LET’S TALK ABOUT GÜNTHER.
Es ist an der Zeit, an eine Person zu erinnern, die ohne Übertreibung als Legende des Marburger Nachtlebens bezeichnet werden kann und deren Verhalten mich in meinen ersten Jahren in der mittlerweile heruntergekommenen und überflüssigen Universitätsstadt MARBURG AN DER LAHN beeinflusst hat. Lasst mich also über Günther schreiben, den Mann hinter der nicht mehr existierenden Kneipe BOLSCHOI, in der ich zwischen 1998 und 2002 etliche Abende verbracht habe. Falls du damals noch nicht gelebt hast: Es war eine Zeit, in der es hier noch keine Shisha-Bars gab, in der Ketzerbach die Bäume blühten und Marburgs Stadtbild nicht von Leerstand, Automaten-Cafés, Schlaffi-Spätis und Fahrradwegen verschandelt war. Und weil dies in Text über Günther ist, schiebst du dir das Wort STADTBILD am besten gleich zu Anfang quer in deinen Arsch oder schickst deine Mama zum Beinespreizen vorbei.
Im BOLSCHOI waren die Wände rot gestrichen, „Das Kapital“ von Marx hing – durchbohrt von einem Nagel – an der Wand, es liefen die LENINGRAD COWBOYS und manchmal auch IRON MAIDEN. Man durfte rauchen, sah viele StudentInnen der benachbarten Blindenstudienanstalt, in der Toilette war es arschkalt. Günther verkaufte Biersorten, von denen man noch nie gehört hatte, auf der Karte standen fuselige Cocktails mit schillernden Namen. An besonders leichtsinnigen Abenden bestellte man eine Wodka-Orgel; eine – aus heutiger Sicht – ziemlich unterdurchschnittliche Zusammenstellung ordinärer Supermarktwodkas und Zeug, das Günther selbst aromatisiert hatte. Doch scheißen wir auf Qualität: In Summe war das BOLSCHOI der mit Abstand beste Ort, an dem räudige Typen, von Ehefrauen Verschmähte, Desillusionierte und Möchtegern-Philosophen wie ich abhängen konnten.
Damals hasste ich es, zuhause zu sein, meine Tage verbrachte ich meist schreibend in einem ebenfalls heute nicht mehr existierenden Studenten-Bistro namens LES JOURNEAUX, in dem auch Günther zeitungslesend abhing, bevor er sich abends in den Wänden seiner Kneipe in ein Musterbeispiel für Unvorhersehbarkeit verwandelte. Manchmal ohrfeigte er Leute und zog sie am Jackenkragen vor die Tür, weil sie es gewagt hatten einen Kaffee zu bestellten; manchmal war er die Liebeswürdigkeit in Person. Manchmal erzählte er von alten Zeiten, manchmal hatte er nicht einmal Bock, die Gläser zu spülen, in denen er Cocktails servierte. An einem Abend erzählte mir Günther, dass die ganze BOLSCHOI-, Russland- und Kommunismus-Nummer nur ein Image sei, das er gewählt hatte, um in einer linken Stadt wie Marburg möglichst viele Leute in seinen Laden zu ziehen. Das BOLSCHOI war so genial, dass mir selbst das egal war.
Es ist an der Zeit, an eine Person zu erinnern, die ohne Übertreibung als Legende des Marburger Nachtlebens bezeichnet werden kann und deren Verhalten mich in meinen ersten Jahren in der mittlerweile heruntergekommenen und überflüssigen Universitätsstadt MARBURG AN DER LAHN beeinflusst hat. Lasst mich also über Günther schreiben, den Mann hinter der nicht mehr existierenden Kneipe BOLSCHOI, in der ich zwischen 1998 und 2002 etliche Abende verbracht habe. Falls du damals noch nicht gelebt hast: Es war eine Zeit, in der es hier noch keine Shisha-Bars gab, in der Ketzerbach die Bäume blühten und Marburgs Stadtbild nicht von Leerstand, Automaten-Cafés, Schlaffi-Spätis und Fahrradwegen verschandelt war. Und weil dies in Text über Günther ist, schiebst du dir das Wort STADTBILD am besten gleich zu Anfang quer in deinen Arsch oder schickst deine Mama zum Beinespreizen vorbei.
Im BOLSCHOI waren die Wände rot gestrichen, „Das Kapital“ von Marx hing – durchbohrt von einem Nagel – an der Wand, es liefen die LENINGRAD COWBOYS und manchmal auch IRON MAIDEN. Man durfte rauchen, sah viele StudentInnen der benachbarten Blindenstudienanstalt, in der Toilette war es arschkalt. Günther verkaufte Biersorten, von denen man noch nie gehört hatte, auf der Karte standen fuselige Cocktails mit schillernden Namen. An besonders leichtsinnigen Abenden bestellte man eine Wodka-Orgel; eine – aus heutiger Sicht – ziemlich unterdurchschnittliche Zusammenstellung ordinärer Supermarktwodkas und Zeug, das Günther selbst aromatisiert hatte. Doch scheißen wir auf Qualität: In Summe war das BOLSCHOI der mit Abstand beste Ort, an dem räudige Typen, von Ehefrauen Verschmähte, Desillusionierte und Möchtegern-Philosophen wie ich abhängen konnten.
Damals hasste ich es, zuhause zu sein, meine Tage verbrachte ich meist schreibend in einem ebenfalls heute nicht mehr existierenden Studenten-Bistro namens LES JOURNEAUX, in dem auch Günther zeitungslesend abhing, bevor er sich abends in den Wänden seiner Kneipe in ein Musterbeispiel für Unvorhersehbarkeit verwandelte. Manchmal ohrfeigte er Leute und zog sie am Jackenkragen vor die Tür, weil sie es gewagt hatten einen Kaffee zu bestellten; manchmal war er die Liebeswürdigkeit in Person. Manchmal erzählte er von alten Zeiten, manchmal hatte er nicht einmal Bock, die Gläser zu spülen, in denen er Cocktails servierte. An einem Abend erzählte mir Günther, dass die ganze BOLSCHOI-, Russland- und Kommunismus-Nummer nur ein Image sei, das er gewählt hatte, um in einer linken Stadt wie Marburg möglichst viele Leute in seinen Laden zu ziehen. Das BOLSCHOI war so genial, dass mir selbst das egal war.
Irgendwann bekam Günther Probleme mit seinem Bein du versorgte die Wunde selbst – im BOLSCHOI. Ich bin ein paarmal an der Kneipe vorbeigelaufen, als sich Günther bei offenem Fenster behandelte – einen Haufen Verbandsverpackungen und vollgesutschte Mullbinden vor sich. Günther blieb bis zum Schluss stur und unbeirrbar und hielt an seiner Freiheit so lange wie möglich fest. Auf seiner Beerdigung waren vielleicht 15 Leute, Günthers Bruder hielt eine Rede und ging in ihr auf Ereignisse und Stationen in Günthers Leben ein, die dessen ruppiges und authentisches Verhalten ein wenig verständlicher machten. Als ich eine Schaufel Erde auf Günthers Sarg warf, dankte ich ihm dafür, dass er mir gezeigt hatte, wie UNBEUGSAMER BASTARD geht.
Als meine erste Homepage online ging, verglich ich sie mit dem BOLSCHOI: mein Haus, meine Band, meine Regeln. Auch wenn die Schnittmenge zwischen mir und Günther auf eine DIN-A-4-Seite passt: Günthers symbolische Bedeutung für mich geht weit über den Umfang dieser Zeilen hinaus. Günther hat geöffnet und gearbeitet, wenn und wann er Bock hatte. Er hat sein eigenes Arbeitstempo bestimmt, und wenn Günther jemanden nicht bedienen wollte, hat er ihn nicht bedient. Geld war ihm anscheinend egal, und keine Summe hätte Günther dazu bewegen können, sein Verhalten der Norm anzugleichen. Wenn man sich mit diesem Verhalten anfreunden konnte, durfte man an Günthers Liebeswürdigkeit, seiner Wut, seinen Abgründen, seinen Hirnwindungen und der Atmosphäre im BOLSCHOI teilhaben – wenn nicht, hat man den Laden besser nie wieder betreten. In einer Welt voller Schleimscheißer, Lügner und Arschkriecher sind Leute wie Günther von unschätzbarem Wert.
... denn nur, wer Absolutes tut, tut sich und anderen gut.
Tut-tut macht das Auto.
Danke, Günther.
.:A:.
PS: Dieser Text entstand, weil mich das Aussehen meiner Haare auf dem von THOMAS BACH geschossenen Foto an Günthers graue Mähne erinnert hat.
HÖRE JETZT „WO DIE SEELEN STERBEN“ AUF SPOTIFY:
https://open.spotify.com/intl-de/track/6zvKpR32iueIgbhxzCKNhJ?si=8c2567b4ac3c460e
Als meine erste Homepage online ging, verglich ich sie mit dem BOLSCHOI: mein Haus, meine Band, meine Regeln. Auch wenn die Schnittmenge zwischen mir und Günther auf eine DIN-A-4-Seite passt: Günthers symbolische Bedeutung für mich geht weit über den Umfang dieser Zeilen hinaus. Günther hat geöffnet und gearbeitet, wenn und wann er Bock hatte. Er hat sein eigenes Arbeitstempo bestimmt, und wenn Günther jemanden nicht bedienen wollte, hat er ihn nicht bedient. Geld war ihm anscheinend egal, und keine Summe hätte Günther dazu bewegen können, sein Verhalten der Norm anzugleichen. Wenn man sich mit diesem Verhalten anfreunden konnte, durfte man an Günthers Liebeswürdigkeit, seiner Wut, seinen Abgründen, seinen Hirnwindungen und der Atmosphäre im BOLSCHOI teilhaben – wenn nicht, hat man den Laden besser nie wieder betreten. In einer Welt voller Schleimscheißer, Lügner und Arschkriecher sind Leute wie Günther von unschätzbarem Wert.
... denn nur, wer Absolutes tut, tut sich und anderen gut.
Tut-tut macht das Auto.
Danke, Günther.
.:A:.
PS: Dieser Text entstand, weil mich das Aussehen meiner Haare auf dem von THOMAS BACH geschossenen Foto an Günthers graue Mähne erinnert hat.
HÖRE JETZT „WO DIE SEELEN STERBEN“ AUF SPOTIFY:
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Wo die Seelen sterben
Samsas Traum · Suspiria Intermezzo · Song · 2023
DAS INSEKTENHAUS SCHLIESST!
Am 27.02.2026 schließen wir unseren INSEKTENHAUS-Online-Shop für immer und stellen den Verkauf physischer Produkte komplett ein. Es wird weiterhin ausgewähltes Merchandising von uns geben, dieses wird allerdings exklusiv über unseren Partner FANTOTAL.DE vertrieben. Keine Sorge: Noch offene Bestellungen (ich schiele da vor allem auf zwei Bücher und ein CD-Set) werden in der ersten Jahreshälfte 2026 abgearbeitet. Wir verschwinden mit eurem Geld nicht nach Portland/Oregon, obwohl wir es könnten. Der Shop bleibt bis zur Erfüllung der letzten Bestellung online, damit wir für euch auffindbar sind. Wer sich noch ein Exemplar von BITTE NICHT, dem KOMPENDIUM SAMSARIUM oder z.B. der MOONLIGHT-SHADOW-CD sichern möchte, sollte jetzt zugreifen – dies ist die letzte Chance und kein Marketing-Gag. Wir machen definitiv nicht mehr weiter.
Warum schließen wir und stoppen den Verkauf physischer Produkte?
Auf diese Frage gibt es mehrere Antworten.
Die erste und einfachste Antwort lautet: Wir können ONLINE-SHOP einfach nicht. Wir sind dazu VOLLKOMMEN UNFÄHIG. In den vergangenen Jahren haben wir es kein einziges Mal geschafft, einen Artikel pünktlich an den Start zu bringen. Es ist in Deutschland schlichtweg UNMÖGLICH, eine Band, eine Familie, einen Vermieter, das uns ewiglich melkende, übergriffige Finanzamt und die pervers teure und nichtsnutzige Krankenkasse an der Backe zu haben, ohne zeitlich und nervlich Federn zu lassen. Das hat uns wütend und trotzig gemacht, und diese negativen Gefühle sollen nicht mehr Teil unseres und eures Lebens sein.
Damit in Zusammenhang steht: Uns wurde bei der Arbeit geholfen, was alles noch schlimmer macht. Denn: Unseren HelferInnen geht es wie uns, manchen geht es sogar schlechter. Ausnahmslos alle haben es ihrerseits ebenfalls mit den oben geschilderten Problem-Faktoren zu tun, manche MitarbeiterInnen haben unsere Abläufe im letzten Jahr zusätzlich durch Krankheit verzögert. Weil der Chef Schläge besser aushält als seine Angestellten, haben wir Stress nicht an unsere HelferInnen abgeleitet.
Die zweite Antwort lautet: Der Markt hat sich verändert, die Menschen haben weniger Kohle, was in weniger Bestellungen resultiert. Das obere Drittel schafft es zwar weiterhin, das Märchen vom musikalischen Erfolg zu erzählen, in Wahrheit hat sich aber ALLES für ALLE gravierend verschlechtert. Damit meinen wir nicht nur eine Verringerung finanzieller Mittel, wir meinen damit auch die Wahrnehmung und Definition von AUSBEUTUNG. In den vergangenen Jahren haben vorrangig WIR und die KÄFERARMEE dafür bezahlt, dass es unsere Produkte gibt, NICHT reguläre Fans – das kann auf Dauer nicht Sinn der Sache sein. Vor allem die Bücher, auf die alle warten, haben nach JAHREN des Vorverkaufs nicht die notwendige Menge für eine Produktion umgesetzt, weshalb sie nun im Endeffekt von UNS, und nicht von EUCH finanziert werden. Die Situation ist NICHT die Schuld unserer Fans – es ist unsere Schuld, weil wir es IMMER WIEDER versucht haben, anstatt abzubrechen. Aber hey, was sollen wir machen? Auch wir haben unser Zeug gerne im Regal stehen.
Die dritte Antwort lautet: Die deutsche Gothic-Szene ist irrelevant geworden, wird sich nicht mehr aus der Bedeutungslosigkeit erheben und kann mit internationalen Künstlern nicht mithalten. Unsere Szene verjüngt sich nicht, sie ist für junge Menschen vollkommen unattraktiv; andere Subkulturen haben ihr bereits vor Jahren den Rang abgelaufen. Die Konsequenzen frustrieren, vor allem, wenn man des Blickes über den Tellerrand mächtig ist und wie wir auch gerne in anderen Genres arbeitet. Wenn Jugendliche einen nuschelnden Suchtkranken deiner Musik vorziehen, ist es nicht in erster Linie die Schuld der Jugendlichen. Wenn ein sibirischer Teenager in einem Eisbärkostüm in einem Monat mehr Geld mit Kehlkopfgesang auf Spotify verdient als Gothic-Szenegrößen in einem Jahr, könnte es sein, dass man Talent im falschen Marktsegment verschwendet.
Am 27.02.2026 schließen wir unseren INSEKTENHAUS-Online-Shop für immer und stellen den Verkauf physischer Produkte komplett ein. Es wird weiterhin ausgewähltes Merchandising von uns geben, dieses wird allerdings exklusiv über unseren Partner FANTOTAL.DE vertrieben. Keine Sorge: Noch offene Bestellungen (ich schiele da vor allem auf zwei Bücher und ein CD-Set) werden in der ersten Jahreshälfte 2026 abgearbeitet. Wir verschwinden mit eurem Geld nicht nach Portland/Oregon, obwohl wir es könnten. Der Shop bleibt bis zur Erfüllung der letzten Bestellung online, damit wir für euch auffindbar sind. Wer sich noch ein Exemplar von BITTE NICHT, dem KOMPENDIUM SAMSARIUM oder z.B. der MOONLIGHT-SHADOW-CD sichern möchte, sollte jetzt zugreifen – dies ist die letzte Chance und kein Marketing-Gag. Wir machen definitiv nicht mehr weiter.
Warum schließen wir und stoppen den Verkauf physischer Produkte?
Auf diese Frage gibt es mehrere Antworten.
Die erste und einfachste Antwort lautet: Wir können ONLINE-SHOP einfach nicht. Wir sind dazu VOLLKOMMEN UNFÄHIG. In den vergangenen Jahren haben wir es kein einziges Mal geschafft, einen Artikel pünktlich an den Start zu bringen. Es ist in Deutschland schlichtweg UNMÖGLICH, eine Band, eine Familie, einen Vermieter, das uns ewiglich melkende, übergriffige Finanzamt und die pervers teure und nichtsnutzige Krankenkasse an der Backe zu haben, ohne zeitlich und nervlich Federn zu lassen. Das hat uns wütend und trotzig gemacht, und diese negativen Gefühle sollen nicht mehr Teil unseres und eures Lebens sein.
Damit in Zusammenhang steht: Uns wurde bei der Arbeit geholfen, was alles noch schlimmer macht. Denn: Unseren HelferInnen geht es wie uns, manchen geht es sogar schlechter. Ausnahmslos alle haben es ihrerseits ebenfalls mit den oben geschilderten Problem-Faktoren zu tun, manche MitarbeiterInnen haben unsere Abläufe im letzten Jahr zusätzlich durch Krankheit verzögert. Weil der Chef Schläge besser aushält als seine Angestellten, haben wir Stress nicht an unsere HelferInnen abgeleitet.
Die zweite Antwort lautet: Der Markt hat sich verändert, die Menschen haben weniger Kohle, was in weniger Bestellungen resultiert. Das obere Drittel schafft es zwar weiterhin, das Märchen vom musikalischen Erfolg zu erzählen, in Wahrheit hat sich aber ALLES für ALLE gravierend verschlechtert. Damit meinen wir nicht nur eine Verringerung finanzieller Mittel, wir meinen damit auch die Wahrnehmung und Definition von AUSBEUTUNG. In den vergangenen Jahren haben vorrangig WIR und die KÄFERARMEE dafür bezahlt, dass es unsere Produkte gibt, NICHT reguläre Fans – das kann auf Dauer nicht Sinn der Sache sein. Vor allem die Bücher, auf die alle warten, haben nach JAHREN des Vorverkaufs nicht die notwendige Menge für eine Produktion umgesetzt, weshalb sie nun im Endeffekt von UNS, und nicht von EUCH finanziert werden. Die Situation ist NICHT die Schuld unserer Fans – es ist unsere Schuld, weil wir es IMMER WIEDER versucht haben, anstatt abzubrechen. Aber hey, was sollen wir machen? Auch wir haben unser Zeug gerne im Regal stehen.
Die dritte Antwort lautet: Die deutsche Gothic-Szene ist irrelevant geworden, wird sich nicht mehr aus der Bedeutungslosigkeit erheben und kann mit internationalen Künstlern nicht mithalten. Unsere Szene verjüngt sich nicht, sie ist für junge Menschen vollkommen unattraktiv; andere Subkulturen haben ihr bereits vor Jahren den Rang abgelaufen. Die Konsequenzen frustrieren, vor allem, wenn man des Blickes über den Tellerrand mächtig ist und wie wir auch gerne in anderen Genres arbeitet. Wenn Jugendliche einen nuschelnden Suchtkranken deiner Musik vorziehen, ist es nicht in erster Linie die Schuld der Jugendlichen. Wenn ein sibirischer Teenager in einem Eisbärkostüm in einem Monat mehr Geld mit Kehlkopfgesang auf Spotify verdient als Gothic-Szenegrößen in einem Jahr, könnte es sein, dass man Talent im falschen Marktsegment verschwendet.
Die vierte und letzte Antwort lautet: Niemand braucht NOCH MEHR ZEUG. Wir haben in der jüngeren Vergangenheit durchblicken lassen, dass uns unser Planet und Umweltschutz sehr am Herzen liegen und wir nach Abermillionen Litern Wasser, welche die Produktion von Shirts im Laufe unserer Karriere verschmutzt hat, nicht scharf darauf sind, weitere Dumping-Produkte an den Start zu bringen. Der Großteil unserer Fans wird dies genau so wenig verstehen, wie der Großteil der Menschheit begreifen wird, dass man sich besser an einen Tisch setzen und zusammenarbeiten sollte. Das ist okay für uns, denn das Ausgraben von Dinosaurierknochen im Sande Utahs stellt für uns trotz Trump eine ernstzunehmende Alternative dar. Möge die Zeit unser Richter sein.
ZUSAMMENFASSUNG: Ab dem 01.03.2026 liegt der Verkauf und der Vertrieb unseres Merchandisings vollkommen in der Hand von FANTOTAL.DE, während wir uns vorrangig auf neue digitale Inhalte und die parallel erfolgende, finale Abarbeitung noch offener Bestellungen konzentrieren. Unser Online-Shop bleibt bis zur Erfüllung der letzten Bestellung bis voraussichtlich Ende Juni (inaktiv) im Netz, damit wir für alle auffindbar sind. Eine weitere Beschäftigung mit physischen Produkten ergibt für uns leider keinen Sinn, da die daraus entstehende Arbeit zeitliche, nervliche und finanzielle Ressourcen in einem Ausmaß verschwendet, das wir nicht mehr rechtfertigen können.
Zwölfeinhalb Jahre, 16,6K Bestellungen – wir danken allen Fans und Freunden für die lange Reise und die Geduld und das Verständnis, das ihr gegen jede Vernunft immer für uns aufgebracht habt. Vernunft ist nichts, Gefühl ist alles.
Einen schönen Mittwoch wünscht:
.:A:.
https://insektenhaus.bigcartel.com
ZUSAMMENFASSUNG: Ab dem 01.03.2026 liegt der Verkauf und der Vertrieb unseres Merchandisings vollkommen in der Hand von FANTOTAL.DE, während wir uns vorrangig auf neue digitale Inhalte und die parallel erfolgende, finale Abarbeitung noch offener Bestellungen konzentrieren. Unser Online-Shop bleibt bis zur Erfüllung der letzten Bestellung bis voraussichtlich Ende Juni (inaktiv) im Netz, damit wir für alle auffindbar sind. Eine weitere Beschäftigung mit physischen Produkten ergibt für uns leider keinen Sinn, da die daraus entstehende Arbeit zeitliche, nervliche und finanzielle Ressourcen in einem Ausmaß verschwendet, das wir nicht mehr rechtfertigen können.
Zwölfeinhalb Jahre, 16,6K Bestellungen – wir danken allen Fans und Freunden für die lange Reise und die Geduld und das Verständnis, das ihr gegen jede Vernunft immer für uns aufgebracht habt. Vernunft ist nichts, Gefühl ist alles.
Einen schönen Mittwoch wünscht:
.:A:.
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