nd.Muckefuck
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Der bittersüße Newsletter für Berlin. Morgens, Links, Ungefiltert.

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☕️ nd.Muckefuck – Berlin, links, ungefiltert, Mittwoch, 10. Juni 2026: Ikonischer als »Ich bin ein Berliner«: CSD Berlin und 25 Jahre Coming-out von Klaus Wowereit – Preußische Verhältnisse: Tätigkeitsbericht des Antisemitismusbeauftragten von Brandenburg 🗞

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Guten Morgen,

zückt euer Glitzer, packt die Brokeback-Mountain-DVD und legt Chappel Roan (oder Tschaikowsky) auf, es ist Feiertag! Heute vor 25 Jahren sagte der Berliner SPD-Politiker Klaus Wowereit: »Ich bin schwul - und das ist auch gut so.« Dieses Jubiläum nimmt der »Muckefuck« zum Anlass, darauf zu blicken, was im Pride Month ansteht und wo in der Regenbogenhauptstadt immer noch Rechte von LSBTIQ+ verteidigt werden müssen.

Wowereit stand 2001 als erster aktiver Spitzenpolitiker öffentlich zu seiner Homosexualität. Mit seinem Coming-out hat er dazu beigetragen, ein neues politisches Klima zu schaffen, von dem Generationen von queeren Politiker*innen profitieren. Werner Graf, der Spitzenkandidat der Grünen für die Abgeordnetenhauswahl 2026, bezieht sich auf ihn wie auch der Queer-Beauftragte von Berlin, Alfonso Pantisano. Er sagt: »Er zeigte mir, dass aus Verletzung Haltung, aus Sichtbarkeit politische Kraft und aus einem schwulen Leben öffentliche Verantwortung werden kann. Dafür bin ich Klaus Wowereit bis heute dankbar.«

Die queere Community in Berlin gehört zu den größten in Europa. Klaus Wowereit ist mitnichten ihr erstes prominente Mitglied, seit Ende des 20. Jahrhunderts sind Personen wie Magnus Hirschfeld, Helene Lange, Claire Waldoff, Audre Lorde oder Charlotte von Mahlsdorf politisch aktiv. An ihre Geschichten wird jährlich im Queer History Month erinnert.

Bevor am 25. Juli die große Berliner CSD-Parade stattfindet, gibt es im Juni in verschiedenen Brandenburger Städten wie Eberswalde, Potsdam, Golßen oder Bernau Paraden. Ab dem 13. Juni findet die Marzahn-Hellersdorfer Pride Week statt. Im Nollendorfkiez gibt wird am 18. und 19. Juli das lesbisch-schwule Stadtfest gefeiert und am 24. Juli findet der Dyke*-March statt. Auf der Webseite des CSD Berlin sind zudem Veranstaltungen wie Workshops oder Poetry Slams beworben.

Der CSD Berlin wird vom gleichnamigen Verein organisiert, dieses Jahr unter dem Motto "Haltung ist Hot" und mit KI-Promo-Bildern. 2010 lehnte die US-amerikanische queer-feministische Philosophin Judith Butler den Preis für Zivilcourage des CSD Berlin ab. Sie kritisierte den Verein wegen zunehmender Kommerzialisierung und mangelnder Intersektionalität.
Dass ab Juni auf Social-Media-Kanälen Regenbogen-Flaggen in Firmenlogos aufploppen, ist Teil des sogenannten Pink-Washings. Im vergangenen Jahr waren beim CSD in der Hauptstadt Unternehmen wie Liferando, Amazon oder die Commerzbank dabei, die den Rest des Jahres lieber ausbeuten, statt zu empowern. Mit dem zunehmenden Rechtsruck vermisst man allerdings mittlerweile fast schon die vorgespielte Toleranz.

Erneut wird 2026 zum CSD keine Regenbogenflagge über dem Reichstag wehen. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) bleibt verklemmt. Die Landespolitik hingegen ist auch dieses Jahr wieder dabei, immerhin sind die meisten queeren Menschen stimmberechtigt. Dass die queerfeindliche Gewalt in Berlin zunimmt und viele Projekte von Kürzungen schwer getroffen sind, ist hoffentlich auch den Rest des Jahres Thema im Senat.

Besonders vulnerabel sind queere Menschen, die etwa wegen Migrationshintergrunds doppelter Diskriminierung ausgesetzt sind. Sie werden auf der Webseite des CSD Berlin leider nicht direkt angesprochen. Eine Studie des Berliner Senats 2024 ergab zudem, dass knapp 15 Prozent der wohnungs- und obdachlosen Menschen in Berlin LSBTIQ+ sind. Bei fehlenden oder gekürzten queer-spezifischen Beratungsangeboten sollte es im Pride Month auch um sie gehen.

In Brandenburg ist queere Sichtbarkeit zwar besonders wichtig, aber auch bedeutend mühsamer. Das gilt leider für viele Aspekte der Identität. Seit 2024 ist deshalb erstmals ein Antisemitismus-Beauftragter im Land tätig, Andreas Büttner. Der stellte gestern im Landtag einen ersten Tätigkeitsbericht vor.

Im Jahr 2025 gab es 273 antisemitische Straftaten in dem Bundesland, davon 235 aus dem rechten und vier aus dem linken Spektrum. Weshalb Büttner trotzdem viel über den linken Antisemitismus spricht und was das Ganze mit der ehemaligen Goebbels-Villa zu tun hat, lest ihr hier in einem Text von Brandenburgs rasendem Reporter Andreas Fritsche.

verkneift sich in Redaktionssitzungen das ein oder andere "Slay!":
Hannah Blumberg, Team Hauptstadtregion
☕️ Bevor es hier in vollen Schlücken weiter geht: Auch wir Journalist*innen müssen unsere Bohnen verdienen, und freuen uns über ’nen Euro für unsere Kaffeekasse. 💸
Was heute noch wichtig ist:

🚄 Güterbahnhof Köpenick: Wohnungsbau statt Bahnausbau
Der Wohnungsbau auf dem ehemaligen Berliner Güterbahnhof Köpenick soll durchgeboxt werden. Die Fläche ist aber sehr wertvoll für die Eisenbahn
Nicolas Šustr

🕵️‍♂️ AfD-Atze als Stasi-Spitzel angeworben
Fünf Stasi-Vorwürfe werden am Mittwoch im Hauptausschuss des Brandenburger Landtags behandelt – teils sind sie unbestreitbar harmlos.
Andreas Fritsche

»Straßenkampf und Strom-Sabotage«
Bei der Vorstellung der politisch motivierten Kriminalitätsstatistik bläst Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zum Kampf gegen links.
Sebastian Weiermann

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Und später:

🎬 Ausstellung und Filmreihe: Inventing Queer Cinema
Queeres Kino erzählt von den Geschichten, Erfahrungen und Lebensrealitäten queerer Menschen – meist abseits normativer Erwartungen und gesellschaftlicher Ordnungen. Dabei hinterfragt es oft auch filmische Konventionen und entwickelt eigene, widerständige Formsprachen.
Im Zentrum der Ausstellung stehen Filme und Filmarbeitende, die seit den 1970er-Jahren das queere Kino in Deutschland geprägt und immer wieder neu erfunden haben. Ein Fokus liegt auf Berlin als Zentrum queerer Film- und Subkultur, erweitert durch Perspektiven internationaler Künstler*innen. Zu sehen sind Film- und Fotoinstallationen, Objekte, Dokumente und weitere Archivmaterialien. Ein Prolog mit frühen Beispielen aus den 1910er-Jahren aus der Sammlung der Deutschen Kinemathek spannt den historischen Rahmen.

7. Mai bis 13. September,
Deutsche Kinemathek,
Mauerstraße 79,
10117 Berlin

Eintritt Ausstellung 10 Euro
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Video des Tages:

💋 »Oh, Queen, you are the most beautiful in all the land«: Divine mit I'm so beautiful | Quelle: YouTube/DiscoEra
☕️ nd.Muckefuck – Berlin, links, ungefiltert, Donnerstag, 11. Juni 2026: Schwitzen bis der Arzt kommt: Der Sommer steht vor der Tür, nicht nur Hypochonder mahnen zur Vorsicht – Neuköllner Nazis spalten das Abgeordnetenhaus: Fraktionen uneins über Konsequenzen aus dem Neukölln-Komplex – Mantra Weiter so: Mantra Weiter so: Die Landes-CDU nominiert Kai Wegner (CDU) erneut zum Spitzenkandidaten 🗞

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Guten Morgen,

wir steuern langsam Richtung Sommer. Noch wirkt das Wetter unsicher, in der Nacht fallen die Temperaturen teilweise weiterhin unter 10 Grad. Klar ist aber: Die richtig warmen Tage werden kommen. Doch der Sommer bringt nicht nur Leichtigkeit, Sandaletten, nackte Haut und Badespaß. Ernsthafte Hitzetage sind für etliche Menschen auch eine Belastung und teilweise sogar gefährlich.

Davor warnt auch die Krankenkasse AOK Nordost. »Hitze ist für viele Menschen in Berlin längst eine konkrete Belastung – zu Hause, am Arbeitsplatz und in der Pflege«, sagt Claudia Engel von der AOK. Besonders ältere, chronisch kranke und pflegebedürftige Menschen bräuchten verständliche Informationen und verlässliche Unterstützung. »Hitzeschutz gelingt nicht allein durch Appelle. Er muss dort ankommen, wo Menschen leben: in Familien, Pflegeeinrichtungen, Betrieben und Kommunen«, sagt Engel.

Mehr als 20 Hitzetage, also Tage, an denen die Temperatur die 30 Grad übersteigt, verzeichnet Berlin in Spitzenjahren, 2019 waren es sogar 29 solcher Tage. Die Zahlen gehen auf das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg zurück. Traurigerweise entwickelt sich auch die Zahl der Hitzetoten entsprechend nach oben. Mehr als 100 Hitzetote im Jahr sind, anders als noch in den Nullerjahren, keine Ausnahme mehr. 2022 wurden in Berlin 425 Hitzetote gezählt. Umso wichtiger sei es, Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes ernst zu nehmen und den Alltag entsprechend anzupassen, so die AOK.

Die Versicherung lenkt die Aufmerksamkeit konkret auf eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, die den Einfluss von Hitze auf den Arbeitsalltag untersucht hat. Je länger eine Hitzeperiode dauert, desto höher demnach der Krankenstand: An einem durchschnittlichen Hitzetag mit Temperaturen über 30 Grad steige die Zahl der Krankmeldungen kurzfristig um etwa 3,5 Prozent. Am dritten Hitzetag in Folge liege der Anstieg bereits bei fünf Prozent, nach sieben Hitzetagen in Folge bei rund elf Prozent.
»Diese Zahlen belegen, dass Hitzeschutz auch in der Arbeitswelt einen höheren Stellenwert bekommen muss«, sagte Engel von der AOK. Gerade bei Tätigkeiten im Freien, bei körperlich belastender Arbeit oder bei wenig flexiblen Arbeitszeiten brauche es praxistaugliche Lösungen. »Dazu gehören kühlere Arbeitsräume, Schutz vor direkter Sonne, angepasste Arbeitszeiten und klare Abläufe für Hitzewarnungen«, so Engel. Der »Muckefuck« deutet das als klaren Fingerzeig Richtung Arbeitgeber.

Weniger eindeutig in seiner Position ist das Berliner Abgeordnetenhaus. Am Mittwoch stellte der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zum Neukölln-Komplex seinen Abschlussbericht vor. Nach 60 Sitzungen, der Befragung von 100 Personen und dem Durcharbeiten von einer halben Million Seiten in 82 Aktenbänden gäbe es nun zwar ein gemeinsames Dokument. Über die zu ziehenden Konsequenzen herrscht jedoch Uneinigkeit.

Laut den Regierungsfraktionen CDU und SPD habe der Ausschuss kein rechtsextremes Netzwerk innerhalb der Berliner Polizei feststellen können. Besonders mit Blick auf die Handlungsempfehlungen zeigten sich Grüne und Linke unzufrieden. Sie gaben ein Sondervotum ab. Was sie genau bemängeln und wie der Betroffene und Linke-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak den Komplex und seine parlamentarische Aufarbeitung einordnet, lest ihr bei unserem Autor John Malamatinas, der für uns aus dem Abgeordnetenhaus berichtet.

Hat in seiner Dachgeschosswohnungen bereits jetzt alle Fenster auf Kipp:
Christian Lelek, Team Hauptstadtregion
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Was heute noch wichtig ist:

🎖 CDU-Parteitag: Wegner will Rüstungsindustrie in Tegel
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner will einen »Deftech-Campus« auf dem Flughafen. Abseits davon präsentierte er wenig Neues beim CDU-Landesparteitag.
Marten Brehmer

🖼 Historisches Depot für »entartete Kunst«
Im Berliner Schloss Schönhausen erzählt eine neue Dauerausstellung das Schicksal von Werken der Moderne in der Nazizeit.
Andreas Fritsche

🦁 Löwenberger Land protestiert gegen AfD-Veranstaltung
SPD, Grüne, Linke und Omas gegen Rechts rufen auf zu einer Kund­gebung für Demo­kratie und Vielfalt.
Andreas Fritsche

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Und später:

📢 Lärmdemo gegen die Finanzlobby
Vom 8. bis zum 12. Juni trifft sich die Finanzlobby zu ihrer weltweit größten Konferenz »Superreturn« im Intercontinental Hotel. Mehr als 50 Billionen Euro verwalten die erwarteten Teilnehmer*innen. Unter dem Motto »Wir sind mehr wert als ihre Rendite« ruft ein Bündnis zum Protest auf. Es kritisiert unter anderem, dass Finanzinvestor*innen die Privatisierung der Daseinsvorsorge vorantreiben würde. Investiert werde in für Mensch und Umwelt zerstörerische Projekte. »Das müssen wir nicht hinnehmen«, heißt es in dem Aufruf. Eine gerechtere Gesellschaft sei möglich: etwa mit konsequenter Besteuerung großer Vermögen und demokratisch entschiedenen öffentlichen Investitionen.

Heute, 11. Juni, 16 Uhr
Hotel Intercontinental
Budapester Straße 2
10787 Berlin


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Video des Tages:

🔥 Hitze-Check: Das sind Berlins Hitze-Hotspots | Quelle: YouTube/rbb24
☕️ nd.Muckefuck – Berlin, links, ungefiltert, Freitag, 12. Juni 2026: Ein Pazifist für dauerhafte Aufrüstung: Brandenburgs Ministerpräsident Woidke will die Verteidigungsindustrie ausbauen – Antifaschisten für Ehrung der Sieger: Die Berliner VVN-BdA lehnt Umgestaltungspläne an den Sowjet-Mahnmalen ab – Experten für pragmatische S-Bahn-Politik: Abgeordnete wollen erst die Probleme S-Bahn lösen, dann über Kommunalisierung nachdenken 🗞

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Guten Morgen,

wir dokumentieren im »nd« regelmäßig die fortschreitende Aufrüstung – auch in Berlin und Brandenburg. Häufig haben wir dabei die wirtschaftliche Entwicklungen und unternehmerische Entscheidungen im Blick. Wie läuft die Umstellung des ehemaligen Automobil-Zulieferer-Standorts von Rheinmetall auf Geschosshülsen am Humboldthain? Verkauft Mercedes sein Sprinter-Werk in Ludwigsfelde und rettet damit 2000 Arbeitsplätze?

Diese wirtschaftlichen und betrieblichen Entwicklungen vollziehen sich aber nicht im luftleeren Raum. Es ist Staatskohle, die die Auftragsbücher der Rüstungskonzerne füllt – parlamentarisch freigegebene Steuergelder. Dass Rüstungsproduktion also eine lukrative Alternative zu schwächelnden zivilen Wirtschaftszweigen darstellt, ist Folge von politischer Steuerung unserer demokratisch gewählten Parlamente.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), der mittlerweile offensiv für die Ansiedlung von Rüstungsunternehmen in seinem Bundesland wirbt, macht daraus auch keinen Hehl. »Der Bedarf ist da und die Rüstungsindustrie hat einen riesengroßen Vorteil: Man hat im Wesentlichen einen Abnehmer – und das ist der Staat«, sagte Woidke im Interview mit der »Märkischen Allgemeinen«. Staatliche Investitionen, so der SPD-Politiker weiter, würden von den Steuerzahlern finanziert. »Für unser Bundesland ergibt sich daraus ein klarer Auftrag: Wenn Steuerzahlergeld ausgegeben wird, dann sollte es aus meiner Sicht in Brandenburg ausgegeben werden.«

Ob es denn da eine Grenze für ihn gebe, fragte der Interviewer Ulrich Wangemann. »Ich sehe momentan keine roten Linien«, antwortete Woidke. Die Landesregierung versuche, möglichst Arbeitsplätze zu schaffen, die dauerhaft sind. In Brandenburg sollten Dinge produziert werden, die für die Bundeswehr in Deutschland relevant sind, aber auch exportiert werden können. Eine dauerhafte Nachfrage nach Verteidigungsgütern, gibt es aber nur, wenn man die Bestände immer weiter ausbaut oder regelmäßig Material bei Einsätzen verbraucht. Insofern geht der Ministerpräsident offenbar nicht von einer baldigen Entspannung aus.
In Holzdorf sollen 1000 Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Stationierung von 47 Bundeswehr-Transporthubschraubern vom Typ CH-47 entstehen. Der Fliegerhorst an der Grenze zu Sachsen-Anhalt soll so zum wichtigsten Hubschrauberstützpunkt in Deutschland werden, »wenn nicht sogar in Europa«, ergänzte Woidke. Immerhin, die Maschinen könnten wohl bis zu 15.000 Liter Wasser transportieren und so auch bei der Bekämpfung von Waldbränden aushelfen.

»Ich verstehe Pazifismus, ich bin Christ und würde mir auch eine Welt wünschen, in der wir keine Waffen bräuchten«, sagte der mit knapp 13 Jahren in Regierungsverantwortung deutlich dienstälteste Landeschef. Jeden Tag, wenn man die Nachrichten einschalte, sehe man, dass die Welt voller Risiken sei und ein Krieg in Europa tobe. »Wir müssen dafür sorgen, dass Freiheit und Demokratie Bestand haben. Das geht nur, wenn sich Deutschland verteidigen kann, wenn wir unser Vaterland schützen können. Das Gleiche gilt für unsere Verbündeten«, sagte Woidke.

Doch was wird eigentlich aus Arbeitsplätzen, die dauerhaft an die Rüstungsindustrie gekoppelt werden sollen, wenn die kriegerische Konflikt-Spirale eines Tages doch mal endet? Inwieweit eine Rückumstellung dann funktioniert, ist unklar. Vor allem, wenn Unternehmen zur gleichen Zeit ihre Auto- und Eisenbahnfabriken ins Ausland auslagern beziehungsweise dort neu aufbauen.

Die Frage nach dem richtigen Umgang mit dem Krieg in der Ukraine vermischt sich immer mehr auch mit gedenkpolitischen Fragen. Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus wolle mit einem Antrag ganz konkret die sowjetischen Ehrenmale in Berlin »kontextualisieren«. Sprich: Unter anderem soll auf Informationstafeln an die stalinistischen Verbrechen und die Verantwortung der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg erinnert werden, etwa an den Hitler-Stalin-Pakt. Die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA), lehnt das strikt ab.

»Weil sie Mahnmale der Befreier und für die Befreiten sind«, begründet mir der Geschäftsführer der Berliner VVN-BdA, Markus Tervooren, im nd-Interview seine Haltung. Die Bedeutung der Mahnmale liege auch darin, nachhaltig darauf hinzuweisen, dass unsere heutige Gesellschaft auf der Befreiung vom Faschismus beruht, »die wir in Berlin der Roten Armee verdanken«. Es gebe genug Möglichkeiten und Gelegenheiten abseits der Ehrenmale, kritisch auf die Kontexte hinzuweisen.

Hofft, dass ihr morgen zahlreich zur 80-Jahre-nd-Fete kommt,
Christian Lelek, Team Hauptstadtregion
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Was heute noch wichtig ist:

🚇 Berliner S-Bahn: Zwischen Vision und Elend
Immer mehr Fahrten fallen wegen kaputter Infrastruktur aus. Wann neue Züge kommen, steht in den Sternen. Wäre das Land der bessere Eigentümer?
Nicolas Šustr

🧑‍🌾 Heißer Scheiß auf dem Bauernhof
135 Agrarbetriebe laden ein zur Brandenburger Landpartie. Die Bauern haben momentan wieder viele Sorgen.
Andreas Fritsche

🦁 80 Jahre »nd«: Eine wahre Geschichte
Ohne Pleiten, Pech und Pannen: Mitten in der Polykrise feiert das »nd« seinen 80. Geburtstag mit einer Sonderausgabe.
Niko Daniel

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Und später:

🎞 Rom*nja und Sinti*zze im NS
Der Film Zeit des Schweigens und der Dunkelheit (1982) zeigt Interviewausschnitte mit dem Sinto-Violinisten und Sinti-Darstellers Josef Reinhardt. Reinhardt ist einer der wenigen Überlebenden die von ihrer Zeit im Zwangslager Marzahn berichteten. Für den Film wurde seine Uhrheberin Nina Gladitz von Leni Riefenstahl, für die Reinhardt vor der Kamera stand verklagt. Im Anschluss wird es ein Gespräch mit der Leiterin der Gedenkstätte Zwangslager Marzahn. Petra Rosenberg geben. Anlass ist der 90. Jahrestag der Verschleppung der Berliner Sinti*zze und Rom*nja in das Zwangslager Marzahn.

Heute, Freitag, 12. Juni, 19 Uhr
Regenbogenkino
Lausitzer Straße 21a
10999 Berlin- Kreuzberg


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Video des Tages:

🔫 Luftwaffe nimmt Raketenabwehrsystem Arrow 3 in Holzdorf in Betrieb | Quelle: YouTube/AFP Deutschland
☕️ nd.Muckefuck – Berlin, links, ungefiltert, Montag, 15. Juni 2026: Drohnen-Freiluftgehege Berlin: Senat will Rüstungsproduktion in Adlershof und Tegel – Jugend wählt:
Erstmals dürfen bei den Abgeordnetenhauswahlen auch 16- und 17-Jährige mitwählen🗞

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Guten Morgen,


drauf, dran, drüber! Während die bundesdeutsche Wirtschaft ihre jahrelange Stagnation fortsetzt, darf sich ein Wirtschaftszweig über ein konstantes Wachstum freuen: 31 Milliarden Euro Umsatz generiert die Rüstungsindustrie Jahr für Jahr nach Zahlen der Bundeswirtschaftsministeriums. Auch in der Hauptstadtregion macht sich das bemerkbar. Wir haben euch an dieser Stelle schon ausführlich über Rüstungsprojekte in Berlin und Brandenburg informiert. So soll ein Werk der Rheinmetall-Tochter Pierburg in Berlin-Wedding ab Sommer Waffen statt Autoteile produzieren und in Brandenburg/Havel sollen im Werk der Heidelberger Druckmaschinen AG bald Drohnen hergestellt werden.

Dabei soll es nicht bleiben. Israel Aerospace Industries, der größte Luft- und Raumfahrtkonzern des Staates in Nahost, will ein »Innovationszentrum« für Militärproduktion sowie Luft- und Raumfahrt in Adlershof ansiedeln. Dabei geht es nicht nur um Forschung. Auch »lokale Produktion« sei geplant, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

IAI bekommt Rückendeckung aus der Politik. Am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung am Flughafen BER haben IAI-Vorstandschef Boaz Levy und der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Das Ziel sei, »neue industrielle Kapazitäten aufzubauen und qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen«, erläuterte Wegner. Warum das nicht abseits der Produktion von Mordgerät möglich ist, ließ er offen. Alle Details zum Deal hat Matthias Monroy für euch recherchiert.
Wegner hatte die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung schon zuvor genutzt, um für die Aufrüstung in der Hauptstadt zu werben. Seit 2020 steht der ehemalige Flughafen Tegel bekanntermaßen leer. Zur Zeit wird das 500 Hektar große Gelände als Ankunftszentrum für Flüchtlinge genutzt, das aber bald schließen soll. Vorgesehen war danach eigentlich, dass ein Campus der Berliner Hochschule für Technik entstehen soll, die sogenannte Urban Tech Republic. Dort sollte an klimaneutralen Energiesystemen und Recycling geforscht werden. Selbst die zugehörige Bushaltestelle wurde schon entsprechend umbenannt.

Weil das Gelände aber für die besagte Flüchtlingsunterkunft gebraucht wurde, ist seitdem wenig passiert. Kai Wegner hat inzwischen eine neue Vision für den alten Flughafen: Dort solle eine »Sonderwirtschaftszone« entstehen – für die Rüstungsindustrie. Das kündigte Wegner am Dienstag zunächst gemeinsam mit Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) in Schönefeld an und wiederholte es am Abend auf dem CDU-Landesparteitag. Auf dem Gelände könnten etwa Drohnen getestet werden, schlug Wegner vor.

»Dort wird ein Deftech-Campus entstehen, der unsere Stadt voranbringt«, sagte Wegner auf dem Parteitag über Tegel. Bereits in der vergangenen Woche hatten wir euch an dieser Stelle das CDU-Wahlprogramm vorgestellt, in dem von einem »DefTech-Ökosystem« die Rede ist. »Berlin soll ein führender Standort für die Entwicklung und Anwendung innovativer Technologien im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungstechnologien werden«, heißt es dort. Was mit Anwendung gemeint ist, wollen wir gar nicht so genau wissen.

Wehrtüchtig soll nicht nur die Industrie werden, sondern auch die Bevölkerung: Viele junge Menschen treibt aktuell die Sorge um eine mögliche Wehrpflicht um. Ihren Protest gegen die Wehrpflicht können sie jetzt nicht nur auf der Straße ausdrücken, sondern auch an der Wahlurne. Denn inzwischen dürfen 16- und 17-Jährige in der Hauptstadt auch das Abgeordnetenhaus wählen, vorher nur die Bezirksverordnetenversammlungen. Bei den Abgeordnetenhauswahl im September wird das nun erstmals zum Tragen kommen. Wie die Parteien um die Stimmen der Nachwuchswähler werben, hat Hannah Blumberg für euch notiert.

Plädiert angesichts des Klimawandels für einen strategischen Ausbau der Flutschfinger-Produktion:
Marten Brehmer
Team Hauptstadtregion
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Was heute noch wichtig ist:

🏳️‍🌈 Berlin ist kein queeres Paradies für Flüchtlinge
In Berlin haben viele queere Flüchtlinge Zuflucht gefunden. Doch auch hier sind sie vor Diskriminierung und Gewalt nicht sicher.
Leonie Hertig

🟥 Ein revolutionäres Revolutionsdenkmal
Eine Installation in Berlin-Friedrichsfelde erinnert 100 Jahre nach der Einweihung einen Monat lang an Mies van der Rohes 1935 zerstörtes Werk.
Andreas Fritsche

📖 »Es ist jetzt der Zeitpunkt, ein neues Kapitel aufzuschlagen«
Vor dem Linke-Parteitag antwortet Ko-Vorsitzende Ines Schwerdtner auf Kritiken Benjamin Hoffs und Katalin Gennburgs.
Ines Schwerdtner

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Und später:

Gesellschaft erkennen, kritisieren und verändern
Ob Klimakrise, soziale Ungleichheit, autoritäre Tendenzen oder globaler Rechtsruck – viele Krisen unserer Zeit scheinen miteinander verbunden. Aber wie lässt sich Gesellschaft als Gesamtzusammenhang begreifen? Und hilft ein solcher Blick dabei, gesellschaftliche Verhältnisse zu verändern? Diesen Entwicklungen widmet sich Alex Struwe in seinem Buch „Totalität. Marx, Adorno und das Problem kritischer Gesellschaftstheorie“. Im Gespräch mit Klaus Lederer diskutiert er, was das Wiederaufleben solcher Gesellschaftstheorien über unsere Gegenwart verrät – und welchen Beitrag sie zu ihrer Veränderung leisten können.

15. Juni um 19 Uhr
Salon des FMP1
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Eintritt kostenlos

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Video des Tages:

👶 Was passiert, wenn junge Menschen wählen dürfen? | Quelle: Youtube/ThingsICantFindOtherwise
☕️ nd.Muckefuck – Berlin, links, ungefiltert, Dienstag, 16. Juni 2026: Spülabbruch statt Spielabbruch: Wasserbetriebe veröffentlichen »Spülanalyse« zum Deutschland-Spiel gegen Curaçao – Sorge um Trinkwasser-Vorsorge: Zahlreiche Berliner Notwasserbrunnen sind nicht funktionstüchtig – Verletztes Linke-Mitglied: Diskussionen im Abgeordnetenhaus nach Polizeigewalt in Friedrichshain 🗞

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Guten Morgen,


falls ihr es noch nicht mitbekommen habt: Deutsche Männer haben am Wochenende in den USA Fußball gespielt und sogar gewonnen. Für den »Muckefuck« aber ist entscheidend, was sich währenddessen in den Spülkästen der Berliner*innen zugetragen hat. Zum Glück gibt es die Berliner Wasserbetriebe, die sämtliche Spülabläufe in der Hauptstadt im Blick behalten. Im »Aktuellen Spülstudio« informiert das Wasserversorgungsunternehmen zwar nicht über die Platzverhältnisse in Berliner Toiletten – aber über Änderungen in unser aller Spültaktik.

Schon zur Europameisterschaft 2024 haben die Wasserwerke das Spülverhalten der Berliner*innen während Spielen der deutschen Nationalmannschaft analysiert. Nun liegen auch die Zahlen für das erste Spiel der Deutschen bei der laufenden Weltmeisterschaft vor. Zur Halbzeit im Spiel gegen die »blaue Welle aus Curaçao« ist demnach ein deutlicher Anstieg im Berliner Wasserverbrauch zu erkennen. Fast 35.000 Kubikmeter pro Stunde erreichte die Hauptstadt zwischenzeitlich im Verbrauch.
Zudem bemerkenswert: In der Statistik zeichnen sich sogar die neu eingeführten Trinkpausen bei der WM ab, die die Zuschauer*innen ebenfalls für Toilettenbesuche nutzen. Natürlich stecken die Berliner Wasserbetriebe ihre Mühe nicht ohne Grund in die Analyse des Spültags. »Damit Wasser auch in Zukunft ausreichend und in hoher Qualität zur Verfügung steht, müssen wir alle sorgsam damit umgehen«, erinnert das Unternehmen die Berliner*innen. Mit der Spartaste könne man bis zu 70 Prozent Wasser pro Spülgang sparen. Nicht nur für Ultras gilt also die Anweisung: Mut zum Spülabbruch!

Sorgen kann man sich hingegen machen, sollte irgendwann einmal die Wasserversorgung in Berlin zusammenbrechen. Wie eine aktuelle Anfrage aus der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus offenlegt, liegt derzeit eine Großzahl der für den Katastrophenfall gedachten Brunnen trocken. Die Senatsumweltverwaltung listet 1.536 Brunnen, die pro Person 15 Liter Wasser pro Tag bereitstellen können. Von diesen funktionieren demnach 435 Wasserquellen nicht. Insgesamt, so die Verwaltung soll es 1.971 Notfallbrunnen in der Hauptstadt geben.

»Der Senat muss sich schwerwiegende Versäumnisse bei der Klimaanpassung und der Daseinsvorsorge eingestehen«, kritisiert deshalb der Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux gegenüber dem »Muckefuck«. Gemeinsam mit seinem Parteikollegen André Schulze hat er die Anfrage zu den Notfallbrunnen gestellt. Statt das Angebot an kostenlosem Trinkwasser auszubauen, stoppe Schwarz-Rot den Bau neuer Brunnen, sagt Lux. Parallel breche die Instandhaltung der Schwengelpumpen ein. Der »Muckefuck« fühlt sich genötigt, anzumerken: Damit gemeint sind die typischen, meist dunkelgrünen Wasserpumpen am Straßenrand.
»Hitze ist bei uns in Mitteleuropa das tödlichste Wetterereignis«, sagt Lux. Neben für die Öffentlichkeit zugänglichen, kühlen Orten sei frei verfügbares Trinkwasser die wirksamste Schutzmaßnahme dagegen. Lux hält den Zustand der Berliner Katastrophenvorsorge in Sachen Wasserpumpen für »alarmierend«. Er befürchtet, dass sich die Ausfallquote der Pumpen sogar noch erhöhen wird, weil die Reparaturmittel im Haushalt für 2026 auf null gesetzt wurden. »Selbst von den ungefähr 3,8 Millionen Euro, die für die Brunnen im Jahr 2025 zur Verfügung standen, konnte der Senat nur 750.000 EUR ausgeben.«

Die Kapazitätsberechnung des schwarz-roten Senats hält Lux mit 1500 Nutzer*innen pro Tag und pro Notbrunnen für zu niedrig. Würde die Trinkwasserversorgung in Berlin ausfallen, müsse an einer Handpumpe täglich 15 Stunden lang ununterbrochen im Akkord gepumpt werden, um auf die bereits genannten 15 Liter pro Kopf zu kommen. »Es ist völlig klar, dass Berlin mit diesem Senat auf dem Trockenen sitzt«, sagt Lux. Zum Glück bunkert der »Muckefuck« für Malzkaffee-Notfälle literweise Trinkwasser im Keller.

In den Keller sinkt derweil, zumindest für manche, das Ansehen der Berliner Polizei. Für Gesprächsstoff sorgt ein Vorfall in Friedrichshain: Vor rund einer Woche wurde Martin Bialluch, Linke-Mitglied, ehemaliger Bremer Staatsrat und Ex-Vizeregerierungssprecher in Brandenburg, offenbar Opfer von Polizeigewalt. Fotos zeigen Bialluch nach der Auseinandersetzung mit einer Platzwunde auf der Schläfe. Außerdem existiert ein Video von dem Vorfall. Zu sehen ist darin unter anderem, wie zwei Polizisten den 57-Jährigen rabiat zu Boden bringen und fixieren.

Im Abgeordnetenhaus hatte Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel erklärt, dass bislang lediglich geprüft werde, ob ein Ermittlungsverfahren gegen die eingesetzten Polizisten eingeleitet wird. Nach der Sitzung zeigt sich Bialluch irritiert davon. »Wenn man das Video anschaut, ist meiner Meinung nach offensichtlich, dass zumindest ein Anfangsverdacht da ist«, sagt er. Unser Reporter David Rojas Kienzle hat mit dem Linke-Politiker gesprochen und den Innenausschuss für euch verfolgt. Das Ergebnis findet ihr hier.

Wünscht einen feuchtfröhlichen Dienstag:
Patrick Volknant, Team Hauptstadtregion
☕️ Bevor es hier in vollen Schlücken weiter geht: Auch wir Journalist*innen müssen unsere Bohnen verdienen, und freuen uns über ’nen Euro für unsere Kaffeekasse. 💸
Was heute noch wichtig ist:

🚉 Neue Babylinie für die Berliner S-Bahn
Die S15 verbindet auf kurzer Strecke Hauptbahnhof und Gesundbrunnen im Zehn-Minuten-Takt. Auf S1 und S5 wird das Angebot ab dem Winter gekürzt.
Nicolas Šustr

🚮 Berliner Grüne stellen Maßnahmen­paket für Stadt­sauberkeit vor
In einem Antrag stellen die Grünen acht Punkte für weniger Müll in der Hauptstadt vor. Einer davon ist die Erhebung einer Verpackungs­steuer.
Hannah Blumber
g

Rassistische Kontrolle: Berliner Polizei muss entschädigen Amtsgericht-Entscheid: Nach einer Kon­trolle muss das Land Berlin Entschädi­gung zahlen. Bei der Über­prüfung habe die Haut­farbe im Vordergrund gestanden.
Marten Brehmer

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Und später:

🏢 Architektur-Ausstellung: »Einfach gebaut!«
»Einfach gebaut!« präsentiert die 1930 vom Bauhaus Dessau errichteten Laubenganghäuser als Planung von großer Aktualität. Die Entwürfe reagierten auf Anforderungen, die auch heute an den Wohnungsbau gestellt werden: einfaches Bauen, bezahlbarer Wohnraum und angemessener Komfort für alle. Unter der Leitung von Hannes Meyer mit Studierenden realisiert, folgten sie dem Motto »Volksbedarf statt Luxusbedarf«. Die Ausstellung ordnet die Häuser in ihre politischen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhänge ein und übersetzt einen Gebäudeabschnitt in den Ausstellungsraum. Außerdem wird heute Abend das neue Buch »Hannes Meyers Interieurs«, herausgegeben von Ute Famulla und Philipp Oswalt, vorgestellt. Die Veranstaltung richtet den Blick auf die Innenraumentwürfe am Bauhaus Dessau zwischen 1928 und 1930.

Noch bis 28. Juni, mittwochs bis sonntags, 15 Uhr bis 20
Uhr
Abendveranstaltung: Heute, 19 Uhr
Deutsches Architektur Zentrum
Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, Aufgang C
10179 Berlin
E
intritt frei

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Video des Tages:

🧽 Spongebob braucht kein Wasser | Quelle: YouTube/Mantelon Channel