Die PARTEI PROPAGANDA
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OPERATION Deutsche Hände helfen Ungarns Hunden (2)
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Bei neuerlicher Ankunft im Hauptquartier der PARTEI DES ZWEISCHWÄNZIGEN HUNDES ereilt uns eine Schreckensnachricht – und das drei Tage vor Viktor Orbáns Schicksalswahl:

„Guys, we have a big problem. We have too much beer, and we can’t drink it all alone.”

Ihre Misere ist uns Befehl.

Sodenn leistet Die PARTEI wiederum Großes: Beim Abbau der Bierbestände und dem Bau einer neuen Bushaltestelle. Balken schleifen, Balken lackieren. Die ungarische Infrastruktur ist nämlich derart marode, dass sich die Hunde genötigt sehen, bunte Bushaltestellen in die Landschaft zu zimmern. Jede Haltestelle gleich 1000 Wahlplakate!

Biergestärkt geht es zum Highlight des Tages:
Pressekonferenz an der Wahlkampf-Rakete.

Eigens herangekarrt wurde ein Schlagbaum und ein Grenzerhäuschen. Während ein Hundeaktivist den Schlagbaum bewacht, bemannt Die PARTEI die Wachhütte. Wenn nämlich Orbán so weitermacht wie bisher, werden die Ungarn wohl bald die EU verlassen – Tschüss Schengen, willkommen (zurück) Schlagbaum!

Die versammelte liberale Restpresse fragt sich aber vor allem: Werden die Hunde ihre Kandidaturen zurückziehen? Das Rennen zwischen Orbán und dem Herausforderer Peter Magyar ist denkbar knapp. Neue Umfragen zeigen einen deutlichen Vorsprung für Magyar. Darum: Kein Rückzug, Hunde wählen!

Denn die Ungarn sind dabei die Einparteienherschafft Orbáns durch eine Einparteienherschaft Magyars zu ersetzen. Aber wenn EINE Partei, dann ja wohl die EINE PARTEI DES ZWEISCHWÄNZIGEN HUNDES!
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OPERATION Deutsche Hände helfen Ungarns Hunden (3)
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Die Zeilen dieser beliebten Reihe entstehen wenige Stunden vor dem Wahlsieg. Wessen Sieg? Das wird sich zeigen, und zwar ab 19 Uhr, wenn die Wahllokale Ungarns geschlossen sind. Und wenn ab 23 Uhr mit ersten validen Ergebnissen zu rechnen ist.

Doch zurück zu den letzten, heißen Tagen des Wahlkampfs:
Die Zweischwänzigen Hunde haben extra FÜR UNS einen Kampagnenbus gechartert. Darin ein wahrsagendes Pferd, Säulen-der-Autokratenherrschaft-Jenga und ein Glücksrad – das komischerweise immer auf „Ingyen Sör“ halt machte. Wie in Folge eins gelernt heißt das: FREIBIER!

Lässt sich Die PARTEI nicht zweimal sagen und auf dem Rathausplatz vorfahren. Dort ausgekippt agitieren wir, verteilen Hunde-Flyer und drehen und drehen und drehen das Rad. Der Stand ist gut besucht, langsam übernimmt die Punker-Kids-Fraktion der Hunde die Regie. Helle Freude finden sie am Mini-Megaphon, dass wir mitgebracht und bereitwillig ausgeliehen haben. Da wird sogar das spanische Fernsehen aufmerksam. Das filmt ungarischen Unfug und zieht weiter zu ihrem eigentlichen Ziel.

Denn das ist das „Regime Change“ Konzert auf dem Heldenplatz. An diesem Ort nationaler Gefühlsaufwallung wallen an diesem Abend vor allem die Menschenmassen. Angeblich sind 100.000 gekommen und 1.000.000 die im Livestream zusehen, wie 50 Artists gegen Orbán ansingen. Wir schwenken eifrig Fahnen und malen ein Bild.

In der völlig überfüllten Stadt füllen wir in einer deutschen Supermarktkette noch einmal die „Pipeline“, unseren schwarzen Versorgungskoffer, denn es geht am frühen Morgen weiter: Samstag, 11.4. – ein Tag vor der Wahl – machen wir uns um 8 Uhr auf nach Ajka (Sprich: Oiko). Es gilt Plakate zu hängen für die Hundepartei und den lokalen Kandidaten. Der führt uns nach 2,5 h Zugfahrt in seine konspirative Garage, eine von außen völlig unscheinbare Einrichtung. Als das elektrische Tor hochfährt, offenbart sich doch keine Bombenwerkstatt, sondern das Plakatelager. Auftrag: Alles verhängen, was da ist. Auch sowas lässt sich Die PARTEI nicht zweimal sagen und hängt alles weg.

Die abschließende Auf-den-Zug-Wartezeit verkürzen wir mit Bier im Bahnhofspub. Im Raum nebenan tagt gerade eine Versammlung aus grimmigen Gesichtern und Flecktarn. Ein schmieriger Typ im Anzug plappert auf Ungarisch. Unsere Populistennase wittert: Das sind doch eindeutig Populisten! Und ja, es sind welche, und zwar die ganz rechten Knallos von der Partei Mi Hazank („Unser Vaterland“). Wir drängeln uns zur Abfahrt, an Totenkopfabzeichen vorbei, und sind froh als wir abfahren können, ohne in einen Zusammenhang mit den Automagneten gebracht zu werden, die den Nazis ganz plötzlich fehlen.

Wird sich der Aufwand gelohnt haben? Werden die Hunde mit 100%+X ins Parlament einziehen? Wird die alte Kröte Orbán vom Magyarenlaster überfahren oder findet er noch einen Tunnel?

Dranbleiben!
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Die Wahrheitspresse berichtet.
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