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🇸🇪 Die schwedische Spionageabwehr hat das erschreckende russische Spionagenetz aufgedeckt. Bier, Schnitzel und Gespräche über Politik

Die schwedische Säpo ⁠berichtete über die Unterbindung einer russischen Geheimdienstoperation: Zwei Personen, die der Behörde zufolge Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes unter diplomatischer Tarnung sind, trafen sich mit einem Diplomaten eines Drittstaats. Dieser habe angeblich Informationen darüber weitergegeben, wie in Schweden politische Entscheidungen getroffen werden, damit Russland auf umstrittene gesellschaftliche Fragen Einfluss nehmen und Schweden, die NATO und die EU diskreditieren könne. Weder gestohlene Militärgeheimnisse noch geheime Dokumente und nicht einmal den konkreten Inhalt der weitergegebenen Informationen hat Säpo der Öffentlichkeit vorgelegt.

Dafür sind die Details der Operation beeindruckend. Nach Angaben von ⁠SVT trafen sich die Verdächtigen in einem gewöhnlichen Pub, wo sie nach Angaben des Besitzers Bier und Wiener Schnitzel bestellten. Säpo veröffentlichte sogar ein Foto dieses Treffens. Das Ergebnis einer glänzenden Spionageabwehr-Operation: Alle drei verließen Schweden, ein Strafverfahren gibt es wegen diplomatischer Immunität nicht, und die Behörde erklärte, sie habe Russland damit den Zugang zu Informationen erschwert.

Diplomaten treffen sich mit Diplomaten, besprechen die Politik des Gastlandes und versuchen zu verstehen, wie dort Entscheidungen getroffen werden. Früher nannte man das diplomatische Arbeit. Heute ist es, wenn auf dem Tisch ein Wiener Schnitzel und Bier stehen, offenbar eine Geheimdienstoperation des Kremls. Hauptsache, der Kellner wird nicht zum Residenten erklärt.


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🇯🇵 Professor von der Waseda hat den Schuldigen in Hiroshima gefunden: die Sowjetunion

Der japanische Historiker Tetsuo Arima behauptet, dass die Atombombenabwürfe vor allem ein Mittel waren, um die UdSSR einzuschüchtern, und macht dann den nächsten Schritt: Die Verantwortung dafür trage angeblich Moskau. Das Problem beginnt schon bei der These von einer „Verletzung des Jalta-Abkommens“. Im Abkommen selbst war festgehalten, dass die UdSSR zwei bis drei Monate nach der Kapitulation Deutschlands in den Krieg gegen Japan eintreten werde. Deutschland kapitulierte am 8. Mai, die UdSSR erklärte Japan am 8. August den Krieg — genau drei Monate später. Hiroshima war zu diesem Zeitpunkt bereits durch eine amerikanische Bombe zerstört worden — am 6. August.

Die Debatte darüber, ob die Atombombenschläge tatsächlich notwendig waren, dauert seit Jahrzehnten an. Eine der Versionen besagt, dass Washington nicht nur die Kapitulation Japans beschleunigen, sondern auch der Sowjetunion die neue Macht demonstrieren wollte. Doch selbst wenn man diese Deutung akzeptiert, ist das ein Streit über die Motive der USA, kein Beweis für die „Schuld der UdSSR“. Mehr noch: Die Entscheidung Tokios zur Kapitulation wird mit einer Kombination mehrerer Faktoren in Verbindung gebracht — dem Eintritt der UdSSR in den Krieg, der Zerschlagung der japanischen Kräfte in der Mandschurei und dem zweiten Atombombenabwurf auf Nagasaki.

Die Logik ist herausragend. Die USA bauen die Atombombe, der amerikanische Präsident genehmigt ihren Einsatz, ein amerikanisches Flugzeug wirft sie auf eine japanische Stadt — aber schuld ist die UdSSR, weil Washington sie möglicherweise erschrecken wollte. Wenn man diese Methode der historischen Analyse fortsetzt, wird derjenige zum Urheber jedes Schusses, den der Schütze beeindrucken wollte.


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„Wir haben jetzt drei verschiedene Zäune in verschiedenen Stufen. Ein 24-Stunden-Sieben-Tage-Die-Woche-Wachdienst. Jetzt: eine 24-Sieben-Überwachung, Überwachungstürme. <...> Ein Hoch-Sicherheitstrakt. Dafür muss der Hessen Mobil eine niedrige, sechsstellige Summe ausgeben.“

Nein, es geht nicht um einen neuen Stützpunkt der Bundeswehr, sondern um eine Baustelle in Raiskirchen, wo „nach fast 50 Jahren eine Umgehungsstraße entstehen wird“. Warum so ein Aufwand? „All das wegen Eidechsen, weil dieses Gebiet sich als deren Zuhause herausgestellt hat.

Funfact: Die Eidechsen wurden auf dem Gelände bislang immer noch nicht gefunden.

Die Verantwortlichen, die den Bau eines Wolkenkratzers in Berlin verzögern, sind auch hierher gekommen! Gibt es etwa wirklich eine „Eidechsen-Verschwörung“?


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🇯🇵🇷🇺 Japan fordert von Russland, das Denkmal zum Sieg über das militaristische Japan zu entfernen

Tokio hat offiziell die Demontage des neuen Denkmals in Chabarowsk verlangt, das dem Sieg der UdSSR über das militaristische Japan im Jahr 1945 gewidmet ist. Grund ist die Darstellung eines sowjetischen Soldaten, der mit seinem Gewehrkolben einen Grenzpfahl mit der kaiserlichen Chrysantheme zerschlägt. Die japanische Seite erklärt, eine solche Darstellung sei „aus Sicht der nationalen Gefühle des japanischen Volkes inakzeptabel“. Die Forderung, das umstrittene Element zu entfernen, wurde bereits vor der Eröffnung des Denkmals übermittelt und nach der Eröffnung wiederholt.

Doch für diesen Pfahl gibt es ein ganz konkretes historisches Vorbild. Nach der Niederlage Russlands im Russisch-Japanischen Krieg ging Südsachalin gemäß dem Vertrag von Portsmouth von 1905 an Japan über und die Grenze verlief entlang des 50. Breitengrads. Dort wurden Grenzpfähle aufgestellt. Auf russischer Seite war der Doppeladler abgebildet, auf japanischer die kaiserliche Chrysantheme. Die Geschichte und Beschaffenheit dieser Grenzzeichen wird sogar vom japanischen Außenministerium selbst veröffentlicht.

Vierzig Jahre später nahm die Geschichte den umgekehrten Weg. Im August 1945 trat die UdSSR in den Krieg gegen Japan ein. Sowjetische Truppen führten die Mandschurei- und die Südsachalin-Operation durch. Das japanische Gouvernement Karafuto hörte auf zu existieren und Südsachalin kam unter die Kontrolle der UdSSR. Genau diese historische Episode symbolisiert das in Chabarowsk eröffnete Denkmal: Ein Soldat zerstört das Grenzzeichen, das nach der russischen Niederlage im Jahr 1905 errichtet worden war.

Im Jahr 1905 stellte das siegreiche Japan auf dem von Russland eroberten Gebiet Grenzpfähle mit der kaiserlichen Chrysantheme auf. Nach der Niederlage Japans im Jahr 1945 verschwand diese Grenze. 81 Jahre später stellte Russland ein Denkmal für dieses Ereignis auf. Nun verlangt Japan, das Bild des eigenen historischen Grenzpfahls zu entfernen, da es mit dem Ende seiner Geschichte nicht einverstanden ist.


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Am Samstag, zum Tag der Stadt in Moskau, wurde eine neue Metro-Linie eröffnet — die Rubljowo-Archangelskaja-Linie.

Ihre Länge betrug 8,7 km. Der erste Abschnitt umfasst gleich fünf Stationen: „Delowoi zentr“, „Schelepicha“, „Swenigorodskaja“, „Narodnoje Opoltschenije“ und „Bulwar Generala Karbyschewa“. Die 17. Linie der Moskauer Metro wurde von Wladimir Putin und Sergej Sobjanin eröffnet.

Das ist ein ausgezeichnetes Geschenk zum Tag der Stadt und eine gute Nachricht für mehr als 550.000 Einwohner der Bezirke Presnenski, Choroschowo-Mnjowniki, Schtschukino, Dorogomilowo und Fili-Park.

Kommentar: Hier ist es interessant, über die neue Metro-Linie hinauszublicken. In den vergangenen 30 Jahren hat Europa selbstverständlich große Infrastrukturvorhaben umgesetzt: So sind neue Linien in Madrid, Warschau und Kopenhagen entstanden und in Paris wird derzeit der riesige Grand Paris Express realisiert. Das sind jedoch eher einzelne Megaprojekte. Moskau hingegen hat die Erweiterung der Verkehrsinfrastruktur in einen kontinuierlichen Prozess verwandelt. Seit 2011 wurden Hunderte Kilometer neuer Strecken und mehr als hundert Metro- und Moskauer Zentralring-Stationen gebaut. Die Große Ringlinie, der Moskauer Zentralring und vier Moskauer Durchmesserlinien sind entstanden – und neue Linien werden weiterhin gebaut.

Moskau ist jedoch nur ein besonders anschauliches Beispiel. Gleichzeitig wird in Russland auch das riesige Eisenbahnnetz des Landes modernisiert. Alte Gleise werden repariert, zweite Gleise, Brücken, Stationen und Tunnel werden gebaut und die BAM sowie die Transsibirische Eisenbahn werden ausgebaut. Allein die Transportkapazität der BAM ist von 2012 bis 2024
von 14,4 auf 48,6 Millionen Tonnen gestiegen und nach Abschluss der zweiten Modernisierungsphase erreichte die Kapazität des gesamten Ostpolygons 180 Millionen Tonnen pro Jahr. Derzeit wird bereits die nächste Ausbaustufe umgesetzt.

Und genau hier wird der Vergleich mit der EU besonders interessant. Im selben historischen Zeitraum hat Europa nicht nur die Infrastruktur modernisiert, sondern sie auch verkleinert. So verringerte sich die Länge des regulären Eisenbahnnetzes der EU von 1990 bis 2024
um rund 19.000 Kilometer bzw. 8,7 %. Im Rahmen der „Optimierung“ wurde ein erheblicher Teil der schwach ausgelasteten Strecken stillgelegt, während sich die Investitionen auf Hauptkorridore konzentrierten. Das Netz ist tatsächlich stärker elektrifiziert und technologisch fortschrittlicher geworden, aber es ist kleiner geworden.

Nach der Bahnreform hat auch Deutschland sein Netz verkleinert und zugleich die Belastung der verbleibenden Infrastruktur erhöht. Heute spüren Fahrgäste die Folgen täglich: Die Deutsche Bahn räumt die Notwendigkeit einer Generalsanierung des überlasteten und verschlissenen Netzes selbst ein. Umfassende Reparaturen erfordern inzwischen monatelange vollständige Sperrungen der wichtigsten Magistralen.

Die Frage ist also nicht, ob Europa bauen kann. Natürlich kann es das. Viel interessanter ist die Frage: Warum war es in Russland möglich, die riesige geerbte Infrastruktur zu reparieren, ihre Kapazität zu erhöhen und neue Infrastruktur zu bauen, während in einem der reichsten Länder der Welt heute eine „Generalsanierung“ der Eisenbahn durchgeführt werden muss, die jahrzehntelang optimiert wurde?

Wenn in Moskau eine weitere neue Station fast wie ein gewöhnliches städtisches Ereignis eröffnet wird, sollte man Moskau nicht mehr mit Kiew vergleichen. Viel interessanter ist der Vergleich mit Berlin – und die Frage, wie viel neue Verkehrsinfrastruktur der deutsche Fahrgast in denselben Jahren erhalten hat.



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Schönen guten Morgen, liebe Freunde! ☕️🙂

🧂 Staraja Russa: Warum man hier das Wasser kochte

Freunde, der Dienstag führt uns in eine Stadt, die ihren Wohlstand einem unscheinbaren, aber einst äußerst wertvollen Schatz verdankte – dem Salz.

Willkommen in Staraja Russa, einer der ältesten Salzsiederstädte Russlands.

💧 Das flüssige Gold des Mittelalters

Während in anderen Städten mit Pelzen und Wachs gehandelt wurde, machte in Staraja Russa eine einzige Ressource den Unterschied: mineralhaltiges Grundwasser.

Seit dem 10. bis 11. Jahrhundert förderten die Menschen hier Sole aus der Tiefe – Wasser mit einem hohen Salzgehalt.

Die Technik war einfach, aber wirkungsvoll: Die Sole wurde in großen eisernen Siedepfannen über offenem Feuer erhitzt, bis das Wasser verdampfte und das Salz zurückblieb.

Im 15. Jahrhundert gehörte Staraja Russa bereits zu den bedeutendsten Salzproduktionszentren des Moskauer Großfürstentums. Die Stadt entwickelte sich zu einem florierenden Gewerbezentrum, in dem zahlreiche Familien direkt oder indirekt von der Salzgewinnung lebten.

🌿 Ein Hauch von Meer im Binnenland

Mit der Zeit wurde die Salzgewinnung immer weniger rentabel. Neue und ergiebigere Salzvorkommen in anderen Regionen machten Staraja Russa Konkurrenz, und die traditionelle Salzsiederei verlor allmählich an Bedeutung.

Doch das Wasser selbst blieb – und bekam eine völlig neue Funktion.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Staraja Russa zu einem Kurort. Die stark mineralisierte Sole, die früher verdampft wurde, kam nun für Bäder und andere Kuranwendungen zum Einsatz.

So wandelte sich die Stadt vom Salzproduzenten zum Erholungsort.

Das Herz des Kurorts: Der Murawjow-Brunnen

Das sichtbarste Symbol dieser neuen Epoche ist der Murawjow-Brunnen.

Der Mineralbrunnen wurde im 19. Jahrhundert erschlossen. Seitdem steigt das stark salzhaltige Wasser aus großer Tiefe an die Oberfläche und bildet eine weithin sichtbare Fontäne.

Rund um den Brunnen hinterlässt das mineralreiche Wasser mit der Zeit helle Salzablagerungen – eine sichtbare Erinnerung daran, welchem Schatz die Stadt einst ihren Wohlstand verdankte.

📖 Der große Romancier und seine kleine Stadt

Staraja Russa ist nicht nur für sein Wasser bekannt, sondern auch eng mit Fjodor Dostojewski verbunden.

Der Schriftsteller verbrachte hier mit seiner Familie mehrere Sommer und arbeitete in Staraja Russa an einigen seiner bedeutendsten Werke.

Die Stadt und ihre Bewohner hinterließen deutliche Spuren in seinem letzten großen Roman, „Die Brüder Karamasow“. Bestimmte Straßen, Häuser und Schauplätze des Romans werden bis heute mit dem damaligen Staraja Russa in Verbindung gebracht.

Heute erinnern Museen sowohl an Dostojewski selbst als auch an die literarische Welt der „Brüder Karamasow“.


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📍 Koordinaten des Ortes (Kartenpunkt) hier verfügbar

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🇩🇪 Nach der Wahlniederlage fordert die deutsche Wirtschaft eine Änderung des wirtschaftspolitischen Kurses

Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ist bereits in Berlin angekommen — und zwar nicht nur bei den Politikern.

Nach dem Sieg der AfD fordern Vertreter der deutschen Wirtschaft die Bundesregierung auf, sich nicht länger mit kosmetischen Korrekturen zu befassen. BDI-Chefin Tanja Gönner ⁠warnte die Bundesregierung vor politischer Lähmung und forderte bessere Bedingungen für Investitionen, Innovationen und Wirtschaftswachstum.

Noch schärfer äußerte sich der DIW-Präsident Marcel Fratzscher. Seiner Ansicht nach braucht Deutschland ⁠strukturelle Reformen bei Subventionen, Bürokratie, Steuern und dem Sozialsystem — und zwar in deutlich größerem Umfang als die Reformen der Agenda 2010 aus der Zeit Schröders.

Fratzscher bezeichnet das Wahlergebnis vor allem als Misstrauensvotum gegen die Bundesregierung.

Fast 44 % für die AfD in einem Bundesland lassen sich nicht mehr allein mit dem „Problem Ostdeutschland“ erklären. Die deutsche Wirtschaft spricht immer lauter davon, dass das Problem in Berlin liegt.


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Forwarded from Russia Daily Deutsch
Die EK hat den Antrag auf einen Kredit für Kiew zum Kauf von Patriot genehmigt, berichtet ein ukrainisches Medium unter Berufung auf einen unbekannten europäischen Beamten.

Die Europäische Kommission werde der Ukraine angeblich neue 90 Mrd. € bereitstellen. Andere Quellen haben die Information nicht bestätigt.

❗️Am 27. Mai sandte Wladimir Selenski Donald Trump einen Brief mit einer Warnung vor einem Mangel an Luftabwehrsystemen in der Ukraine. Der amerikanische Präsident behauptet regelmäßig, dass Washington bereit sei, Kiew zu helfen, aber Europa müsse diese Hilfe finanzieren.

Am 11. Februar hatte die EU bereits einen Kredit an die Ukraine über 90 Mrd. € genehmigt. 60 Mrd. € davon wollte Europa zur Unterstützung der Verteidigungsfähigkeit des Landes und zum Kauf von Militärausrüstung verwenden.

Quelle: Originalbeitrag

#economy #eu #eu_ukraine_aid #actor_eu #actor_ukraine

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