Islam Study | Hadith
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Allgemeiner Kanal. Unter der Leitung von Abu Suleyman Al-Kurdi.

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📚 Das ḥanbalitische Fiqh-Werk „Muntahā Al-Irādāt“

Autor: Ibn An-Najjār Al-Futuḥī (898 - 972 n. H.)

Einiges über das Werk:
- Das Werk gehört zu den wichtigsten und ausführlichen Fiqh-Werken der späteren Ḥanābilah.
- Es wurde u. a. von Schaykh Manṣūr Al-Buhūtī (1000 - 1051 n. H.) erläutert. Darüber hinaus gibt es eine große „Ḥāschiyah“ dazu von Schaykh ʿAbduḷḷāh Abā Buṭayn. (Siehe die 11 Bänder auf dem Bild)

Hier die Abschlusssitzung der Lesung des Werkes mit unserem Schaykh ʿAbduḷḷāh Ibn Ḥamūd At-Tuwayjrī:
https://t.me/audios_durus/1248


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Islam Study | Hadith
📚 Das Streben nach Wissen ▪️ Bis zum letzten Atemzug nach Wissen streben Es wurde zu Imām Aḥmad Ibn Ḥanbal gesagt: „Bis wann soll man den Ḥadīth niederschreiben (und danach streben)?“ Er sagte: „Bis man stirbt.“ 📗[„Scharaf Aṣḥāb Al-Ḥadīth“ (140)] htt…
📚 Das Streben nach Wissen

Wenn der Schüler seinem Lehrer fast schon auf die Nerven geht

▪️ Es wird berichtet, dass Al-Ḥāfiẓ Ibn Ḥibbān Al-Bustī sehr eifrig beim Streben nach dem Wissen war und eine gewaltige Wissensreise hinter sich legte. Eines Tages war er mit Imām Ibn Khuzaymah unterwegs und er pflegte ihm sehr viele Fragen zu stellen und ihn sogar damit fast schon auf die Nerven zu gehen, bis dieser (Ibn Khuzaymah) sagte: „Halte Abstand von mir und stör/nerv mich nicht.“
Hierauf nahm Ibn Ḥibbān seinen Stift und schrieb selbst das nieder. Es wurde dann zu ihm gesagt: „Schreibst du selbst das auf?“ Er erwiderte: „Ich schreibe alles nieder, was er sagt.“
📗 [Siehe „Muʿjam Al-Buldān“ - Bust]

Al-Ḥāfiẓ Abū Ḥātim Muḥammad Ibn Ḥibbān Ibn Aḥmad Al-Bustī As-Sijistānī Asch-Schāfiʿī (270 - 354 n. H.). Er stammte aus der Ortschaft Bust, welche mittlerweile Laschkar Gah genannt wird und in der heutigen afghanischen Provinz Helmand liegt.
Neben dem islamischen Wissen verfügte Ibn Ḥibbān auch über reichliches Wissen in der Medizin.


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• Ishāq Ibn Hāni (gest. 275 n. H.) berichtete:

„Ich sagte zu Abu 'Abdillah (also Imam Ahmad): ‚Was sagst du über denjenigen, der sich nicht fürchtet in Heuchelei zu fallen?‘
Er sagte: ‚Und wer ist es, der sich vor der Heuchelei in Sicherheit wiegt?!‘

📗 [„Masāil Ibn Hāni“ (1964)]


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#Einstufung_Hadith

📚 Die Überlieferung, dass ʿUmar Ibn Al-Khaṭṭāb die Ṣaḥābiyyah Schifāʾ Al-ʿAdawiyyah als Marktaufseherin eingesetzt hätte

Die Scheinargumente, welche in der heutigen Zeit von manchen Leuten, die von bestimmten Ideologien oder dem „Feminismus“ beeinflusst sind, sind zahlreich.

▪️ So heißt es oft:
- Die Frau müsse auch eine bestimmte Art von Karriere machen.
- Die Frau müsse unbedingt an Unis studieren, selbst wenn dies auf Kosten der Religion und auf verbotene Weise stattfindet.
- Es würde nichts dagegen sprechen, wenn sie alleine verreist und alleine in einer anderen Stadt wohnt.

• Sie führen dann übliche Scheinargumente an, wie: „Khadijah war ja auch eine Geschäftsfrau.“
Darauf habe ich in diesem Video geantwortet:👇
https://youtu.be/4DHFmQHz_lc

• Oder sie führen das Scheinargument an, dass der Prophet ﷺ Umm Sulaym und ihre Schwester besucht hätte,
oder das Scheinargument mit der Einladung von Abū Usayd und dass seine Frau die Männer bewirtet und ihnen das Essen serviert hätte und somit Geschlechtermischung nicht verboten sei.
Die Antwort ist in diesem Video:👇
https://t.me/audios_durus/467

➡️ Ein weiteres #Scheinargument ist jenes um die edle Ṣaḥābiyyah Schifāʾ Al-ʿAdawiyyah (gest. 20 n. H.), die angeblich vom damaligen Kalifen ʿUmar als Marktaufseherin eingesetzt wurde.

▪️ Diese Geschichte wurde von Ibn Abī ʿĀṣim (gest. 287 n. H.) über die Überlieferungskette von Duḥaym überliefert, dieser über einen Mann, dieser über Ibn Lahīʿah und dieser über Yazīd Ibn Ḥabīb, dass ʿUmar - möge Aḷḷāh mit ihm zufrieden sein - Asch-Schifāʾ im Markt einsetzte. Er (also der Überlieferer Yazīd Ibn Ḥabīb) sagte: „Und wir kennen keine andere Frau außer diese, die er eingesetzt hat.“
📗 [„Al-Āḥād wal-Mathānī“ (3179)]

➡️ Einiges zu dieser Überlieferung:
1. Die Einstufung:
Diese Überlieferung ist sehr schwach und nicht authentisch. Und sie hat mehrere Makel/Fehler (ʿIlal):
• a) In der Kette ist ein nicht genannter Mann. Das alleine ist schon eine klare Schwäche und Grund, um die Überlieferung als schwach einzustufen.
• b) In der Kette ist ʿAbduḷḷāh Ibn Lahīʿah, der von den früheren Nuqqād als schwach eingestuft wurde.
Imām Aḥmad sagte über ihn: „Die Ḥadīthe von Ibn Lahīʿah sind kein Beleg/Argument (Ḥujjah).“
📗 [„Tahdhīb Ath-Tahdhīb“ (2/412)]
• c) Die Kette zwischen Yazīd Ibn Ḥabīb (53 - 128 n. H.) und ʿUmar (gest. 23 n. H.) ist unterbrochen, da ca. 30 Jahre zwischen ihnen liegen.

2. Einige Ansichten der Gelehrten:
• a) Al-Ḥāfiẓ Ibn Saʿd (168 - 230 n. H.) sagte über Asch-Schifāʾ und diese Überlieferung: „Und es wird gesagt, ʿUmar Ibn Al-Khaṭṭāb hätte sie im Markt eingesetzt. Aber ihre Söhne leugnen dies und werden sauer darüber.“
📗 [„Aṭ-Ṭabaqāt Al-Kubrā“]
• b) Ibn Al-ʿArabī (468 - 543 n. H.) sagte: „Und es wird berichtet, dass ʿUmar eine Frau im Markt als Aufseherin eingesetzt hätte, jedoch stimmt das nicht. So achtet nicht darauf, denn dies ist eine Intrige der Neuerungsträger in Bezug auf die Ḥadīthe.“
📗 [„Aḥkām Al-Qurʾān“]
• c) Al-Ḥāfiẓ Ibn ʿAbdil-Barr (368 - 463 n. H.) sagte: „Und vielleicht hat er ihr etwas, in Bezug auf den Markt, aufgetragen.“
📗 [„Al-Istiʿāb“]
• d) Viele andere Gelehrte, die diese Geschichte erwähnt haben, erwähnten sie in Form von „Tamrīḍ“ (تمريض).
Siehe hier die Bedeutung von „Tamrīḍ“:👇
https://youtu.be/t0Mx5gxXVII

3. Weiteres:
Sollte die Geschichte trotzdem stimmen, so spricht nichts dagegen und man kann sie wie folgt aufnehmen: Diese Schifāʾ wurde im Markt eingesetzt, um sich um die Angelegenheiten der Frauen zu kümmern und diesbezüglich das Gute zu gebieten, da zweifelsfrei auch viele Frauen den Markt aufsuchen.
Somit wäre auch in diesem Fall diese Überlieferung eine Widerlegung derjenigen, die sie als Argument für sich anführen wollen.

➡️ #Fazit:
Diese Überlieferung ist sehr schwach und nicht authentisch.
Selbst wenn sie stimmen sollte, so ist sie ein Argument gegen jene, die sie für ihr falsches Vorhaben anführen wollen, und sie ist ein Beleg für Ahlus-Sunnah.

Geschrieben von Abu Suleyman (22.03.1443 n. H.)


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📚 „Die Zeit der Verrichtung des Nachtgebets in den Gegenden, in denen die Abendröte nicht verschwindet“


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👆 Um das Ganze kurz zusammenzufassen:

• 1. Ich empfehle seit Jahren den Gebetszeiten-Kalender der ISNA (Islamic Society of North America) für Europa.

• 2. Beim Nachtgebet (Al-'Ischa) ist es so, dass es in bestimmten Gebieten Europas in einem Teil der Sommermonate legitim ist, 90-100 Minuten nach Eintritt des Maghrib-Gebets das 'Ischa-Gebet zu verrichten.
Wenn man also in den kommenden Monaten das Nachtgebet ca. 95 Minuten nach dem Sonnenuntergang (Al-Maghrib) verrichtet, dann ist diese Vorgehensweise richtig. Siehe hier:👇
https://t.me/islamstudy/2415

• 3. Was manche Moscheen machen, indem sie den ganzen Sommer das Abend- und Nachtgebet zusammenlegen, so ist das eine schlimme Neuerung und verboten. Diese Ansicht wurde von einem ägyptischen Zindiq ins Rollen gebracht. Hier habe ich ausführlich darüber gesprochen:👇
https://t.me/fragen_abu_suleyman/469

• 4. Wie soll man vorgehen, wenn die Moschee, in der man betet, das Nacht- oder Morgengebet vor Eintritt der Zeit verrichtet? Hier ein Text dazu:👇
https://t.me/islamstudy/1647


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📚 „Das Fleisch der Gelehrten ist vergiftet“ (also unantastbar) Diese Aussage - „Das Fleisch der Gelehrten ist vergiftet“ - ist weit verbreitet, vielleicht denkt mancher sogar, dass dies ein Ḥadīth sei oder die Aussage der früheren Gelehrten. ➡️ Einiges dazu:…
📚 „Das Fleisch der Gelehrten ist vergiftet“ (also unantastbar) - Teil 2

Ich hatte bereits im ersten Teil über diese Aussage „Das Fleisch der Gelehrten ist vergiftet“ gesprochen und erwähnt, dass sie keine Aussage der früheren Gelehrten ist.
Eine ähnliche Aussage wird auch Imām Aḥmad zugeschrieben.

▪️ So soll Imām Aḥmad angeblich gesagt haben:
(لحوم العلماء مسمومة، من شمها مرض، ومن أكلها مات.)
„Das Fleisch der Gelehrten ist vergiftet; wer daran riecht, wird erkranken und wer es isst, wird sterben.“
📗 Siehe hier: https://shamela.ws/book/10016/49

Diese Aussage hat ein gewisser ʿAbdul-Bāsiṭ Al-ʿAlmawī (gest. 981 n. H.) in seinem Werk („Al-ʿAqd At-Talīd“) erwähnt und sie Imām Aḥmad zugeschrieben.
 
➡️ Wer ist dieser Al-ʿAlmawī und stimmt diese Zuschreibung?
1. Al-ʿAlmawī soll kein Gelehrter gewesen sein, vielmehr wird lediglich erwähnt, dass er ein Prediger war, der es pflegte, in Damaskus die Menschen zu ermahnen.
2. Er wird der schāfiʿītischen Rechtsschule zugeschrieben und hat im 10. Jahrhundert gelebt. Zwischen ihm und Aḥmad lagen also 700 Jahre.
3. Er erwähnte diese Aussage ohne Überlieferungskette und schreibt sie auch keinem der früheren Werke zu.
4. Außer ihm hat - soweit ich weiß - keiner diese Aussage Imām Aḥmad zugeschrieben.

- Warum ist diese Aussage nicht in den Werken von Aḥmad selbst vorzufinden?
- Warum wurde sie nicht in den Werken seiner Schüler angeführt?
- Warum wird sie nicht zumindest von späteren ḥanbalitischen Gelehrten erwähnt?

➡️ #Fazit:
- Diese Aussage kann keinesfalls Imām Aḥmad zugeschrieben werden, um es vorsichtig auszudrücken.
- Jeder, der sich auch nur im Ansatz dem Wissen zurechnet, und genau vorgehen will bei der Angabe von Quellen und Zitaten, wird wissen, dass so eine Vorgehensweise nicht richtig ist.
- Insbesondere von Schülern des Wissens, auch wenn sie noch im Anfangsstadium sind, ist zu erwarten, dass sie solche falschen Zitate nicht in die Welt setzen und darauf achten, was sie sagen und schreiben.


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#Allgemeiner_Vortrag

„Die Gelehrten haben gesagt...“
Ein oft verwendeter Satz, der falsch verwendet werden kann: Welcher Gelehrte? Wo hat er das gesagt? Usw.

• Abu Suleyman Al-Kurdi

https://youtu.be/zAN9N8PEijE


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#Hadith_Wissenschaft

📚 Die bekannten „ʿAbādilāh“ unter den Ṣaḥābah

Man kann bei den „ʿAbādilāh“ (plural von ʿAbduḷḷāh) unter den Ṣaḥābah im Groben folgende Aufteilungen machen:

• ʿAbduḷḷāh Ibn Masʿūd aus Al-Kūfah.
• ʿAbduḷḷāh Ibn ʿUmar aus Al-Madīnah.
• ʿAbduḷḷāh Ibn Az-Zubayr aus Makkah.
• ʿAbduḷḷāh Ibn ʿAbbās aus Makkah bzw. Al-Baṣrah.
• ʿAbduḷḷāh Ibn ʿAmr Ibn Al-ʿĀṣ aus Ägypten.

📗 [Siehe dazu meine Erläuterung zu „Al-Bayqūniyyah (Seite 106 der Neuauflage)]


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#Welt_der_Bücher

Das gewaltige ḥanbalitische Fiqh-Werk „Al-Inṣāf“ vom großen Fiqh-Gelehrten ʿAlāʾ Ad-Dīn Al-Mardāwī (817 - 885 n. H.), bestehend aus 32 Bändern.
#Madhhab_Rechtsschule

📚 Das Phänomen, alle vier Rechtsschulen zu beherrschen und unterrichten zu können (Teil 1)

Die Anzahl der Fuqahāʾ über die gesagt wurde, dass sie Spezialisten in mehreren Rechtsschulen waren - sprich mehrere Rechtsschulen beherrschten - oder „Mujtahid Muṭlaq“ (absoluter/uneingeschränkter Mujtahid) waren, kann man im Laufe der letzten 1000 Jahre vielleicht an wenigen Händen abzählen.

Diese, die also ab dem 4./5. Jahrhundert kamen, sind u. a.:
- Ibn ʿAbdil-Barr (368 - 463 n. H.)
- Ibn Qudāmah Al-Maqdisī (541 - 620 n. H.)
- Ibn Daqīq Al-ʿĪd (625 - 702 n. H.)
- Ibn Taymiyyah (661 - 728 n. H.)
- Ibn Al-Qayyim (691 - 751 n. H.)
- und evtl. einige andere.

▪️ Der große ḥanbalitische Fiqh-Gelehrte Al-Mardāwī (817 - 885 n. H.) sagte: „So wisse, dass der Mujtahid in vier Kategorien aufgeteilt wird: Mujtahid Muṭlaq, Mujtahid innerhalb der Rechtsschule seines Imāms, oder Mujtahid in der Rechtsschule eines anderen außer seines Imāms, oder Mujtahid in einem (Teil)bereich des Wissens...“
📗 [Siehe: „At-Taḥbīr“]

➡️ Einige Anmerkungen:
1. Um diesen Al-Mardāwī als Beispiel zu nehmen, der zu den größten und wichtigsten Fiqh-Gelehrten der späteren Ḥanābilah gehört und etliche Werke verfasst hat - darunter das gewaltige Werk „Al-Inṣāf“, und trotzdem wird er nicht als Mujtahid Muṭlaq bezeichnet und es wird nicht behauptet, er würde mehrere Rechtsschulen beherrschen.

2. Was das Wissen über den Fiqh angeht, so ist Al-Mardāwī wahrscheinlich wissender als fast alle Gelehrten, die nach ihm kamen.

3. Al-Mardāwī wird innerhalb unserer #Hanbali_Rechtsschule sogar als „Al-Munaqqiḥ“ bezeichnet, was „Überarbeiter“ bedeutet, da er etliche Fiqh-Werke überarbeitete und verfasste.

👉 Was ich damit sagen möchte: Eine einzige Madhhab meisterhaft zu beherrschen und darin nahezu ein Mujtahid zu sein, ist bereits eine sehr schwierige Aufgabe, die nur wenigen gelang.


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#Welt_der_Bücher
#Tauhid_an_erster_Stelle

📚 Das ʿAqīdah-Werk: „Mufīd Al-Mustafīd fī Kufri Tārik At-Tauḥīd“

Autor: Al-Imām Al-Mujaddid Muḥammad Ibn ʿAbdil-Wahhāb (1115 - 1206 n. H.)

Einiges über das Werk:
In diesem mittelgroßen Werk, bestehend aus ca. 60 Seiten, geht es um mehrere Themenbereiche rund um die ʿAqīdah.
Darin wird u. a. der Punkt thematisiert, dass derjenige, der den Tauḥīd nicht verwirklicht hat, kein Muslim sein kann und dass ein gewisser Mindestmaß an Tauḥīd vorhanden sein muss, um Muslim zu sein. Darüber hinaus wird in dem Werk auch auf einige Scheinargumente, die mit dem Īmān und Kufr zusammenhängen, geantwortet.
Das Buch zählt zu den wichtigsten Werken des Autors, auch wenn es im Vergleich zu seinen anderen Schriften weniger bekannt ist.

• Hier der arabische Link zu dem Werk:
https://t.me/ahlul_hadith/787


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#Hajj_Angelegenheiten

📚 Die sofortige Verrichtung der Hajj, wenn man die Möglichkeit dazu hat

Diese Thematik wird von den Usul-Gelehrten unter folgender #Usul_Regel erwähnt:
„Wenn man die Möglichkeit hat die Hajj zu vollziehen, ist man dann verpflichtet, sie sofort (على الفور) zu vollziehen, oder kann man sie nach hinten hinauszögern (على التراخي)?“

• Imām Ibn Qudāmah Al-Maqdisi (541 - 620 n. H.) sagte:
„Wer verpflichtet ist die Hajj zu vollziehen und dazu auch in der Lage ist, der muss es sofort tun. Und es ist ihm nicht erlaubt, dies hinauszuschieben. Dieser Meinung waren Abu Hanifah und Malik, da Allah - erhaben ist Er - sagte: ‚Und Allah steht es den Menschen gegenüber zu, dass sie die Pilgerfahrt zum Hause unternehmen – (diejenigen,) die dazu die Möglichkeit haben. Wer aber ungläubig ist, so ist Allah der Weltenbewohner Unbedürftig.‘
(Aal 'Imran 3:97)
Der Befehl bezieht sich darauf, dass man dies sofort vollziehen muss. Vom Propheten ﷺ wurde überliefert, dass er sagte:
‚Wer die Hajj vollziehen will, der soll sich beeilen.‘
Überliefert von Imam Ahmad, Abu Dawud und Ibn Mājah.“
📗 [Siehe „Al-Mughni“ (3/101)]

• Schaykh Ibn 'Uthaymin sagte:
„Richtig ist, dass es verpflichtend ist dies sofort zu vollziehen, und dass es dem Menschen, der in der Lage ist, zu Allahs geschütztem Haus zu pilgern, nicht erlaubt ist, dies hinauszuzögern. Genauso verhält es sich mit allen islamisch-gesetzlichen obligatorischen Handlungen. Wenn diese nicht auf eine Zeit oder einen Grund eingeschränkt sind, dann ist es verpflichtend diesen sofort nachzugehen.“
📗 [Aus „Fatāwā Ibn 'Uthaymin“ (13/21)]


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📚 #Auszüge aus dem Fiqh-Werk „Zād Al-Mustaqniʿ“:

- Kapitel/Buch über die Art und Weise (der Verrichtung) des Gebets.

(28.) Bete nicht zu schnell. Die Gemütsruhe (At-Tumaninah) bei der Verrichtung des Gebets ist eine Säule.

https://youtu.be/XvKuiZfdEfc


https://t.me/audios_durus
📚 Eine Vorgehensweise bei der Heilung mancher Einflüsterungen (Waswās)

▪️ Imām Isḥāq Ibn Raḥūyah (161 - 238 n. H.) sagte: „Ich sah Aḥmad Ibn Ḥanbal beten. Dann deutete er mit seinen Händen wie folgt; er zeigte mit seinem Finger. Als er den Taslīm sprach, sagte ich: ‚O Abū ʿAbdillāh, was hast du während deines Gebets gesagt/getan?‘
Er sagte: ‚Ich war im reinen Zustand. Dann kam Iblīs zu mir und sagte: ,Du bist ja nicht im reinen Zustand.‘ Da sagte ich: ,(Bringe mir) zwei gerechte Zeugen.‘
📗 [„Al-Manhaj Al-Aḥmad“ (1/108)]

➡️ Einige Anmerkungen:
1. Es gibt Geschwister, die an Einflüsterungen leiden - möge Allah ihnen Heilung schenken. Meist trifft das bei der Gebetswaschung auf, oder während der Verrichtung des Gebets.
2. Es gibt unterschiedliche Methoden, wie man dagegen vorgehen könnte, indem man z. B. die #Usul_Regel anwendet:
(اليقين لا يزول بالشك.)
„Die Gewissheit verschwindet nicht aufgrund von Zweifel.“
3. Hier in diesem Fallbeispiel bei Imām Aḥmad, wobei dies jetzt bei ihm keine regelmäßigen Einflüsterung sein müssen, war es so, dass er mit den Fingern zeigte, dass er Satan ihm zunächst zwei Zeugen bringen müsste - wozu er nicht in der Lage ist -, ehe er überhaupt seine Einflüsterung beachtet.
Diese Methode ist auch sehr gut und könnte in vielen Bereichen angewendet werden.

• Hier der arabische Text:👇
https://t.me/ahlul_hadith/1676


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Diese Beitragsreihe wird von einigen Brüdern und unserer Schüler - möge Allah ihnen Bestes geben - geleitet.
Es wird sich darin auf das Werk „Manaqib Al-Imam Ahmad“ von Ibn Al-Jauzi (510 - 597 n. H.) bezogen.
Ich kann diese Reihe jedem „Hanbali-Schüler“ sehr empfehlen.
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