Freizeit‐Politik‐Blog
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Veröffentlichung von meinen Artikeln sowie von interessanten bzw. inspirierenden Fundstücken

Inhaltsübersicht: t.me/FreizeitPolitikInhalt
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Geld, Teil 3: Die speziellen Probleme

Zusätzlich zu den allgemeinen Problemen aus Teil 1, welche auf die in Teil 2 beschriebenen Kategorien Zwei bis Vier gleichermaßen zutreffen, resultieren aus unserem Schuldgeldsystem noch weitere spezielle Nachteile für die arbeitende Bevölkerung.

Bei Kreditvergabe werden zusammen mit dem Geld schließlich ebenso die Schulden in gleicher Höhe erschaffen. Hinzu kommen die Zinsen. Es existieren somit mehr Schulden, als überhaupt Geld in Umlauf gebracht wurde. Es können niemals alle Schulden zurückgezahlt werden. Am Ende würde ansonsten kein Geld mehr existieren, jedoch weiterhin ein Rest von den Schulden.

Wir spielen somit – um unser aller Leben – Die Reise nach Jerusalem. Vielleicht kennst Du dieses Spiel mit der Musik und dem fehlenden Stuhl noch aus der Schule. Wir können also festhalten: Alle Menschen rennen dem zu wenigen Geld hinterher, um nicht zu den Gelackmeierten zu gehören.

Die arbeitenden Menschen geben dabei in Deutschland bis zu 70 % ihres Einkommens als Abgaben und Steuern ab. Manche würden an dieser Stelle im Affekt widersprechen, doch vergessen dabei womöglich die Mehrwertsteuer und andere versteckte Steuern. Währenddessen ist die Machtelite konstant dabei, durch Ausbeutung ihr Vermögen auf absurde Weise zu multiplizieren. Warum nennen wir dieses Einkommen aus Zahlenspielereien nicht einfach bedingungsloses Spitzeneinkommen?

Grund für unsere hohe Steuerlast sind jedenfalls einerseits Korruption und der immense Bürokratieapparat, andererseits aber auch der Fakt, dass die eben beschriebenen Schulden irgendwohin und ausgeglichen werden müssen. Der Staat übernimmt einen großen Teil der Schulden, damit auf der anderen Seite dieses Nullsummenspiels mehr Geld existieren kann.

Staatsschulden zu senken, würde unmittelbar zu weniger Geld im Umlauf führen. Dies lässt sich besonders gut an den fünf Konten der Bilanz Deutschlands nach Prof. Bontrup erkennen. Die fünf Konten zeigen die Veränderung von 1991 zu 2011. Die Zahlen ergeben zusammen exakt 0 €uro.

Das erste Konto der privaten Haushalte mit +2124,1 Milliarden besteht aus Privatpersonen inkl. reicher Menschen; sowie aus juristischen Personen wie z. B. GmbHs.

Das zweite Konto der sogenannten nichtfinanziellen Kapitalunternehmen blutet mit −280,6 Milliarden aus.

Dagegen haben Finanzinstitute als drittes Konto trotz der Bankenkrise mit +313,7 Milliarden sogar Gewinn gemacht; allein im Jahr 2009 ganze 150 Milliarden.

Das vierte Konto des Staates übernahm −1158,8 Milliarden, damit anderswo entsprechend Plus existieren kann. Wie gesagt: All diese Konten ergeben zusammen 0.

Das fünfte Konto Ausland hat −998,4 Milliarden, weil andere Länder zum Kaufen unserer Produkte €uro benötigen. USA beispielsweise fragten bei uns an, €uro von uns zu leihen, um dann unsere Produkte damit zu kaufen.
Das Ende vom Lied ist: Wir wissen im Vorfelde, dass sie das niemals zurückzahlen können, aber wir leihen es ihnen trotzdem, weil wir Angst haben um die Exportüberschüsse, die eigentlich völlig virtuell, eigentlich Minus sind.

🔗 Andreas Popp

Wo wir gerade bei Zahlen sind: Als Bevölkerung sind wir auf Einkommensstellen angewiesen, um nicht in die Armut abzurutschen, und vernehmen daher besorgte Ausrufe: Maschinen nehmen uns die Arbeit weg! Da stelle ich die Gegenfrage: Warum können nicht alle Menschen von diesem Fortschritt profitieren?

Momentan muss der kleine Mann sich geradezu dem Geldsystem unterwerfen. Wir arbeiten und arbeiten, um mit unserer Produktionskraft und unseren Steuerabgaben dieses kaputte System am Laufen zu halten. Doch eigentlich sollte ein Geldsystem doch für die Menschheit arbeiten und nicht der Mensch für das System, oder?

Sollte das Ziel einer wirklich weit fortschrittlichen Gesellschaft nicht sein, nicht mehr arbeiten zu müssen, sondern das Leben genießen und sich ganz auf Gemeinschaftlichkeit sowie auf erfinderische, kreative und philosophische Dinge konzentrieren zu können? Der Sinn des Lebens ist schließlich Freude, Erkenntnisgewinn und Verbundenheit! Für alles Andere kann an Automatisierung gearbeitet werden.
Geld, Teil 4: Die fünfte Kategorie

All die zuvor beschriebenen Probleme kann in der Theorie eine von Prof. Dr. Franz Hörmann bekannt gemachte Alternative lösen. Er ist Professor für Rechnungswesen an der Wirtschaftsuniversität in Wien, doch ich bezeichne ihn ebenfalls als Philosophen. „Demokratie beginnt mit einem demokratischen Geldsystem.“, fasst er seine Kritik am Status quo zusammen.

Die fünfte Kategorie eines Geldsystems kann als asymmetrisches Geldsystem bezeichnet werden. Es basiert nicht auf doppelter Buchführung. Geld wird nicht getauscht, sondern auf persönlichen Konten jeweiliger Menschen geschöpft und auf selbigen Konten auch wieder vernichtet, ohne zwischen Schöpfung und Vernichtung jemals weitergegeben worden zu sein. Unter welchen Regeln dies geschieht, kann sich unterscheiden.

Errungenschaften und Fortschritt sollten allen Menschen zugutekommen und nicht nur den Machteliten. Prof. Hörmann hat für das Informationsgeldsystem dafür bestimmte Regeln vorgeschlagen. Ziel dessen ist, Ressourcen effizient gegenüber den Bedürfnissen der Menschen zu organisieren – ohne jemanden, der sich etwas davon ab zwackt. Vergiss am besten all die Vorstellungen, wie ein Geldsystem funktionieren müsse. Um das zu erleichtern, spreche ich nachfolgend nicht mehr von Geld, sondern von Punkten. Diese werden wie gesagt nicht mehr weitergegeben, sondern verbleiben immer auf dem persönlichen Konto eines Menschen.

Für Waren oder Dienstleistungen, welche jemand der Gemeinschaft zur Verfügung stellt, werden Punkte auf dessen persönlichem Konto geschöpft. Selbiges gilt für alle anderen Dinge, die der Gemeinschaft in irgendeiner Form nützen, wie das Aufziehen von Kindern oder bisher ehrenamtliche Tätigkeiten. Niemand muss hierbei direkt für die auszuzahlenden Punkte aufkommen, denn diese werden dabei ganz neu erzeugt.

Wenn jemand hingegen eine Ware kauft oder Dienstleistung in Anspruch nimmt, werden dafür Punkte aus seinem persönlichen Konto gelöscht. Wie viele Punkte dem Verkäufer geschöpft und Käufer gelöscht werden, kann sich unterscheiden – da bestimmt durch zwei unterschiedliche Regeln. Der Anbieter kann einen anderen Betrag erhalten, als der Kunde verliert.

Wie viele Punkte jemand in dem System für ein Gut aufbringen muss, wird aus der Verfügbarkeit des Guts im Vergleich zur Nachfrage und insgesamt existierenden Punktemenge errechnet. Bei im Überfluss verfügbaren Gütern werden dabei sogar überhaupt keine Punkte gelöscht. Somit wurde mal eben nebenbei eine bedingungslose Wohlstandsversorgung geschaffen, wie Prof. Hörmann es zu nennen pflegt.

Meine Vorstellung hierzu ist, dass Kunden in einem Onlineshop angeben können, ob sie Interesse an einem Gut haben, damit die tatsächliche Nachfrage unmittelbar erfasst werden kann. Im bisherigen Geldsystem wird die Nachfrage gar nicht ermittelt. Es ist lediglich bekannt, wie viele Leute ein Produkt für einen bestimmten Preis tatsächlich gekauft haben.

Was ein Arbeiter für ein veräußertes Gut auf sein Konto geschöpft bekommt, wird von der Gemeinschaft demokratisch je Produkttyp und Dienstleistungsart entschieden; unter Beachtung des Aufwandes und der Wichtigkeit des Guts für die Gemeinschaft. Da niemand für die Auszahlungen aufkommen muss, weil die Punkte bei der Bezahlung neu geschöpft werden, entsteht bei Entscheidungen tendenziell eine Großzügigkeit. An Entscheidungen beteiligt muss nicht immer jeder Mensch sein. Es reichen schließlich jene, die mit dem Gut selbst irgendwie zu tun haben. Geht es um Gitarren, brauchen beispielsweise evtl. nur Gitarristen und Gitarrenbauer zu entscheiden.

Von Arbeitern erhaltene Punkte können sich wie gesagt von jenen unterscheiden, die der Verbraucher verliert. Der Begriff des Kaufens passt eigentlich nicht mehr. Ein Bäcker kann beispielsweise zehn Punkte erhalten, während der Kunde im Falle eines solchen Überflussguts null Punkte verliert. Es handelt sich nicht mehr um fließendes Geld, das selbst einen Wert hätte, sondern um erstmal wertlose Zahlen auf den Konten, welche lediglich die Information der erbrachten Leistung enthalten. Es ist ein Wertmaßstab.
Geld, Teil 5: Der natürliche Weg

Unser bisheriges Geld wird wie ein Wert behandelt. Dieser Wert basiert auf dem Vertrauen der Menschen darauf. Wir vertrauen derart darauf, dass es mitunter krankhaft ist – mit der Gefahr des Zusammenbruchs. Das möchten wir unbedingt verhindern. Wir arbeiten für das Geld, anstatt umgekehrt. Wir sind abhängig. Der eigentliche Zweck des Geldes ist längst vergessen.

Das neue System muss uns stillen, während es uns wieder beibringt, worauf es ankommt – auf die Verwaltung des Verfügbaren gegenüber dem Bedarf. Ressourcen würden im Informationsgeld fair auf die Menschen verteilt. Das funktioniert verlustfrei, da sich niemand Gewinne abzwackt und es keine Steuern gibt. Was bisher von Steuern finanziert wird, würde nun schließlich direkt durch die Schöpfung der Punkte bezahlt. Auch Ehrenämter würden dann entlohnt.

Es gäbe keine klassischen Kaufverträge mehr, sondern nur den Vertrag eines jeden Einzelnen gegenüber der Gemeinschaft. Ein jeder befände sich im Geben und Nehmen mit der Gemeinschaft. Statt der bisherigen doppelten Parallelarbeit würde Kooperation gefördert, was Arbeitszeit freigäbe. Auch Arbeiter im Finanzsystem und an Steuerabwicklungen würden frei. Wir bräuchten weniger zu arbeiten.

Details des Systems und verwendete Berechnungsformeln würden Gemeinschaften auf demokratischem Wege für sich festlegen. Der Leistende wird immer belohnt, und zwar nach einer Regel, die wir im Konsens definieren., so Prof. Hörmann. Wichtig dabei ist die Selbstbestimmtheit der Gemeinden, denn Menschen aus München haben schließlich nichts mit dem Brot in Hamburg zu tun. Berechnet würde alles nach transparenten Mechanismen durch ein Open‐Source‐Netzwerk. Dafür könnten Bankencomputer umfunktioniert werden.

Wenn in diesem System zu viele Punkte entstehen, würde dies erstmal durch seltene Produkte ausgeglichen, die viele Punkte kosten. Eine steigende Anzahl von Punkten ließe sich auf Dauer jedoch nicht verhindern, wenn irgendwann fast nur noch kostenlose Überflussgüter existieren, was immerhin das Ziel des Systems ist. Die Punktemenge würde steigen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine problematische Inflation.

Inflation wird’s durch dieses so geschöpfte Geld nie geben, weil die Preise für die Kunden, die dann eigentlich bezahlen, regeln sich nach lokalen Regeln im Geschäft vor Ort. Wenn das Geschäft lokal sein Viertel mit Brot und Gebäck z. B. abdecken kann, dann wird durch frisch geschöpftes Geld der Bäcker immer bezahlt. Die Kunden kriegen’s aber sogar gratis, denn die Verteilungsfunktion vom Konsumentenpreis muss nicht mehr erfüllt werden. Wenn der Bedarf gedeckt ist, brauchen wir nicht mehr bezahlen.

Und wir wissen sofort, wie das Spiel enden wird. Wir werden irgendwann Millionäre, Milliardäre auf den Konten sein. Wir werden aber keinen Bedarf mehr haben, das Geld auszugeben, weil wir bei Gütern und Dienstleistungen in der kompletten, luxuriösen, nachhaltigen, bestqualitativen Vollversorgung sind, und ab dem Moment dürfen wir sagen: „Hallo, diese Zahlen werden jetzt einfach nur noch größer, ohne dass wir sie vernichten können. Hören wir einfach auf damit. Wir verschwenden Speicherplatz.“

🔊 Prof. Dr. Franz Hörmann

Für das bisherige Geldsystem wäre das Erreichen von Automatisierung und Überfluss ein Problem, da wir auf Einkommensstellen angewiesen sind. Für das neue System wäre es hingegen das Erreichen des Zieles, da jeder vom Überfluss profitiert.

Geld sollte nur ein Mittel zum Zweck sein. Um Menschen genau das wieder beizubringen, wurde das Informationsgeld entwickelt, welches Prof. Hörmann auch Methadon fürs Volk nennt. Es ist ein Ersatzstoff, der lediglich wie Geld aussieht, um den Menschen ihre Sucht am Geld abzugewöhnen.

Ziel einer wirklich weit fortschrittlichen Gesellschaft sollte sein, nicht mehr auf ein Geldsystem oder eine Einkommensstelle angewiesen zu sein, sondern das Leben zu genießen und sich ganz auf Gemeinschaftlichkeit sowie auf Erfindergeist, Kreativität und Philosophie konzentrieren zu können. Der Sinn des Lebens ist schließlich Freude, Erkenntnisgewinn und Verbundenheit.
Geld, Epilog: Kritik am Informationsgeld

Es gibt zehn mehr oder weniger offene Fragen zum Informationsgeldsystem, auf die ich nun in Form einer Art von FAQ eingehen werde.

1️⃣ Geld kann in Punkte getauscht werden. Solches Geld gehört dann der Gemeinschaft. Um Spekulationsgeschäfte zu verhindern, geht dies laut Prof. Hörmann jedoch nicht andersherum. Wie kauft jemand etwas von außerhalb, wo Punkte nicht akzeptiert werden?
🔍 Eine Lösung könnte sein, dass während der Transaktion eines Kaufes doch auch zurück getauscht werden kann. Die teilnehmenden Menschen sind aber frei, parallel auch noch die bisherige Währung zu besitzen.

2️⃣ Genauso, wie die Kalkulation der Verfügbarkeit und zu vernichtenden Punkte lokal abläuft, entscheiden Gemeinschaften lokal die zu erhaltenen Punkte. Verschiedene Preise zwischen Regionen können zu Zwischenhandel führen. Kostenlose Überflussgüter können zudem für Punkte weiterverkauft werden.
🔍 Bisher verdienen Zwischenhändler durch solche Preisdifferenzen ihr Geld. Wie in Teil 1 erklärt, ist das jedoch kein gutes System und gilt im neuen System entsprechend als Betrug. Wenn der Nutzen den Aufwand des Transports übersteigt, wäre es möglich, es in benötigten Mengen zu importieren.

3️⃣ Wie ist das mit Punkten, die für Bestandteile eines Endprodukts ausgegeben wurden?
🔍 Diese Punkte könnten vielleicht bei erfolgtem Verkauf erstattet werden. Punktekosten sollen knappe Güter managen. Dies könnte beim Endprodukt geschehen.

4️⃣ Wie werden Eigentümer von zur Verfügung gestellten Produktionsgeräten gehandhabt?
🔍 Diese können mit Punkten dafür entlohnt werden.

5️⃣ Eine solche Demokratie funktioniert nicht, weil Menschen zu oft egoistisch für ihr eigenes Wohl entscheiden und nicht vorausschauend oder für das Wohl der Gemeinschaft.
🔍 Unsere aktuelle Gesellschaft hat nichts mit echter Demokratie zu tun. Das erklärte Prof. Mausfeld einst sehr gut: Was ist Demokratie?
Zudem ist die Teilnahme am System freiwillig. Teilnehmer, vor allem die ersten, werden idealistisch und motiviert sein, es so gut wie möglich umzusetzen. Das begünstigt gute Entscheidungen.

6️⃣ Dem System würden eher erfolglose, faule oder gierige Menschen beitreten, die kostenlose Überflussgüter abgreifen wollen, oder sich erhoffen, dort erfolgreicher zu sein.
🔍 Wenn Güter ausreichend verfügbar sind, ist es nicht schlimm, dass faule Menschen diese erhalten. Sicherlich ist es in Hörmanns System leichter, erfolgreich zu sein, doch Gier kann in dem System nur durch einen Nutzen für die Gemeinschaft gestillt werden.

7️⃣ Demokratische Entscheidungen sind zu langsam, um effektiv zu entscheiden, welche Güter gerade wichtiger sind und höher vergütet werden müssen, um Ressourcen effizient zu nutzen.
🔍 Das denke ich nicht. Falls doch, könnten die Gemeinschaften sicherlich Lösungen finden. Das Systemkonzept ist ein Vorschlag, keine Vorschrift.

8️⃣ Das System wird Faulheit fördern. Es würden nicht genug Menschen arbeiten, sodass es keine Überflussgüter gäbe. Menschen wären weiterhin arm und könnten verhungern.
🔍 Da in dem System weniger Arbeitszeit notwendig ist und es leichter ist, mit seinen Fähigkeiten etwas zu verdienen, würde es eher Motivation auslösen. Jeder hätte zudem etwas davon, für mehr kostenlose Überflussgüter zu sorgen.

9️⃣ Sein System ist schwer umzusetzen, sowohl bezogen auf juristische Probleme, da das System schließlich steuerfrei ist, als auch bezogen darauf, wie man viele Menschen dafür gewinnt.
🔍 Das ist auch mein Hauptkritikpunkt. Mit OSBEEE gab es bereits einen fehlgeschlagenen Versuch der Umsetzung. Dennoch verbreite ich hoffnungsvoll diese vielversprechende Idee.

🔟 Ein Gesellschaftssystem benötigt eine Selektion von genetisch weniger fleißigen oder intelligenten Menschen, da die Menschheit sonst über viele Generationen hinweg degenerieren würde. Bei einer Versorgung durch kostenlose Überflussgüter fehlt eine solche Selektion.
🔍 Ich halte es für kein gutes Argument, ein schlechteres System zu wählen, nur weil es genetisch schlechtere Menschen aussortiere. Das klingt für mich ziemlich unmenschlich. Wir sollten jeden mitnehmen.
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Über Klassenkampf und Demokratie

Es scheint egal, welches gesellschaftliche Problem wir betrachten. Stets finden wir ganz bestimmte Dinge als Ursache: Da sind die Machteliten, das betrügerische Finanzsystem, Psychopathen in Machtposition, die Indoktrination der Menschen mit trojanischen Neoliberalismus‐Pferden durch Schulen und Medien sowie die daher wie eine Hammelherde allem folgende Bevölkerung.

Begriffe wie links oder rechts sind zu nichtssagenden Worthülsen verkommen, weil jeder etwas anderes darunter versteht. Dabei sollte der Fokus woanders liegen: Es gibt die Klasse der Machtelite, welche aktiv die Verteilung von Arm nach Reich vorantreiben. Es gibt die Klasse der nützlichen Idioten, welche diesen Neoliberalismus aus Unwissenheit oder Irrglauben vorantreiben. Das trifft häufig auf Journalisten, Wissenschaftler und Politiker zu. Es gibt die Opfer der Propaganda, welche sich in politischen Bewegungen aufspalten und auf Nebenkriegsschauplätzen streiten, während sie in Wirklichkeit nur dem Neoliberalismus dienen.

Und dann gibt es Menschen, die all dies mehr oder weniger verstanden haben und darüber aufzuklären versuchen. Beispiele dafür sind Kayvan Soufi‐Siavash, Ervin Tahirovic oder Aya Velázquez. Solche werden dann häufig als Verschwörungstheoretiker abgewertet, denn sie sind schließlich gefährlich für die Machtelite und müssen daher bekämpft werden. Die Masse der Leute fällt auf solche Rufmordkampagnen herein und wird so vom Verständnis dieser Aspekte abgehalten.

Dabei geht es um Gerechtigkeit und Fortschritt. Wir brauchen neben besserer Bildung und fairem Geld eine echte Demokratie. Damit ist keine direkte Demokratie gemeint, denn dieser Begriff ist ein Widerspruch in sich. Ein System mit direkten Wahlen, welches damit normalerweise gemeint ist, wird tatsächlich Ochlokratie genannt. Eine solche ist die Diktatur der Mehrheit über die Minderheit.

Echte Demokratie basiert auf dem Subsidiaritätsprinzip. Das heißt, die Macht geht von den kleinen Entitäten aus; zuerst von den Menschen, dann den Gemeinden, dann den Landkreisen, und so weiter. Demokratie bedeutet, dass jede Meinung angehört wird. Es ist der Austausch einer Gemeinschaft mit dem Ziel einer Konsensfindung. Es wird sich im kleinen Rahmen zu einigen versucht. Ist das nicht möglich, steht erst als letztes Mittel die Abstimmung zur Verfügung. Der große Staat muss wieder die Aufgabe wahrnehmen, uns gegenüber der Machtelite zu verteidigen, und nicht, uns zu regulieren.

Nicht der Staat ist das Problem, sondern, wie dieser momentan aufgebaut ist, mit Lobbyismus und Korruption, sprich der Einflussnahme, welche von den Konzernen ausgeht. Großkonzerne und dessen Besitzer, jene Machtelite, wollen die Verteilung von Arm nach Reich beibehalten und ausbauen. Das ist der Neoliberalismus. Dazu verwenden sie sogenannte Denkfabriken, z. B. Mont Pèlerin Society oder The Round Table. Die Bevölkerung soll glauben, die neoliberale Ideologie sei völlig natürlich. Verschiedene gesteuerte politische Bewegungen sollen alle gleichermaßen dort hinführen.

Wir sollen es als normal empfinden, wie wenig Gegenwert wir für unsere Arbeitskraft erhalten. Wir sollen es für erstrebenswert halten, den Staat als unseren Schutz gegenüber den Machteliten abzuschaffen. Wir sollen einen freien Markt mit Konkurrenz statt Kooperation für sinnvoll erachten. Es sollen Konflikte innerhalb der Klasse der Normalbevölkerung angefacht werden, damit wir einander bezichtigen und attackieren, anstatt gemeinsam die Klasse der Machtelite ins Auge zu fassen.

Es sollen Gesetze erlassen und Steuern nur so gesenkt werden, sodass Vorteile für Großkonzerne gegenüber dem Mittelstand entstehen. So ist das selbst bei der angeblichen Alternative für Deutschland. Mit alledem will die Machtelite ihre Vorteile weiter ausbauen. Bereits jetzt ist das System auf eine Weise aufgebaut, uns als normale Bevölkerung zu benachteiligen – mittels des betrügerischen Geldsystems, den manipulativen Medien und indoktrinierenden Schulen. All dies soll dafür sorgen, dass wir brav weiter arbeiten gehen und bedürftige Konsumenten bleiben.
Falsche Opposition: Meine Gedanken

Heute sind erneut Landtagswahlen. Ob es Zufall ist, dass ich an beiden Wahltagen einen Artikel veröffentliche? Wie dem auch sei, warum geht man wählen? Welches Ziel hat man? Welches Ziel hast Du?

Geht es um das geringere Übel? Darum sollte es nicht gehen, doch bleibt uns nicht viel übrig. Eigentlich sollte es um ein Ziel gehen. Welches ist mein Ziel? Ich bin Utopist und habe Vorstellungen über eine optimale Zukunft, zur Bildung, zum Wirtschaftssystem, zu Anti‐Neoliberalismus und Demokratie. Mein Ziel ist klar, nämlich eine wirklich fortschrittliche und gerechte Welt.

Es gab eine Zeit, da galten meine Positionen gegen die Verteilung von Arm nach Reich als links. Ist das noch so? So sollte es zumindest sein, denn es ist ein wichtiger Kernpunkt. Wie kann man da etwas erreichen? Gar nicht, befürchte ich, aber mit den „Weiter so!“‐Altparteien geht es mit Sicherheit nicht. Die sind, wenn überhaupt, durch die erstarkte AfD zu etwas gezwungen, doch für wie lange?

Wie sieht es denn mit der dem BSW aus? – Ist Euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass es der Feminismus heißt? Lol, egal. – Das BSW scheint immerhin als einzige relevante Partei nicht dem Neoliberalismus dienend unterwegs zu sein. Die sind da, um eine echte Alternative zur Alternative zu sein. Ist dem so? Wollen sie wirklich eine Veränderung oder sind sie genauso als kontrollierte Opposition gedacht wie die AfD?

Vor der Wahl warben sie mit einem anderen Umgang mit der AfD. Werden sie das einhalten? Eine Rede von 2020 der nun‐BSW‐Chefin Amira Mohamed Ali ließ mich zweifeln: Die Rückgängigmachung der Kemmerich‐Wahl war für sie demokratisch, während die Wahl selbst für sie undemokratisch war; ganz im Geiste der als verfassungswidrig verurteilten Forderung Merkels. Oh, und nun berichtet die Berliner Zeitung, der Brandenburg‐BSW‐Chef sei offen für ein AfD‐Verbot. Das ist eher kein anderer Umgang. Sehen wir hier ein Muster oder ist das Zufall?

Die generelle Ablehnung gegenüber Abschiebungen von Frau Ali in einem Interview aus 2019 und ihre Ablehnung gegenüber Corona‐Kritikern in einer Rede von 2022 ist ebenso BSW‐widersprüchlich. Warum wurde gerade sie BSW‐Chefin? In einem Artikel von Aya Velázquez wurde zudem offenbar, dass Sahra Wagenknecht eins Machtelite für die Eröffnungsrede zu einer ihrer Demonstrationen einlud.

Wie sieht es mit der AfD aus? Da sind doch Leute wie der Höcke drin! Wie soll man das tolerieren? Das kommt von tolerare und bedeutet erdulden, erleiden, ertragen. Eventuell muss man das. Das Internet hatte sicher einen uns entgegen gewandten, anderen Zweck, wurde aber zum Propaganda‐Leck. Die AfD ist auch neoliberalistisch, siehe z. B. deren Steuerpolitik, wird ja vielleicht aber zum Herrschafts‐Leck. Die AfD lud Prof. Dr. Sucharit Bhakdi in den Reichstag ein. Dort berichtete er über mit Bakterien‐DNA verunreinigte mRNA‐Impfungen. Es werden Konsequenzen für die Verantwortlichen gefordert. Trotz der neoliberalistischen Ader der AfD hat dort solche Machtkritik Platz.

Doch was ist mit dem Elefanten im Raum, der Rassismus‐Gefahr der AfD? Könnte aus dieser nicht die nächste NSDAP werden? Ich persönlich sehe diese Gefahr nicht. Die Geschichte wiederholt sich nicht. Sie reimt sich. Und sie pendelt. Wir sahen in der Gesellschaft einen langsamen Linksruck, oder eher Wokeruck. Mit Links hat das ja nicht viel zu tun. Die Positionen der AfD waren vor zwei Jahrzehnten noch CDU‐Positionen. Bevor die AfD zur NSDAP werden kann, würde sie von den Zähne fletschenden Wachhunden verboten.

Bis jetzt hatte die AfD keine Chance, sich zu beweisen. Zwingen wir die AfD in Verantwortung und nageln sie fest auf ihre Wahlversprechen wie Grenzkontrollen, Corona‐Untersuchungsausschuss und (sogenannte) direkte Demokratie. Vielleicht machen sie den typischen Politiker, aber vielleicht bekommen wir so auch den längst überfälligen Start einer Veränderung – mit der eigentlich neoliberalistischen AfD als Steigbügelhalter. Eine BSW‐AfD‐Koalition wäre wohl am besten, würde die negativen Aspekte der AfD bremsen und die behauptete Veränderung verstärken.
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Media is too big
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AfD und BSW möchten Corona‐Ausschuss starten

Ein mdr‐Bericht über kontaminierte mRNA‐Impfungen wird gelöscht, die Zahl der potentiellen Nebenwirkungen der Impfungen nimmt zu und die Aufarbeitung der Pandemie geht wohl in die nächste Phase. Sarah Wagenknecht möchte gemeinsam mit der AfD einen Corona‐Untersuchungsausschuss beantragen, was der Anfang vom Ende für die Verantwortlichen sein könnte.

ein Videobericht von LION Media vom 20.09.2024
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Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr! 🎉🎊

Dieses Jahr lief es ganz gut mit meiner Aktivität auf dem Kanal. Ich habe 14 Artikel(‐Teile) geschrieben und ich hoffe, dass diese euch gefallen haben. Das kommende Jahr werden es wahrscheinlich nicht so viele, aber ich werde schauen, auch mal wieder mehr kleinere Dinge zu posten. Ein paar Themen für Artikel habe ich jedoch bereits im Kopf. Falls ihr Vorschläge habt oder einen Gastbeitrag schreiben möchtet, lasst es mich wissen.

Es wird jedenfalls wieder spannend – mit der kommenden Bundestagswahl sowie dem Amtsantritt von Donald Trump. Wird er seine ganzen Ankündigungen wahr machen? Und wird die Nintendo Switch 2 mit einem OLED‐ oder doch wieder nur LCD‐Display erscheinen?
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Was dieser Spieleentwickler dort gerade erlebt, habe ich auch schon so ähnlich am eigenen Leib erlebt. Ich finde es unglaublich traurig, was für ein schlechtes Licht solche LGBT‐Community‐Anhänger auf eben diese Community werfen, wenn man das überhaupt noch so bezeichnen kann.

🔘 youtu.be/opYGYF3h5B8
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Dieser Anwalt beschreibt das eigentliche Problem zunehmender Hausdurchsuchungen wegen juristischer Lappalien. Es sollte weniger darum gehen, welcher Politiker jetzt wieder verantwortlich dafür sei oder die meisten Anzeigen gestellt hat. Das ist nur Ablenkung.

🔘 youtu.be/h-YBNobuxXI
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Diese kleine Geschichte hat mich direkt daran erinnert, wie Dinge ablaufen könnten. Anstatt andere Leute zu verteufeln, anzugreifen und auszugrenzen, kann man freundlich auf sie zugehen. Falls das nichts bewirkt, ist es völlig okay, sie dann hart zu kritisieren und meiden, doch es könnte auch etwas unerwartetes geschehen.

🔘 youtu.be/Zu4kUUySOfA
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Das ist ein interessanter kurzer Clip über die inneren Vorgänge des BSW, der Partei von Sahra Wagenknecht. Wenn das so stimmt, wäre das wahrlich enttäuschend. Es ist keine gute Strategie, die Redefreiheit innerhalb seiner Partei einzuschränken, nur um sich vor sich einschleichenden falschen Einflüssen zu schützen.

🔘 youtu.be/aMhTH2XpzA0
Heute ist Bundestagswahl und ich hatte eigentlich gedacht, etwas passendes zu schreiben. Allerdings bin ich momentan zu faul, einen ganzen Artikel zu schreiben. Bestimmt sind da aber noch Artikel von mir, die ihr nicht gelesen habt.

Dafür werde ich jedoch wenigstens immer, wenn ich ein inspirierendes oder faszinierendes Video sehe, es hier posten. Dieses Mal ist es wieder ein Video auf Englisch. Ich werde es in den Kommentaren kurz auf Deutsch zusammenfassen, falls ihr kein Englisch könnt.

Es ist von einem Comedian, der in seinen Shows scheinbar immer Fragen aus dem Publikum beantwortet. Seinen potentiell äußerst hilfreichen Ratschlag, den er hier gibt, habe ich so erstaunlicher Weise noch nie gehört. Kanntet ihr den schon?

🔘 youtu.be/DoF-rV_wa_s
Status der Zukunft: Meine Gedanken

Am Wahltag stand noch nicht fest, ob das BSW in den Bundestag einzieht und die Grünen daher rechnerisch für eine Koalitionsbildung notwendig werden. Alice Weidel von der AfD wurde in der Berliner Runde gefragt, ob es ihnen nur darum ginge, aus Widerspruch Erfolg zu ziehen. Darauf erwidern hätte sie können, es gehe ihr um Lösungen und es sei ihr recht, wenn CDU mit SPD oder Grünen die Probleme lösen, selbst wenn das weniger Prozente für die AfD bedeute. Dies wäre eine wunderbare Antwort gewesen und auch die vernünftigste Sichtweise.

Stattdessen antwortete Weidel lediglich wiederholt, die CDU könne die Probleme mit SPD oder Grünen auf gar keinen Fall lösen. Das mag zwar stimmen, doch auf den Zuschauer wirkte so eine Antwort stur und ausweichend. Es könnte zwar sein, dass Weidel lediglich eine vorausgeplante Schiene fuhr und es ihr an spontanen rhetorischen Fähigkeiten mangelt, doch es hinterlässt Zweifel an den Absichten der AfD. Natürlich wurde das auch direkt von Friedrich Merz aufgegriffen: Es gehe der AfD nicht um Lösungen, denn dann hätte sie nichts mehr zum widersprechen. Wenn andere Parteien die von der AfD angeprangerten Probleme lösen, sei das ein großes Problem für die AfD.

Wie LION Media erklärte, stehe die CDU/CSU nun vor der Entscheidung, ob sie die sogenannte große Koalition mit der SPD bildet, mit lediglich knapper Mehrheit und dadurch abhängig vom linken Rand der SPD. Das könne die CDU bei den nächsten Wahlen schwächen. Besser sei für sie, eine Minderheitenregierung zu bilden und die Brandmauer zur AfD für Abstimmungen aufzuweichen, was sie flexibler machen und bei den nächsten Wahlen eher stärken werde.

Zugegebenermaßen scheine ich Fan des Akzelerationismus zu sein. Ich hatte nämlich gehofft, das BSW schaffe es in den Bundestag, nicht nur wegen derer teils guten Standpunkte, sondern auch, da die CDU dadurch mit zwei Parteien statt nur einer koalieren hätte müssen, was deren Niedergang beschleunigt hätte. Ich halte es für wichtig, dass die AfD in eine Regierungsverantwortung kommt. Den Grund dafür erklärte Feroz Khan: Schaffen wir bis 2040 keine Wende, werde es zu spät sein, den demografischen Wandel noch abzuwenden. Ab diesem Zeitpunkt bliebe den Deutschen lediglich die Möglichkeit anderer Strategien wie Separation oder Flucht.

Ich vermisse das Deutschland meiner Kindheit. Klar betrachte ich das durch die nostalgische Brille, doch war es früher denke ich auch objektiv gesehen besser. Was für mich Deutschland ausmacht, ist unter anderem unsere juristische Genauigkeit und damit verbundene Sicherheit. In einer zunehmend islamisierten und emotionalisierten Gesellschaft ist dies nicht mehr gewährleistet. Wir sehen schon heute, wie diese einst wunderbare Eigenschaft Deutschlands und das Sicherheitsgefühl bröckelt.

Natürlich sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass Migration nicht das einzige wichtige Thema ist. Der Kampf gegen die Verteilung von Arm nach Reich ist ein deutlich wichtigeres Thema. Dafür steht keine der etablierten Parteien ein, inklusive der AfD. Es könnte sich bei der AfD durchaus um kontrollierte Opposition handeln, um jene Leute wieder ins System einzufangen, die sich für aufgeweckt hielten.

Unterhaltsam wird es wohl dennoch die nächsten Jahre im Bundestag. Hoffentlich weiterhin wird Stefan Brandner den lustigen Troll spielen. Die Ausgrenzung der AfD wird schwieriger, z. B. bzgl. des Bundestagsvizepräsidenten. All das ist begleitet von den ebenfalls unterhaltsamen Vorgängen durch Donald Trump und Elon Musk in den USA.

Der Vorfall mit Selenski im Weißen Haus wirkte wie ein Kindergarten. Es wird mit der Sicherheit der europäischen Bevölkerung gespielt. Die Rede von J. D. Vance auf der Münchener Sicherheitskonferenz hingegen war die beste Rede eines Politikers, an die ich mich erinnern kann. Es wurde nicht wie von Politikern üblich um den heißen Brei herum geredet, sondern knallhart und anschaulich erklärt, wie undemokratisch unsere zunehmende Einschränkung der Redefreiheit sowie Brandmauer gegen die AfD ist. Darüber konnte Markus Söder nur lachen.
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🔘 youtu.be/E4JOnQY_qbo

Fast alle Browser basieren auf Chromium. Das ist sozusagen die Basis-Software, aus der dann die Browser wie Chrome, Edge, Opera, Brave und so weiter gemacht werden. Dadurch gibt es keine wirklich grundlegende Alternative zum Chrome-Browser von Google.

Eine Ausnahme ist jedoch Firefox von Mozilla. Die werden zwar auch hauptsächlich durch Google finanziert, haben sich aber bisher strikt nicht beeinflussen lassen. Sie waren stets ethisch einwandfrei mit Fokus auf vollkommen freie Nutzung der Software sowie Datenautonomie der Nutzer.

Doch nun hat Mozilla (zumindest im Englischen) eine AGB eingeführt, die sie vorher nicht hatten, und ihre (zumindest englischen) FAQ auf eine bestimmte Weise abgeändert: Beide Änderungen lassen schlimmes erahnen, denn sie deuten darauf hin, dass Mozilla zukünftig evtl. Nutzerdaten verwenden und verkaufen möchte, womöglich sogar über den Browser hochgeladene Dateien.

Davon erfuhr ich durch das obige englischsprachige Video, in dem auch noch weitere Gedanken sowie mögliche Erklärungen besprochen werden und eine eventuelle Browser-Alternative genannt wird. Zudem weiß ich nichts darüber, wie das bei uns in Deutschland oder in der EU aussehen wird. Auch im deutschsprachigen Artikel von Golem zum Thema kann ich das nicht klar herauslesen.

Zwar bezweifle ich, dass manche dieser Klauseln in Deutschland oder in der EU legal wären. Falls diese Änderungen hier kommen, würden diese vermutlich zügig durch Klagen von Gerichten (teils) gekippt werden, doch besorgniserregend ist diese Entwicklung natürlich trotzdem.

Jedenfalls solltet ihr das Ganze vielleicht im Auge behalten, falls ihr Firefox nutzt.
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Gestern wurde eine Audioaufnahme von Shlomo Finkelstein (Künstlername) veröffentlicht, welche als eine Art von offener Brief an die Welt und an US-Vizepräsident J. D. Vance gedacht ist, auch auf Grund von dessen Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz, die durchaus Hoffnung auf eine Wende macht.

Shlomo ist ein rechter politischer Aktivist und sitzt seit etwa sechs Monaten aus zweifelhaften Gründen in Haft und spricht in der Aufnahme über die Gründe seiner Haft sowie die zweifelhaften Methoden, die unser Rechtsstaat mittlerweile anwendet.

Falls ihr mehr über die Hintergründe seiner Haft erfahren möchtet, schaut gerne in den Ausschnitt eines Interviews hinein, in welchem sein Kollege Kasper es etwas genauer erklärt. Vor Shlomos Haft moderierten beide gemeinsam den wöchentlichen Honigwaben-Podcast.

🔘 x.com/SeibtNaomi/status/…
Es wird ein interessanter Gedanke aufgeworfen. Könnten die vielen Anschläge mit Autos mehr als nur einem Zweck dienen? Welche Konsequenzen werden unsere Politiker nun daraus ziehen? Die Antwort auf diese Frage ist, worauf es ankommt.

🔘 youtu.be/vTeANUinkF4
Den alten Bundestag nach der Wahl und kurz vor der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestages noch mal einenzuberufen, ist wirklich eine Ungeheuerlichkeit. Da weiß ich nicht mal, was ich noch dazu schreiben soll, außer vielleicht eine Abwandlung eines Spruches:

Wir können sie nicht zwingen, sich ehrlich oder reputabel zu verhalten. Wir können sie jedoch zwingen, immer unverschämter betrügen zu müssen.
Ich hoffe wirklich, dass dies fake oder verfälscht zusammengeschnitten ist. Ich befürchte jedoch, dass tatsächlich morgen eine Verfassungsfeindin zur Bundesverfassungsrichterin gewählt werden soll.

🔘 youtu.be/POFZazibgNE
Charlie Kirks Attentat: Meine Gedanken

Tatsächlich hatte ich früher einige der Debatten mit Studenten von Charlie Kirk auf YouTube angeschaut. Ich erinnere mich, mit manchen seiner Aussagen nicht übereingestimmt zu haben. Im Kopf geblieben ist mir, dass er die Todesstrafe befürwortete. Meistens waren seine Argumentationen jedoch solide. Da haben Worte als Erwiderung wohl nicht mehr ausgereicht.

Selbstverständlich gibt es wie üblich auch bei diesem Fall Ungereimtheiten, denn der Autopsiebericht passt nicht so ganz mit der angeblichen Flugbahn der Kugel überein, doch dies nur am Rande.

In Gedenken an Charlie Kirk möchte ich etwas verspätet ein paar Dinge loswerden. Meine Vorstellung war sogar, etwas in der Art auf einer Gedenkfeier vorzutragen, weil ich vor einiger Zeit ein Video einer solchen sah, die leider von sogenannten Linken gestört wurde.

Das gibt zu denken. Angeblich böse Rechte gedenken ihm, während angeblich gute Linke als Störer antreten. Einige Male las ich Kommentare dieser Art: „Als George Floyd starb, gab es von den Linken Plünderungen und Brandstiftung. Als Charlie Kirk starb, gab es von den Rechten Beileidsbekundungen.“ Das trifft es äußerst gut.

Natürlich ist es in Ordnung, nicht wegen jeder derartigen Tragik zu einer Trauerfeier zu gehen. Auch ihr, falls ihr rechts seid, würdet das sicherlich nicht bei ermordeten Linken tun. Solche Fälle gab es in letzter Zeit nämlich auch. Eine ganz andere Geschichte ist es jedoch, eine stattfindende Trauerfeier von außen zu stören. Das ist asozial. Ein Mensch ist gestorben.

Im Internet finden sich nun einige solche Linke, welche sich gar über das Attentat freuen, denn Kirk stand schließlich auf der falschen politischen Seite. Dabei merken diejenigen nicht: Jemand, der sich über so eine Tat freut, steht definitiv auf der falschen Seite.

Sogar jener junge Mann, welcher während des Attentats gerade mit Charlie Kirk debattierte und gegen Kirks Ansichten war, hat sich gegen solche Freudenbekundungen über Kirks Ermordung ausgesprochen – und erkannte die Ironie, dass er mit Kirk eigentlich über Friedlichkeit sprechen wollte…

Es werden irgendwelche schlimmen Zitate in den Raum geworfen, die von Kirk stammen sollen und angeblich seine Ermordung rechtfertigen, doch konkrete Quellen für solche habe ich nicht gesehen. Postet die gerne in die Kommentare, falls ihr welche habt.

Ich denke nicht einmal, dass jene, die sich jetzt darüber freuen, echte Linke sind. Dazu gab es gegen Ende 2024 schon zwei Artikel von mir. Links zu sein bedeutete mal, für Fairness und Gerechtigkeit zu sein. Es bedeutete, sich gegen die Verteilung von Arm nach Reich einzusetzen. Das tun diese neuen Linken in der Regel nicht. Ihre Ableger im Bundestag tun sogar häufig das Gegenteil.
Jedoch bin ich mir ziemlich sicher, dasselbe träfe auch auf die AfD in einer Regierung zu.

Ich schweife ab? Nein, denn genau das war es, was Charlie Kirk erreichen und fördern wollte, einen Austausch der Ideen und Meinungen. Genau deshalb hatte ich seine Debatten gerne geschaut. In Deutschland ist man so einen Austausch zwischen Menschen mit solch unterschiedlichen Meinungen gar nicht gewohnt. Daher ist es geradezu erfrischend, wie offen bei Kirk und generell in den USA debattiert wurde bzw. wird. Natürlich hat Kirk das vermutlich gemacht, um seine eigene Meinung zu verbreiten. Dennoch rechne ich ihm hoch an, welche friedliche und wegweisende Methode er dafür wählte.

Fehlender Dialog ist nämlich einer der Hauptgründe für den politischen und sozialen Niedergang unserer Gesellschaft. Gegen Frieden und für politische Attentate zu sein, nur weil jemand eine für sie abzulehnende Meinung vertritt, ist ein Armutszeugnis für die eigene Menschlichkeit.

Dabei geht es nicht mal nur um Kirks Leben. Es geht ebenso um das seiner Familie, die nun ohne ihren Vater leben muss, sowie um all die dadurch für immer traumatisierten Leben der anwesenden Republikaner und Demokraten. Es trifft nicht mal nur die Gegenseite – wenn das denn überhaupt eine Rolle spielen würde.

Selbst auf der richtigen Seite stehend können Taten doch falsch sein.
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