Islam Study
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In Zeiten, in denen viele Leute innerhalb kurzer Zeit zum "Schaykh, Da'ia, Mufti, Führer der Gläubigen/Khalifa" etc aufsteigen und in Angelegenheiten der Muslime reden, ohne dass sie islamisch gesehen die Bedingungen dafür erfüllt haben, erinnern wir uns an folgende Aussagen der Gelehrten:
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قال الحافظ ابن حجر في فتح الباري:
من تكلم في غير فنه أتى بالعجائب.

Al-Haafith Ibn Hajar sagte in seinem Werk Fath al-Bari:
"Wer in Bereichen redet, die nicht zu seinem Spezialgebiet gehören, wird mit merkwürdigen (Aussagen) kommen."

قال الإمام الشافعي:
وقد تكلم في العلم مَن لو أمسك عن بعض ما تكلم فيه منه لكان الإمساكُ أولى به، وأقربَ من السلامة له إن شاء الله.

Imam asch-Schafi'ii sagte:
"Wenn manche Leute, die über das Wissen sprechen, schweigen würden, wäre das Schweigen besser für sie und näher zur Sicherheit Inschaallah."


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Wessen Islam mit Gewissheit bestätigt wurde, dessen Islam verschwindet nicht durch Zweifel:

قال شيخ الإسلام رحمه الله :
(ليس لأحد أن يكفّر أحدًا من المسلمين وإن أخطأ وغلط، حتى تُقام عليه الحجة، وتُبين له المحجة، ومَن ثبت إسلامه بيقين لم يزل ذلك عنه بالشك، بل لا يزول إلا بعد إقامة الحجة وإزالة الشبهة ) اهـ.

Schaikh al-Islam ibn Taymiyyah – möge Allah ihm barmherzig sein – sagte:
"Es steht niemandem das Recht zu, jemanden von den Muslimen für ungläubig zu erklären, auch wenn er einen Fehler begangen hat und falsch lag, bis der Beweis über ihn erbracht wurde und ihm die Angelegenheit verständlich gemacht worden ist.
Und wessen Islam mit Gewissheit bestätigt wurde, dessen Islam verschwindet nicht durch Zweifel. Vielmehr löst er sich nicht auf, bis zur Überbringung des Beweises und der Beseitigung des Scheinarguments."

[Majmuu' al-Fatawa, Bd. 12, S. 501]


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Die Gelehrten vereinen sich nicht auf der Irreleitung:

Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte:
"Es wird immer eine Gruppe unter meiner Nation geben, die dem Befehl Allahs nachkommen. Ihnen wird nicht schaden, wer sie im Stich lässt oder widerspricht, bis der Befehl Allahs kommt und sie über die Menschen siegreich sein werden."
(Überliefert von Al-Bukhary und Muslim)

An-Nawawi sagte:
"Was diese Gruppe betrifft, so sagte Al-Bukhari:
"Es sind die Gelehrten."

Ahmad ibn Hanbal sagte:
"Wenn es nicht die Leute des Hadith sind, dann weiß ich nicht wer sie sind.... "

(Scharh An-Nawawi 'ala Muslim" (13/67))


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Forwarded from Islamqa deutsch
📚 Ist es dem Laien erlaubt, einer bestimmten Rechtsschule im Bezug auf die leichtere Meinung zu folgen?

Asch-Schatibi, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte:
"Dem Laien ist es nicht erlaubt, bei einer Meinungsverschiedenheit auszusuchen, wie dass Mujtahidun (Leute, welche eigenständig Urteile aus den Texten ableiten können) zwei unterschiedliche Ansichten haben und dies dem Laien vorgelegt wird. So denken manche Menschen, dies wäre eine Sache des Auswählens, sowie im Falle der Sühneleistung (Kaffara). So folgt man seinen Gelüsten und dem was seinem Zweck dient und lässt das was diesem entgegensteht.

Lies hier mehr dazu 👇

https://islamqa.info/ge/192787


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Ist es besser sich nur der Da'wa (zum Islam zu rufen) zu widmen oder sich vorrangig nur Wissen anzueignen?

Alles Lob gebührt Allah.
Sich Wissen anzueignen ist besser und hat Vorrang. Für den, der nach Wissen strebt ist es außerdem möglich Da'wa zu machen während er nach Wissen strebt. Es ist nicht möglich ohne Wissen zu Allah zu rufen. Allah, erhaben sei Er, sagte:
"Sag: Das ist mein Weg: Ich rufe zu Allah aufgrund eines sichtbaren Hinweises"
(12:108)

Wie kann es also Da'wa geben ohne das Wissen vorhanden ist? Niemand hat jemals ohne Wissen Da'wa gemacht und wer ohne Wissen Da'wa macht, wird ohne Erfolg bleiben.

Von der Fatwa von Schaykh Muhammad Ibn Salih al-'Uthaimin


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Sufyan ath-Thauri (97-161 H.), möge Allah ihm barmherzig sein, sagte:

"Nehmt dieses Wissen, im Bezug auf Halal (erlaubtem) und Haram (verbotenem), nur von den bekannten Oberhäupten (Führern) des Wissens"

(Scharh 'ilal at-Tirmidhi von ibn Rajab)


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Ibn Taymiya, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte:

"Derjenige, der glaubt (überzeugt ist), dass das Blut und der Besitz der Muslime Halal (erlaubt) sei und der ihre Bekämpfung als erlaubt ansieht, ist eher derjenige, der Allah und Seinen Propheten bekämpft und Unheil auf der Erde anrichtet, als jene (andere)."

(Majmuu' al-Fatawa 28/470)


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Eines der Merkmale von Ahlu as-Sunnah ist ihre Liebe zu den Imamen (Führern) der Sunnah, zu ihren Gelehrten, Unterstützern und Freunden,
sowie ihr Zorn gegenüber den Führern der Neuerungen (Bid'a), welche zum Feuer rufen und ihre Gefährten zur Wohnstätte des Niedergangs leiten.
Allah, erhaben sei Er, hat die Herzen der Ahlu as-Sunnah verschönert, und sie mit der Liebe zu den Gelehrten der Sunnah erleuchtet, als Gunsterweisung von Ihm, ihnen gegenüber.

['Aqidatu As-Salafi Ashabi Al-Hadithi li Abi 'Uthman As-Sabuni]


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Allah, erhaben sei Er, sagte:
"So gehorche nicht den Leugnern (der Botschaft). Sie möchten gern, dass du schmeichelst, so dass (auch) sie schmeicheln (können)." (68: 8-9)

Der große Mufassir (Korankommentator) Ibn Jarir at-Tabari, möge Allah ihm barmherzig sein, sagte:
"O Muhammad die Götzendiener wünschen sich, dass du dich ihnen (etwas) mit deiner Religion näherst (entgegenkommst), indem du auf sie hörst und ihnen etwas, im Bezug auf ihre Götter/Götzen, vertraust, so werden sie sich dann auch dir etwas, im Bezug auf deine Anbetung für deinen Gott (Allah), nähern. So wie es Allah, erhaben sei Seine Lobpreisung, sagte: "Und wenn Wir dich nicht gefestigt hätten, hättest du wohl beinahe bei ihnen ein wenig Stütze gesucht. Dann hätten Wir dich fürwahr ein Mehrfaches (an Strafe) im Leben und ein Mehrfaches (an Strafe) im Tod kosten lassen."


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Schaikh al-Islam ibn Taymiyya, sagte:

"Derjenige, der den Leuten der Bid'a (Erneuerung) antwortet (sie wiederlegt) ist ein Mujahid."

(Majmuu' al-Fatawa 4/13)


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بسم الله الرحمن الرحيم

Es gibt leider eine Auffälligkeit bei vielen Predigern und "Schujukh" im deutschsprachigen Raum, egal welcher Denkrichtung sie angehören, und zwar, dass vielen von ihnen in all den Jahren von "Da'wa-Arbeit" und von "Vorträge halten" es nicht geschafft haben Tullab al-'Ilm (Schüler des Wissens) auszubilden.
Bei vielen sieht man leider sogar, dass trotz jahrelanger "Da'wa-Arbeit", selbst ihre nahestehenden Schüler und Anhänger kaum 1-2 Juz vom Koran auswendig gelernt haben, geschweige davon, dass sie den kompletten Koran oder z.Bsp. die 40 Ahadith von an-Nawawi können. Darüber hinaus sind sie oft der arabischen Sprache kaum mächtig und nicht in der Lage ihren Schaikh/Lehrer bei Vorträgen oder Predigten zu ersetzen oder zu entlasten.
Eine Sache, an der jeder große Gelehrte oder Prediger/Lehrer seit Generationen immer gemessen wurde, ist die Ausbildung von Schülern. So liest man in den Biografien der Gelehrten immer u.a. die Namen der Schüler, die sie ausgebildet haben, bzw. die von ihnen gelernt haben. Meist wurden dann die Schüler dieser Gelehrten auch zu wissenden Schülern und Verbreitern von wertwollen Wissen.
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Das hiesige Problem liegt u.a. an folgenden Punkten:

1. Viele Prediger konzentrieren sich kaum oder viel zu wenig auf ihre nahe Umgebung und schenken eher den Entfernten Menschen ihre Aufmerksamkeit, als ihren Nahestehenden. (Social Media)
Allah, erhaben sei Er, sagte zu Seinem Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm:
"Und warne die Nächsten deiner Sippe." (26:214)

'Abdur Rahman as-Sa'di sagte in seinem Tafsir:
"Die nahestehendsten Menschen zu dir und die es am meisten verdienen dass du bezüglich des Dies- und -Jenseits gütig zu ihnen bist..."

2.Die nicht immer richtige Vorgehensweise der Prediger, indem sie oft nur auf "Ermahnungen" und "kleine Reden" hier und da setzen, anstatt ein qualitatives Lernprogramm zu erstellen, womit die Schüler richtig und langfristig unterrichtet werden.
Sicherlich will kein Prediger, dass seine nahestehenden Leute, die ihn jahrelang begleiten, Analphabeten sind, sprich dass sie weder das arabische Alib-Ba beherrschen, noch in der Lage sind, den Koran zu lesen. Doch leider ist dies keine Seltenheit.

3. Das zu frühe Einbinden der Schüler in die "Da'wa-Arbeit" und dem Unterrichten.
Schaikh Ibn 'Uthaimin wurde gefragt:
Ist es besser sich nur der Da'wa (zum Islam zu rufen) zu widmen oder sich vorrangig nur Wissen anzueignen?

Antwort:
"Alles Lob gehört Allah.
Sich Wissen anzueignen ist besser und hat Vorrang. Für den, der nach Wissen strebt ist es außerdem möglich Da'wa zu machen während er nach Wissen strebt. Es ist nicht möglich ohne Wissen zu Allah zu rufen. Allah, erhaben sei Er, sagte: " Sag: Das ist mein Weg: Ich rufe zu Allah aufgrund eines sichtbaren Hinweises" (12:108)
Wie kann es also Da'wa geben ohne das Wissen vorhanden ist? Niemand hat jemals ohne Wissen Da'wa gemacht und wer ohne Wissen Da'wa macht wird ohne Erfolg bleiben."

4. Das Sprechen über Themen, die nicht zum eigenen Fachgebiet gehören. Jeder Prediger sollte nur in den Bereichen reden, für die er auch wirklich qualifiziert ist.

Al-Haafith Ibn Hajar sagte in seinem Werk Fath al-Bari: "Wer in Bereichen redet, die nicht zu seinem Spezialgebiet gehören, wird mit merkwürdigen (Aussagen) kommen."


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5. Die Schüler immer wieder daran erinnern, dass sie sich bei großen Themen an die großen Gelehrten wenden sollen und eine Brücke zwischen den Gelehrten und den Schülern aufgebaut wird.
Dem Schüler klar machen, dass die Prediger hier lediglich auch nur Schüler sind, denn man könnte manchmal meinen, dass einige Anhänger von manchen Predigern der Meinung sind, dass ihr Prediger ein großer Gelehrter ist. Und wir alle wissen, allen voran der Prediger selber, dass dies nicht der Fall ist.

Allah, erhaben sei Er, sagte: " Und über jedem, der Wissen besitzt, steht einer, der (noch mehr) weiss." (12:76)

Sufyan ath-Thauri (97-161 H.), möge Allah ihm barmherzig sein, sagte:
"Nehmt dieses Wissen, im Bezug auf Halal (erlaubt) und Haram (verboten), nur von den bekannten Oberhäupten (Führern) des Wissens"


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Der Prophet Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte:
"Derjenige, der sich mit dem satt isst, was ihm nicht gegeben wurde, ist wie jemand, der zwei falsche Gewänder trägt."
(Überliefert von al-Bukhary)

An-Nawawi sagte:
"Die Gelehrten sagten, dass damit derjenige gemeint ist, der etwas vermehren will, was er in Wirklichkeit nicht besitzt, indem er etwas zeigt, was er (eigentlich nicht hat,) um es vor den Menschen zu vermehren, und es mit Falschheit zu schmücken. So ist das zu tadeln, genauso wie jener, der zwei falsche Gewänder trägt, getadelt wird. Abu 'Ubaid und Andere sagten: Er ist wie derjenige, der das Gewand von den Leuten der Askese (Zuhd), 'Ibada und Frömmigkeit anzieht, wobei seine Absicht es ist, den Menschen diese Eigenschaften vorzutäuschen..."

Dieser Hadith warnt vor gefährlichen Krankheiten:
- Wissen vorzugeben, welches man nicht hat.
- Macht und Stärke zu präsentieren, welche man nicht hat bzw. nicht besitzt
- Eine Herrschaft anzugeben, die man nicht hat bzw. für die man nicht geeignet ist.


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Bittgebet beim Betreten & Verlassen der Moschee

Beim Betreten:
اللهُم افتَْح لي أْبواب رْحمتَك

"O Allah, öffne mir die Türen Deiner Barmherzigkeit." (Muslim)

Lautschrift: Allāhumma-ftaḥ lī abwāba raḥmatik.

Beim Verlassen:
اللَّهُمَّ إَنِّي أَسْأَلُكَ مِنْ فَضْلِكَ، اللَّهُمَّ اعصِمْنِي مِنَ الشَّيْطَانِ الرَّجِيمِ.

"O Allah, ich bitte Dich um Deine Gunst, o Allah schütze mich vor dem gesteinigten Satan." (An-Nasaai)

Lautschrift: Allāhumma innī asaluka min faẓlika, Allāhumma-ṣimnī mina-š-šayṭāni-r-raǧīm.

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Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte:
"Wem Allah Gutes will, dem gibt er Fiqh (Verständnis) in der Religion."

Ibn al-Qayyim sagte dazu:
"Wem er (Allah) Fiqh in der Religion gibt, so möchte er (Allah) ihm Gutes, wenn mit Fiqh das Wissen gemeint ist, welches zum Handeln führt. Wenn damit aber das bloße Wissen gemeint ist, so deutet es nicht darauf hin, dass wem Fiqh in der Religion gegeben wurde, ihm Gutes gewollt worden ist."

(Miftah dar as-Sa'adah)


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