10. Was verstehen wir unter der mündlichen Überlieferung? - Teil 1
Unter der mündlichen Überlieferung verstehen wir die Offenbarungen Gottes, welche die Apostel zwar gepredigt, aber nicht aufgeschrieben haben.
Die mündliche Überlieferung heißt auch Erblehre oder Tradition.
Jesus selbst hat den Aposteln den Auftrag gegeben: „Geht hin und lehrt!“ Darum haben die Apostel das Wort Gottes mündlich verkündet. Nur einige Apostel haben manches von dem, was sie lehrten, aufgeschrieben. Auch die ersten Nachfolger der Apostel haben die Lehre, die sie von den Aposteln gehört hatten, meistens nur mündlich verkündet. Erst später ist vieles von den heiligen Kirchenvätern aufgeschrieben worden. Der Apostel Paulus schreibt: „Haltet fest die übergebenen Lehren, die ihr erlernt habe, sei es durch das Wort oder durch einen unserer Briefe.“ (2 Thess 2,15)
Unter der mündlichen Überlieferung verstehen wir die Offenbarungen Gottes, welche die Apostel zwar gepredigt, aber nicht aufgeschrieben haben.
Die mündliche Überlieferung heißt auch Erblehre oder Tradition.
Jesus selbst hat den Aposteln den Auftrag gegeben: „Geht hin und lehrt!“ Darum haben die Apostel das Wort Gottes mündlich verkündet. Nur einige Apostel haben manches von dem, was sie lehrten, aufgeschrieben. Auch die ersten Nachfolger der Apostel haben die Lehre, die sie von den Aposteln gehört hatten, meistens nur mündlich verkündet. Erst später ist vieles von den heiligen Kirchenvätern aufgeschrieben worden. Der Apostel Paulus schreibt: „Haltet fest die übergebenen Lehren, die ihr erlernt habe, sei es durch das Wort oder durch einen unserer Briefe.“ (2 Thess 2,15)
Die mündliche Überlieferung ist bis auf uns gekommen:
1. Durch den mündlichen Unterricht und die heiligen Gebräuche der Kirche.
2. durch die kirchlichen Glaubensbekenntnisse;
3. durch die Aussprüche der Päpste und der Kirchenversammlungen;
4. durch die Schriften der Kirchenväter und durch kirchliche Denkmale.
Die Heilige Schrift und die mündliche Überlieferung sind durch den Beistand des Heiligen Geistes von der Kirche rein und unverfälscht bewahrt worden.
Die Heilige Schrift und die mündliche Überlieferung sind die beiden GLAUBENSQUELLEN.
1. Durch den mündlichen Unterricht und die heiligen Gebräuche der Kirche.
2. durch die kirchlichen Glaubensbekenntnisse;
3. durch die Aussprüche der Päpste und der Kirchenversammlungen;
4. durch die Schriften der Kirchenväter und durch kirchliche Denkmale.
Die Heilige Schrift und die mündliche Überlieferung sind durch den Beistand des Heiligen Geistes von der Kirche rein und unverfälscht bewahrt worden.
Die Heilige Schrift und die mündliche Überlieferung sind die beiden GLAUBENSQUELLEN.
11. Können wir ohne Glauben in den Himmel kommen?
Ohne Glauben können wir nicht in den Himmel kommen, denn Jesus sagt: „Wer nicht glaubt, wird verdammt werden.“ (Mk 16,16)
Der Apostel Paulus schreibt: „Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen.“ (Hebr.11,6) Der Glaube ist eine Gnade. Darum müssen wir um den Glauben beten wie die Apostel: „Vermehre uns den Glauben.“ (Lk 17,5)
Wir müssen aber den Glauben auch äußerlich zeigen. Jesus sagt: „Wer mich vor den Menschen bekennt, den werde auch ich vor meinem Vater bekennen, der im Himmel ist; wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater verleugnen.“ (Mt 10,32-33) Das Wichtigste ist aber, dass wir nach dem Glauben leben. Der Apostel Jakobus sagt: „Der Glaube ohne die Werke ist tot.“ (Jak. 2,26)
Wir bekennen unseren Glauben besonders durch das heilige Kreuzzeichen.
Sechs Wahrheiten unseres heiligen Glaubens müssen wir vor allem wissen und glauben; man nennt sie die sechs Grundwahrheiten.
Ohne Glauben können wir nicht in den Himmel kommen, denn Jesus sagt: „Wer nicht glaubt, wird verdammt werden.“ (Mk 16,16)
Der Apostel Paulus schreibt: „Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen.“ (Hebr.11,6) Der Glaube ist eine Gnade. Darum müssen wir um den Glauben beten wie die Apostel: „Vermehre uns den Glauben.“ (Lk 17,5)
Wir müssen aber den Glauben auch äußerlich zeigen. Jesus sagt: „Wer mich vor den Menschen bekennt, den werde auch ich vor meinem Vater bekennen, der im Himmel ist; wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater verleugnen.“ (Mt 10,32-33) Das Wichtigste ist aber, dass wir nach dem Glauben leben. Der Apostel Jakobus sagt: „Der Glaube ohne die Werke ist tot.“ (Jak. 2,26)
Wir bekennen unseren Glauben besonders durch das heilige Kreuzzeichen.
Sechs Wahrheiten unseres heiligen Glaubens müssen wir vor allem wissen und glauben; man nennt sie die sechs Grundwahrheiten.
12. Wie lauten die sechs Grundwahrheiten?
Die sechs Grundwahrheiten lauten:
1. Es ist ein Gott.
2. Gott ist ein gerechter Richter, der das Gute belohnt und das Böse bestraft.
3. In Gott sind drei Personen: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
4. Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, damit er uns durch seinen Tod am Kreuz erlöse und ewig selig mache.
5. Die Seele des Menschen ist unsterblich.
6. Ohne die Gnade Gottes können wir nicht selig werden.
Danke Gott für die Gnade des heiligen Glaubens und bleibe deinem Glauben treu bis in den Tod. Halte fest an den Lehren der heiligen katholischen Kirche. Höre auch fleißig das Wort Gottes in der Predigt und in der Christenlehre. Hüte dich vor Menschen und Schriften, die den Glauben angreifen. Schäme dich nie, deinen Glauben öffentlich zu bekennen.
Die sechs Grundwahrheiten lauten:
1. Es ist ein Gott.
2. Gott ist ein gerechter Richter, der das Gute belohnt und das Böse bestraft.
3. In Gott sind drei Personen: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
4. Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, damit er uns durch seinen Tod am Kreuz erlöse und ewig selig mache.
5. Die Seele des Menschen ist unsterblich.
6. Ohne die Gnade Gottes können wir nicht selig werden.
Danke Gott für die Gnade des heiligen Glaubens und bleibe deinem Glauben treu bis in den Tod. Halte fest an den Lehren der heiligen katholischen Kirche. Höre auch fleißig das Wort Gottes in der Predigt und in der Christenlehre. Hüte dich vor Menschen und Schriften, die den Glauben angreifen. Schäme dich nie, deinen Glauben öffentlich zu bekennen.
2. ABTEILUNG
DAS APOSTOLISCHE GLAUBENSBEKENNTNIS
Die Lehre der katholischen Kirche ist kurz im Apostolischen Glaubensbekenntnis enthalten.
Das Apostolische Glaubensbekenntnis heißt „Apostolisch“, weil es aus der Zeit der Apostel stammt. Es hat zwölf Teile (Artikel).
13. Wie lautet das Apostolische Glaubensbekenntnis?
Das Apostolische Glaubensbekenntnis lautet:
(1) Ich glaube an Gott, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde;
(2) und an den Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn;
(3) der empfangen ist vom Heiligen Geiste, geboren aus Maria, der Jungfrau;
(4) gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben;
(5) abgestiegen zu der Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten;
(6) aufgefahren in den Himmel, sitzet zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters;
(7) von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten.
(8) Ich glaube an den Heiligen Geist;
(9) die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen;
(10) Nachlass der Sünden;
(11) Auferstehung des Fleisches;
(12) ein ewiges Leben. - Amen.
DAS APOSTOLISCHE GLAUBENSBEKENNTNIS
Die Lehre der katholischen Kirche ist kurz im Apostolischen Glaubensbekenntnis enthalten.
Das Apostolische Glaubensbekenntnis heißt „Apostolisch“, weil es aus der Zeit der Apostel stammt. Es hat zwölf Teile (Artikel).
13. Wie lautet das Apostolische Glaubensbekenntnis?
Das Apostolische Glaubensbekenntnis lautet:
(1) Ich glaube an Gott, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde;
(2) und an den Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn;
(3) der empfangen ist vom Heiligen Geiste, geboren aus Maria, der Jungfrau;
(4) gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben;
(5) abgestiegen zu der Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten;
(6) aufgefahren in den Himmel, sitzet zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters;
(7) von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten.
(8) Ich glaube an den Heiligen Geist;
(9) die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen;
(10) Nachlass der Sünden;
(11) Auferstehung des Fleisches;
(12) ein ewiges Leben. - Amen.
ERSTER GLAUBENSARTIKEL
„Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erde.“
Der erste Glaubensartikel lehrt: 1. dass ein Gott ist; 2. dass die erste göttliche Person Vater genannt wird; 3. dass Gott Himmel und Erde erschaffen hat.
1. Gott und seine Eigenschaften:
14. Was ist Gott?
Gott ist ein Geist, der unendlich vollkommen ist.
Wir sagen: Gott ist ein Geist, weil Er Verstand und freien Willen hat. Jesus sagt zu der Samariterin: „Gott ist ein Geist.“ (Joh. 4,14)
Wir sagen: Gott ist unendlich vollkommen, weil Er alle guten Eigenschaften im höchsten Maße besitzt. Er könnte nicht vollkommener sein.
„Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erde.“
Der erste Glaubensartikel lehrt: 1. dass ein Gott ist; 2. dass die erste göttliche Person Vater genannt wird; 3. dass Gott Himmel und Erde erschaffen hat.
1. Gott und seine Eigenschaften:
14. Was ist Gott?
Gott ist ein Geist, der unendlich vollkommen ist.
Wir sagen: Gott ist ein Geist, weil Er Verstand und freien Willen hat. Jesus sagt zu der Samariterin: „Gott ist ein Geist.“ (Joh. 4,14)
Wir sagen: Gott ist unendlich vollkommen, weil Er alle guten Eigenschaften im höchsten Maße besitzt. Er könnte nicht vollkommener sein.
15. Wer sagt uns, dass es einen Gott gibt?
Dass es einen Gott gibt, sagen uns die Vernunft und die Offenbarung.
1. Die Vernunft sagt uns:
a) Die Welt ist nicht immer dagewesen, sie muss also einen Anfang gehabt haben. Von sich selbst aber kann sie nicht entstanden sein. Es muss sie also ein allmächtiger Schöpfer gemacht haben. Dieser Schöpfer des Himmels und der Erde ist Gott.
b) Auch das Leben der Pflanzen, Tiere und Menschen auf der Welt ist nicht immer dagewesen, es muss einmal angefangen haben. Von sich selbst aber kann das Leben nicht entstanden sein. Also muss es ein lebendiger Schöpfer gemacht haben. Dieser Schöpfer des Lebens ist Gott.
c) Der Sternenhimmel gleicht einem ungeheuren Uhrwerk, das mit wundervoller Genauigkeit geht. Diese Weltenuhr kann nur ein allmächtiger und höchst weiser Meister gemacht haben. Dieser Meister ist Gott. – Die Welt ist voll von Naturgesetzen. Es gibt aber kein Gesetz ohne Gesetzgeber. Dieser Gesetzgeber ist Gott. Infolge dieser Gesetze finden wir in der Welt eine wunderbare Ordnung. Diese Ordnung kann kein Zufall sein. Ein höchst weiser Ordner muss alles so schön eingerichtet haben. Dieser Ordner ist Gott. – in den drei Reichen der Natur finden sich die herrlichsten Kunstwerke. Es gibt aber kein Kunstwerk ohne Künstler. Dieser alles vermögende Künstler ist Gott.
Dass es einen Gott gibt, sagen uns die Vernunft und die Offenbarung.
1. Die Vernunft sagt uns:
a) Die Welt ist nicht immer dagewesen, sie muss also einen Anfang gehabt haben. Von sich selbst aber kann sie nicht entstanden sein. Es muss sie also ein allmächtiger Schöpfer gemacht haben. Dieser Schöpfer des Himmels und der Erde ist Gott.
b) Auch das Leben der Pflanzen, Tiere und Menschen auf der Welt ist nicht immer dagewesen, es muss einmal angefangen haben. Von sich selbst aber kann das Leben nicht entstanden sein. Also muss es ein lebendiger Schöpfer gemacht haben. Dieser Schöpfer des Lebens ist Gott.
c) Der Sternenhimmel gleicht einem ungeheuren Uhrwerk, das mit wundervoller Genauigkeit geht. Diese Weltenuhr kann nur ein allmächtiger und höchst weiser Meister gemacht haben. Dieser Meister ist Gott. – Die Welt ist voll von Naturgesetzen. Es gibt aber kein Gesetz ohne Gesetzgeber. Dieser Gesetzgeber ist Gott. Infolge dieser Gesetze finden wir in der Welt eine wunderbare Ordnung. Diese Ordnung kann kein Zufall sein. Ein höchst weiser Ordner muss alles so schön eingerichtet haben. Dieser Ordner ist Gott. – in den drei Reichen der Natur finden sich die herrlichsten Kunstwerke. Es gibt aber kein Kunstwerk ohne Künstler. Dieser alles vermögende Künstler ist Gott.