Michael Straumann ✍🏻 StrauMedia.ch
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​​In seinem Buch «Schwerter zu Pflugscharen» (2017) bezeichnete Ron Paul, ehemaliger US-Präsidentschaftskandidat und langjähriger Kongressabgeordneter, die Schweizer Neutralität 🇨🇭 als Vorbild für eine neu ausgerichtete US-Aussenpolitik 🇺🇸:

In der Neuzeit hat sich die Schweiz den Ruf erworben, über ausreichend gesunden Menschenverstand zu verfügen, um sich aus sinnlosem Töten herauszuhalten. Das ist besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die beiden grossen Weltkriege des 20. Jahrhunderts über ganz Europa hinweggefegt sind.

Manche argumentieren, die Neutralität der Schweiz sei durch die geografische Lage bedingt. Es heisst, dass die das Land umgebenden Berge es vor der Invasion durch Armeen schützen. Aber das allein kann nicht der Grund sein. Im Zeitalter von Flugzeugen, Interkontinentalraketen und Drohnen kann niemand mehr sicher sein vor einem entschlossenen Angriff eines Feindes.

Nebenbei sei erwähnt, dass die USA über einen enormen Vorteil durch einen Schutz in Form ausgedehnter Wassermassen im Osten und Westen verfügen - den Atlantik beziehungsweise Pazifik. Von den Nachbarn im Norden und Süden ist ebenfalls keine Bedrohung zu erwarten. Und doch befinden wir uns ständig im Krieg - alles im Namen der Gerechtigkeit.

Die Entscheidung für eine Politik der Neutralität hat die Schweiz im 20. Jahrhundert im Zentrum Europas unbeschadet das Blutbad der beiden Weltkriege überstehen lassen. Die USA dagegen haben die dringende Empfehlung unserer frühen Führer stets ignoriert - und häufig auch die Stimme des Volkes -, sich aus den inneren Angelegenheiten anderer Nationen herauszuhalten und die Verstrickungen in Allianzen zu vermeiden. Dies, in Verbindung mit einer offensichtlichen göttlichen Bestimmung («Manifest Destiny»), der Besessenheit der Neokonservativen, Kriege zu provozieren, einer übertrieben nationalistischen Einstellung und Chauvinismus, hat uns in den zurückliegenden 100 Jahren die vielen Kriege in der ganzen Welt eingebracht.

Die Schweiz hatte eine andere Haltung. Die Schweizer blieben grundsätzlich zu Hause, während wir durch die Welt marschierten auf der Suche nach «Monstern, die es zu zerstören galt».

Es wird auch argumentiert, dass die Schweiz ein kleines Land sei und nicht die gleiche moralische Verantwortung habe wie die USA als Supermacht. Aber Grösse ist irrelevant. Grossbritannien ist ein kleines Land, das einst ein riesiges Reich auf der ganzen Welt regierte. Es gibt kein logisches Argument, demzufolge die USA nicht eine Aussenpolitik ähnlich der Schweiz betreiben könnten oder sollten, statt einer Aussenpolitik ähnlich dem Römischen Reich oder gar der Sowjetunion.


Quelle: Paul, Ron: Schwerter zu Pflugscharen. Ein Leben im Krieg und eine Zukunft in Frieden und Wohlstand, 1. Auflage, Rottenburg 2017, S. 66-67.
🕊️ Wer für Freiheit ist, muss für Frieden sein.

Es besteht eine starke Korrelation zwischen dem Führen von Kriegen in anderen Ländern und der Einschränkung von Freiheitsrechten im eigenen Land.

Als die Vereinigten Staaten nach 9/11 den Krieg gegen den Terror ausriefen, wurde der Patriot Act verabschiedet (übrigens lag das Gesetz bereits vor 9/11 in der Schublade). Mit diesem Gesetz wurden die Grund- und Bürgerrechte in den USA massiv eingeschränkt.

Nach der Eskalation des Ukraine-Konflikts im Februar 2022 beschloss die Europäische Union sämtliche russische Nachrichtensender zu verbieten. Ein eklatanter Verstoss gegen die Meinungs- und Pressefreiheit, die in der Europäischen Menschenrechtskonvention verbrieft ist. Jetzt wird über ein Einreiseverbot des Journalisten Tucker Carlson in die EU diskutiert.

Wer für Freiheit ist, muss allein aus reinem Eigeninteresse dafür sorgen, dass das eigene Land nicht in Kriege hineingezogen wird. Regierungen nehmen Kriege im Ausland gerne als Vorwand, um die Grund- und Bürgerrechte im Inland einzuschränken. Die Regime-Change-Politik der NATO-Staaten der letzten mindestens 25 Jahre hat dazu geführt, dass die Freiheitsrechte der eigenen Bürger immer mehr eingeschränkt wurden.

Das sollten sich selbsternannte «Liberale» hinter die Ohren schreiben, die sogar stolz darauf sind, «Kriegstreiber» genannt zu werden, obwohl gerade die Forderung nach Militärinterventionen und Regierungsumstürzen unliebsamer Staaten dazu führen wird, dass die Freiheit im eigenen Land immer mehr eingeschränkt wird.

Statt sinnlose Militärinterventionen zu fordern, sollte man sich lieber viel mehr auf die Verteidigung der eigenen Landesgrenzen konzentrieren. Wer also für Freiheit ist, muss dafür sorgen, dass das eigene Land sich im Frieden befindet, das heisst sich nicht in unnötige und vermeidbare Kriege verwickeln lässt.
​​Ruhe in Frieden. 🕊️ Vor rund einem Jahr nahm sich der österreichische Diplombiologe und Sachbuchautor Clemens Arvay aufgrund einer üblen Medienhetzkampagne das Leben. Er galt im deutschsprachigen Raum als einer der besten und seriösesten Experten zur Corona-Impfung und leistete wertvolle Aufklärungsarbeit.
​​(…) Die Situation spitzte sich zu, als die ukrainische Seite verkündete: Nein, wir werden nichts tun. Sie begannen auch, sich auf militärische Aktionen vorzubereiten. Sie waren es, die den Krieg im Jahr 2014 begonnen haben. Unser Ziel ist es, diesen Krieg zu beenden. Und wir haben diesen Krieg nicht 2022 begonnen. Dies ist ein Versuch, ihn zu beenden.
- Wladimir Putin im Interview mit Tucker Carlson

In den westlichen Leitmedien wird oft behauptet, dass es in Russland verboten sei, den Ukraine-Krieg auch als «Krieg» zu bezeichnen. Man dürfte den Krieg nur als militärische Spezialoperation bezeichnen. Wie passt das zusammen, wenn Putin selbst von «Krieg» spricht? Auch Tucker Carlson durfte unwidersprochen von «Krieg» sprechen. 🤔
Michael Straumann ✍🏻 StrauMedia.ch
💣🇨🇭 Die schleichende Einbindung in die NATO An allen Ecken und Enden versucht die Classe politique an der Neutralität der Schweiz zu sägen. Die NATO Partnership for Peace könnte der aussenpolitischen Doktrin der Schweiz den Todesstoss versetzen.
Anmerkung in eigener Sache:
Dieser Beitrag wurde zuerst am 11. September 2022 im Online-Magazin Tell! veröffentlicht. Ich habe mich dazu entschieden, den Artikel erneut auf StrauMedia zu publizieren, da er nach wie vor von aktueller Relevanz ist. Seit der Veröffentlichung des Beitrags hat sich einiges in der Schweizer Aussenpolitik getan. Jedoch ist die Grundrichtung unverändert geblieben: Es läuft auf eine schleichende Integration der Schweiz in die NATO hinaus.
Ich werde es so lange wiederholen, bis die Hölle zufriert: Solange Julian Assange im Gefängnis sitzt, kann es im Westen keine Pressefreiheit geben. #FreeAssange
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Podcaster und MIT-Forscher Lex Fridmann (3.64 Millionen YouTube-Abonnenten):

Ich werde in etwa 2 Wochen eine 2-gegen-2-Debatte über Israel-Palästina persönlich und über viele Stunden hinweg moderieren. Die teilnehmenden Personen sind:

Palästina: Norm Finkelstein, Mouin Rabbani

Israel: Benny Morris, Steven Bonnell (Destiny)

Das Ziel ist es, eine tiefgründige, respektvolle Erkundung von Ideen, Geschichte, Geopolitik, Religion, Anreizen und Lösungen für den zukünftigen Weg zu ermöglichen. Wenn ihr Fragen oder Themenvorschläge habt, lasst mich es mich bitte wisse
n.

So sollte es sein. Es braucht mehr solche kontroverse Gespräche. Von mir aus können sie mit harten Bandagen geführt werden. Hauptsache, sie finden statt. Auch und gerade bei schwierigen Themen wie dem Israel-Palästina-Konflikt. #FreeSpeech #Gaza
Forwarded from Tell!
Grundrecht auf Versammlungsfreiheit retten!

Die JSVP Zürich will mit der sogenannten Anti-Chaoten-Initiative das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit abschaffen. Sie attackiert Bundesverfassung und Völkerrecht. Dr. iur. Markus Zollinger, Vorstand MASS-VOLL!, empfiehlt 2 x Nein am 3. März!

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Tell!
Grundrecht auf Versammlungsfreiheit retten! Die JSVP Zürich will mit der sogenannten Anti-Chaoten-Initiative das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit abschaffen. Sie attackiert Bundesverfassung und Völkerrecht. Dr. iur. Markus Zollinger, Vorstand MASS-VOLL!…
Rechtsanwalt Dr. iur. Markus Zollinger über die grundrechtsverletzende Anti-Chaoten-Initiative: «Eine solche Kriminalisierung verletzt rechtsstaatliche Prinzipien und führt zu einem Chilling Effekt: Die Bevölkerung verzichtet aus Angst vor drohenden Kosten und Strafen von der Ausübung ihres grundrechtlichen Anspruchs auf Meinungsäusserungs- und Versammlungsfreiheit.»
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​​Wenn es die Richtigen trifft, dann bleibt der Aufschrei aus:
Der US-amerikanische Journalist Gonzalo Lira ist in einem ukrainischen Gefängnis gestorben. Sein „Verbrechen“ bestand darin, dass er mit der Politik der Ukraine und der Vereinigten Staaten nicht einverstanden war. Washington hat keinen Finger gerührt, um ihn zu befreien, obwohl es hätte es tun können. (…)
​​Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.
Forwarded from Tell!
🛡️«Ach, wie schießt ihr schlecht!»

Zum dritten Geburtstag der Bewegung MASS-VOLL! erinnert Alexander Ehrlich an den Tiroler Freiheitskampf: «Andreas Hofer kann uns mit seinem Mut, seiner Unbeugsamkeit, seiner Entschlossenheit und seiner Standhaftigkeit als Quelle der Inspiration dienen und uns in unserem eigenen Freiheitskampf stärken».

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Tell!
🛡️«Ach, wie schießt ihr schlecht!» Zum dritten Geburtstag der Bewegung MASS-VOLL! erinnert Alexander Ehrlich an den Tiroler Freiheitskampf: «Andreas Hofer kann uns mit seinem Mut, seiner Unbeugsamkeit, seiner Entschlossenheit und seiner Standhaftigkeit als…
Alexander Ehrlich: «Im Jahr 2024 kommt die Bedrohung der Grund- und Freiheitsrechte Europas nicht aus Paris, sondern aus Brüssel. Und es ist nicht die Zeit für Bewaffnung, sondern für bedingungslose Friedfertigkeit. Dennoch spielt auch heute Tirol eine Schlüsselrolle für den friedlichen Wandel. Und Andreas Hofer kann uns mit seinem Mut, seiner Unbeugsamkeit, seiner Entschlossenheit und seiner Standhaftigkeit als Quelle der Inspiration dienen und uns in unserem eigenen Freiheitskampf stärken.»
​​NZZ-Bundeshaus-Journalist Georg Häsler: «Die Schweizer Sicherheitspolitik wird zur Unsicherheitspolitik: Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats folgte dem Antrag eines SP-Nationalrats und will die Teilnahme der #Armee an #Nato-Übungen verbieten. Solche unheilige Allianzen sind destruktiv und gefährlich.»

Das Gegenteil ist der Fall. Diese klebrige Nähe zur NATO schadet der Glaubwürdigkeit, die ein elementarer Bestandteil der Schweizer Neutralitätspolitik ist. Die Schweiz sollte Abstand von der NATO halten und zur strikten Neutralität zurückkehren. 🇨🇭

Ein grosses Kompliment an den SP-Nationalrat Fabian Molina, der diesen Antrag gestellt hat! Und das von jemandem einer sonst neutralitätsmüden Partei. Wer hätte das gedacht! 👏🏻
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​​📄🇨🇭 Auszug aus der gestrigen Motion «Fokussierung auf die verfassungsmässigen Aufgaben der Armee: Keine Teilnahme an Nato-Bündnisfall-Übungen!»

Es ist nicht die Aufgabe der Schweizer Armee, die Nato-Aussengrenzen zu verteidigen. Stattdessen ist in Art. 58 Abs. 2 BV festgehalten, dass die Armee zur Erhaltung des Friedens beiträgt, das Land und seine Bevölkerung schützt sowie zivile Behörden bei der Abwehr schwerwiegender Bedrohungen der inneren Sicherheit unterstützt. Die Armee sollte auf diese verfassungsmässigen Aufgaben fokussieren, nicht an der Nato-Aussengrenze an gross angelegten Verteidigungsübungen teilnehmen.

Zudem wäre es neutralitätspolitisch völlig unglaubwürdig, wenn die Schweiz an der Nato-Aussengrenze an Verteidigungsübungen teilnehmen würde. Die Schweiz würde damit als Teil der Nato wahrgenommen, was ein bedeutendes Eskalationsrisiko birgt, ohne dass sie ihrerseits von deren Beistandspflicht profitieren könnte.

Schliesslich wäre eine Teilnahme der Schweizer Armee an Nato-Bündnisfall-Übungen nicht machbar. Denn die Schweizer Armee ist aufgrund ihres Miliz- und Ausbildungssystems gar nicht dazu in der Lage, an hochprofessionalisierten und langen dauernden Übungen teilzunehmen.