Forwarded from HirnstattHetze
Nein, wer hätte damit gerechnet? 😳 Konsequenzen werden allerdings wie immer keine folgen, obwohl in einem wirklichen Rechtsstaat nun der Kaiser von Bayern, Söder, spätestens abdanken sollte.
@HirnstattHetze
@HirnstattHetze
Forwarded from HirnstattHetze
1 Monat ist es her, dass Jonas und Sascha von einem ihren islamistischen Schützlinge in Ludwigshafen ermordet wurden. Leider hatten Opfer & Täter die falsche Hautfarbe und das Tatmotiv passte nicht in die eigene Agenda, deswegen interessierte es sie bereits nach einer Stunde nicht mehr 🤡
@HirnstattHetze
@HirnstattHetze
Roger Beckamp (AfD) via YouTube
Durchsichtiges Manöver!
Sehr praktisch, wenn man als regierende Partei einfach mal die Konkurrenz verbieten kann. Vor allem, wenn sie in der Volksgunst meilenweit vor einem steht.
Durchsichtiges Manöver!
Sehr praktisch, wenn man als regierende Partei einfach mal die Konkurrenz verbieten kann. Vor allem, wenn sie in der Volksgunst meilenweit vor einem steht.
Forwarded from HirnstattHetze
Wenn die Terroristen aus der richtigen politischen Ecke kommen, wird mit ihnen verhandelt, aber wehe du setzt dich friedlich für konservative Standpunkte ein. Dann rechne mit Razzien und medialer Diffamierung.
@HirnstattHetze
@HirnstattHetze
Forwarded from HirnstattHetze
Medien: Der Bevölkerungsaustausch ist eine rechtsextreme Verschwörungstheorie. Auch Medien: ... aber das ist gut so 🤡
@HirnstattHetze
@HirnstattHetze
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Forwarded from 🤓Moment Mal!🤓
Wenn sich dieser Vorfall so zugetragen hat, dann Gute Nacht liebe Welt ...
https://youtu.be/1sGHI6JkBkU
https://youtu.be/1sGHI6JkBkU
YouTube
Aus Pokemonturnier geworfen, weil er über Pronomen lachte
Ganze Folge ➤ https://gegenstimme.tv/a/ketzerkirche/videos
Telegram für den Audiopodcast ➤ https://t.me/DieKetzerKirche
Merch ➤ https://clownies-clownsshop.creator-spring.com/
Jeden Dienstag live auf ➤ https://www.twitch.tv/ketzerkirche
#Kritik #Satire…
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#Kritik #Satire…
Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr! 🎉✨🎊
Es wird ein spannendes Jahr mit den angekündigten Protesten unserer Bauern am 8. Januar, mit der neuen Partei von Sahra Wagenknecht und mit den neuen Wahlen in den USA.
Es sind zwei lange spannende Artikel über Schule und Geld in Arbeit und dieses Jahr wird wieder etwas mehr von mir kommen.
Es wird ein spannendes Jahr mit den angekündigten Protesten unserer Bauern am 8. Januar, mit der neuen Partei von Sahra Wagenknecht und mit den neuen Wahlen in den USA.
Es sind zwei lange spannende Artikel über Schule und Geld in Arbeit und dieses Jahr wird wieder etwas mehr von mir kommen.
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Die Bauernproteste: Meine Gedanken
Es ist faszinierend, dass scheinbar die selben Leute, welche (zumindest insgeheim) Gewalt an Klimaklebern feiern, sich nun mit den Straßenblockaden der Bauern solidarisieren. Geht es den meisten Menschen nicht um moralische Prinzipien, sondern bloß um ihre subjektive Meinung oder gar Wutbürgertum?
Ich selbst habe mich ertappt, genau das zu tun: Warum finde ich die Bauernproteste nicht schlimm, die Klimakleber jedoch schon? Ist das Doppelmoral oder gibt es da vielleicht einen Unterschied, der diese Haltung trotzdem in sich kohärent macht?
Der erste Unterschied, welcher mir auffiel, war das Ziel beider Aktionen. Die Klimakleber möchten auf zu hohen CO₂‐Ausstoß aufmerksam machen sowie auf die dahingehend schlechte Politik und Konzernstrukturen. Dann stellt sich die Frage: Warum kleben sie sich nicht vor Einfahrten von Regierungsgebäuden oder Großunternehmen, sondern blockieren stattdessen normale Bürger?
Die Bauern möchten hingegen darauf aufmerksam machen, wie wichtig ihr Beruf ist und, dass eine Gesellschaft ohne sie nicht überlebensfähig ist. Daher sind die Blockaden bei ihnen durchaus passender. Der zweite Unterschied ist zudem, dass Fahrzeuge natürlich eher auf die Straße gehören, als festgeklebte Passanten.
Dazu kommt, dass ein paar Bauern sogar aktiv versucht haben, einen Bundesminister zu behindern, und genau diese Aktion wurde besonders stark kritisiert. Warum ist das so? Ist das vielleicht gerade, wo es weh tut, also effektiv ist?
Auch wird sich ständig darüber beschwert, dass die AfD sich mit den Protesten solidarisiert. Die Bauern sollen sich doch bitte distanzieren. Genau das ist es jedoch, was bereits in der Vergangenheit erfolgreich für Teile und Herrsche gesorgt hat. Es sollte nicht wichtig sein, wer sich einem anschließt. Wichtig sollte das Ziel sein. Wenn das klar definiert ist, spielt es keine Rolle, wer sich anschließt.
Doch kommen wir zurück zum ursprünglichen Thema. Weitere Unterschiede sind, dass sich einige Klimakleber als bezahlte Schauspieler herausgestellt haben und sie in Wirklichkeit einfach nur stören möchten. Ihre Blockaden sorgen sogar für das Gegenteil ihrer angeblichen Ziele. Autos stehen länger mit laufendem Motor herum und die Bevölkerung wird zunehmend genervt vom Thema.
Anders sieht das bei den Bauern aus: Es geht ihnen tatsächlich um ihre eigene Sache und es ist bundesweit groß angelegt und wurde vorab angekündigt, sodass die Menschen dadurch nicht plötzlich gestört wurden, sondern sie genau wussten, dass dann wohl Betriebe stillstehen oder Schulunterricht ausfallen wird. Manch einer freut sich wohlmöglich sogar darüber…
Insofern denke ich nicht, dass es ein Widerspruch ist, Klimakleber abzulehnen und Bauernprotesten zuzustimmen. Auch, wenn sich viele Menschen sicherlich nicht diese ganzen Gedanken gemacht haben werden, sind diese Unterschiede doch intuitiv wahrnehmbar. Es geht nicht nur den Bauern, sondern sehr vielen Menschen, schlichtweg darum, endlich ein Zeichen zu setzen. Nun, mit diesen Bauernprotesten, findet sich lediglich ein Ventil dafür.
Sie empfinden, dass alles zunehmend bergab geht. Meiner Ansicht nach ist das nicht nur ein Empfinden. Ein solcher Widerstand war doch schon lange überfällig. Ich hoffe, dass es Wirkung zeigt und bei Bedarf wiederholt wird. Denn… Bedarf ist genug da. Es gibt viele weitere wichtige offene Themen.
Es ist faszinierend, dass scheinbar die selben Leute, welche (zumindest insgeheim) Gewalt an Klimaklebern feiern, sich nun mit den Straßenblockaden der Bauern solidarisieren. Geht es den meisten Menschen nicht um moralische Prinzipien, sondern bloß um ihre subjektive Meinung oder gar Wutbürgertum?
Ich selbst habe mich ertappt, genau das zu tun: Warum finde ich die Bauernproteste nicht schlimm, die Klimakleber jedoch schon? Ist das Doppelmoral oder gibt es da vielleicht einen Unterschied, der diese Haltung trotzdem in sich kohärent macht?
Der erste Unterschied, welcher mir auffiel, war das Ziel beider Aktionen. Die Klimakleber möchten auf zu hohen CO₂‐Ausstoß aufmerksam machen sowie auf die dahingehend schlechte Politik und Konzernstrukturen. Dann stellt sich die Frage: Warum kleben sie sich nicht vor Einfahrten von Regierungsgebäuden oder Großunternehmen, sondern blockieren stattdessen normale Bürger?
Die Bauern möchten hingegen darauf aufmerksam machen, wie wichtig ihr Beruf ist und, dass eine Gesellschaft ohne sie nicht überlebensfähig ist. Daher sind die Blockaden bei ihnen durchaus passender. Der zweite Unterschied ist zudem, dass Fahrzeuge natürlich eher auf die Straße gehören, als festgeklebte Passanten.
Dazu kommt, dass ein paar Bauern sogar aktiv versucht haben, einen Bundesminister zu behindern, und genau diese Aktion wurde besonders stark kritisiert. Warum ist das so? Ist das vielleicht gerade, wo es weh tut, also effektiv ist?
Auch wird sich ständig darüber beschwert, dass die AfD sich mit den Protesten solidarisiert. Die Bauern sollen sich doch bitte distanzieren. Genau das ist es jedoch, was bereits in der Vergangenheit erfolgreich für Teile und Herrsche gesorgt hat. Es sollte nicht wichtig sein, wer sich einem anschließt. Wichtig sollte das Ziel sein. Wenn das klar definiert ist, spielt es keine Rolle, wer sich anschließt.
Doch kommen wir zurück zum ursprünglichen Thema. Weitere Unterschiede sind, dass sich einige Klimakleber als bezahlte Schauspieler herausgestellt haben und sie in Wirklichkeit einfach nur stören möchten. Ihre Blockaden sorgen sogar für das Gegenteil ihrer angeblichen Ziele. Autos stehen länger mit laufendem Motor herum und die Bevölkerung wird zunehmend genervt vom Thema.
Anders sieht das bei den Bauern aus: Es geht ihnen tatsächlich um ihre eigene Sache und es ist bundesweit groß angelegt und wurde vorab angekündigt, sodass die Menschen dadurch nicht plötzlich gestört wurden, sondern sie genau wussten, dass dann wohl Betriebe stillstehen oder Schulunterricht ausfallen wird. Manch einer freut sich wohlmöglich sogar darüber…
Insofern denke ich nicht, dass es ein Widerspruch ist, Klimakleber abzulehnen und Bauernprotesten zuzustimmen. Auch, wenn sich viele Menschen sicherlich nicht diese ganzen Gedanken gemacht haben werden, sind diese Unterschiede doch intuitiv wahrnehmbar. Es geht nicht nur den Bauern, sondern sehr vielen Menschen, schlichtweg darum, endlich ein Zeichen zu setzen. Nun, mit diesen Bauernprotesten, findet sich lediglich ein Ventil dafür.
Sie empfinden, dass alles zunehmend bergab geht. Meiner Ansicht nach ist das nicht nur ein Empfinden. Ein solcher Widerstand war doch schon lange überfällig. Ich hoffe, dass es Wirkung zeigt und bei Bedarf wiederholt wird. Denn… Bedarf ist genug da. Es gibt viele weitere wichtige offene Themen.
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Lernen, Teil 0: Geschichte der Schulen
Die Audio‐Versionen dieser drei Zitate sind ungekürzt.
Prof. Dr. Franz Hörmann
Maria Theresia wollte in Wirklichkeit auch nicht unbedingt eine gebildete Bevölkerung, sondern sie wollte Soldaten, die lesen und schreiben können und sich mit Begeisterung
Die nächste Konditionierungsstufe war mit der Industrialisierung erreicht. Da hat man das akustische Glockensystem eingeführt, weil auch bei den ersten Fließbändern
Sie lernen z. B. auch, dass Autorität wichtiger ist, als inhaltliches Wissen, denn wenn der Mathematiklehrer
Prof. Dr. Rainer Mausfeld
Die
Das sind Dinge, die vollständig aus dem Fokus geraten sind, wie sehr eigentlich Schulen, aber auch Universitäten, dieser Tiefenindoktrination dienen.
Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther
Das war im Kaiserreich so.
Die Audio‐Versionen dieser drei Zitate sind ungekürzt.
Prof. Dr. Franz Hörmann
→🔊»Schule hatte historisch nie den Zweck, die Menschen zu bilden. […] John Taylor Gatto […] ist ein amerikanischer Lehrer, der in den 90er Jahren zum besten Lehrer New Yorks ausgezeichnet wurde. In seiner Dankesrede hat er gefordert, die Schulpflicht abzuschaffen, weil er in seinen Büchern […][nachwies], dass […][dessen] Ziel war, die Menschen durch Verdummung unten zu halten, […]Maria Theresia wollte in Wirklichkeit auch nicht unbedingt eine gebildete Bevölkerung, sondern sie wollte Soldaten, die lesen und schreiben können und sich mit Begeisterung
[…] erschießen lassen. Deshalb waren im Preußen und in Österreich die ersten Lehrer pensionierte Offiziere, […] Die ganze Idee von Disziplin – Augen geradeaus, wir stehen auf, wir grüßen, wenn der Lehrer reinkommt, wir sind ruhig, wir schwätzen nicht, und ein Bild vom Landesvater hängt an der Wand – kommt noch aus dieser Zeit. […]Die nächste Konditionierungsstufe war mit der Industrialisierung erreicht. Da hat man das akustische Glockensystem eingeführt, weil auch bei den ersten Fließbändern
[…] mit einem akustischen Signal der Arbeitsgang gewechselt wurde. Damit das schon von der Schule an trainiert wird, müssen dann eben nach einer Schulstunde die Kinder alles fallen lassen, womit sie gerade beschäftigt sind, und dann plötzlich etwas ganz anderes tun. Das sind die unterbewussten Trainingseinheiten. […] Inhalt […], den sie ja sowieso wieder vergessen, ist ja völlig irrelevant.Sie lernen z. B. auch, dass Autorität wichtiger ist, als inhaltliches Wissen, denn wenn der Mathematiklehrer
[…] in einem Jahr […] auf Verständnis prüft und die Schularbeit ganz anders korrigiert, als der Mathelehrer, dem es ein Jahr später nur um das richtige Ergebnis geht, dann lernen sie, dass sie, wenn sie eine gute Note haben wollen, immer das tun müssen, was der Lehrer sagt, und nie eigene Entscheidungen treffen.«Prof. Dr. Rainer Mausfeld
→🔊»Tiefenindoktrination […] durchzieht alle Sozialisationsinstanzen, insbesondere natürlich auch die Schulen. […] Wir beschäftigen uns sehr viel mit Propaganda und […] Medien. […] Die Schulen sind als Tarnkappenindoktrinateure irgendwie aus dem Fokus geraten. […]Die
[Schulpflicht] wurde nicht eingeführt, um mündige Bürger zu erzeugen. […] Sinn der Schulpflicht war, gehorsame Staatsbürger und fromme Kirchgänger heranzuziehen. Wie kann es sein, dass wir […] weiterhin die Ideologie in uns tragen, mit den Schulen sollen mündige Bürger erzeugt werden?[…] Beispiel […], von Bertrand Russell, der sagt: „Ausbildungssysteme sind nicht entwickelt worden, um echtes Wissen zu vermitteln, sondern um das Volk dem Willen der Herrschenden gefügig zu machen. Ohne ein raffiniertes Täuschungssystem in den Schulen wäre es unmöglich, den Schein der Demokratie zu wahren. Es ist nicht erwünscht, dass der normale Bürger selbstständig denkt, weil man der Auffassung ist, dass Leute, die selbstständig denken, schwer handzuhaben sind. Nur die Eliten sollen denken. Der Rest soll gehorchen oder den Führern folgen, wie eine Hammelherde. Diese Doktrin hat auch in Demokratien alle staatlichen Erziehungssysteme von Grund auf verdorben.“ 1922!Das sind Dinge, die vollständig aus dem Fokus geraten sind, wie sehr eigentlich Schulen, aber auch Universitäten, dieser Tiefenindoktrination dienen.
«Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther
→🔊»Wir haben […] Schule nicht deshalb, damit die Kinder da drin ihre Potenziale entfalten, […] Schule war immer schon zu nichts anderem da, als dass […][sie] so zurechtgestutzt werden, dass […][sie] diese komische Gesellschaft optimal und möglichst lange erhalten […].Das war im Kaiserreich so.
[…] Das war bei den Nazis so. […] Jedenfalls wäre es jetzt total bekloppt von uns, wenn wir glaubten, dass unsere Schulen nun nicht mehr dazu da sind, gute Konsumenten hervorzubringen. […] Wir brauchen möglichst viele Leute, […] die mit ganz vielen Bedürfnissen herumlaufen, weil sie so unglücklich in der Schule gewesen sind, müssen sie dann ganz viel haben.«👍3
Lernen, Teil 1: Eintauchen ins Gedächtnis
Es gibt kaum ein Thema, das gleichzeitig so wichtig ist und so viele Irrglauben aufweist. Lernen wird allgemeinhin als etwas Negatives oder Anstrengendes empfunden und unmittelbar mit der Schule in Verbindung gebracht. Dass Schulen jedoch gar nichts mit Lernen zu tun haben, wie es eigentlich wünschenswert wäre, habt ihr bereits im vorherigen Teil 0 erfahren. Es geht in Wirklichkeit um Konditionierung und Einhegung ins Gesellschaftssystem.
Das fängt bereits bei den einfachsten Aspekten an. Bis zum sechsten Lebensjahr gilt es als psychologisch auffällig, wenn Kinder sich nicht bewegen möchten. Ab dem sechsten Lebensjahr gilt es als psychologisch auffällig, wenn Kinder sich bewegen möchten, anstatt stundenlang stillzusitzen und sich vorgefertigte Sachen anzuhören. Seit wann kann in der Wissenschaft so gearbeitet werden? Von Menschen künstlich erschaffene Umstände bestimmen, was psychologisch gesund sei? Es weist darauf hin, dass es bei diesem Thema in Wirklichkeit um etwas anderes geht, als um Gesundheit oder Lernen, doch das hört natürlich hier nicht auf.
Ein Großteil der in der Schule behandelten Inhalte wird sehr bald wieder vergessen. Das ist seit langem allgemein hin bekannt und bleibt dennoch unverändert. Erneut geht es offenbar nicht wirklich um das vorgegebene Ziel. All diese von den Kindern dafür aufgewendete Zeit kann als verschwendet betrachtet werden. Dieselbe Zeit hätte sinnvoll eingesetzt werden können, um Talente und Begabungen zu fördern. Schulen stehlen somit einen gehörigen Teil des wichtigsten Guts, das wir als Menschen haben, nämlich unsere Lebenszeit.
Doch um was handelt es sich denn nun bei diesem Lernen? Einen ersten Hinweis darauf gibt uns der Freilerner André Stern in seinen Vorträgen, wenn er fragt: „Was machen Kinder, wenn wir sie in Ruhe lassen?“ Doch dazu – und zu alternativen Konzepten – kommen wir in Teil 3. Fangen wir erst einmal bei den Grundlagen an, nämlich dem Gehirn und Gedächtnis. Hierbei gebe ich größtenteils die Erklärungen des Arztes und Molekulargenetikers Dr. Michael Nehls aus seinem Interview bei Jasmin Kosubek wieder. Warum vergessen wir überhaupt?
Das Kurzzeitgedächtnis ist ein sehr kleiner Teil des Gehirns. Dieses hat die Stärke, sich Dinge blitzschnell und ohne die Notwendigkeit von Wiederholung merken zu können. Jedoch hat es durch seine geringe Größe nur stark begrenzte Speicherkapazität. Daher hat das Kurzzeitgedächtnis ebenfalls die Aufgabe, seinen Inhalt dem großen Langzeitgedächtnis im Schlaf durch wiederholtes Vorspielen beizubringen. Anschließend löscht sich das Kurzzeitgedächtnis, sodass neuer Speicherplatz für den nächsten Tag zur Verfügung steht.
Allerdings bleibt immer eine Verknüpfung im Kurzzeitgedächtnis erhalten. Ohne diese Liste von Verknüpfungen im Kurzzeitgedächtnis kann unser Gehirn nicht auf im Langzeitgedächtnis gespeicherte Dinge zugreifen. Üblich wachsen im Schlaf außerdem neue Neuronen im Kurzzeitgedächtnis, um den für diesen Index belegten Speicherplatz auszugleichen, sodass genug freier Speicher für die Erfahrungen des nächsten Tages zur Verfügung steht.
Wenn das Kurzzeitgedächtnis voll ist und dennoch weitere Dinge gespeichert werden müssen, priorisiert es – so vermuten Forscher – anhand der emotionalen Wichtigkeit, was gelöscht wird. Klar ist jedoch, dass jede Erinnerung im Index zusammen mit der Emotion gespeichert wird, die dabei empfunden wurde; und ohne Emotionen verbleiben Inhalte gar nicht im Index. Daher wird vieles vom Schulstoff vergessen. Dann, beim Abrufen von Erinnerungen, wird immer auch das verknüpfte Gefühl mit abgerufen. Deshalb sollte Lernen stets etwas Positives sein.
Letzteres wusste ich bereits durch Vorträge vom Hirnforscher, Arzt, Biologen und Tierarzt Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther, der in Teil 0 bereits zu Wort kam. Dieser spricht zudem häufig von zwei psychischen Grundbedürfnissen, mit denen jeder Mensch geboren wird. Das ist in einer Woche Thema in Teil 2. Ich vermute sogar, dass jedes Säugetier oder gar jedes Tier damit geboren wird, doch das nur als kleiner Einwurf am Rande.
Es gibt kaum ein Thema, das gleichzeitig so wichtig ist und so viele Irrglauben aufweist. Lernen wird allgemeinhin als etwas Negatives oder Anstrengendes empfunden und unmittelbar mit der Schule in Verbindung gebracht. Dass Schulen jedoch gar nichts mit Lernen zu tun haben, wie es eigentlich wünschenswert wäre, habt ihr bereits im vorherigen Teil 0 erfahren. Es geht in Wirklichkeit um Konditionierung und Einhegung ins Gesellschaftssystem.
Das fängt bereits bei den einfachsten Aspekten an. Bis zum sechsten Lebensjahr gilt es als psychologisch auffällig, wenn Kinder sich nicht bewegen möchten. Ab dem sechsten Lebensjahr gilt es als psychologisch auffällig, wenn Kinder sich bewegen möchten, anstatt stundenlang stillzusitzen und sich vorgefertigte Sachen anzuhören. Seit wann kann in der Wissenschaft so gearbeitet werden? Von Menschen künstlich erschaffene Umstände bestimmen, was psychologisch gesund sei? Es weist darauf hin, dass es bei diesem Thema in Wirklichkeit um etwas anderes geht, als um Gesundheit oder Lernen, doch das hört natürlich hier nicht auf.
Ein Großteil der in der Schule behandelten Inhalte wird sehr bald wieder vergessen. Das ist seit langem allgemein hin bekannt und bleibt dennoch unverändert. Erneut geht es offenbar nicht wirklich um das vorgegebene Ziel. All diese von den Kindern dafür aufgewendete Zeit kann als verschwendet betrachtet werden. Dieselbe Zeit hätte sinnvoll eingesetzt werden können, um Talente und Begabungen zu fördern. Schulen stehlen somit einen gehörigen Teil des wichtigsten Guts, das wir als Menschen haben, nämlich unsere Lebenszeit.
Doch um was handelt es sich denn nun bei diesem Lernen? Einen ersten Hinweis darauf gibt uns der Freilerner André Stern in seinen Vorträgen, wenn er fragt: „Was machen Kinder, wenn wir sie in Ruhe lassen?“ Doch dazu – und zu alternativen Konzepten – kommen wir in Teil 3. Fangen wir erst einmal bei den Grundlagen an, nämlich dem Gehirn und Gedächtnis. Hierbei gebe ich größtenteils die Erklärungen des Arztes und Molekulargenetikers Dr. Michael Nehls aus seinem Interview bei Jasmin Kosubek wieder. Warum vergessen wir überhaupt?
Das Kurzzeitgedächtnis ist ein sehr kleiner Teil des Gehirns. Dieses hat die Stärke, sich Dinge blitzschnell und ohne die Notwendigkeit von Wiederholung merken zu können. Jedoch hat es durch seine geringe Größe nur stark begrenzte Speicherkapazität. Daher hat das Kurzzeitgedächtnis ebenfalls die Aufgabe, seinen Inhalt dem großen Langzeitgedächtnis im Schlaf durch wiederholtes Vorspielen beizubringen. Anschließend löscht sich das Kurzzeitgedächtnis, sodass neuer Speicherplatz für den nächsten Tag zur Verfügung steht.
Allerdings bleibt immer eine Verknüpfung im Kurzzeitgedächtnis erhalten. Ohne diese Liste von Verknüpfungen im Kurzzeitgedächtnis kann unser Gehirn nicht auf im Langzeitgedächtnis gespeicherte Dinge zugreifen. Üblich wachsen im Schlaf außerdem neue Neuronen im Kurzzeitgedächtnis, um den für diesen Index belegten Speicherplatz auszugleichen, sodass genug freier Speicher für die Erfahrungen des nächsten Tages zur Verfügung steht.
Wenn das Kurzzeitgedächtnis voll ist und dennoch weitere Dinge gespeichert werden müssen, priorisiert es – so vermuten Forscher – anhand der emotionalen Wichtigkeit, was gelöscht wird. Klar ist jedoch, dass jede Erinnerung im Index zusammen mit der Emotion gespeichert wird, die dabei empfunden wurde; und ohne Emotionen verbleiben Inhalte gar nicht im Index. Daher wird vieles vom Schulstoff vergessen. Dann, beim Abrufen von Erinnerungen, wird immer auch das verknüpfte Gefühl mit abgerufen. Deshalb sollte Lernen stets etwas Positives sein.
Letzteres wusste ich bereits durch Vorträge vom Hirnforscher, Arzt, Biologen und Tierarzt Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther, der in Teil 0 bereits zu Wort kam. Dieser spricht zudem häufig von zwei psychischen Grundbedürfnissen, mit denen jeder Mensch geboren wird. Das ist in einer Woche Thema in Teil 2. Ich vermute sogar, dass jedes Säugetier oder gar jedes Tier damit geboren wird, doch das nur als kleiner Einwurf am Rande.
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Lernen, Teil 2: Psychologie der Bedürfnisse
Nun, welche sind denn die beiden psychischen Grundbedürfnisse, die ich in Teil 1 andeutete? Dabei handelt es sich um ›geistiges Wachstum aus sich selbst heraus‹ sowie ›Bindung zu anderen Menschen als gleichwertiges Mitglied‹. Meiner Vermutung nach ist Bindung zu anderen Tieren ebenfalls ein Teil dessen. Beide Bedürfnisse können auch mit den Begriffen ›Neugierde‹ und ›Verbundenheit‹ zusammengefasst werden. Wenn jeder Mensch damit geboren wird, stellt sich jedoch die Frage, warum so viele Menschen das damit eigentlich zu erwartende Verhalten, wie die Lust am Lernen, völlig zu wünschen übrig lassen.
Die Antwort darauf ist relativ einfach: Die Funktionsweise der Schulen mit ihren festgeschriebenen Lehrplänen unterdrückt aktiv das Neugierde‐Bedürfnis. Auch daheim nach der Schule findet sich oft keine Erholung, wenn die Eltern nicht hinter ihren Kindern stehen, sondern stattdessen weiteren Druck wegen der Noten erzeugen. Das Bedürfnis nach Verbundenheit wird seitens Eltern und Schulen durch diese Behandlung von oben herab sowie durch viel zu häufiges Mobbing ebenfalls verletzt.
Bereits die einfache Unterdrückung der genannten Bedürfnisse aktiviert laut Prof. Hüther im Gehirn die gleichen Areale wie bei körperlichen Schmerzen. Dieser wiederholte unterbewusste Schmerz, der im Gehirn stattfindet, löst nunmehr Kompensationsmechanismen aus. Schließlich möchte unser Gehirn nicht immer wieder verletzt werden. Es ist ein unterbewusster emotionaler Konflikt, den die jungen Menschen selbst nicht lösen können. Daher versucht ihre Psyche, irgendwie damit umzugehen und eine Art von Akzeptanz für die Situation zu finden.
Als Resultat gibt es zwei Formen von Resignation. Die erste ist, dass sie sich fortan einreden, sie selbst seien der Fehler, sie selbst seien irgendwie schlecht und Schuld an dem Konflikt. Die zweite Form ist, sich selbst einzureden, die anderen Menschen seien der Fehler, Schuld am Konflikt, und diese ganze Gesellschaft könne ihnen einfach mal gestohlen bleiben.
Gleichzeitig muss die Psyche natürlich versuchen, mit dem verursachten Schmerz umzugehen. Häufig beginnt das Gehirn daher, die Schmerzen in dieser Region des Gehirns zu betäuben. Die Folge ist, dass sich diese Menschen fortan auch körperlich weniger spüren. Möglicherweise ist eine Erklärung für das Bedürfnis an selbstverletzendem Verhalten, sich damit wieder fühlen zu wollen.
Diese Kompensationen reichen jedoch noch nicht zur psychischen Bewältigung aus. Bis jetzt wurde lediglich auf den Schmerz und die Akzeptanz reagiert. Trotzdem braucht der Mensch weiterhin die Erfüllung psychischer Bedürfnisse. Die damit verbundenen positiven Gefühle sind notwendig. Viele Menschen entwickeln entsprechende psychologische Probleme, weil sie keine oder zu wenige Ersatzbefriedigungen finden.
Manche jedoch finden ihren Ersatz, wie die Flucht in Fantasiewelten in z. B. Videospielen, das Zugehörigkeitsgefühl durch Verfallen in Ideologien oder auch Drogen. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch schlicht um den Konsum. Um die Probleme des Geldsystems wird es in zwei Wochen in der nächsten Artikelreihe gehen, doch wir erinnern uns an bereits Teil 0:
Digitalisierung an Schulen könnte ebenfalls ein Problem sein, denn was zum Lernen fürs Gehirn wichtig ist, sind je nach Themengebiet nicht nur die in Teil 1 erörterten Emotionen, sondern auch die damit verbundene Motorik. Darauf wird vom Hirnforscher, Arzt und Psychologen Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer hingewiesen. Diese wichtige Motorik fehlt, wenn Kinder lediglich auf Tasten tippen oder auf Displays umher wischen. Die daraus resultierenden negativen Effekte werden von Prof. Spitzer als ›digitale Demenz‹ bezeichnet.
Wie all die bis hierhin geschilderten Probleme gelöst werden könnten und unsere Bildung vielleicht besser umzusetzen wäre, wird in einer Woche im schließlich letzten Teil dieser Artikelreihe behandelt werden.
Nun, welche sind denn die beiden psychischen Grundbedürfnisse, die ich in Teil 1 andeutete? Dabei handelt es sich um ›geistiges Wachstum aus sich selbst heraus‹ sowie ›Bindung zu anderen Menschen als gleichwertiges Mitglied‹. Meiner Vermutung nach ist Bindung zu anderen Tieren ebenfalls ein Teil dessen. Beide Bedürfnisse können auch mit den Begriffen ›Neugierde‹ und ›Verbundenheit‹ zusammengefasst werden. Wenn jeder Mensch damit geboren wird, stellt sich jedoch die Frage, warum so viele Menschen das damit eigentlich zu erwartende Verhalten, wie die Lust am Lernen, völlig zu wünschen übrig lassen.
Die Antwort darauf ist relativ einfach: Die Funktionsweise der Schulen mit ihren festgeschriebenen Lehrplänen unterdrückt aktiv das Neugierde‐Bedürfnis. Auch daheim nach der Schule findet sich oft keine Erholung, wenn die Eltern nicht hinter ihren Kindern stehen, sondern stattdessen weiteren Druck wegen der Noten erzeugen. Das Bedürfnis nach Verbundenheit wird seitens Eltern und Schulen durch diese Behandlung von oben herab sowie durch viel zu häufiges Mobbing ebenfalls verletzt.
Bereits die einfache Unterdrückung der genannten Bedürfnisse aktiviert laut Prof. Hüther im Gehirn die gleichen Areale wie bei körperlichen Schmerzen. Dieser wiederholte unterbewusste Schmerz, der im Gehirn stattfindet, löst nunmehr Kompensationsmechanismen aus. Schließlich möchte unser Gehirn nicht immer wieder verletzt werden. Es ist ein unterbewusster emotionaler Konflikt, den die jungen Menschen selbst nicht lösen können. Daher versucht ihre Psyche, irgendwie damit umzugehen und eine Art von Akzeptanz für die Situation zu finden.
Als Resultat gibt es zwei Formen von Resignation. Die erste ist, dass sie sich fortan einreden, sie selbst seien der Fehler, sie selbst seien irgendwie schlecht und Schuld an dem Konflikt. Die zweite Form ist, sich selbst einzureden, die anderen Menschen seien der Fehler, Schuld am Konflikt, und diese ganze Gesellschaft könne ihnen einfach mal gestohlen bleiben.
Gleichzeitig muss die Psyche natürlich versuchen, mit dem verursachten Schmerz umzugehen. Häufig beginnt das Gehirn daher, die Schmerzen in dieser Region des Gehirns zu betäuben. Die Folge ist, dass sich diese Menschen fortan auch körperlich weniger spüren. Möglicherweise ist eine Erklärung für das Bedürfnis an selbstverletzendem Verhalten, sich damit wieder fühlen zu wollen.
Diese Kompensationen reichen jedoch noch nicht zur psychischen Bewältigung aus. Bis jetzt wurde lediglich auf den Schmerz und die Akzeptanz reagiert. Trotzdem braucht der Mensch weiterhin die Erfüllung psychischer Bedürfnisse. Die damit verbundenen positiven Gefühle sind notwendig. Viele Menschen entwickeln entsprechende psychologische Probleme, weil sie keine oder zu wenige Ersatzbefriedigungen finden.
Manche jedoch finden ihren Ersatz, wie die Flucht in Fantasiewelten in z. B. Videospielen, das Zugehörigkeitsgefühl durch Verfallen in Ideologien oder auch Drogen. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch schlicht um den Konsum. Um die Probleme des Geldsystems wird es in zwei Wochen in der nächsten Artikelreihe gehen, doch wir erinnern uns an bereits Teil 0:
Wir brauchen möglichst viele Leute, die mit ganz vielen Bedürfnissen herumlaufen. Weil sie so unglücklich in der Schule gewesen sind, müssen sie dann ganz viel haben.
Digitalisierung an Schulen könnte ebenfalls ein Problem sein, denn was zum Lernen fürs Gehirn wichtig ist, sind je nach Themengebiet nicht nur die in Teil 1 erörterten Emotionen, sondern auch die damit verbundene Motorik. Darauf wird vom Hirnforscher, Arzt und Psychologen Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer hingewiesen. Diese wichtige Motorik fehlt, wenn Kinder lediglich auf Tasten tippen oder auf Displays umher wischen. Die daraus resultierenden negativen Effekte werden von Prof. Spitzer als ›digitale Demenz‹ bezeichnet.
Wie all die bis hierhin geschilderten Probleme gelöst werden könnten und unsere Bildung vielleicht besser umzusetzen wäre, wird in einer Woche im schließlich letzten Teil dieser Artikelreihe behandelt werden.
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Lernen, Teil 3: Der natürliche Weg
Um was handelt es sich denn bei diesem Lernen? Einen ersten Hinweis darauf gibt uns der Freilerner André Stern, wenn er sagt: „Was machen Kinder, wenn man sie in Ruhe lässt? – Das trifft sogar auf schwerkranke Kinder zu: Sie spielen!“ Erwachsene kommen jedoch häufig, das Kind solle mit dem Spielen aufhören, um zu lernen. Dabei erkennen sie nicht den Widerspruch. Kinder bemerken diesen womöglich unterbewusst, erneut resultierend in den Konflikten im Gehirn; denn Spielen entstand evolutionär als beste Methode zum Lernen! Weitere Gedanken dazu sind in einem früheren Text zu finden.
Wir können von den Freilernern lernen. Das sind Menschen, die nie Unterricht hatten, weder in einer Schule, noch daheim. Es ist keine pädagogische Methode, sondern sie wurden schlicht nie beim Spielen unterbrochen. So entwickeln sie sich weiter. Die Spiele werden inhaltsvoller. Beispielsweise werden Formeln zur Berechnung gesucht, wie schnell ein kleines Selbstbauauto fährt. Oder das nun bereits erwachsene Kind ist unzufrieden mit akustischen Gitarren auf dem Markt und wird so schlussendlich zum Gitarrenbaumeister. Ich spreche von André Stern.
Nur, weil es aufgrund der Schulpflicht nicht viele Freilerner gibt, bedeutet das nicht, es handle sich um Einzelfälle. Wie Herr Stern gut erklärt, wundert sich niemand, wenn aus einem Mangokern in der gesunden Erde eine Pflanze heranwächst. Genauso verwundert es nicht, wenn so aus mit Neugierde geborenen Menschen geistig gereifte Individuen heranwachsen. Das ist kein Einzelfall und keine Hochbegabung. Es ist, genauso wie eine wachsende Mangopflanze, natürlich. Wichtig ist eine gesunde Umgebung und die ihnen gelassene Freiheit.
Schulen könnten das Prinzip der Freilerner relativ leicht übernehmen. Lassen wir die negativen Aspekte der Schulen weg. Übrig bleiben Gebäude, die freiwillig besucht werden, mit vielen Räumen für die verschiedenen Themengebiete. Darin finden keine Lehrpläne statt. Kein Stoff kann verpasst werden. Von jedem kann im persönlichen Rhythmus und Tempo gelernt werden.
Es sind Aufenthaltsstätten für alle Menschen, die etwas zum Thema lernen möchten, entsprechend dem eigenen Lerntyp. In bisherigen Schulen wird dieser weitestgehend ignoriert. Die einen lernen am besten, wenn sie es sich anhören oder sie in der Ecke sitzen und ein Buch lesen. Die anderen lernen am besten, wenn sie es in einer Gruppe diskutieren oder in der Praxis umsetzen. In diesen Räumen können Fortgeschrittene zudem die Anfänger unterstützen. Dadurch vertiefen sie ihr eigenes Wissen und entlasten die anwesenden Lehrer.
Dabei benötigen Kinder für eine gesunde Entwicklung außerdem Feedback. Das ist wichtig, um sich moralisch und im Selbstbild zu orientieren. Wenn Feedback wie bisher in Form von Schulnoten mit all deren Konsequenzen gegeben wird, sorgt das laut Prof. Hüther lediglich für Angst und könne nicht als pädagogisches Feedback dienen. Daher sollte dies in optimalen Schulen durch natürliche soziale Interaktion geschehen, ohne mit dem Feedback irgendwelche Konsequenzen zu verbinden.
Ich deutete es bereits an: Schulen müssen freiwillig sein. Positive Gefühle sind wichtig beim Lernen. Zwang ist stets negativ. Die Schulpflicht gehört daher abgeschafft und durch ein Schulrecht ersetzt, wobei Jugendämter jährlich prüfen können, ob Kinder durch Eltern vom Besuch der Schule abgehalten werden.
Trotzdem braucht es Prüfungen. Deren Zeitpunkt und Form ist je nach persönlicher Präferenz frei wählbar. Bei Misserfolg passiert nichts, keine negativen Konsequenzen. Erfolg hingegen bringt ein Zertifikat in einem Levelsystem. Arbeitgeber können individuell angeben, welche Level in welchen Themen sie benötigen. Schüler brauchen nicht zu versuchen, in allen Fächern einen wie auch immer definierten Durchschnitt zu erreichen. Es wird aus wirklichem Interesse gelernt und dadurch auch nicht wieder vergessen. Es kann sich auf Themen konzentriert werden, die bereits jemandes Talent sind und für den individuellen Berufsweg benötigt werden. Resultat daraus wären kompetente Fachkräfte und mündige Demokraten.
Um was handelt es sich denn bei diesem Lernen? Einen ersten Hinweis darauf gibt uns der Freilerner André Stern, wenn er sagt: „Was machen Kinder, wenn man sie in Ruhe lässt? – Das trifft sogar auf schwerkranke Kinder zu: Sie spielen!“ Erwachsene kommen jedoch häufig, das Kind solle mit dem Spielen aufhören, um zu lernen. Dabei erkennen sie nicht den Widerspruch. Kinder bemerken diesen womöglich unterbewusst, erneut resultierend in den Konflikten im Gehirn; denn Spielen entstand evolutionär als beste Methode zum Lernen! Weitere Gedanken dazu sind in einem früheren Text zu finden.
Wir können von den Freilernern lernen. Das sind Menschen, die nie Unterricht hatten, weder in einer Schule, noch daheim. Es ist keine pädagogische Methode, sondern sie wurden schlicht nie beim Spielen unterbrochen. So entwickeln sie sich weiter. Die Spiele werden inhaltsvoller. Beispielsweise werden Formeln zur Berechnung gesucht, wie schnell ein kleines Selbstbauauto fährt. Oder das nun bereits erwachsene Kind ist unzufrieden mit akustischen Gitarren auf dem Markt und wird so schlussendlich zum Gitarrenbaumeister. Ich spreche von André Stern.
Nur, weil es aufgrund der Schulpflicht nicht viele Freilerner gibt, bedeutet das nicht, es handle sich um Einzelfälle. Wie Herr Stern gut erklärt, wundert sich niemand, wenn aus einem Mangokern in der gesunden Erde eine Pflanze heranwächst. Genauso verwundert es nicht, wenn so aus mit Neugierde geborenen Menschen geistig gereifte Individuen heranwachsen. Das ist kein Einzelfall und keine Hochbegabung. Es ist, genauso wie eine wachsende Mangopflanze, natürlich. Wichtig ist eine gesunde Umgebung und die ihnen gelassene Freiheit.
Schulen könnten das Prinzip der Freilerner relativ leicht übernehmen. Lassen wir die negativen Aspekte der Schulen weg. Übrig bleiben Gebäude, die freiwillig besucht werden, mit vielen Räumen für die verschiedenen Themengebiete. Darin finden keine Lehrpläne statt. Kein Stoff kann verpasst werden. Von jedem kann im persönlichen Rhythmus und Tempo gelernt werden.
Es sind Aufenthaltsstätten für alle Menschen, die etwas zum Thema lernen möchten, entsprechend dem eigenen Lerntyp. In bisherigen Schulen wird dieser weitestgehend ignoriert. Die einen lernen am besten, wenn sie es sich anhören oder sie in der Ecke sitzen und ein Buch lesen. Die anderen lernen am besten, wenn sie es in einer Gruppe diskutieren oder in der Praxis umsetzen. In diesen Räumen können Fortgeschrittene zudem die Anfänger unterstützen. Dadurch vertiefen sie ihr eigenes Wissen und entlasten die anwesenden Lehrer.
Dabei benötigen Kinder für eine gesunde Entwicklung außerdem Feedback. Das ist wichtig, um sich moralisch und im Selbstbild zu orientieren. Wenn Feedback wie bisher in Form von Schulnoten mit all deren Konsequenzen gegeben wird, sorgt das laut Prof. Hüther lediglich für Angst und könne nicht als pädagogisches Feedback dienen. Daher sollte dies in optimalen Schulen durch natürliche soziale Interaktion geschehen, ohne mit dem Feedback irgendwelche Konsequenzen zu verbinden.
Ich deutete es bereits an: Schulen müssen freiwillig sein. Positive Gefühle sind wichtig beim Lernen. Zwang ist stets negativ. Die Schulpflicht gehört daher abgeschafft und durch ein Schulrecht ersetzt, wobei Jugendämter jährlich prüfen können, ob Kinder durch Eltern vom Besuch der Schule abgehalten werden.
Trotzdem braucht es Prüfungen. Deren Zeitpunkt und Form ist je nach persönlicher Präferenz frei wählbar. Bei Misserfolg passiert nichts, keine negativen Konsequenzen. Erfolg hingegen bringt ein Zertifikat in einem Levelsystem. Arbeitgeber können individuell angeben, welche Level in welchen Themen sie benötigen. Schüler brauchen nicht zu versuchen, in allen Fächern einen wie auch immer definierten Durchschnitt zu erreichen. Es wird aus wirklichem Interesse gelernt und dadurch auch nicht wieder vergessen. Es kann sich auf Themen konzentriert werden, die bereits jemandes Talent sind und für den individuellen Berufsweg benötigt werden. Resultat daraus wären kompetente Fachkräfte und mündige Demokraten.
Geld, Teil 1: Die generellen Probleme
Wenn es um die Ursachen der Probleme unserer Gesellschaft geht, findet sich die Antwort nicht nur bei gierigen Konzernen oder bei Propaganda betreibenden Medien. Auch die Schulen, welche uns Menschen mit unerfüllten Bedürfnissen zurücklassen und Konsum als Ersatzbefriedigung begünstigen, wie im vorherigen Artikel beschrieben, sind nur ein Teil der Wahrheit.
Nein, es geht auch um die subtil verfestigte Indoktrination, alles drehe sich nur ums Geld. Es geht um die Abhängigkeit der Menschen vom Prinzip des Geldes. Wir können gar nicht mehr ohne dieses System. Es geht um die Verteilung von Arm nach Reich und um jenes Mittel, welches die Machteliten für diesen Zweck nutzen. Deren wichtigstes Werkzeug dafür ist, zusammen mit der Sucht der Bevölkerung danach, die Funktionsweise des Geldsystems selbst.
Doch beginnen wir an der Wurzel. Bisherige Geldsysteme beruhen im Kern erst einmal auf dem Prinzip der doppelten Buchführung: Wenn Du 100 € erhältst, muss diese 100 € jemand anderes weggeben. Dass dabei auch eine Ware in entgegengesetzter Richtung übergeben wird, spielt bei dieser Erklärung vorerst keine Rolle. Geld wird genauso behandelt wie ein festes Gut, obwohl es nur Zahlen auf Zetteln oder Computern sind. Ein häufig übersehenes Problem ist, dass Menschen aufgrund dessen nur an Güter gelangen können, wenn sie den verlangten Geldbetrag besitzen. Aus Gewohnheit am System sehen wir das als Selbstverständlichkeit und Offensichtlichkeit, doch ist es das wirklich?
Wir bezeichnen unser System als Handel oder Markt. Doch würde dazu nicht gehören, zu verhandeln? Versuche das mal im Supermarkt. Sind diese daher nicht eher Erpressungen? Entweder zahlst Du den festgelegten Betrag oder Du verhungerst.
Menschen können benötigte Güter nicht erhalten, obwohl manche Güter realistisch gesehen ausreichend verfügbar sind, um alle Bedürfnisse decken zu können. In der größten Stadt Österreichs wird beispielsweise so viel Brot entsorgt, wie für den Bedarf der zweitgrößten Stadt Österreichs ausreichend wäre. Obwohl Dinge vorhanden sind, existiert Armut und Hunger, weil natürlich Arbeiter und Hersteller auf das zu erhaltende Geld aus sind – und Käufer den exakt gleichen Betrag aufbringen müssen, den der Anbieter erhält. Die mögliche Alternative dazu wird zukünftig erläutert.
Zudem erschwert das bisherige System die Zusammenarbeit. Was meine ich damit? Wenn mehrere Betriebe gemeinsam ein Produkt entwickeln und herstellen, müssen die Einnahmen vom Verkauf dieses Produkts an alle Mitarbeiter und Betriebe aufgeteilt werden. Es würde pro Mitarbeiter und Betrieb weniger Geld übrig bleiben oder das Produkt wäre zu teuer und nicht konkurrenzfähig.
Wenn hingegen nur ein Betrieb das Produkt vertreibt, müssen die Einnahmen dessen nur an den einen Betrieb aufgeteilt werden. Das klingt erneut selbstverständlich und unabänderlich, muss es aber nicht sein; auch dazu später mehr. Jedenfalls fördert diese Systematik eher Konkurrenz anstatt von Kooperation. Unternehmensgeheimnisse bleiben unter Verschluss. Entdeckungen können nicht von anderen aufgegriffen und weiterentwickelt werden. Dinge werden doppelt parallel entwickelt, eine Verschwendung von Arbeitszeit und Ressourcen. Beispielsweise werden Handy‐ und Internetnetze einfach mehrfach gebaut.
Ein Tauschsystem, wie wir es jetzt haben, verleitet dazu, Informationen zurückzuhalten. Wenn ein Händler ein Produkt günstig entdeckt und woanders eine teurere Verkaufsmöglichkeit kennt, behält er dieses Wissen natürlich für sich und nutzt es für seinen Profit aus. Das bietet keinerlei Vorteil für irgendjemanden sonst in der Gesellschaft. Bereits solch eine grundlegende Sache im System ist mindestens fragwürdig.
Der allgemein gegenwärtige Trend von Profitmaximierung zu Ungunsten der Arbeiter und Kunden ist ebenfalls Folge des Geldsystems, welches Kapitalisten dazu antreibt, auf immer höhere Gewinne und Zahlen zu geiern. Bekanntestes Phänomen ist die geplante Obsoleszenz, also das Entwickeln von Produkten, die absichtlich schneller kaputtgehen, damit öfter nachgekauft werden muss.
Wenn es um die Ursachen der Probleme unserer Gesellschaft geht, findet sich die Antwort nicht nur bei gierigen Konzernen oder bei Propaganda betreibenden Medien. Auch die Schulen, welche uns Menschen mit unerfüllten Bedürfnissen zurücklassen und Konsum als Ersatzbefriedigung begünstigen, wie im vorherigen Artikel beschrieben, sind nur ein Teil der Wahrheit.
Nein, es geht auch um die subtil verfestigte Indoktrination, alles drehe sich nur ums Geld. Es geht um die Abhängigkeit der Menschen vom Prinzip des Geldes. Wir können gar nicht mehr ohne dieses System. Es geht um die Verteilung von Arm nach Reich und um jenes Mittel, welches die Machteliten für diesen Zweck nutzen. Deren wichtigstes Werkzeug dafür ist, zusammen mit der Sucht der Bevölkerung danach, die Funktionsweise des Geldsystems selbst.
Doch beginnen wir an der Wurzel. Bisherige Geldsysteme beruhen im Kern erst einmal auf dem Prinzip der doppelten Buchführung: Wenn Du 100 € erhältst, muss diese 100 € jemand anderes weggeben. Dass dabei auch eine Ware in entgegengesetzter Richtung übergeben wird, spielt bei dieser Erklärung vorerst keine Rolle. Geld wird genauso behandelt wie ein festes Gut, obwohl es nur Zahlen auf Zetteln oder Computern sind. Ein häufig übersehenes Problem ist, dass Menschen aufgrund dessen nur an Güter gelangen können, wenn sie den verlangten Geldbetrag besitzen. Aus Gewohnheit am System sehen wir das als Selbstverständlichkeit und Offensichtlichkeit, doch ist es das wirklich?
Wir bezeichnen unser System als Handel oder Markt. Doch würde dazu nicht gehören, zu verhandeln? Versuche das mal im Supermarkt. Sind diese daher nicht eher Erpressungen? Entweder zahlst Du den festgelegten Betrag oder Du verhungerst.
Menschen können benötigte Güter nicht erhalten, obwohl manche Güter realistisch gesehen ausreichend verfügbar sind, um alle Bedürfnisse decken zu können. In der größten Stadt Österreichs wird beispielsweise so viel Brot entsorgt, wie für den Bedarf der zweitgrößten Stadt Österreichs ausreichend wäre. Obwohl Dinge vorhanden sind, existiert Armut und Hunger, weil natürlich Arbeiter und Hersteller auf das zu erhaltende Geld aus sind – und Käufer den exakt gleichen Betrag aufbringen müssen, den der Anbieter erhält. Die mögliche Alternative dazu wird zukünftig erläutert.
Zudem erschwert das bisherige System die Zusammenarbeit. Was meine ich damit? Wenn mehrere Betriebe gemeinsam ein Produkt entwickeln und herstellen, müssen die Einnahmen vom Verkauf dieses Produkts an alle Mitarbeiter und Betriebe aufgeteilt werden. Es würde pro Mitarbeiter und Betrieb weniger Geld übrig bleiben oder das Produkt wäre zu teuer und nicht konkurrenzfähig.
Wenn hingegen nur ein Betrieb das Produkt vertreibt, müssen die Einnahmen dessen nur an den einen Betrieb aufgeteilt werden. Das klingt erneut selbstverständlich und unabänderlich, muss es aber nicht sein; auch dazu später mehr. Jedenfalls fördert diese Systematik eher Konkurrenz anstatt von Kooperation. Unternehmensgeheimnisse bleiben unter Verschluss. Entdeckungen können nicht von anderen aufgegriffen und weiterentwickelt werden. Dinge werden doppelt parallel entwickelt, eine Verschwendung von Arbeitszeit und Ressourcen. Beispielsweise werden Handy‐ und Internetnetze einfach mehrfach gebaut.
Ein Tauschsystem, wie wir es jetzt haben, verleitet dazu, Informationen zurückzuhalten. Wenn ein Händler ein Produkt günstig entdeckt und woanders eine teurere Verkaufsmöglichkeit kennt, behält er dieses Wissen natürlich für sich und nutzt es für seinen Profit aus. Das bietet keinerlei Vorteil für irgendjemanden sonst in der Gesellschaft. Bereits solch eine grundlegende Sache im System ist mindestens fragwürdig.
Der allgemein gegenwärtige Trend von Profitmaximierung zu Ungunsten der Arbeiter und Kunden ist ebenfalls Folge des Geldsystems, welches Kapitalisten dazu antreibt, auf immer höhere Gewinne und Zahlen zu geiern. Bekanntestes Phänomen ist die geplante Obsoleszenz, also das Entwickeln von Produkten, die absichtlich schneller kaputtgehen, damit öfter nachgekauft werden muss.
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