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Ich heiße Bert Ehgartner und bin Autor kritischer Wissenschafts-Sachbücher ("Was Sie schon immer über das Impfen wollten", "Die Hygienefalle",...) und Dokumentarfilmer ("Corona.Film", "Die Akte Aluminium"). Zuletzt erschien mein Film "Unter die Haut“
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In letzter Zeit kommen ständig Nachrichten, dass die Intensivstationen ausschließlich oder mehrheitlich mit Ungeimpften Covid+ Patienten belegt sind. Ist das tatsächlich so? - Bitte um Hinweise, ob das stimmt. (Aus gesicherten Quellen, am besten über Kontakt zu MitarbeiterInnen. Anonymität selbstvertändlich.). Ich arbeite an einer Fortsetzung von Corona.Film für ovalMEDIA Berlin. Besten Dank, Bert Ehgartner
In manchen Qualitätsmedien wie z.B. der Zürcher NZZ (siehe erster Kommentar) werden Probleme mit der nachlassenden Wirkung der Covid-Impfungen offen debattiert. Bei uns betreiben Chefredakteure wie Florian Klenk (Falter) oder Christian Rainer (Profil) hingegen massive Impfwerbung und fordern sogar eine gesetzliche Impfpflicht.

Was treibt sie dazu?
Daten aus Israel zeigen, dass bei Personen, die bis zum Januar ihre Impfungen erhalten hat, der Schutz vor Infektionen bereit unter 20% gesunken ist.

"Ja aber der Schutz vor schweren Erkrankungen und Hospitalisierung liegt nach wie vor bei über 80%", kommt es darauf wie aus der Pistole geschossen.

Das mag schon stimmen. Doch auch ungeimpfte Menschen haben einen hohen Schutz vor schweren Covid-Verläufen. Bei halbwegs gesunden Menschen liegt die vom Immunsystem vermittelte Schutzwirkung je nach Alter sogar bei 90 bis 99 Prozent. Und bisher wurde hier noch nichts von einer nachlassenden Wirkung bekannt.

Nun wird die dritte Dosis verimpft. Auch Deutschland und Österreich handeln offensichtlich nach dem Motto: "Je schlechter die Impfung wirkt, desto mehr Menschen müssen sich impfen lassen - dann gleicht sich das wieder aus!"

Es ist also davon auszugehen, dass die Covid-Impfung jährlich aufzufrischen ist - so wie die Grippe Impfung.
Bloß mit dem Unterschied, dass Menschen, die sich nicht gegen Grippe impfen lassen (90% der österr. Bevölkerung) nach wie vor ins Theater, ins Einkaufszentrum oder ins Fußballstadion dürfen, Covid-Ungeimpfte (oder Genesene mit abgelaufener Frist) hingegen vom gesellschaftlichen Leben weitgehend ausgeschlossen werden.

Als Argument verwenden Journalisten wie Politiker die mögliche Überlastung der Intensivstationen sowie die daraus folgende unmenschliche Triage. – Wobei es einer gehörigen Portion Dummheit bzw. Frechheit bedarf, diese Drohszenarien ständig zu wiederholen. Zumal es diese inflationär beschworene Überlastung der Intensivstationen in Deutschland, der Schweiz und Österreich zu keinem Zeitpunkt gegeben hat.
In Deutschland wurden mitten in der Corona-Hochphase des letzten Winters die Intensivbetten sogar massiv gekürzt, um die staatliche Covid-Prämie zu kassieren (die nur bezahlt wurde, wenn die Bettenauslastung über einem bestimmten Grenzwert lag).

Was es hingegen gab war die Überlastung der Pflegekräfte und Ärzt/Innen auf den deklarierten Covid-Stationen bedingt durch personelle Unterbesetzung und teils unzumutbare Arbeitsbedingungen.
Dies geschah z.B. durch die Überfrachtung der Covid-Stationen mit schweren, großteils dementen Pflegefällen aus den Heimen, die außer einem positiven Covid-Test oftmals gar keine Covid-Symptome hatten.
Die Covid-Hygieneregeln und die Bekleidungsvorschriften sorgten zudem dafür dass die Mitarbeiter binnen kurzem vollkommen durchgeschwitzt waren. Sie mussten allerdings im Plastik-Anzug weiter arbeiten, weil allein das Umziehen 1 Stunde gebraucht hätte.

Die Problematik besteht darin, dass sich Klenk, Rainer sowie die Mehrzahl der Politiker einem Lager angeschlossen haben, wobei nun jede Einstellungsänderung als inakzeptabel erscheint. Nicht nur deshalb, weil das unangenehm und intellektuell schwierig umzusetzen ist, sondern auch deshalb, weil es strategisch gefährlich wäre. Wenn jetzt Kritik oder Selbstkritik geübt würde, wäre wahrscheinlich ein Sturm der Entrüstung die Folge.

Und darum geht es jetzt: das Volk bzw. die Leserschaft nicht durch unbedachte ehrliche Worte gegen sich selbst aufzubringen. Die einzige Chance liegt in der Flucht nach vorne. Das Narrativ wird gnadenlos durchgezogen: "Es gibt keine Probleme. Schuld sind die Ungeimpften. Also schikaniert sie bis sie einknicken."
Corona treibt die absurdesten Blüten. Während bei uns die Ungeimpften als Haupt-Risikogruppe gelten, ist Israel bereits einen Schritt weiter: Ministerpräsident Naftali Bennett erklärt seinen Landsleuten, dass gerade die zweimal Geimpften - auch die jungen Menschen - nun die am meisten gefährdete Bevölkerungsgruppe sind. Und zwar deshalb, weil sie rumlaufen, am normalen Leben teilnehmen uns sich geschützt wähnen. Das jedoch sei ein großer Irrtum. Denn wegen Delta sei die Wirksamkeit der Impfung so stark zurück gegangen, dass die zweimal Geimpften jetzt ein hohes Risiko auf schwere Verläufe und Hospitalisierung haben. Deshalb sei es dringend notwendig, sich sofort die 3. Dosis geben zu lassen. https://twitter.com/RanIsraeli/status/1429894624005476353
Der Informatiker Marcel Barz hat sich die "Rohdaten der Pandemie" angesehen und sie auf eine besonnene und nachvollziehbare Art ausgewertet. Seine Schlussfolgerung: Die Pandemie ist offensichtlich eine Erfindung von RKI und Ministerien. Aus den Rohdaten lässt sich weder ein überdurchschnittliches Sterberisiko noch eine Überlastung der Intensivstationen herauslesen. Dazu brauchte es spezielle statistische Tricks und jede Menge Falschinformation. https://www.youtube.com/watch?v=eMhcB-rY7Sc
Facebook hat mich wegen eines postings für 3 Tage gesperrt. Interessant ist, wie solche Entscheidungen zustande kommen. Es ging um diese Zitate von Prof. Häussler, dem Leiter des Gesundheitsforschungsinstituts. Die zitierten Sätze sind wortwörtlich und ohne sinnstörende Kürzungen einem Interview mit der Zeitschrift "Welt" entnommen. Warum also wurde ich gesperrt? - Entweder der Herr Prof. hat Fake News verbreitet - oder die Facebook Fakten-Checker sind übergeschnappt. - Ich habe jetzt beide angeschrieben. Bei Fb. bin ich an der Kontaktaufnahme gescheitert. Sie seien wegen der Covid-Krise personell überfordert - hieß es in der automatischen Antwort. - Jetzt bin ich gespannt, ob sich Prof. Häussler meldet. Ich halte Euch am laufenden.
Inzwischen ist von Prof. Häussler ( siehe Posting oben: aktuelle Facebook-Sperre) die Antwort gekommen. Und Sie lautet so, wie ich vermutet habe: das Zitat, das ich gepostet habe ist vollständig korrekt.
Interessanter Vergleich zwischen Israel (Impfrate >90% in den Altersgruppen ab 40) und Jordanien mit einer Impfrate von rund 15%.
Laufend hören wir, dass Covid-Geimpfte zwar möglicherweise ein ähnliches Infektionsrisiko wie Ungeimpfte haben (speziell wenn der Impftermin schon länger zurück liegt), dass sie aber jedenfalls ein wesentlich geringeres Risiko einer schweren Erkrankung haben. Im Journal 'Lancet - Infectious Diseases' ist Ende August eine große Studie erschienen, die diese Aussage in Zweifel zieht. Nicht offiziell - denn da ging es vor allem um den Unterschied in der Gefährlichkeit von Alpha- bzw. Delta Variante. Doch in den untersuchten Kohorten wird auch auf geimpft und ungeimpft unterschieden. Und da sieht man, dass sowohl bei Alpha wie bei Delta das Risiko einer Hospitalisierung bzw. eines Besuchs auf der Notfall-Ambulanz eines Krankenhauses bei geimpften Personen mindestens gleich hoch oder etwas höher ist als bei ungeimpften. Bei der alpha Variante lag das Risiko der Geimpften bei 5,3%, jenes der Ungeimpften bei 3,9%, bei delta war das Verhältnis 6,4% vs. 5,5%.
Unter dem Werbeslogan "Pandemie der Ungeimpften" überrollt uns sein Wochen eine Welle der Falschinformation. In einem ZDF Bericht vom 20. August hieß es beispielsweise, dass 94% der Covid-Patienten ungeimpft seien. Im selben Artikel wird behauptet, dass auf den Intensivstationen Deutschlands insgesamt nur 17 vollständig geimpfte Patienten liegen. Dieselbe Botschaft wurde auch von der Bundesregierung über Facebook und andere soziale Medien verbreitet. - Bei beidem handelt es sich um Fake News. Denn diese Zahl der "vollständig geimpften" Patienten ist bei weitem nicht vollständig. Bekannt gegeben wird vom RKI nämlich nicht die Zahl der vollständig geimpften Patienten, sondern jene der Impfdurchbrüche. Und als solcher werden laut Definition des RKI nur Personen gewertet, die vollständig geimpft sind und positiv getestet werden, während sie GLEICHZEITIG COVID-SYMPTOME aufweisen.
Ich habe in der Pressestelle des RKI angefragt: "Was wäre denn, wenn eine vollständig geimpfte Person im Krankenhaus auf Grund einer Diagnose aufgenommen wird, die nichts mit Covid zu tun hat - ein PCR-Test aber eine SARS-CoV-2-Infektion OHNE klinische Symptomatik anzeigt.
Würde diese Person dann z.B. in Ihren wöchentlichen Lageberichten als Impfdurchbruch gewertet?" – Die Antwort lautete: "Nein"
Die Anzahl der vom RKI gemeldeten "Impfdurchbrüche" auf Intensivstationen hat sich binnen 3 Wochen übrigens von 17 auf 99 Patienten vervielfacht.
Die Zahl der Impfdurchbrüche in Österreich steigt laut aktuellem Bericht der Gesundheitsbehörde AGES massiv an. Die schwarzen Balken zeigen die Impfdurchbrüche seit Beginn der Impfaktionen von Anfang Februar bis zum 22. August. Die roten Balken geben an, wie viele doppelt geimpfte Menschen ab dem 22. August - also in den letzten vier Wochen - mit akuten Symptomen an Covid erkrankt sind. (Link zum AGES-Bericht im ersten Kommentar).
Damit sehen wir - mit etwas Verspätung - dieselbe Entwicklung wie im Super-Impfland Israel, wo bereits vor zwei Monaten mit den Booster-Impfungen begonnen werden musste, um eine Überlastung des Gesundheitssystems durch vollständig geimpfte Covid-Patienten zu vermeiden.
Dass die "Pandemie der Ungeimpften" nichts als ein Werbeslogan für die Impfung war, zeigen beispielsweise die Zahlen für Tirol: Auf Normalstationen sind aktuell 46% und auf Intensivstationen 34% der Patienten doppelt geimpft, wie NAbg. Peter Wurm gestern dem Parlament berichtete.
In Deutschland ist die Zahl der Impfdurchbrüche auf Intensivstationen laut RKI seit Mitte August um das achtfache angestiegen (von 17 auf 141 Fälle).

Aussagen, dass "fast nur Ungeimpfte" hospitalisiert werden, erweisen sich demnach immer mehr als Wunschdenken.
Mit „Numbers“ startet Ovalmedia ein neues Format