EXCEEDLIMITS - Transalp & Naturschutz
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Mit sonnigen Grüßen aus den Tiroler Bergen. Hoffe es geht Euch allen gut - ihaaaaaa

Euer Markus
WÜNSCHEN WIR ALLEN FREUNDEN UND MITGLIEDERN
Danke liebe Nicole und Stefan Henzler für die tolle Vereinstransalp.
Wir sehen uns, ihaaaaaaa
Sette ComuniDer Himmel war die Hölle

Sette Comuni: Die italienische Hochebene der Sieben Gemeinden zwischen Trento und Monte Grappa war im Gebirgskrieg vor 110 Jahren die Hölle auf Erden – und ist heute der Himmel für Mountainbiker.

Der 23. Mai 1915 ist ein Sonntag. Eigentlich ein heiliger Tag. Doch an diesem Tag erklärt Italien Österreich-Ungarn den Krieg – und so bekommt der Erste Weltkrieg einen weiteren schrecklich-schönen Schauplatz: die Berge zwischen Stilfser Joch und Sexten. „La Grande Guerra“, wie die Grausamkeit jenseits des Brenners euphemistisch-zynisch heißt, wurde jahrelang von beiden Seiten vorbereitet: man hat monströse Festungen auf Berggipfel gemauert und Unmengen todbringender Geschütze auf 2000 Meter Höhe gewuchtet.
So wie am Monte Verena. Die Italiener nennen den Berg stolz „Dominatore degli Altipiani“ – Herrscher über die Hochebene. Von hier oben feuern die italiener am 24. Mai 1915 um 3 Uhr 55 die erste Granate des Gebirgskrieges ab. Ziel: die österreichisch-ungarischen Geschützstellungen in Lusern. Das Gegenfeuer lässt nicht lange auf sich warten und schon am 12. Juni – also gerade mal 20 Tage nach „Inbetriebnahme“ – wird das Forte Monte Verena quasi dem Erdboden gleichgemacht. Die 49 dort stationierten Soldaten lassen dabei ihr Leben. Es sollten die allerersten von Hunderttausenden im Gebirgskrieg zwischen 1915 und 1918 sein. Soweit zur höllischen Seite der Sette Comuni.
Das Forte Monte Verena war gerade mal 20 Tage in Betrieb, dann schlugen hier die Granaten der österreichischen Gegner mit 1200 km/h ein.
Himmel: 23. Juni 2024 Es ist wieder ein Sonntag. Ich stehe mit meinen Kumpels Markus und Arno am Gipfel des Monte Verena. 2015 Meter über den Dingen. Weit im Westen kann man Lusern erkennen. Und die Hochebene von Costa Alba. Von dort schlugen die 385-Kilo-Granaten mit 1200 Stundenkilometern ein. Abgefeuert von einem Geschütz mit dem zynischen Spitznamen „schlanke Emma“. Den Einsatz der „dicken Berta“ erkannte man wohl als unnötig…