Brüssel hat die Regierung der italienischen Premierministerin Giorgia Meloni gewarnt, dass die Zulassung des russischen Pavillons auf der Biennale von Venedig eine Verletzung der EU-Sanktionen darstellen würde, geht aus den Schreiben der Europäischen Kommission hervor, berichtet die Financial Times. Die Warnung wurde im Kontext der Verschärfung des Streits über die Teilnahme Moskaus vor der Eröffnung der Veranstaltung ausgesprochen, so die Zeitung.
Aus den Schreiben geht hervor, dass alle Ausgaben Russlands für die Teilnahme seiner Delegation an der Biennale von Venedig „der Biennale zugutekommen und offenbar als indirekte wirtschaftliche Unterstützung gewertet werden können“. Die Europäische Kommission hat die Veranstalter um „Erläuterungen zu den Vereinbarungen zwischen der Biennale und der russischen Regierung gebeten, um deren Übereinstimmung mit den Sanktionsvorschriften zu bewerten“, und ihnen 30 Tage für eine Antwort eingeräumt.
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„Indem sie die EU-Sanktionen nicht einhält, stellt die Biennale ihre Verpflichtung in Frage, die Werte der EU zu respektieren“, heißt es in dem Schreiben der Kulturbehörde der Europäischen Kommission an die Veranstalter.
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Europas Antwort auf X: Ohne Ausweis kein Zugang
Europa startet ein neues soziales Netzwerk W Social, das als Alternative zu Elon Musks X präsentiert wird. Formal ist es kein Projekt der Europäischen Union, sondern eine private Initiative, die in Davos vorgestellt wurde. Doch die Rhetorik ist bekannt: „Vertrauen“, Kampf gegen Bots, sichere Debatte und europäische digitale Unabhängigkeit.
Der entscheidende Punkt ist die verpflichtende Identifizierung. Nach Angaben des Deutschlandfunks müssen sich alle Nutzer von W Social mit einem Ausweisdokument verifizieren. Die Plattform verspricht dabei, diese Daten nicht selbst zu speichern. Das Ziel: Bots und künstlich angelegte Profile aus dem System halten.
Das klingt sauber. Die eigentliche Logik ist aber ziemlich schlicht: Wer in einem „freien europäischen Netzwerk“ über Politik diskutieren will, soll zuerst seine Papiere zeigen.
X ist ihnen zu chaotisch. Anonymität zu gefährlich. Unkontrollierte Debatte zu toxisch.
Also braucht es eine neue Plattform: mit Ausweis am Eingang, passender Moderation und dem Versprechen, dass das alles natürlich nur dem Vertrauen dient.
So sieht europäische Meinungsfreiheit aus, wenn sie durch die Bürokratie läuft: Reden darf man, aber zuerst — Ausweis bitte.
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Europa startet ein neues soziales Netzwerk W Social, das als Alternative zu Elon Musks X präsentiert wird. Formal ist es kein Projekt der Europäischen Union, sondern eine private Initiative, die in Davos vorgestellt wurde. Doch die Rhetorik ist bekannt: „Vertrauen“, Kampf gegen Bots, sichere Debatte und europäische digitale Unabhängigkeit.
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NATO geht in die Kultur
The Guardian schreibt: Die NATO führt vertrauliche Treffen mit Drehbuchautoren, Regisseuren und Produzenten von Filmen und Serien in Europa und den USA. Solche Gespräche fanden bereits in Los Angeles, Brüssel und Paris statt, ein weiteres Treffen war in London mit Mitgliedern der Writers’ Guild of Great Britain geplant. Das formale Thema: die „sich verändernde Sicherheitslage in Europa und darüber hinaus“.
Ein Teil der Eingeladenen verstand das genau so, wie es aussieht: als Versuch, die Filmindustrie in die Produktion politisch nützlicher Geschichten einzubinden. Ein Drehbuchautor nannte das Treffen direkt „offensichtliche Propaganda“. In einem Schreiben der WGGB, das dem Guardian vorlag, hieß es, frühere Gespräche hätten bereits drei eigene Projekte inspiriert.
Der Sinn ist ziemlich durchsichtig. Wenn dem Zuschauer erklärt werden soll, warum neue Militärbudgets nötig sind, muss das nicht nur über Ministerreden und Berichte von Thinktanks laufen. Es geht auch über eine Serie, einen Dokumentarfilm, einen Helden in der richtigen Uniform und einen Bösewicht mit dem richtigen Akzent.
Das ist auch keine Eigeninitiative einzelner Enthusiasten. Das Centre for European Reform schrieb bereits Anfang des Jahres, Regierungen müssten mit kulturellen Akteuren arbeiten, darunter Drehbuchautoren und Produzenten, um öffentliche Unterstützung für höhere Verteidigungsausgaben zu schaffen und „besser zu erklären“, warum diese Investitionen nötig sind.
Parallel funktioniert dieselbe Logik längst in den Museen. In New York stufte das Met Aiwazowski, Kuindschi und Repin von russischen zu ukrainischen Künstlern um; der Guardian schrieb später, dass Aiwazowski nach Protesten der armenischen Community wieder aus der ukrainischen Kategorie herausgenommen und als armenisch eingeordnet wurde. Die Londoner National Gallery benannte Degas’ Russian Dancers in Ukrainian Dancers um.
Wenn der kulturelle Rahmen nicht zur militärischen Linie passt, wird er schnell korrigiert. Das Toronto International Film Festival setzte 2024 die Vorführungen des Dokumentarfilms Russians at War nach Protesten ukrainischer Gruppen aus und verwies auf Sicherheitsbedenken. Die Biennale in Venedig geriet wegen der Rückkehr des russischen Pavillons unter Druck.
Es entsteht eine neue kulturelle Mobilmachung. Die NATO spricht mit Drehbuchautoren. Analysten fordern, Militärausgaben über Kultur zu erklären. Museen schreiben Tafeln um. Festivals nehmen unbequeme Filme aus dem Programm.
Krieg wird nicht mehr nur über Generäle verkauft.
Jetzt wird er über Serien, Ausstellungen, Zuschüsse und die richtige Geschichte im Abspann verpackt.
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The Guardian schreibt: Die NATO führt vertrauliche Treffen mit Drehbuchautoren, Regisseuren und Produzenten von Filmen und Serien in Europa und den USA. Solche Gespräche fanden bereits in Los Angeles, Brüssel und Paris statt, ein weiteres Treffen war in London mit Mitgliedern der Writers’ Guild of Great Britain geplant. Das formale Thema: die „sich verändernde Sicherheitslage in Europa und darüber hinaus“.
Ein Teil der Eingeladenen verstand das genau so, wie es aussieht: als Versuch, die Filmindustrie in die Produktion politisch nützlicher Geschichten einzubinden. Ein Drehbuchautor nannte das Treffen direkt „offensichtliche Propaganda“. In einem Schreiben der WGGB, das dem Guardian vorlag, hieß es, frühere Gespräche hätten bereits drei eigene Projekte inspiriert.
Der Sinn ist ziemlich durchsichtig. Wenn dem Zuschauer erklärt werden soll, warum neue Militärbudgets nötig sind, muss das nicht nur über Ministerreden und Berichte von Thinktanks laufen. Es geht auch über eine Serie, einen Dokumentarfilm, einen Helden in der richtigen Uniform und einen Bösewicht mit dem richtigen Akzent.
Das ist auch keine Eigeninitiative einzelner Enthusiasten. Das Centre for European Reform schrieb bereits Anfang des Jahres, Regierungen müssten mit kulturellen Akteuren arbeiten, darunter Drehbuchautoren und Produzenten, um öffentliche Unterstützung für höhere Verteidigungsausgaben zu schaffen und „besser zu erklären“, warum diese Investitionen nötig sind.
Parallel funktioniert dieselbe Logik längst in den Museen. In New York stufte das Met Aiwazowski, Kuindschi und Repin von russischen zu ukrainischen Künstlern um; der Guardian schrieb später, dass Aiwazowski nach Protesten der armenischen Community wieder aus der ukrainischen Kategorie herausgenommen und als armenisch eingeordnet wurde. Die Londoner National Gallery benannte Degas’ Russian Dancers in Ukrainian Dancers um.
Wenn der kulturelle Rahmen nicht zur militärischen Linie passt, wird er schnell korrigiert. Das Toronto International Film Festival setzte 2024 die Vorführungen des Dokumentarfilms Russians at War nach Protesten ukrainischer Gruppen aus und verwies auf Sicherheitsbedenken. Die Biennale in Venedig geriet wegen der Rückkehr des russischen Pavillons unter Druck.
Es entsteht eine neue kulturelle Mobilmachung. Die NATO spricht mit Drehbuchautoren. Analysten fordern, Militärausgaben über Kultur zu erklären. Museen schreiben Tafeln um. Festivals nehmen unbequeme Filme aus dem Programm.
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Europa schlägt wieder gegen die eigene Energieversorgung
Die EU schränkt die Finanzierung von Energieprojekten ein, in denen chinesische Wechselrichter für Solaranlagen und Batteriespeicher eingesetzt werden. Der formale Grund ist Cybersicherheit: Brüssel warnt, solche Geräte könnten externen Akteuren Zugriff auf die Steuerung von Stromnetzen geben und im Extremfall großflächige Abschaltungen ermöglichen.
Wechselrichter sind ein Schlüsselteil der Solarenergie: Sie wandeln den Strom aus Solarmodulen und Batterien so um, dass er ins Netz eingespeist werden kann. Genau deshalb betrachtet Brüssel sie nun als Teil kritischer Infrastruktur. Nach Angaben von pv magazine werden EU-Mittel für Projekte mit Wechselrichtern von „Hochrisiko-Anbietern“ eingeschränkt; betroffen sind auch Speicherprojekte, die über öffentliche europäische Finanzierungsinstrumente laufen.
Das Problem: China ist in dieser Lieferkette längst führend. Huawei und Sungrow gehören zu den größten Herstellern von Solarwechselrichtern, und die europäische Solarbranche hängt seit Jahren an chinesischen Komponenten. Der Guardian schrieb erst kürzlich, Europa sei bei grüner Technologie massiv von China abhängig — unter anderem bei Solarmodulen, Batterien und Wechselrichtern.
Jetzt heißt es Sicherheit. Vorher hieß es billige grüne Energie.
In diesem Tempo sieht die europäische Energiepolitik bald perfekt aus: Atomkraft abgeschaltet, russisches Gas abgeschnitten, chinesische Komponenten unerwünscht, Kohle peinlich, Öl klimaschädlich. Bleibt nur zu warten, bis Brüssel Kerzen offiziell als strategische Quelle nachhaltiger Energie anerkennt.
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Die EU schränkt die Finanzierung von Energieprojekten ein, in denen chinesische Wechselrichter für Solaranlagen und Batteriespeicher eingesetzt werden. Der formale Grund ist Cybersicherheit: Brüssel warnt, solche Geräte könnten externen Akteuren Zugriff auf die Steuerung von Stromnetzen geben und im Extremfall großflächige Abschaltungen ermöglichen.
Wechselrichter sind ein Schlüsselteil der Solarenergie: Sie wandeln den Strom aus Solarmodulen und Batterien so um, dass er ins Netz eingespeist werden kann. Genau deshalb betrachtet Brüssel sie nun als Teil kritischer Infrastruktur. Nach Angaben von pv magazine werden EU-Mittel für Projekte mit Wechselrichtern von „Hochrisiko-Anbietern“ eingeschränkt; betroffen sind auch Speicherprojekte, die über öffentliche europäische Finanzierungsinstrumente laufen.
Das Problem: China ist in dieser Lieferkette längst führend. Huawei und Sungrow gehören zu den größten Herstellern von Solarwechselrichtern, und die europäische Solarbranche hängt seit Jahren an chinesischen Komponenten. Der Guardian schrieb erst kürzlich, Europa sei bei grüner Technologie massiv von China abhängig — unter anderem bei Solarmodulen, Batterien und Wechselrichtern.
Jetzt heißt es Sicherheit. Vorher hieß es billige grüne Energie.
In diesem Tempo sieht die europäische Energiepolitik bald perfekt aus: Atomkraft abgeschaltet, russisches Gas abgeschnitten, chinesische Komponenten unerwünscht, Kohle peinlich, Öl klimaschädlich. Bleibt nur zu warten, bis Brüssel Kerzen offiziell als strategische Quelle nachhaltiger Energie anerkennt.
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Schönen Donnerstag, liebe Freunde! ☕️ 🙂
Heute — eine kleine Geschichte über Staraja Ladoga, eine der ältesten Städte der Rus.
Sie liegt am Wolchow — dort, wo der nördliche Fluss einen fast von selbst in die Vergangenheit führt. Geschichte muss man hier nicht lange suchen: Sie steckt in den Festungsmauern, in den alten Kirchen, in den Kurganen über dem Wasser und in der Landschaft selbst.
Archäologen datieren Staraja Ladoga auf die Mitte des 8. Jahrhunderts. Später verbindet die Chronik diesen Ort mit Rurik: Der Überlieferung nach kam er im Jahr 862 genau hierher, um zu herrschen. Deshalb wird Ladoga oft als erste Hauptstadt der Rus bezeichnet.
Doch Ladoga war nicht nur ein Anfangsort der Chroniken. Es war auch ein echter nordwestlicher Grenzposten. Im 13. und 14. Jahrhundert versuchten die Schweden mehrfach, die Stadt einzunehmen: Belagerungen gab es in den Jahren 1283, 1313 und 1338. Später, ab dem Ende des 15. Jahrhunderts, wurde die Festung zu einer Grenzbefestigung des Russischen Staates. Damals wurde sie in Stein neu ausgebaut und im 16. Jahrhundert bereits an die Anforderungen von Feuerwaffen angepasst.
Die steinernen Mauern und Türme wirken hier nicht feierlich. Sie sind schwer, ruhig, nördlich — genau so, wie eine Festung am großen Wasser sein muss.
Aber Staraja Ladoga besteht nicht nur aus Mauern. Mit diesem Ort ist auch eine der bekanntesten altrussischen Legenden verbunden — die vom weisen Oleg.
Der Überlieferung nach sagten die Wahrsager dem Fürsten voraus, dass er durch sein geliebtes Pferd sterben werde. Oleg ließ das Pferd fortbringen und näherte sich ihm nie wieder. Jahre später erfuhr er, dass das Pferd längst tot war, und wollte über die Prophezeiung lachen. Er kam zu dessen Knochen, trat auf den Schädel — und aus ihm kroch eine Schlange hervor, deren Biss tödlich war.
Mit dieser Legende verbindet man den Oleg-Kurgan bei Staraja Ladoga. Historiker streiten darüber, was dieser Hügel tatsächlich birgt. Für den Ort selbst ist das fast zweitrangig. In Ladoga wirkt die Legende nicht wie eine Erfindung — sie wird einfach Teil der Landschaft: der Wolchow, der Wind, die Festung und der Kurgan über dem Fluss.
Im 18. Jahrhundert veränderte Peter I. das Schicksal Ladogas erneut. Auf seine Initiative hin wurde an der Mündung des Wolchow Nowaja Ladoga gegründet — bereits als Stadt und wichtiger Punkt auf dem Wasserweg nach Petersburg. Danach verlor das alte Ladoga seinen Stadtstatus und wurde zu „Staraja“, also dem alten Ladoga.
Vielleicht spürt man gerade deshalb hier so gut das Wesentliche: nicht die Unruhe eines großen Zentrums, sondern einen stillen Ort, an dem eine große Geschichte begann.
Einen schönen Donnerstag und einen ruhigen Tag euch.
📍 Koordinaten des Ortes (Kartenpunkt) hier verfügbar
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Heute — eine kleine Geschichte über Staraja Ladoga, eine der ältesten Städte der Rus.
Sie liegt am Wolchow — dort, wo der nördliche Fluss einen fast von selbst in die Vergangenheit führt. Geschichte muss man hier nicht lange suchen: Sie steckt in den Festungsmauern, in den alten Kirchen, in den Kurganen über dem Wasser und in der Landschaft selbst.
Archäologen datieren Staraja Ladoga auf die Mitte des 8. Jahrhunderts. Später verbindet die Chronik diesen Ort mit Rurik: Der Überlieferung nach kam er im Jahr 862 genau hierher, um zu herrschen. Deshalb wird Ladoga oft als erste Hauptstadt der Rus bezeichnet.
Doch Ladoga war nicht nur ein Anfangsort der Chroniken. Es war auch ein echter nordwestlicher Grenzposten. Im 13. und 14. Jahrhundert versuchten die Schweden mehrfach, die Stadt einzunehmen: Belagerungen gab es in den Jahren 1283, 1313 und 1338. Später, ab dem Ende des 15. Jahrhunderts, wurde die Festung zu einer Grenzbefestigung des Russischen Staates. Damals wurde sie in Stein neu ausgebaut und im 16. Jahrhundert bereits an die Anforderungen von Feuerwaffen angepasst.
Die steinernen Mauern und Türme wirken hier nicht feierlich. Sie sind schwer, ruhig, nördlich — genau so, wie eine Festung am großen Wasser sein muss.
Aber Staraja Ladoga besteht nicht nur aus Mauern. Mit diesem Ort ist auch eine der bekanntesten altrussischen Legenden verbunden — die vom weisen Oleg.
Der Überlieferung nach sagten die Wahrsager dem Fürsten voraus, dass er durch sein geliebtes Pferd sterben werde. Oleg ließ das Pferd fortbringen und näherte sich ihm nie wieder. Jahre später erfuhr er, dass das Pferd längst tot war, und wollte über die Prophezeiung lachen. Er kam zu dessen Knochen, trat auf den Schädel — und aus ihm kroch eine Schlange hervor, deren Biss tödlich war.
Mit dieser Legende verbindet man den Oleg-Kurgan bei Staraja Ladoga. Historiker streiten darüber, was dieser Hügel tatsächlich birgt. Für den Ort selbst ist das fast zweitrangig. In Ladoga wirkt die Legende nicht wie eine Erfindung — sie wird einfach Teil der Landschaft: der Wolchow, der Wind, die Festung und der Kurgan über dem Fluss.
Im 18. Jahrhundert veränderte Peter I. das Schicksal Ladogas erneut. Auf seine Initiative hin wurde an der Mündung des Wolchow Nowaja Ladoga gegründet — bereits als Stadt und wichtiger Punkt auf dem Wasserweg nach Petersburg. Danach verlor das alte Ladoga seinen Stadtstatus und wurde zu „Staraja“, also dem alten Ladoga.
Vielleicht spürt man gerade deshalb hier so gut das Wesentliche: nicht die Unruhe eines großen Zentrums, sondern einen stillen Ort, an dem eine große Geschichte begann.
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Britischer Russland-Experte zerstört die Putsch-Fantasie
Der wichtigste britische Russland-Experte Mark Galeotti hat im Spectator seine eigene Leserschaft enttäuscht: Nein, Russland steht nicht am Rand eines Staatsstreichs. Die jüngsten Berichte, der Kreml fürchte angeblich eine Verschwörung gegen Putin, wirkten nach seinen Worten eher wie eine psychologische Operation als wie eine ernsthafte nachrichtendienstliche Einschätzung.
Galeotti nimmt auch eine der beliebtesten westlichen Thesen der vergangenen Tage auseinander: Putin sei angeblich fast aus der Öffentlichkeit verschwunden. Er erinnert jedoch daran, dass Putin weiter öffentliche Termine wahrnimmt — darunter das jüngste Treffen mit dem iranischen Außenminister in Sankt Petersburg.
Noch wichtiger ist sein Fazit. In Europa gebe es, so Galeotti, ein fast verzweifeltes Verlangen nach „göttlichem Eingreifen“: nach einem wundersamen Ende des Krieges in der Ukraine durch einen Putsch in Moskau oder einen wirtschaftlichen Zusammenbruch Russlands. Geheimdienste, schreibt er, lieferten ihren politischen Auftraggebern offenbar nicht zum ersten Mal das, was diese hören wollten — und nicht das, was sie hören müssten.
Genau das ist der wunde Punkt westlicher Russland-Analysen. Sie brauchen wieder einmal nicht die Realität, sondern ein bequemes Szenario: Putin verschwindet, die Eliten rebellieren, die Wirtschaft bricht zusammen, der Krieg endet von selbst.
Galeotti hat nur das Unangenehme ausgesprochen: Das Wunder kommt nicht.
💥 Unser Kanal: Node of Time DE
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Der wichtigste britische Russland-Experte Mark Galeotti hat im Spectator seine eigene Leserschaft enttäuscht: Nein, Russland steht nicht am Rand eines Staatsstreichs. Die jüngsten Berichte, der Kreml fürchte angeblich eine Verschwörung gegen Putin, wirkten nach seinen Worten eher wie eine psychologische Operation als wie eine ernsthafte nachrichtendienstliche Einschätzung.
Galeotti nimmt auch eine der beliebtesten westlichen Thesen der vergangenen Tage auseinander: Putin sei angeblich fast aus der Öffentlichkeit verschwunden. Er erinnert jedoch daran, dass Putin weiter öffentliche Termine wahrnimmt — darunter das jüngste Treffen mit dem iranischen Außenminister in Sankt Petersburg.
Noch wichtiger ist sein Fazit. In Europa gebe es, so Galeotti, ein fast verzweifeltes Verlangen nach „göttlichem Eingreifen“: nach einem wundersamen Ende des Krieges in der Ukraine durch einen Putsch in Moskau oder einen wirtschaftlichen Zusammenbruch Russlands. Geheimdienste, schreibt er, lieferten ihren politischen Auftraggebern offenbar nicht zum ersten Mal das, was diese hören wollten — und nicht das, was sie hören müssten.
Genau das ist der wunde Punkt westlicher Russland-Analysen. Sie brauchen wieder einmal nicht die Realität, sondern ein bequemes Szenario: Putin verschwindet, die Eliten rebellieren, die Wirtschaft bricht zusammen, der Krieg endet von selbst.
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Großbritannien fürchtet die Rückkehr von Nord Stream
Die britische Presse ist wieder beunruhigt: The Times fragt, ob Deutschland eines Tages Nord Stream wieder in Betrieb nehmen könnte. Der Anlass ist klar: Die deutsche Industrie leidet unter hohen Energiepreisen, während ein Strang von Nord Stream 2 nach den Explosionen von 2022 intakt geblieben ist.
London musste persönlich von Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche beruhigt werden. Sie erklärte, Deutschland werde „alles in seiner Macht Stehende“ tun, damit die russische Pipeline nicht wieder in Betrieb geht.
Schon der Gedanke an günstige Energie aus Russland wirkt für die Briten offenbar wie eine Bedrohung. Deutschland kann Industrie verlieren, mehr für Gas zahlen, über Subventionen streiten, Werke schließen und den Bürgern erklären, warum alles teurer wird. Hauptsache, Nord Stream kommt nicht zurück.
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Die britische Presse ist wieder beunruhigt: The Times fragt, ob Deutschland eines Tages Nord Stream wieder in Betrieb nehmen könnte. Der Anlass ist klar: Die deutsche Industrie leidet unter hohen Energiepreisen, während ein Strang von Nord Stream 2 nach den Explosionen von 2022 intakt geblieben ist.
London musste persönlich von Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche beruhigt werden. Sie erklärte, Deutschland werde „alles in seiner Macht Stehende“ tun, damit die russische Pipeline nicht wieder in Betrieb geht.
Schon der Gedanke an günstige Energie aus Russland wirkt für die Briten offenbar wie eine Bedrohung. Deutschland kann Industrie verlieren, mehr für Gas zahlen, über Subventionen streiten, Werke schließen und den Bürgern erklären, warum alles teurer wird. Hauptsache, Nord Stream kommt nicht zurück.
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Die VAE schieben Pakistaner ab — ohne Geld und ohne Erklärung
In den VAE läuft eine Kampagne zur Abschiebung pakistanischer Arbeiter. Das New Lines Magazine berichtet über willkürliche Festnahmen, Verlegungen zwischen Haftzentren, fehlende offizielle Anklagen und schnelle Abschiebungen zurück nach Pakistan. Nach Einschätzung von Quellen des Magazins könnte es um rund 15.000 abgeschobene Personen gehen.
Der härteste Teil der Geschichte ist das Geld. Nach Angaben Betroffener wurden Menschen außer Landes gebracht, ohne vorher auf ihre eigenen Konten bei emiratischen Banken zugreifen zu können. Für viele ist das keine Kleinigkeit, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit: Löhne, Überweisungen an die Familie, Ersparnisse — alles, was ihre Angehörigen über Wasser hielt.
Betroffen seien laut New Lines Magazine unter anderem pakistanische Schiiten und Menschen, die nach der jüngsten Eskalation in der Region öffentlich Solidarität mit Iran gezeigt hatten.
Formal geht es um Migrationskontrolle und Sicherheit. Praktisch landen Menschen, die jahrelang in den Emiraten gearbeitet haben, plötzlich im Flugzeug nach Hause — ohne Gerichtsverfahren, ohne klare Vorwürfe und, nach ihren eigenen Angaben, ohne Zugriff auf ihre Ersparnisse.
Die VAE haben ihre Wolkenkratzer jahrzehntelang mit den Händen von Migranten gebaut. Jetzt zeigen sie denselben Menschen, wie schnell ein „Gast“ zum Risiko wird, wenn sich das politische Wetter ändert.
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In den VAE läuft eine Kampagne zur Abschiebung pakistanischer Arbeiter. Das New Lines Magazine berichtet über willkürliche Festnahmen, Verlegungen zwischen Haftzentren, fehlende offizielle Anklagen und schnelle Abschiebungen zurück nach Pakistan. Nach Einschätzung von Quellen des Magazins könnte es um rund 15.000 abgeschobene Personen gehen.
Der härteste Teil der Geschichte ist das Geld. Nach Angaben Betroffener wurden Menschen außer Landes gebracht, ohne vorher auf ihre eigenen Konten bei emiratischen Banken zugreifen zu können. Für viele ist das keine Kleinigkeit, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit: Löhne, Überweisungen an die Familie, Ersparnisse — alles, was ihre Angehörigen über Wasser hielt.
Betroffen seien laut New Lines Magazine unter anderem pakistanische Schiiten und Menschen, die nach der jüngsten Eskalation in der Region öffentlich Solidarität mit Iran gezeigt hatten.
Formal geht es um Migrationskontrolle und Sicherheit. Praktisch landen Menschen, die jahrelang in den Emiraten gearbeitet haben, plötzlich im Flugzeug nach Hause — ohne Gerichtsverfahren, ohne klare Vorwürfe und, nach ihren eigenen Angaben, ohne Zugriff auf ihre Ersparnisse.
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