstellung, dass sich Ungeborene im Wasser aufhalten. Der Hintergrund könnte der Glaube daran sein, dass alles Leben dem Wasser entstammt.

Es gibt auch eine Theorie, nach der die Sage auf mittelalterliche Holzschnitte von Störchen, die Frösche im Maul tragen, zurückgeht. Die grob geschnitzten Frösche ähnelten kleinen Kindern. Und es gibt natürlich auch eine psychoanalytische Deutung, nach der der Storchenschnabel als Bild des Phallus, der Brunnen als Symbol des Mutterschoßes angenommen wird.

Quelle wissen de
Recherche Pippi
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Hönir

Wenn ich so die Menschen sehe
hier in diesem, unserm Land,
denk ich manchmal „wehe, wehe,
Leute, wo ist der Verstand?“

Und dann fällt mir wieder ein
das allererste Menschenpaar,
dem Odin hauchte Leben ein
und Lodur gab die Farbe klar.

Hönir selbst gab den Verstand.
Das ist der Ase, der dann später
Geworden ist zum Friedenspfand,
wo er bei den Wanen lebte.

Die hörten, er sei schlau und klug
Und gaben Stimme ihm im Rat.
Eine Zeit ging alles gut.
Weil Mimir er gehöret hat.

Doch weilte Mimir, Pfand wie er,
woanders, dann schwieg Hönir still.
Sein Verstand blieb seltsam leer.
Als Ratsherr taugte er nicht viel.

Weisheit muß Verstand durchdringen.
Sonst bleiben alle Worte klein.
Menschlein, lern aus diesen Dingen
und bild’ dir auf den Kopf nichts ein.

Wenn ich so die Menschen sehe
verschwindet schließlich meine Klage.
Ich denk manchmal „wehe, wehe,
das ist eben Hönirs Gabe.“
©️RENATE STEINBACH
Recherche Ricky
t.me/HueterderIrminsul
👍1
In diesem Sinne Brüder und Schwestern, kommt gut durch die Nacht.
Heil und Segen
♡ Pippi ♡
t.me/HueterderIrminsul
Wunderschönen guten Morgen und einen schönen Start in den Tag des Allvaters.
Heil und Segen
♡ Pippi ♡
t.me/HueterderIrminsul
Die neun Maiden

Wiederholt begegnen uns in verschiedenen Mythen magisch, mystische Frauengruppen.

Besonders häufig zu dritt (wie die drei Nornen, die drei Matronen etc.) oder gar zu neunt.

Neun im Holz – Neun Welten als Neun Riesinnen

Eine ganz besonders aufregende aber auch nicht ganz einfache oder unumstrittene Neunergruppe findet sich am Beginn der Völuspa, der Weissagung der Seherin, in der poetischen Edda.

Die zweite Strophe der Völuspa:

“Ich erinnere mich Riesen
Geboren am Beginn die einst mich aufzogen

Neun Welten erinnere ich
Neun im Holz (níu íviði)
Metbaum leuchtender (der Weltenbaum/Yggdrasil) vor Erde unten”

Die Übersetzungen der, in altisländisch verfassten, Eddas in unsere heutige Sprache ist nicht leicht und etliche Passagen sind obskur oder für uns heute unverständlich. So auch die hier übersetzten Verse aus der Völuspa. So übersetze Einige “Niu Ividi” auch mit “Neun Äste”,  Andere, wie die norwegische Religionshistorikerin Maria Kvilaugh, übersetzen „Niu Ividi“ statt dessen mit Neun Riesinnen oder Neun „Hexen im Holz“.  Ich habe mich an dieser Stelle für die wortwörtliche Übersetzung entschieden.  Ividia ist ein etwas obskures Wort das in der Edda an weiteren Stellen auftaucht und hier meist Riesinnen bezeichnet. Die genaue Bedeutung von Ividia ist ungeklärt, wortwörtlich heißt es in etwa „im Holz“ – wobei Holz das Material aber auch den Wald meinen könnte. Im Hyndlalied bezeichnet z.B. Freya eine Riesin als Ividia.

Hugo Pipping, ein schwedischer Sprachwissenschaftler des frühen 20. Jahrhunderts, glaubte das Heimdallr eine Personifikation des Weltenbaums wäre und die Neun Welten seine Neun Mütter sind und er so, wie im Hyndlalied beschrieben, am Rande der Welt von 9 Müttern – den neun Welten, geboren wurde.

Der Name Heimdalr lässt sich mit „große Welt“ übersetzen, diese Idee ist also längst nicht soweit hergeholt wie sie vielleicht erscheint.

Neun Mütter Heimdals (große Welt)
(Hyndlalied 35, 37 und 38)

Einer wurde geboren
an den Tagen vor der Zeit
sehr kraftgestärkt, vom Geschlecht der Mächte neun gebaren ihn, den prächtigen Mann Riesenmädchen
Am Rande der Welt
Ihn gebar die Lärmende (Gialp), ihn gebar die Greifende (Greip)
Ihn gebar die Vorwärtsstürmende (Eistla)
und die Sandgeberin (Eyrgiafa)
ihn gebar Wolffreundin (Ulfrun) und Genußinsel (Angeya)
die Dunkle (Imdr) und die Wollende (Atla) und Eisenschwert (Jarnsaxa)
Dieser war stark durch die Kraft der Erde,
die kühle See und Opferblut
Heimdallrgaldr (Fragment in Gylfis Täuschung)

Ich bin der Sohn von neun Müttern,
ich bin der Sohn von neun Schwestern.

Quelle: Tunritha
Recherche Ricky
Die Kraft des Hundes

Der Spürsinn des Hundes bezieht sich nicht nur auf seine irdischen Funktionen als Wächter des Hauses, Er spürt auch, welche nächsten Entwicklungsschritte gerade anstehen. Der Hund als Krafttier macht uns daher darauf aufmerksam, dass wir vor einem wichtigen Übergang stehen, der bedeutet, sich von alten Mustern zu befreien. Gerade weıl diese Übergänge kritisch sind und uns bedrohlich erscheinen können, steht uns der Hund zur Seite. Er unterstützt uns mit seinen Sinnen, wacht über unsere Schritte und warnt uns, wenn wir zu weit von unserem Weg abkommen.

Der Hund ist auch der Hüter der Schwelle. So wird er uns genau prüfen, ob wir schon bereit sind für den nächsten Schritt. Erst dann wırd er zum Schutzgeist für denjenigen, der aus einer überholten Situation heraustritt, um neue Ufer für sich zu entdecken. Als Krafttier führt er uns schließlich auf unseren eigenen Weg zurück und ist damit das Sprachrohr für unsere innere Stimme.

Wer sich auf die Kraft des Hundes einlässt, hat einen Begleiter an seiner Seite, der ihn durch Krisenzeiten führen kann - wie der gute Hirte führt er uns mit dem Licht der Erkenntnis durch das finstere Tal der Nacht unserer Seele. Gerade in den Augenblicken, in denen wir uns von aller Welt verlassen fühlen, können wir auf ihn bauen. Es ist wichtig, ihm
die Führung zu überlassen, denn der Hund sieht, hört und spürt in diesen Augenblicken mehr, als unsere Sinne erfassen können. Die wichtigste Aufgabe, die uns der Hund stellt, ist zu lernen, wieder auf uns selbsr zu vertrauen.

Quelle: Christopher Weidner
Recherche Ricky
Mögen die Götter euch sicher durch die Nacht begleiten
Heil und Segen

>>Ricky <<
t.me/HueterderIrminsul
Wunderschönen guten Morgen und einen schönen Start in den Tag des Donar/Thor.
Heil und Segen
♡ Pippi ♡
t.me/HueterderIrminsul
💁‍♀💁‍♀😂😂😂👆👆 ist ja nicht so wie wenn ich nicht wollen würde 😂😂😂
♡ Pippi ♡
t.me/HueterderIrminsul
Der Alte Weg

Ruhigen Ort besuch’ ich,
Lebendigen und stillen Ort.
Mondschein hüllt das Land in Silberlicht
Sterne funkeln über mir.

Lad’ ich sie ein,
Altes Volk,
Nordische Ahnen.

Den Weisen lad’ ich, und seine Sippe.
Allvater, Wanderer, Rater.
Den Starken lad’ ich, und seine Sippe.
Riesenschreck, Donnerer, Hammers Herr.
Die Schöne lad’ ich, und ihre Sippe.
Mutter, Herdfeuer, Seherin.

Die zwei Sippen lad’ ich,
Zu Speis und Trank,
Zu ehren den Alten Weg.

Die Drei Frauen lad’ ich,
Der Sippen Wächter, Fadenspinner, Netzknüpfer.

Die Kleinen lad’ ich,
Heimliche Wächter in
Wald und Moor.

Die Ahnen lad’ ich,
Zu Met und Brot.

Trinkt den Met,
Esst das Brot.

Nehmt die freundliche Gabe,
Zu ehren den Alten Weg.

© Bragisson - Langhus
Recherche Ricky
t.me/HueterderIrminsul
THURISAZ

Germanischer Name: Thurisaz  Angelsächsischer Name: Thorn
Altnordischer Name: Thurs
Lautwert: Th

Thurisaz ist die dritte Rune des ersten Aett und ihr Element ist das Feuer. Der traditionelle Name dieser Rune, Thurisaz, ist ein sehr alter Name für Thor, der in der Literatur gemeinsam mit den Namen Wodenaz und Tiwaz auftritt. Thurisaz bedeutet »Riese«. Dies ist bis ins moderne Isländisch erhalten geblieben, in dem das Wort Thurs noch immer Riese bedeutet. Von den Christen wurde dieses Wort mit »Dämon« übersetzt — ihre übliche Methode der Propaganda gegen alles, was sie zu eliminieren suchten. Thurisaz repräsentiert sowohl Thor als auch die Riesen. Thor hat mit den Riesen einige Eigenschaften gemeinsam und ist der einzige der Asen, der den Riesen an physischer Stärke gleichkommt. In der nordischen Mythologie stehen die Riesen für die Kräfte des Chaos, und Thor ist der Gott, der diese Kräfte unter Kontrolle hält. 

Bedeutung

THURISAZ steht für das Wilde in der Welt, den Zustand vor der Schöpfung, in dem noch alles ungeordnet ist und keine Struktur besitzt. Diese Unordnung reicht immer wieder in unser Leben hinein und scheint das, was wir uns aufgebaut haben, zu bedrohen. Doch anstatt in Furcht zu erstarren oder sich zornig dagegen zu wehren, könnten wir diese Störung genauer betrachten und sie als Gelegenheit sehen, unser bisheriges Leben zu hinterfragen. Mit Sicherheit zeigen uns diese Störungen Stellen in unserem Gefüge auf, an denen wir etwas verbessern können oder wo wir vielleicht sogar neue Wege einschlagen können, um unsere Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Manchmal bedeutet der Entschluss, sich selbst zu verändern, Unsicherheit in die Welt anderer zu bringen. Dann fürchten wir uns vielleicht davor, unseren Weg zu gehen, weil wir niemandem weh tun wollen. Doch THURISAZ macht uns klar, dass Entwicklung nur möglich ist, wenn wir beherzt in Kauf nehmen, anderen auf dıe Zehen zu treten - für andere ein Dorn im Auge zu sein. Denn wir können es nicht allen recht machen.

Quellen : Freya Aswynn
Christopher Weidner
Recherche Ricky
15 erstaunliche Anwendungen für die Birke

Die Birke ist einer der markantesten Bäume, mit ihrem weiß-schwarzen Stamm erkennt sie jeder schon aus der Ferne. Über die Vielzahl an fliegenden Samen und Blütenstaub ärgern wir uns, doch ihren traditionellen Nutzen haben wir verlernt zu schätzen. Mit ihren Inhaltsstoffen wie Flavonoiden, Salicylsäure-Verbindungen, Gerbstoffen, Betulin und reichlich Vitamin C zählt die Birke nicht umsonst zu den Heilpflanzen. Sie ist zum Beispiel bei vielen Hautproblemen und schmerzhaften Erkrankungen, aber auch als Reinigungsmittel, kostenloses Nahrungsmittel und für weitere Zwecke verwendbar.
Die Erntesaison beginnt schon früh im März mit den Birkenknospen, gefolgt vom Zapfen des Birkensafts von März bis Mai. Die zarten, jungen und noch etwas klebrigen Birkenblätter kannst du einfach von den Ästen abstreifen, sie wachsen schnell wieder nach, aber auch kräftigere Blätter kannst du bis Juni ernten und verwenden. Um die Vorzüge der Knospen und Blätter das ganze Jahr über zu nutzen, bietet sich eine Bevorratung durch Trocknen an. Da Birkenrinde ganzjährig zur Verfügung steht, solltest du nie mehr mitnehmen, als gerade benötigt wird.
Wie und wofür du all diese Pflanzenteile verwenden kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

1. Birke als Nahrungsmittel

Als Zutat für Speisen eignen sich Birkenknospen und Birkenblätter, die mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt, aber auch mit ihren entwässernden Eigenschaften zum Wohlbefinden beitragen.

2. Birkengewürz als Salzersatz

Birkenblätter eignen sich, wie viele andere Gewürze auch, um die Verwendung von Salz zu reduzieren. Dafür werden die getrockneten Blätter entweder mit den Händen oder in einem Mörser fein gerieben und wie Salz sparsam zu den Speisen hinzugegeben.

3. Birkenzucker (Xylit, Xylitol oder Xucker)

Zur Herstellung von Birkenzucker dient das Holz der Birke und Buche, aber auch Maiskolbenreste und der Hefepilz Candida tropicalis werden als Ausgangsmaterial verwendet. Ob es sich um das Naturprodukt aus der Birke, oder um die preiswertere, synthetische Variante handelt, ist den Produkten leider oft nicht anzusehen. Aus dem Holz einer Birke erhält man durch Zerkleinern, Wässern, Spalten und Eindicken nur 25 Kilogramm Birkenzucker in kristalliner Form. Kein Wunder also, dass Birkenzucker ein teures Ersatzprodukt zum Haushaltszucker darstellt, wenn auch ein gesünderes.
Meist wird allerdings synthetisch hergestelltes Xylitol im Handel angeboten. Die beste Qualität mit gesundheitlichem Wert bietet der echte Birkenzucker (in manchen Bioläden sowie online erhältlich), weshalb man dem Kleingedruckten zum Ursprung Beachtung schenken sollte. Leider fehlt hier meist jeglicher Hinweis.
Im Vergleich zum normalen Haushaltszucker bietet Birkenzucker einige Vorteile:

enthält 40 Prozent weniger Kalorien

ist zur Kariesvorsorge verwendbar, weil er im Gegensatz zu Saccharose von kariesverursachenden Bakterien nicht verstoffwechselt werden kann

für Diabetiker geeignet und

macht weniger zuckersüchtig

4. Birkensaft

Früher galt der Birkensaft bei den Germanen als Schönheitstrunk und Potenzmittel. Auch heute ist er noch in Reformhäusern und Apotheken wegen seiner entschlackenden und entwässernden Wirkung zu bekommen. Das Wasser aus dem Stamm enthält unter anderem Invertzucker, Säuren, Salze und Eiweiß. Ab März kannst du den reichlich emporsteigenden, bekömmlichen Saft der Hängebirke (Betula pendula) genauso wie Ahornsaft zapfen.
Bis zu 50 Liter dieses gesunden Getränks können im Frühjahr aus einem gesunden Baum geerntet werden, ohne ihm dauerhaft zu schaden. Frisch gezapft ist der Saft gleich vor Ort genießbar oder noch etwa drei Tage im Kühlschrank haltbar. Er eignet sich auch zur Herstellung von Birkensirup und Birkenlimonade.
Um aus dem Saft einen süßen Birkensirup zu erhalten, kannst du ihn auf die Hälfte einkochen und in einem Wasserbad weiter reduzieren, bis nur noch zehn Prozent des ursprünglichen Volumens übrig sind.