Islam Study | Hadith
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Allgemeiner Kanal. Unter der Leitung von Abu Suleyman Al-Kurdi.

Webseite: http://islam-study.com

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بسم الله الرحمن الرحيم

Das ist der neue Hadith-Kanal von Islam Study, da der alte Kanal seit einigen Tagen leider nicht mehr für die Abonnenten zugänglich ist.

Der Inhalt des alten Kanals wurde gesichert und wird bald InSchaAllah zur Verfügung gestellt.

Abu Suleyman


https://t.me/islamstudy_hadith2
#Imame_der_Sunnah

#Imam_Malik Ibn Anas (93 - 179 n. H.) - möge Allah ihm barmherzig sein - sagte:

„Wahrlich, dieses Wissen ist dein Fleisch und Blut und du wirst am Jüngsten Tag darüber befragt, so schaue von wem du es (dieses Wissen) nimmst.“

📗 [Überliefert von Al-'Alāi in „Buġyatu Al-Multamis" (77)]


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📚 Vernachlässige nicht deinen Grenzposten „Thaġr

• Imam Schams Ad-Din #Ibn_Al_Qayyim (691 - 751 n. H.) - möge Allah ihm barmherzig sein - sagte:
„Möge Allah denjenigen belohnen, der den Islam unterstützt, selbst wenn es nur durch ein halbes gutes Wort ist.“
📗 [„I'lām Al-Muwaqqi'in“ (6/131)]

➡️ Einige #Anmerkungen:
1. Es gibt im Arabischen ein Wort namens „Thaġr“ (ثغر), wortwörtlich übersetzt „Hafenstadt“. Damit ist eine Ortschaft gemeint, die einen Grenzposten ausmacht und man befürchtet, der Feind könnte von dort aus angreifen.
2. Jeder Muslim kann dazu beitragen, dass er so einen Grenzposten einnimmt, an dem er den Islam, Tauhid und die Sunnah auf einer guten und richtigen Art verbreitet/verteidigt.
- Derjenige, der z. B. qualifiziert ist und die Muslime unterrichtet, befindet sich an einem Grenzposten.
- Derjenige, der Scheinargumente widerlegt, befindet sich an einem Grenzposten.
- Derjenige, der vielleicht nicht viel Wissen hat, aber dazu beiträgt, dass das Wissen in Umlauf gebracht wird, befindet sich an einem Grenzposten.
- Derjenige, der eine kleine Gruppe hat und seinen paar Freunden und Bekannten das wenige Wissen, was er sich angeeignet hat, weitergibt, befindet sich an einem Grenzposten.
- Derjenige, der Bücher oder Schriften verteilt, befindet sich an einem Grenzposten.
- Derjenige, der die Da'wah finanziell unterstützt, befindet sich an einem Grenzposten.

3. Die Liste könnte noch sehr in die Länge gezogen werden.
Was ich damit sagen will, ist, dass jeder darauf achten soll, dass er seinen Grenzposten, auch wenn es nur ein kleiner sein sollte, nicht vernachlässigt.

4. Sei kein stiller Leser, der nur zuschaut und nichts macht.

• In diesem Video habe ich auch über dieses Thema gesprochen:👇
https://youtu.be/ArhBWQe8CTM


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#Vergessene_Sunnah
#Islamische_Verhaltensregeln

📚 Die richtige Vorgehensweise bei der Angabe seines Namens

Im Islam wird großer Wert auf die richtige Angabe des Namens gelegt.
• So gibt es zahlreiche Hadithe, in denen erwähnt wird, welche Namen z. B. erwünscht sind.
• Es gibt viele Hadithe, die berichten, dass der Prophet ﷺ manche Namen seiner Gefährten geändert hat.
• Es wurde überliefert, dass der Prophet ﷺ seinen Gefährten Beinamen (Kunyā) gab, wie z. B. Abu Turāb, Abu Numayr, Umm 'Abdillah usw..
Und Voraussetzung hierfür ist nicht, dass man verheiratet ist oder ein Kind hat. Man kann selbst einem kleinen Kind eine Kunyā geben.
▪️ Es wurde in den Hadithen erwähnt, dass man am Jüngsten Tag mit seinem Namen und dem Namen seines Vaters gerufen wird.

➡️ Wenn islamische Verträge geschlossen werden oder man eine Ijāzah erhält, dann wird der komplette Name gefordert.

➡️ Bei vielen Geschwistern jedoch, die vllt. aus nicht-muslimischen Familien stammen, ist mir Folgendes aufgefallen:

- Sie denken, dass sie sich nicht mehr ihren Vätern und Urvätern zuschreiben sollen/müssen.
- Sie geben bei der Ijāzah lediglich ihren Namen und Nachnamen an. (z. B. Max Müller)

➡️ Diese Vorgehensweise ist jedoch nicht richtig. Es spricht nichts dagegen, dass man sich seinem Vater und Großvater zuschreibt, selbst wenn diese keine Muslime sind.

• Der Name unseres Propheten ist ﷺ: Muhammad Ibn 'Abdillah Ibn 'Abdil-Muttalib.
Der Vater unseres Propheten ﷺ war kein Muslim und starb als Kafir und so sagte er ﷺ über ihn, dass er wahrlich im Höllenfeuer ist.
📗 [Überliefert von Muslim (203)]

• Die Sahābah schrieben sich stets ihren Vätern zu, selbst wenn diese keine Muslime waren und teilweise sogar den Islam bekämpften. Zwei Bsp. hierfür:
- 'Ali Ibn Abi Tālib. Was den Vater von 'Ali angeht, so wird er im Höllenfeuer bestraft werden, wie es in einem Hadith überliefert wurde.
- 'Ikrimah Ibn Abi Jahl. Sein Vater wurde vom Propheten ﷺ als Abu Jahl bezeichnet (sein richtiger Name war 'Amr) und er war einer der größten Feinde Allahs. Trotzdem wurde sein Sohn 'Ikrimah seinem Vater zugeschrieben.

• Es spricht also nichts dagegen, wenn konvertierte Geschwister sich z. B. wie folgt nennen:
- 'Abdullah (Max) Ibn Gerhard Ibn Uli Müller Al-Almani
('Abdullah, der Sohn von Gerhard, Sohn von Uli Müller, der Deutsche)

- Maryam (Christina) Bint Gerhard Ibn Uli Müller Al-Almaniyyah
(Maryam, die Tochter von Gerhard, Sohn von Uli Müller, die Deutsche)

➡️ Ich habe mehrfach mit Schaykh 'Abdullah As-Sa'd über diese Thematik gesprochen und es ist auch nicht verpflichtend, dass man unbedingt seinen Namen ändert, wenn man den Islam annimmt, sofern dieser Name keine verbotene/schlechte Bedeutung hat.

In diesem Text geht es auch nicht speziell um die Namensgebung, vielmehr wollte ich darauf hinweisen, dass man sich stets seinen Vätern und Urvätern zuschreiben soll.
Dies gilt auch für denjenigen, der aus einer islamischen Familie stammt. So soll er sich z. B. nicht: Muhammad At-Tamimi nennen.
Besser ist es, wenn er seinen kompletten Namen angibt: Muhammad Ibn 'Ali Ibn Ahmad At-Tamimi.

Geschrieben von Abu Suleyman (1440/6/27)


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#Imame_der_Sunnah

▪️ Der große Quran-Rezitator und Faqih Abu Bakr Ibn 'Ayyāsch (94 - 193 n. H.) - möge Allah ihm barmherzig sein - sagte:
„Wahrlich, wenn einem von ihnen ein Dirham runterfällt (und er es verliert), dann sagt er den ganzen Tag: ‚Innā lillah (wir kehren zu Allah zurück), ich habe meinen Dirham verloren.‘
Jedoch sagt er nicht: ‚Ein Tag von mir ist vergangen und ich habe darin keine (rechtschaffenen) Taten verrichtet.‘“

📗 [„Hilyatu Al-Awliyā“ (8/303)]

https://t.me/ahlul_hadith/643


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📚 Durch 2-Minuten Videos die Religion lehren oder erlernen

Wer denkt, dass er seine Religion mit kurzen Videos erlernen kann und sich ausschließlich darauf beschränkt, ist vergleichbar mit einer Person, die glaubt, dass sie durch einige Male hin und her laufen im Haus Sport gemacht hat und dadurch fit wird.

Und dieses Phänomen, und zwar von beiden Seiten, sowohl von denen, die Wissen vermitteln wollen, als auch jenen, die nach Wissen streben möchten, wird immer mehr verbreitet.

• Imam Muslim (206 - 261 n. H.) überlieferte in der Einleitung seines „Sahih-Werkes“ folgende Aussage:
(لا يُستَطاعُ العلمُ بِراحَةِ الجَسد.)
„Das Wissen kann nicht mit der Bequemlichkeit des Körpers erlangt werden.“

• Zu denken, dass es ausreichend sei, sich täglich ein paar kurze YouTube-Videos anzuschauen und dies einen zum Schüler des Wissens macht, ist mehr als nur falsch.
• Wer nicht wöchentlich mindestens mehrere Stunden richtig nach Wissen strebt, in Form von Quran und Hadithe auswendiglernen, sich ganze Vortragsreihen anhören, Bücher lesen, der wird niemals auch nur im Ansatz zum Schüler des Wissens.

• Leider bekommen es die allermeisten aber nicht anders beigebracht, da es den Leuten fehlt, mit Gelehrten und Leuten des Wissens zusammenzusitzen und direkt von diesen das Wissen und die Vorgehensweise zu erlernen.

• Und wer selbst nie richtig nach Wissen gestrebt hat - wie es bei den allermeisten Predigern der Fall ist -, kann auch kein richtiges Wissen vermitteln und weiß auch nicht, wie das geht.
So heißt es in einem arabischen Sprichwort.
(فاقد الشيء لا يعطيه.)
„Wer nichts hat, kann es nicht (bzw. nichts) geben.“

➡️ Es spricht nichts gegen kurze Videos, insbesondere wenn man auch die Allgemeinheit, die nicht darauf aus ist, nach Wissen zu streben, erreichen will. Das Problem entsteht aber dann, wenn man glaubt, man könne dadurch zum Schüler des Wissens werden, oder durch ein 2-Minuten Video richtig über eine islamische Thematik sprechen.


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📚 Das Streben nach Wissen

▪️ Wenn der Lehrer schwere Bedingungen setzt

Am Ende von Surah Al-Kahf wird die Geschichte von dem Propheten Musa Ibn 'Imrān - Friede sei auf ihm - und Al-Khadir erwähnt.

Musa, mit dem Allah unmittelbar gesprochen hat, begab sich zu dem rechtschaffenen Diener Al-Khadir, um von ihm Einiges zu lernen, obwohl Musa edler und wissender war.

• Musa sagte zu ihm: „Darf ich dir folgen, auf dass du mich von dem lehrst, was dir an Besonnenheit gelehrt worden ist?“ [18:66]

• Al-Khadir antwortete: „Wenn du mir denn folg(en will)st, dann frage mich nach nichts, bis ich selbst es dir gegenüber zuerst erwähne.[18:70]

🖌 Einige Nutzen aus diesen Versen:
• Das gute Benehmen des Schülers: „Darf ich dir folgen...“
• Daraus entnimmt man u. a., dass der Lehrer gewisse Bedingungen stellen kann, an die sich derjenige halten muss, der bei ihm lernen will.
• Wer lernen und hierbei erfolgreich sein möchte, muss manchmal Geduld mit seinem Lehrer und dessen Vorgehensweisen haben, selbst wenn diese hart und unangenehm sind.

➡️ (Diese Nutzen habe ich u. a. aus den Lesesitzungen von Schaykh 'Abdullah Ibn Hamud At-Tuwayjri entnommen.)


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📚 Der Vorzug der Leute des Hadith (#Ahlul_Hadith)

▪️ Zayd Ibn Thābit berichtete, dass er den Gesandten Allahs ﷺ sagen hörte:
(نَضَّرَ اللَّهُ امْرَأً سَمِعَ مِنَّا حَدِيثًا فَحَفِظَهُ حَتَّى يُبَلِّغَهُ؛ فَرُبَّ حَامِلِ فِقْهٍ إِلَى مَنْ هُوَ أَفْقَهُ مِنْهُ، وَرُبَّ حَامِلِ فِقْهٍ لَيْسَ بِفَقِيهٍ.)
„Möge Allah Wonne und strahlendes Glück demjenigen geben, der von uns eine Aussage (einen Hadith) hört und es einem anderen überbringt (und berichtet). Manch einer überbringt (dieses) Wissen jemandem, der mehr Verständnis (davon) hat als er. Und manch ein Träger des Wissens ist nicht jemand, der auch Schlüsse daraus ziehen kann (und kein Faqih).“

📗 [Überliefert u. a. von Ahmad (21590), Abu Dawud (3660) und At-Timidhi (2656), der sagte: „(Dies ist) ein guter (hasan Hadith.“]

🖌 Einige Nutzen aus diesem Hadith:
• Dieser Hadith ist ein Mutawātir-Hadith und wurde von ca. 20 Prophetengefährten (Sahābah) überliefert.
• In diesem Hadith spricht der Prophet ﷺ Bittgebete für denjenigen, der seine Sunnah lernt und weiterleitet/berichtet.
• Aus diesem Hadith entnimmt man den Vorzug, nach dem Hadith zu streben, ihn zu verbreiten und zu lehren.
• Imam Sufyan Ibn 'Uyaynah (107 - 198 n.H.) sagte: „Es gibt keinen, der nach dem Hadith strebt (und ihn lernt), außer das ein Strahlen (نَضْرَة) in seinem Gesicht ist.“ [Überliefert von Al-Khatib in „Scharaf Ashāb Al-Hadith“]
• Im Quran kommt der Begriff „nadhrah“ mehrfach vor, so sagte Allah: „So bewahrt sie Allah vor dem Übel jenes Tages und wird ihnen strahlendes Glück und Freude darbieten.“ [76:11]
• Der Vorzug der Prophetengefährten, da sie es waren, die die Hadithe gehört und weitergegeben haben.
• Die Grundlage jeder gute Sachen liegt im Zuhören. Allah sagte: „Wenn Allah von ihnen etwas Gutes gewusst hätte, hätte Er sie wahrlich hören lassen.“ [8:23]

📗 [U. a. entnommen aus „'Aun Al-Ma'bud“]


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• Der Prophet ﷺ sagte: „Und der Gelehrte, so bitten fürwahr alle Bewohner der Himmel und der Erde für ihn um Vergebung, sogar die Wale im Meer bitten um Vergebung.“
📗 [Überliefert von Abu Dawud (3641) und At-Tirmidhi (2682)]

Selbst die Wale sprechen Bittgebete für die Gelehrten von Ahlus-Sunnah.
Wie ist es dann erst, wenn jener Gelehrte zu den wissendsten gehört?
Wie ist es dann erst, wenn er zu jenen gehört, die die Wahrheit sagen?


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