Die Zeilen dieser beliebten Reihe entstehen wenige Stunden vor dem Wahlsieg. Wessen Sieg? Das wird sich zeigen, und zwar ab 19 Uhr, wenn die Wahllokale Ungarns geschlossen sind. Und wenn ab 23 Uhr mit ersten validen Ergebnissen zu rechnen ist.
Doch zurück zu den letzten, heißen Tagen des Wahlkampfs:
Die Zweischwänzigen Hunde haben extra FÜR UNS einen Kampagnenbus gechartert. Darin ein wahrsagendes Pferd, Säulen-der-Autokratenherrschaft-Jenga und ein Glücksrad – das komischerweise immer auf „Ingyen Sör“ halt machte. Wie in Folge eins gelernt heißt das: FREIBIER!
Lässt sich Die PARTEI nicht zweimal sagen und auf dem Rathausplatz vorfahren. Dort ausgekippt agitieren wir, verteilen Hunde-Flyer und drehen und drehen und drehen das Rad. Der Stand ist gut besucht, langsam übernimmt die Punker-Kids-Fraktion der Hunde die Regie. Helle Freude finden sie am Mini-Megaphon, dass wir mitgebracht und bereitwillig ausgeliehen haben. Da wird sogar das spanische Fernsehen aufmerksam. Das filmt ungarischen Unfug und zieht weiter zu ihrem eigentlichen Ziel.
Denn das ist das „Regime Change“ Konzert auf dem Heldenplatz. An diesem Ort nationaler Gefühlsaufwallung wallen an diesem Abend vor allem die Menschenmassen. Angeblich sind 100.000 gekommen und 1.000.000 die im Livestream zusehen, wie 50 Artists gegen Orbán ansingen. Wir schwenken eifrig Fahnen und malen ein Bild.
In der völlig überfüllten Stadt füllen wir in einer deutschen Supermarktkette noch einmal die „Pipeline“, unseren schwarzen Versorgungskoffer, denn es geht am frühen Morgen weiter: Samstag, 11.4. – ein Tag vor der Wahl – machen wir uns um 8 Uhr auf nach Ajka (Sprich: Oiko). Es gilt Plakate zu hängen für die Hundepartei und den lokalen Kandidaten. Der führt uns nach 2,5 h Zugfahrt in seine konspirative Garage, eine von außen völlig unscheinbare Einrichtung. Als das elektrische Tor hochfährt, offenbart sich doch keine Bombenwerkstatt, sondern das Plakatelager. Auftrag: Alles verhängen, was da ist. Auch sowas lässt sich Die PARTEI nicht zweimal sagen und hängt alles weg.
Die abschließende Auf-den-Zug-Wartezeit verkürzen wir mit Bier im Bahnhofspub. Im Raum nebenan tagt gerade eine Versammlung aus grimmigen Gesichtern und Flecktarn. Ein schmieriger Typ im Anzug plappert auf Ungarisch. Unsere Populistennase wittert: Das sind doch eindeutig Populisten! Und ja, es sind welche, und zwar die ganz rechten Knallos von der Partei Mi Hazank („Unser Vaterland“). Wir drängeln uns zur Abfahrt, an Totenkopfabzeichen vorbei, und sind froh als wir abfahren können, ohne in einen Zusammenhang mit den Automagneten gebracht zu werden, die den Nazis ganz plötzlich fehlen.
Wird sich der Aufwand gelohnt haben? Werden die Hunde mit 100%+X ins Parlament einziehen? Wird die alte Kröte Orbán vom Magyarenlaster überfahren oder findet er noch einen Tunnel?
Dranbleiben!
Doch zurück zu den letzten, heißen Tagen des Wahlkampfs:
Die Zweischwänzigen Hunde haben extra FÜR UNS einen Kampagnenbus gechartert. Darin ein wahrsagendes Pferd, Säulen-der-Autokratenherrschaft-Jenga und ein Glücksrad – das komischerweise immer auf „Ingyen Sör“ halt machte. Wie in Folge eins gelernt heißt das: FREIBIER!
Lässt sich Die PARTEI nicht zweimal sagen und auf dem Rathausplatz vorfahren. Dort ausgekippt agitieren wir, verteilen Hunde-Flyer und drehen und drehen und drehen das Rad. Der Stand ist gut besucht, langsam übernimmt die Punker-Kids-Fraktion der Hunde die Regie. Helle Freude finden sie am Mini-Megaphon, dass wir mitgebracht und bereitwillig ausgeliehen haben. Da wird sogar das spanische Fernsehen aufmerksam. Das filmt ungarischen Unfug und zieht weiter zu ihrem eigentlichen Ziel.
Denn das ist das „Regime Change“ Konzert auf dem Heldenplatz. An diesem Ort nationaler Gefühlsaufwallung wallen an diesem Abend vor allem die Menschenmassen. Angeblich sind 100.000 gekommen und 1.000.000 die im Livestream zusehen, wie 50 Artists gegen Orbán ansingen. Wir schwenken eifrig Fahnen und malen ein Bild.
In der völlig überfüllten Stadt füllen wir in einer deutschen Supermarktkette noch einmal die „Pipeline“, unseren schwarzen Versorgungskoffer, denn es geht am frühen Morgen weiter: Samstag, 11.4. – ein Tag vor der Wahl – machen wir uns um 8 Uhr auf nach Ajka (Sprich: Oiko). Es gilt Plakate zu hängen für die Hundepartei und den lokalen Kandidaten. Der führt uns nach 2,5 h Zugfahrt in seine konspirative Garage, eine von außen völlig unscheinbare Einrichtung. Als das elektrische Tor hochfährt, offenbart sich doch keine Bombenwerkstatt, sondern das Plakatelager. Auftrag: Alles verhängen, was da ist. Auch sowas lässt sich Die PARTEI nicht zweimal sagen und hängt alles weg.
Die abschließende Auf-den-Zug-Wartezeit verkürzen wir mit Bier im Bahnhofspub. Im Raum nebenan tagt gerade eine Versammlung aus grimmigen Gesichtern und Flecktarn. Ein schmieriger Typ im Anzug plappert auf Ungarisch. Unsere Populistennase wittert: Das sind doch eindeutig Populisten! Und ja, es sind welche, und zwar die ganz rechten Knallos von der Partei Mi Hazank („Unser Vaterland“). Wir drängeln uns zur Abfahrt, an Totenkopfabzeichen vorbei, und sind froh als wir abfahren können, ohne in einen Zusammenhang mit den Automagneten gebracht zu werden, die den Nazis ganz plötzlich fehlen.
Wird sich der Aufwand gelohnt haben? Werden die Hunde mit 100%+X ins Parlament einziehen? Wird die alte Kröte Orbán vom Magyarenlaster überfahren oder findet er noch einen Tunnel?
Dranbleiben!
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"Bundes-Vize der Satirepartei möchte den Bürokratie-Dschungel roden und ein Trichterfest feiern.
Nomen ist bei dieser politischen Formation nicht nur Omen, sondern auch noch Programm: Tom Rodig, am 1. Mai zum Kandidaten der Partei „Die PARTEI“ für die Oberbürgermeister-Wahl am 21. Februar 2027 gewählt, will „mit Stumpf und Stiel roden, roden, roden“. Oder um es mit den beschwörenden Worten des 35-Jährigen zu sagen: „Ich stehe für die Politik der Heckenschere.“
Den Garaus machen möchte der derzeitige Referent der Freien Fraktion im Stadtrat dem „Dickicht der Regelungen, der Satzungen, der Strategiepapiere, der Leitlinien, der Konzepte und Vorgaben“. Er verspreche den „Einwohnenden“ eine „Politik des Kahlschlags und ein Ende des Wildwuchses“.
Der frühere Student der Politik- und Kulturwissenschaften plant die Ankurbelung der Bierproduktion („Trinkbrunnen zu Bierbrunnen“) und – in Anlehnung an das Leipziger Licht(er)fest – die Einführung eines Trichterfestes. Dessen Motto: „Leipzig macht die Lichter an – wir knipsen uns die Lichter aus!“
Nomen ist bei dieser politischen Formation nicht nur Omen, sondern auch noch Programm: Tom Rodig, am 1. Mai zum Kandidaten der Partei „Die PARTEI“ für die Oberbürgermeister-Wahl am 21. Februar 2027 gewählt, will „mit Stumpf und Stiel roden, roden, roden“. Oder um es mit den beschwörenden Worten des 35-Jährigen zu sagen: „Ich stehe für die Politik der Heckenschere.“
Den Garaus machen möchte der derzeitige Referent der Freien Fraktion im Stadtrat dem „Dickicht der Regelungen, der Satzungen, der Strategiepapiere, der Leitlinien, der Konzepte und Vorgaben“. Er verspreche den „Einwohnenden“ eine „Politik des Kahlschlags und ein Ende des Wildwuchses“.
Der frühere Student der Politik- und Kulturwissenschaften plant die Ankurbelung der Bierproduktion („Trinkbrunnen zu Bierbrunnen“) und – in Anlehnung an das Leipziger Licht(er)fest – die Einführung eines Trichterfestes. Dessen Motto: „Leipzig macht die Lichter an – wir knipsen uns die Lichter aus!“
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Liebe Genoss*innen,
du hast Lust auf was neues?
Mal wieder über Politik quatschen ohne dauernd unterbrochen zu werden? Kein Bock auf Macker, die dir die Welt erklären und dann dein gerade gesagtes als ihre absolute neue Idee verkaufen?
Dann komm gerne zu unserem ersten Flinta*-Treffen am:
13.05.26 ins "Zu Spät" (Kippenbergstraße 28, 04317 Leipzig)
ab 19:00 Uhr.
Hier gibt es Platz für den gemütlichen Plausch über Politik, Satire und satirische Politik ganz ohne Cis-Männer.
Wir freuen uns auf euch!
Die PARTEI Leipzig
P.s.: Du bist Cis-Hetero und fühlst dich jetzt sehr doll von dieser Nachricht diskriminiert und ausgeladen? Tja... Schadé Schokoladé.
#nohomophobia #nosexism #noracism
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Mal wieder über Politik quatschen ohne dauernd unterbrochen zu werden? Kein Bock auf Macker, die dir die Welt erklären und dann dein gerade gesagtes als ihre absolute neue Idee verkaufen?
Dann komm gerne zu unserem ersten Flinta*-Treffen am:
13.05.26 ins "Zu Spät" (Kippenbergstraße 28, 04317 Leipzig)
ab 19:00 Uhr.
Hier gibt es Platz für den gemütlichen Plausch über Politik, Satire und satirische Politik ganz ohne Cis-Männer.
Wir freuen uns auf euch!
Die PARTEI Leipzig
P.s.: Du bist Cis-Hetero und fühlst dich jetzt sehr doll von dieser Nachricht diskriminiert und ausgeladen? Tja... Schadé Schokoladé.
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