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Forwarded from JugendInfo
Spannungen in Syrien halten an

Nach den Kämpfen in der syrischen Großstadt Aleppo Anfang der Woche ist die Lage in Syrien weiter unsicher. Die vorwiegend kurdischen Stadtteile Şeikh Maqsud und Aşrafiyeh sind weiter von einer teilweisen Blockade durch Kräfte der HTS-Regierung betroffen. Nur zwei Straßen in die Stadtteile sind derzeit geöffnet.

Auch an anderen Kontaktlinien zwischen der selbsternannten Übergangsregierung und den Syrisch Demokratischen Kräften (SDF) hat die Regierung in den letzten Tagen Truppen zusammengezogen.

Bis Ende des Jahres sollte zwischen der SDF und der Übergangsregierung eigentlich ein Plan für zentrale Punkte des Abkommens vom 10. März, das eine gemeinsame Neuordnung Syriens zum Ziel hatte, erreicht werden. Bislang gibt es keine gemeinsamen Stellungnahmen.

Eine Einigung von Oktober war von der HTS-Regierung nach Druck aus der Türkei nicht bestätigt worden. Diese Einigung hätte die Eingliederung der SDF und der Fraueneinheiten YPJ als eigenständige Divisionen vorgesehen.
Forwarded from JugendInfo
Angriffe auf alawitische Demonstrationen in Syrien

In Westsyrien wurden am Nachmittag Demonstrationen der alawitischen Minderheit von Kräften der selbsternannten Übergangsregierung angegriffen. Lokale Quellen sprechen derzeit von acht Toten und mehreren Dutzend Verletzten. Die "internen Sicherheitskräfte" schossen in den Städten Homs, Latakia und Tartus mit Tränengas und scharfer Munition auf die Demos.

Auslöser der Proteste war ein Anschlag auf eine alawitische Moschee in Homs am Freitag, bei dem acht Personen getötet worden waren. Daraufhin hatte der Hohe Alawitische Rat in Syrien und der Diaspora zu Protesten für eine föderale Neuordnung in Syrien aufgerufen. Demonstranten forderten zudem ein Ende der sektiererischen Gewalt. Bei Massakern im März waren tausende Alawit:innen von Kräften der Übergangsregierung ermordet worden.

Derweil ist unklar, wie die Gespräche zwischen der Regierung und der Selbstverwaltung in Nordostsyrien laufen. Auch dabei geht es um eine dezentrale Neuordnung des Landes.
Forwarded from JugendInfo
Streiks und Proteste im Iran

Im Iran ist es am zweiten Tag in Folge zu Protesten und Streiks gegen das Regime und die desaströse wirtschaftliche Lage im Land gekommen. In Teheran schlossen am Sonntag Marktverkäufer und Ladenbesitzer ihre Stände und Geschäfte und protestierten damit gegen Preiserhöhungen und die massive Inflation. Sie zogen durch die Malls und skandierten "Schließt die Läden", "Habt keine Angst, wir stehen alle zusammen" und Parolen gegen das iranische Regime.

Auch am Montag setzten sie den Streik fort. Die Proteste weiteten sich auch auf die umliegenden Straßen und weitere Städte aus. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstrierenden ein. Zahlen zu Verletzten oder Festnahmen sind bislang nicht bekannt.

Der Wert der iranischen Landeswährung war zuvor massiv abgestürzt. Der Dollarwert lag gestern bei 1,4 Millionen Rial, heute vormittag stieg er auf 1,7 Millionen Rial an.
Der iranische Notenbankchef Mohammad Reza Farzin trat einem Medienbericht zufolge zurück.
Forwarded from JugendInfo
Proteste im Iran weiten sich aus

Die Proteste im Iran haben sich auch am dritten Tag in Folge fortgesetzt und auf weitere Teile des Landes ausgeweitet. Mittlerweile werden aus mindestens 16 Städten Streiks in den Märkten gemeldet. In Teheran schlossen sich auch Studierende mehrerer Universitäten den Protesten an.

In mehreren Städten kam es zu teils heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. In Teheran soll die Polizei dabei auch scharfe Munition eingesetzt haben, Zahlen zu Verletzten oder Berichte über Tote gibt es bislang nicht. Allerdings kam es lokalen Quellen zufolge zu mehreren Festnahmen unter den Studierenden.

Für den heutigen Mittwoch hat die Regierung angekündigt, in 21 von 31 Provinzen, Regierungsgebäude, Schulen und Handelszentren zu schließen. Dabei könnte es sich um einen Versuch handeln, öffentliche Versammlungen zu verhindern.

Die Proteste, hatten sich an der hohen Inflation entfacht. Mittlerweile wird aber auch offen ein Ende des islamischen Regimes gefordert.