Forwarded from Kitāb As-Sunnah
103. ʿAbduḷḷāh sagte:
Mir berichtete Abū Maʿmar, der sagte: Uns berichtete Sufyān, der sagte: ʿUthmān Ibn ʿAffān - möge Aḷḷāh mit ihm zufrieden sein - sagte: „Ich mag es nicht, dass ein Tag oder eine Nacht über mich verstreicht, außer, dass ich in das Wort Aḷḷāhs - mächtig und majestätisch ist Er - schaue.“ - also: [(das Lesen)] im Muṣḥaf (Qurʾān).
📕 (Kitāb As-Sunnah, ʿAbduḷḷāh Ibn Aḥmad, Athar 103)
________________
Anmerkung:
Zwar ist diese Überlieferungskette unterbrochen und nicht verbunden, da Sufyān Ibn ʿUyaynah (107 - 198 n. H.) nicht von ʿUthmān Ibn ʿAffān (gest. 35 n. H.) gehört hat, aber die Bedeutung ist gut und richtig. Daraus entnimmt man den Vorzug, stets in den Muṣḥaf zu schauen und daraus zu lesen.
https://t.me/Kitabu_As_Sunnah
Mir berichtete Abū Maʿmar, der sagte: Uns berichtete Sufyān, der sagte: ʿUthmān Ibn ʿAffān - möge Aḷḷāh mit ihm zufrieden sein - sagte: „Ich mag es nicht, dass ein Tag oder eine Nacht über mich verstreicht, außer, dass ich in das Wort Aḷḷāhs - mächtig und majestätisch ist Er - schaue.“ - also: [(das Lesen)] im Muṣḥaf (Qurʾān).
📕 (Kitāb As-Sunnah, ʿAbduḷḷāh Ibn Aḥmad, Athar 103)
________________
Anmerkung:
Zwar ist diese Überlieferungskette unterbrochen und nicht verbunden, da Sufyān Ibn ʿUyaynah (107 - 198 n. H.) nicht von ʿUthmān Ibn ʿAffān (gest. 35 n. H.) gehört hat, aber die Bedeutung ist gut und richtig. Daraus entnimmt man den Vorzug, stets in den Muṣḥaf zu schauen und daraus zu lesen.
https://t.me/Kitabu_As_Sunnah
#Hinweis_auf_bestimmte_Denkweisen
📚 Frauen, die „Da'wah“ machen wollen und sich in Videos präsentieren
Man hört in letzter Zeit immer öfters von Muslimas, die in den sozialen Medien öffentlich in Videos auftreten und „Da'wah“ machen wollen. Diese Frauen würden das damit begründen, sie würden ja Niqab tragen und z. B. ihr Gesicht nicht zeigen, deshalb wäre dies auch erlaubt. Sie würden als Beweise anführen, dass z. B. 'Aischah auch mit Männern gesprochen hätte.
➡️ Ich sage dazu:
▪️ 1. Einen langen Bart zu haben, sich einen großen Turban anzulegen oder sich der Salafiyyah zuzuschreiben, oder eine dunkle 'Ayabah und Kopftuch bzw. Niqab zu tragen ist kein Hinderungsgrund, islamisch-gesehen falsch vorzugehen, ein Frevler zu sein oder zum Ketzer zu werden. Und wie viele Leute tragen einen Bart oder Niqab, sind aber in Wirklichkeit Feinde Allahs und der Muslime!
▪️ 2. Wenn eine Muslima Videos von sich in den sozialen Medien hochladet, selbst wenn sie Hijab/Niqab tragen sollte, und sich auf diese Weise gewollt fremden Männern präsentiert, dann ist das ihre Sache.
Sollte sie aber kommen und dann mit der Mutter der Gläubigen, der edlen und reinen Sahābiyyah, der Ehefrau des Propheten ﷺ argumentieren, und indirekt behaupten, diese hätte auch so ähnlich gehandelt, dann geht das in eine ganz gefährliche Richtung, da diese Aussage eine Schmähung der Mutter der Gläubigen ist, und sich zumindest indirekt auf den Propheten ﷺ ausweitet und somit auch eine Schmähung für ihn wäre.
▪️ 3. Was die edlen Sahābiyyāt und andere gläubige Frauen angeht, so hat sie Allah davor bewahrt, dass sie solchen Taten nachgehen.
Niemals hat eine von ihnen in einer Moschee eine Rede gehalten vor fremden Männern.
Niemals hat eine von ihnen Vorträge für fremde Männer gemacht.
• Allah sagte im Quran:
(وَإِذَا سَأَلْتُمُوهُنَّ مَتَاعًا فَاسْأَلُوهُنَّ مِن وَرَاءِ حِجَابٍ ذَٰلِكُمْ أَطْهَرُ لِقُلُوبِكُمْ وَقُلُوبِهِنَّ)
„Und wenn ihr sie um einen Gegenstand bittet, so bittet sie hinter einem Vorhang (Hijab). Das ist reiner für eure Herzen und ihre Herzen.“ [33:53]
👉 Selbst wenn es nur um die Frage eines Gegenstands geht und diejenige, die gefragt wird, eine der Mütter der Gläubigen ist und der Fragesteller ein edler Sahabi ist, so soll dies nur hinter einem Vorhang geschehen und man soll sich dabei kurz halten.
• Allah sagte im Quran:
(وَلَا يَضْرِبْنَ بِأَرْجُلِهِنَّ لِيُعْلَمَ مَا يُخْفِينَ مِن زِينَتِهِنَّ)
„Und sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit (nicht) bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verborgen tragen." [24:31]
Der Tābi'i und Quran-Kommentator Qatādah (gest. 117 n. H.) sagte: „Dies ist der Fußreif. So soll die Frau nicht ihre Füße aneinanderschlagen, damit der Laut/Klang ihrer Fußreife nicht zu hören ist.“
📗 [Siehe „Tafsir At-Tabari“]
👉 Wenn also der Frau untersagt wurde, mit den Füßen aneinander zu schlagen, damit ihr verborgener Schmuck - wie z. B. die Fußreife - nicht erkannt wird und man den Klang dieser nicht hört, wie ist es dann erst mit einem 30-Minuten Video, in dem sie z. B. über das Urteil des Bartes oder gar Intimitäten sprechen will?
• Der Prophet ﷺ hat es der gläubigen Frau, die sich im Ihram-Zustand befindet, untersagt, dass sie mit lauter Stimme die Talbiyah aufsagt (Labbayka Allahumma Labbayka...), wenn fremde Männer sie hören könnten.
• Es ist für eine Muslima nicht erlaubt, den Adhan in Anwesenheit von fremden Männern zu rufen.
• Wenn der Vorbeter im Gebet einen Fehler macht, dann korrigieren ihn die Männer hinter ihm, indem sie „SubhanAllah“ sagen. Die Frau jedoch darf selbst dieses eine Wort nicht sagen, obwohl sie alle im Gebet und in einem gewaltigen Gottesdienst sind. Vielmehr soll sie leicht klatschen, indem sie mit der Innenseite der einen Hand auf die Außenseite der andere Hand schlägt.
Fortsetzung...👇
📚 Frauen, die „Da'wah“ machen wollen und sich in Videos präsentieren
Man hört in letzter Zeit immer öfters von Muslimas, die in den sozialen Medien öffentlich in Videos auftreten und „Da'wah“ machen wollen. Diese Frauen würden das damit begründen, sie würden ja Niqab tragen und z. B. ihr Gesicht nicht zeigen, deshalb wäre dies auch erlaubt. Sie würden als Beweise anführen, dass z. B. 'Aischah auch mit Männern gesprochen hätte.
➡️ Ich sage dazu:
▪️ 1. Einen langen Bart zu haben, sich einen großen Turban anzulegen oder sich der Salafiyyah zuzuschreiben, oder eine dunkle 'Ayabah und Kopftuch bzw. Niqab zu tragen ist kein Hinderungsgrund, islamisch-gesehen falsch vorzugehen, ein Frevler zu sein oder zum Ketzer zu werden. Und wie viele Leute tragen einen Bart oder Niqab, sind aber in Wirklichkeit Feinde Allahs und der Muslime!
▪️ 2. Wenn eine Muslima Videos von sich in den sozialen Medien hochladet, selbst wenn sie Hijab/Niqab tragen sollte, und sich auf diese Weise gewollt fremden Männern präsentiert, dann ist das ihre Sache.
Sollte sie aber kommen und dann mit der Mutter der Gläubigen, der edlen und reinen Sahābiyyah, der Ehefrau des Propheten ﷺ argumentieren, und indirekt behaupten, diese hätte auch so ähnlich gehandelt, dann geht das in eine ganz gefährliche Richtung, da diese Aussage eine Schmähung der Mutter der Gläubigen ist, und sich zumindest indirekt auf den Propheten ﷺ ausweitet und somit auch eine Schmähung für ihn wäre.
▪️ 3. Was die edlen Sahābiyyāt und andere gläubige Frauen angeht, so hat sie Allah davor bewahrt, dass sie solchen Taten nachgehen.
Niemals hat eine von ihnen in einer Moschee eine Rede gehalten vor fremden Männern.
Niemals hat eine von ihnen Vorträge für fremde Männer gemacht.
• Allah sagte im Quran:
(وَإِذَا سَأَلْتُمُوهُنَّ مَتَاعًا فَاسْأَلُوهُنَّ مِن وَرَاءِ حِجَابٍ ذَٰلِكُمْ أَطْهَرُ لِقُلُوبِكُمْ وَقُلُوبِهِنَّ)
„Und wenn ihr sie um einen Gegenstand bittet, so bittet sie hinter einem Vorhang (Hijab). Das ist reiner für eure Herzen und ihre Herzen.“ [33:53]
👉 Selbst wenn es nur um die Frage eines Gegenstands geht und diejenige, die gefragt wird, eine der Mütter der Gläubigen ist und der Fragesteller ein edler Sahabi ist, so soll dies nur hinter einem Vorhang geschehen und man soll sich dabei kurz halten.
• Allah sagte im Quran:
(وَلَا يَضْرِبْنَ بِأَرْجُلِهِنَّ لِيُعْلَمَ مَا يُخْفِينَ مِن زِينَتِهِنَّ)
„Und sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit (nicht) bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verborgen tragen." [24:31]
Der Tābi'i und Quran-Kommentator Qatādah (gest. 117 n. H.) sagte: „Dies ist der Fußreif. So soll die Frau nicht ihre Füße aneinanderschlagen, damit der Laut/Klang ihrer Fußreife nicht zu hören ist.“
📗 [Siehe „Tafsir At-Tabari“]
👉 Wenn also der Frau untersagt wurde, mit den Füßen aneinander zu schlagen, damit ihr verborgener Schmuck - wie z. B. die Fußreife - nicht erkannt wird und man den Klang dieser nicht hört, wie ist es dann erst mit einem 30-Minuten Video, in dem sie z. B. über das Urteil des Bartes oder gar Intimitäten sprechen will?
• Der Prophet ﷺ hat es der gläubigen Frau, die sich im Ihram-Zustand befindet, untersagt, dass sie mit lauter Stimme die Talbiyah aufsagt (Labbayka Allahumma Labbayka...), wenn fremde Männer sie hören könnten.
• Es ist für eine Muslima nicht erlaubt, den Adhan in Anwesenheit von fremden Männern zu rufen.
• Wenn der Vorbeter im Gebet einen Fehler macht, dann korrigieren ihn die Männer hinter ihm, indem sie „SubhanAllah“ sagen. Die Frau jedoch darf selbst dieses eine Wort nicht sagen, obwohl sie alle im Gebet und in einem gewaltigen Gottesdienst sind. Vielmehr soll sie leicht klatschen, indem sie mit der Innenseite der einen Hand auf die Außenseite der andere Hand schlägt.
Fortsetzung...👇
▪️ 4. Laut vielen Gelehrten ist zwar die Stimme der Frau keine 'Aurah, jedoch sollte sie nur dann mit fremden Männern sprechen, wenn eine Notwendigkeit besteht. Welche Notwendigkeit besteht nun, dass eine Muslima Videos macht und stundenlange Vorträge für fremde Männer hält??
• Ishāq Al-Kausaj (170 - 251 n. H.) fragte #Imam_Ahmad: „Darf man fremde Frauen grüßen?“
Er (Ahmad) erwiderte: „Wenn sie alt sein sollte, dann ist dies in Ordnung.“
📗 [„Kitāb Al-Masāil“ (3506) überliefert von Al-Kausaj]
▪️ 5. Was mittlerweile auffällt, ist, dass diese Vorgehensweise hauptsächlich von bestimmten Leuten, die einen ähnlichen Werdegang haben, ausgeht.
• a) Siehe z. B. jene deutsche Zindiqah, die angeblich zum Islam konvertiert ist und öffentlich mit fremden Männern über Jungfernhäutchen spricht.
• b) Diese Frau wurde und wird von einem anderen deutschen Neuerungsträger, der vorgibt, sich mit seiner Union für die Muslime durch irgendwelche „Petitionen” einzusetzen, gepusht und unterstützt. Er war auch einst jener, der den „Legging-Text“ in Umlauf brachte, in dem es hieß, es sei kein Problem, wenn eine Muslima draußen enge Leggings tragen würde. Auch war es seine Frau, die sich öffentlich bei ihm im Kommentarfeld seines Facebook-Accounts spaßeshalber in aller Öffentlichkeit obszön äußerte.
Übrigens ist er auch jener, mit dem die „anerkannten Prediger“ teils ganz eng sind, in gleichen Vereinen auftreten und auch gemeinsam in denselben üblen geheimen Gruppen gegen die bösen Takfiris hetzen.
• c) Bereits vor knapp zwei Jahren waren es auch ein paar Konvertiten aus der Schweiz, die sich schamlos mit fremden Frauen auf der Straße über intimste Themen unterhielten.
▪️ 6. Die Antwort auf einige Scheinargumente:
• Hier ein Video über das Scheinargument: „Khadijah war ja auch eine Geschäftsfrau“:👇
https://youtu.be/4DHFmQHz_lc
• Und hier ein Video rund um die Scheinargumente über „Umm Sulaym, und Abu Usayd und dass dessen Frau Männer bewirtet und ihnen das Essen serviert hätte“:👇
https://youtu.be/886N9VxyFAg
• Hier die Antwort auf ein weiteres Scheinargument und die Überlieferung, dass ʿUmar Ibn Al-Khaṭṭāb die Ṣaḥābiyyah Schifāʾ Al-ʿAdawiyyah als Marktaufseherin eingesetzt hätte:👇
https://t.me/islamstudy_hadith2/76
• Hier ein Text über „Bei einer Frau lernen, ohne sie zu sehen und dass 'Aischah auch niemals gesehen wurde“:👇
https://t.me/islamstudy_hadith2/66
Allahul-Musta'an. Möge Allah die Muslime vor Leuten, die gezielt Unverschämtheiten verbreiten, bewahren.
https://t.me/islamstudy_hadith2
• Ishāq Al-Kausaj (170 - 251 n. H.) fragte #Imam_Ahmad: „Darf man fremde Frauen grüßen?“
Er (Ahmad) erwiderte: „Wenn sie alt sein sollte, dann ist dies in Ordnung.“
📗 [„Kitāb Al-Masāil“ (3506) überliefert von Al-Kausaj]
▪️ 5. Was mittlerweile auffällt, ist, dass diese Vorgehensweise hauptsächlich von bestimmten Leuten, die einen ähnlichen Werdegang haben, ausgeht.
• a) Siehe z. B. jene deutsche Zindiqah, die angeblich zum Islam konvertiert ist und öffentlich mit fremden Männern über Jungfernhäutchen spricht.
• b) Diese Frau wurde und wird von einem anderen deutschen Neuerungsträger, der vorgibt, sich mit seiner Union für die Muslime durch irgendwelche „Petitionen” einzusetzen, gepusht und unterstützt. Er war auch einst jener, der den „Legging-Text“ in Umlauf brachte, in dem es hieß, es sei kein Problem, wenn eine Muslima draußen enge Leggings tragen würde. Auch war es seine Frau, die sich öffentlich bei ihm im Kommentarfeld seines Facebook-Accounts spaßeshalber in aller Öffentlichkeit obszön äußerte.
Übrigens ist er auch jener, mit dem die „anerkannten Prediger“ teils ganz eng sind, in gleichen Vereinen auftreten und auch gemeinsam in denselben üblen geheimen Gruppen gegen die bösen Takfiris hetzen.
• c) Bereits vor knapp zwei Jahren waren es auch ein paar Konvertiten aus der Schweiz, die sich schamlos mit fremden Frauen auf der Straße über intimste Themen unterhielten.
▪️ 6. Die Antwort auf einige Scheinargumente:
• Hier ein Video über das Scheinargument: „Khadijah war ja auch eine Geschäftsfrau“:👇
https://youtu.be/4DHFmQHz_lc
• Und hier ein Video rund um die Scheinargumente über „Umm Sulaym, und Abu Usayd und dass dessen Frau Männer bewirtet und ihnen das Essen serviert hätte“:👇
https://youtu.be/886N9VxyFAg
• Hier die Antwort auf ein weiteres Scheinargument und die Überlieferung, dass ʿUmar Ibn Al-Khaṭṭāb die Ṣaḥābiyyah Schifāʾ Al-ʿAdawiyyah als Marktaufseherin eingesetzt hätte:👇
https://t.me/islamstudy_hadith2/76
• Hier ein Text über „Bei einer Frau lernen, ohne sie zu sehen und dass 'Aischah auch niemals gesehen wurde“:👇
https://t.me/islamstudy_hadith2/66
Allahul-Musta'an. Möge Allah die Muslime vor Leuten, die gezielt Unverschämtheiten verbreiten, bewahren.
https://t.me/islamstudy_hadith2
#Vergessene_Sunnah
📚 Der Lob Aḷḷāhs und das Sprechen von Segenswünschen über den Propheten ﷺ sind ein Grund für die Annahme des Bittgebets
• Im ersten Vers des Hadith-Gedichtes „#Al_Bayquniyyah“ heißt es:
أَبْدَأُ بِالْحَمْدِ مُصَلِّيًا عَلَى مُحَمَّدٍ خَيْرِ نَبِيٍّ أُرْسِلَا
(1) Ich beginne mit dem Lob (Aḷḷāhs) und dabei (den) Segen sprechend… auf Muḥammad, den besten Propheten, der entsandt wurde.
• Faḍālah Ibn ʿUbayd berichtete: „Der Prophet ﷺ hörte, wie ein Mann Bittgebete in seinem Gebet aufsagte, jedoch keinen Segen über den Propheten sprach. Hierauf sagte der Prophet ﷺ: „Dieser hat es eilig gehabt (und sich beeilt).‘ Dann rief er ihn und sagte zu ihm oder einem anderen: ‚Wenn einer von euch Bittgebete spricht, dann soll er mit der Lobung Aḷḷāhs und Seiner Lobpreisung beginnen. Danach soll er Segen über den Propheten ﷺ sprechen. Daraufhin soll er (Bittgebete sprechen und) um das bitten, was er möchte.‘“
📗 [Überliefert von Abū Dāwūd (1481), der über ihn schwieg, und At-Tirmidhī (3477), der sagte: „Das ist ein guter (ḥasan) und authentischer (ṣaḥīḥ) Ḥadīth.“]
➡️ Die optimale Vorgehensweise beim Sprechen von Bittgebeten:
• 1. Allah loben und preisen. Bsp.:
لَا إِلَهَ إِلَّا أَنْتَ سُبْحَانَكَ إِنِّي كُنْتُ مِنَ الظَّالِمِينَ.
((O Allah,) es gibt keinen Gott außer Dir! Preis sei Dir! Gewiss, ich gehöre zu den Ungerechten.)
• 2. Segen über den Propheten ﷺ sprechen.
• 3. Bittgebete sprechen für sich...
🖌 Auszüge aus den Unterrichten des Kurses: #Al_Bayquniyyah
https://t.me/islamstudy_hadith2
📚 Der Lob Aḷḷāhs und das Sprechen von Segenswünschen über den Propheten ﷺ sind ein Grund für die Annahme des Bittgebets
• Im ersten Vers des Hadith-Gedichtes „#Al_Bayquniyyah“ heißt es:
أَبْدَأُ بِالْحَمْدِ مُصَلِّيًا عَلَى مُحَمَّدٍ خَيْرِ نَبِيٍّ أُرْسِلَا
(1) Ich beginne mit dem Lob (Aḷḷāhs) und dabei (den) Segen sprechend… auf Muḥammad, den besten Propheten, der entsandt wurde.
• Faḍālah Ibn ʿUbayd berichtete: „Der Prophet ﷺ hörte, wie ein Mann Bittgebete in seinem Gebet aufsagte, jedoch keinen Segen über den Propheten sprach. Hierauf sagte der Prophet ﷺ: „Dieser hat es eilig gehabt (und sich beeilt).‘ Dann rief er ihn und sagte zu ihm oder einem anderen: ‚Wenn einer von euch Bittgebete spricht, dann soll er mit der Lobung Aḷḷāhs und Seiner Lobpreisung beginnen. Danach soll er Segen über den Propheten ﷺ sprechen. Daraufhin soll er (Bittgebete sprechen und) um das bitten, was er möchte.‘“
📗 [Überliefert von Abū Dāwūd (1481), der über ihn schwieg, und At-Tirmidhī (3477), der sagte: „Das ist ein guter (ḥasan) und authentischer (ṣaḥīḥ) Ḥadīth.“]
➡️ Die optimale Vorgehensweise beim Sprechen von Bittgebeten:
• 1. Allah loben und preisen. Bsp.:
لَا إِلَهَ إِلَّا أَنْتَ سُبْحَانَكَ إِنِّي كُنْتُ مِنَ الظَّالِمِينَ.
((O Allah,) es gibt keinen Gott außer Dir! Preis sei Dir! Gewiss, ich gehöre zu den Ungerechten.)
• 2. Segen über den Propheten ﷺ sprechen.
• 3. Bittgebete sprechen für sich...
🖌 Auszüge aus den Unterrichten des Kurses: #Al_Bayquniyyah
https://t.me/islamstudy_hadith2
📚 „Wegweiser für den Schüler des Wissens“ (Teil 1)
Diese Niederschrift ist ein grober Wegweiser und Vorschlag, wie der Schüler des Wissens im deutschsprachigen Raum beim Lernen vorgehen könnte.
In Schāʾ Aḷḷāh möchte ich in dieser Beitragsreihe auf einige Punkte, in Bezug auf das Thema „richtig nach Wissen streben“, eingehen.
Dies sind u. a. Erfahrungen und Vorschläge, die ich und andere Brüder in den letzten Jahren beim Lernen und Unterrichten gemacht haben und sie sollen - stichpunktartig - als kleiner und vereinfachter Leitfaden dienen.
➡️ 1.Phase (reiner Anfänger)
Im ersten Teil beginne ich mit dem Leitfaden für den absoluten Anfänger.
• 1. In der Anfangsphase sollte das Hauptaugenmerk darauf gerichtet sein, die arabische Sprache zu erlernen, sodass man zumindest einigermaßen lesen und schreiben kann.
Hierbei sind „Alif-Ba Bücher“, die es in unterschiedlichen Versionen gibt, zu empfehlen.
Dieses Büchlein kann man z. B. bei einer Person, die arabisch kann, erlernen und man benötigt hierfür maximal sechs Monate.
• 2. Man sollte versuchen, den Qurʾān in der ungefähren deutschen Übersetzung komplett zu lesen. Und man sollte auf jeden Fall zumindest die letzten 10 - 15 kurzen Sūren des Qurʾāns auswendig lernen.
• 3. Im Bereich der Glaubensgrundlagen ('Aqīdah) sollte man einige kleinere Werke lesen, wie z. B. „Thalāthatu Al-Uṣūl“ von Imām Muḥammad Ibn ʿAbdil-Wahhāb. Ich habe dieses Werk, inklusive der Erläuterung von Schaykh Muḥammad Ibn Ibrāhīm Āl Asch-Schaykh, ins Deutsche übersetzt.
Und man kann zusätzlich noch die Kurzfassung „Kitāb At-Tauḥīd“ von Imām Ibn Khuzaymah lesen und studieren, welche ich übersetzt habe, und ebenfalls mein Buch „Kitāb Al-Īmān“.
• 4. Im Bereich des Ḥadīth sollte man in dieser Phase die „Vierzig An-Nawawiyyah“ lesen, welche ich auch übersetzt habe.
• 5. Im Bereich des Fiqh kann man das erste Band (Buch der Reinigung), welcher die Erläuterung zu „Bulūġ Al-Marām“ von Ibn Ḥajar Al-ʿAsqalānī ist, lesen, welches von mir übersetzt und erläutert wurde. Darüber hinaus gibt es auch unterschiedliche Kurse und Seminare über den „Ḥanbali-Fiqh“, welche von Islam Study und Sunnah Study und Lughatu Ad-Dhaad angeboten werden. Man kann einen dieser Kurse besuchen.
👉 Diese 1.Phase sollte ungefähr ein Jahr lang dauern und man hat danach In Schāʾ Aḷḷāh folgendes erreicht:
• Man kann einigermaßen arabisch lesen, allen voran den Qurʾān.
• Der Inhalt des Qurʾāns ist nicht mehr fremd, da man ihn auf Deutsch gelesen hat.
• Im Bereich der Glaubensdoktrin/ʿAqīdah hat man einige wichtige Werke gelesen und hat somit eine Basis.
• Man ist mit den wichtigsten Ḥadīthen im Islam (40 Nawawiyyah) vertraut, die jeder Muslim kennen sollte.
• Darüber hinaus hat man einen Einblick in den Fiqh bekommen.
https://t.me/islamstudy_hadith2
Diese Niederschrift ist ein grober Wegweiser und Vorschlag, wie der Schüler des Wissens im deutschsprachigen Raum beim Lernen vorgehen könnte.
In Schāʾ Aḷḷāh möchte ich in dieser Beitragsreihe auf einige Punkte, in Bezug auf das Thema „richtig nach Wissen streben“, eingehen.
Dies sind u. a. Erfahrungen und Vorschläge, die ich und andere Brüder in den letzten Jahren beim Lernen und Unterrichten gemacht haben und sie sollen - stichpunktartig - als kleiner und vereinfachter Leitfaden dienen.
➡️ 1.Phase (reiner Anfänger)
Im ersten Teil beginne ich mit dem Leitfaden für den absoluten Anfänger.
• 1. In der Anfangsphase sollte das Hauptaugenmerk darauf gerichtet sein, die arabische Sprache zu erlernen, sodass man zumindest einigermaßen lesen und schreiben kann.
Hierbei sind „Alif-Ba Bücher“, die es in unterschiedlichen Versionen gibt, zu empfehlen.
Dieses Büchlein kann man z. B. bei einer Person, die arabisch kann, erlernen und man benötigt hierfür maximal sechs Monate.
• 2. Man sollte versuchen, den Qurʾān in der ungefähren deutschen Übersetzung komplett zu lesen. Und man sollte auf jeden Fall zumindest die letzten 10 - 15 kurzen Sūren des Qurʾāns auswendig lernen.
• 3. Im Bereich der Glaubensgrundlagen ('Aqīdah) sollte man einige kleinere Werke lesen, wie z. B. „Thalāthatu Al-Uṣūl“ von Imām Muḥammad Ibn ʿAbdil-Wahhāb. Ich habe dieses Werk, inklusive der Erläuterung von Schaykh Muḥammad Ibn Ibrāhīm Āl Asch-Schaykh, ins Deutsche übersetzt.
Und man kann zusätzlich noch die Kurzfassung „Kitāb At-Tauḥīd“ von Imām Ibn Khuzaymah lesen und studieren, welche ich übersetzt habe, und ebenfalls mein Buch „Kitāb Al-Īmān“.
• 4. Im Bereich des Ḥadīth sollte man in dieser Phase die „Vierzig An-Nawawiyyah“ lesen, welche ich auch übersetzt habe.
• 5. Im Bereich des Fiqh kann man das erste Band (Buch der Reinigung), welcher die Erläuterung zu „Bulūġ Al-Marām“ von Ibn Ḥajar Al-ʿAsqalānī ist, lesen, welches von mir übersetzt und erläutert wurde. Darüber hinaus gibt es auch unterschiedliche Kurse und Seminare über den „Ḥanbali-Fiqh“, welche von Islam Study und Sunnah Study und Lughatu Ad-Dhaad angeboten werden. Man kann einen dieser Kurse besuchen.
👉 Diese 1.Phase sollte ungefähr ein Jahr lang dauern und man hat danach In Schāʾ Aḷḷāh folgendes erreicht:
• Man kann einigermaßen arabisch lesen, allen voran den Qurʾān.
• Der Inhalt des Qurʾāns ist nicht mehr fremd, da man ihn auf Deutsch gelesen hat.
• Im Bereich der Glaubensdoktrin/ʿAqīdah hat man einige wichtige Werke gelesen und hat somit eine Basis.
• Man ist mit den wichtigsten Ḥadīthen im Islam (40 Nawawiyyah) vertraut, die jeder Muslim kennen sollte.
• Darüber hinaus hat man einen Einblick in den Fiqh bekommen.
https://t.me/islamstudy_hadith2
📚 „Wegweiser für den Schüler des Wissens“ (Teil 2)
➡️ 2. Phase (der Aufbau des kleinen Schülers)
In diesem Teil gehe ich auf den Leitfaden für den kleinen Schüler ein, der bereits das Lesen und Schreiben der arabischen Sprache beherrscht.
• 1. In dieser Phase sollte auch das Hauptaugenmerk darauf gerichtet sein, weiterhin die arabische Sprache zu erlernen und zu verbessern, sodass man immer mehr versteht und bereits kleinere Texte lesen und verstehen kann.
Hierbei ist z. B. das 1. Semester des Medina-Buches zu empfehlen.
Dieses Buch sollte nur bei einem erfahrenen Lehrer, der am besten selbst darin unterrichtet wurde, studiert werden. Für dieses Buch wird max. ein Jahr benötigt. Islam Study bietet hierfür regelmäßig Kurse an.
• 2. Man sollte den Qurʾān einmal komplett (auf Arabisch) lesen, und darüber hinaus viel Zeit mit dem Auswendiglernen des Qurʾāns verbringen und versuchen zumindest „Juz ʿAmma“ und „Juz Tabāraka“ auswendig zu lernen.
Es ist zu empfehlen, dass man das Auswendiggelernte bei einem Lehrer vorträgt.
• 3. Im Bereich der ʿAqīdah kann man das Werk „Aṣlu As-Sunnah wa Iʿtiqād Ad-Dīn“, bekannt als „die ʿAqīdah der beiden Rāzīs“, lesen, welches von mir übersetzt und erläutert wurde.
Man kann sich auch meine Erläuterung zu dem ʿAqīdah-Gedicht „Al-Ḥāʾiyyah“ von Ibn Abī Dāwūd anhören.
• 4. Im Bereich des Ḥadīth sollte man in dieser Phase versuchen die „Vierzig An-Nawawiyyah“ auswendig zu lernen.
• 5. Im Bereich Fiqh kann man das komplette Werk „ʿUmdatu Al-Aḥkām“ lesen, welches von mir ins Deutsche übersetzt wurde. Man hat dann eine gute Übersicht über die verschiedenen Fiqh-Kapitel. Darüber hinaus gibt es auch unterschiedliche Kurse und Seminare über den „Ḥanbali-Fiqh“, welche von Islam Study angeboten werden. Man kann einen bis zwei dieser Kurse besuchen.
👉 Diese 2. Phase sollte ungefähr ein Jahr lang dauern und man hat danach In Schāʾ Aḷḷāh folgendes erreicht:
• Man kann ordentlich arabisch lesen und versteht mittlerweile auch einiges.
• Der Qurʾān wurde 1x komplett (auf Arabisch) gelesen und man hat ca. zwei Juz auswendig gelernt.
• Im Bereich der ʿAqīdah hat man einen großen Schritt nach vorne gemacht und mittlerweile schon fünf wichtige Werke gelesen und studiert.
• Man hat über 40 wichtige Ḥadīthe (40 Nawawiyyah) auswendig gelernt und kennt die Erläuterung dazu.
• Im Bereich des Fiqh hat man sich eingelesen und somit eine ungefähre Vorstellung über viele Themenbereiche.
https://t.me/islamstudy_hadith2
➡️ 2. Phase (der Aufbau des kleinen Schülers)
In diesem Teil gehe ich auf den Leitfaden für den kleinen Schüler ein, der bereits das Lesen und Schreiben der arabischen Sprache beherrscht.
• 1. In dieser Phase sollte auch das Hauptaugenmerk darauf gerichtet sein, weiterhin die arabische Sprache zu erlernen und zu verbessern, sodass man immer mehr versteht und bereits kleinere Texte lesen und verstehen kann.
Hierbei ist z. B. das 1. Semester des Medina-Buches zu empfehlen.
Dieses Buch sollte nur bei einem erfahrenen Lehrer, der am besten selbst darin unterrichtet wurde, studiert werden. Für dieses Buch wird max. ein Jahr benötigt. Islam Study bietet hierfür regelmäßig Kurse an.
• 2. Man sollte den Qurʾān einmal komplett (auf Arabisch) lesen, und darüber hinaus viel Zeit mit dem Auswendiglernen des Qurʾāns verbringen und versuchen zumindest „Juz ʿAmma“ und „Juz Tabāraka“ auswendig zu lernen.
Es ist zu empfehlen, dass man das Auswendiggelernte bei einem Lehrer vorträgt.
• 3. Im Bereich der ʿAqīdah kann man das Werk „Aṣlu As-Sunnah wa Iʿtiqād Ad-Dīn“, bekannt als „die ʿAqīdah der beiden Rāzīs“, lesen, welches von mir übersetzt und erläutert wurde.
Man kann sich auch meine Erläuterung zu dem ʿAqīdah-Gedicht „Al-Ḥāʾiyyah“ von Ibn Abī Dāwūd anhören.
• 4. Im Bereich des Ḥadīth sollte man in dieser Phase versuchen die „Vierzig An-Nawawiyyah“ auswendig zu lernen.
• 5. Im Bereich Fiqh kann man das komplette Werk „ʿUmdatu Al-Aḥkām“ lesen, welches von mir ins Deutsche übersetzt wurde. Man hat dann eine gute Übersicht über die verschiedenen Fiqh-Kapitel. Darüber hinaus gibt es auch unterschiedliche Kurse und Seminare über den „Ḥanbali-Fiqh“, welche von Islam Study angeboten werden. Man kann einen bis zwei dieser Kurse besuchen.
👉 Diese 2. Phase sollte ungefähr ein Jahr lang dauern und man hat danach In Schāʾ Aḷḷāh folgendes erreicht:
• Man kann ordentlich arabisch lesen und versteht mittlerweile auch einiges.
• Der Qurʾān wurde 1x komplett (auf Arabisch) gelesen und man hat ca. zwei Juz auswendig gelernt.
• Im Bereich der ʿAqīdah hat man einen großen Schritt nach vorne gemacht und mittlerweile schon fünf wichtige Werke gelesen und studiert.
• Man hat über 40 wichtige Ḥadīthe (40 Nawawiyyah) auswendig gelernt und kennt die Erläuterung dazu.
• Im Bereich des Fiqh hat man sich eingelesen und somit eine ungefähre Vorstellung über viele Themenbereiche.
https://t.me/islamstudy_hadith2
Islam Study | Hadith
#Hanbali_Rechtsschule 📚 Nach dem Aussehen der Frau fragen, wenn man heiraten möchte ▪️ #Imam_Ahmad Ibn Hanbal (164 - 241 n. H.) sagte: „Wenn ein Mann um die Hand einer Frau anhalten möchte, soll er zuerst nach ihrer Schönheit fragen. Sollte er nun damit…
📚 Die Heirat mit Neuerungsträgern
▪️ Imām Abu Bakr Al-Khallāl (225 - 311 n. H.) sagte:
„Kapitel: Die Heirat mit den Murjiʾah.
Mir berichtete ʿAlī Ibn ʿĪsā, dass Ḥanbal ihnen berichtete und sagte: Ich fragte Abū ʿAbdillāh (#Imam_Ahmad): ‚Ein Mann hat seine Tochter mit einem Mann verheiratet, ohne ihn (also seine ʿAqīdah und Manhaj) genau zu kennen, jedoch (stellt sich dann heraus), dass er die schlechte Ansicht der Murjiʾah vertritt.‘
Da sagte er (also Aḥmad): ‚Sollte er hierbei übertreiben und dazu (also zu seiner Ansicht) rufen, dann bin ich der Ansicht, dass er seine Tochter (in Form von Khulʿ) von ihm trennen lässt, und sie soll nicht weiterhin mit ihm verbleiben!‘
Ich sagte: ‚Hat der Vater falsch gehandelt, wenn er das tut?‘
Er erwiderte: ‚Ich hoffe, dass er nicht falsch gehandelt hat, wenn er dies über ihn erfährt und ihm das deutlich wurde.‘“
📗 [„Kitāb As-Sunnah“ (1138)]
➡️ Einige #Anmerkungen:
• 1. Das Werk „Kitāb As-Sunnah“ ist eines der wichtigsten früheren „ʿAqīdah-Werke“. Darin überliefert Al-Khallāl sehr viele Überlieferungen über Aḥmad Ibn Ḥanbal und andere Gelehrte der Salaf.
• 2. Al-Khallāl hat extra ein Kapitel nur für die Thematik „die Heirat mit den Murjiʾah“ angeführt, obwohl dies eigentlich nicht direkt mit der ʿAqīdah zu tun hat. Jedoch wollte er damit die Wichtigkeit dieser Angelegenheit hervorheben.
• 3. Der Vater darf und soll in so einem Fall seiner Tochter anordnen, dass sie Khulʿ (Trennung) verlangt und sich von diesem Mann trennt, wenn man weiß, dass er z. B. ein Murjiʾ ist, der zu einer Neuerung aufruft.
Mit „Murjiʾ“ ist jemand gemeint, der lediglich bei der Thematik rund um den „Īmān“ der Ansicht von Ahlus-Sunnah widerspricht. Viele, die heute als Murjiʾah bezeichnet werden, haben in Wirklichkeit die Neuerung und Irrlehren der Murjiʾah weit hinter sich gelassen. Hier eine Niederschrift dazu:👇
https://t.me/islam_study_PDF/204
• 4. Die Rede ist hier von einer bereits bestehenden Ehe. Wie ist es dann erst, wenn ein Neuerungsträger um die Hand einer Frau anhält?
• 5. Eine reine Muslima mit richtiger ʿAqīdah und Manhaj darf auf keinen Fall einem irregeleiteten Neuerungsträger - auch nur im Ansatz - die Möglichkeit geben, sich ihr zu nähern.
▪️ Allah - erhaben ist Er - sagte:
(أَفَنَجْعَلُ الْمُسْلِمِينَ كَالْمُجْرِمِينَ)
„Sollen Wir etwa die (gottergebenen) Muslime den Übeltätern gleichstellen?“ [68:35]
#Hinweis: In unserer hanbalitischen Madhhab wird bei der Heirat die Ebenbürtigkeit zwischen den Ehepaaren berücksichtigt. Und ein irregeleiteter Neuerungsträger ist nicht ebenbürtig, um eine Muslima zu heiraten. Hier ein Video über die Ebenbürtigkeit (Al-Kafāʾah) bei der Eheschließung:👇
https://t.me/audios_durus/803
• Der Text in meinem arabischen Kanal:👇
https://t.me/ahlul_hadith/1139
https://t.me/islamstudy_hadith2
▪️ Imām Abu Bakr Al-Khallāl (225 - 311 n. H.) sagte:
„Kapitel: Die Heirat mit den Murjiʾah.
Mir berichtete ʿAlī Ibn ʿĪsā, dass Ḥanbal ihnen berichtete und sagte: Ich fragte Abū ʿAbdillāh (#Imam_Ahmad): ‚Ein Mann hat seine Tochter mit einem Mann verheiratet, ohne ihn (also seine ʿAqīdah und Manhaj) genau zu kennen, jedoch (stellt sich dann heraus), dass er die schlechte Ansicht der Murjiʾah vertritt.‘
Da sagte er (also Aḥmad): ‚Sollte er hierbei übertreiben und dazu (also zu seiner Ansicht) rufen, dann bin ich der Ansicht, dass er seine Tochter (in Form von Khulʿ) von ihm trennen lässt, und sie soll nicht weiterhin mit ihm verbleiben!‘
Ich sagte: ‚Hat der Vater falsch gehandelt, wenn er das tut?‘
Er erwiderte: ‚Ich hoffe, dass er nicht falsch gehandelt hat, wenn er dies über ihn erfährt und ihm das deutlich wurde.‘“
📗 [„Kitāb As-Sunnah“ (1138)]
➡️ Einige #Anmerkungen:
• 1. Das Werk „Kitāb As-Sunnah“ ist eines der wichtigsten früheren „ʿAqīdah-Werke“. Darin überliefert Al-Khallāl sehr viele Überlieferungen über Aḥmad Ibn Ḥanbal und andere Gelehrte der Salaf.
• 2. Al-Khallāl hat extra ein Kapitel nur für die Thematik „die Heirat mit den Murjiʾah“ angeführt, obwohl dies eigentlich nicht direkt mit der ʿAqīdah zu tun hat. Jedoch wollte er damit die Wichtigkeit dieser Angelegenheit hervorheben.
• 3. Der Vater darf und soll in so einem Fall seiner Tochter anordnen, dass sie Khulʿ (Trennung) verlangt und sich von diesem Mann trennt, wenn man weiß, dass er z. B. ein Murjiʾ ist, der zu einer Neuerung aufruft.
Mit „Murjiʾ“ ist jemand gemeint, der lediglich bei der Thematik rund um den „Īmān“ der Ansicht von Ahlus-Sunnah widerspricht. Viele, die heute als Murjiʾah bezeichnet werden, haben in Wirklichkeit die Neuerung und Irrlehren der Murjiʾah weit hinter sich gelassen. Hier eine Niederschrift dazu:👇
https://t.me/islam_study_PDF/204
• 4. Die Rede ist hier von einer bereits bestehenden Ehe. Wie ist es dann erst, wenn ein Neuerungsträger um die Hand einer Frau anhält?
• 5. Eine reine Muslima mit richtiger ʿAqīdah und Manhaj darf auf keinen Fall einem irregeleiteten Neuerungsträger - auch nur im Ansatz - die Möglichkeit geben, sich ihr zu nähern.
▪️ Allah - erhaben ist Er - sagte:
(أَفَنَجْعَلُ الْمُسْلِمِينَ كَالْمُجْرِمِينَ)
„Sollen Wir etwa die (gottergebenen) Muslime den Übeltätern gleichstellen?“ [68:35]
#Hinweis: In unserer hanbalitischen Madhhab wird bei der Heirat die Ebenbürtigkeit zwischen den Ehepaaren berücksichtigt. Und ein irregeleiteter Neuerungsträger ist nicht ebenbürtig, um eine Muslima zu heiraten. Hier ein Video über die Ebenbürtigkeit (Al-Kafāʾah) bei der Eheschließung:👇
https://t.me/audios_durus/803
• Der Text in meinem arabischen Kanal:👇
https://t.me/ahlul_hadith/1139
https://t.me/islamstudy_hadith2
Forwarded from أهْلُ السُّنَّةِ وَالْحَدِيث
⬅️ غسل يوم #الجمعة
▪️قال إسحاق بن إبراهيم بن هانئ (٢١٨ - ٢٧٥ هـ) أحد كبار تلاميذ #الإمام_أحمد:
"سألتُه عن غُسل يوم الجمعة؟
قال: أخشى أنْ يكونَ واجبًا، في كم حديث أنّ النبي ﷺ: أمَرَنا بالغسلِ يوم الجمعة".
📗 [مسائل الإمام أحمد بن حنبل برواية ابن هانئ (٤٦٠)]
https://t.me/ahlul_hadith
▪️قال إسحاق بن إبراهيم بن هانئ (٢١٨ - ٢٧٥ هـ) أحد كبار تلاميذ #الإمام_أحمد:
"سألتُه عن غُسل يوم الجمعة؟
قال: أخشى أنْ يكونَ واجبًا، في كم حديث أنّ النبي ﷺ: أمَرَنا بالغسلِ يوم الجمعة".
📗 [مسائل الإمام أحمد بن حنبل برواية ابن هانئ (٤٦٠)]
https://t.me/ahlul_hadith
#Masāil_Al_Imam_Ahmad
📚 Die rituelle Ganzkörperwaschung (Al-Ġusl) am Freitag
▪️ Isḥāq Ibn Ibrāhīm Ibn Hānīʾ (218 - 275 n. H) sagte:
„Ich fragte ihn (also #Imam_Ahmad) über die rituelle Ganzkörperwaschung (Al-Ġusl) am Freitag?‘
Er sagte: ‚Ich befürchte, dass dies verpflichtend (wājib) ist. In wie vielen Ḥadīthen hat uns der Prophet ﷺ befohlen, freitags die Ganzkörperwaschung zu vollziehen.‘“
📗 [Siehe: „Masāʾil Ibn Hānīʾ“ (460)]
➡️ Einige #Anmerkungen:
• 1. Es gibt etliche Bücher, die „Masāʾil Al-Imam Ahmad“ genannt werden.
• 2. Diese „Masāʾil-Werke“ wurden von den (direkten) Schülern Imam Ahmads überliefert und niedergeschrieben.
• 3. Sie sind die Hauptquellen der Aussagen Imam Ahmads und stammen aus erster Quelle. Wer die Aussagen von Ahmad wissen will, kommt an diesen Werken nicht vorbei, und diese haben zweifelsfrei Vorrang vor vielen späteren Werken, die über #Hanbali_Rechtsschule sprechen und manchmal sogar Aussagen beinhalten, die den Ansichten des Imams widersprechen.
• 4. In Bezug auf die Pflicht der Ganzkörperwaschung am Freitag kam es innerhalb unserer hanbalitischen Madhhab zu Unstimmigkeiten, ob sie verpflichtend ist oder nicht.
• Hier ein Video, in dem ich über einige dieser „Masāʾil-Werke“ gesprochen habe:👇
https://youtu.be/uDvGOncmoLQ
https://t.me/islamstudy_hadith2
📚 Die rituelle Ganzkörperwaschung (Al-Ġusl) am Freitag
▪️ Isḥāq Ibn Ibrāhīm Ibn Hānīʾ (218 - 275 n. H) sagte:
„Ich fragte ihn (also #Imam_Ahmad) über die rituelle Ganzkörperwaschung (Al-Ġusl) am Freitag?‘
Er sagte: ‚Ich befürchte, dass dies verpflichtend (wājib) ist. In wie vielen Ḥadīthen hat uns der Prophet ﷺ befohlen, freitags die Ganzkörperwaschung zu vollziehen.‘“
📗 [Siehe: „Masāʾil Ibn Hānīʾ“ (460)]
➡️ Einige #Anmerkungen:
• 1. Es gibt etliche Bücher, die „Masāʾil Al-Imam Ahmad“ genannt werden.
• 2. Diese „Masāʾil-Werke“ wurden von den (direkten) Schülern Imam Ahmads überliefert und niedergeschrieben.
• 3. Sie sind die Hauptquellen der Aussagen Imam Ahmads und stammen aus erster Quelle. Wer die Aussagen von Ahmad wissen will, kommt an diesen Werken nicht vorbei, und diese haben zweifelsfrei Vorrang vor vielen späteren Werken, die über #Hanbali_Rechtsschule sprechen und manchmal sogar Aussagen beinhalten, die den Ansichten des Imams widersprechen.
• 4. In Bezug auf die Pflicht der Ganzkörperwaschung am Freitag kam es innerhalb unserer hanbalitischen Madhhab zu Unstimmigkeiten, ob sie verpflichtend ist oder nicht.
• Hier ein Video, in dem ich über einige dieser „Masāʾil-Werke“ gesprochen habe:👇
https://youtu.be/uDvGOncmoLQ
https://t.me/islamstudy_hadith2
#Imame_der_Sunnah
📚 Das Streben nach Wissen
▪️ Die Stellvertreter Satans
• Imam #Ibn_Al_Qayyim (691 - 751 n. H.) sagte:
„Die Stellvertreter von Iblis auf der Erde sind diejenigen, die die Menschen vom Streben nach Wissen und dem Erlernen der Religion abhalten (wollen).“
📗 [„Miftāh Dār As-Sa'ādah“ (1/160)]
• Hier der arabische Text:👇
https://t.me/ahlul_hadith/585
➡️ Einige #Anmerkungen:
• 1. In der heutigen Zeit sind es u. a. diejenigen, die fast alle Gelehrten schlechtreden und versuchen, die Leute davon abzuhalten, sich an die Leute des Wissens zu wenden und von ihnen zu lernen.
• 2. Und ihr Slogan lautet vielleicht: „Wir beschränken uns nur auf die Bücher der Salaf und versuchen diese auf eigene Achse zu studieren.“
(كلمةُ حقٍ أُريدَ بها باطل.)
„Ein wahres Wort, mit dem man jedoch etwas Falsches beabsichtigt/bezweckt.“
• 3. Oft bezweckt man damit, eine Barriere zwischen den Menschen und den Leuten des Wissens aufzubauen.
https://t.me/islamstudy_hadith2
📚 Das Streben nach Wissen
▪️ Die Stellvertreter Satans
• Imam #Ibn_Al_Qayyim (691 - 751 n. H.) sagte:
„Die Stellvertreter von Iblis auf der Erde sind diejenigen, die die Menschen vom Streben nach Wissen und dem Erlernen der Religion abhalten (wollen).“
📗 [„Miftāh Dār As-Sa'ādah“ (1/160)]
• Hier der arabische Text:👇
https://t.me/ahlul_hadith/585
➡️ Einige #Anmerkungen:
• 1. In der heutigen Zeit sind es u. a. diejenigen, die fast alle Gelehrten schlechtreden und versuchen, die Leute davon abzuhalten, sich an die Leute des Wissens zu wenden und von ihnen zu lernen.
• 2. Und ihr Slogan lautet vielleicht: „Wir beschränken uns nur auf die Bücher der Salaf und versuchen diese auf eigene Achse zu studieren.“
(كلمةُ حقٍ أُريدَ بها باطل.)
„Ein wahres Wort, mit dem man jedoch etwas Falsches beabsichtigt/bezweckt.“
• 3. Oft bezweckt man damit, eine Barriere zwischen den Menschen und den Leuten des Wissens aufzubauen.
https://t.me/islamstudy_hadith2
Islam Study | Hadith
#Madhhab_Rechtsschule #Hanbali_Rechtsschule #Masāil_Al_Imam_Ahmad #Unterlassung_Gebet 📚 Die Unterlassung des Gebets bei #Imam_Ahmad Was Imām Aḥmad Ibn Ḥanbal (164 - 241 n. H.) angeht, so sind seine Aussagen zahlreich und bekannt, dass er denjenigen, der…
#Hanbali_Rechtsschule
#Unterlassung_Gebet
📚 Die Unterlassung des Gebets bei #Imam_Ahmad und den Ḥanābilah
▪️ Darf derjenige, der nicht betet, erst dann zum Ungläubigen erklärt werden, wenn er vor einen Richter gebracht wird?
Es gibt diesbezüglich zwei Ansichten in unserer ḥanbalitischen Madhhab.
▪️ Die erste Ansicht:
Aus den Worten einiger späteren Ḥanābilah kann entnommen werden, dass derjenige, der das Gebet unterlässt, zunächst vor einen Richter gebracht werden muss, bevor der Takfīr gefällt wird.
• Schaykh Manṣūr Al-Buhūtī (1000 - 1051 n. H.) sagte, nachdem er über den Unterlasser des Gebets sprach: „Und wenn er nicht zu ihm (also dem Gebet) gerufen werden sollte, wird nicht mit dem Unglauben über ihn gerichtet, da die Möglichkeit besteht, dass er es aufgrund eines Entschuldigungsgrundes unterlassen hat, und er denkt, die Pflicht würde somit von ihm wegfallen. Und er darf nicht „bestraft“ werden, bis er in beiden Fällen drei Mal dazu gerufen wird, also wenn er es (das Gebet) leugnet und wenn er es aus Nachlässigkeit unterlässt...“
📗 [Siehe: „Ar-Rauḍ Al-Murbiʿ“]
▪️ Die zweite Ansicht:
Derjenige, der das Gebet unterlässt, wird bereits dann zum Ungläubigen erklärt, wenn er das Gebet unterlässt, ohne dass das Urteil eines Richters vorausgesetzt wird.
• Imām Abul-ʿAbbās #Ibn_Taymiyah (661 - 728 n. H.) sagte: „Und diejenigen von unseren Gefährten (also die Ḥanābilah), die sagten, dass das Urteil des Unglaubens nicht über ihn gefällt wird, bis er (vom Richter) aufgerufen wird und sich dann weigert, so muss ihre Aussage auf den offenkundigen Unglauben bezogen werden. Was aber den Unglauben der Heuchler angeht, so wird dies hierbei nicht vorausgesetzt. Und Aḥmad und unsere restlichen Gefährten setzten diese Bedingung für diese Art/Wirklichkeit des Unglaubens nicht voraus.“
📗 [„Scharḥ Al-ʿUmdah“ (1/93)]
• Al-Ḥāfiẓ #Ibn_Rajab (736 - 795 n. H.) sagte: „Und diese Worte von Ibn Al-Mubārak und Isḥāq (Ibn Rāhūyah) deuten darauf hin, dass derjenige, der den Unterlasser des Gebets zum Ungläubigen erklärt, ihn bereits durch das Verstreichen der Gebetszeit zum Ungläubigen erklärt. Und es wird hierbei nicht die Istitābah beachtet und auch nicht, dass er dazu (also zum Gebet) gerufen wird. Und das ist auch die offenkundige Ansicht von Aḥmad und anderen Imāmen. Und darauf weisen auch die Worte unserer früheren (ḥanbalitischen) Gefährten hin, wie z. B. Al-Khiraqī, Abū Bakr und Ibn Abī Mūsā.“
📗 [„Fatḥ Al-Bārī“ (3/273)]
➡️ Einige #Anmerkungen:
• 1. Es muss ein Unterschied gemacht werden, (a) ob das Urteil über den Unterlasser des Gebets gefällt wird und (b) ob er dann bestraft wird. Was die Strafe anbelangt, so wird diese nur dann durchgeführt, wenn er dem Richter vorgebracht wurde.
• 2. Manchmal widersprechen einige späteren ḥanbalitischen Gelehrten den Früheren, allen voran Imām Aḥmad, dem Imām ihrer Madhhab. In solchen Fällen haben die Ansichten der Früheren klaren Vorrang.
• 3. Ibn Rajab wies die Ansicht mancher Späteren zurück und führte die Namen mehrerer großen Gelehrten an, wie u. a.:
- ʿAbduḷḷāh Al-Mubārak (118 - 181 n. H.)
- Isḥāq Ibn Rāhūyah (161 - 238 n. H.)
- Aḥmad Ibn Ḥanbal (164 - 241 n. H.)
- Al-Khiraqī (gest. 334 n. H.)
- Abū Bakr Ġulām Al-Khallāl (285 - 363 n. H.)
- Ibn Abī Mūsā (345 - 428 n. H.)
Das ist auch die Ansicht vieler anderer Ḥanābilah, wie z. B.:
- Al-Ājurrī
- Ibn Taymiyyah
- Ibn Al-Qayyim
- Ibn Rajab
- Die #Al_Aimmah_an_Najdiyyah, da sie diese Aussage von Ibn Rajab in ihren Werken erwähnten. [Siehe: „Ar-Rasāʾil wal-Masāʾil An-Najdiyyah“ (1/726)]
• 4. Es gibt keinen Beweis für die Ansicht jener späteren Ḥanābilah, dass der Unterlasser des Gebets erst dann zum Ungläubigen erklärt werden könnte, wenn er einem Richter vorgebracht wird.
• 5. Laut dieser Ansicht mancher Späteren wäre es somit gar nicht mehr möglich, den Unterlasser des Gebets zum Ungläubigen zu erklären, da es in den meisten Ländern keine muslimischen Richter gibt. Bleibt also der Unterlasser des Gebets laut dieser Ansicht für immer Muslim und wird wie alle anderen Muslime behandelt?!
https://t.me/islamstudy_hadith2
#Unterlassung_Gebet
📚 Die Unterlassung des Gebets bei #Imam_Ahmad und den Ḥanābilah
▪️ Darf derjenige, der nicht betet, erst dann zum Ungläubigen erklärt werden, wenn er vor einen Richter gebracht wird?
Es gibt diesbezüglich zwei Ansichten in unserer ḥanbalitischen Madhhab.
▪️ Die erste Ansicht:
Aus den Worten einiger späteren Ḥanābilah kann entnommen werden, dass derjenige, der das Gebet unterlässt, zunächst vor einen Richter gebracht werden muss, bevor der Takfīr gefällt wird.
• Schaykh Manṣūr Al-Buhūtī (1000 - 1051 n. H.) sagte, nachdem er über den Unterlasser des Gebets sprach: „Und wenn er nicht zu ihm (also dem Gebet) gerufen werden sollte, wird nicht mit dem Unglauben über ihn gerichtet, da die Möglichkeit besteht, dass er es aufgrund eines Entschuldigungsgrundes unterlassen hat, und er denkt, die Pflicht würde somit von ihm wegfallen. Und er darf nicht „bestraft“ werden, bis er in beiden Fällen drei Mal dazu gerufen wird, also wenn er es (das Gebet) leugnet und wenn er es aus Nachlässigkeit unterlässt...“
📗 [Siehe: „Ar-Rauḍ Al-Murbiʿ“]
▪️ Die zweite Ansicht:
Derjenige, der das Gebet unterlässt, wird bereits dann zum Ungläubigen erklärt, wenn er das Gebet unterlässt, ohne dass das Urteil eines Richters vorausgesetzt wird.
• Imām Abul-ʿAbbās #Ibn_Taymiyah (661 - 728 n. H.) sagte: „Und diejenigen von unseren Gefährten (also die Ḥanābilah), die sagten, dass das Urteil des Unglaubens nicht über ihn gefällt wird, bis er (vom Richter) aufgerufen wird und sich dann weigert, so muss ihre Aussage auf den offenkundigen Unglauben bezogen werden. Was aber den Unglauben der Heuchler angeht, so wird dies hierbei nicht vorausgesetzt. Und Aḥmad und unsere restlichen Gefährten setzten diese Bedingung für diese Art/Wirklichkeit des Unglaubens nicht voraus.“
📗 [„Scharḥ Al-ʿUmdah“ (1/93)]
• Al-Ḥāfiẓ #Ibn_Rajab (736 - 795 n. H.) sagte: „Und diese Worte von Ibn Al-Mubārak und Isḥāq (Ibn Rāhūyah) deuten darauf hin, dass derjenige, der den Unterlasser des Gebets zum Ungläubigen erklärt, ihn bereits durch das Verstreichen der Gebetszeit zum Ungläubigen erklärt. Und es wird hierbei nicht die Istitābah beachtet und auch nicht, dass er dazu (also zum Gebet) gerufen wird. Und das ist auch die offenkundige Ansicht von Aḥmad und anderen Imāmen. Und darauf weisen auch die Worte unserer früheren (ḥanbalitischen) Gefährten hin, wie z. B. Al-Khiraqī, Abū Bakr und Ibn Abī Mūsā.“
📗 [„Fatḥ Al-Bārī“ (3/273)]
➡️ Einige #Anmerkungen:
• 1. Es muss ein Unterschied gemacht werden, (a) ob das Urteil über den Unterlasser des Gebets gefällt wird und (b) ob er dann bestraft wird. Was die Strafe anbelangt, so wird diese nur dann durchgeführt, wenn er dem Richter vorgebracht wurde.
• 2. Manchmal widersprechen einige späteren ḥanbalitischen Gelehrten den Früheren, allen voran Imām Aḥmad, dem Imām ihrer Madhhab. In solchen Fällen haben die Ansichten der Früheren klaren Vorrang.
• 3. Ibn Rajab wies die Ansicht mancher Späteren zurück und führte die Namen mehrerer großen Gelehrten an, wie u. a.:
- ʿAbduḷḷāh Al-Mubārak (118 - 181 n. H.)
- Isḥāq Ibn Rāhūyah (161 - 238 n. H.)
- Aḥmad Ibn Ḥanbal (164 - 241 n. H.)
- Al-Khiraqī (gest. 334 n. H.)
- Abū Bakr Ġulām Al-Khallāl (285 - 363 n. H.)
- Ibn Abī Mūsā (345 - 428 n. H.)
Das ist auch die Ansicht vieler anderer Ḥanābilah, wie z. B.:
- Al-Ājurrī
- Ibn Taymiyyah
- Ibn Al-Qayyim
- Ibn Rajab
- Die #Al_Aimmah_an_Najdiyyah, da sie diese Aussage von Ibn Rajab in ihren Werken erwähnten. [Siehe: „Ar-Rasāʾil wal-Masāʾil An-Najdiyyah“ (1/726)]
• 4. Es gibt keinen Beweis für die Ansicht jener späteren Ḥanābilah, dass der Unterlasser des Gebets erst dann zum Ungläubigen erklärt werden könnte, wenn er einem Richter vorgebracht wird.
• 5. Laut dieser Ansicht mancher Späteren wäre es somit gar nicht mehr möglich, den Unterlasser des Gebets zum Ungläubigen zu erklären, da es in den meisten Ländern keine muslimischen Richter gibt. Bleibt also der Unterlasser des Gebets laut dieser Ansicht für immer Muslim und wird wie alle anderen Muslime behandelt?!
https://t.me/islamstudy_hadith2
#Tarikh
#Muslimische_Herrscher
📚 Eine der größten Wissenssitzungen in der islamischen Geschichte
▪️ Es ist das Jahr 232 n. H.
Der neue sunnitische Kalif des Abbasiden-Reiches übernimmt die Herrschaft, sein Name ist: Al-Mutawakkil ʿalā Aḷḷāh Jaʿfar - möge Aḷḷāh ihm barmherzig sein.
Zuvor waren drei Kalifen an der Macht gewesen, die teils Ansichten der Jahmiyyah vertraten und für viel Unheil sorgten.
Als Al-Mutawakkil an die Macht kam, machte er u. a. Folgendes:
1. Er ließ die Ḥadīthgelehrten um #Imam_Ahmad zu sich rufen und machte ihnen Geschenke und ehrte sie.
2. Er ordnete den Ḥadīthgelehrten an, dass in Baġdād gezielt Sitzungen stattfinden, in denen öffentlich Ḥadīthe über die göttlichen Attribute berichtet werden. Zwei dieser Sitzungen wurden von den beiden Brüdern und Imāmen Abū Bakr Ibn Abī Schaybah und ʿUthmān Ibn Abī Schaybah in den beiden Großmoscheen von „Ar-Raṣāfah“ und „Al-Manṣūr“ gehalten, an der jeweils fast 30.000 Menschen teilnahmen. Diese bekannten Sitzungen werden auch in vielen früheren Werken erwähnt.
• Ibrāhīm Al-Ḥarbī (gest. 285 n. H.), Schüler von Aḥmad, sagte, während er den Ḥadīth von Mujāhid erwähnte: „Das hat ʿUthmān Ibn Abī Schaybah in einer Sitzung berichtet, und dies öffentlich vor allen Menschen. Was denkst du, wie viele in dieser Sitzung waren? 20.000! Denkst du, wenn eine Person zu ʿUthmān aufgestanden wäre und gesagt hätte: ‚Berichte diesen Ḥadīth nicht‘, oder er hätte es missbilligt? Denkst du er wäre (aus dieser Sitzung) anders rausgegangen, außer als ein Toter?!“
📗 [„As-Sunnah“ (253) von Al-Khallāl]
👉 Mit dem „Ḥadīth von Mujāhid“ ist folgende Überlieferung gemeint:
• Aḷḷāh - erhaben ist Er - sagte:
(عَسَىٰ أَن يَبْعَثَكَ رَبُّكَ مَقَامًا مَّحْمُودًا.)
„Vielleicht wird dich dein Herr zu einer lobenswerten (Rang)stellung erwecken.“ [17:79]
Er (also Mujāhid) sagte: „Er (Aḷḷāh) lässt ihn (Muḥammad) neben Sich auf dem Thron sitzen.“
In diesen Wissenssitzungen, die zu den größten der islamischen Geschichte zählen, wurde also gezielt und bestätigend vorgetragen, dass Aḷḷāh am Tag der Auferstehung unseren Propheten Muḥammad ﷺ neben Sich sitzen lässt.
Es wurde diese Überlieferung in aller Öffentlichkeit vorgetragen, da die früheren und auch späteren Jahmiyyah sowas nicht hören können.
• Hārūn Ibn Maʿrūf (gest. 231 n. H.) sagte: „Das ist ein Ḥadīth, durch den Aḷḷāh die Augen der Ketzer (Zanādiqah) erhitzt/schürt.“
• Imām Abū Dāwūd (gest. 275 n. H.) sagte, nachdem er diese Überlieferung berichtete: „Wer das leugnet, so ist er bei uns ein Jahmī.“
https://t.me/islamstudy_hadith2
#Muslimische_Herrscher
📚 Eine der größten Wissenssitzungen in der islamischen Geschichte
▪️ Es ist das Jahr 232 n. H.
Der neue sunnitische Kalif des Abbasiden-Reiches übernimmt die Herrschaft, sein Name ist: Al-Mutawakkil ʿalā Aḷḷāh Jaʿfar - möge Aḷḷāh ihm barmherzig sein.
Zuvor waren drei Kalifen an der Macht gewesen, die teils Ansichten der Jahmiyyah vertraten und für viel Unheil sorgten.
Als Al-Mutawakkil an die Macht kam, machte er u. a. Folgendes:
1. Er ließ die Ḥadīthgelehrten um #Imam_Ahmad zu sich rufen und machte ihnen Geschenke und ehrte sie.
2. Er ordnete den Ḥadīthgelehrten an, dass in Baġdād gezielt Sitzungen stattfinden, in denen öffentlich Ḥadīthe über die göttlichen Attribute berichtet werden. Zwei dieser Sitzungen wurden von den beiden Brüdern und Imāmen Abū Bakr Ibn Abī Schaybah und ʿUthmān Ibn Abī Schaybah in den beiden Großmoscheen von „Ar-Raṣāfah“ und „Al-Manṣūr“ gehalten, an der jeweils fast 30.000 Menschen teilnahmen. Diese bekannten Sitzungen werden auch in vielen früheren Werken erwähnt.
• Ibrāhīm Al-Ḥarbī (gest. 285 n. H.), Schüler von Aḥmad, sagte, während er den Ḥadīth von Mujāhid erwähnte: „Das hat ʿUthmān Ibn Abī Schaybah in einer Sitzung berichtet, und dies öffentlich vor allen Menschen. Was denkst du, wie viele in dieser Sitzung waren? 20.000! Denkst du, wenn eine Person zu ʿUthmān aufgestanden wäre und gesagt hätte: ‚Berichte diesen Ḥadīth nicht‘, oder er hätte es missbilligt? Denkst du er wäre (aus dieser Sitzung) anders rausgegangen, außer als ein Toter?!“
📗 [„As-Sunnah“ (253) von Al-Khallāl]
👉 Mit dem „Ḥadīth von Mujāhid“ ist folgende Überlieferung gemeint:
• Aḷḷāh - erhaben ist Er - sagte:
(عَسَىٰ أَن يَبْعَثَكَ رَبُّكَ مَقَامًا مَّحْمُودًا.)
„Vielleicht wird dich dein Herr zu einer lobenswerten (Rang)stellung erwecken.“ [17:79]
Er (also Mujāhid) sagte: „Er (Aḷḷāh) lässt ihn (Muḥammad) neben Sich auf dem Thron sitzen.“
In diesen Wissenssitzungen, die zu den größten der islamischen Geschichte zählen, wurde also gezielt und bestätigend vorgetragen, dass Aḷḷāh am Tag der Auferstehung unseren Propheten Muḥammad ﷺ neben Sich sitzen lässt.
Es wurde diese Überlieferung in aller Öffentlichkeit vorgetragen, da die früheren und auch späteren Jahmiyyah sowas nicht hören können.
• Hārūn Ibn Maʿrūf (gest. 231 n. H.) sagte: „Das ist ein Ḥadīth, durch den Aḷḷāh die Augen der Ketzer (Zanādiqah) erhitzt/schürt.“
• Imām Abū Dāwūd (gest. 275 n. H.) sagte, nachdem er diese Überlieferung berichtete: „Wer das leugnet, so ist er bei uns ein Jahmī.“
https://t.me/islamstudy_hadith2
#Hanbali_Rechtsschule
#Masāil_Al_Imam_Ahmad
📚 Der Reisende soll nicht das Freitagsgebet vorbeten
▪️ Imām Ibn Qudāmah Al-Maqdisī Al-Ḥanbalī (541 - 620 n. H.) sagte:
„Und für denjenigen, für den das Freitagsgebet nicht verpflichtend ist, ist es nicht gestattet, hierbei der Imām (Vorbeter) zu sein.“
📗 [Siehe: „Al-Hādī“]
➡️ Einige #Anmerkungen:
• 1. Laut unserer hanbalitischen Rechtsschule fällt die Pflicht des Freitagsgebets für den Reisenden weg.
• 2. Daraus ergibt sich dann, dass er nicht das Freitagsgebet als Imām vorbeten darf. Theoretisch darf er die Predigt halten, jedoch sollte dann ein anderer Sesshafter das Gebet leiten.
• 3. ʿAlāʾ Ad-Dīn Al-Mardāwī (817 - 885 n. H.) sagte: „Es ist ihm nicht erlaubt als Imām vorzubeten und dies zählt zu den Mufradāt (der hanbalitischen Rechtsschule).“
📗 [Siehe: „Al-Inṣāf fī Maʿrifati Ar-Rājiḥ min Al-Khilāf“ (2/368)]
• Hier einiges über die Bedeutung von „Mufradāt Al-Madhhab“.👇
https://t.me/islamstudy_hadith2/156
https://t.me/islamstudy_hadith2
#Masāil_Al_Imam_Ahmad
📚 Der Reisende soll nicht das Freitagsgebet vorbeten
▪️ Imām Ibn Qudāmah Al-Maqdisī Al-Ḥanbalī (541 - 620 n. H.) sagte:
„Und für denjenigen, für den das Freitagsgebet nicht verpflichtend ist, ist es nicht gestattet, hierbei der Imām (Vorbeter) zu sein.“
📗 [Siehe: „Al-Hādī“]
➡️ Einige #Anmerkungen:
• 1. Laut unserer hanbalitischen Rechtsschule fällt die Pflicht des Freitagsgebets für den Reisenden weg.
• 2. Daraus ergibt sich dann, dass er nicht das Freitagsgebet als Imām vorbeten darf. Theoretisch darf er die Predigt halten, jedoch sollte dann ein anderer Sesshafter das Gebet leiten.
• 3. ʿAlāʾ Ad-Dīn Al-Mardāwī (817 - 885 n. H.) sagte: „Es ist ihm nicht erlaubt als Imām vorzubeten und dies zählt zu den Mufradāt (der hanbalitischen Rechtsschule).“
📗 [Siehe: „Al-Inṣāf fī Maʿrifati Ar-Rājiḥ min Al-Khilāf“ (2/368)]
• Hier einiges über die Bedeutung von „Mufradāt Al-Madhhab“.👇
https://t.me/islamstudy_hadith2/156
https://t.me/islamstudy_hadith2