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Nietzscheaner-Zentrale. Effortposts.
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🪶 Lese-Empfehlung, die Zweite:
Wer wissen möchte, welcher Wandel sich gerade in der Anglo-Rechten vollzieht und vor allem: Welches Lebensgefühl sich dort etabliert, das es hier zu replizieren gilt, der lese sich diesen Artikel durch: https://www.aporiamagazine.com/p/an-open-catacomb
😭1
GAST-Artikel von Alcibiades. Nicht von mir. Credit where credit is due.
Bauernproteste:

Ich mache es kurz: Sie werden nichts verändern. Es ist daher völlig folgerichtig, dass Rechte die Bauernproteste wie eine Art Naturkatastrophe behandeln - hinfahren und filmen. Sie hätten etwas verändern können, wenn sie unter AfD-Flagge stattgefunden hätten oder, noch besser, hinter einem AfD-Mann wie Krah.

Aber man steht ja "über den Parteien" als stolzer Bauer, der man ist - und der sonst übrigens über gar keiner System-Institution steht, am wenigsten wahrscheinlich über dem Fußball, dem er stark involviert zuschaut. Von der gängigen System-Moral brauche ich gar nicht erst anzufangen.

Diese Psychologie der Bauern bzw. der Boomer ist überhaupt interessant. Den "Aufstand von unten" sehnen sie sich natürlich alle herbei, kennen wir ja. Dass sich doch endlich einmal die armen Schafe gegen die Wölfe zur Wehr setzen! Aber auch die AfD ist noch zu sehr Wolf und stinkt ihnen nicht genug nach Schaf. Daher also ein "Graswurzelaufstand der Vielen gegen die Wenigen".

Und außerdem kann ja die AfD sowieso nichts! Jetzt kommen einmal die Bauern, dieser stabilste aller Menschenschläge, und zeigen, wie es richtig geht! Sie sind gegen Staat, gegen Parteien und vor allem gegen Führung, gegen Elite und gegen Vornehme! "Kein Hirt und eine Heerde!"
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Wieder einmal Wagenknecht:

Ein starkes BSW bietet der AfD Gelegenheit - und hoffentlich auch Druck - die nächste Schälung durchzuführen. Daraus werden diejenigen siegreich hervorgehen, die "Freiheit" verkörpern (im Gegensatz zu denen, die es sich auf die Fahne schreiben).

Im Prinzip trägt die AfD ihren eigentlichen Kampf auf dem Gewissen des Wählers aus ("Kampf um die Köpfe und Herzen"). Dort ringt sie im Namen einiger seiner Triebe mit anderen seiner Triebe, in deren Namen die Linken ringen. Der Trieb zur Freiheit ist bspw. ein rechter Trieb. Ihm verdankt Trump seinen Sieg. Der zur Sicherheit bspw. ein Linker. Es gilt, alle rechten Triebe zu einem Verbund zu formieren und den Sieg über die Linken davonzutragen - zuerst im Kopf des Wählers, dann in echt.

Ostboomer unterscheiden sich von Westboomern. Ihr Trieb, keine N sehen zu wollen, kommt uns zusätzlich zu Gute. Bei Westboomern suchen wir den meistens vergeblich. Aber er hat auch einen Trieb, der Linken zu Gute kommt - den Sozialistischen nämlich, den man in der DDR fein trainiert hat. Auf der Schulter eines jeden Ostboomers hockt neben dem Engelchen und dem Teufelchen ein Honeckerchen, der an seinem Gewissen herumzerrt, wenn er etwas unkommunistisches macht oder denkt. Davon profitiert Wagenknecht. Im Prinzip ist das auch der einzige Faktor, von dem sie profitiert.

Die AfD sollte sich diesem Trieb gegenüber nicht konform zeigen, auch wenn ihr das auf kurze Sicht vielleicht höhere Siegchancen bringt. Auf lange Sicht mündet es in einem bestenfalls marginal weniger gängelnden Staat als derzeit und birgt allzeit die Gefahr, dass Linke die Macht einfach wieder übernehmen. Denn Linke sind Meister des Ressentiments. Lasst also die zur Wagenknecht fahren, die geistig dorthin gehören. Die Zeit des Kommunismus in Deutschland ist vorbei. Sie war eigentlich noch nie da. Die Deutschen sind das dem Kommunismus inkompatibelste Volk.

Wagenknecht schenken wir unter Kanzler Krah einen kommunistischen Staat in Zentral-Afrika. Da kann sie dann ihre Ostboomer gleich mit hinnehmen.
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🪶Lese-Empfehlung:
Ich habe meine Kritikpunkte am Artikel, aber für rechte Verhältnisse ist er ziemlich objektiv - könnte argen Verkleinerern also als Horizonterweiterung dienen:
https://zinnia01.substack.com/p/a-partial-explanation-of-zoomer-girl
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"Das Frauenwahlrecht war ein Fehler":

War das Männerwahlrecht also kein Fehler? Denn genau das wird damit ja ausgesagt. Ein geheimer Offenbarungseid: "Man" mag es eben doch, das Wahlrecht zu haben, als Ausdruck irgendeiner zugebilligten, eigenen Macht. Alle Pro-Wahlrechtler sind verdeckte Kommunisten.

Was in der Grafik nicht dargestellt ist, ist das Potenzial für eine rechte Politik, denn Zoomer sind in ihren Positionen nicht "gefestigt", wie Millennials es sind. Mit anderen Worten: Zoomer lassen mit sich reden. Und selbst kommunistischste Zoomer-Mädchen werden immer rechtsoffener sein als linksliberale Millennials. Weil sie im Internet sozialisiert wurden und mit völlig anderen Positionen Kontakt hatten als die Millennials, die noch durch BRD-Institutionen geprägt wurden (und sich darauf sehr viel einbilden - sie "hatten ja noch eine Kindheit, im Gegensatz zu uns!").

Von daher ist das alles halb so schlimm wie es aussieht. Unser Potenzial in der BRD ist größer als jemals zuvor.
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Der neue rechte Meilenstein:

Die großen Demos "gegen Rechts" der letzten Wochen stimmen einige Rechte ängstlich. Dazu gibt es keinen Anlass, außer, dass jetzt vielleicht ein rauerer Wind weht. Aber auch der wird uns nicht fällen.

Stattdessen gibt es aber sehr wohl einen Anlass, siegessicher zu sein. Denn was sind diese Großdemonstrationen, die unter maximaler Establishment-Kraftanstrengung stattfinden (40+ Antifa-Organisationen bei jeder Demo, die Regierung beteiligt sich, Werbung in Radio, Fernsehen, Internet und sogar auf ÖPNV-Apps)? Zeichen dafür, dass wir es im höchsten Maß in das öffentliche Bewusstsein geschafft haben.

Ein Gewöhnungseffekt wird einsetzen - und danach werden sich auch radikale Gegner unserer Positionen langsam auf uns einlassen, weil wir ihnen allein aufgrund dieser Präsenz als gangbare Alternative erscheinen. Egal, wie stark gegen uns gehetzt wird. Seid also zuversichtlich.
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Die Parabel vom Frühlingsland:

Ich hab' neulich geträumt von einem Land, in dem immer Frühling war. Da waren die Winter nicht kalt und die Sommer nicht warm - immer eine Durchschnittstemperatur von 23°C und ein leicht bewölkter Himmel. Nacht gab es auch nicht mehr, es war ein permanenter Mittag. Jeder konnte kommen, keiner konnte gehen, denn das Frühlingsland erstreckte sich über den gesamten Globus. Die Meere waren nur noch einen Meter tief - so konnte keiner ertrinken.
Keiner hatte mehr Angst, zu sagen, was er fühlt - und alle fühlten das Gleiche, wie praktisch! Jeder starb alt und jeder einzelne Tod verursachte Heulkrämpfe in der Bevölkerung, denn es war ja schade um jeden Neunzigjährigen, der genau so viel wert war wie jeder andere auch (wie viel genau wurde nie spezifiziert, aber bestimmt sehr viel!).
Geschichte schaffte man ab, man riss sämtliche Statuen nieder und verbrannte alle Geschichtsbücher. Immerhin war das eine patriarchale Institution, die man im ewigen Weltfrieden nicht mehr nötig hatte. Das Gestern und das Morgen waren völlig egal geworden - man lebte nurmehr noch im "Hier und Jetzt", wie es sein soll!
Anfangs gab es noch Hummer, Kaviar und Vanilleeis für jeden. Aber irgendwann wollte man die Tiere nicht mehr ausplündern, sondern teilhaben lassen am Besitz aller - der Weltgemeinschaft. Also verwendete man vegane Ersatzprodukte. Nach ein paar tausend Jahren kam man auf die Idee, auch die Pflanzen teilhaben zu lassen und sich ab da nurmehr noch von Liebe zu ernähren - dem höchsten und einzigen Wert schlechthin.
Und damit verschwand das Frühlingsland - und mit ihm die gesamte Menschheit.

Die allergöttlichste Komödie war vollendet.
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