Ein Blümchen ist so wunderschön,
gelobt von allen, die es sehn,
es ist das Blümchen, welches spricht:
Vergissmeinnicht.
Dies Blümchen hab ich oft gepflückt,
die Farbe hat mich stets entzückt,
weil jedes Mal sie zu mir spricht:
Vergissmeinnicht!
💐 -Annette von Droste-Hülshoff, geboren am 12.01.1797 in auf Burg Hülshoff bei Münster als Anna Elisabeth Franzisca Adolphina Wilhelmina Ludovica Freiin von Droste zu Hülshoff – verstorben am 24.05.1848 auf der Burg Meersburg-
@DeutscheDD
gelobt von allen, die es sehn,
es ist das Blümchen, welches spricht:
Vergissmeinnicht.
Dies Blümchen hab ich oft gepflückt,
die Farbe hat mich stets entzückt,
weil jedes Mal sie zu mir spricht:
Vergissmeinnicht!
💐 -Annette von Droste-Hülshoff, geboren am 12.01.1797 in auf Burg Hülshoff bei Münster als Anna Elisabeth Franzisca Adolphina Wilhelmina Ludovica Freiin von Droste zu Hülshoff – verstorben am 24.05.1848 auf der Burg Meersburg-
@DeutscheDD
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NACHRUF
In Gedenken an einen treuen Wikinger,
der uns aufrecht voranschritt!
-------
Durch die Wellen braust ein Kiel
Durch die Wellen braust ein Kiel,
Wikingerboot zu fernem Ziel.
Durch die Wellen, mit dem Kahn,
ziehst du sicher deine Bahn.
Kehrreim:
Der Wikingeradler, das Wikingerboot,
die Wikingerfahne in Freud, Leid und Not,
die Wikingerfahne in Schwarz, Weiß und Rot!
Du bist wie ein Kamerad,
stolzes Schiff auf jeder Fahrt.
und die Wimpel, die du hisst,
zeigen, wer dein Führer ist.
An des Ruderholzes Pfahl
steht ein Kerl, so hart wie Stahl
und den Schild, das Schwert zur Seit,
ist gerüstet er zum Streit.
Stürzt durchbohrt von Feindes Ger,
mancher auch ins graue Meer;
doch er fürchtet nicht den Tod,
weitersegeln muss das Boot!
-Wort und Weise unbekannt-
@DeutscheDD
In Gedenken an einen treuen Wikinger,
der uns aufrecht voranschritt!
-------
Durch die Wellen braust ein Kiel
Durch die Wellen braust ein Kiel,
Wikingerboot zu fernem Ziel.
Durch die Wellen, mit dem Kahn,
ziehst du sicher deine Bahn.
Kehrreim:
Der Wikingeradler, das Wikingerboot,
die Wikingerfahne in Freud, Leid und Not,
die Wikingerfahne in Schwarz, Weiß und Rot!
Du bist wie ein Kamerad,
stolzes Schiff auf jeder Fahrt.
und die Wimpel, die du hisst,
zeigen, wer dein Führer ist.
An des Ruderholzes Pfahl
steht ein Kerl, so hart wie Stahl
und den Schild, das Schwert zur Seit,
ist gerüstet er zum Streit.
Stürzt durchbohrt von Feindes Ger,
mancher auch ins graue Meer;
doch er fürchtet nicht den Tod,
weitersegeln muss das Boot!
-Wort und Weise unbekannt-
@DeutscheDD
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Faßt frohen Mut!
Auch wer uns haßt, muß doch verstehen:
Es müßte mit uns untergehen
Der Menschheit bestes Gut! ☀️
-L. T.-
@DeutscheDD
Auch wer uns haßt, muß doch verstehen:
Es müßte mit uns untergehen
Der Menschheit bestes Gut! ☀️
-L. T.-
@DeutscheDD
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Schlachtentag, der Unheil oder Segen
Aufs Haupt von Nationen wenden soll,
Dir schaun die Augen schlummerlos entgegen
Und alle Herzen qual- und schreckenvoll!
O ernste Zeit, wo Millionen fragen:
"Wie wird für uns der nächste Morgen tagen?"
-Alfred von Meißner, geboren am 15.10.1821 in Teplitz – verstorben am 29.05.1885 in Bregenz-
@DeutscheDD
Aufs Haupt von Nationen wenden soll,
Dir schaun die Augen schlummerlos entgegen
Und alle Herzen qual- und schreckenvoll!
O ernste Zeit, wo Millionen fragen:
"Wie wird für uns der nächste Morgen tagen?"
-Alfred von Meißner, geboren am 15.10.1821 in Teplitz – verstorben am 29.05.1885 in Bregenz-
@DeutscheDD
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Poincaré
Behaglich sitz ich in Bordeaux
bei einem guten Tropfen
indes Mariannchen irgendwo
das Fell sich läßt verklopfen
Der Ritter Schorsch von England spricht
daß bald´ge Rettung winke –
Ich aber trau dem Frieden nicht
und trinke, trinke, trinke
Bestimmt war doch im Völkerrat
daß Frankreichs Waffen siegen
und schändlich find ich´s in der Tat
daß wir nun Kloppe kriegen
Für deutschen Blei- und Pulvergruß
ist mir mein Bauch zu schade
Drum nahm ich mein Gepäck und blus
tut! tut! – zur Retirade
Der brave Bruder Nicolas
welkt hin als wie ein Röschen
er depeschiert ohn´ Unterlaß
nach wasserdichten Höschen
Sind diese nicht nach seinem Sinn
droht er mich zu verprügeln
Ich schick ihm nächstens Micheln hin
der wird sie ihm schon bügeln
In Belgien zu Antwerpen lebt
ein Freund mir, ein gelackter
wenn er nach England jetzt entschwebt
so zeigt das von Charakter
Er stellt wie ich sein Glück und Ehr´
aufs Rückwarts-sich-bewegen
In England aber findet er
viel freundliche Kollegen
Noch blickt Freund Peter auf mich hin
und hofft, daß ich mich halte
denn was ich für ein Trottel bin
das weiß nur meine Alte
Mein Präsidentenstolz und so
war ach nur eitel Schminke
drum sitz ich lieber in Bordeaux
und trinke, trinke, trinke
-Otto Wenck–
@DeutscheDD
Behaglich sitz ich in Bordeaux
bei einem guten Tropfen
indes Mariannchen irgendwo
das Fell sich läßt verklopfen
Der Ritter Schorsch von England spricht
daß bald´ge Rettung winke –
Ich aber trau dem Frieden nicht
und trinke, trinke, trinke
Bestimmt war doch im Völkerrat
daß Frankreichs Waffen siegen
und schändlich find ich´s in der Tat
daß wir nun Kloppe kriegen
Für deutschen Blei- und Pulvergruß
ist mir mein Bauch zu schade
Drum nahm ich mein Gepäck und blus
tut! tut! – zur Retirade
Der brave Bruder Nicolas
welkt hin als wie ein Röschen
er depeschiert ohn´ Unterlaß
nach wasserdichten Höschen
Sind diese nicht nach seinem Sinn
droht er mich zu verprügeln
Ich schick ihm nächstens Micheln hin
der wird sie ihm schon bügeln
In Belgien zu Antwerpen lebt
ein Freund mir, ein gelackter
wenn er nach England jetzt entschwebt
so zeigt das von Charakter
Er stellt wie ich sein Glück und Ehr´
aufs Rückwarts-sich-bewegen
In England aber findet er
viel freundliche Kollegen
Noch blickt Freund Peter auf mich hin
und hofft, daß ich mich halte
denn was ich für ein Trottel bin
das weiß nur meine Alte
Mein Präsidentenstolz und so
war ach nur eitel Schminke
drum sitz ich lieber in Bordeaux
und trinke, trinke, trinke
-Otto Wenck–
@DeutscheDD
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Odin und die Nornen
Über des Chaos noch ruhenden Wogen
Saßen um Odin die webenden Drei,
Und die Geschicke die künftigen zogen
An den gewaltigen Thronen vorbei.
Alles Verhüllte, noch Ungeword'ne
Schaute der Gott in leuchtendem Traum;
Ob er gestaltend zu Formen es ordne,
Wog er die Zeit und maß den Raum.
Aber die Nornen sie spannen und woben
Seine Gedanken zu Wirklichkeit;
Siehe, was glänzte da funkelnd oben
Plötzlich im Schoße der Dunkelheit?
War der Stern der Liebe gekommen?
Schon bei seinem ersten Strahl
Rauschte das dämmernde Meer erglommen,
Brauste das schweigende Felsenthal.
Doch mit Schmerz und erhobenem Zorne,
Aus dem vergessenden Sinnen erwacht,
Sprach der Vater der Dinge zur Norne:
Unglücksel'ge was hast du vollbracht?! -
Siehe! sie werden, die Wesen entstehen,
Jammer und Elend und Klage beginnt,
Wehe, nun soll mir Alles vergehen,
Was dein verwirrender Faden entspinnt:
Täuschung nur bringen die flüchtigen Stunden,
Bang nur von jenem Stern erhellt,
Bis du den Faden wieder gefunden,
Den ich ersann, zu vollenden die Welt!
-Hermann Lingg, ab 1890 Ritter von Lingg, geboren am 22.01.1820 in Lindau – verstorben am 18.06.1905 in München-
@DeutscheDD
Über des Chaos noch ruhenden Wogen
Saßen um Odin die webenden Drei,
Und die Geschicke die künftigen zogen
An den gewaltigen Thronen vorbei.
Alles Verhüllte, noch Ungeword'ne
Schaute der Gott in leuchtendem Traum;
Ob er gestaltend zu Formen es ordne,
Wog er die Zeit und maß den Raum.
Aber die Nornen sie spannen und woben
Seine Gedanken zu Wirklichkeit;
Siehe, was glänzte da funkelnd oben
Plötzlich im Schoße der Dunkelheit?
War der Stern der Liebe gekommen?
Schon bei seinem ersten Strahl
Rauschte das dämmernde Meer erglommen,
Brauste das schweigende Felsenthal.
Doch mit Schmerz und erhobenem Zorne,
Aus dem vergessenden Sinnen erwacht,
Sprach der Vater der Dinge zur Norne:
Unglücksel'ge was hast du vollbracht?! -
Siehe! sie werden, die Wesen entstehen,
Jammer und Elend und Klage beginnt,
Wehe, nun soll mir Alles vergehen,
Was dein verwirrender Faden entspinnt:
Täuschung nur bringen die flüchtigen Stunden,
Bang nur von jenem Stern erhellt,
Bis du den Faden wieder gefunden,
Den ich ersann, zu vollenden die Welt!
-Hermann Lingg, ab 1890 Ritter von Lingg, geboren am 22.01.1820 in Lindau – verstorben am 18.06.1905 in München-
@DeutscheDD
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G o l d e n e J u g e n d
Wenn du jung bist - empfindest du nie ganz die Wonne des Jungseins!
Wie einzig schön und glückvoll die Jugend ist, empfindest du erst voll - wenn du sie nicht mehr hast!
Darum schaff' dir Erinnerungen!
Eine sonnige glückliche Jugendzeit vermag ihre verklärenden Scheine noch fernerhin über öde, lichtlose Lebensstrecken zu werfen, bis ins späte Alter…
Jugend ist Reichtum!
Alles, was die Zeit zerbröckelt und zerbricht, was der Lebenskampf vernichtet, alles hat die Jugend noch beisammen!
Geh' an keiner glücklichen Stunde vorbei!
Aber nütze deiner Jugend Reichtum recht!
Auf daß sich nie die Reue dir zugesellt!
Meide alles Niedrige, Häßliche, Gemeine!
Flatt're wie mit Falterflügeln darüber hin!
Du hast ja Flügel!
Du bist ja reich!
Du kannst zaubern, denn du kannst beglücken -- wenn du jung bist ... !
-Eugen Stangen, geboren 1870 in Carlsruhe (Oberschlesien) - verstorben 1930 in Berlin-
@DeutscheDD
Wenn du jung bist - empfindest du nie ganz die Wonne des Jungseins!
Wie einzig schön und glückvoll die Jugend ist, empfindest du erst voll - wenn du sie nicht mehr hast!
Darum schaff' dir Erinnerungen!
Eine sonnige glückliche Jugendzeit vermag ihre verklärenden Scheine noch fernerhin über öde, lichtlose Lebensstrecken zu werfen, bis ins späte Alter…
Jugend ist Reichtum!
Alles, was die Zeit zerbröckelt und zerbricht, was der Lebenskampf vernichtet, alles hat die Jugend noch beisammen!
Geh' an keiner glücklichen Stunde vorbei!
Aber nütze deiner Jugend Reichtum recht!
Auf daß sich nie die Reue dir zugesellt!
Meide alles Niedrige, Häßliche, Gemeine!
Flatt're wie mit Falterflügeln darüber hin!
Du hast ja Flügel!
Du bist ja reich!
Du kannst zaubern, denn du kannst beglücken -- wenn du jung bist ... !
-Eugen Stangen, geboren 1870 in Carlsruhe (Oberschlesien) - verstorben 1930 in Berlin-
@DeutscheDD
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Eine Handvoll Heimaterde nahm ich von der Heimat mit, als ich schied, habe in ein Linnensäckchen eingenäht sie mitgebracht, unter meinem Kissen liegt sie in der Nacht.
Wenn ich schlafe, führt mein Träumen mich in flaches Steppenland, wo der glitzernd gelbe Sand in der Sonne Gluten flimmert und auf den Akazienbäumen goldig schimmert, wo den Horizont begrenzt ein endlos scheinend Halmenmeer, hin und her wogt es wie der Wellen Schaum, rauscht es wie ein leises Singen, Heimatlieder mir erklingen weich im Traum…
-Ella Triebnigg–Pirkhert, 23.12.1874 in Ofen (Ungarn) – 29.01.1938 in Wien-
(Am 10.12.2012 entschied das ungarische Parlament über die Einführung eines offiziellen Gedenktages für die getöteten, vertriebenen und verschleppten Ungarndeutschen. Ungarn ist somit das bislang einzige Land, das auf diese Weise an das Unrecht der Verfolgung und Vertreibung der Deutschen erinnert. Als Datum für den Gedenktag wurde in Ungarn der 19.01. gewählt.
Die Vertreibungen aus Osteuropa, welche insgesamt 12-15 Millionen Menschen betraf, wurde begründet durch eine Passage des Potsdamer Abkommens der Alliierten, in der die „Kollektivschuld“ der Deutschen festgehalten und womit die Vertreibungen der Deutschen aus ganz Osteuropa gefördert wurde.)
@DeutscheDD
Wenn ich schlafe, führt mein Träumen mich in flaches Steppenland, wo der glitzernd gelbe Sand in der Sonne Gluten flimmert und auf den Akazienbäumen goldig schimmert, wo den Horizont begrenzt ein endlos scheinend Halmenmeer, hin und her wogt es wie der Wellen Schaum, rauscht es wie ein leises Singen, Heimatlieder mir erklingen weich im Traum…
-Ella Triebnigg–Pirkhert, 23.12.1874 in Ofen (Ungarn) – 29.01.1938 in Wien-
(Am 10.12.2012 entschied das ungarische Parlament über die Einführung eines offiziellen Gedenktages für die getöteten, vertriebenen und verschleppten Ungarndeutschen. Ungarn ist somit das bislang einzige Land, das auf diese Weise an das Unrecht der Verfolgung und Vertreibung der Deutschen erinnert. Als Datum für den Gedenktag wurde in Ungarn der 19.01. gewählt.
Die Vertreibungen aus Osteuropa, welche insgesamt 12-15 Millionen Menschen betraf, wurde begründet durch eine Passage des Potsdamer Abkommens der Alliierten, in der die „Kollektivschuld“ der Deutschen festgehalten und womit die Vertreibungen der Deutschen aus ganz Osteuropa gefördert wurde.)
@DeutscheDD
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Ist das, was Ihr für wahr ausgebt, Wahrheit, so schwing ich mich im Denken zu ihr auf. –
Wenn ich mich aufschwinge, so ist's in die Wahrheit, lieg ich an der Fessel, so bin ich nicht an die Wahrheit gekettet.
Freisein macht allein, daß alles Wahrheit sei, von was ich mich fesseln lasse, das wird zum Aberglauben.
Nur was geistentsprungen mir einleuchtet, das ist Wahrheit, – was aber den Geist fesselt, das wird Aberglaube.
Geist und Wahrheit leben ineinander und erzeugen ewig neu!
🪦 -Elisabeth Catharina Ludovica Magdalena Bettina von Arnim, 04.04.1785 in Frankfurt am Main – 20.01.1859 in Berlin-
@DeutscheDD
Wenn ich mich aufschwinge, so ist's in die Wahrheit, lieg ich an der Fessel, so bin ich nicht an die Wahrheit gekettet.
Freisein macht allein, daß alles Wahrheit sei, von was ich mich fesseln lasse, das wird zum Aberglauben.
Nur was geistentsprungen mir einleuchtet, das ist Wahrheit, – was aber den Geist fesselt, das wird Aberglaube.
Geist und Wahrheit leben ineinander und erzeugen ewig neu!
🪦 -Elisabeth Catharina Ludovica Magdalena Bettina von Arnim, 04.04.1785 in Frankfurt am Main – 20.01.1859 in Berlin-
@DeutscheDD
💯41❤23👌5👍4
Resignation
Es gibt noch Leute, die sich quälen,
Aus denen sich die Frage ringt:
Wie wird der Deutsche nächstens wählen?
Wie wird das, was die Urne bringt?
Die Guten! Wie sie immer hoffen!
Wie macht sie doch ein jedesmal
Der Ausfall neuerdings betroffen!
Als wär' er anders, wie normal!
Wir wissen doch von Adam Riese,
Dass zwei mal zwei gleich vieren zählt.
Und eine Wahrheit fest wie diese
Ist, daß man immer Schwarze wählt.
Das Faktum läßt sich nicht bestreiten,
Auch wenn es noch so bitter schmeckt.
Doch hat das Übel gute Seiten :
Es ruhet nicht auf Intellekt.
Man muß die Sache recht verstehen;
Sie ist nicht böse, ist nicht gut.
Der Deutsche will zur Urne gehen,
So wie man das Gewohnte tut.
Wer hofft, daß es noch anders würde,
Der täuscht sich hier, wie überall.
Die Schafe suchen ihre Hürde,
Das Rindvieh suchet seinen Stall!
💐 -Ludwig Thoma, 21.01.1867 in Oberammergau – 26.08.1921 in Tegernsee-
@DeutscheDD
Es gibt noch Leute, die sich quälen,
Aus denen sich die Frage ringt:
Wie wird der Deutsche nächstens wählen?
Wie wird das, was die Urne bringt?
Die Guten! Wie sie immer hoffen!
Wie macht sie doch ein jedesmal
Der Ausfall neuerdings betroffen!
Als wär' er anders, wie normal!
Wir wissen doch von Adam Riese,
Dass zwei mal zwei gleich vieren zählt.
Und eine Wahrheit fest wie diese
Ist, daß man immer Schwarze wählt.
Das Faktum läßt sich nicht bestreiten,
Auch wenn es noch so bitter schmeckt.
Doch hat das Übel gute Seiten :
Es ruhet nicht auf Intellekt.
Man muß die Sache recht verstehen;
Sie ist nicht böse, ist nicht gut.
Der Deutsche will zur Urne gehen,
So wie man das Gewohnte tut.
Wer hofft, daß es noch anders würde,
Der täuscht sich hier, wie überall.
Die Schafe suchen ihre Hürde,
Das Rindvieh suchet seinen Stall!
💐 -Ludwig Thoma, 21.01.1867 in Oberammergau – 26.08.1921 in Tegernsee-
@DeutscheDD
💯64👍14⚡10👌7🤣2😨1
Da ich ein Knabe war, lockte mich südliche Ferne,
trug die Sehnsucht mich in ein sonniges Land.
Da ich ein Mann nun geworden unter der Heimat Sterne,
hält mich fest silbernen Flusses Band.
Halten mich Heide und Hügel, die heimlichen Gassen,
halten mich weite Felder, vom Wind überweht,
hält mich die Stille der leise raunenden Wälder,
wenn der Abend im Gold über den Wipfeln steht.
Immer, o Heimat, könnt deine Erde ich fassen,
immer und immer stehst du vor meinem Sinn,
dein will ich bleiben, wenn dich auch andre verlassen,
weil ich dich liebe, du Erde, der ich entsprossen bin!
-Kurt von Rönne, 02.08.1904 in Perleberg – verstorben 1972 -
@DeutscheDD
trug die Sehnsucht mich in ein sonniges Land.
Da ich ein Mann nun geworden unter der Heimat Sterne,
hält mich fest silbernen Flusses Band.
Halten mich Heide und Hügel, die heimlichen Gassen,
halten mich weite Felder, vom Wind überweht,
hält mich die Stille der leise raunenden Wälder,
wenn der Abend im Gold über den Wipfeln steht.
Immer, o Heimat, könnt deine Erde ich fassen,
immer und immer stehst du vor meinem Sinn,
dein will ich bleiben, wenn dich auch andre verlassen,
weil ich dich liebe, du Erde, der ich entsprossen bin!
-Kurt von Rönne, 02.08.1904 in Perleberg – verstorben 1972 -
@DeutscheDD
❤92🥰9💯7🔥4
Jung Siegfried war ein stolzer Knab,
ging von des Vaters Burg herab.
Wollt rasten nicht in Vaters Haus,
wollt wandern in die Welt hinaus.
Begegnet' ihm manch Ritter wert
mit festem Schild und breitem Schwert.
Siegfried nur einen Stecken trug,
das war ihm bitter und leid genug.
Und als er ging im finstern Wald,
zu einer Schmiede kam er bald.
Da sah er Eisen und Stahl genug,
ein lustig Feuer Flammen schlug.
„O Meister, liebster Meister mein,
Laß du mich deinen Gesellen sein!
Und lehr du mich mit Fleiß und Acht,
wie man die guten Schwerter macht!"
Siegfried den Hammer wohl schwingen kunnt,
er schlug den Amboß in den Grund.
Er schlug, daß weit der Wald erklang
und alles Eisen in Stücken sprang.
Und von der letzten Eisenstang
macht' er ein Schwert so breit und lang.
„Nun hab ich geschmiedet ein gutes Schwert,
nun bin ich wie andre Ritter wert.
Nun schlag ich wie ein andrer Held
die Riesen und Drachen in Wald und Feld!" 🐉
-Johann Ludwig Uhland, geboren am 26.04.1787 in Tübingen – verstorben am 13.11.1862 ebenda-
@DeutscheDD
ging von des Vaters Burg herab.
Wollt rasten nicht in Vaters Haus,
wollt wandern in die Welt hinaus.
Begegnet' ihm manch Ritter wert
mit festem Schild und breitem Schwert.
Siegfried nur einen Stecken trug,
das war ihm bitter und leid genug.
Und als er ging im finstern Wald,
zu einer Schmiede kam er bald.
Da sah er Eisen und Stahl genug,
ein lustig Feuer Flammen schlug.
„O Meister, liebster Meister mein,
Laß du mich deinen Gesellen sein!
Und lehr du mich mit Fleiß und Acht,
wie man die guten Schwerter macht!"
Siegfried den Hammer wohl schwingen kunnt,
er schlug den Amboß in den Grund.
Er schlug, daß weit der Wald erklang
und alles Eisen in Stücken sprang.
Und von der letzten Eisenstang
macht' er ein Schwert so breit und lang.
„Nun hab ich geschmiedet ein gutes Schwert,
nun bin ich wie andre Ritter wert.
Nun schlag ich wie ein andrer Held
die Riesen und Drachen in Wald und Feld!" 🐉
-Johann Ludwig Uhland, geboren am 26.04.1787 in Tübingen – verstorben am 13.11.1862 ebenda-
@DeutscheDD
❤52👍17🤗6
Ein Toter kehrt heim. Schweigend treten wir an den Saum seines Weges, der einst sein Fluchtweg war vor gedungenem Verrat und vorher des Lebens, des Kampfes Bahn. Allein in den Wäldern vollendete sich sein Geschick, den unseren so nah verwandt, nur ohne Makel der Feigheit. So war er von vielen aufgegeben, bevor er dem Letzten verfiel. Allein in den Wäldern trat der Tod in den Weg.
Gabi von Pidoll
🪦50.🪦
-Georg „Jörg“ Klotz, 11.09.1919 in Walten Südtirol - 24.01.1976 im Exil in Telfes im Stubai-
@DeutscheDD
Gabi von Pidoll
🪦50.🪦
-Georg „Jörg“ Klotz, 11.09.1919 in Walten Südtirol - 24.01.1976 im Exil in Telfes im Stubai-
@DeutscheDD
❤51🫡17✍2👏1
Das Christentum
Ein altes metaphysisches Märchen voller Wundergeschichten, Widersprüche und Widersinn, aus der glühenden Einbildungskraft des Orients entsprungen, hat sich über Europa verbreitet.
Schwärmer haben es ins Volk getragen, Ehrgeizige sich zum Schein davon überzeugen lassen,
Einfältige es geglaubt, und das Antlitz der Welt ist durch diesen Glauben verändert worden.
Die heiligen Quacksalber, die diese Ware feilboten, haben sich zu Ansehen gebracht, sie sind Herrscher geworden, ja, es gab eine Zeit, wo sie Europa durch ihr Machtwort regierten.
In ihrem Hirn entstand jener Priesterhochmut und jene Herrschsucht, die allen geistlichen Sekten zu eigen ist, wie auch ihr Name laute!
💐 -Friedrich II. (der Große), geboren am 24.01.1712 in Berlin – verstorben am 17.08.1786 in Potsdam-
(aus: Politisches Testament von 1768)
@DeutscheDD
Ein altes metaphysisches Märchen voller Wundergeschichten, Widersprüche und Widersinn, aus der glühenden Einbildungskraft des Orients entsprungen, hat sich über Europa verbreitet.
Schwärmer haben es ins Volk getragen, Ehrgeizige sich zum Schein davon überzeugen lassen,
Einfältige es geglaubt, und das Antlitz der Welt ist durch diesen Glauben verändert worden.
Die heiligen Quacksalber, die diese Ware feilboten, haben sich zu Ansehen gebracht, sie sind Herrscher geworden, ja, es gab eine Zeit, wo sie Europa durch ihr Machtwort regierten.
In ihrem Hirn entstand jener Priesterhochmut und jene Herrschsucht, die allen geistlichen Sekten zu eigen ist, wie auch ihr Name laute!
💐 -Friedrich II. (der Große), geboren am 24.01.1712 in Berlin – verstorben am 17.08.1786 in Potsdam-
(aus: Politisches Testament von 1768)
@DeutscheDD
❤60💯41⚡5🫡5👌3😈2
Audio
💐140.💐
-Wilhelm Furtwängler, 25.01.1886 in Schöneberg - 30.11.1954 in Ebersteinburg-
dirigiert die Ouvertüre der Meistersinger 1943 in Bayreuth.
Empfehlenswert auch die Filmaufnahme von 1942, z.B. bei Youtube.
@DeutscheDD
-Wilhelm Furtwängler, 25.01.1886 in Schöneberg - 30.11.1954 in Ebersteinburg-
dirigiert die Ouvertüre der Meistersinger 1943 in Bayreuth.
Empfehlenswert auch die Filmaufnahme von 1942, z.B. bei Youtube.
@DeutscheDD
❤23👍10👏2
Diese Art von Musik drückt am besten aus,
was ich von den Deutschen halte:
Sie sind von vorgestern
und von übermorgen -
sie haben noch kein Heute.
-Friedrich Wilhelm Nietzsche, geboren am 15.10.1844 in Röcken - verstorben am 25.08.1900 in Weimar-
beim Anhören der Ouvertüre von Richard Wagner Meistersingern
@DeutscheDD
was ich von den Deutschen halte:
Sie sind von vorgestern
und von übermorgen -
sie haben noch kein Heute.
-Friedrich Wilhelm Nietzsche, geboren am 15.10.1844 in Röcken - verstorben am 25.08.1900 in Weimar-
beim Anhören der Ouvertüre von Richard Wagner Meistersingern
@DeutscheDD
💯39❤27🔥8⚡6👌4🥰3
Bekenntnis
Ich bin ein Span von deinem Stamme,
von deinem Feuer eine Flamme,
ein Korn, das deine Erde reift,
ein Blatt, das deine Liebe streift!
Zu jeder Stunde eins mit dir und tiefverwandt
bist du in mir und ich in dir mein deutsches Volk und Land!
🪦 -Alfons Maria Petzold, geboren am 24.09.1882 in Fünfhaus – verstorben am 25.01.1923 in Kitzbühel-
@DeutscheDD
Ich bin ein Span von deinem Stamme,
von deinem Feuer eine Flamme,
ein Korn, das deine Erde reift,
ein Blatt, das deine Liebe streift!
Zu jeder Stunde eins mit dir und tiefverwandt
bist du in mir und ich in dir mein deutsches Volk und Land!
🪦 -Alfons Maria Petzold, geboren am 24.09.1882 in Fünfhaus – verstorben am 25.01.1923 in Kitzbühel-
@DeutscheDD
❤83👌11
„Land des Glaubens, deutsches Land,
Land der Väter und der Erben,
uns im Leben und im Sterben
Haus und Herberg, Trost und Pfand,
sei den Toten zum Gedächtnis,
den Lebend‘gen zum Vermächtnis,
freudig vor der Welt bekannt,
Land des Glaubens, deutsches Land!
Land der Hoffnung, Heimatland,
ob die Wetter, ob die Wogen
über dich hinweggezogen,
ob die Feuer dich verbrannt,
du hast Hände, die da bauen,
du hast Herzen, die vertrauen,
Lieb’ und Treue halten stand,
Land der Hoffnung, Heimatland.
Land der Liebe, Vaterland,
heil‘ger Grund, auf den sich gründet,
was in Lieb’ und Leid verbündet
Herz mit Herzen, Hand mit Hand.
Frei, wie wir dir angehören
und uns dir zu eigen schwören,
schling um uns dein Friedensband,
Land der Liebe, Vaterland!“
💐 -Rudolf Alexander Schröder, geboren am 26.01.1878 in Bremen – verstorben am 22.08.1962 in Bad Wiessee-
@DeutscheDD
Land der Väter und der Erben,
uns im Leben und im Sterben
Haus und Herberg, Trost und Pfand,
sei den Toten zum Gedächtnis,
den Lebend‘gen zum Vermächtnis,
freudig vor der Welt bekannt,
Land des Glaubens, deutsches Land!
Land der Hoffnung, Heimatland,
ob die Wetter, ob die Wogen
über dich hinweggezogen,
ob die Feuer dich verbrannt,
du hast Hände, die da bauen,
du hast Herzen, die vertrauen,
Lieb’ und Treue halten stand,
Land der Hoffnung, Heimatland.
Land der Liebe, Vaterland,
heil‘ger Grund, auf den sich gründet,
was in Lieb’ und Leid verbündet
Herz mit Herzen, Hand mit Hand.
Frei, wie wir dir angehören
und uns dir zu eigen schwören,
schling um uns dein Friedensband,
Land der Liebe, Vaterland!“
💐 -Rudolf Alexander Schröder, geboren am 26.01.1878 in Bremen – verstorben am 22.08.1962 in Bad Wiessee-
@DeutscheDD
❤80👏10🫡7👌1