Klimahochdrei
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23. Juni - 29. Juni 2026
Hallo zusammen,
Deutschland erlebt eine extreme Hitzewelle. Am Sonntag wurde mit 41,7 Grad ein neuer Hitzerekord gemessen. Gleichzeitig gab es mit 29,4 Grad die wärmste jemals gemessene Nacht. Die Folgen sind bereits spürbar:Straßen platzen durch dieHitze auf,Straßenbahnen müssen den Betrieb einstellen und in Heidelberg werden sogar Gleise zur Kühlung bewässert. Darum soll es auch diese Woche gehen: Die Kosten der Hitzewelle für die Wirtschaft, der Klimawandel und die Hitzewelle und um den Boom der Batteriespeicher.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Tobias und Jakob
PS: Dieser Newsletter wurde unter extremer Hitze in Berlin geschrieben. ;)
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Hitze kostet Deutschland jeden Tag hunderte Millionen Euro
Die Klimakrise belastet nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch die Wirtschaft massiv. Laut einer neuen Analyse der Prognos AG im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales verursacht jeder einzelne Hitzetag (≥ 30°C) Kosten von 431 Millionen Euro. Rund 97 Prozent davon entstehen durch sinkende Produktivität. Bereits ab etwa 25 Grad arbeiten viele Menschen langsamer und weniger effizient. Hinzu kommen Arbeitsausfälle, mehr Unfälle und rund 76.500 zusätzliche Krankheitstage pro Hitzetag. Waren es laut Deutschem Wetterdienst 1960 bis 1990 noch 4,2 Hitzetage pro Jahr, so stieg der Wert 1991 bis 2020 auf 8,9 an. Für 2031 bis 2060 werden mit 5 bis 10 zusätzlichen Hitzetagen gerechnet. Pro Grad Erwärmung nehme die Produktivität ab 30°C um 2 bis 3% ab. Im Mai hatte bereits eineAnalyse der Allianz Trade vor Verlusten von 112,5 Milliarden Euro bis 2030 für die deutsche Wirtschaft gewarnt.
Zum Weiterlesen: Frankfurter Rundschau [1], t-online [2], Bundesministerium für Arbeit und Soziales [3], tagesschau [4], taz [5]
[1]: https://www.fr.de/wirtschaft/hitze-am-arbeitsplatz-milliardenverluste-durch-klimawandel-94364416.html
[2]: https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/id_101315748/waldversicherung-gothaer-stoppt-neugeschaeft-und-verlaengert-vertraege-nicht.html
[3]: https://www.arbeit-sicher-und-gesund.de/themen/klimawandel/aus-der-debatte/klimabedingte-risiken-fuer-die-arbeitswelt
[4]: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/hitze-wirtschaft-kosten-klimawandel-100.html
[5]: https://taz.de/Hitzewelle-in-Deutschland/!6188436/
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23. Juni - 29. Juni 2026
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Deutschland erlebt eine extreme Hitzewelle. Am Sonntag wurde mit 41,7 Grad ein neuer Hitzerekord gemessen. Gleichzeitig gab es mit 29,4 Grad die wärmste jemals gemessene Nacht. Die Folgen sind bereits spürbar:Straßen platzen durch dieHitze auf,Straßenbahnen müssen den Betrieb einstellen und in Heidelberg werden sogar Gleise zur Kühlung bewässert. Darum soll es auch diese Woche gehen: Die Kosten der Hitzewelle für die Wirtschaft, der Klimawandel und die Hitzewelle und um den Boom der Batteriespeicher.
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Hitze kostet Deutschland jeden Tag hunderte Millionen Euro
Die Klimakrise belastet nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch die Wirtschaft massiv. Laut einer neuen Analyse der Prognos AG im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales verursacht jeder einzelne Hitzetag (≥ 30°C) Kosten von 431 Millionen Euro. Rund 97 Prozent davon entstehen durch sinkende Produktivität. Bereits ab etwa 25 Grad arbeiten viele Menschen langsamer und weniger effizient. Hinzu kommen Arbeitsausfälle, mehr Unfälle und rund 76.500 zusätzliche Krankheitstage pro Hitzetag. Waren es laut Deutschem Wetterdienst 1960 bis 1990 noch 4,2 Hitzetage pro Jahr, so stieg der Wert 1991 bis 2020 auf 8,9 an. Für 2031 bis 2060 werden mit 5 bis 10 zusätzlichen Hitzetagen gerechnet. Pro Grad Erwärmung nehme die Produktivität ab 30°C um 2 bis 3% ab. Im Mai hatte bereits eineAnalyse der Allianz Trade vor Verlusten von 112,5 Milliarden Euro bis 2030 für die deutsche Wirtschaft gewarnt.
Zum Weiterlesen: Frankfurter Rundschau [1], t-online [2], Bundesministerium für Arbeit und Soziales [3], tagesschau [4], taz [5]
[1]: https://www.fr.de/wirtschaft/hitze-am-arbeitsplatz-milliardenverluste-durch-klimawandel-94364416.html
[2]: https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/id_101315748/waldversicherung-gothaer-stoppt-neugeschaeft-und-verlaengert-vertraege-nicht.html
[3]: https://www.arbeit-sicher-und-gesund.de/themen/klimawandel/aus-der-debatte/klimabedingte-risiken-fuer-die-arbeitswelt
[4]: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/hitze-wirtschaft-kosten-klimawandel-100.html
[5]: https://taz.de/Hitzewelle-in-Deutschland/!6188436/
2) Ohne Klimawandel wäre diese Hitzewelle praktisch unmöglich
Warum ist die aktuelle Hitzewelle so extrem? Eine neue Analyse der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution liefert eine klare Antwort: Der menschengemachte Klimawandel ist dafür verantwortlich.
Die Forschenden kommen zu dem Ergebnis, dass eine vergleichbare Hitzewelle Ende Juni vor rund 50 Jahren praktisch unmöglich gewesen wäre. Untersucht wurden 854 Städte aus 30 europäischen Ländern. Die Tagestemperaturen wären im Jahr 1976 etwa 3,5 Grad niedriger, die Nächte sogar 2,4 Grad kühler gewesen. Besonders gefährlich sind gerade diese warmen Nächte, weil sich der Körper kaum noch erholen kann.
Friederike Otto beschreibt es so: „Ja, das ist der Klimawandel; ja, wir sind die Ursache; nein, es liegt nicht an El Niño; ja, wir haben die Lösungen; nein, wir setzen sie nicht schnell genug um."
Zum Weiterlesen: ZDFheute [1], taz [2], tagesschau [3]
[1]: https://www.zdfheute.de/wissen/klimawandel-hitzewelle-europa-juni-100.html
[2]: https://taz.de/Studie-zur-extremen-Hitze/!6190981/
[3]: https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-hitze-sonntag-100.html
3) Batteriespeicher boomen wie nie zuvor
In Deutschland wurden von Januar bis Mai 3,4 GWh und damit 70 Prozent mehr Batteriespeicher installiert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein GWh entspricht etwa dem täglichen Haushaltsstromverbrauch von 300.000 Menschen in Deutschland. Besonders stark wächst der Ausbau großer Batteriespeicher. Ihre Kapazität hat sich im Vergleich zum Vorjahr sogar vervierfacht.
Diese Speicher gelten als eines der wichtigsten Puzzleteile der Energiewende. Sie speichern überschüssigen Strom aus Wind und Sonne und geben ihn wieder ab, wenn gerade wenig erneuerbare Energie erzeugt wird. Dadurch werden Stromnetze stabiler und neue Solar- und Windparks wirtschaftlicher.
Der Bundesverband Solarwirtschaft warnt allerdings, dass der Boom durch langsame Netzanschlüsse und Bürokratie ausgebremst werden könnte. Der aktuelle politische Kurs gefährde tausende Jobs in der Erneuerbaren Branche.
Zum Weiterlesen: BR [1], Zeit [2], Bundesverband Solarwirtschaft [3], Zeit [4]
[1]: https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/batterie-speicherboom-solarverband-warnt-vor-buerokratiebremse,VNFc8HP
[2]: https://www.zeit.de/wissenschaft/umwelt/2026-06/batteriespeicher-deutschland-grossspeicher-photovoltaik-bsw-solar-gxe
[3]: https://www.solarwirtschaft.de/2026/06/22/batteriespeicher-wachsen-rasant-ausbau-bis-2029-dennoch-unsicher-3/
[4]: https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-06/beschaeftigung-erneuerbare-energien-deutschland-arbeitsplaetze-bertelsmann-stiftung-gxe
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Als Quelle für diese Version von Klimahochdrei habe ich folgende Auswahl an Online-Medien verwendet: Frankfurter Rundschau, t-online, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, tagesschau, taz, ZDFheute, BR, Zeit, und Bundesverband Solarwirtschaft.
Dieser Newsletter steht unter der Creative Commons Lizenz: CC-BY
Impressum: https://klimahochdrei.de/impressum-datenschutzerklaerung.html
Warum ist die aktuelle Hitzewelle so extrem? Eine neue Analyse der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution liefert eine klare Antwort: Der menschengemachte Klimawandel ist dafür verantwortlich.
Die Forschenden kommen zu dem Ergebnis, dass eine vergleichbare Hitzewelle Ende Juni vor rund 50 Jahren praktisch unmöglich gewesen wäre. Untersucht wurden 854 Städte aus 30 europäischen Ländern. Die Tagestemperaturen wären im Jahr 1976 etwa 3,5 Grad niedriger, die Nächte sogar 2,4 Grad kühler gewesen. Besonders gefährlich sind gerade diese warmen Nächte, weil sich der Körper kaum noch erholen kann.
Friederike Otto beschreibt es so: „Ja, das ist der Klimawandel; ja, wir sind die Ursache; nein, es liegt nicht an El Niño; ja, wir haben die Lösungen; nein, wir setzen sie nicht schnell genug um."
Zum Weiterlesen: ZDFheute [1], taz [2], tagesschau [3]
[1]: https://www.zdfheute.de/wissen/klimawandel-hitzewelle-europa-juni-100.html
[2]: https://taz.de/Studie-zur-extremen-Hitze/!6190981/
[3]: https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-hitze-sonntag-100.html
3) Batteriespeicher boomen wie nie zuvor
In Deutschland wurden von Januar bis Mai 3,4 GWh und damit 70 Prozent mehr Batteriespeicher installiert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein GWh entspricht etwa dem täglichen Haushaltsstromverbrauch von 300.000 Menschen in Deutschland. Besonders stark wächst der Ausbau großer Batteriespeicher. Ihre Kapazität hat sich im Vergleich zum Vorjahr sogar vervierfacht.
Diese Speicher gelten als eines der wichtigsten Puzzleteile der Energiewende. Sie speichern überschüssigen Strom aus Wind und Sonne und geben ihn wieder ab, wenn gerade wenig erneuerbare Energie erzeugt wird. Dadurch werden Stromnetze stabiler und neue Solar- und Windparks wirtschaftlicher.
Der Bundesverband Solarwirtschaft warnt allerdings, dass der Boom durch langsame Netzanschlüsse und Bürokratie ausgebremst werden könnte. Der aktuelle politische Kurs gefährde tausende Jobs in der Erneuerbaren Branche.
Zum Weiterlesen: BR [1], Zeit [2], Bundesverband Solarwirtschaft [3], Zeit [4]
[1]: https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/batterie-speicherboom-solarverband-warnt-vor-buerokratiebremse,VNFc8HP
[2]: https://www.zeit.de/wissenschaft/umwelt/2026-06/batteriespeicher-deutschland-grossspeicher-photovoltaik-bsw-solar-gxe
[3]: https://www.solarwirtschaft.de/2026/06/22/batteriespeicher-wachsen-rasant-ausbau-bis-2029-dennoch-unsicher-3/
[4]: https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-06/beschaeftigung-erneuerbare-energien-deutschland-arbeitsplaetze-bertelsmann-stiftung-gxe
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Klimahochdrei
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30. Juni - 6. Juli 2026
Hallo zusammen,
diese Woche geht es um das Phänomen der pluralistischen Ignoranz und die Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen, um neue Zahlen zum Energieverbrauch sowie zum Wachstum fossiler und Erneuerbarer Energien. Außerdem geht es um den geplanten Abbau des Informationsfreiheitsgesetzes, von dem auch unsere Arbeit für diesen Newsletter profitiert. Deshalb findet ihr dazu bereits hier eine Petition: https://weact.campact.de/petitions/spd-stoppt-den-frontalangriff-auf-die-informationsfreiheit
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Tobias und Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Die Zustimmung zu Klimaschutz ist viel größer als gedacht
Mehrere neue Umfragen zeigen, dass ambitionierter Klimaschutz in der Bevölkerung deutlich mehr Rückhalt genießt als oft angenommen. EineStudie mit rund 1.600 deutschen Politiker*innen und einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe von 2.000 Personen zeigt: Politiker*innen unterschätzen parteiübergreifend die Zustimmung zu wirksamen Klimamaßnahmen deutlich. So glaubten sie, nur 18 Prozent der Deutschen wären bereit, ein Prozent ihres Einkommens für Klimaschutz beizutragen. Tatsächlich waren es 48 Prozent. Auch die Bevölkerung selbst unterschätzte die Unterstützung, wenn auch weniger stark.
Die Forschenden führen das auf das psychologische Phänomen der pluralistischen Ignoranz zurück: Viele Menschen glauben fälschlicherweise, mit ihrer Meinung in der Minderheit zu sein, und äußern sie deshalb seltener. Dadurch erscheint Klimaschutz unpopulärer, als er tatsächlich ist. Die Studie legt deshalb nahe, dass wirksamer Klimaschutz oft nicht an mangelnder Zustimmung, sondern an der falschen Wahrnehmung dieser Zustimmung scheitert.
Auch andere aktuelle Umfragen zeigen weiterhin eine breite Unterstützung: Neun von zehn Deutschen wollen mehr Investitionen inHitzeschutz, zwei Drittel der Befragten machen sich große oder sehr große Sorgen, dass der Klimawandel die Lebensgrundlagen zerstört und eine Mehrheit spricht sich dafür aus, dass Unternehmen für ihreCO2-Emissionen zahlen sollen.
Zum Weiterlesen: Ruhr Universität Bochum [1], Tagesschau [2], Zeit [3], Zeit [4], taz [5], SWR [6]
[1]: https://news.rub.de/presseinformationen/wissenschaft/2026-06-23-studie-deutsche-politiker-unterschaetzen-die-unterstuetzung-fuer-klimaschutz
[2]: https://www.tagesschau.de/wissen/klima/politiker-klimaschutz-bevoelkerung-100.html
[3]: https://www.zeit.de/wissenschaft/2026-06/wilhelm-hofmann-politiker-deutsche-bevoelkerung-sozialpsychologie/seite-2
[4]: https://www.zeit.de/news/2026-07/02/grosse-mehrheit-fordert-investitionen-in-hitzeschutz
[5]: https://taz.de/Mehrheit-der-Deutschen-will-dass-die-Industrie-fuer-Klimaverschmutzung-zahlt/!6192362/
[6]: https://www.swr.de/swrkultur/wissen/umweltnews/studie-politiker-unterschaetzen-die-bereitschaft-der-deutschen-fuer-mehr-klimaschutz-100.html
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30. Juni - 6. Juli 2026
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diese Woche geht es um das Phänomen der pluralistischen Ignoranz und die Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen, um neue Zahlen zum Energieverbrauch sowie zum Wachstum fossiler und Erneuerbarer Energien. Außerdem geht es um den geplanten Abbau des Informationsfreiheitsgesetzes, von dem auch unsere Arbeit für diesen Newsletter profitiert. Deshalb findet ihr dazu bereits hier eine Petition: https://weact.campact.de/petitions/spd-stoppt-den-frontalangriff-auf-die-informationsfreiheit
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Die Zustimmung zu Klimaschutz ist viel größer als gedacht
Mehrere neue Umfragen zeigen, dass ambitionierter Klimaschutz in der Bevölkerung deutlich mehr Rückhalt genießt als oft angenommen. EineStudie mit rund 1.600 deutschen Politiker*innen und einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe von 2.000 Personen zeigt: Politiker*innen unterschätzen parteiübergreifend die Zustimmung zu wirksamen Klimamaßnahmen deutlich. So glaubten sie, nur 18 Prozent der Deutschen wären bereit, ein Prozent ihres Einkommens für Klimaschutz beizutragen. Tatsächlich waren es 48 Prozent. Auch die Bevölkerung selbst unterschätzte die Unterstützung, wenn auch weniger stark.
Die Forschenden führen das auf das psychologische Phänomen der pluralistischen Ignoranz zurück: Viele Menschen glauben fälschlicherweise, mit ihrer Meinung in der Minderheit zu sein, und äußern sie deshalb seltener. Dadurch erscheint Klimaschutz unpopulärer, als er tatsächlich ist. Die Studie legt deshalb nahe, dass wirksamer Klimaschutz oft nicht an mangelnder Zustimmung, sondern an der falschen Wahrnehmung dieser Zustimmung scheitert.
Auch andere aktuelle Umfragen zeigen weiterhin eine breite Unterstützung: Neun von zehn Deutschen wollen mehr Investitionen inHitzeschutz, zwei Drittel der Befragten machen sich große oder sehr große Sorgen, dass der Klimawandel die Lebensgrundlagen zerstört und eine Mehrheit spricht sich dafür aus, dass Unternehmen für ihreCO2-Emissionen zahlen sollen.
Zum Weiterlesen: Ruhr Universität Bochum [1], Tagesschau [2], Zeit [3], Zeit [4], taz [5], SWR [6]
[1]: https://news.rub.de/presseinformationen/wissenschaft/2026-06-23-studie-deutsche-politiker-unterschaetzen-die-unterstuetzung-fuer-klimaschutz
[2]: https://www.tagesschau.de/wissen/klima/politiker-klimaschutz-bevoelkerung-100.html
[3]: https://www.zeit.de/wissenschaft/2026-06/wilhelm-hofmann-politiker-deutsche-bevoelkerung-sozialpsychologie/seite-2
[4]: https://www.zeit.de/news/2026-07/02/grosse-mehrheit-fordert-investitionen-in-hitzeschutz
[5]: https://taz.de/Mehrheit-der-Deutschen-will-dass-die-Industrie-fuer-Klimaverschmutzung-zahlt/!6192362/
[6]: https://www.swr.de/swrkultur/wissen/umweltnews/studie-politiker-unterschaetzen-die-bereitschaft-der-deutschen-fuer-mehr-klimaschutz-100.html
2) Erneuerbare wachsen rasant, Fossile aber noch immer schneller
Die Welt hat 2025 so viel Energie verbraucht wie nie zuvor. Gleichzeitig wurden auch so viele Erneuerbare Energien ausgebaut wie noch nie. Trotzdem stiegen der Verbrauch von Kohle, Öl und Gas sowie die weltweiten CO2-Emissionen erneut auf Rekordwerte. Fossile Energien decken weiterhin 86 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und rund 60 Prozent des Nachfragewachstums. Das zeigt der seit 1952 erscheinende Statistical Review of World Energy.
Dennoch gibt es Hoffnung: Erneuerbare Energien wuchsen erstmals stärker als jede einzelne fossile Energiequelle. Mehr als ein Drittel des weltweit erzeugten Stroms stammt inzwischen aus erneuerbaren Quellen. Vor allem China und Indien treiben diesen Wandel voran. Zudem unterschätzt die Statistik den Beitrag der Erneuerbaren, weil sie den Primärenergieverbrauch betrachtet. Rechnet man Umwandlungs- und Abwärmeverluste fossiler Energien heraus und betrachtet stattdessen die Nutzenergie, sinkt ihr Anteil auf rund 72 Prozent.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], taz [2]
[1]: https://www.spiegel.de/wissenschaft/energiewende-die-menschheit-verbrennt-mehr-erdoel-erdgas-und-kohle-als-je-zuvor-aber-es-gibt-hoffnung-fuer-das-klima-a-2ac17f8c-f49f-4b32-9c9e-88101ac9f10a
[2]: https://taz.de/Bericht-zum-globalen-Energieverbrauch/!6191796/
3) Bundesregierung plant die faktische Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG)
In ihremReformpaket planen CDU und SPD unter Punkt 32 die de facto Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG). Das IFG ermöglicht es jeder Person, Zugang zu amtlichen Informationen von Bundesbehörden zu beantragen. FragDenStaat spricht vom schwersten Angriff auf staatliche Transparenz in der Geschichte der Bundesrepublik. Künftig sollen Anfragen nur noch mit einem „berechtigten Interesse“ möglich sein, Gebühren deutlich steigen und Organisationen wie FragDenStaat, die Deutsche Umwelthilfe oder Medien von Anfragen ausgeschlossen werden.
Warum berichten wir darüber im Klimanewsletter? Weil Transparenz und Informationsfreiheit keine Frage des Parteibuchs sind. Sie sind die Grundlage für eine offene Gesellschaft und unverzichtbar für journalistische Arbeit, auf der auch unser Newsletter basiert. Entsprechend sprechen sowohl der Deutsche Journalistenverband (DJV) als auch die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) von einer faktischen Abschaffung der Informationsfreiheit.
Das IFG hat in den vergangenen Jahren zahlreiche politische Affärenans Licht gebracht, darunter dieMaskenaffäre um Jens Spahn, aber auch für den Klima- und Umweltschutz ist das IFG von zentraler Bedeutung. Ohne Informationsfreiheit wären die Hintergründe der Stiftung Klima- und Umweltschutz MV (Nord Stream 2) kaum ans Licht gekommen, dieaktuelle Klage der Deutschen Umwelthilfe zu den Kontakten der Wirtschaftsministerin zur US-Gaslobby nicht möglich und und die Beteiligung von Bürger*innen an Umwelt- und Infrastrukturprojekten deutlich erschwert.
Wie du dich beteiligen kannst:
Petition unterschreiben:https://weact.campact.de/petitions/spd-stoppt-den-frontalangriff-auf-die-informationsfreiheit
Eure Bundestagsabgeordneten anschreiben (Textvorschlag von FragDenStaat):https://fragdenstaat.de/artikel/policy/2026/07/spd-und-union-planen-abschaffung-des-ifg/
Zum Weiterlesen: FragDenStaat [1], Greenpeace [2], netzpolitik.org [3], taz [4], LinkedIn [5]
[1]: https://fragdenstaat.de/artikel/policy/2026/07/spd-und-union-planen-abschaffung-des-ifg/
[2]: https://www.greenpeace.de/ueber-uns/investigative-recherche/massiver-schlag-gegen-transparenz-und-beteiligungsrechte
[3]: https://netzpolitik.org/2026/informationsfreiheit-schwarz-rot-plant-frontalangriff-auf-journalismus-und-transparenz/
[4]: https://taz.de/IFG-Reform-auf-Bundesebene/!6192998/
[5]: https://www.linkedin.com/posts/tobias-rosenberger-73035b217_am-wochenende-sind-tausende-gegen-die-afd-share-7479946819905495040-ZOAE/?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAADaw91QBaoDaffrT2y2IcNZb7yKFuKP_Rho
Die Welt hat 2025 so viel Energie verbraucht wie nie zuvor. Gleichzeitig wurden auch so viele Erneuerbare Energien ausgebaut wie noch nie. Trotzdem stiegen der Verbrauch von Kohle, Öl und Gas sowie die weltweiten CO2-Emissionen erneut auf Rekordwerte. Fossile Energien decken weiterhin 86 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und rund 60 Prozent des Nachfragewachstums. Das zeigt der seit 1952 erscheinende Statistical Review of World Energy.
Dennoch gibt es Hoffnung: Erneuerbare Energien wuchsen erstmals stärker als jede einzelne fossile Energiequelle. Mehr als ein Drittel des weltweit erzeugten Stroms stammt inzwischen aus erneuerbaren Quellen. Vor allem China und Indien treiben diesen Wandel voran. Zudem unterschätzt die Statistik den Beitrag der Erneuerbaren, weil sie den Primärenergieverbrauch betrachtet. Rechnet man Umwandlungs- und Abwärmeverluste fossiler Energien heraus und betrachtet stattdessen die Nutzenergie, sinkt ihr Anteil auf rund 72 Prozent.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], taz [2]
[1]: https://www.spiegel.de/wissenschaft/energiewende-die-menschheit-verbrennt-mehr-erdoel-erdgas-und-kohle-als-je-zuvor-aber-es-gibt-hoffnung-fuer-das-klima-a-2ac17f8c-f49f-4b32-9c9e-88101ac9f10a
[2]: https://taz.de/Bericht-zum-globalen-Energieverbrauch/!6191796/
3) Bundesregierung plant die faktische Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG)
In ihremReformpaket planen CDU und SPD unter Punkt 32 die de facto Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG). Das IFG ermöglicht es jeder Person, Zugang zu amtlichen Informationen von Bundesbehörden zu beantragen. FragDenStaat spricht vom schwersten Angriff auf staatliche Transparenz in der Geschichte der Bundesrepublik. Künftig sollen Anfragen nur noch mit einem „berechtigten Interesse“ möglich sein, Gebühren deutlich steigen und Organisationen wie FragDenStaat, die Deutsche Umwelthilfe oder Medien von Anfragen ausgeschlossen werden.
Warum berichten wir darüber im Klimanewsletter? Weil Transparenz und Informationsfreiheit keine Frage des Parteibuchs sind. Sie sind die Grundlage für eine offene Gesellschaft und unverzichtbar für journalistische Arbeit, auf der auch unser Newsletter basiert. Entsprechend sprechen sowohl der Deutsche Journalistenverband (DJV) als auch die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) von einer faktischen Abschaffung der Informationsfreiheit.
Das IFG hat in den vergangenen Jahren zahlreiche politische Affärenans Licht gebracht, darunter dieMaskenaffäre um Jens Spahn, aber auch für den Klima- und Umweltschutz ist das IFG von zentraler Bedeutung. Ohne Informationsfreiheit wären die Hintergründe der Stiftung Klima- und Umweltschutz MV (Nord Stream 2) kaum ans Licht gekommen, dieaktuelle Klage der Deutschen Umwelthilfe zu den Kontakten der Wirtschaftsministerin zur US-Gaslobby nicht möglich und und die Beteiligung von Bürger*innen an Umwelt- und Infrastrukturprojekten deutlich erschwert.
Wie du dich beteiligen kannst:
Petition unterschreiben:https://weact.campact.de/petitions/spd-stoppt-den-frontalangriff-auf-die-informationsfreiheit
Eure Bundestagsabgeordneten anschreiben (Textvorschlag von FragDenStaat):https://fragdenstaat.de/artikel/policy/2026/07/spd-und-union-planen-abschaffung-des-ifg/
Zum Weiterlesen: FragDenStaat [1], Greenpeace [2], netzpolitik.org [3], taz [4], LinkedIn [5]
[1]: https://fragdenstaat.de/artikel/policy/2026/07/spd-und-union-planen-abschaffung-des-ifg/
[2]: https://www.greenpeace.de/ueber-uns/investigative-recherche/massiver-schlag-gegen-transparenz-und-beteiligungsrechte
[3]: https://netzpolitik.org/2026/informationsfreiheit-schwarz-rot-plant-frontalangriff-auf-journalismus-und-transparenz/
[4]: https://taz.de/IFG-Reform-auf-Bundesebene/!6192998/
[5]: https://www.linkedin.com/posts/tobias-rosenberger-73035b217_am-wochenende-sind-tausende-gegen-die-afd-share-7479946819905495040-ZOAE/?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAADaw91QBaoDaffrT2y2IcNZb7yKFuKP_Rho
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7. Juli - 13. Juli 2026
Hallo zusammen,
diese Woche geht es hier um die vergangene Hitzewelle in Europa, neue Forderungen der Wirtschaft mit Bezug zur Klimaschutzgesetzgebung und eine neue Untersuchung des Tempolimits.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Jakob
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UNTERSTÜTZEN
Klimahochdrei lebt von eurem finanziellen Support. Einige Leser*innen unterstützen den Newsletter regelmäßig. Vielen Dank dafür! Ich bezahle davon eine Lektorin, die Webseite und hin und wieder einen Kaffee.
Hier geht’s zum freiwilligen Bezahlabo: https://klimahochdrei.de/klimahochdrei-abonnieren.html
Alternativ sind auch einzelne Spenden via PayPal möglich: https://www.paypal.me/klimahochdrei
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Hitzewelle in Europa: Mehr als 10.000 zusätzliche Todesfälle
Die Hitzewelle in Westeuropa Ende Juni hat laut dem von ECDC und WHO unterstützten Netzwerk EuroMOMO zu mehr als 10.000 zusätzlichen Todesfällen geführt, davon über 9.000 bei Menschen über 65 Jahren. Besonders betroffen waren Frankreich und Belgien, die als einzige Länder eine „sehr hohe Übersterblichkeit" verzeichneten. Lasse Vestergaard vom dänischen Statens Serum Institut bezeichnete den Anstieg als ungewöhnlich für die Jahreszeit und sah keine plausible Erklärung außer der extremen Hitze. Wissenschaftler*innen hatten die Hitzewelle zuvor als ohne menschengemachten Klimawandel „praktisch unmöglich" eingeordnet. Eine separate Studie des Imperial College London kam zu dem Ergebnis, dass allein in England und Wales 2.700 Menschen an hitzebedingten Ursachen starben – 42 Prozent davon direkt auf die globale Erwärmung zurückzuführen. Die Daten stammen aus den nationalen Sterbestatistiken von 27 europäischen Ländern für die Woche vom 22. bis 28. Juni.
Zum Weiterlesen: FAZ [1], Zeit [2]
[1]: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/hitzewelle-in-europa-mehr-als-10-000-zusaetzliche-todesfaelle-accg-201023769.html
[2]: https://www.zeit.de/gesundheit/2026-07/hitzewelle-westeuropa-uebersterblichkeit-klimawandel-euromomo-gxe
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7. Juli - 13. Juli 2026
Hallo zusammen,
diese Woche geht es hier um die vergangene Hitzewelle in Europa, neue Forderungen der Wirtschaft mit Bezug zur Klimaschutzgesetzgebung und eine neue Untersuchung des Tempolimits.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Hitzewelle in Europa: Mehr als 10.000 zusätzliche Todesfälle
Die Hitzewelle in Westeuropa Ende Juni hat laut dem von ECDC und WHO unterstützten Netzwerk EuroMOMO zu mehr als 10.000 zusätzlichen Todesfällen geführt, davon über 9.000 bei Menschen über 65 Jahren. Besonders betroffen waren Frankreich und Belgien, die als einzige Länder eine „sehr hohe Übersterblichkeit" verzeichneten. Lasse Vestergaard vom dänischen Statens Serum Institut bezeichnete den Anstieg als ungewöhnlich für die Jahreszeit und sah keine plausible Erklärung außer der extremen Hitze. Wissenschaftler*innen hatten die Hitzewelle zuvor als ohne menschengemachten Klimawandel „praktisch unmöglich" eingeordnet. Eine separate Studie des Imperial College London kam zu dem Ergebnis, dass allein in England und Wales 2.700 Menschen an hitzebedingten Ursachen starben – 42 Prozent davon direkt auf die globale Erwärmung zurückzuführen. Die Daten stammen aus den nationalen Sterbestatistiken von 27 europäischen Ländern für die Woche vom 22. bis 28. Juni.
Zum Weiterlesen: FAZ [1], Zeit [2]
[1]: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/hitzewelle-in-europa-mehr-als-10-000-zusaetzliche-todesfaelle-accg-201023769.html
[2]: https://www.zeit.de/gesundheit/2026-07/hitzewelle-westeuropa-uebersterblichkeit-klimawandel-euromomo-gxe
2) Wirtschaft und Politik fordern Verschiebung der Klimaneutralität auf 2050
Vertreter*innen aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik fordern, das deutsche Klimaneutralitätsziel von 2045 auf das europäische Zieljahr 2050 zu verschieben. IGBCE-Chef Michael Vassiliadis und RWE-Vorstandsvorsitzender Markus Krebber argumentieren, der deutsche Sonderweg verteuere den Industriestandort, ohne dem Klima zu nützen, da eingesparte Emissionen andernorts in der EU lediglich verlagert würden. Auch IW-Chef Michael Hüther und Gitta Connemann (CDU-Mittelstandsvereinigung MIT) sprachen sich für eine längere Frist aus. Die IGBCE fordert zudem, das jährliche Reduzieren der CO2-Emissionsberechtigungen zeitlich zu strecken. Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD hält bislang am Zieldatum 2045 fest. Deutschland hat sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 1990 zu senken, bis 2040 um mindestens 88 Prozent. Im vergangenen Jahr lag die Reduktion bei 48 Prozent.
Zum Weiterlesen: Tagesschau [1], FR [2]
[1]: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/wirtschaft-klimaziele-100.html
[2]: https://www.fr.de/wirtschaft/rwe-chef-fordert-verschiebung-des-klimaziels-auf-2050-zr-94392715.html
3) Tempolimit könnte jährlich bis zu 90 Menschenleben retten
Ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen könnte laut einer Untersuchung des Unfallforschers Siegfried Brockmann (Björn Steiger Stiftung) die Zahl der Verkehrstoten um 25 bis 30 Prozent senken – rechnerisch 70 bis 90 Menschen pro Jahr. 2025 starben 292 Menschen auf deutschen Autobahnen. Deutschland ist eines der wenigen Länder ohne generelles Tempolimit; Brockmann fordert nun einen einjährigen Testlauf oder Versuchsstrecken, wofür die Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums nötig wäre. Auch der ADAC unterstützt weitere Forschung zu Sicherheits- und Klimaeffekten. Laut Umweltbundesamt ließen sich mit einem Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen und 80 km/h außerorts 2,7 Prozent der Emissionen des Straßenverkehrs einsparen. Ein Ausweichen auf Landstraßen oder zusätzliche Staus werden laut der Untersuchung nicht erwartet, dafür könnten unfallbedingte Sperrungen seltener werden.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], Tagesspiegel [2]
[1]: https://www.spiegel.de/mobilitaet/auto/autobahnen-ein-tempolimit-wuerde-jedes-jahr-90-menschen-das-leben-retten-a-ba370e4d-acf5-4c76-a8a9-0c7e38484d6a
[2]: https://www.tagesspiegel.de/wissen/verkehr-studie-bis-zu-90-unfalltote-weniger-bei-tempolimit-15830866.html
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Als Quelle für diese Version von Klimahochdrei habe ich folgende Auswahl an Online-Medien verwendet: FAZ, Zeit, Tagesschau, FR, Spiegel, und Tagesspiegel.
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Vertreter*innen aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik fordern, das deutsche Klimaneutralitätsziel von 2045 auf das europäische Zieljahr 2050 zu verschieben. IGBCE-Chef Michael Vassiliadis und RWE-Vorstandsvorsitzender Markus Krebber argumentieren, der deutsche Sonderweg verteuere den Industriestandort, ohne dem Klima zu nützen, da eingesparte Emissionen andernorts in der EU lediglich verlagert würden. Auch IW-Chef Michael Hüther und Gitta Connemann (CDU-Mittelstandsvereinigung MIT) sprachen sich für eine längere Frist aus. Die IGBCE fordert zudem, das jährliche Reduzieren der CO2-Emissionsberechtigungen zeitlich zu strecken. Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD hält bislang am Zieldatum 2045 fest. Deutschland hat sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 1990 zu senken, bis 2040 um mindestens 88 Prozent. Im vergangenen Jahr lag die Reduktion bei 48 Prozent.
Zum Weiterlesen: Tagesschau [1], FR [2]
[1]: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/wirtschaft-klimaziele-100.html
[2]: https://www.fr.de/wirtschaft/rwe-chef-fordert-verschiebung-des-klimaziels-auf-2050-zr-94392715.html
3) Tempolimit könnte jährlich bis zu 90 Menschenleben retten
Ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen könnte laut einer Untersuchung des Unfallforschers Siegfried Brockmann (Björn Steiger Stiftung) die Zahl der Verkehrstoten um 25 bis 30 Prozent senken – rechnerisch 70 bis 90 Menschen pro Jahr. 2025 starben 292 Menschen auf deutschen Autobahnen. Deutschland ist eines der wenigen Länder ohne generelles Tempolimit; Brockmann fordert nun einen einjährigen Testlauf oder Versuchsstrecken, wofür die Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums nötig wäre. Auch der ADAC unterstützt weitere Forschung zu Sicherheits- und Klimaeffekten. Laut Umweltbundesamt ließen sich mit einem Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen und 80 km/h außerorts 2,7 Prozent der Emissionen des Straßenverkehrs einsparen. Ein Ausweichen auf Landstraßen oder zusätzliche Staus werden laut der Untersuchung nicht erwartet, dafür könnten unfallbedingte Sperrungen seltener werden.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], Tagesspiegel [2]
[1]: https://www.spiegel.de/mobilitaet/auto/autobahnen-ein-tempolimit-wuerde-jedes-jahr-90-menschen-das-leben-retten-a-ba370e4d-acf5-4c76-a8a9-0c7e38484d6a
[2]: https://www.tagesspiegel.de/wissen/verkehr-studie-bis-zu-90-unfalltote-weniger-bei-tempolimit-15830866.html
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Klimahochdrei
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14. Juli - 20. Juli 2026
Hallo zusammen,
das Finale der Fußball-WM ist gespielt. Zeit für einen sportlichen Newsletter. Diese Woche geht es um die wohl klimaschädlichste Weltmeisterschaft der Geschichte, zunehmenden Wasserstress in Deutschland und die Folgen von Hitze für den Sport.
Mit dieser Ausgabe geht Klimahochdrei in die Sommerpause. Die nächste Ausgabe erscheint Mitte August.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Tobias und Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) WM 2026: Die klimaschädlichste Weltmeisterschaft der Geschichte
Die Fußball-WM 2026 ist vorbei. Sportlich sorgte das Turnier für Schlagzeilen, klimapolitisch ebenfalls. Laut einer Analyse der britischen Organisation Scientists for Global Responsibility 2025 verursacht die WM rund 9 Millionen Tonnen CO2 und damit fast doppelt so viele Emissionen wie die Weltmeisterschaften zwischen 2010 und 2022 im Durchschnitt. Hauptgrund sind die zahlreichen Flüge zwischen den Spielorten in den USA, Kanada und Mexiko.
Noch brisanter ist jedoch der Hauptsponsor der FIFA. Die Studie schätzt, dass die Partnerschaft mit dem saudischen Ölkonzern Saudi Aramco, indirekt weitere bis zu 30 Millionen Tonnen CO2 verursachen könnte, weil Werbung den Absatz fossiler Energien steigert. Damit hätte der Sponsor einen deutlich größeren Klimaeffekt als das Turnier selbst.
Dabei hatte die FIFA nach der als klimaneutral beworbenen WM in Katar eigentlich mehr Klimaschutz versprochen. Ein Gericht stufte diese Behauptung später jedoch als irreführend ein. Auch die ZDF-Dokumentation „Greenwashed? FIFA WM 2026. Grün ist hier nur der Rasen“ zeigt, wie groß die Lücke zwischen Nachhaltigkeitsversprechen und Realität weiterhin ist. Dass es besser geht, zeigte die EM 2024 in Deutschland mit regional gebündelten Spielorten, guter Bahnanbindung und einem Klimafonds für den Amateurfußball.
Zum Weiterlesen: SGR [1], Tagesschau [2], GEO [3], taz [4]
[1]: https://www.sgr.org.uk/publications/fifa-s-climate-blind-spot-men-s-world-cup-warming-world
[2]: https://www.tagesschau.de/wissen/klima/fussball-wm-klima-100.html
[3]: https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/die-fussball-wm-2026-verursacht-rekord-emissionen-37517940.html
[4]: https://taz.de/Klimabilanz-der-WM-Zu-heiss-Dann-trinkt-doch/!6196040/
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14. Juli - 20. Juli 2026
Hallo zusammen,
das Finale der Fußball-WM ist gespielt. Zeit für einen sportlichen Newsletter. Diese Woche geht es um die wohl klimaschädlichste Weltmeisterschaft der Geschichte, zunehmenden Wasserstress in Deutschland und die Folgen von Hitze für den Sport.
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) WM 2026: Die klimaschädlichste Weltmeisterschaft der Geschichte
Die Fußball-WM 2026 ist vorbei. Sportlich sorgte das Turnier für Schlagzeilen, klimapolitisch ebenfalls. Laut einer Analyse der britischen Organisation Scientists for Global Responsibility 2025 verursacht die WM rund 9 Millionen Tonnen CO2 und damit fast doppelt so viele Emissionen wie die Weltmeisterschaften zwischen 2010 und 2022 im Durchschnitt. Hauptgrund sind die zahlreichen Flüge zwischen den Spielorten in den USA, Kanada und Mexiko.
Noch brisanter ist jedoch der Hauptsponsor der FIFA. Die Studie schätzt, dass die Partnerschaft mit dem saudischen Ölkonzern Saudi Aramco, indirekt weitere bis zu 30 Millionen Tonnen CO2 verursachen könnte, weil Werbung den Absatz fossiler Energien steigert. Damit hätte der Sponsor einen deutlich größeren Klimaeffekt als das Turnier selbst.
Dabei hatte die FIFA nach der als klimaneutral beworbenen WM in Katar eigentlich mehr Klimaschutz versprochen. Ein Gericht stufte diese Behauptung später jedoch als irreführend ein. Auch die ZDF-Dokumentation „Greenwashed? FIFA WM 2026. Grün ist hier nur der Rasen“ zeigt, wie groß die Lücke zwischen Nachhaltigkeitsversprechen und Realität weiterhin ist. Dass es besser geht, zeigte die EM 2024 in Deutschland mit regional gebündelten Spielorten, guter Bahnanbindung und einem Klimafonds für den Amateurfußball.
Zum Weiterlesen: SGR [1], Tagesschau [2], GEO [3], taz [4]
[1]: https://www.sgr.org.uk/publications/fifa-s-climate-blind-spot-men-s-world-cup-warming-world
[2]: https://www.tagesschau.de/wissen/klima/fussball-wm-klima-100.html
[3]: https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/die-fussball-wm-2026-verursacht-rekord-emissionen-37517940.html
[4]: https://taz.de/Klimabilanz-der-WM-Zu-heiss-Dann-trinkt-doch/!6196040/
2) Wasserstress nimmt zu: Der Klimawandel wird zum Wasserproblem
Deutschland erlebt erneut einen trockenen Sommer. Auf der Oberelbe können bis voraussichtlich September keine Güterschiffe mehr fahren. München verbietet unter anderem das Befüllen privater Pools und das Rasensprengen. Gleichzeitig zeigt das neue Niedrigwasser-Informationssystem NIWIS, dass nur noch etwa jedes siebte Gewässer in Deutschland keinen Niedrigwasserzustand aufweist.
Die Entwicklung macht deutlich, dass Wasserknappheit längst keine Ausnahme mehr ist. Hitze und Trockenheit lassen Flüsse austrocknen, erschweren die Schifffahrt und belasten Ökosysteme. Renaturierte Flüsse und wiedervernässte Moore können helfen, Wasser länger in der Landschaft zu halten und Extremereignisse abzumildern.
Auffällig ist jedoch der politische Fokus: Während immer mehr Kommunen den Wasserverbrauch privater Haushalte einschränken, bleiben die größten Wasserverbraucher, vor allem Industrie und Kühlwasser für Energieerzeugung, weitgehend außen vor. Auch dabei kann die Energiewende helfen: Wind und Solar benötigen deutlich weniger Wasser als Kohle und Atomkraft.
Zum Weiterlesen: Correctiv [1], taz [2], Spiegel [3], taz [4], Destatis [5]
[1]: https://correctiv.org/aktuelles/kampf-um-wasser/2026/07/06/wasserverbote-fuer-buerger-industrie-pumpt-weiter/
[2]: https://taz.de/Folgen-der-Klimakrise/!6196185/
[3]: https://www.spiegel.de/wirtschaft/elbe-gueterschiffe-stehen-wegen-niedrigwasser-wohl-bis-september-still-a-aa5f623a-a062-4eec-827e-e8ce6c30dd84
[4]: https://taz.de/Niedersachsens-neue-Wasserstrategie/!6196206/
[5]: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/02/PD25_068_32311.html
3) Hitze macht uns unsportlicher und das kostet Leben
Der Klimawandel gefährdet nicht nur direkt Menschen durch Hitzewellen, sondern auch indirekt durch Bewegungsmangel. Eine Studie aus dem April zeigt, dass Menschen bei hohen Temperaturen weltweit seltener Sport treiben. Dafür werteten Forschende Sport und Temperaturdaten aus 156 Ländern im Zeitraum von 2000 bis 2022 aus. Bis 2050 könnte der Rückgang der Bewegung jährlich 470.000 bis 700.000 zusätzliche vorzeitige Todesfälle verursachen.
Besonders betroffen sind Menschen in ärmeren Ländern, weil klimatisierte Sportmöglichkeiten dort oft fehlen. Auch Frauen reduzieren ihre Bewegung bei Hitze stärker als Männer. In Deutschland treiben Menschen durchschnittlich 34 Minuten täglich Sport, rund 15 Millionen trainieren jede Woche im Freien. Mit zunehmender Hitze werden deshalb auch hier immer mehr Sporteinheiten erschwert oder fallen ganz aus. Im Fußball werden die Folgen ebenfalls sichtbar. Bereits ab 26 Grad steigt das Risiko für Leistungsabfall, Dehydrierung und Hitzeschläge deutlich.
Zum Weiterlesen: taz [1], taz [2]
[1]: https://taz.de/Sport-bei-Hitze/!6192770/
[2]: https://taz.de/Klimabilanz-der-WM-Zu-heiss-Dann-trinkt-doch/!6196040/
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Als Quelle für diese Version von Klimahochdrei habe ich folgende Auswahl an Online-Medien verwendet: SGR, Tagesschau, GEO, taz, Correctiv, Spiegel, und Destatis.
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Impressum: https://klimahochdrei.de/impressum-datenschutzerklaerung.html
Deutschland erlebt erneut einen trockenen Sommer. Auf der Oberelbe können bis voraussichtlich September keine Güterschiffe mehr fahren. München verbietet unter anderem das Befüllen privater Pools und das Rasensprengen. Gleichzeitig zeigt das neue Niedrigwasser-Informationssystem NIWIS, dass nur noch etwa jedes siebte Gewässer in Deutschland keinen Niedrigwasserzustand aufweist.
Die Entwicklung macht deutlich, dass Wasserknappheit längst keine Ausnahme mehr ist. Hitze und Trockenheit lassen Flüsse austrocknen, erschweren die Schifffahrt und belasten Ökosysteme. Renaturierte Flüsse und wiedervernässte Moore können helfen, Wasser länger in der Landschaft zu halten und Extremereignisse abzumildern.
Auffällig ist jedoch der politische Fokus: Während immer mehr Kommunen den Wasserverbrauch privater Haushalte einschränken, bleiben die größten Wasserverbraucher, vor allem Industrie und Kühlwasser für Energieerzeugung, weitgehend außen vor. Auch dabei kann die Energiewende helfen: Wind und Solar benötigen deutlich weniger Wasser als Kohle und Atomkraft.
Zum Weiterlesen: Correctiv [1], taz [2], Spiegel [3], taz [4], Destatis [5]
[1]: https://correctiv.org/aktuelles/kampf-um-wasser/2026/07/06/wasserverbote-fuer-buerger-industrie-pumpt-weiter/
[2]: https://taz.de/Folgen-der-Klimakrise/!6196185/
[3]: https://www.spiegel.de/wirtschaft/elbe-gueterschiffe-stehen-wegen-niedrigwasser-wohl-bis-september-still-a-aa5f623a-a062-4eec-827e-e8ce6c30dd84
[4]: https://taz.de/Niedersachsens-neue-Wasserstrategie/!6196206/
[5]: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/02/PD25_068_32311.html
3) Hitze macht uns unsportlicher und das kostet Leben
Der Klimawandel gefährdet nicht nur direkt Menschen durch Hitzewellen, sondern auch indirekt durch Bewegungsmangel. Eine Studie aus dem April zeigt, dass Menschen bei hohen Temperaturen weltweit seltener Sport treiben. Dafür werteten Forschende Sport und Temperaturdaten aus 156 Ländern im Zeitraum von 2000 bis 2022 aus. Bis 2050 könnte der Rückgang der Bewegung jährlich 470.000 bis 700.000 zusätzliche vorzeitige Todesfälle verursachen.
Besonders betroffen sind Menschen in ärmeren Ländern, weil klimatisierte Sportmöglichkeiten dort oft fehlen. Auch Frauen reduzieren ihre Bewegung bei Hitze stärker als Männer. In Deutschland treiben Menschen durchschnittlich 34 Minuten täglich Sport, rund 15 Millionen trainieren jede Woche im Freien. Mit zunehmender Hitze werden deshalb auch hier immer mehr Sporteinheiten erschwert oder fallen ganz aus. Im Fußball werden die Folgen ebenfalls sichtbar. Bereits ab 26 Grad steigt das Risiko für Leistungsabfall, Dehydrierung und Hitzeschläge deutlich.
Zum Weiterlesen: taz [1], taz [2]
[1]: https://taz.de/Sport-bei-Hitze/!6192770/
[2]: https://taz.de/Klimabilanz-der-WM-Zu-heiss-Dann-trinkt-doch/!6196040/
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Klimahochdrei
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25. August - 31. August 2026
Hallo zusammen,
Klimahochdrei ist zurück aus der Sommerpause: Deutschland blickt auf einen der heißesten Sommer der Messgeschichte zurück, die deutschen Versicherer rechnen trotz des Klimawandels vorerst mit moderaten Schäden durch Naturkatastrophen, und China überschreitet einen symbolischen Meilenstein beim Ausbau der Solarenergie.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Zweitwärmster Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen
Der Sommer 2026 war laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen, nur der Jahrhundertsommer 2003 fiel noch wärmer aus. Die Durchschnittstemperatur lag bei 19,6 Grad und damit 3,3 Grad über dem Referenzwert der Jahre 1961 bis 1990. Der DWD zählte im Schnitt rund 22 heiße Tage mit mindestens 30 Grad und fünf sehr heiße Tage über 35 Grad. Eine Attributionsstudie zur Hitzewelle Ende Juni kam zu dem Ergebnis, dass ein Ereignis dieses Ausmaßes ohne den menschengemachten Klimawandel statistisch nicht möglich gewesen wäre, so die Expert*innen des DWD. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts starben bis Mitte August rund 15.800 Menschen in Deutschland hitzebedingt, mehr als die Hälfte davon während der Extremhitze Ende Juni. Anhaltende Trockenheit führte zudem zu Waldbränden, etwa im Hürtgenwald in der Eifel und im belgischen Hohen Venn, sowie zu niedrigen Pegelständen am Rhein, die die Schifffahrt beeinträchtigten. Auch Österreich verzeichnete mit über 41 Grad den heißesten Sommer seiner 260-jährigen Messgeschichte.
Zum Weiterlesen: Tagesschau [1], Süddeutsche [2]
[1]: https://www.tagesschau.de/inland/dwd-sommer-bilanz-100.html
[2]: https://www.sueddeutsche.de/panorama/wetter-deutschland-sommer-hitze-wetter-klimawandel-dwd-li.3539636
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25. August - 31. August 2026
Hallo zusammen,
Klimahochdrei ist zurück aus der Sommerpause: Deutschland blickt auf einen der heißesten Sommer der Messgeschichte zurück, die deutschen Versicherer rechnen trotz des Klimawandels vorerst mit moderaten Schäden durch Naturkatastrophen, und China überschreitet einen symbolischen Meilenstein beim Ausbau der Solarenergie.
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1) Zweitwärmster Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen
Der Sommer 2026 war laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen, nur der Jahrhundertsommer 2003 fiel noch wärmer aus. Die Durchschnittstemperatur lag bei 19,6 Grad und damit 3,3 Grad über dem Referenzwert der Jahre 1961 bis 1990. Der DWD zählte im Schnitt rund 22 heiße Tage mit mindestens 30 Grad und fünf sehr heiße Tage über 35 Grad. Eine Attributionsstudie zur Hitzewelle Ende Juni kam zu dem Ergebnis, dass ein Ereignis dieses Ausmaßes ohne den menschengemachten Klimawandel statistisch nicht möglich gewesen wäre, so die Expert*innen des DWD. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts starben bis Mitte August rund 15.800 Menschen in Deutschland hitzebedingt, mehr als die Hälfte davon während der Extremhitze Ende Juni. Anhaltende Trockenheit führte zudem zu Waldbränden, etwa im Hürtgenwald in der Eifel und im belgischen Hohen Venn, sowie zu niedrigen Pegelständen am Rhein, die die Schifffahrt beeinträchtigten. Auch Österreich verzeichnete mit über 41 Grad den heißesten Sommer seiner 260-jährigen Messgeschichte.
Zum Weiterlesen: Tagesschau [1], Süddeutsche [2]
[1]: https://www.tagesschau.de/inland/dwd-sommer-bilanz-100.html
[2]: https://www.sueddeutsche.de/panorama/wetter-deutschland-sommer-hitze-wetter-klimawandel-dwd-li.3539636
2) Versicherer erwarten trotz Klimawandel niedrigere Schäden
Die deutschen Versicherer rechnen für 2026 mit unterdurchschnittlichen Schäden durch Naturkatastrophen. Im ersten Halbjahr verursachten Sturm, Hagel, Starkregen und Überschwemmungen laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Schäden von rund 950 Millionen Euro; für das Gesamtjahr geht der Verband von etwa zwei Milliarden Euro aus – über eine Milliarde weniger als im Durchschnitt, sofern bis Jahresende keine größeren Ereignisse hinzukommen. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen betonte, die niedrigen Schäden im ersten Halbjahr seien schlicht Glück gewesen und ließen keine Rückschlüsse auf ein Nachlassen des Klimawandels zu. Langfristig zeigen die Zahlen das Gegenteil: Im Zehn-Jahres-Durchschnitt verursachten Starkregen, Überschwemmung und Rückstau jährlich Schäden von 2,4 Milliarden Euro, verglichen mit rund 1,4 Milliarden Euro im Zeitraum 2000 bis 2009. Die Statistik erfasst nur versicherte Schäden; anders als bei Sturm und Hagel ist eine Absicherung gegen Überschwemmung und andere Elementarschäden nicht verpflichtend. Aktuell haben laut GDV 59 Prozent der Eigentümer*innen von Wohngebäuden in Deutschland eine entsprechende Absicherung.
Zum Weiterlesen: Zeit [1], Handelsblatt [2]
[1]: https://www.zeit.de/news/2026-09/01/versicher-erwarten-eher-niedrige-naturkatastrophenschaeden
[2]: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/sturm-hagel-ueberschwemmungen-versicherer-erwarten-eher-niedrige-naturkatastrophenschaeden/100250977.html
3) China: Solarenergie überholt erstmals Kohle bei installierter Leistung
China hat laut nationaler Energiebehörde erstmals mehr Stromerzeugungskapazität aus Solarenergie als aus Kohlekraftwerken installiert. Ende Juli lag die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen bei 1.286 Gigawatt, die von Kohlekraftwerken bei 1.285 Gigawatt. Laut chinesischem Staatsfernsehen entfielen damit 31,5 Prozent der gesamten installierten Stromerzeugungskapazität des Landes auf Solarenergie. China treibt den Ausbau seit Jahren gezielt voran, besonders im Westen und Nordwesten prägen große Photovoltaikanlagen mittlerweile ganze Landstriche. Peking verfolgt das Ziel, den CO2-Ausstoß ab 2030 zu senken und bis 2060 Klimaneutralität zu erreichen. Derzeit zählt China zu den größten CO2-Emittenten weltweit.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], Tagesspiegel [2]
[1]: https://www.spiegel.de/wirtschaft/china-erzeugt-erstmals-mehr-strom-durch-solarenergie-als-mit-kohlekraftwerken-a-ba46c67c-6506-48e2-a7db-7224d2893eb5
[2]: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/dpa-erneuerbare-energien-16003570.html
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Die deutschen Versicherer rechnen für 2026 mit unterdurchschnittlichen Schäden durch Naturkatastrophen. Im ersten Halbjahr verursachten Sturm, Hagel, Starkregen und Überschwemmungen laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Schäden von rund 950 Millionen Euro; für das Gesamtjahr geht der Verband von etwa zwei Milliarden Euro aus – über eine Milliarde weniger als im Durchschnitt, sofern bis Jahresende keine größeren Ereignisse hinzukommen. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen betonte, die niedrigen Schäden im ersten Halbjahr seien schlicht Glück gewesen und ließen keine Rückschlüsse auf ein Nachlassen des Klimawandels zu. Langfristig zeigen die Zahlen das Gegenteil: Im Zehn-Jahres-Durchschnitt verursachten Starkregen, Überschwemmung und Rückstau jährlich Schäden von 2,4 Milliarden Euro, verglichen mit rund 1,4 Milliarden Euro im Zeitraum 2000 bis 2009. Die Statistik erfasst nur versicherte Schäden; anders als bei Sturm und Hagel ist eine Absicherung gegen Überschwemmung und andere Elementarschäden nicht verpflichtend. Aktuell haben laut GDV 59 Prozent der Eigentümer*innen von Wohngebäuden in Deutschland eine entsprechende Absicherung.
Zum Weiterlesen: Zeit [1], Handelsblatt [2]
[1]: https://www.zeit.de/news/2026-09/01/versicher-erwarten-eher-niedrige-naturkatastrophenschaeden
[2]: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/sturm-hagel-ueberschwemmungen-versicherer-erwarten-eher-niedrige-naturkatastrophenschaeden/100250977.html
3) China: Solarenergie überholt erstmals Kohle bei installierter Leistung
China hat laut nationaler Energiebehörde erstmals mehr Stromerzeugungskapazität aus Solarenergie als aus Kohlekraftwerken installiert. Ende Juli lag die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen bei 1.286 Gigawatt, die von Kohlekraftwerken bei 1.285 Gigawatt. Laut chinesischem Staatsfernsehen entfielen damit 31,5 Prozent der gesamten installierten Stromerzeugungskapazität des Landes auf Solarenergie. China treibt den Ausbau seit Jahren gezielt voran, besonders im Westen und Nordwesten prägen große Photovoltaikanlagen mittlerweile ganze Landstriche. Peking verfolgt das Ziel, den CO2-Ausstoß ab 2030 zu senken und bis 2060 Klimaneutralität zu erreichen. Derzeit zählt China zu den größten CO2-Emittenten weltweit.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], Tagesspiegel [2]
[1]: https://www.spiegel.de/wirtschaft/china-erzeugt-erstmals-mehr-strom-durch-solarenergie-als-mit-kohlekraftwerken-a-ba46c67c-6506-48e2-a7db-7224d2893eb5
[2]: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/dpa-erneuerbare-energien-16003570.html
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Als Quelle für diese Version von Klimahochdrei habe ich folgende Auswahl an Online-Medien verwendet: Tagesschau, Süddeutsche, Zeit, Handelsblatt, Spiegel, und Tagesspiegel.
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Klimahochdrei
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1. September - 7. September 2026
Hallo zusammen,
diese Woche bei Klimahochdrei: Erneuerbare Energien erreichen in Deutschland einen neuen Rekordanteil am Strommix. Forscher\*innen warnen vor einer anhaltenden Verschärfung des Wasserdefizits in Deutschland und Europa. Verbände und Wissenschaftler\*innen fordern Korrekturen am Klima- und Transformationsfonds, um die Finanzierung der Energiewende nicht zu gefährden.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
## 1) Energiewende: Erneuerbare erreichen Rekordanteil
Der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromerzeugung ist im ersten Halbjahr 2026 auf ein Rekordhoch gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lieferten Windkraft, Sonne und Biogas 59,1 Prozent des ins Netz eingespeisten Stroms, 1,1 Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Einspeisung aus erneuerbaren Quellen wuchs um 6,5 Prozent auf 136,4 Milliarden Kilowattstunden.
- Wichtigster Energieträger blieb die Windkraft mit einem Anteil von 29,4 Prozent, ihr Zuwachs von 12,3 Prozent ist jedoch teilweise dem schwachen Vorjahr geschuldet.
- Die Photovoltaik legte um 3,5 Prozent auf einen Anteil von 17,8 Prozent zu.
- Die Kohleverstromung ging leicht zurück, bleibt mit 21,4 Prozent aber weiterhin zweitwichtigste Stromquelle.
Auch beim Stromhandel zeigt sich ein Wandel: Der Importüberschuss schrumpfte von 8,3 auf 0,6 Milliarden Kilowattstunden, da Deutschland deutlich mehr Strom exportierte als noch vor einem Jahr. Insgesamt wurden 230,6 Milliarden Kilowattstunden erzeugt, 4,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], Zeit [2]
[1]: https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/energiewende-anteil-erneuerbarer-energien-an-deutscher-stromerzeugung-auf-rekordhoch-a-7c155ef0-083a-453d-8a77-c0537b8242ab
[2]: https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-09/erneuerbare-energien-stromproduktion-deutschland-anteil-gxe
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1. September - 7. September 2026
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## 1) Energiewende: Erneuerbare erreichen Rekordanteil
Der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromerzeugung ist im ersten Halbjahr 2026 auf ein Rekordhoch gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lieferten Windkraft, Sonne und Biogas 59,1 Prozent des ins Netz eingespeisten Stroms, 1,1 Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Einspeisung aus erneuerbaren Quellen wuchs um 6,5 Prozent auf 136,4 Milliarden Kilowattstunden.
- Wichtigster Energieträger blieb die Windkraft mit einem Anteil von 29,4 Prozent, ihr Zuwachs von 12,3 Prozent ist jedoch teilweise dem schwachen Vorjahr geschuldet.
- Die Photovoltaik legte um 3,5 Prozent auf einen Anteil von 17,8 Prozent zu.
- Die Kohleverstromung ging leicht zurück, bleibt mit 21,4 Prozent aber weiterhin zweitwichtigste Stromquelle.
Auch beim Stromhandel zeigt sich ein Wandel: Der Importüberschuss schrumpfte von 8,3 auf 0,6 Milliarden Kilowattstunden, da Deutschland deutlich mehr Strom exportierte als noch vor einem Jahr. Insgesamt wurden 230,6 Milliarden Kilowattstunden erzeugt, 4,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], Zeit [2]
[1]: https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/energiewende-anteil-erneuerbarer-energien-an-deutscher-stromerzeugung-auf-rekordhoch-a-7c155ef0-083a-453d-8a77-c0537b8242ab
[2]: https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-09/erneuerbare-energien-stromproduktion-deutschland-anteil-gxe
## 2) Wasserspeicher in Deutschland und Europa weiter unter Druck
Das Wasserdefizit in Deutschland und Europa hat sich laut aktuellen Untersuchungen des Potsdamer Helmholtz-Zentrums für Geoforschung (GFZ), der Nasa und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in den vergangenen Monaten weiter verschärft. Ein GFZ-Sprecher äußerte die Befürchtung, dass sich der Wasserspeicher bis Jahresende nicht erholen werde, selbst wenn im Herbst überdurchschnittlich viel Regen fiele. Die Forschenden werten dafür den Gesamtwassergehalt auf und unter der Erdoberfläche aus. Laut Annette Eicker, Leiterin der Sektion Globales Geomonitoring und Schwerefeld am GFZ, sind die Bedingungen seit 2015 zunehmend trockener als in den 15 Jahren zuvor; das regenreiche Jahr 2024 brachte nur eine vorübergehende Erholung. Der Rückgang der Grundwasserspeicherung gilt als Hauptursache für die langfristige Entwicklung. Die aktuellen Daten reichen bis Juni und bilden den diesjährigen Hitzesommer noch nicht ab; dessen Folgen dürften sich erst in den Daten der kommenden Monate zeigen. Ursache ist laut GFZ nicht ein Rückgang der Niederschlagsmengen, sondern eine steigende Verdunstung infolge höherer Lufttemperaturen.
Zum Weiterlesen: Tagesspiegel [1], FrankfurterRundschau [2]
[1]: https://www.tagesspiegel.de/wissen/dpa-grund-und-oberflachenwasser-16020661.html
[2]: https://www.fr.de/wissen/trocknet-deutschland-aus-grundwasser-nimmt-deutlich-ab-zr-94474746.html
## 3) Kritik an Kürzungen im Klima- und Transformationsfonds
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat seinen Haushaltsentwurf für 2027 und die Finanzplanung bis 2030 vorgestellt, dafür hagelt es Kritik von Grünen, Linken sowie Umwelt- und Entwicklungsorganisationen. Grünen-Abgeordnete Claudia Müller wirft der Regierung vor, die Mittel für den Kampf gegen die Erderwärmung zu kürzen. Im Zentrum der Kritik steht die geplante Umschichtung von 2,7 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) in den regulären Haushalt; laut einer Analyse des Thinktanks Zukunft Klimasozial entsteht dadurch eine Finanzierungslücke von 7,8 Milliarden Euro. Thinktank-Chefin Brigitte Knopf kritisiert, ein Großteil der KTF-Mittel fließe in Energiekostenentlastungen für die Industrie statt in Investitionen. Zusätzlich soll der Etat für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung um knapp 6 Prozent auf 9,47 Milliarden Euro sinken, wovon auch internationale Klimahilfen betroffen sind. Ob Deutschland sein 2021 gegebenes Versprechen einhält, die Klimahilfen für den Globalen Süden bis 2025 auf 6 Milliarden Euro jährlich anzuheben, ließ das Entwicklungsministerium offen. Linken-Politikerin Charlotte Neuhäuser und Oxfam-Vertreter Jan Kowalzig werfen der Regierung vor, das Versprechen zu brechen.
Zum Weiterlesen: FrankfurterRundschau [1], taz [2]
[1]: https://www.fr.de/politik/klimafonds-milliarden-sollen-in-den-bundeshaushalt-fliessen-94482459.html
[2]: https://taz.de/Bundeshaushalt-fuer-2027/!6211410/
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Das Wasserdefizit in Deutschland und Europa hat sich laut aktuellen Untersuchungen des Potsdamer Helmholtz-Zentrums für Geoforschung (GFZ), der Nasa und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in den vergangenen Monaten weiter verschärft. Ein GFZ-Sprecher äußerte die Befürchtung, dass sich der Wasserspeicher bis Jahresende nicht erholen werde, selbst wenn im Herbst überdurchschnittlich viel Regen fiele. Die Forschenden werten dafür den Gesamtwassergehalt auf und unter der Erdoberfläche aus. Laut Annette Eicker, Leiterin der Sektion Globales Geomonitoring und Schwerefeld am GFZ, sind die Bedingungen seit 2015 zunehmend trockener als in den 15 Jahren zuvor; das regenreiche Jahr 2024 brachte nur eine vorübergehende Erholung. Der Rückgang der Grundwasserspeicherung gilt als Hauptursache für die langfristige Entwicklung. Die aktuellen Daten reichen bis Juni und bilden den diesjährigen Hitzesommer noch nicht ab; dessen Folgen dürften sich erst in den Daten der kommenden Monate zeigen. Ursache ist laut GFZ nicht ein Rückgang der Niederschlagsmengen, sondern eine steigende Verdunstung infolge höherer Lufttemperaturen.
Zum Weiterlesen: Tagesspiegel [1], FrankfurterRundschau [2]
[1]: https://www.tagesspiegel.de/wissen/dpa-grund-und-oberflachenwasser-16020661.html
[2]: https://www.fr.de/wissen/trocknet-deutschland-aus-grundwasser-nimmt-deutlich-ab-zr-94474746.html
## 3) Kritik an Kürzungen im Klima- und Transformationsfonds
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat seinen Haushaltsentwurf für 2027 und die Finanzplanung bis 2030 vorgestellt, dafür hagelt es Kritik von Grünen, Linken sowie Umwelt- und Entwicklungsorganisationen. Grünen-Abgeordnete Claudia Müller wirft der Regierung vor, die Mittel für den Kampf gegen die Erderwärmung zu kürzen. Im Zentrum der Kritik steht die geplante Umschichtung von 2,7 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) in den regulären Haushalt; laut einer Analyse des Thinktanks Zukunft Klimasozial entsteht dadurch eine Finanzierungslücke von 7,8 Milliarden Euro. Thinktank-Chefin Brigitte Knopf kritisiert, ein Großteil der KTF-Mittel fließe in Energiekostenentlastungen für die Industrie statt in Investitionen. Zusätzlich soll der Etat für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung um knapp 6 Prozent auf 9,47 Milliarden Euro sinken, wovon auch internationale Klimahilfen betroffen sind. Ob Deutschland sein 2021 gegebenes Versprechen einhält, die Klimahilfen für den Globalen Süden bis 2025 auf 6 Milliarden Euro jährlich anzuheben, ließ das Entwicklungsministerium offen. Linken-Politikerin Charlotte Neuhäuser und Oxfam-Vertreter Jan Kowalzig werfen der Regierung vor, das Versprechen zu brechen.
Zum Weiterlesen: FrankfurterRundschau [1], taz [2]
[1]: https://www.fr.de/politik/klimafonds-milliarden-sollen-in-den-bundeshaushalt-fliessen-94482459.html
[2]: https://taz.de/Bundeshaushalt-fuer-2027/!6211410/
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Klimahochdrei
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8. September - 14. September 2026
Hallo zusammen,
Die letzte Woche brachte Innovationen im Luftverkehr, besorgniserregende Auswirkungen von Niedrigwasser auf die Wirtschaft und eine Kehrtwende bei Emissionsvorschriften in den USA.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Wirtschaft am Rhein: Schaden nach Niedrigwasser wird immens sein
Der historisch niedrige Wasserstand im Rhein sorgt für wachsende wirtschaftliche Sorgen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) rechnet mit möglichen Schäden in Milliardenhöhe, bereits im Niedrigwasserjahr 2018 lagen sie bei rund 2,4 Milliarden Euro. Als kritische Marke gilt der Pegel im rheinland-pfälzischen Kaub: Fällt er unter 40 Zentimeter, ist wirtschaftlich sinnvolle Binnenschifffahrt kaum noch möglich. Zuletzt lag der Pegel wieder unter dem bisherigen Tiefstwert von 25 Zentimetern aus dem Jahr 2018, auch in Köln wurden neue Tiefststände erreicht. Güterschiffe können deshalb nur noch eingeschränkt oder gar nicht fahren, was die Transportkosten erhöht. Expert*innen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) prognostizieren, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2026 dadurch um bis zu 0,2 Prozent gedämpft werden könnte. Mit Blick auf den Klimawandel wird davon ausgegangen, dass solche Niedrigwasserjahre künftig häufiger auftreten.
Zum Weiterlesen: Süddeutsche [1], Zeit [2]
[1]: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rhein-niedrigwasser-wirtschaft-li.3546688
[2]: https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-09/niedrigwasser-rhein-schaden-wirtschaft-ihk-rheinland-pfalz-binnenschifffahrt-gxe
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8. September - 14. September 2026
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1) Wirtschaft am Rhein: Schaden nach Niedrigwasser wird immens sein
Der historisch niedrige Wasserstand im Rhein sorgt für wachsende wirtschaftliche Sorgen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) rechnet mit möglichen Schäden in Milliardenhöhe, bereits im Niedrigwasserjahr 2018 lagen sie bei rund 2,4 Milliarden Euro. Als kritische Marke gilt der Pegel im rheinland-pfälzischen Kaub: Fällt er unter 40 Zentimeter, ist wirtschaftlich sinnvolle Binnenschifffahrt kaum noch möglich. Zuletzt lag der Pegel wieder unter dem bisherigen Tiefstwert von 25 Zentimetern aus dem Jahr 2018, auch in Köln wurden neue Tiefststände erreicht. Güterschiffe können deshalb nur noch eingeschränkt oder gar nicht fahren, was die Transportkosten erhöht. Expert*innen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) prognostizieren, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2026 dadurch um bis zu 0,2 Prozent gedämpft werden könnte. Mit Blick auf den Klimawandel wird davon ausgegangen, dass solche Niedrigwasserjahre künftig häufiger auftreten.
Zum Weiterlesen: Süddeutsche [1], Zeit [2]
[1]: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rhein-niedrigwasser-wirtschaft-li.3546688
[2]: https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-09/niedrigwasser-rhein-schaden-wirtschaft-ihk-rheinland-pfalz-binnenschifffahrt-gxe
2) Klimawandel: USA heben Emissionsvorschriften für Kraftwerke auf
Die US-Umweltbehörde EPA hat Vorschriften zurückgenommen, die den Treibhausgasausstoß von Kohle- und Gaskraftwerken begrenzen. Der Großteil der unter der Biden-Regierung eingeführten Standards von 2024, die Kohlekraftwerke zu drastischen Emissionsminderungen oder zur Stilllegung bis 2039 verpflichtet hatten, wird damit aufgehoben. EPA-Chef Lee Zeldin kündigte bei einem G20-Treffen in Houston an, dass zudem alle verbleibenden Treibhausgasvorschriften für Kraftwerke künftig entfallen sollen. Die Behörde argumentiert, sie sei rechtlich gar nicht befugt, Kraftwerksemissionen wegen des Klimawandels zu regulieren, eine Position, die auf die im Februar erfolgte Streichung des „Endangerment Finding“ zurückgeht. Die Kohleverbrennung zur Stromerzeugung könnte dadurch nach EPA-Schätzung um mehr als das Zehnfache steigen, der Industrie würden Kosten von über 300 Milliarden Dollar erspart. Umweltschützer*innen kündigten an, gegen die Entscheidung juristisch vorzugehen.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], Tagesschau [2]
[1]: https://www.spiegel.de/ausland/usa-kraftwerke-duerfen-bald-ohne-limit-emittieren-a-7592ad1e-7bad-4e64-b217-1b9b6145ff75
[2]: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-emissionsvorschriften-kraftwerke-100.html
3) Lufthansa-Flieger erhält neuartige „Haifischhaut”
Lufthansa Technik rüstet einen Airbus A330 der Tochter Discover Airlines mit der AeroSHARK-Technologie aus, einer Oberflächenfolie mit mikroskopisch feinen Rillenstrukturen nach dem Vorbild der Haihaut. Diese sogenannten Riblets reduzieren den Reibungswiderstand und sollen so den Treibstoffverbrauch senken. Seit Ende August läuft die letzte Phase des Zulassungsverfahrens für die A330-Baureihe, inklusive mehrwöchiger Testflüge. Laut Unternehmensangaben verringert die Folie Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen pro Flug um etwa ein Prozent, ein auf den ersten Blick kleiner Effekt, der sich über die Flottengröße jedoch deutlich summiert. Die bereits 22 mit AeroSHARK ausgestatteten Flugzeuge der Lufthansa Group sparen nach Unternehmensangaben täglich rund 19 Tonnen Kerosin und etwa 60 Tonnen CO2 ein, hochgerechnet auf ein Jahr entspricht das der Jahresbilanz von rund 2.700 Menschen in Deutschland. Die Technologie ersetzt keine langfristige Dekarbonisierungsstrategie für den Luftverkehr, dafür braucht es weiterhin nachhaltige Kraftstoffe (SAF) und neue Antriebstechnologien.
Zum Weiterlesen: FrankfurterRundschau [1], Tagesspiegel [2]
[1]: https://www.fr.de/frankfurt/lufthansa-testet-haifischhaut-fuer-discover-airbus-es-geht-um-viel-geld-94489089.html
[2]: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/dpa-luftverkehr-16033434.html
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Die US-Umweltbehörde EPA hat Vorschriften zurückgenommen, die den Treibhausgasausstoß von Kohle- und Gaskraftwerken begrenzen. Der Großteil der unter der Biden-Regierung eingeführten Standards von 2024, die Kohlekraftwerke zu drastischen Emissionsminderungen oder zur Stilllegung bis 2039 verpflichtet hatten, wird damit aufgehoben. EPA-Chef Lee Zeldin kündigte bei einem G20-Treffen in Houston an, dass zudem alle verbleibenden Treibhausgasvorschriften für Kraftwerke künftig entfallen sollen. Die Behörde argumentiert, sie sei rechtlich gar nicht befugt, Kraftwerksemissionen wegen des Klimawandels zu regulieren, eine Position, die auf die im Februar erfolgte Streichung des „Endangerment Finding“ zurückgeht. Die Kohleverbrennung zur Stromerzeugung könnte dadurch nach EPA-Schätzung um mehr als das Zehnfache steigen, der Industrie würden Kosten von über 300 Milliarden Dollar erspart. Umweltschützer*innen kündigten an, gegen die Entscheidung juristisch vorzugehen.
Zum Weiterlesen: Spiegel [1], Tagesschau [2]
[1]: https://www.spiegel.de/ausland/usa-kraftwerke-duerfen-bald-ohne-limit-emittieren-a-7592ad1e-7bad-4e64-b217-1b9b6145ff75
[2]: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-emissionsvorschriften-kraftwerke-100.html
3) Lufthansa-Flieger erhält neuartige „Haifischhaut”
Lufthansa Technik rüstet einen Airbus A330 der Tochter Discover Airlines mit der AeroSHARK-Technologie aus, einer Oberflächenfolie mit mikroskopisch feinen Rillenstrukturen nach dem Vorbild der Haihaut. Diese sogenannten Riblets reduzieren den Reibungswiderstand und sollen so den Treibstoffverbrauch senken. Seit Ende August läuft die letzte Phase des Zulassungsverfahrens für die A330-Baureihe, inklusive mehrwöchiger Testflüge. Laut Unternehmensangaben verringert die Folie Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen pro Flug um etwa ein Prozent, ein auf den ersten Blick kleiner Effekt, der sich über die Flottengröße jedoch deutlich summiert. Die bereits 22 mit AeroSHARK ausgestatteten Flugzeuge der Lufthansa Group sparen nach Unternehmensangaben täglich rund 19 Tonnen Kerosin und etwa 60 Tonnen CO2 ein, hochgerechnet auf ein Jahr entspricht das der Jahresbilanz von rund 2.700 Menschen in Deutschland. Die Technologie ersetzt keine langfristige Dekarbonisierungsstrategie für den Luftverkehr, dafür braucht es weiterhin nachhaltige Kraftstoffe (SAF) und neue Antriebstechnologien.
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[1]: https://www.fr.de/frankfurt/lufthansa-testet-haifischhaut-fuer-discover-airbus-es-geht-um-viel-geld-94489089.html
[2]: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/dpa-luftverkehr-16033434.html
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Klimahochdrei
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15. September - 21. September 2026
Hallo zusammen,
während die Bundesregierung erneut einen Tankrabatt beschlossen hat, startet heute in Leipzig die CBC2026. Auf der Konferenz geht es um das Zusammenspiel von Biodiversitätsverlust, Klimakrise und menschlichem Verhalten. In dieser Woche stehen jedoch die Klimapolitik der EU, die weltweit schrumpfenden Wasserreserven und die Frage, wie weit deutsche Unternehmen bei der Klimatransformation tatsächlich vorankommen, im Mittelpunkt.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Tobias und Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Von der Leyen: Europa muss sich gleichzeitig anpassen und Emissionen senken
In ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union bezeichnete Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Klimawandel als einen der entscheidenden Wendepunkte für Europa. „Es waren die heißesten Sommermonate aller Zeiten – aber vielleicht die kühlsten der kommenden Jahre.“ Europa müsse seine Klimaziele weiterverfolgen, die Elektrifizierung und die erneuerbaren Energien vorantreiben und gleichzeitig stärker in die Anpassung an die bereits unvermeidbaren Folgen der Erderhitzung investieren.
Die EU-Kommission will im Oktober einen neuen Rahmen für Klimaresilienz vorstellen. Dabei sollen die 100 am stärksten gefährdeten Regionen Europas identifiziert und ihre Risiken bewertet werden. Auch Technologien zur Anpassung, etwa dürreresistente Pflanzen und Hochwasserschutz, sollen stärker gefördert werden, um Europa zum Vorreiter bei Technologien gegen Hitze, Dürren und Fluten zu machen.
Gleichzeitig betonte von der Leyen, dass Anpassung kein Ersatz für Klimaschutz sei. Bis 2040 soll sich der Anteil von Strom am europäischen Energieverbrauch verdoppeln. Dadurch sollen sowohl die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten als auch die damit verbundenen Kosten sinken.
Zum Weiterlesen: Frankfurter Rundschau [1], Zeit [2], Europäische Kommission [3]
[1]: https://www.fr.de/politik/von-der-leyen-haelt-an-eu-klimazielen-fest-doch-anpassung-kostet-milliarden-94499201.html
[2]: https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-09/lage-der-union-ursula-von-der-leyen-eu-rede-gxe
[3]: https://germany.representation.ec.europa.eu/nachrichten-und-veranstaltungen/pressemitteilungen/soteu-rede-von-kommissionsprasidentin-von-der-leyen-im-europaischen-parlament-2026-09-16_de
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15. September - 21. September 2026
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während die Bundesregierung erneut einen Tankrabatt beschlossen hat, startet heute in Leipzig die CBC2026. Auf der Konferenz geht es um das Zusammenspiel von Biodiversitätsverlust, Klimakrise und menschlichem Verhalten. In dieser Woche stehen jedoch die Klimapolitik der EU, die weltweit schrumpfenden Wasserreserven und die Frage, wie weit deutsche Unternehmen bei der Klimatransformation tatsächlich vorankommen, im Mittelpunkt.
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1) Von der Leyen: Europa muss sich gleichzeitig anpassen und Emissionen senken
In ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union bezeichnete Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Klimawandel als einen der entscheidenden Wendepunkte für Europa. „Es waren die heißesten Sommermonate aller Zeiten – aber vielleicht die kühlsten der kommenden Jahre.“ Europa müsse seine Klimaziele weiterverfolgen, die Elektrifizierung und die erneuerbaren Energien vorantreiben und gleichzeitig stärker in die Anpassung an die bereits unvermeidbaren Folgen der Erderhitzung investieren.
Die EU-Kommission will im Oktober einen neuen Rahmen für Klimaresilienz vorstellen. Dabei sollen die 100 am stärksten gefährdeten Regionen Europas identifiziert und ihre Risiken bewertet werden. Auch Technologien zur Anpassung, etwa dürreresistente Pflanzen und Hochwasserschutz, sollen stärker gefördert werden, um Europa zum Vorreiter bei Technologien gegen Hitze, Dürren und Fluten zu machen.
Gleichzeitig betonte von der Leyen, dass Anpassung kein Ersatz für Klimaschutz sei. Bis 2040 soll sich der Anteil von Strom am europäischen Energieverbrauch verdoppeln. Dadurch sollen sowohl die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten als auch die damit verbundenen Kosten sinken.
Zum Weiterlesen: Frankfurter Rundschau [1], Zeit [2], Europäische Kommission [3]
[1]: https://www.fr.de/politik/von-der-leyen-haelt-an-eu-klimazielen-fest-doch-anpassung-kostet-milliarden-94499201.html
[2]: https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-09/lage-der-union-ursula-von-der-leyen-eu-rede-gxe
[3]: https://germany.representation.ec.europa.eu/nachrichten-und-veranstaltungen/pressemitteilungen/soteu-rede-von-kommissionsprasidentin-von-der-leyen-im-europaischen-parlament-2026-09-16_de
2) Wasserreserven schrumpfen weltweit
Weltweit stehen Wasserreserven laut einem neuen Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zunehmend unter Druck: Flüsse führen weniger Wasser, Gletscher schrumpfen weiter, Grundwasserspiegel sinken vielerorts. 2025 floss durch die Flüsse weltweit im Schnitt so wenig Wasser wie seit 35 Jahren nicht mehr, an fast zwei Dritteln der Grundwassermessstellen zeigten sich ungewöhnliche niedrige Werte. Als Hauptursachen nennt die WMO den Klimawandel und die steigende Wassernachfrage. Ungewöhnliche Wasserverhältnisse würden zunehmend zur Normalität.
Der Klimawandel verändert den gesamten Wasserkreislauf: Eine wärmere Atmosphäre speichert mehr Feuchtigkeit, wodurch sowohl Dürren als auch Starkregen zunehmen. Besonders betroffen sind Asien und Afrika, aber auch in Deutschland sinken regional die Grundwasservorräte bei gleichzeitig steigendem Risiko für beide Extreme.
Die WMO fordert bessere Messsysteme, internationalen Datenaustausch und frühzeitige Warnungen. Nötig seien zudem Anpassungen wie Renaturierung, Schwammstädte, veränderte Ernährungsgewohnheiten und eine Debatte über Wasserrechte. Langfristig entscheidend bleibt die Begrenzung der Erderhitzung, um den Verlust von Wasserressourcen zu bremsen.
Zum Weiterlesen: ZDFheute [1], Spiegel [2], Deutschlandfunk [3], Klimaerporter [4]
[1]: https://www.zdfheute.de/wissen/klimawandel-fluesse-wetter-trockenheit-wmo-100.html
[2]: https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/uno-bericht-landwirtschaft-verschaerft-weltweite-grundwasserkrise-a-521194ab-e457-414c-83c3-05402f7688a2?sara_ref=re-nl-spiegelklimabericht-2026_09_18
[3]: https://www.deutschlandfunk.de/uno-bericht-wasserreserven-der-erde-schwinden-weiter-100.html
[4]: https://klimareporter.de/europaeische-union/eu-kommission-will-europa-elektrifizieren-wasserreserven-schrumpfen-weltweit-niederlande-planen-fossilen-ausstieg
3) Deutsche Unternehmen verlieren beim Klimaschutz an Tempo
Laut dem neuen „What if Report“ der Klimaberatung Right sind nur 26 der 71 untersuchten Unternehmen aus dem DAX, MDAX und SDAX noch auf einem Kurs von maximal 1,7 Grad. Dies ist Rights eigene Auslegung des im Pariser Abkommen vereinbarten Ziels, den globalen Temperaturanstieg auf jeden Fall unter 2 Grad und möglichst unter 1,5 Grad zu halten. Im Vorjahr lagen noch 28 Unternehmen auf diesem Pfad, 25 verschlechterten sich, nur 19 verbesserten sich.
Right setzt die berichteten CO2-Emissionen eines Unternehmens ins Verhältnis zu seiner wirtschaftlichen Wertschöpfung und vergleicht die Entwicklung mit sektorspezifischen Klimapfaden. Daraus wird berechnet, auf welchem Temperaturpfad das Unternehmen liegt. Möglich werde dies nur wegen der Nachhaltigkeitsrichtlinie der EU, welche Unternehmen zur Offenlegung von Klimadaten verpflichtet, so Hannah Helmke, Gründerin von Right.
Besonders weit vom Paris-Ziel entfernt ist Bayer mit 7,5 Grad, während GEA mit 0,8 Grad ein positives Beispiel ist.
Zum Weiterlesen: taz [1], tagesschau [2], Frankfurter Rundschau [3], SWR [4]
[1]: https://taz.de/Deutsche-Unternehmen-und-Klimaschutz/!6213264/
[2]: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/dax-unternehmen-klima-100.html
[3]: https://www.fr.de/wirtschaft/dax-unternehmen-machen-rueckschritte-beim-klimaschutz-94496295.html
[4]: https://www.swr.de/swrkultur/wissen/umweltnews/wie-klimafreundlich-sind-dax-unternehmen-100.html
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Als Quelle für diese Version von Klimahochdrei habe ich folgende Auswahl an Online-Medien verwendet: Frankfurter Rundschau, Zeit, Europäische Kommission, ZDFheute, Spiegel, Deutschlandfunk, Klimaerporter, taz, tagesschau, und SWR.
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Weltweit stehen Wasserreserven laut einem neuen Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zunehmend unter Druck: Flüsse führen weniger Wasser, Gletscher schrumpfen weiter, Grundwasserspiegel sinken vielerorts. 2025 floss durch die Flüsse weltweit im Schnitt so wenig Wasser wie seit 35 Jahren nicht mehr, an fast zwei Dritteln der Grundwassermessstellen zeigten sich ungewöhnliche niedrige Werte. Als Hauptursachen nennt die WMO den Klimawandel und die steigende Wassernachfrage. Ungewöhnliche Wasserverhältnisse würden zunehmend zur Normalität.
Der Klimawandel verändert den gesamten Wasserkreislauf: Eine wärmere Atmosphäre speichert mehr Feuchtigkeit, wodurch sowohl Dürren als auch Starkregen zunehmen. Besonders betroffen sind Asien und Afrika, aber auch in Deutschland sinken regional die Grundwasservorräte bei gleichzeitig steigendem Risiko für beide Extreme.
Die WMO fordert bessere Messsysteme, internationalen Datenaustausch und frühzeitige Warnungen. Nötig seien zudem Anpassungen wie Renaturierung, Schwammstädte, veränderte Ernährungsgewohnheiten und eine Debatte über Wasserrechte. Langfristig entscheidend bleibt die Begrenzung der Erderhitzung, um den Verlust von Wasserressourcen zu bremsen.
Zum Weiterlesen: ZDFheute [1], Spiegel [2], Deutschlandfunk [3], Klimaerporter [4]
[1]: https://www.zdfheute.de/wissen/klimawandel-fluesse-wetter-trockenheit-wmo-100.html
[2]: https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/uno-bericht-landwirtschaft-verschaerft-weltweite-grundwasserkrise-a-521194ab-e457-414c-83c3-05402f7688a2?sara_ref=re-nl-spiegelklimabericht-2026_09_18
[3]: https://www.deutschlandfunk.de/uno-bericht-wasserreserven-der-erde-schwinden-weiter-100.html
[4]: https://klimareporter.de/europaeische-union/eu-kommission-will-europa-elektrifizieren-wasserreserven-schrumpfen-weltweit-niederlande-planen-fossilen-ausstieg
3) Deutsche Unternehmen verlieren beim Klimaschutz an Tempo
Laut dem neuen „What if Report“ der Klimaberatung Right sind nur 26 der 71 untersuchten Unternehmen aus dem DAX, MDAX und SDAX noch auf einem Kurs von maximal 1,7 Grad. Dies ist Rights eigene Auslegung des im Pariser Abkommen vereinbarten Ziels, den globalen Temperaturanstieg auf jeden Fall unter 2 Grad und möglichst unter 1,5 Grad zu halten. Im Vorjahr lagen noch 28 Unternehmen auf diesem Pfad, 25 verschlechterten sich, nur 19 verbesserten sich.
Right setzt die berichteten CO2-Emissionen eines Unternehmens ins Verhältnis zu seiner wirtschaftlichen Wertschöpfung und vergleicht die Entwicklung mit sektorspezifischen Klimapfaden. Daraus wird berechnet, auf welchem Temperaturpfad das Unternehmen liegt. Möglich werde dies nur wegen der Nachhaltigkeitsrichtlinie der EU, welche Unternehmen zur Offenlegung von Klimadaten verpflichtet, so Hannah Helmke, Gründerin von Right.
Besonders weit vom Paris-Ziel entfernt ist Bayer mit 7,5 Grad, während GEA mit 0,8 Grad ein positives Beispiel ist.
Zum Weiterlesen: taz [1], tagesschau [2], Frankfurter Rundschau [3], SWR [4]
[1]: https://taz.de/Deutsche-Unternehmen-und-Klimaschutz/!6213264/
[2]: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/dax-unternehmen-klima-100.html
[3]: https://www.fr.de/wirtschaft/dax-unternehmen-machen-rueckschritte-beim-klimaschutz-94496295.html
[4]: https://www.swr.de/swrkultur/wissen/umweltnews/wie-klimafreundlich-sind-dax-unternehmen-100.html
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Klimahochdrei
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22. September - 28. September 2026
Hallo zusammen,
diese Woche geht es um einen ungewöhnlich großen Felssturz an der Zugspitze, einen Protest von Klimaaktivist*innen vor der CDU-Zentrale in Berlin und die wirtschaftlichen Folgen der Hitze für Europas Volkswirtschaften.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Massiver Felssturz an der Zugspitze
Am Dienstag löste sich über Stunden hinweg eine große Menge Gestein von der Zugspitze, direkt am Grenzkamm zwischen Deutschland und Österreich. Die dabei entstandene Staubwolke war kilometerweit sichtbar. Verletzt wurde laut Bergwacht niemand, auch an Wegen oder Einrichtungen entstanden keine Schäden. Die Abbrüche setzten sich auch am Mittwoch fort. Nach Angaben des stellvertretenden Bereitschaftsleiters Franz Dörfler sei ein Ereignis dieser Art nicht überraschend, das Ausmaß für den 2.962 Meter hohen Berg jedoch ungewöhnlich. Als Ursache nennt die Bergwacht den schwindenden Permafrost, der das Gestein bislang zusammengehalten habe. Mit dem Klimawandel und steigenden Temperaturen nähmen Gesteinsabbrüche in der Region zu. Ähnliche, wenn auch kleinere Felsstürze hatte es zuletzt am Allgäuer Rubihorn und am Trischübelpass im Nationalpark Berchtesgaden gegeben. Die Bergbahnen auf bayerischer und Tiroler Seite liefen unterdessen ohne Einschränkungen weiter.
Zum Weiterlesen: FAZ [1], Süddeutsche [2]
[1]: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/felssturz-an-zugspitze-loest-staubwolke-ueber-mehrere-tage-aus-201259995.html
[2]: https://www.sueddeutsche.de/bayern/zugspitze-felssturz-bayern-neue-erkenntnisse-li.3553530
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22. September - 28. September 2026
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1) Massiver Felssturz an der Zugspitze
Am Dienstag löste sich über Stunden hinweg eine große Menge Gestein von der Zugspitze, direkt am Grenzkamm zwischen Deutschland und Österreich. Die dabei entstandene Staubwolke war kilometerweit sichtbar. Verletzt wurde laut Bergwacht niemand, auch an Wegen oder Einrichtungen entstanden keine Schäden. Die Abbrüche setzten sich auch am Mittwoch fort. Nach Angaben des stellvertretenden Bereitschaftsleiters Franz Dörfler sei ein Ereignis dieser Art nicht überraschend, das Ausmaß für den 2.962 Meter hohen Berg jedoch ungewöhnlich. Als Ursache nennt die Bergwacht den schwindenden Permafrost, der das Gestein bislang zusammengehalten habe. Mit dem Klimawandel und steigenden Temperaturen nähmen Gesteinsabbrüche in der Region zu. Ähnliche, wenn auch kleinere Felsstürze hatte es zuletzt am Allgäuer Rubihorn und am Trischübelpass im Nationalpark Berchtesgaden gegeben. Die Bergbahnen auf bayerischer und Tiroler Seite liefen unterdessen ohne Einschränkungen weiter.
Zum Weiterlesen: FAZ [1], Süddeutsche [2]
[1]: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/felssturz-an-zugspitze-loest-staubwolke-ueber-mehrere-tage-aus-201259995.html
[2]: https://www.sueddeutsche.de/bayern/zugspitze-felssturz-bayern-neue-erkenntnisse-li.3553530
2) Kletterprotest an CDU-Zentrale in Berlin
Aktivist*innen der Umweltorganisation Robin Wood haben das Konrad-Adenauer-Haus, die Bundeszentrale der CDU in Berlin, erklettert und ein großes rotes Banner an der Fassade befestigt. Die Aufschrift lautete: „Klare Kante gegen rechts – Sozialabbau beenden, Klimakrise bekämpfen!“ Das Banner verdeckte dabei ein Porträt des Berliner CDU-Spitzenkandidaten und bisherigen Finanzsenators Stefan Evers. In einer vor Ort verteilten Erklärung kritisierten die Aktivist*innen die Klimapolitik der CDU-geführten Bundesregierung sowie aus ihrer Sicht fehlende Konzepte gegen den Aufstieg der AfD.
Zum Weiterlesen: Frankfurter Rundschau [1], Tagesspiegel [2]
[1]: https://www.fr.de/politik/robin-wood-protest-an-cdu-zentrale-klimaschutz-im-video-zr-94508338.html
[2]: https://www.tagesspiegel.de/berlin/dpa-klima-aktivisten-von-robin-wood-erklimmen-konrad-adenauer-haus-16086328.html
3) Hitze schwächt Europas Wirtschaftsleistung
Die diesjährige Hitzewelle hat die europäische Wirtschaftsleistung nach Schätzungen der Allianz um 113 Milliarden Euro verringert, das entspricht europaweit knapp einem halben Prozent des erwarteten Bruttoinlandsprodukts. Deutschland liegt mit geschätzten Einbußen von 25 Milliarden Euro auf Platz zwei hinter Italien mit 28 Milliarden Euro, gefolgt von Frankreich mit 20 Milliarden Euro. Ursachen sind unter anderem sinkende Arbeitsproduktivität, längere Pausen und mehr Fehlzeiten bei großer Hitze. Für den erstmals berechneten „Climate Risk Tracker“ haben Volkswirt*innen und Fachleute von Allianz Trade und der deutschen Sachversicherung Wetter- und Schadendaten ausgewertet. Hinzu kommen direkte Schäden durch Unwetter und Überschwemmungen, die sich für Deutschland über die vergangenen fünf Jahre auf 50 Milliarden Euro summieren, im Schnitt doppelt so viel wie im Zeitraum 2000 bis 2019. Als Grund nennt Sachversicherungs-Chef Frank Sommerfeld die überdurchschnittliche Erwärmung Europas aufgrund seiner nördlichen Lage. Auch für 2027 sind die Fachleute skeptisch: Ein erneutes „El Niño“-Ereignis könnte die weltweite Wirtschaftsleistung um 392 Milliarden Euro senken, am stärksten betroffen wäre voraussichtlich China.
Zum Weiterlesen: Tagesschau [1], Spiegel [2]
[1]: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/hitze-senkt-europas-wirtschaftsleistung-allianz-100.html
[2]: https://www.spiegel.de/wirtschaft/hitze-daempfte-laut-studie-der-allianz-europas-wirtschaftsleistung-a-297d80d8-a8c2-4503-b05b-e6ab5b29b75e
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Zum Weiterlesen: Frankfurter Rundschau [1], Tagesspiegel [2]
[1]: https://www.fr.de/politik/robin-wood-protest-an-cdu-zentrale-klimaschutz-im-video-zr-94508338.html
[2]: https://www.tagesspiegel.de/berlin/dpa-klima-aktivisten-von-robin-wood-erklimmen-konrad-adenauer-haus-16086328.html
3) Hitze schwächt Europas Wirtschaftsleistung
Die diesjährige Hitzewelle hat die europäische Wirtschaftsleistung nach Schätzungen der Allianz um 113 Milliarden Euro verringert, das entspricht europaweit knapp einem halben Prozent des erwarteten Bruttoinlandsprodukts. Deutschland liegt mit geschätzten Einbußen von 25 Milliarden Euro auf Platz zwei hinter Italien mit 28 Milliarden Euro, gefolgt von Frankreich mit 20 Milliarden Euro. Ursachen sind unter anderem sinkende Arbeitsproduktivität, längere Pausen und mehr Fehlzeiten bei großer Hitze. Für den erstmals berechneten „Climate Risk Tracker“ haben Volkswirt*innen und Fachleute von Allianz Trade und der deutschen Sachversicherung Wetter- und Schadendaten ausgewertet. Hinzu kommen direkte Schäden durch Unwetter und Überschwemmungen, die sich für Deutschland über die vergangenen fünf Jahre auf 50 Milliarden Euro summieren, im Schnitt doppelt so viel wie im Zeitraum 2000 bis 2019. Als Grund nennt Sachversicherungs-Chef Frank Sommerfeld die überdurchschnittliche Erwärmung Europas aufgrund seiner nördlichen Lage. Auch für 2027 sind die Fachleute skeptisch: Ein erneutes „El Niño“-Ereignis könnte die weltweite Wirtschaftsleistung um 392 Milliarden Euro senken, am stärksten betroffen wäre voraussichtlich China.
Zum Weiterlesen: Tagesschau [1], Spiegel [2]
[1]: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/hitze-senkt-europas-wirtschaftsleistung-allianz-100.html
[2]: https://www.spiegel.de/wirtschaft/hitze-daempfte-laut-studie-der-allianz-europas-wirtschaftsleistung-a-297d80d8-a8c2-4503-b05b-e6ab5b29b75e
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Klimahochdrei
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29. September - 5. Oktober 2026
Hallo zusammen,
diese Woche geht es um einen neuen Solarrekord in Deutschland, einen außergewöhnlichen Hitzesommer in Europa und die Frage, wie die Bundesregierung Milliarden für fossile Mobilität und den öffentlichen Verkehr verteilt.
Hier kommen die Klimanews der Woche.
Viele Grüße
Tobias und Jakob
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KLIMANEWS DER WOCHE
1) Solarstrom erreicht neuen Rekord
Deutschland hat bereits Ende September mehr Solarstrom erzeugt als im gesamten Jahr 2025. Rund ein Fünftel der Stromerzeugung kommt inzwischen aus Solarenergie. Wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) unter Berufung auf Daten der Energy-Charts des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE mitteilte, liegt der Rekord an vielen Sonnenstunden und dem weiteren PV-Ausbau.
Doch der Rekord kommt zu einem politischen Wendepunkt: Die Bundesregierung plant mit der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) und dem Netzpaket neue Hürden für Solarprojekte. Für Dachanlagen soll die garantierte Einspeisevergütung perspektivisch entfallen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) warnt vor einem „verheerenden Signal“ für die Energiewende. Die Solarbranche warnt deshalb vor einem massiven Einbruch beim Zubau. Eine Bertelsmann-Untersuchung warnt, dass bis 2035 knapp 200.000 neue Jobs nicht entstehen würden, falls Investitionen durch unsichere politische Rahmenbedingungen ausbleiben.
Zum Weiterlesen: taz [1], tagesschau [2], ZFK [3]
[1]: https://taz.de/Erfolgreiche-erneuerbare-Energien/!6216949/
[2]: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/solarstrom-produktion-rekord-2026-100.html
[3]: https://www.zfk.de/energie/erneuerbare/solar-rekord-september-2026-pv-produktion
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1) Solarstrom erreicht neuen Rekord
Deutschland hat bereits Ende September mehr Solarstrom erzeugt als im gesamten Jahr 2025. Rund ein Fünftel der Stromerzeugung kommt inzwischen aus Solarenergie. Wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) unter Berufung auf Daten der Energy-Charts des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE mitteilte, liegt der Rekord an vielen Sonnenstunden und dem weiteren PV-Ausbau.
Doch der Rekord kommt zu einem politischen Wendepunkt: Die Bundesregierung plant mit der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) und dem Netzpaket neue Hürden für Solarprojekte. Für Dachanlagen soll die garantierte Einspeisevergütung perspektivisch entfallen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) warnt vor einem „verheerenden Signal“ für die Energiewende. Die Solarbranche warnt deshalb vor einem massiven Einbruch beim Zubau. Eine Bertelsmann-Untersuchung warnt, dass bis 2035 knapp 200.000 neue Jobs nicht entstehen würden, falls Investitionen durch unsichere politische Rahmenbedingungen ausbleiben.
Zum Weiterlesen: taz [1], tagesschau [2], ZFK [3]
[1]: https://taz.de/Erfolgreiche-erneuerbare-Energien/!6216949/
[2]: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/solarstrom-produktion-rekord-2026-100.html
[3]: https://www.zfk.de/energie/erneuerbare/solar-rekord-september-2026-pv-produktion
2) Europa erlebt Rekordsommer
Europa hat einen außergewöhnlichen Hitzesommer erlebt. In Westeuropa war es der wärmste Sommer seit Aufzeichnungsbeginn und damit 2,5 °C über dem Mittel von 1991 bis 2020. Mehr als die Hälfte Europas war von sehr starkem Hitzestress betroffen.
Doch es waren nicht nur die Temperaturen: In diesem Jahr wurden in Europa laut EU-Klimadienst Copernicus die stärksten Niedrigwasserstände seit Beginn der Erfassung 1992 festgestellt. Gleichzeitig waren die europäischen Meere ungewöhnlich warm. Auch die Waldbrandsaison war außergewöhnlich intensiv. Forschende sprechen von sich überlagernden Klimaextremen. Die Folgen sind besonders stark für Umwelt, Gesundheit und Wirtschaft.
Zum Weiterlesen: ZEIT [1], SWR [2]
[1]: https://www.zeit.de/wissenschaft/umwelt/2026-10/copernicus-sommer-2026-europa-hitze-trockenheit-niedrigwasser-gxe
[2]: https://www.swr.de/swrkultur/wissen/umweltnews/eu-klimadienst-sommer-2026-brachte-rekord-hitzestress-100.html
3) Deutschlandticket wird teurer, Tankrabatt bleibt
Das Deutschlandticket soll ab Januar 66,80 Euro kosten. Gleichzeitig gibt die Bundesregierung rund 2,5 Milliarden Euro für einen dreimonatigen Tankrabatt aus. Die Kombination sorgt für Kritik: Für die Summe des Tankrabatts könnte das Deutschlandticket etwa ein weiteres Jahr finanziert werden.
Eine andere Möglichkeit wäre sogar ein kostenloser ÖPNV. Ökonom und Journalist Maurice Höfgen erklärt, dass ein ticketfreier Nahverkehr neben Klimaschutz und sozialer Teilhabe auch ökonomische Vorteile hätte. Auch Greenpeace hat bereits 2025 untersucht, welcher Preis einen guten Kompromiss zwischen Finanzierbarkeit und Nutzbarkeit darstellt. Ergebnis: 29 Euro wären ein verträglicher Preis. Ein günstigeres Ticket könnte mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn bewegen.
Zum Weiterlesen: Tagesspiegel [1], TAZ [2], Klimafakten [3]
[1]: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/mobilitaet/dpa-fur-einen-tankrabatt-werden-milliarden-euro-mobilisiertkritik-an-preiserhohung-beim-deutschlandticket-auf-6680-euro-16111928.html
[2]: https://taz.de/Rueckkehr-des-Tankrabatts-Ungerecht-klimaschaedlich-und-viel-zu-teuer/!6215618/
[3]: https://www.klimafakten.de/kommunikation/manometer-092026-tankrabatt-hohe-spritpreise-als-gradmesser-politischer
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Europa hat einen außergewöhnlichen Hitzesommer erlebt. In Westeuropa war es der wärmste Sommer seit Aufzeichnungsbeginn und damit 2,5 °C über dem Mittel von 1991 bis 2020. Mehr als die Hälfte Europas war von sehr starkem Hitzestress betroffen.
Doch es waren nicht nur die Temperaturen: In diesem Jahr wurden in Europa laut EU-Klimadienst Copernicus die stärksten Niedrigwasserstände seit Beginn der Erfassung 1992 festgestellt. Gleichzeitig waren die europäischen Meere ungewöhnlich warm. Auch die Waldbrandsaison war außergewöhnlich intensiv. Forschende sprechen von sich überlagernden Klimaextremen. Die Folgen sind besonders stark für Umwelt, Gesundheit und Wirtschaft.
Zum Weiterlesen: ZEIT [1], SWR [2]
[1]: https://www.zeit.de/wissenschaft/umwelt/2026-10/copernicus-sommer-2026-europa-hitze-trockenheit-niedrigwasser-gxe
[2]: https://www.swr.de/swrkultur/wissen/umweltnews/eu-klimadienst-sommer-2026-brachte-rekord-hitzestress-100.html
3) Deutschlandticket wird teurer, Tankrabatt bleibt
Das Deutschlandticket soll ab Januar 66,80 Euro kosten. Gleichzeitig gibt die Bundesregierung rund 2,5 Milliarden Euro für einen dreimonatigen Tankrabatt aus. Die Kombination sorgt für Kritik: Für die Summe des Tankrabatts könnte das Deutschlandticket etwa ein weiteres Jahr finanziert werden.
Eine andere Möglichkeit wäre sogar ein kostenloser ÖPNV. Ökonom und Journalist Maurice Höfgen erklärt, dass ein ticketfreier Nahverkehr neben Klimaschutz und sozialer Teilhabe auch ökonomische Vorteile hätte. Auch Greenpeace hat bereits 2025 untersucht, welcher Preis einen guten Kompromiss zwischen Finanzierbarkeit und Nutzbarkeit darstellt. Ergebnis: 29 Euro wären ein verträglicher Preis. Ein günstigeres Ticket könnte mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn bewegen.
Zum Weiterlesen: Tagesspiegel [1], TAZ [2], Klimafakten [3]
[1]: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/mobilitaet/dpa-fur-einen-tankrabatt-werden-milliarden-euro-mobilisiertkritik-an-preiserhohung-beim-deutschlandticket-auf-6680-euro-16111928.html
[2]: https://taz.de/Rueckkehr-des-Tankrabatts-Ungerecht-klimaschaedlich-und-viel-zu-teuer/!6215618/
[3]: https://www.klimafakten.de/kommunikation/manometer-092026-tankrabatt-hohe-spritpreise-als-gradmesser-politischer
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Als Quelle für diese Version von Klimahochdrei habe ich folgende Auswahl an Online-Medien verwendet: taz, tagesschau, ZFK, ZEIT, SWR, Tagesspiegel, TAZ, und Klimafakten.
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