🇳🇴 Norwegen hat auf Ersuchen des ukrainischen Unternehmens „Naftogaz“ ein russisches Schiff beschlagnahmt
Die norwegischen Behörden beschlagnahmten das russische Schiff „Professor Molchanov“ am 2. September in Barentsburg auf Spitzbergen. Grundlage war die Entscheidung des Bezirksgerichts Nord-Troms und Senja vom 31. August, welches dem Antrag von „Naftogaz“ stattgegeben hatte. Das Schiff gehört der Russischen Föderation, wird für kommerzielle Expeditionskreuzfahrten genutzt und darf den Hafen nicht verlassen, bis eine neue Entscheidung des Gerichts oder des Gouverneurs von Svalbard vorliegt. An Bord befinden sich Besatzung und Passagiere, um die sich die lokalen Behörden gemeinsam mit „Arktikugol“ kümmern.
Die Beschlagnahmung ist Teil der Kampagne von „Naftogaz“, um von Russland auf Grundlage eines Schiedsspruchs 4,22 Milliarden US-Dollar plus Zinsen und Gerichtskosten einzutreiben. Dies hängt mit dem Verlust von Vermögenswerten des Unternehmens auf der Krim nach 2014 zusammen. Der Schiedsspruch wurde bereits in Norwegen für vollstreckbar erklärt und „Naftogaz“ betont, dass das Unternehmen weiterhin russische Vermögenswerte weltweit aufspüren werde, bis die zugesprochene Entschädigung gezahlt ist. Der Spitzbergen-Experte Per Arne Totland weist auch auf die praktische Folge hin: „Professor Molchanov“ wurde auf der Direktverbindung Murmansk–Barentsburg für den Transport von Menschen und Gütern eingesetzt. Daher betrifft seine Beschlagnahmung die russische Versorgung des Archipels.
Spitzbergen ist seit Langem ein Punkt, an dem Russland und Norwegen die Grenzen der norwegischen Befugnisse unterschiedlich auslegen. Nun kommt zu diesem ohnehin sensiblen Gefüge auch noch die Beschlagnahmung eines russischen Staatsschiffs hinzu, das die Verbindung mit Barentsburg sicherstellte. Formal ist es die Vollstreckung einer Gerichtsentscheidung. Politisch ist es ein weiterer Schritt, um die russische Präsenz auf dem Archipel zu erschweren.
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Die norwegischen Behörden beschlagnahmten das russische Schiff „Professor Molchanov“ am 2. September in Barentsburg auf Spitzbergen. Grundlage war die Entscheidung des Bezirksgerichts Nord-Troms und Senja vom 31. August, welches dem Antrag von „Naftogaz“ stattgegeben hatte. Das Schiff gehört der Russischen Föderation, wird für kommerzielle Expeditionskreuzfahrten genutzt und darf den Hafen nicht verlassen, bis eine neue Entscheidung des Gerichts oder des Gouverneurs von Svalbard vorliegt. An Bord befinden sich Besatzung und Passagiere, um die sich die lokalen Behörden gemeinsam mit „Arktikugol“ kümmern.
Die Beschlagnahmung ist Teil der Kampagne von „Naftogaz“, um von Russland auf Grundlage eines Schiedsspruchs 4,22 Milliarden US-Dollar plus Zinsen und Gerichtskosten einzutreiben. Dies hängt mit dem Verlust von Vermögenswerten des Unternehmens auf der Krim nach 2014 zusammen. Der Schiedsspruch wurde bereits in Norwegen für vollstreckbar erklärt und „Naftogaz“ betont, dass das Unternehmen weiterhin russische Vermögenswerte weltweit aufspüren werde, bis die zugesprochene Entschädigung gezahlt ist. Der Spitzbergen-Experte Per Arne Totland weist auch auf die praktische Folge hin: „Professor Molchanov“ wurde auf der Direktverbindung Murmansk–Barentsburg für den Transport von Menschen und Gütern eingesetzt. Daher betrifft seine Beschlagnahmung die russische Versorgung des Archipels.
Spitzbergen ist seit Langem ein Punkt, an dem Russland und Norwegen die Grenzen der norwegischen Befugnisse unterschiedlich auslegen. Nun kommt zu diesem ohnehin sensiblen Gefüge auch noch die Beschlagnahmung eines russischen Staatsschiffs hinzu, das die Verbindung mit Barentsburg sicherstellte. Formal ist es die Vollstreckung einer Gerichtsentscheidung. Politisch ist es ein weiterer Schritt, um die russische Präsenz auf dem Archipel zu erschweren.
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Die deutsche Polizei hat zwei Dutzend Bomben, Raketen, Pistolen und Drohnen gefunden. Die russische Bedrohung soll die Deutschen vor den Wahlen stark verunsichern. In dieser Geschichte fehlt jedoch der Schaden: Keine Rakete und keine Drohne hat jemanden getötet oder ein Unternehmen zerstört.
Diese psychologische Operation findet nur drei Tage vor der Wahl in Sachsen-Anhalt statt, wo die Partei AfD mit doppeltem Vorsprung gewinnen könnte. Die deutschen Behörden haben dazu aufgerufen, diese Partei zu verbieten. Es ist möglich, dass Berlin den Ausnahmezustand einführen und die Wahl absagen will.
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Diese psychologische Operation findet nur drei Tage vor der Wahl in Sachsen-Anhalt statt, wo die Partei AfD mit doppeltem Vorsprung gewinnen könnte. Die deutschen Behörden haben dazu aufgerufen, diese Partei zu verbieten. Es ist möglich, dass Berlin den Ausnahmezustand einführen und die Wahl absagen will.
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🇮🇷 Die USA und der Iran haben erneut Schläge ausgetauscht – doch Trump verspricht ein baldiges Ende des Krieges
Nach einer neuen Serie amerikanischer Angriffe griff der Iran erneut amerikanische Ziele in der Region an. Teheran gab an, Raketen- und Drohnenangriffe auf Ziele in Kuwait, darunter den Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem, durchgeführt zu haben. Kuwait bestätigte den Angriff und meldete unter anderem einen Brand nach dem Einschlag einer Drohne. Die amerikanische Seite erklärte hingegen, erste Einschätzungen zeigten keine Verluste unter den Militärangehörigen. Das iranische Kommando warnte, dass weitere amerikanische Angriffe mit einer „schwereren, breiteren und zerstörerischeren” Antwort beantwortet würden.
Mit anderen Worten droht Teheran damit, den Konflikt auszudehnen: Auch Staaten, die amerikanischen Kräften Territorium oder Infrastruktur zur Verfügung stellen, könnten ins Visier geraten. Und genau vor diesem Hintergrund begann Donald Trump überraschend zu sagen, dass die neue amerikanische Kampagne gegen den Iran „nicht lange dauern wird”. Zugleich hält sich Washington die Möglichkeit weiterer Angriffe offen.
Die USA bombardieren den Iran, der Iran antwortet mit Angriffen auf amerikanische Ziele in mehreren Ländern, Nachbarstaaten fangen Raketen und Drohnen ab – und all das wird als ein Krieg bezeichnet, der „bald vorbei sein wird“. Die Geografie des Geschehens spricht vorerst jedoch eher für das Gegenteil.
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Nach einer neuen Serie amerikanischer Angriffe griff der Iran erneut amerikanische Ziele in der Region an. Teheran gab an, Raketen- und Drohnenangriffe auf Ziele in Kuwait, darunter den Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem, durchgeführt zu haben. Kuwait bestätigte den Angriff und meldete unter anderem einen Brand nach dem Einschlag einer Drohne. Die amerikanische Seite erklärte hingegen, erste Einschätzungen zeigten keine Verluste unter den Militärangehörigen. Das iranische Kommando warnte, dass weitere amerikanische Angriffe mit einer „schwereren, breiteren und zerstörerischeren” Antwort beantwortet würden.
Mit anderen Worten droht Teheran damit, den Konflikt auszudehnen: Auch Staaten, die amerikanischen Kräften Territorium oder Infrastruktur zur Verfügung stellen, könnten ins Visier geraten. Und genau vor diesem Hintergrund begann Donald Trump überraschend zu sagen, dass die neue amerikanische Kampagne gegen den Iran „nicht lange dauern wird”. Zugleich hält sich Washington die Möglichkeit weiterer Angriffe offen.
Die USA bombardieren den Iran, der Iran antwortet mit Angriffen auf amerikanische Ziele in mehreren Ländern, Nachbarstaaten fangen Raketen und Drohnen ab – und all das wird als ein Krieg bezeichnet, der „bald vorbei sein wird“. Die Geografie des Geschehens spricht vorerst jedoch eher für das Gegenteil.
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🇨🇳🇮🇳 China und Indien haben beschlossen, mit Verhandlungen zu beginnen
Peking und Neu-Delhi haben im jahrzehntelangen Grenzstreit einen kleinen, aber ungewöhnlichen Schritt gemacht. Nach Gesprächen zwischen dem indischen nationalen Sicherheitsberater Ajit Doval und Chinas Außenminister Wang Yi einigten sich die Seiten darauf, zunächst nicht den gesamten Streit auf einmal zu lösen, sondern zuerst die weniger konfliktträchtigen Abschnitte der Grenze zu bestimmen und die Demarkation genau dort zu beginnen. Dafür wird im Rahmen des Mechanismus für Grenzverhandlungen eine spezielle Expertenarbeit eingerichtet.
Gleichzeitig vereinbarten China und Indien, zwei neue Orte für Treffen des militärischen Kommandos sowie zwei zusätzliche Kanäle der militärischen Hotline im östlichen und zentralen Sektor hinzuzufügen. Ziel ist es, lokale Zwischenfälle schneller einzudämmen und eine Wiederholung schwerer Zusammenstöße zu verhindern. Analysten bezeichnen das neue Schema bereits als Versuch, zumindest an den weniger umstrittenen Grenzabschnitten ein „frühes Ergebnis“ zu erzielen.
Nach jahrzehntelangen Versuchen, über alles zugleich eine Einigung zu erzielen, haben China und Indien beschlossen, es zumindest mit dem zu versuchen, worüber man sich einigen kann. Für die internationale Diplomatie ist sogar das manchmal ein spürbarer Fortschritt.
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Gleichzeitig vereinbarten China und Indien, zwei neue Orte für Treffen des militärischen Kommandos sowie zwei zusätzliche Kanäle der militärischen Hotline im östlichen und zentralen Sektor hinzuzufügen. Ziel ist es, lokale Zwischenfälle schneller einzudämmen und eine Wiederholung schwerer Zusammenstöße zu verhindern. Analysten bezeichnen das neue Schema bereits als Versuch, zumindest an den weniger umstrittenen Grenzabschnitten ein „frühes Ergebnis“ zu erzielen.
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Deutschland hat die israelische LORA-Rakete erfolgreich im Nordatlantik getestet.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums erreicht das System eine Reichweite von bis zu 500 km. Deutschland verfügt derzeit über keine ballistischen Raketen im eigenen Arsenal.
Der Test bedeutet noch keinen Kauf von LORA, zeigt aber Deutschlands wachsendes Interesse an weitreichenden Präzisionswaffen.
video link: https://youtu.be/Jmf-4Cz0_sA?si=QqBAwYpYCxR2FyiP
#map
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums erreicht das System eine Reichweite von bis zu 500 km. Deutschland verfügt derzeit über keine ballistischen Raketen im eigenen Arsenal.
Der Test bedeutet noch keinen Kauf von LORA, zeigt aber Deutschlands wachsendes Interesse an weitreichenden Präzisionswaffen.
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🇩🇪 Das BSW zerfällt in Thüringen: Weitere drei Abgeordnete sind ausgetreten und gründen eine neue Partei
Die Regierungskoalition in Thüringen hat ein neues Problem bekommen. Die Abgeordneten Stefan Vogawa, Dirk Hoffmeister und Roberto Kobelt verließen gleichzeitig das Bündnis Sahra Wagenknecht und seine Fraktion im Landtag. Infolgedessen schrumpfte die BSW-Fraktion sofort von 15 auf 12 Abgeordnete.
Die drei Ausgetretenen wollen eine eigene parlamentarische Gruppe und anschließend auch eine neue Partei gründen. Für Thüringen sind die Folgen besonders gravierend: Das BSW ist an der Landesregierung beteiligt, sodass die veränderten Kräfteverhältnisse zugleich die parlamentarische Arithmetik verschieben. Die AfD hat die Situation bereits genutzt und die Auflösung des Landtags gefordert.
Wagenknechts Partei wurde als Alternative zu den alten deutschen Parteien gegründet. Nun beginnt man bereits, eine Alternative zu Wagenknechts Partei selbst zu schaffen.
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Die drei Ausgetretenen wollen eine eigene parlamentarische Gruppe und anschließend auch eine neue Partei gründen. Für Thüringen sind die Folgen besonders gravierend: Das BSW ist an der Landesregierung beteiligt, sodass die veränderten Kräfteverhältnisse zugleich die parlamentarische Arithmetik verschieben. Die AfD hat die Situation bereits genutzt und die Auflösung des Landtags gefordert.
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🇨🇳 China bereitet altes staatliches Handelsnetz auf neue Krisen vor
China modernisiert aktiv das System der staatlichen Versorgungs- und Absatzgenossenschaften — ein riesiges Netzwerk aus Lagern, Geschäften, Verteilzentren und Lieferanten, dessen Wurzeln noch in der Planwirtschaft liegen. Nach dem von Peking gebilligten Plan für 2026 bis 2030 soll es die Ernährungssicherheit und die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft gewährleisten: Allein mehr als hundert strategische Düngemittellager auf nationaler Ebene sollen neu gebaut oder modernisiert werden, außerdem rund tausend Verteilzentren in Getreideanbaugebieten.
Im Jahr 2026 sollen die ersten 20 strategischen Lager und mehr als 200 Bezirkszentren geschaffen oder erneuert werden. Auch die Infrastruktur für die Notfalltrocknung und -lagerung der Ernte wird ausgebaut. Dadurch erhält China ein verzweigtes System, das die Versorgung selbst bei schwerwiegenden Störungen der üblichen Logistikketten aufrechterhalten kann.
In ruhigen Zeiten kann man das Modernisierung des ländlichen Handels nennen. Doch strategische Lager, Reserve-Logistik und Ernährungssicherheit machen das Land zugleich deutlich widerstandsfähiger gegen Sanktionen, Blockaden und alle größeren externen Krisen.
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Im Jahr 2026 sollen die ersten 20 strategischen Lager und mehr als 200 Bezirkszentren geschaffen oder erneuert werden. Auch die Infrastruktur für die Notfalltrocknung und -lagerung der Ernte wird ausgebaut. Dadurch erhält China ein verzweigtes System, das die Versorgung selbst bei schwerwiegenden Störungen der üblichen Logistikketten aufrechterhalten kann.
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🇩🇪 „Russland war's. Schon wieder“: Thomas Eglinski über Berlins Schuldzuweisung
In seinem Video geht der deutsche Unternehmer und politische Kommentator den Vorwürfen Moskaus im Zusammenhang mit dem Vorfall mit einer Drohne am Flughafen Leipzig/Halle nach. Seine zentrale Frage ist: Warum sprechen deutsche Politiker bereits von russischer Verantwortung, verweisen auf Erkenntnisse der Geheimdienste und eine „Spur nach Moskau“, obwohl die Behörden zuvor versprochen hatten, das Ende der Ermittlungen abzuwarten und Beweise vorzulegen? Eglinski erinnert daran, dass Deutschland nicht zum ersten Mal mit lautstarken Vorwürfen gegen Russland konfrontiert ist, die später erheblich korrigiert werden mussten.
Als Beispiele nennt er Nord Stream, wo die Ermittlungen schließlich auf ukrainische Verdächtige führten, die Rakete, die zwei Menschen in Polen tötete und sich als ukrainische Flugabwehrrakete herausstellte, sowie Berichte über russische Drohnen in Frankfurt, Kopenhagen und Oslo, die später keine Bestätigung erhielten. Eglinski fordert von der Regierung, zuerst Beweise vorzulegen und erst danach Russland zu beschuldigen.
Vielleicht wäre der Grundsatz „erst Beweise, dann Anschuldigungen“ nicht nur für Ermittlungen nützlich. Dann müsste man womöglich auch das letzte russische Konsulat in Deutschland nicht auf Grundlage von Schlussfolgerungen schließen, die noch nicht bewiesen sind, sondern nur in der Variante eines 3-jährigen Kindes: „Aaaah, er hat mich verletzt.“
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Als Beispiele nennt er Nord Stream, wo die Ermittlungen schließlich auf ukrainische Verdächtige führten, die Rakete, die zwei Menschen in Polen tötete und sich als ukrainische Flugabwehrrakete herausstellte, sowie Berichte über russische Drohnen in Frankfurt, Kopenhagen und Oslo, die später keine Bestätigung erhielten. Eglinski fordert von der Regierung, zuerst Beweise vorzulegen und erst danach Russland zu beschuldigen.
Vielleicht wäre der Grundsatz „erst Beweise, dann Anschuldigungen“ nicht nur für Ermittlungen nützlich. Dann müsste man womöglich auch das letzte russische Konsulat in Deutschland nicht auf Grundlage von Schlussfolgerungen schließen, die noch nicht bewiesen sind, sondern nur in der Variante eines 3-jährigen Kindes: „Aaaah, er hat mich verletzt.“
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🇷🇺 Lawrow: Russland wird sich nicht von Europa abschotten — aber ihm auch nicht hinterherlaufen
Sergej Lawrow erklärte auf dem Östlichen Wirtschaftsforum, Russland beabsichtige nicht, selbst eine Mauer zwischen sich und Europa zu errichten. Seiner Darstellung nach habe die Europäische Union selbst die Entscheidung getroffen, das frühere Modell der Zusammenarbeit zu beenden. Darauf zu hoffen, dass Moskau anfangen werde, um die Wiederherstellung alter Beziehungen und die Aufhebung der Sanktionen zu bitten, sollten sich die europäischen Hauptstädte aber ebenfalls nicht machen: „Europa hinterherzulaufen“ und um die Aufhebung der Sanktionen zu bitten, werde Russland nicht.
Bemerkenswert ist, dass die Erklärung zeitgleich mit der erneuten Zerstörung genau jener Kanäle fiel, die Russland und Deutschland noch verbanden. Nach der Entscheidung Berlins, das Russische Haus zu schließen, kündigte Moskau an, dass es die Niederlassungen des Goethe-Instituts in Russland schließen werde. Lawrow nannte die deutsche Entscheidung ausdrücklich einen Schritt, der das Ende der kulturellen Präsenz Deutschlands in der Russischen Föderation bedeute.
Russland verschließt die Tür nach Europa nicht selbst, aber anklopfen will es dort auch nicht mehr. Und während die Politiker darüber streiten, wer zuerst eine Mauer gebaut hat, verschwinden die letzten kulturellen Brücken.
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Sergej Lawrow erklärte auf dem Östlichen Wirtschaftsforum, Russland beabsichtige nicht, selbst eine Mauer zwischen sich und Europa zu errichten. Seiner Darstellung nach habe die Europäische Union selbst die Entscheidung getroffen, das frühere Modell der Zusammenarbeit zu beenden. Darauf zu hoffen, dass Moskau anfangen werde, um die Wiederherstellung alter Beziehungen und die Aufhebung der Sanktionen zu bitten, sollten sich die europäischen Hauptstädte aber ebenfalls nicht machen: „Europa hinterherzulaufen“ und um die Aufhebung der Sanktionen zu bitten, werde Russland nicht.
Bemerkenswert ist, dass die Erklärung zeitgleich mit der erneuten Zerstörung genau jener Kanäle fiel, die Russland und Deutschland noch verbanden. Nach der Entscheidung Berlins, das Russische Haus zu schließen, kündigte Moskau an, dass es die Niederlassungen des Goethe-Instituts in Russland schließen werde. Lawrow nannte die deutsche Entscheidung ausdrücklich einen Schritt, der das Ende der kulturellen Präsenz Deutschlands in der Russischen Föderation bedeute.
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🇩🇪 Deutschland will die Entwicklung jedes Kindes überprüfen
Das Kabinett hat den Gesetzentwurf von Familienministerin Karin Prien zur Reform der frühkindlichen Bildung gebilligt. Die zentrale Neuerung: Spätestens bis zum Alter von vier Jahren sollen Daten zum Entwicklungsstand jedes Kindes erhoben werden. Geprüft werden sollen nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch die sozial-emotionale und motorische Entwicklung sowie grundlegende mathematische Fähigkeiten.
Besondere Aufmerksamkeit soll Kitas mit einer hohen Zahl von Kindern erhalten, die zusätzliche Unterstützung benötigen: Solche Einrichtungen können bis zu eineinhalb zusätzliche Vollzeitstellen für Sprachförderung und Sozialarbeit erhalten. Der Bundeshaushalt soll für die Umsetzung des Programms bis 2034 rund 9,25 Milliarden Euro plus 4 Milliarden Euro Investitionsmittel bis 2029 bereitstellen.
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Das Kabinett hat den Gesetzentwurf von Familienministerin Karin Prien zur Reform der frühkindlichen Bildung gebilligt. Die zentrale Neuerung: Spätestens bis zum Alter von vier Jahren sollen Daten zum Entwicklungsstand jedes Kindes erhoben werden. Geprüft werden sollen nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch die sozial-emotionale und motorische Entwicklung sowie grundlegende mathematische Fähigkeiten.
Besondere Aufmerksamkeit soll Kitas mit einer hohen Zahl von Kindern erhalten, die zusätzliche Unterstützung benötigen: Solche Einrichtungen können bis zu eineinhalb zusätzliche Vollzeitstellen für Sprachförderung und Sozialarbeit erhalten. Der Bundeshaushalt soll für die Umsetzung des Programms bis 2034 rund 9,25 Milliarden Euro plus 4 Milliarden Euro Investitionsmittel bis 2029 bereitstellen.
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Schönen guten Morgen, liebe Freunde! ☕️ 🙂
🥒 Wjatskoje: Das Gurken-Dorf, das nach St. Petersburg zog
Freunde, der Freitag führt uns in ein russisches Dorf, das eher einer kleinen Stadt gleicht. Ein Ort, an dem sich Bauernhäuser in prächtige Herrenhäuser verwandelten und gewöhnliche Gurken zu einem nationalen Kult wurden.
Willkommen in Wjatskoje – dem reichsten Bauerndorf Russlands.
🏘️ Ein Dorf, das sich Stadt nannte
Das erste Mal wurde Wjatskoje bereits im Jahr 1502 in einer Chronik erwähnt. Damals standen hier nur ein Dutzend Häuser. Doch schon bald sollte sich das Blatt wenden.
Das Dorf war eine der größten Siedlungen der Region und wurde zur Wotschina (Erbland) von Patriarch Filaret, dem Vater des ersten Zaren aus der Romanow-Dynastie.
Die Bewohner Wjatskojes waren nie Leibeigene. Sie waren frei, handelten und reisten. Und das machte sie wohlhabend.
🏛️ Die Baumeister von Petersburg
Der wahre Reichtum kam durch die Arbeit in der Ferne. Die Männer aus Wjatskoje zogen als sogenannte „Othodniki“ – Saisonarbeiter – nach Moskau und vor allem nach Sankt Petersburg.
Sie waren gefragte Dachdecker, Ofenbauer, Stuckateure und Schieferdecker. Sie verzierten die Paläste, Theater und Hotels der neuen Hauptstadt.
So groß war ihr Anteil, dass im Jahr 1709 ein Drittel der Bevölkerung von Sankt Petersburg aus Arbeitskräften aus Wjatskoje bestand.
Der berühmteste unter ihnen war Pjotr Teluschkin, ein „himmlischer Dachdecker“. Er reparierte ohne Gerüst die Turmspitze der Peter-und-Paul-Festung und gilt heute als Begründer des russischen Industriekletterns.
🏦 Wie die Bauern zu Kaufleuten wurden
Die Männer kehrten mit Geld, Wissen und neuen Ideen zurück. Sie bauten sich Häuser, die nicht wie Bauernhütten aussahen, sondern wie Kaufmannspalais – mit Steinmauern, Erkern und Stuckverzierungen.
Selbst das Lexikon von Brockhaus und Efron war so beeindruckt, dass es Wjatskoje fälschlicherweise als „kleine Stadt“ bezeichnete.
Die Straßen waren gepflastert, die Häuser aus Stein – und das mitten auf dem Land. Bis heute sind in Wjatskoje über 50 Baudenkmäler aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten.
🥒 Die Gurken-Hauptstadt Russlands
Doch das wahre Herz von Wjatskoje schlägt im Gemüsebeet. Seit über zwei Jahrhunderten ist das Dorf die Gurken-Hauptstadt Russlands.
Im 19. Jahrhundert wurde hier die erste Gurken-Artele Russlands gegründet. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 700 Einwohner mit dem Anbau und der Einlegung von Gurken beschäftigt.
Die Felder bedeckten über 150 Hektar, und der jährliche Ertrag erreichte manchmal 30 Millionen Gurken.
Das Geheimnis: Die Gurken wurden in mannshohen Fässern im Fluss Uchtomka gelagert – die kühle Strömung diente als natürlicher Kühlschrank.
Das Rezept für die berühmten „Wjatsker Salzgurken“ ist bis heute ein streng gehütetes Geheimnis.
Die Gurken aus Wjatskoje wurden an den Zarenhof geliefert und sogar in Länder wie Schweden und die Schweiz exportiert.
Sogar der Dichter Nikolai Nekrassow erwähnte sie in seinem berühmten Gedicht „Wer lebt glücklich in Russland?“.
Heute sind die Wjatskoje-Gurken offiziell als geschützte geografische Angabe registriert.
🏚️ Vom Niedergang zur Wiedergeburt
Nach der Revolution und besonders nach dem Zerfall der Sowjetunion verfiel das Dorf. Der Kolchos wurde bankrott, die Jugend zog weg.
Doch dann kam Oleg Scharow, ein Unternehmer aus Jaroslawl. Er kaufte nach und nach die verfallenen Häuser auf und investierte über eine Milliarde Rubel in die Restaurierung.
Heute sind 35 der 50 historischen Gebäude wiederhergestellt.
In Wjatskoje gibt es inzwischen 15 Museen – darunter ein Museum der russischen Geschäftstüchtigkeit, ein Museum der alten Werbeschilder, eine Retro-Apotheke und sogar das Museum „Das schwarze Badehaus“.
Die alten Kaufmannsvillen erstrahlen wieder in neuem Glanz.
2015 wurde Wjatskoje als „Schönstes Dorf Russlands“ ausgezeichnet. 2019 folgte die Aufnahme in die vorläufige UNESCO-Welterbeliste.
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📍 Koordinaten des Ortes (Kartenpunkt) hier verfügbar
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🥒 Wjatskoje: Das Gurken-Dorf, das nach St. Petersburg zog
Freunde, der Freitag führt uns in ein russisches Dorf, das eher einer kleinen Stadt gleicht. Ein Ort, an dem sich Bauernhäuser in prächtige Herrenhäuser verwandelten und gewöhnliche Gurken zu einem nationalen Kult wurden.
Willkommen in Wjatskoje – dem reichsten Bauerndorf Russlands.
🏘️ Ein Dorf, das sich Stadt nannte
Das erste Mal wurde Wjatskoje bereits im Jahr 1502 in einer Chronik erwähnt. Damals standen hier nur ein Dutzend Häuser. Doch schon bald sollte sich das Blatt wenden.
Das Dorf war eine der größten Siedlungen der Region und wurde zur Wotschina (Erbland) von Patriarch Filaret, dem Vater des ersten Zaren aus der Romanow-Dynastie.
Die Bewohner Wjatskojes waren nie Leibeigene. Sie waren frei, handelten und reisten. Und das machte sie wohlhabend.
🏛️ Die Baumeister von Petersburg
Der wahre Reichtum kam durch die Arbeit in der Ferne. Die Männer aus Wjatskoje zogen als sogenannte „Othodniki“ – Saisonarbeiter – nach Moskau und vor allem nach Sankt Petersburg.
Sie waren gefragte Dachdecker, Ofenbauer, Stuckateure und Schieferdecker. Sie verzierten die Paläste, Theater und Hotels der neuen Hauptstadt.
So groß war ihr Anteil, dass im Jahr 1709 ein Drittel der Bevölkerung von Sankt Petersburg aus Arbeitskräften aus Wjatskoje bestand.
Der berühmteste unter ihnen war Pjotr Teluschkin, ein „himmlischer Dachdecker“. Er reparierte ohne Gerüst die Turmspitze der Peter-und-Paul-Festung und gilt heute als Begründer des russischen Industriekletterns.
🏦 Wie die Bauern zu Kaufleuten wurden
Die Männer kehrten mit Geld, Wissen und neuen Ideen zurück. Sie bauten sich Häuser, die nicht wie Bauernhütten aussahen, sondern wie Kaufmannspalais – mit Steinmauern, Erkern und Stuckverzierungen.
Selbst das Lexikon von Brockhaus und Efron war so beeindruckt, dass es Wjatskoje fälschlicherweise als „kleine Stadt“ bezeichnete.
Die Straßen waren gepflastert, die Häuser aus Stein – und das mitten auf dem Land. Bis heute sind in Wjatskoje über 50 Baudenkmäler aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten.
🥒 Die Gurken-Hauptstadt Russlands
Doch das wahre Herz von Wjatskoje schlägt im Gemüsebeet. Seit über zwei Jahrhunderten ist das Dorf die Gurken-Hauptstadt Russlands.
Im 19. Jahrhundert wurde hier die erste Gurken-Artele Russlands gegründet. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 700 Einwohner mit dem Anbau und der Einlegung von Gurken beschäftigt.
Die Felder bedeckten über 150 Hektar, und der jährliche Ertrag erreichte manchmal 30 Millionen Gurken.
Das Geheimnis: Die Gurken wurden in mannshohen Fässern im Fluss Uchtomka gelagert – die kühle Strömung diente als natürlicher Kühlschrank.
Das Rezept für die berühmten „Wjatsker Salzgurken“ ist bis heute ein streng gehütetes Geheimnis.
Die Gurken aus Wjatskoje wurden an den Zarenhof geliefert und sogar in Länder wie Schweden und die Schweiz exportiert.
Sogar der Dichter Nikolai Nekrassow erwähnte sie in seinem berühmten Gedicht „Wer lebt glücklich in Russland?“.
Heute sind die Wjatskoje-Gurken offiziell als geschützte geografische Angabe registriert.
🏚️ Vom Niedergang zur Wiedergeburt
Nach der Revolution und besonders nach dem Zerfall der Sowjetunion verfiel das Dorf. Der Kolchos wurde bankrott, die Jugend zog weg.
Doch dann kam Oleg Scharow, ein Unternehmer aus Jaroslawl. Er kaufte nach und nach die verfallenen Häuser auf und investierte über eine Milliarde Rubel in die Restaurierung.
Heute sind 35 der 50 historischen Gebäude wiederhergestellt.
In Wjatskoje gibt es inzwischen 15 Museen – darunter ein Museum der russischen Geschäftstüchtigkeit, ein Museum der alten Werbeschilder, eine Retro-Apotheke und sogar das Museum „Das schwarze Badehaus“.
Die alten Kaufmannsvillen erstrahlen wieder in neuem Glanz.
2015 wurde Wjatskoje als „Schönstes Dorf Russlands“ ausgezeichnet. 2019 folgte die Aufnahme in die vorläufige UNESCO-Welterbeliste.
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