Islam Study
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📚 Das Ereignis der Nacht- und Himmelsreise (unseres Propheten ﷺ von Mekka nach Jerusalem und von da in den Himmel)

▪️ Schaykh Hāfidh Al-Hakami (1342 - 1377 n. H.) - möge Allah ihm barmherzig sein - sagte:

„Wenn die Nacht- und Himmelsreise mit seiner Seele, im Traum, stattgefunden hätten, dann wären sie kein Wunder. Und für die Bezichtigung der Lüge der Quraysch und ihrer Aussage: ‚Wir sind nach Jerusalem gereist und brauchten für die Hinreise einen Monat und für die Rückreise einen Monat, aber Muhammad behauptet, dass man ihn in einer Nacht reisen ließ und morgens bei uns war (oder in den Morgen bei uns gekommen ist).‘
Sie hatten noch weitere Bezichtigungen und machten sich über ihn ﷺ lustig. Wenn dies ein Traumgesicht wäre, würden sie es nicht ausschließen und ihre Antwort darauf hätte keinen Sinn gemacht, denn es kann sein, dass der Mensch in seinem Traum das sieht, was noch entfernter als Jerusalem ist und keiner würde ihn als Lügner abstempeln, da sie seinen Traum für abwegig hielten.
Der Gesandte Allahs ﷺ erzählte ihnen von einer echten Reise, die im wachen Zustand stattfand und nicht im Traum, daraufhin bezichtigten sie ihn der Lüge und spotteten darüber, da sie es für abwegig und sich ihm gegenüber auf eine widerspenstige Art hochmütig verhielten, obwohl sie über die Macht Allahs, der Mächtige und Gewaltige, wenig wissen und dass Allah macht, was Er will.
Als sie deshalb (Abu Bakr) As-Siddiq die Nachricht erzählten, sagte er: ‚Wenn er dies sagte, dann hat er die Wahrheit gesagt.‘ Sie fragten: ‚Das glaubst du ihm?‘ Er sagte: ‚Ja, ich glaube ihm sogar das, was noch entfernter ist als das bzgl. der Nachricht des Himmels, welcher morgens und abends zu ihm kommt.‘“

📗 [„Ma'ārij Al-Qabul“ (3/1067)]


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📚 Bei der Da'wah sollte man sich auch auf sein nahes Umfeld konzentrieren

➡️ Es gibt leider eine Auffälligkeit bei vielen Predigern und Lehrern im deutschsprachigen Raum, egal welcher Denkrichtung sie angehören; so findet man vor, dass viele von ihnen in all den Jahren von „Da'wah-Arbeit“ und „Vorträge halten“ es kaum geschafft haben, Schüler des Wissens (Tullab Al-'Ilm) auszubilden.
Bei vielen sieht man leider sogar, dass trotz jahrelanger Da'wah-Arbeit, selbst ihre nahestehenden Schüler und Anhänger sich kaum Wissen angeeignet haben, in Form von:
- Erlernen der arabischen Sprache
- Teile des Qurans auswendig lernen
- Auswendiglernen einiger kleiner Hadith-Büchlein
- Gefestigtes Wissen im Bereich der 'Aqidah und des Fiqhs (sodass es zu keinem Durcheinander kommt)

Dies hat zur Folge, dass es keinen aus dem nahen Umfeld dieses Predigers gibt, der in der Lage wäre, ihn z. B. bei Vorträgen und Predigten zu ersetzen oder zu entlasten.
Und eine Sache, an der jeder große Gelehrte oder Prediger/Lehrer stets gemessen wird, ist die Ausbildung von Schülern. So liest man in den Biografien der Gelehrten immer u. a. die Namen der Schüler, die sie ausgebildet haben, bzw. die von ihnen gelernt haben. Meist wurden dann die Schüler dieser Gelehrten auch zu wissenden Schülern.

➡️ Einige Gründe hierfür:

▪️ 1. Viele Prediger konzentrieren sich kaum oder viel zu wenig auf ihre nahe Umgebung und schenken eher den entfernten Menschen ihre Aufmerksamkeit, als ihren Nahestehenden. (Social Media)
Allah - erhaben ist Er - sagte zu Seinem Propheten ﷺ:
„Und warne die Nächsten deiner Sippe.“ (26:214)

▪️ 2. Eine teils falsche Vorgehensweise der Prediger, da sie oft nur auf „Ermahnungen“ und „kleine Reden“ hier und da setzen, anstatt ein qualitatives und langfristiges Lernprogramm zu erstellen, womit die Schüler richtig und anhaltend unterrichtet werden.

Sicherlich will kein Prediger, dass seine nahestehenden Leute, die ihn jahrelang begleiten, Analphabeten sind, sprich dass sie weder das arabische Alif-Ba beherrschen, noch in der Lage sind, den Quran zu lesen.

▪️ 3. Das zu frühe Einbinden der Schüler in die Da'wah-Arbeit und dem Unterrichten.

▪️ 4. Das Sprechen über Themen, die nicht zum eigenen Fachgebiet gehören. Jeder Prediger sollte nur in den Bereichen reden, für die er auch wirklich qualifiziert ist.

Ibn Hajar sagte: „Wer in Bereichen redet, die nicht zu seinem Spezialgebiet gehören, wird mit merkwürdigen (Aussagen) kommen.“ [Siehe: „Fath al-Bari“]


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📚 Ein Mittel, um gegen Einflüsterungen vorzugehen

▪️ Ein Ereignis, das in diesem Zusammenhang erwähnt wird, ist das, was #Ibn_Al_Jauzi erwähnte:
„Es kam uns zu Ohren, dass ein Mann zu Abu Hazim kam und sagte: Der Satan kommt zu mir und sagt: Du hast deiner Frau die Scheidung ausgesprochen. Und damit bringt er mich zum Zweifeln. Er sagte: „Kamst du nicht gestern zu mir, und hast sie bei mir scheiden lassen? Er sagte: Bei Allah, ich bin heute zum ersten Mal bei dir und ich habe sie in keiner Weise scheiden lassen. Er sagte: Wenn der Satan (nun) zu dir kommt, so schwöre ihm (bei Allah), wie du bei mir geschoren hast, und du wirst davon erlöst.“

📗 [Ende des Zitats aus: „Al-Adhkiya“ (S. 31)]


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#Einstufung_Hadith #Vergessene_Sunnah

🔹 Das Lesen von Ayat Al-Kursi nach dem (Pflicht-)Gebet

▪️ #An_Nasāi überlieferte über die Überlieferungskette von Muhammad Ibn Himyar, dieser über Muhammad Ibn Ziyād, dieser über Abu Umāmah - möge Allah mit ihm zufrieden sein - dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte:

( مَنْ قَرَأ آيَةَ الكُرْسِيّ في دُبُرِ كُلِّ صلاةٍ مَكْتوبَةٍ، لَمْ يَمْنَعْهُ مِنْ دُخولِ الجَنّةِ إلاّ أَنْ يَموتَ.)

„Wer nach jedem vorgeschriebenen Gebet Ayat Al-Kursi liest, so hindert ihn nichts daran, in das Paradies einzugehen, außer er stirbt.“

➡️ Die Überlieferungskette von diesem Hadith ist in Ordnung. Er (der Hadith) wurde von manchen Leuten des Wissens als authentisch eingestuft, wie von z. B. #Al_Mundhiri, und dieser berichtete - nachdem er eine der Überlieferungsketten als authentisch einstufte - über seinen Schaykh Al-Maqdisi, dass er seine Überlieferungskette als authentisch einstufte und dies nach der Bedingung von #Al_Bukhari. Dies wurde ebenfalls von #Ibn_Hibbān in seinen Buch „As-Salāh“ berichtet.
Andere wiederum stuften ihn als schwach ein, so wie es über Ibn #Al_Jauzi und #Ibn_Taymiyyah überliefert wurde.
Jedoch ist die richtigere Ansicht, dass die Überlieferungskette in Ordnung ist. Und Schaykh Al-Islam Ibn Taymiyyah - möge Allah ihm barmherzig sein - pflegte sie stets zu lesen, obwohl er den Hadith als schwach einstufte.

🖌 Al-Muhaddith 'Abdullah As-Sa'd
(القناة الرسمية باللغة الألمانية)


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#Tafsir

📚 Und da ertrugen sie standhaft, dass sie der Lüge bezichtigt wurden

Im Quran heißt es:

(وَلَقَدۡ كُذِّبَتۡ رُسُلٞ مِّن قَبۡلِكَ فَصَبَرُواْ عَلَىٰ مَا كُذِّبُواْ وَأُوذُواْ حَتَّىٰٓ أَتَىٰهُمۡ نَصۡرُنَاۚ وَلَا مُبَدِّلَ لِكَلِمَٰتِ ٱللَّهِۚ وَلَقَدۡ جَآءَكَ مِن نَّبَإِيْ ٱلۡمُرۡسَلِينَ)

„Und bereits vor dir wurden ja Gesandte der Lüge bezichtigt. Und da ertrugen sie standhaft, dass sie der Lüge bezichtigt wurden und dass ihnen Leid zugefügt wurde, bis Unsere Hilfe zu ihnen kam. Und es gibt nichts, was Allahs Worte abändern könnte. Und dir ist ja bereits Kunde von den Gesandten zugekommen.“ [6:34]

➡️ „Und meine nicht, dass diese Bezichtigung der Lüge nur speziell dem gewidmet ist, womit du gekommen bist. Es wurden ja bereits Gesandte vor dir der Lüge bezichtigt und ihre Völker fügten ihnen Schaden zu. Sie nahmen dies jedoch mit Geduld, hinsichtlich ihrem Aufruf (Ad-Da'wah) und dem Sichbemühen auf Allahs Weg, hin, bis die Hilfe Allahs zu ihnen kam. Und es gibt nichts, was das abändern könnte, was Allah an Sieg/Erfolg nidergeschrieben und Seinen Gesandten versprochen hat. Und dir ist ja bereits -o Gesandter- Nachricht von den Gesandten, die vor dir waren, zugekommen, und was sie von ihren Völkern erleiden mussten und was ihnen Allah an Sieg gegen(über) ihren Feinde verlieh, indem er sie untergehen ließ.“

📗 [Al-Mukhtasar fi At-Tafsir]


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#Tafsir

▪️ Allah - erhaben ist Er - sagte:
„Ihr habt ja im Gesandten Allahs ein schönes Vorbild, (und zwar) für einen jeden, der auf Allah und den jüngsten Tag hofft und Allahs viel gedenkt.“ [33:21]

▪️ Al-Hafith #Ibn_Kathir - möge Allah ihm barmherzig sein - sagte:
„Dieser edle Vers ist eine große Grundlage dafür, dass man den Gesandten Allahs in Worten, Taten und in allen Umständen als Beispiel nehmen soll.“
📗 [Siehe: „Tafsir Ibn Kathir“ (3/756)]


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#Vergessene_Sunnah

📚 Das Fasten im Monat Scha'bān

▪️ Die Mutter der Gläubigen 'Aischah - möge Allah mit ihr zufrieden sein - berichtete:
„Ich sah ihn (den Propheten ﷺ) in keinem Monat mehr fasten als im Scha'bān.“

📗 [Überliefert von Muslim (1156)]


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📚 Das Fasten im Monat Scha'ban

▪️ Umm Salamah - möge Allah mit ihr zufrieden sein- berichtete:

„Niemals erlebte ich den Propheten zwei aufeinanderfolgende Monate fasten, außer dass er pflegte (das Fasten) von Scha'ban mit Ramadan zu verbinden.“

[Überliefert von Ahmad (26022), Abu Dawud (2336), An-Nasai (2175) und Ibn Majah (1648)]

➡️ At-Tirmidhi überlieferte von Ibn Al-Mubarak, dass er sagte:
„Es ist dem Sprachverständnis der Araber nach erlaubt zu sagen, dass ein Mann den ganzen Monat fastete, wenn er den überwiegenden Teil gefastet hat…“

➡️ Fazit:
Es ist erwünscht (Mustahabb) im Monat Scha'ban viel zu fasten.


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▪️ „Wahrlich, Aḷḷāh steigt in der 15. Nacht vom Schaʿbān hinab (bzw. schaut hinab) und vergibt jedem Seiner Geschöpfe, außer einem Muschrik (Götzendiener) oder einem Muschāḥin (Streitenden).“
📗 [Überliefert von Ibn Mājah (1390)]

➡️ Imām Ad-Dāraquṭnī sagte: „Und der Ḥadīth ist nicht authentisch.“ [„Al-ʿIlal“ (6/50)]


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#Kurzabhandlung #Fiqh_Angelegenheiten

📚 „Die Unreinheit des Blutes (Najāsatu Ad-Dam)“
(Teil 1)

In dieser Abhandlung wird auf das Thema „Die Unreinheit des Blutes“ eingegangen und dass dies die Ansicht der überwiegenden Mehrheit der (früheren) Gelehrten ist. Einige späteren Gelehrten, die nach dem 12. Jahrhundert nach der Hijrah kamen, neigten jedoch zu der Ansicht, dass das ausfliesende Blut des Menschen nicht unrein ist. Erstaunlicherweise findet man aber vor, dass sämtliche frühere Gelehrte genau das Gegenteil vertraten. Und was das Blut angeht, so ist das eine Thematik, von der fast jeder regelmäßig betroffen ist, sei es in Form von Nasenbluten, kleinen Verletzungen, Blutabnahme usw.. Von daher ist es wichtig, dass der Muslim weiß, wie er hierbei vorzugehen hat, da viele Gottesdienste direkt oder indirekt davon betroffen sind.

🖌 1. Die Unreinheit des Menstruationsblutes

Das Menstruationsblut der Frau und das Blut während dem Wochenbett sind laut Übereinstimmung (Ittifāq) der Gelehrten unrein (najis).
ʾAsmāʾ Bint Abī Bakr - möge Aḷḷāh mit ihnen zufrieden sein - berichtete, dass der Prophet ﷺ über das Menstruationsblut, welches die Kleidung berührt, sagte: „Sie soll es abkratzen, dann mit Wasser abreiben, hierauf benetzen/bestreuen und dann darin beten.“
📗 [Überliefert von Al-Bukhārī (227) Muslim (291)]

Der Prophet ﷺ befahl ihr das Blut abzuwaschen. Dies deutet auf die Unreinheit hin.

🖌 2. Das austretende Blut des Menschen

Laut Übereinstimmung der früheren Gelehrten ist das austretende Blut des Menschen unrein.
▪️ Im Qurʾān heißt es:
„Sag: Ich finde in dem, was mir (als Offenbarung) eingegeben wurde, nichts, das für den Essenden zu essen verboten wäre, außer es ist Verendetes oder ausgeflossenes Blut oder Schweinefleisch – denn das ist ein Greuel (auf arab. Rijs) – oder ein Frevel, worüber ein anderer (Name) als Aḷḷāh(s) angerufen worden ist...“ (6:145)

➡️ In diesem Vers wird erwähnt, dass das ausgeflossene Blut unrein (najis) ist.

▪️ Imām Abu Jaˈfar Aṭ-Ṭabarī (gest. 310 n. H.) - möge Aḷḷāh ihm barmherzig sein - sagte: „Greuel (Ar-Rijs) bedeutet unrein und stinkend.“
📗 [„Jāmi' Al-Bayān“ (8/53)]

▪️ Imām Aḥmad Ibn Ḥanbal (gest. 241 n. H.) - möge Aḷḷāh ihm barmherzig sein - wurde gefragt: „Sind das Blut und der Eiter gleich bei dir (und haben dasselbe Urteil)?“ Hierauf sagte er: „Das Blut, so hatten die Leute hierbei keine Meinungsverschiedenheit und was den Eiter angeht, so waren sie sich darin uneinig.“
📗 [„Scharḥ Al-'Umdah“ von Ibn Taymiyyah (4/363)]

➡️ Imām Aḥmad erwähnte, dass es bei der Unreinheit des Blutes keine Meinungsverschiedenheit gab.

▪️ Imām Ibn ˈAbdil-Barr Al-Mālikī (gest. 463 n. H.) - möge Aḷḷāh ihm barmherzig sein - erwähnte ebenfalls den Konsens (Al-Ijmā') der Gelehrten hinsichtlich der Unreinheit des Blutes und sagte: „Das ist der Konsens der Muslime, dass das ausgeflossene Blut Greuel und unrein ist.“
📗 [„At-Tamhīd“ (22/230)]

▪️ Al-Ḥāfiẓ Ibn Ḥajar Asch-Schāfiˈī (gest. 852 n. H.) sagte: „Das Blut ist laut Übereinstimmung unrein (najis).“
📗 [„Fatḥ Al-Bārī“ (1/352)]

➡️ Das sind einige Überlieferungen der Konsens verschiedener Gelehrten, die verschiedenen Rechtsschulen angehören und zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten lebten. Und die Gelehrten sind sich nicht allesamt bei einer Thematik einig, wenn es hierbei keinen deutlichen Beweis aus dem Qurʾān und/oder der Sunnah gibt.

Und was den Konsens/Übereinkunft (Al-Ijmāʿ) angeht, so ist er nach dem Qurʾān und der Sunnah die dritte Quelle der islamischen Rechtssprechung.

▪️ Imām Asch-Schāfiʿī (gest. 204 n. H.) - möge Aḷḷāh ihm barmherzig sein - sagte: „Und der Befehl des Gesandten Aḷḷāhs ﷺ, an der Gemeinschaft der Muslime festzuhalten, ist eine Sache, mit der argumentiert/belegt wird, dass der Konsens (Ijmāʿ) der Muslime – so Aḷḷāh will – unerlässlich (erforderlich) ist.“
📗 [„Ar-Risālah“ (403)]

Geschrieben von Abu Suleyman

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📚 „Die Unreinheit des Blutes (Najāsatu Ad-Dam)“
(Teil 2)

🖌 3. Das austretende Blut des Märtyrers (Asch-Schahīd)

Das austretende und ausfließende Blut des Märtyrers ist laut vielen Gelehrten rein, solange es sich an seinem Körper befindet.
▪️ Jābir berichtete, dass der Prophet ﷺ am Tag von Uḥud über einige Märtyrer sagte:
„Begrabt sie zusammen in ihrem Blut – und er ließ sie nicht waschen.“
📗 [Überliefert von Al-Bukhārī (1346)]

➡️ Wenn das Blut der Märtyrer unrein wäre, so hätte der Prophet ﷺ anbefohlen, dass es vom Körper des Toten beseitigt wird, bevor die Bestattung erfolgt.

▪️ Und das ist u. a. die Ansicht der Ḥanafiyyah und Ḥanābilah.
📗 [Siehe: „Tabyīn Al-Ḥaqāʾiq“ von Az-Zaylaʿī (1/29), und „Al-Inṣāf“ von Al-Mardāwī (1/328)]

🖌 4. Wenn das Blut nur in geringer Menge austritt

▪️ Imām Ibn Taymiyyah (gest. 728 n. H.) - möge Aḷḷāh ihm barmherzig sein - sagte: „Und es wird über die geringe Menge an Blut hinweggesehen und (ebenfalls) dem Eiter usw., der daraus entsteht, solange dies nicht als ungeheuerlich (viel) in der Seele angesehen wird.“
📗 [„Scharḥ Al-'Umdah“ (1/103)]

🖌 5. Macht der Austritt von Blut die Gebetswaschung ungültig?

Wenn das Blut aus den Geschlechtsteilen austritt, so bricht das die Gebetswaschung und sie muss neu vollzogen werden.
Was den Austritt des Blutes außerhalb der Geschlechtsteile angeht, so gab es hierbei Meinungsverschiedenheit unter den Gelehrten. Sollte das Blut in großer Menge austreten, vertreten die meisten Gelehrten die Ansicht, dass dies die Gebetswaschung bricht. Der Austritt einer kleinen Menge von Blut, wie z. B. bei leichtem Nasenbluten oder kleinen Verletzungen am Körper, so bricht das laut einigen Gelehrten nicht die Gebetswaschung.

▪️ Imām Aḥmad Ibn Ḥanbal - möge Aḷḷāh ihm barmherzig sein - sagte: „Das Blut und der Eiter, wenn es in großer Menge austritt, so wiederholt man die Gebetswaschung. Und Würmer/Maden sind hierbei wie das Blut, wenn es in großer Menge ist. Und das Erbrechen, das Blutschröpfen (Al-Ḥijāmah) und das Stechen der Adern brechen die Gebetswaschung. Und alles, was aus den Geschlechtsteilen austritt, so bricht dies die Gebetswaschung, egal ob in kleiner oder großer Menge.“
📗 [„Zād Al-Musāfir“ (143)]

▪️ Imām Ibn Taymiyyah - möge Aḷḷāh ihm barmherzig sein - wurde über das Nasenbluten befragt und sagte: „Wenn er (danach) die Gebetswaschung vollzieht, ist das besser, jedoch ist dies laut der stärkeren Ansicht der Gelehrten nicht verpflichtend.“
📗 [„Majmu' Al-Fatāwā“ (21/228)]

➡️ Fazit:
Das Blut, welches aus dem menschlichen Körper austritt, ist unrein und das ist die Ansicht der überwältigenden Mehrheit (Al-Jumhur) der Gelehrten. Die Aussage, dass es nicht unrein ist, ist eine neue Ansicht einiger späteren Gelehrten und hierbei widersprechen sie einem Konsens, der über 1000 Jahre lang von Generation zu Generation überliefert wurde. Die Beweise und Beweisgrundlage, die sie anführen, können so nur schwer hingenommen werden. Denn wäre darin ein klarer Beweis für ihre Aussage (, dass das Blut nicht unrein ist), so wären ihnen die Gelehrten der Altvorderen (As-Salaf) zuvorkommen, jedoch haben sie bei dieser Ansicht keinen Vorreiter.

Geschrieben von Abu Suleyman

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