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Karlsruher Institut für Wirtschaftsforschung
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Wir steuern auf einen #Meudalismus zu: Eine kleine Elite häuft Vermögen an, während die Kaufkraft der Vielen schwindet – trotz harter Arbeit. Historisch erinnern solche Strukturen an Feudalzeiten, nur dass heute Konzerne und politische Passivität die Rolle der alten Herrscher übernehmen. Die Schere zwischen Arm und Reich wird nicht durch Zufall größer, sondern durch ein System, das Ungleichheit begünstigt. Es ist keine Verschwörung, sondern ein schleichender Prozess – sichtbar in steigenden Mieten, stagnierenden Löhnen und einer Politik, die Reichtum schützt, statt ihn zu begrenzen. Wollen wir das als moderne Gesellschaft hinnehmen? Oder ist es Zeit, die Mechanismen zu hinterfragen, die uns zu Leibeigenen im 21. Jahrhundert machen?
Seit Jahrzehnten wird der Bevölkerung mit irreführenden Statistiken vorgegaukelt, der Großteil von ihnen gehöre wirtschaftlich zur Mittelschicht. Ein großer Betrug, der nicht leicht zu durchschauen ist, den wir aber schon vor 15 Jahren aufdeckten:

Breitgeschichtete Massenkaufkraft
oder: Was heißt hier Mittelschicht?

vom 12.06.2010

1. Einführung
Ludwig Erhard schrieb 1957 zu Beginn seines Buchs „Wohlstand für Alle“, dass er als sein wichtigstes politisches Ziel die alte Gesellschaftsstruktur von Arm und Reich beseitigen und eine Gesellschaft mit „breitgeschichteter Massenkaufkraft“ erreichen will. Hier seine bemerkenswerten Ausführungen:

„… So wollte ich jeden Zweifel beseitigt wissen, daß ich die Verwirklichung einer Wirtschaftsverfassung anstrebe, die immer weitere und breitere Schichten unseres Volkes zu Wohlstand zu führen vermag. Am Ausgangspunkt stand da der Wunsch, über eine breitgeschichtete Massenkaufkraft die alte konservative soziale Struktur endgültig zu überwinden.Diese überkommene Hierarchie war auf der einen Seite durch eine dünne Oberschicht, welche sich jeden Konsum leisten konnte, wie andererseits durch eine quantitativ sehr breite Unterschicht mit unzureichender Kaufkraft gekennzeichnet. Die Neugestaltung unserer Wirtschaftsordnung musste also die Voraussetzungen dafür schaffen, daß dieser einer fortschrittlichen Entwicklung entgegenstehende Zustand und damit zugleich auch endlich das Ressentiment zwischen »arm« und »reich« überwunden werden konnten. Ich habe keinerlei Anlaß, weder die materielle noch die sittliche Grundlage meiner Bemühungen mittlerweile zu verleugnen. Sie bestimmt heute wie damals mein Denken und Handeln.“

Dass die Kluft zwischen Arm und Reich seit damals nicht verschwunden ist, ist keine Frage. Die Kluft ist seit damals sogar erheblich größer geworden. Dies soll im Folgenden aber nicht weiter thematisiert werden. Hier soll das Thema „breitgeschichtete Massenkaufkraft“ näher vertieft werden.Eine von mehreren Besonderheiten des Zitats von Ludwig Erhard ist die Tatsache, dass er nicht von den Einkommen der Bürger, sondern von deren Kaufkraft spricht. Bei oberflächlicher Betrachtung könnte man schnell auf die Idee kommen, dass dies doch ein und dasselbe sei. Doch dem ist nicht so. Das eine hängt zwar mit dem anderen zusammen. Aber es gibt feine, jedoch sehr gewichtige Unterschiede, insbesondere wenn man versucht, statistische Daten zu ermitteln. Dies möchten wir nach und nach bei den folgenden Ausführungen mit einfließen lassen. ...

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https://kiwifo.de/massenkaufkraft.htm
Unsere neueste Studie ist raus!😀

Verarmung und Konjunktur
Niedrige Einkommen schwächen die Konjunktur
22.05.2025

Am Beispiel eines nachweislich niedrigen und keinesfalls außergewöhnlichen Arbeitseinkommens zeigt sich eine maßgebliche Ursache für die zunehmende Schwächung unserer Volkswirtschaft: die wachsende Verarmung der breiten Bevölkerung.

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https://kiwifo.de/konjunktur.htm
KIWIFO.DE pinned «Unsere neueste Studie ist raus!😀 Verarmung und Konjunktur Niedrige Einkommen schwächen die Konjunktur 22.05.2025 Am Beispiel eines nachweislich niedrigen und keinesfalls außergewöhnlichen Arbeitseinkommens zeigt sich eine maßgebliche Ursache für die zunehmende…»
Das schreibt GROK über unsere Studie:

Die Studie „Verarmung und Konjunktur“ des Karlsruher Instituts für Wirtschaftsforschung (KIWIFO) untersucht die zunehmende wirtschaftliche Ungleichheit in Deutschland und deren Auswirkungen auf die Konjunktur. Im Fokus steht die Entwicklung der niedrigsten Besoldung von Bundesbeamten seit der Währungsreform 1948 im Vergleich zum Wachstum der Geldmengen (M1, M2, Bargeld). Die zentrale These ist, dass die wachsende Verarmung breiter Bevölkerungsschichten, bedingt durch eine ungleiche Verteilung der Kaufkraft, die Volkswirtschaft schwächt.
Die Studie orientiert sich am Konzept der „breitgeschichteten Massenkaufkraft“ von Ludwig Erhard, wonach eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Geldes in der Bevölkerung für Wohlstand und eine starke Konjunktur entscheidend ist. Sie zeigt, dass die Besoldung niedriger Beamtengruppen im Verhältnis zur Geldmenge pro Haushalt über die Jahrzehnte gesunken ist, was auf eine wachsende Einkommens- und Vermögensungleichheit hinweist. Dies führt zu einer geringeren Geldumlaufgeschwindigkeit, da Wohlhabende Geld langsamer ausgeben, während einkommensschwache Haushalte kaum Spielraum für Konsum haben.
Die Studie analysiert zudem die Geldmengenentwicklung, die Geldumlaufgeschwindigkeit und deren Einfluss auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Sie argumentiert, dass die Konjunktur nicht primär von der Güterproduktion, sondern von der Geldverteilung abhängt. Eine ungleiche Verteilung, bei der wenige „Reiche“ (Gruppe-satt) viel Geld halten und die Mehrheit (Gruppe-Null) wenig bis gar kein Geld besitzt, hemmt die Konjunktur.
Lösungsvorschläge umfassen die Förderung von Kapitaleinkünften für die breite Bevölkerung durch Vermögensbildung, um eine „breitgeschichtete Massenkaufkraft“ zu erreichen. Die Studie kritisiert, dass aktuelle wirtschaftspolitische Ansätze dieses Ziel vernachlässigen, und warnt vor einer Rückkehr zu einer Zweiklassengesellschaft aus einer reichen Oberschicht und einer kaufkraftschwachen Unterschicht, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Wir haben uns den Spaß gemacht, einmal eine Excel-Mappe zu erstellen, die uns berechnet, wie viel Geld wir dem Staat leihen müssten, damit er uns so viele Zinsen zahlt wie wir Einkommensteuer bezahlen müssen, damit wir also quasi steuerfrei leben können.

Schauen Sie herein unter https://kiwifo.de/steuerfrei.htm
Die bevorstehende Landtagswahl hat uns veranlasst zu untersuchen, ob die Parteien das politische Ziel von Ludwig Erhard von der „breitgeschichteten Massenkaufkraft“ noch kennen.

Schauen Sie herein unter 
https://kiwifo.de/wahlprogramme.htm