Ja, wir könnten gegenüber den USA deutlich selbstbewusster auftreten. Wir müssen nicht den treuen Sterbebegleiter der geisteskranken Großmacht spielen. Und am Ende vielleicht selbst mitsterben. Doch dafür bräuchte es Politiker, die sich für die europäische Bevölkerung einsetzen. Und sich nicht - um der Karriere Willen und um ihr krankes Ego zu streicheln - von ausländischen Netzwerken einspannen lassen.
Herzliche Begrüßung für Putin beim heutigen Treffen der SCO (Shanghai Cooperation Organisation) durch die Präsidenten von China, Indien, Pakistan und einer Reihe anderer Staaten. Der 2001 gegründete Staatenbund deckt einen großen Teil des eurasischen Kontinents ab und sieht sich als Fürsprecher einer gerechteren internationalen Ordnung auf Basis von Souveränität, Nichteinmischung und Gleichberechtigung.
Die Länder der EU sind nicht dabei.
Deren Spitzenpolitiker treffen sich gerade in Irland, südlich von Dublin. Und hier werden enorm aggressive Töne gespuckt. Zum einen macht die deutsche Bundesregierung erstmals offiziell Russland für den versuchten Sprengstoffanschlag mit kaputten Drohnen auf dem Leipziger Flughafen verantwortlich.
Als Reaktion ist ein neues Sanktionspaket geplant, zudem die Ausweisung weiterer russischer Diplomaten sowie die Schließung des letzten noch geöffneten russischen Generalkonsulats in Bonn.
Und nun gibt es offenbar schon wieder einen neuen Anschlag. Heute morgen wurden Sprengvorrichtungen an einem Umspannwerk in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde gefunden. Es habe mindestens eine Detonation gegeben, berichtet die Polizei. Mehrere sogenannte unkonventionelle Brand- und Sprengvorrichtungen seien entdeckt worden, die aber nicht alle explodiert sind. Ob ein Schaden entstanden ist, ist noch Teil der Ermittlungen.
Auch hier wird in den Medien sogleich vermittelt, dass Russland hinter dem Anschlag stecken könnte. Der WELT Reporter Max Hermes erklärt beispielsweise, dass "der russische Staat mit Wegwerf-Agenten operiert - kleinen Handlangern, die für gewisse Aufgaben angeheuert werden. So wie in Leipzig."
Alles deutet demnach auf weitere Eskalation.
Besonders ins Visier nehmen wollen die Europäer die so genannte russische Schattenflotte. Dabei handelt es sich um Frachter, die russische Waren transportieren und damit die EU-Sanktionen umgehen. Für die Europäer ist es unzumutbar, "dass Russland damit seinen Krieg in der Ukraine finanziert".
Russland verbietet sich hingegen eine Einmischung in seine Handelsbeziehungen. Bei einer weiteren Eskalation der militärpolitischen Lage werde die Antwort an die Urheber „leichtsinniger antirussischer Aktionen“ entschlossen ausfallen, drohte heute die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa. „Und sie müssen wissen: Diese wird für sie vernichtend sein.“
Wir treten demnach in eine Phase ein, wo der nächste Funke eine gewaltige Explosion auslösen kann.
Möglicherweise spekuliert man in Deutschland damit, dass das subjektive Angst-Gefühl der Bevölkerung noch nicht hoch genug ist, um politisch Wirkung zu zeigen. Am Beginn der COVID-Pandemie sah man den Effekt, dass sich die Menschen um ihre politischen Führer scharten und diese plötzlich auf enorme Beliebtheitswerte kamen.
Soll das nun mit der Angst vor Russland wiederholt werden? Will man mit einer bewusst inszenierten Konfrontation die bevorstehenden Wahlen gewinnen?
Das wäre wohl die riskanteste Wahlkampf-Strategie aller Zeiten. Aber offenbar ist die Verzweiflung innerhalb der Regierung groß genug, um es zu versuchen.
Die Länder der EU sind nicht dabei.
Deren Spitzenpolitiker treffen sich gerade in Irland, südlich von Dublin. Und hier werden enorm aggressive Töne gespuckt. Zum einen macht die deutsche Bundesregierung erstmals offiziell Russland für den versuchten Sprengstoffanschlag mit kaputten Drohnen auf dem Leipziger Flughafen verantwortlich.
Als Reaktion ist ein neues Sanktionspaket geplant, zudem die Ausweisung weiterer russischer Diplomaten sowie die Schließung des letzten noch geöffneten russischen Generalkonsulats in Bonn.
Und nun gibt es offenbar schon wieder einen neuen Anschlag. Heute morgen wurden Sprengvorrichtungen an einem Umspannwerk in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde gefunden. Es habe mindestens eine Detonation gegeben, berichtet die Polizei. Mehrere sogenannte unkonventionelle Brand- und Sprengvorrichtungen seien entdeckt worden, die aber nicht alle explodiert sind. Ob ein Schaden entstanden ist, ist noch Teil der Ermittlungen.
Auch hier wird in den Medien sogleich vermittelt, dass Russland hinter dem Anschlag stecken könnte. Der WELT Reporter Max Hermes erklärt beispielsweise, dass "der russische Staat mit Wegwerf-Agenten operiert - kleinen Handlangern, die für gewisse Aufgaben angeheuert werden. So wie in Leipzig."
Alles deutet demnach auf weitere Eskalation.
Besonders ins Visier nehmen wollen die Europäer die so genannte russische Schattenflotte. Dabei handelt es sich um Frachter, die russische Waren transportieren und damit die EU-Sanktionen umgehen. Für die Europäer ist es unzumutbar, "dass Russland damit seinen Krieg in der Ukraine finanziert".
Russland verbietet sich hingegen eine Einmischung in seine Handelsbeziehungen. Bei einer weiteren Eskalation der militärpolitischen Lage werde die Antwort an die Urheber „leichtsinniger antirussischer Aktionen“ entschlossen ausfallen, drohte heute die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa. „Und sie müssen wissen: Diese wird für sie vernichtend sein.“
Wir treten demnach in eine Phase ein, wo der nächste Funke eine gewaltige Explosion auslösen kann.
Möglicherweise spekuliert man in Deutschland damit, dass das subjektive Angst-Gefühl der Bevölkerung noch nicht hoch genug ist, um politisch Wirkung zu zeigen. Am Beginn der COVID-Pandemie sah man den Effekt, dass sich die Menschen um ihre politischen Führer scharten und diese plötzlich auf enorme Beliebtheitswerte kamen.
Soll das nun mit der Angst vor Russland wiederholt werden? Will man mit einer bewusst inszenierten Konfrontation die bevorstehenden Wahlen gewinnen?
Das wäre wohl die riskanteste Wahlkampf-Strategie aller Zeiten. Aber offenbar ist die Verzweiflung innerhalb der Regierung groß genug, um es zu versuchen.
Ein investigatives Team aus Reportern der Süddeutschen Zeitung und ARD hat gestern zwei Personen präsentiert, die das Drohnen Attentat in Leipzig wahrscheinlich verantwortet haben. Einen Mann mit lettischem Pass, der in Russland geboren ist. Er soll die logistische Vorbereitung des Attentats am Flughafen vorbereitet haben. Reiste aber bereits zwei Tage vor dem Anschlag wieder aus.
Der zweite Verdächtige ist ein Belaruss mit russischem Pass. Er war mit einem italienischen Touristenvisum, das in Minsk ausgestellt worden ist, in Deutschland eingereist.
Dieselbe Investigativ-Kombo aus ARD und SZ war auch schon bei der Sprengung der Nordstream Pipelines aktiv und hatte im März 2023 eine ukrainische Freundes-Gruppe als Täter präsentiert. Die hatten sich demnach eine Segeljacht ausgeborgt, waren zu den 80 Meter tief gelegenen Rohren runter getaucht und haben diese in die Luft gejagt. Ganz auf eigene Faust. Weder der ukrainische Geheimdienst noch Selenskij hätten irgend etwas damit zu tun gehabt, heißt es. Die Freunde waren bloß leidenschaftliche Patrioten, die dem Feind schaden wollten. Soweit das Rechercheteam.
Nun geht die Argumentation in die Gegenrichtung: Die beiden Leipzig Attentäter hätten nicht auf eigene Faust gehandelt, sondern waren wahrscheinlich Beauftragte des russischen Geheimdienstes. Die Informationen haben die Reporter großteils nicht selbst beschafft, sondern aus Ermittlerkreisen des deutschen Verfassungsschutzes 'gesteckt' bekommen.
Hört man die Darstellung von Florian Flade vom Investigativ-Team der ARD, so gibt es jedoch keinen einzigen handfesten Beweis für eine tatsächliche Verbindung zu einer staatlichen russischen Behörde oder einem Geheimdienst.
Als wichtigstes Indiz nannte Flade DNA Spuren, die in der mit Sprengstoff gefüllten Konservendose gefunden wurden, die an der Drohne befestigt war. Dieselben DNA Spuren fanden sich auch noch an einer Antenne, die in der Nähe des Flughafens an einen Baum gelehnt war und wahrscheinlich die Funksignale verstärken sollte. Beim Abgleich mit Datenbanken wurden die Ermittler fündig. Die DNA gehörte zu einem Belarussen, der im Juli 2024 im Baltikum an Strafdaten beteiligt war.
Damals ging es um vier Pakete. Laut BBC waren darin Zeitschaltuhren mit eingebauten Brandsätzen, versteckt in Massagekissen, Sexspielzeug und Kosmetiktuben. Zwei Pakete wurden per Luftfracht nach Großbritannien geschickt, zwei per LKW nach Polen.
Drei Pakete begannen tatsächlich zu brennen. Attackiert wurden nicht Personen, sondern Logistikketten westlicher Kurierdienste (DHL und DPD). Es entstand geringer Sachschaden.
Fünf Personen wurden gefasst und in Litauen vor Gericht gestellt. Es handelte sich um litauische, ukrainische und einen russischen Staatsangehörigen. Zwei davon sind noch in Haft, darunter der Russe. Die Angeklagten rechtfertigten sich damit, dass sie reingelegt worden sind. Sie hätten nicht geahnt, dass es hier um Terror geht.
Offiziell wird keine der fünf Personen als Leipzig Attentäter bezeichnet. Die DNA Spur wird in den Berichten von SZ/WDR relativiert. Sie schreiben: "nicht alle Spuren sind mit dem DHL-Plot in Litauen identisch". Was immer das bedeutet. Offenbar ist die DNA-Spur nicht eindeutig gesichert.
Das war also das Handfesteste, was von den deutschen Ermittlern an die Reporter weitergegeben wurde! Eine zweifelhafte DNA-Spur zu Kleinkriminellen, die in Litauen dafür eingespannt worden sind, Brandfallen als Pakete aufzugeben.
Putin sagte, die deutschen Strafmaßnahmen seien ein „schwerer Fehler“ und liefen den Interessen der Deutschen zuwider. Er fragte: „Wo sind die Beweise?“ Die von Berlin vorgelegten Belege seien „gefälscht“. Deutschland habe Beweismittel untergeschoben, um Russland verantwortlich zu machen, und wolle von innenpolitischen Problemen und sinkenden Umfragewerten von Kanzler Friedrich Merz ablenken.
Der zweite Verdächtige ist ein Belaruss mit russischem Pass. Er war mit einem italienischen Touristenvisum, das in Minsk ausgestellt worden ist, in Deutschland eingereist.
Dieselbe Investigativ-Kombo aus ARD und SZ war auch schon bei der Sprengung der Nordstream Pipelines aktiv und hatte im März 2023 eine ukrainische Freundes-Gruppe als Täter präsentiert. Die hatten sich demnach eine Segeljacht ausgeborgt, waren zu den 80 Meter tief gelegenen Rohren runter getaucht und haben diese in die Luft gejagt. Ganz auf eigene Faust. Weder der ukrainische Geheimdienst noch Selenskij hätten irgend etwas damit zu tun gehabt, heißt es. Die Freunde waren bloß leidenschaftliche Patrioten, die dem Feind schaden wollten. Soweit das Rechercheteam.
Nun geht die Argumentation in die Gegenrichtung: Die beiden Leipzig Attentäter hätten nicht auf eigene Faust gehandelt, sondern waren wahrscheinlich Beauftragte des russischen Geheimdienstes. Die Informationen haben die Reporter großteils nicht selbst beschafft, sondern aus Ermittlerkreisen des deutschen Verfassungsschutzes 'gesteckt' bekommen.
Hört man die Darstellung von Florian Flade vom Investigativ-Team der ARD, so gibt es jedoch keinen einzigen handfesten Beweis für eine tatsächliche Verbindung zu einer staatlichen russischen Behörde oder einem Geheimdienst.
Als wichtigstes Indiz nannte Flade DNA Spuren, die in der mit Sprengstoff gefüllten Konservendose gefunden wurden, die an der Drohne befestigt war. Dieselben DNA Spuren fanden sich auch noch an einer Antenne, die in der Nähe des Flughafens an einen Baum gelehnt war und wahrscheinlich die Funksignale verstärken sollte. Beim Abgleich mit Datenbanken wurden die Ermittler fündig. Die DNA gehörte zu einem Belarussen, der im Juli 2024 im Baltikum an Strafdaten beteiligt war.
Damals ging es um vier Pakete. Laut BBC waren darin Zeitschaltuhren mit eingebauten Brandsätzen, versteckt in Massagekissen, Sexspielzeug und Kosmetiktuben. Zwei Pakete wurden per Luftfracht nach Großbritannien geschickt, zwei per LKW nach Polen.
Drei Pakete begannen tatsächlich zu brennen. Attackiert wurden nicht Personen, sondern Logistikketten westlicher Kurierdienste (DHL und DPD). Es entstand geringer Sachschaden.
Fünf Personen wurden gefasst und in Litauen vor Gericht gestellt. Es handelte sich um litauische, ukrainische und einen russischen Staatsangehörigen. Zwei davon sind noch in Haft, darunter der Russe. Die Angeklagten rechtfertigten sich damit, dass sie reingelegt worden sind. Sie hätten nicht geahnt, dass es hier um Terror geht.
Offiziell wird keine der fünf Personen als Leipzig Attentäter bezeichnet. Die DNA Spur wird in den Berichten von SZ/WDR relativiert. Sie schreiben: "nicht alle Spuren sind mit dem DHL-Plot in Litauen identisch". Was immer das bedeutet. Offenbar ist die DNA-Spur nicht eindeutig gesichert.
Das war also das Handfesteste, was von den deutschen Ermittlern an die Reporter weitergegeben wurde! Eine zweifelhafte DNA-Spur zu Kleinkriminellen, die in Litauen dafür eingespannt worden sind, Brandfallen als Pakete aufzugeben.
Putin sagte, die deutschen Strafmaßnahmen seien ein „schwerer Fehler“ und liefen den Interessen der Deutschen zuwider. Er fragte: „Wo sind die Beweise?“ Die von Berlin vorgelegten Belege seien „gefälscht“. Deutschland habe Beweismittel untergeschoben, um Russland verantwortlich zu machen, und wolle von innenpolitischen Problemen und sinkenden Umfragewerten von Kanzler Friedrich Merz ablenken.
Nach allem, was man bisher weiß, halte ich Putins Darstellung für näher an der Realität als die Aussagen von Deutschlands Außenminister Wadephul, der die eindeutige Täterschaft Russlands verlautbart hat.
Besonders originell war seine Aussage, man könne „nie ausschließen, dass Russland noch weiter eskaliert“ – Nichtstun sei aber das größere Risiko. – Ich widerspreche und halte Wadephul für das größere Risiko.
Besonders originell war seine Aussage, man könne „nie ausschließen, dass Russland noch weiter eskaliert“ – Nichtstun sei aber das größere Risiko. – Ich widerspreche und halte Wadephul für das größere Risiko.
Nun ist sie also absolviert, die erste der deutschen September-Wahlen in Sachsen Anhalt. Die AfD hat mit knapp 44% den erwarteten Erfolg eingefahren. Wesentlich spannender war die Frage, ob das BSW die 5% Hürde zum Einzug in den Landtag schafft.
Und hier wurde die Perfidie und Parteilichkeit der deutschen Medienszene wieder mal überdeutlich sichtbar. Dem BSW wurden vor den Wahlen speziell zwei Punkte angekreidet:
Zum einen seine "Russlandfreundlichkeit" - oft auch mit den Schlagwörtern "Putin-Versteher" oder "Putin-Knechte" garniert. Gemeint waren damit Sahra Wagenknechts Friedensbemühungen und ihr Eintreten für direkte Verhandlungen mit Russland. Das ging vielen Nato-freundlichen Chefredakteuren und Herausgebern der großen Medien schwer gegen den Strich.
Das zweite ist die vom BSW vertretene Ablehnung der Brandmauer gegen die AfD. Wagenknecht erklärte, dass sich diese als Idiotie erwiesen hat und letztlich zu einer Allparteien-Front führe. Sie kündigte an, das BSW werde sich an keiner Vielparteien-Koalition beteiligen, die letztlich wieder zu einer CDU-Regierung führt.
Stattdessen werde man Anträge der AfD unterstützen, wenn man sie teilt und sich keinem Gespräch mit einer demokratisch gewählten Partei verweigern.
Dies führte zu einem Orkan polemischer Artikel. Das BSW wurde als Steigbügelhalter der AfD attackiert. Die Tagesschau fragte, ob Weidel und Wagenknecht das neue Politpaar werden. Die FAZ nannte das BSW die "AfD für Linke".
Und dann kamen die Wahlprognosen. Hier zeichnete sich besonders das ZDF mit seiner "Forschungsgruppe Wahlen" aus. Im "ZDF-Politbarometer Extra", das Ende August veröffentlicht wurde, kam das BSW auf gerade mal 3% der Stimmen. In der wichtigsten Phase das Wahlkampfs wurde dem Publikum des ZDF also suggeriert, dass eine Stimme für das BSW eine verlorene Stimme wäre und keine Chance besteht, die 5% Hürde zu knacken.
Eine krasse Beeinflussung der Wahlen, die auch schon vor den Bundestagswahlen praktiziert worden ist - und dort tatsächlich den gewünschten Effekt hatte. Wäre das BSW in den Bundestag gekommen, hätte die Regierung Merz-Klingbeil keine Mandats-Mehrheit gehabt.
Auch in den Hochrechnungen des ZDF am Wahlabend wurde das BSW lange bei 4,8% geführt - während das Institut 'Infratest dimap', das die Prognosen für die ARD errechnet, das BSW längst im Landtag sah. Am Ende wurde die Hürde dann relativ deutlich mit 5,3% genommen.
Wie stark der Wahlkampf polarisierte, merkte man in der ARD Talkrunde aus Berlin, wo sich Vertreter von Linken, SPD, CDU und der AfD gegenüberstanden. Es wurde derart wüst gestritten und einander ins Wort gefallen, dass Moderator Markus Preiß nicht zu beneiden war. Eine Aussage, die halbwegs verständlich war, kam vom Co-Vorsitzenden der Linken Luigi Pantisano. Er schrie Tino Chrupalla von der AfD an: "Sie sind die größte Flachzange, die in Berlin rumläuft." Chrupalla konterte mit: "Wissen Sie, im Gegensatz zu Ihnen weiß ich wenigstens, was eine Flachzange ist."
Und hier wurde die Perfidie und Parteilichkeit der deutschen Medienszene wieder mal überdeutlich sichtbar. Dem BSW wurden vor den Wahlen speziell zwei Punkte angekreidet:
Zum einen seine "Russlandfreundlichkeit" - oft auch mit den Schlagwörtern "Putin-Versteher" oder "Putin-Knechte" garniert. Gemeint waren damit Sahra Wagenknechts Friedensbemühungen und ihr Eintreten für direkte Verhandlungen mit Russland. Das ging vielen Nato-freundlichen Chefredakteuren und Herausgebern der großen Medien schwer gegen den Strich.
Das zweite ist die vom BSW vertretene Ablehnung der Brandmauer gegen die AfD. Wagenknecht erklärte, dass sich diese als Idiotie erwiesen hat und letztlich zu einer Allparteien-Front führe. Sie kündigte an, das BSW werde sich an keiner Vielparteien-Koalition beteiligen, die letztlich wieder zu einer CDU-Regierung führt.
Stattdessen werde man Anträge der AfD unterstützen, wenn man sie teilt und sich keinem Gespräch mit einer demokratisch gewählten Partei verweigern.
Dies führte zu einem Orkan polemischer Artikel. Das BSW wurde als Steigbügelhalter der AfD attackiert. Die Tagesschau fragte, ob Weidel und Wagenknecht das neue Politpaar werden. Die FAZ nannte das BSW die "AfD für Linke".
Und dann kamen die Wahlprognosen. Hier zeichnete sich besonders das ZDF mit seiner "Forschungsgruppe Wahlen" aus. Im "ZDF-Politbarometer Extra", das Ende August veröffentlicht wurde, kam das BSW auf gerade mal 3% der Stimmen. In der wichtigsten Phase das Wahlkampfs wurde dem Publikum des ZDF also suggeriert, dass eine Stimme für das BSW eine verlorene Stimme wäre und keine Chance besteht, die 5% Hürde zu knacken.
Eine krasse Beeinflussung der Wahlen, die auch schon vor den Bundestagswahlen praktiziert worden ist - und dort tatsächlich den gewünschten Effekt hatte. Wäre das BSW in den Bundestag gekommen, hätte die Regierung Merz-Klingbeil keine Mandats-Mehrheit gehabt.
Auch in den Hochrechnungen des ZDF am Wahlabend wurde das BSW lange bei 4,8% geführt - während das Institut 'Infratest dimap', das die Prognosen für die ARD errechnet, das BSW längst im Landtag sah. Am Ende wurde die Hürde dann relativ deutlich mit 5,3% genommen.
Wie stark der Wahlkampf polarisierte, merkte man in der ARD Talkrunde aus Berlin, wo sich Vertreter von Linken, SPD, CDU und der AfD gegenüberstanden. Es wurde derart wüst gestritten und einander ins Wort gefallen, dass Moderator Markus Preiß nicht zu beneiden war. Eine Aussage, die halbwegs verständlich war, kam vom Co-Vorsitzenden der Linken Luigi Pantisano. Er schrie Tino Chrupalla von der AfD an: "Sie sind die größte Flachzange, die in Berlin rumläuft." Chrupalla konterte mit: "Wissen Sie, im Gegensatz zu Ihnen weiß ich wenigstens, was eine Flachzange ist."
Wie wird es in Sachsen Anhalt weiter gehen? Im Landtag hat das AfD jetzt 39 Mandate. CDU, SPD, Grüne und Linke kommen gemeinsam ebenfalls auf 39 Mandate. Die 5 Mandate des BSW sind demnach das Zünglein an der Waage.
Am wahrscheinlichsten ist eine starke Rolle der AfD mit Duldung des BSW. Möglicherweise mit einem "überparteilichen Ministerpräsident".
Große Gemeinsamkeiten ergeben sich beim Thema Energie. Wagenknecht sagte beispielsweise, dass sie gern dabei wäre - wenn die AfD mithilft, "eine Bundesrats-Initiative auf den Weg zu bringen, wieder russisches Öl und Gas zu kaufen - was wir dringend brauchen, wenn unsere Industrie nicht den Bach runtergehen soll."
Auch Alice Weidels Ideen gehen in diese Richtung. Sie hatte erklärt: "Billige Energie aus Russland war das Erfolgsgeheimnis von 'Made in Germany'. Wir brauchen sie zurück."
Die Sanktionen gegen Russland wollen beide Parteien beenden oder stark lockern. Anstatt Waffen an die Ukraine zu liefern, fordern sie endlich diplomatische Initiativen aus Deutschland. Bisher gab es ja keine einzige Friedensinitiative von der Merz-Regierung, wo überhaupt ernsthaft versucht wurde, mit Russland ins Gespräch zu kommen.
Das BSW hat bereits angekündigt, dass die erste Aktion im Landtag ein Antrag gegen Ukraine Militärhilfen sein werde. Die Stimmen der AfD seien dabei ausdrücklich willkommen.
Nun folgen am 20. September noch die Wahlen in Berlin, sowie in Mecklenburg-Vorpommern mit ebenso schlechten Aussichten für die CDU. Dass Friedrich Merz das politisch überlebt, ist wenig wahrscheinlich. Sein bei den Nachwahl-Befragungen in Sachsen Anhalt erhobener Beliebtheitswert von 9% ist beinahe tragisch komisch. 79% der Befragten gaben an, Merz hätte ihre Erwartungen "untertroffen". Nur 5% sahen sie "übertroffen".
Speziell von Vertretern der Jungen Union kam heftige Kritik am Führungsstil von Merz. Aber auch Rücktrittsforderungen werden häufigeri.
Am markantesten war die Aktion des CDU-Bürgermeisters Bernd Prange von der Gemeinde 'Altmärkische Höhe'. Er spendete der AfD 10.000 Euro, empfahl die AfD zu wählen und forderte die Ablöse von Merz.
Am wahrscheinlichsten ist eine starke Rolle der AfD mit Duldung des BSW. Möglicherweise mit einem "überparteilichen Ministerpräsident".
Große Gemeinsamkeiten ergeben sich beim Thema Energie. Wagenknecht sagte beispielsweise, dass sie gern dabei wäre - wenn die AfD mithilft, "eine Bundesrats-Initiative auf den Weg zu bringen, wieder russisches Öl und Gas zu kaufen - was wir dringend brauchen, wenn unsere Industrie nicht den Bach runtergehen soll."
Auch Alice Weidels Ideen gehen in diese Richtung. Sie hatte erklärt: "Billige Energie aus Russland war das Erfolgsgeheimnis von 'Made in Germany'. Wir brauchen sie zurück."
Die Sanktionen gegen Russland wollen beide Parteien beenden oder stark lockern. Anstatt Waffen an die Ukraine zu liefern, fordern sie endlich diplomatische Initiativen aus Deutschland. Bisher gab es ja keine einzige Friedensinitiative von der Merz-Regierung, wo überhaupt ernsthaft versucht wurde, mit Russland ins Gespräch zu kommen.
Das BSW hat bereits angekündigt, dass die erste Aktion im Landtag ein Antrag gegen Ukraine Militärhilfen sein werde. Die Stimmen der AfD seien dabei ausdrücklich willkommen.
Nun folgen am 20. September noch die Wahlen in Berlin, sowie in Mecklenburg-Vorpommern mit ebenso schlechten Aussichten für die CDU. Dass Friedrich Merz das politisch überlebt, ist wenig wahrscheinlich. Sein bei den Nachwahl-Befragungen in Sachsen Anhalt erhobener Beliebtheitswert von 9% ist beinahe tragisch komisch. 79% der Befragten gaben an, Merz hätte ihre Erwartungen "untertroffen". Nur 5% sahen sie "übertroffen".
Speziell von Vertretern der Jungen Union kam heftige Kritik am Führungsstil von Merz. Aber auch Rücktrittsforderungen werden häufigeri.
Am markantesten war die Aktion des CDU-Bürgermeisters Bernd Prange von der Gemeinde 'Altmärkische Höhe'. Er spendete der AfD 10.000 Euro, empfahl die AfD zu wählen und forderte die Ablöse von Merz.
Israelische Medien decken auf, dass Netanjahu mehrfach vor dem bevorstehenden Angriff der Hamas gewarnt worden ist.
Es handelt sich um eine fundierte Recherche, mit einer Unzahl glaubwürdiger Indizien.
Die Journalisten stützen sich auf Dutzende Gespräche mit israelischen und ausländischen Amtsträgern, einen Berater von Mohamed bin Zayed (Präsident der Arabischen Emirate) mit direkter Kenntnis des Gesprächs sowie drei hochrangige ausländische Beamte, die über den Inhalt der 45-Minuten-Unterhaltung informiert gewesen sein sollen. Ein emiratischer Kenner der Unterhaltung hat den Bericht gegenüber der Times of Israel bestätigt. Mohamed bin Zayed sieht die Hamas als Terrororganisation, die so wie andere islamistische Bewegungen seine Monarchie gefährden.
Der ehemalige israelische Premierminister Naftali Bennett sagte öffentlich, der Bericht sei wahr und er wisse das „als Tatsache“. Bennett nannte parallel auch die Warnung des ägyptischen Geheimdienstchefs.
Zudem gab es bereits Mitte 2023 konkrete Warnungen, dass ein „zilzal“ (Erdbeben) bevorsteht. Darin wurde von einer „großen Überraschung“ und einer „schrecklichen Operation“ gesprochen. Auch hier reagierte Netanjahu nicht und gab die Warnung - trotz mehrfacher irritierter Nachfrage der Quelle - nicht weiter.
Nun wird ihm vorgeworfen, er hätte das nicht ernst genommen und als Gerücht abgetan.
Netanjahustreitet ab, überhaupt Warnungen bekommen zu haben. Er nennt die Recherchen eine einzige große Lüge.
Glaubhaft ist diese Darstellung aber nicht.
Dass Netanjahu die Warnungen nicht weiter gegeben hat, kann zwei Beweggründe haben:
1) Er hat es tatsächlich für vollständig unwahrscheinlich gehalten, dass die Hamas so massiv angreift. Die Warnungen weiterzugeben hätte bedeutet, den Sicherheitsapparat in Alarm zu versetzen – mit politischer und militärischer Eigendynamik, die er nicht wollte.
Oder:
2) Er sah die Chance, die ein Angriff der Hamas ihm politisch bot. Dass er danach jedes moralische Recht in Anspruch nehmen könnte, den Gazastreifen platt zu machen, Hamas und Hisbollah-Führer gezielt zu ermorden und seine Pläne zur Schaffung eines Großisrael endlich aus der Schublade zu holen und die Armee zu aktivieren. Wahrscheinlich hat er - falls diese Variante zutrifft - nicht damit gerechnet, dass der Angriff so verheerende Folgen hat, wie es dann am 7. Oktober der Fall war. Er hat wohl eher erwartet, dass die Attacke nach einem Gefecht mit der Grenzsicherung relativ rasch nieder geschlagen wird. Sicher bin ich mir da aber nicht.
Welche der beiden Varianten auch zutrifft. Sie zeigte, was passieren kann, wenn Teufel auf Beelzebub trifft. Hinterhältige mörderische Gewalt der Hamas-Terrorbanden wurde zum Anlass genommen, mit hundertfacher Gegengewalt und Staatsterror zu antworten.
Es handelt sich um eine fundierte Recherche, mit einer Unzahl glaubwürdiger Indizien.
Die Journalisten stützen sich auf Dutzende Gespräche mit israelischen und ausländischen Amtsträgern, einen Berater von Mohamed bin Zayed (Präsident der Arabischen Emirate) mit direkter Kenntnis des Gesprächs sowie drei hochrangige ausländische Beamte, die über den Inhalt der 45-Minuten-Unterhaltung informiert gewesen sein sollen. Ein emiratischer Kenner der Unterhaltung hat den Bericht gegenüber der Times of Israel bestätigt. Mohamed bin Zayed sieht die Hamas als Terrororganisation, die so wie andere islamistische Bewegungen seine Monarchie gefährden.
Der ehemalige israelische Premierminister Naftali Bennett sagte öffentlich, der Bericht sei wahr und er wisse das „als Tatsache“. Bennett nannte parallel auch die Warnung des ägyptischen Geheimdienstchefs.
Zudem gab es bereits Mitte 2023 konkrete Warnungen, dass ein „zilzal“ (Erdbeben) bevorsteht. Darin wurde von einer „großen Überraschung“ und einer „schrecklichen Operation“ gesprochen. Auch hier reagierte Netanjahu nicht und gab die Warnung - trotz mehrfacher irritierter Nachfrage der Quelle - nicht weiter.
Nun wird ihm vorgeworfen, er hätte das nicht ernst genommen und als Gerücht abgetan.
Netanjahustreitet ab, überhaupt Warnungen bekommen zu haben. Er nennt die Recherchen eine einzige große Lüge.
Glaubhaft ist diese Darstellung aber nicht.
Dass Netanjahu die Warnungen nicht weiter gegeben hat, kann zwei Beweggründe haben:
1) Er hat es tatsächlich für vollständig unwahrscheinlich gehalten, dass die Hamas so massiv angreift. Die Warnungen weiterzugeben hätte bedeutet, den Sicherheitsapparat in Alarm zu versetzen – mit politischer und militärischer Eigendynamik, die er nicht wollte.
Oder:
2) Er sah die Chance, die ein Angriff der Hamas ihm politisch bot. Dass er danach jedes moralische Recht in Anspruch nehmen könnte, den Gazastreifen platt zu machen, Hamas und Hisbollah-Führer gezielt zu ermorden und seine Pläne zur Schaffung eines Großisrael endlich aus der Schublade zu holen und die Armee zu aktivieren. Wahrscheinlich hat er - falls diese Variante zutrifft - nicht damit gerechnet, dass der Angriff so verheerende Folgen hat, wie es dann am 7. Oktober der Fall war. Er hat wohl eher erwartet, dass die Attacke nach einem Gefecht mit der Grenzsicherung relativ rasch nieder geschlagen wird. Sicher bin ich mir da aber nicht.
Welche der beiden Varianten auch zutrifft. Sie zeigte, was passieren kann, wenn Teufel auf Beelzebub trifft. Hinterhältige mörderische Gewalt der Hamas-Terrorbanden wurde zum Anlass genommen, mit hundertfacher Gegengewalt und Staatsterror zu antworten.
Am Freitag, dem 18. September zeigt der Dornbirner Kulturverein TiK meinen neuen Film "LEBENDIG ODER TOT - DAS IMPF-PARADOX". Im Film geht es um die Entdeckungen des dänischen Wissenschaftlers Peter Aaby, der das Impfwesen über Jahrzehnte untersucht und alarmierende Fakten heraus gefunden hat. Ich bin in Dornbirn dabei und freue mich auf eine anschließende spannende Diskussion. Bitte gebt die Info an Interessierte Gruppen in Vorarlberg oder der Ostschweiz weiter. Auf der Webseite des TiK kann man Tickets erwerben: https://tik.palatzhartl.systems/shop.php?event=tommy-filmpraesentation-23
Am Samstag, dem 19. September bin ich mit meinem neuen Film "LEBENDIG ODER TOT - DAS IMPF-PARADOX" in Offenburg nahe Straßburg. Der Film wird im Vereinsheim in 77767 Urloffen, Güterstraße 8, gezeigt. Einlass ist ab 18:00 Uhr, Filmstart um 19:00. Bitte gebt diese Info an Interessierte Gruppen im Umfeld weiter. Hier kann man vorab Tickets erwerben. https://events-ortenau.de/products/lebendig-oder-tot-das-impfparadox-1
EVENTS Ortenau
LEBENDIG ODER TOT - DAS IMPFPARADOX
Der Film erzählt die Geschichte des dänischen Anthropologen Peter Aaby, der in den 1970er Jahren beauftragt wurde, die Ursachen für die hohe Kindersterblichkeit in Entwicklungsländern zu untersuchen. Zu der Zeit geht jeder davon aus, dass Mangelernährung…
Meine Neue Webseite ist am Fertigwerden. Dort sollen alle meine Aktivitäten künftig gebündelt werden. Verkauf meiner Bücher und Filme, Veranstaltungskalender, aktuelle Infos und Berichte, Newsletter, etc. Hier - und nur hier - kann man auch meinen neuen Film 'LEBENDIG ODER TOT - DAS IMP PARADOX' als Download erwerben. Bitte schaut Euch um. Ich bin dankbar für Feedback. https://bertehgartner.com
Bertehgartner
Bert Ehgartner - Autor, Filmemacher & Investigativer Journalist
Offizielle Website von Bert Ehgartner - Autor, Dokumentarfilmer und investigativer Journalist. Bücher, Filme und Vorträge zu Gesundheitsthemen.
Die europäische Militarisierung erfasst Österreich immer heftiger. Gestern und vorgestern fanden in Wien die "Technology Talks Austria" statt – als Kooperation mehrerer Ministerien mit Industriellenvereinigung und anderen. Im Zentrum der Konferenz standen Sicherheit und wirtschaftliche Aspekte, speziell im Bereich der Rüstung, bzw. der Dual-Use Anwendungen. Dass Österreich ein interessanter Markt ist, zeigte die Liste der Redner. Es handelte sich um Vertreter der Rüstungskonzerne Saab (Schweden), Leonardo (Italien), RTX/Raytheon (USA), militärisch relevanter Zulieferer, sowie die Sprecher von Militär- und EU-Verteidigungsorganisationen.
Als prominenteste Politikerin kam Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die Vorsitzende des EU-Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung (SEDE) nach Wien. Sie hat diese Position seit Juli 2024 unmittelbar nach ihrem Wechsel aus dem deutschen Bundestag ins EU-Parlament übernommen. Während ihre Partei, die FDP also untergeht, macht Strack-Rheinmetall, wie Marie-Agnes von ihren Kritikern auch genannt wird, EU-Karriere und bildet nun mit Ursula von der Leyen und Kaja Kallas das oberste Kriegerinnen-Trio im Kampf gegen Russland.
2024 war SEDE noch ein kleiner Unterausschuss des Parlaments. Strack Zimmermann wurde "per Akklamation" - also durch lauten Beifall - als dessen Chefin bestimmt. 2025 wurde daraus ein Vollausschuss. Und wieder gewann sie den Vorsitz "per Akklamation". Alles ganz demokratisch also.
Gestern abend war Strack-Zimmermann zu Gast in der ZIB-2 bei Martin Thür. Natürlich ging es gleich um den bevorstehenden Krieg und die einzige Möglichkeit, dem zu begegnen. Nämlich mit Aufrüstung. Österreichs Neutralität verglich Strack-Zimmermann mit jemand, der die weiße Fahne schwenkt und um die Hilfe seiner Nachbarn bettelt. Dass Russland demnächst ein weiteres Land angreift, steht für sie außer Frage. "Der nächste Schritt der Russen wird das Baltikum", erklärte Strack-Zimmermann. "Das ist keine Phantasie, das artikuliert Wladimir Putin und Herr Lawrow von morgens bis abends."
Martin Thür lauschte dem andächtig und vergaß einzuwerfen, dass die russischen Spitzenpolitiker eher von morgens bis abends das Gegenteil betonen. Putin sagte z.B. 2024 gegenüber Tucker Carlson, Russland habe kein Interesse an Polen oder Lettland; ein Angriff käme nur bei einem Angriff auf Russland selbst in Frage. Gegenüber Trump betonte Putin vor wenigen Tagen, Russland habe „keine aggressiven Pläne gegen Europa“. Dasselbe kam von Lawrow kürzlich vor der UNO: Russland habe keine Absicht, NATO- oder EU-Staaten anzugreifen.
Egal wie die Realität aussieht, Gästen widerspricht man offenbar nicht.
Eine kleine Bösartigkeit konnte sich Martin Thür dann doch nicht verkneifen. Er nahm Bezug auf den Sieg der AfD bei den Wahlen in Sachsen Anhalt, erwähnte die "krachende Niederlage der FDP", sowie die Tatsache, dass 57% der AfD Wähler es gut finden, dass sich die AfD gegen Waffenlieferungen an die Ukraine einsetzen. (Tino Chruppalla hat dazu kürzlich in einem Interview gesagt, dass Frieden mit Russland und ein Stop der Unterstützung der Ukraine laut Wahlanalysen sogar der zweitwichtigste Grund war, AfD zu wählen).
Thür schloss im Interview die Frage an: "Hat auch Ihre Politik, Ihre Unterstützung für die Ukraine, die Wähler nach rechts getrieben?"
Strack-Zimmermann sah ihn entsetzt an und sagte: "Nein. Wenn es irgendwann einen Rechtsdrall gegeben hat, dann ist das deutlich früher geschehen." Rechts sei eben gerade Mode. Die Unterstützung der Ukraine sei nach wie vor die Mehrheitsmeinung der deutschen Bevölkerung.
Na denn. Auf zur nächsten Wahl.
Als prominenteste Politikerin kam Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die Vorsitzende des EU-Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung (SEDE) nach Wien. Sie hat diese Position seit Juli 2024 unmittelbar nach ihrem Wechsel aus dem deutschen Bundestag ins EU-Parlament übernommen. Während ihre Partei, die FDP also untergeht, macht Strack-Rheinmetall, wie Marie-Agnes von ihren Kritikern auch genannt wird, EU-Karriere und bildet nun mit Ursula von der Leyen und Kaja Kallas das oberste Kriegerinnen-Trio im Kampf gegen Russland.
2024 war SEDE noch ein kleiner Unterausschuss des Parlaments. Strack Zimmermann wurde "per Akklamation" - also durch lauten Beifall - als dessen Chefin bestimmt. 2025 wurde daraus ein Vollausschuss. Und wieder gewann sie den Vorsitz "per Akklamation". Alles ganz demokratisch also.
Gestern abend war Strack-Zimmermann zu Gast in der ZIB-2 bei Martin Thür. Natürlich ging es gleich um den bevorstehenden Krieg und die einzige Möglichkeit, dem zu begegnen. Nämlich mit Aufrüstung. Österreichs Neutralität verglich Strack-Zimmermann mit jemand, der die weiße Fahne schwenkt und um die Hilfe seiner Nachbarn bettelt. Dass Russland demnächst ein weiteres Land angreift, steht für sie außer Frage. "Der nächste Schritt der Russen wird das Baltikum", erklärte Strack-Zimmermann. "Das ist keine Phantasie, das artikuliert Wladimir Putin und Herr Lawrow von morgens bis abends."
Martin Thür lauschte dem andächtig und vergaß einzuwerfen, dass die russischen Spitzenpolitiker eher von morgens bis abends das Gegenteil betonen. Putin sagte z.B. 2024 gegenüber Tucker Carlson, Russland habe kein Interesse an Polen oder Lettland; ein Angriff käme nur bei einem Angriff auf Russland selbst in Frage. Gegenüber Trump betonte Putin vor wenigen Tagen, Russland habe „keine aggressiven Pläne gegen Europa“. Dasselbe kam von Lawrow kürzlich vor der UNO: Russland habe keine Absicht, NATO- oder EU-Staaten anzugreifen.
Egal wie die Realität aussieht, Gästen widerspricht man offenbar nicht.
Eine kleine Bösartigkeit konnte sich Martin Thür dann doch nicht verkneifen. Er nahm Bezug auf den Sieg der AfD bei den Wahlen in Sachsen Anhalt, erwähnte die "krachende Niederlage der FDP", sowie die Tatsache, dass 57% der AfD Wähler es gut finden, dass sich die AfD gegen Waffenlieferungen an die Ukraine einsetzen. (Tino Chruppalla hat dazu kürzlich in einem Interview gesagt, dass Frieden mit Russland und ein Stop der Unterstützung der Ukraine laut Wahlanalysen sogar der zweitwichtigste Grund war, AfD zu wählen).
Thür schloss im Interview die Frage an: "Hat auch Ihre Politik, Ihre Unterstützung für die Ukraine, die Wähler nach rechts getrieben?"
Strack-Zimmermann sah ihn entsetzt an und sagte: "Nein. Wenn es irgendwann einen Rechtsdrall gegeben hat, dann ist das deutlich früher geschehen." Rechts sei eben gerade Mode. Die Unterstützung der Ukraine sei nach wie vor die Mehrheitsmeinung der deutschen Bevölkerung.
Na denn. Auf zur nächsten Wahl.
Das Magazin multipolar bringt einen interessanten Artikel zum Boom der KI-Rechenzentren, die im Auftrag von Google, Amazon und Co. weltweit aus dem Boden schießen. Weil in den USA der Widerstand der Bevölkerung so massiv ist, suchen die Konzerne nach Ländern, die man mit dem "Zugang zu Spitzentechnologie" ködern kann. Und allzu naive Politiker lassen sich gerne einspannen.
Hier ein Ausschnitt:
Im oberösterreichischen Kronstorf hat Google im April 2026 den Grundstein für ein großes Rechenzentrum auf einer Fläche von 50 Hektar gelegt. Es entsteht auf umgewidmetem Ackerland, das zu den besten Böden in Österreich gehört. Google verspricht, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Nutzer in ganz Österreich könnten dadurch „aktiv an der digitalen Transformation teilhaben“. Man setze sich „so für eine inklusive und nachhaltige Zukunft für alle ein.“
Der Landeshauptmann von Oberösterreich begrüßt das Rechenzentrum und auch von Seiten der Marktgemeinde Kronstorf werden neben den erwarteten Arbeitsplätzen die Pluspunkte hervorgehoben: „kostenlose“ Nutzung der Abwärme sowie ein „Fonds zur Verbesserung des Gewässerökosystems der Enns“, aus der das Wasser zur Kühlung genommen werden soll. Gelobt wird auch das „begrünte Dach mit Photovoltaikanlage“, das „direkt saubere Energie zur Stromversorgung des Rechenzentrums beisteuern“ werde. Die Information der Gemeinde wirkt, als sei sie von Google-Marketingstrategen geschrieben.
Der Strombedarf beträgt in der ersten Ausbaustufe 150 Megawatt, die aber auf 500 Megawatt erweitert werden sollen. Diese Größenordnung entspricht „fast einem Drittel des gesamten jährlichen Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich“ legt ein Positionspapier einer Bürgerinitiative dar. Ein Fachmagazin ordnet ein: Beim Stromverbrauch von Rechenzentren handele es sich „um die sogenannte Bandlast – also den konstanten Verbrauch von Strom“ rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Insgesamt wurden für Rechenzentren in Österreich 2,1 Gigawatt (2100 Megawatt) Leistung beantragt. Das entspricht der Leistung von zwei Atomkraftwerken.
Laut Wasserbescheid darf Google bei Kronstorf pro Jahr 5,5 Milliarden Liter Wasser aus der Enns entnehmen. Davon dürften maximal „2,1 Milliarden Liter“, auf bis zu 30 Grad erwärmt, „wieder in die Enns zurückgeleitet werden“. Der Rest „verdunstet durch die Kühlung“. Laut Solidarwerkstatt Linz könne sich „die Wassertemperatur je nach Pegel um 2 bis 4 Grad“ erhöhen. Ob die im Wasser aus dem Kühlkreislauf enthaltenen Chemikalien sicher vor der Zurückleitung entfernt werden, ist fraglich.
Hier ein Ausschnitt:
Im oberösterreichischen Kronstorf hat Google im April 2026 den Grundstein für ein großes Rechenzentrum auf einer Fläche von 50 Hektar gelegt. Es entsteht auf umgewidmetem Ackerland, das zu den besten Böden in Österreich gehört. Google verspricht, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Nutzer in ganz Österreich könnten dadurch „aktiv an der digitalen Transformation teilhaben“. Man setze sich „so für eine inklusive und nachhaltige Zukunft für alle ein.“
Der Landeshauptmann von Oberösterreich begrüßt das Rechenzentrum und auch von Seiten der Marktgemeinde Kronstorf werden neben den erwarteten Arbeitsplätzen die Pluspunkte hervorgehoben: „kostenlose“ Nutzung der Abwärme sowie ein „Fonds zur Verbesserung des Gewässerökosystems der Enns“, aus der das Wasser zur Kühlung genommen werden soll. Gelobt wird auch das „begrünte Dach mit Photovoltaikanlage“, das „direkt saubere Energie zur Stromversorgung des Rechenzentrums beisteuern“ werde. Die Information der Gemeinde wirkt, als sei sie von Google-Marketingstrategen geschrieben.
Der Strombedarf beträgt in der ersten Ausbaustufe 150 Megawatt, die aber auf 500 Megawatt erweitert werden sollen. Diese Größenordnung entspricht „fast einem Drittel des gesamten jährlichen Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich“ legt ein Positionspapier einer Bürgerinitiative dar. Ein Fachmagazin ordnet ein: Beim Stromverbrauch von Rechenzentren handele es sich „um die sogenannte Bandlast – also den konstanten Verbrauch von Strom“ rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Insgesamt wurden für Rechenzentren in Österreich 2,1 Gigawatt (2100 Megawatt) Leistung beantragt. Das entspricht der Leistung von zwei Atomkraftwerken.
Laut Wasserbescheid darf Google bei Kronstorf pro Jahr 5,5 Milliarden Liter Wasser aus der Enns entnehmen. Davon dürften maximal „2,1 Milliarden Liter“, auf bis zu 30 Grad erwärmt, „wieder in die Enns zurückgeleitet werden“. Der Rest „verdunstet durch die Kühlung“. Laut Solidarwerkstatt Linz könne sich „die Wassertemperatur je nach Pegel um 2 bis 4 Grad“ erhöhen. Ob die im Wasser aus dem Kühlkreislauf enthaltenen Chemikalien sicher vor der Zurückleitung entfernt werden, ist fraglich.
Nach der Vorführung meines Films "LEBENDIG ODER TOT - DAS IMPF PARADOX" im TiK in Dornbirn am Freitag, 18. September führt mich meine kleine Filmtour am Samstag nach Appenweier im Ortenaukreis (Baden-Württemberg). Siehe Zeitungsartikel. In den ersten beiden Kommentaren findet Ihr Links zum Ticket-Vorverkauf. Ihr könnt aber auch direkt zu den Veranstaltungen kommen. Bitte an Interessierte weiter leiten.
Putins Aussage stammt vom vergangenen Freitag beim Meeting der BRICS Staaten in New Delhi. Und sie stimmt: vor zehn Jahren lagen die Einkaufspreise für russisches Gas etwa auf dem von ihm genannten Level von 150 Dollar. Auch die 1000 Dollar stimmen. Das sind die aktuellen europäischen Marktpreise.
Wie es mit seiner Prognose für den Winter aussieht, werden wir bald sehen. Unrealistisch ist sie nicht. Schon jetzt zeigen sich die Auswirkungen des teuren Gases auch in anderen Bereichen. Dank der gloriosen Merit-Order Regelung der EU bestimmt der Gaspreis ja auch den Strompreis.
Wie es mit seiner Prognose für den Winter aussieht, werden wir bald sehen. Unrealistisch ist sie nicht. Schon jetzt zeigen sich die Auswirkungen des teuren Gases auch in anderen Bereichen. Dank der gloriosen Merit-Order Regelung der EU bestimmt der Gaspreis ja auch den Strompreis.
Was wurde hier eigentlich aus den Plänen, sie abzuschaffen?
Ein erster Vorstoß scheiterte 2024 am Widerstand der EU Kommission und der nördlichen Staaten, inklusive Deutschlands. Ziel bleibe es weiterhin, dass "der Strompreis auf den Kosten der fossilen Brennstoffe basiert", ließ die Kommission ausrichten.
Das bedeutet, dass das letzte benötigte Kraftwerk den Preis bestimmt. Das letzte Kraftwerk ist meist ein teures Gas-Kraftwerk. Und mit dem höheren Preis werden billige Energien wie Wind und Sonne subventioniert. Die Betreiber von Wind- und Solar-Kraftwerken machen damit enorme Gewinne. Und man hofft, dass dies den weiteren Umbau der Energie-Infrastruktur voran treibt. Das ist der eigentliche Zweck der Merit Order.
Ende 2025 setzte Österreich unterstützt von 9 anderen EU-Staaten, die Merit Order wieder auf die EU-Agenda. Kanzler Stocker und Vize Babler schickten einen Brief nach Brüssel. Sie klagten, dass Österreich seinen Jahresbedarf an Strom weitgehend erneuerbar erzeugt, aber oft den hohen Gaspreis dafür bezahlt.
Der Vorstoß hatte keine Chance: Die nordischen Staaten richteten kalt aus: "Hände weg von diesem Markt-Design."
Der Weg zu einer rein grünen Energiewirtschaft ist allerdings noch lang. In Österreich deckten im Jahr 2025 heimische erneuerbare Energieträger den Bedarf gerade mal in einem Viertel der Zeit komplett. In 77 Prozent der Zeit brauchte es Importe oder konventionelle Kraftwerke. Wenn nun auch noch die geplanten KI-Rechenzentren (Google-Kronstorf, etc.) ans Netz gehen und den Strombedarf von zwei Atomkraftwerken addieren - so wie längerfristig vorgesehen - wird das die Lage nicht eben entspannen.
Schon jetzt sieht man, dass die Preise an der europäischen Strom-Börse in enorme Höhen klettern. An der EPEX-SPOT in Paris, wo die stündlichen Preise für Mitteleuropa festgelegt werden, lag der Durchschnittspreis im August 2025 – dank der überschüssigen Solarenergie – noch bei rund 8 Ct pro Kilowattstunde.
Mittlerweile haben viele Unternehmen ihren Energieverbrauch optimiert. Sie verbrauchen und speichern viel, wenn Energie günstig zu haben ist, treiben damit aber den Preis hoch.
Im August 2026 lag der Durchschnittspreis bereits bei rund 15 Ct pro kWh.
Bis zum Winter wird sich das noch ordentlich steigern. Speziell auch, weil die Gasspeicher in Deutschland nur zu 56% gefüllt sind. Das ist der tiefste Stand, seit es Aufzeichnungen gibt. Die Politik hat sich nun "über die Hintertür" eingeschaltet. Staatsnahe Speicherbetriebe bekamen den Auftrag, massiv aufzustocken: aber nur in kleinen Tranchen zu kaufen, damit der Gaspreis nicht noch weiter abhebt.
Doch der Preis hebt ab. Und genau darauf zielt Putins Aussage. Vor einem Jahr kostete das Gas an der Börse 33 EUR je Megawattstunde. Aktuell liegt der Preis mit 76 EUR doppelt so hoch. Der von Putin genannte Winter-Preis liegt umgerechnet bei 120 EUR. Viel fehlt nicht mehr.
Und die verbliebene Nordstream Röhre vergammelt ungenutzt.
Ein erster Vorstoß scheiterte 2024 am Widerstand der EU Kommission und der nördlichen Staaten, inklusive Deutschlands. Ziel bleibe es weiterhin, dass "der Strompreis auf den Kosten der fossilen Brennstoffe basiert", ließ die Kommission ausrichten.
Das bedeutet, dass das letzte benötigte Kraftwerk den Preis bestimmt. Das letzte Kraftwerk ist meist ein teures Gas-Kraftwerk. Und mit dem höheren Preis werden billige Energien wie Wind und Sonne subventioniert. Die Betreiber von Wind- und Solar-Kraftwerken machen damit enorme Gewinne. Und man hofft, dass dies den weiteren Umbau der Energie-Infrastruktur voran treibt. Das ist der eigentliche Zweck der Merit Order.
Ende 2025 setzte Österreich unterstützt von 9 anderen EU-Staaten, die Merit Order wieder auf die EU-Agenda. Kanzler Stocker und Vize Babler schickten einen Brief nach Brüssel. Sie klagten, dass Österreich seinen Jahresbedarf an Strom weitgehend erneuerbar erzeugt, aber oft den hohen Gaspreis dafür bezahlt.
Der Vorstoß hatte keine Chance: Die nordischen Staaten richteten kalt aus: "Hände weg von diesem Markt-Design."
Der Weg zu einer rein grünen Energiewirtschaft ist allerdings noch lang. In Österreich deckten im Jahr 2025 heimische erneuerbare Energieträger den Bedarf gerade mal in einem Viertel der Zeit komplett. In 77 Prozent der Zeit brauchte es Importe oder konventionelle Kraftwerke. Wenn nun auch noch die geplanten KI-Rechenzentren (Google-Kronstorf, etc.) ans Netz gehen und den Strombedarf von zwei Atomkraftwerken addieren - so wie längerfristig vorgesehen - wird das die Lage nicht eben entspannen.
Schon jetzt sieht man, dass die Preise an der europäischen Strom-Börse in enorme Höhen klettern. An der EPEX-SPOT in Paris, wo die stündlichen Preise für Mitteleuropa festgelegt werden, lag der Durchschnittspreis im August 2025 – dank der überschüssigen Solarenergie – noch bei rund 8 Ct pro Kilowattstunde.
Mittlerweile haben viele Unternehmen ihren Energieverbrauch optimiert. Sie verbrauchen und speichern viel, wenn Energie günstig zu haben ist, treiben damit aber den Preis hoch.
Im August 2026 lag der Durchschnittspreis bereits bei rund 15 Ct pro kWh.
Bis zum Winter wird sich das noch ordentlich steigern. Speziell auch, weil die Gasspeicher in Deutschland nur zu 56% gefüllt sind. Das ist der tiefste Stand, seit es Aufzeichnungen gibt. Die Politik hat sich nun "über die Hintertür" eingeschaltet. Staatsnahe Speicherbetriebe bekamen den Auftrag, massiv aufzustocken: aber nur in kleinen Tranchen zu kaufen, damit der Gaspreis nicht noch weiter abhebt.
Doch der Preis hebt ab. Und genau darauf zielt Putins Aussage. Vor einem Jahr kostete das Gas an der Börse 33 EUR je Megawattstunde. Aktuell liegt der Preis mit 76 EUR doppelt so hoch. Der von Putin genannte Winter-Preis liegt umgerechnet bei 120 EUR. Viel fehlt nicht mehr.
Und die verbliebene Nordstream Röhre vergammelt ungenutzt.
Die Festival Tour ist vorbei. Mein neuer Film 'LEBENDIG ODER TOT - DAS IMPF PARADOX' ist dabei mehrfach ausgezeichnet worden. Nun ist der Film endlich offiziell erhältlich und kann im Webshop meiner Homepage als Download erworben werden. Der Film beschreibt die spannende Geschichte des dänischen Wissenschaftlers Peter Aaby, der durch seine Forschung eine vollständig neue Sichtweise auf Impfungen ermöglichte. Das führte unter anderem dazu, dass in den USA kürzlich die allgemein empfohlenen Baby-Impfungen um ein Drittel reduziert wurden. Doch der Gegenwind ist enorm. https://bertehgartner.com/bert-ehgartner-version-3/blog/peter-aabys-neuer-blick-auf-impfungen-irritiert-who-und-impflobbys
Bertehgartner
Bert Ehgartner - Autor, Filmemacher & Investigativer Journalist
Offizielle Website von Bert Ehgartner - Autor, Dokumentarfilmer und investigativer Journalist. Bücher, Filme und Vorträge zu Gesundheitsthemen.
Merz erklärt, dass er weiter macht. Und acht CDU Ministerpräsidenten bestätigen handschriftlich, dass das seine Ordnung hat und nun Schluss mit der Personaldebatte um den Bundeskanzler sein soll.
Die CDU geht also den Bach hinunter und die Partei-Elite gibt dafür grünes Licht.
Aus der Sicht von Merz verstehe ich das ja. Er will seine Agenda als Krisenmanager durchbringen. Die Partei hat ihn nie geliebt. Er ist ihr - gegen den Widerstand vieler CDU-Granden - aufs Auge gedrückt worden, hatte die stärkste Lobby im Hintergrund, die besten Seilschaften.
Dass die Finanzlobby hinter Merz steht ist auf Grund seiner Herkunft von Blackrock, gewiss. Dass er in transatlantischen Netzwerken fest verankert ist, ebenso.
Mit Trump hat er etwas gefremdelt, ist ihm aber konsequent in den Hintern gekrochen. Er saß im März 26 lächelnd neben Trump, als dieser über europäische Regierungschefs herzog, ließ sich von Trump das Knie tätscheln, während dieser verkündete, man solle auf Deutschland "sehr sehr hart zuschlagen" oder überreichte ihm mit peinlicher Schmeichelei ein Trikot der deutschen Nationalmannschaft.
Gemeinsam mit Ursula von der Leyen hat Merz den Schandvertrag koordiniert, der 2025 im schottischen Turnberry vereinbart wurde. Er sah vor, dass die EU die Zölle auf US Industrieware auf null absenkt. Die USA würden im Gegenzug dafür nur Zölle im Ausmaß von 15 Prozent statt der angedrohten 30 Prozent einführen. Doch damit nicht genug:
Obendrauf sagte die EU-Chefin zu, dass Europa bis 2028 aus den USA Energie im Wert von 750 Milliarden US-Dollar bezieht. Dazu um 600 Milliarden Waffen in den USA einkauft. Und 40 Milliarden für KI-Chips ausgibt.
Brüssel teilt mit, dass die Energie-Importe aus den USA nach Plan laufen und gibt sich optimistisch, dass das 750 Milliarden-Ziel bis 2028 zu erreichen ist.
Auch der Rüstungs-Einkauf in den USA boomt.
Zusätzlich errichten die US-Tech-Konzerne in Europa große KI-Datenzentren und lassen sich den dafür benötigten gigantischen Energiebedarf staatlich subventionieren. Mit Preisen von rund 5 Cent Arbeitspreis pro kWh.
Es herrschen demnach bald Verhältnisse, wie sie früher üblich waren, als das britische Empire, Spanien, Frankreich & Co. ihre Kolonien ausplünderten und willfährige Regierungen einsetzten, um den Widerstand in der Bevölkerung zu unterdrücken.
Nach diesem Muster läuft es jetzt in der EU - und speziell gilt das für Deutschland.
Merz ist es ziemlich egal, was aus der CDU wird. Man merkt ihm an, dass er die meisten seiner Polit-Kollegen verachtet - und erst recht gilt das für den Großteil der Bevölkerung.
Seine Instinkte richten sich nach dem aus, wo er wirkliche Macht wahr nimmt. Und das ist vor allem die USA-Israel Verbindung. Unvergessen ist seine Einschätzung, dass Israel im Iran nun "die Drecksarbeit für uns macht". Dass ihn dabei die menschlichen Opfer der Kriege wenig berühren, ist offensichtlich. Und schon gar nicht kümmert es ihn, dass in der Folge die Spritpreise in Deutschland auf 2,60 Euro pro Liter gestiegen sind. Er ist ohnehin nur für eine Legislatur angetreten. Nach ihm die Sintflut.
Seine Agenda wickelt Merz ab wie ein größenwahnsinniges Genie, dem absolute Narrenfreiheit gewährt wurde. Die SPD ist vollkommen benebelt und lässt sich mit minimalen Zugeständnissen in den Raubzug einspannen. In den Medien herrscht höchste Konfusion. Der steile Aufstieg der AfD, in der sich der Widerstand der Bevölkerung ausdrückt, wird als Aufstand gegen die Demokratie dargestellt. Dabei ist es ein Aufstand gegen das Chaos. Ein Aufschrei gegen die Berliner Blase, die offenbar stockblind, betrunken und voll auf Koks das Land mit 150 km/h gegen den Brückenpfeiler fährt.
Noch nie wurden so viele Schulden neu aufgenommen. Noch nie so viele Waffen eingekauft. Noch nie - während meiner Lebenszeit - war das Kriegsgebrüll und die Paranoia größer.
Bereits 2030 sind mehr als 80 Milliarden Euro nötig, um die Zinsen für die angelaufene Schuldenlast zu bedienen. Das ist dreimal so viel, wie für Bildung und Gesundheit - zusammen genommen- budgetiert ist.
Die CDU geht also den Bach hinunter und die Partei-Elite gibt dafür grünes Licht.
Aus der Sicht von Merz verstehe ich das ja. Er will seine Agenda als Krisenmanager durchbringen. Die Partei hat ihn nie geliebt. Er ist ihr - gegen den Widerstand vieler CDU-Granden - aufs Auge gedrückt worden, hatte die stärkste Lobby im Hintergrund, die besten Seilschaften.
Dass die Finanzlobby hinter Merz steht ist auf Grund seiner Herkunft von Blackrock, gewiss. Dass er in transatlantischen Netzwerken fest verankert ist, ebenso.
Mit Trump hat er etwas gefremdelt, ist ihm aber konsequent in den Hintern gekrochen. Er saß im März 26 lächelnd neben Trump, als dieser über europäische Regierungschefs herzog, ließ sich von Trump das Knie tätscheln, während dieser verkündete, man solle auf Deutschland "sehr sehr hart zuschlagen" oder überreichte ihm mit peinlicher Schmeichelei ein Trikot der deutschen Nationalmannschaft.
Gemeinsam mit Ursula von der Leyen hat Merz den Schandvertrag koordiniert, der 2025 im schottischen Turnberry vereinbart wurde. Er sah vor, dass die EU die Zölle auf US Industrieware auf null absenkt. Die USA würden im Gegenzug dafür nur Zölle im Ausmaß von 15 Prozent statt der angedrohten 30 Prozent einführen. Doch damit nicht genug:
Obendrauf sagte die EU-Chefin zu, dass Europa bis 2028 aus den USA Energie im Wert von 750 Milliarden US-Dollar bezieht. Dazu um 600 Milliarden Waffen in den USA einkauft. Und 40 Milliarden für KI-Chips ausgibt.
Brüssel teilt mit, dass die Energie-Importe aus den USA nach Plan laufen und gibt sich optimistisch, dass das 750 Milliarden-Ziel bis 2028 zu erreichen ist.
Auch der Rüstungs-Einkauf in den USA boomt.
Zusätzlich errichten die US-Tech-Konzerne in Europa große KI-Datenzentren und lassen sich den dafür benötigten gigantischen Energiebedarf staatlich subventionieren. Mit Preisen von rund 5 Cent Arbeitspreis pro kWh.
Es herrschen demnach bald Verhältnisse, wie sie früher üblich waren, als das britische Empire, Spanien, Frankreich & Co. ihre Kolonien ausplünderten und willfährige Regierungen einsetzten, um den Widerstand in der Bevölkerung zu unterdrücken.
Nach diesem Muster läuft es jetzt in der EU - und speziell gilt das für Deutschland.
Merz ist es ziemlich egal, was aus der CDU wird. Man merkt ihm an, dass er die meisten seiner Polit-Kollegen verachtet - und erst recht gilt das für den Großteil der Bevölkerung.
Seine Instinkte richten sich nach dem aus, wo er wirkliche Macht wahr nimmt. Und das ist vor allem die USA-Israel Verbindung. Unvergessen ist seine Einschätzung, dass Israel im Iran nun "die Drecksarbeit für uns macht". Dass ihn dabei die menschlichen Opfer der Kriege wenig berühren, ist offensichtlich. Und schon gar nicht kümmert es ihn, dass in der Folge die Spritpreise in Deutschland auf 2,60 Euro pro Liter gestiegen sind. Er ist ohnehin nur für eine Legislatur angetreten. Nach ihm die Sintflut.
Seine Agenda wickelt Merz ab wie ein größenwahnsinniges Genie, dem absolute Narrenfreiheit gewährt wurde. Die SPD ist vollkommen benebelt und lässt sich mit minimalen Zugeständnissen in den Raubzug einspannen. In den Medien herrscht höchste Konfusion. Der steile Aufstieg der AfD, in der sich der Widerstand der Bevölkerung ausdrückt, wird als Aufstand gegen die Demokratie dargestellt. Dabei ist es ein Aufstand gegen das Chaos. Ein Aufschrei gegen die Berliner Blase, die offenbar stockblind, betrunken und voll auf Koks das Land mit 150 km/h gegen den Brückenpfeiler fährt.
Noch nie wurden so viele Schulden neu aufgenommen. Noch nie so viele Waffen eingekauft. Noch nie - während meiner Lebenszeit - war das Kriegsgebrüll und die Paranoia größer.
Bereits 2030 sind mehr als 80 Milliarden Euro nötig, um die Zinsen für die angelaufene Schuldenlast zu bedienen. Das ist dreimal so viel, wie für Bildung und Gesundheit - zusammen genommen- budgetiert ist.
Die Finanzwelt ist begeistert. Merz hat sich als absoluter Superstar und genialer Manager ihrer Interessen erwiesen.
Er selbst wird nach dem Rückzug aus der Politik sein Luxusleben weiter führen. Sollte es rund um seine Villa am Tegernsee unruhig werden, steht sein Privatjet bereit, um anderswo mit verächtlichem Blick ins Leere zu starren.
Er selbst wird nach dem Rückzug aus der Politik sein Luxusleben weiter führen. Sollte es rund um seine Villa am Tegernsee unruhig werden, steht sein Privatjet bereit, um anderswo mit verächtlichem Blick ins Leere zu starren.
Die beiden Veranstaltungen in Dornbirn (Vorarlberg) und Appenweier (Baden Württemberg) waren gut besucht. Nach der Vorführung von "LEBENDIG ODER TOT - DAS IMPF PARADOX" entspann sich hier wie dort eine lebhafte Diskussion, die länger dauerte als der Film. Kaum jemand verließ den Saal. Am Ende war es - von meiner Seite ein sehr interessanter Abend. Ich freue mich, dass ich mit so einem klugen und vielseitig interessierten Publikum zu tun habe. Herzlichen Dank auch an die Organisatoren der Veranstaltungen: Julia Böllinger und Thomas Vigl.
Eine Vorsorgeuntersuchung oder ein Gesundheits-Check-Up stellen oft eine Falle dar. Denn für viele bislang gesunde Menschen sind sie der Weg in die Medikalisierung. Sie lassen sich Pillen-Abos verschreiben, die sie nie wieder loswerden. Besonders gilt das für Prädiabetes, die Vorstufe der Zuckerkrankheit. Eine aktuelle Langzeitstudie belegt, dass Medikamente hier schlecht wirken und zudem die Entstehung weiterer chronischer Krankheiten begünstigen. Lebensstil-Änderungen können hingegen den Stoffwechsel vollständig normalisieren. (Link zum Artikel im 1. Kommentar)