Schönes Leben! du lebst, wie die zarten Blüthen im Winter,
In der gealterten Welt blühst du verschlossen, allein.
Liebend strebst du hinaus, dich zu sonnen am Lichte des Frühlings,
Zu erwarmen an ihr suchst du die Jugend der Welt.
Deine Sonne, die schönere Zeit, ist untergegangen
Und in frostiger Nacht zanken Orkane sich nun.
Friedrich Hölderlin, Oden und Epigramme, An Diotima
In der gealterten Welt blühst du verschlossen, allein.
Liebend strebst du hinaus, dich zu sonnen am Lichte des Frühlings,
Zu erwarmen an ihr suchst du die Jugend der Welt.
Deine Sonne, die schönere Zeit, ist untergegangen
Und in frostiger Nacht zanken Orkane sich nun.
Friedrich Hölderlin, Oden und Epigramme, An Diotima
Du waltest hoch am Tag’ und es blühet dein
Gesez, du hältst die Waage, Saturnus Sohn!
Und theilst die Loos’ und ruhest froh im
Ruhm der unsterblichen Herrscherkünste.
Doch in den Abgrund, sagen die Sänger sich,
Habst du den heil’gen Vater, den eignen, einst
Verwiesen und es jammre drunten,
Da, wo die Wilden vor dir mit Recht sind,
Schuldlos der Gott der goldenen Zeit schon längst:
Einst mühelos, und größer, wie du, wenn schon
Er kein Gebot aussprach und ihn der
Sterblichen keiner mit Nahmen nannte.
Herab denn! oder schäme des Danks dich nicht!
Und willst du bleiben, diene dem Älteren,
Und gönn’ es ihm, daß ihn vor Allen,
Göttern und Menschen, der Sänger nenne!
Denn, wie aus dem Gewölke dein Bliz, so kömmt
Von ihm, was dein ist, siehe! so zeugt von ihm,
Was du gebeutst, und aus Saturnus
Frieden ist jegliche Macht erwachsen.
Und hab’ ich erst am Herzen Lebendiges
Gefühlt und dämmert, was du gestaltetest
Und war in ihrer Wiege mir in
Wonne die wechselnde Zeit entschlummert:
Dann kenn’ ich dich, Kronion! dann hör’ ich dich,
Den weisen Meister, welcher, wie wir, ein Sohn
Der Zeit, Geseze giebt und, was die
Heilige Dämmerung birgt, verkündet.
Friedrich Hölderlin, Natur und Kunst oder Saturn und Jupiter
Gesez, du hältst die Waage, Saturnus Sohn!
Und theilst die Loos’ und ruhest froh im
Ruhm der unsterblichen Herrscherkünste.
Doch in den Abgrund, sagen die Sänger sich,
Habst du den heil’gen Vater, den eignen, einst
Verwiesen und es jammre drunten,
Da, wo die Wilden vor dir mit Recht sind,
Schuldlos der Gott der goldenen Zeit schon längst:
Einst mühelos, und größer, wie du, wenn schon
Er kein Gebot aussprach und ihn der
Sterblichen keiner mit Nahmen nannte.
Herab denn! oder schäme des Danks dich nicht!
Und willst du bleiben, diene dem Älteren,
Und gönn’ es ihm, daß ihn vor Allen,
Göttern und Menschen, der Sänger nenne!
Denn, wie aus dem Gewölke dein Bliz, so kömmt
Von ihm, was dein ist, siehe! so zeugt von ihm,
Was du gebeutst, und aus Saturnus
Frieden ist jegliche Macht erwachsen.
Und hab’ ich erst am Herzen Lebendiges
Gefühlt und dämmert, was du gestaltetest
Und war in ihrer Wiege mir in
Wonne die wechselnde Zeit entschlummert:
Dann kenn’ ich dich, Kronion! dann hör’ ich dich,
Den weisen Meister, welcher, wie wir, ein Sohn
Der Zeit, Geseze giebt und, was die
Heilige Dämmerung birgt, verkündet.
Friedrich Hölderlin, Natur und Kunst oder Saturn und Jupiter
Carlos Kleiber conducting Mozart Symphony No. 36 – Enhanced Performance
Andre Baumeister
Carlos Kleiber Conducts Mozart‘s Symphony No. 36 in C Major -Linz-
1st Movement: 00:00
2nd Movement: 10:26
3rd Movement: 17:50
4th Movement: 21:45
1st Movement: 00:00
2nd Movement: 10:26
3rd Movement: 17:50
4th Movement: 21:45
concer(nu)
https://youtu.be/tLrmyb9-jjg?si=C0-ND6D10aIxFBZH
آیا این صحیح است اگر چنین در نظر بگیریم که کارلوس کلایبر، در رهبریِ سیمفونیِ سی و ششم (لینز) موتسارت، در جایگاه یک فرستنده (اجراگر) و همزمان گیرنده (شنونده) با پیام (موسیقی) برخورد کرده؟
Symphony No.1 In D : 4. Stürmisch bewegt
Concertgebouworkest
Leonard Bernstein Conducts Mahler‘s Symphony No. 1 in D Major -Titan- Royal Concertgebouw
concer(nu)
Andre Baumeister – Carlos Kleiber conducting Mozart Symphony No. 36 – Enhanced Performance
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Carlos Kleiber Conducts Mozart‘s Symphony No. 36 in C Major -Linz-, Fourth Movement.
Ich träumte von bunten Blumen,
So wie sie wohl blühen im Mai,
Ich träumte von grünen Wiesen,
Von lustigem Vogelgeschrei.
Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Auge wach;
Da war es kalt und finster,
Es schrieen die Raben vom Dach.
Doch an den Fensterscheiben
Wer malte die Blätter da?
Ihr lacht wohl über den Träumer,
Der Blumen im Winter sah?
Ich träumte von Lieb’ um Liebe,
Von einer schönen Maid,
Von Herzen und von Küssen,
Von Wonne und Seligkeit.
Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Herze wach;
Nun sitz’ ich hier alleine
Und denke dem Traume nach.
Die Augen schliess’ ich wieder,
Noch schlägt das Herz so warm.
Wann grünt ihr Blätter am Fenster?
Wann halt’ ich mein Liebchen im Arm?
Wilhelm Müller, Frühlingstraum
So wie sie wohl blühen im Mai,
Ich träumte von grünen Wiesen,
Von lustigem Vogelgeschrei.
Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Auge wach;
Da war es kalt und finster,
Es schrieen die Raben vom Dach.
Doch an den Fensterscheiben
Wer malte die Blätter da?
Ihr lacht wohl über den Träumer,
Der Blumen im Winter sah?
Ich träumte von Lieb’ um Liebe,
Von einer schönen Maid,
Von Herzen und von Küssen,
Von Wonne und Seligkeit.
Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Herze wach;
Nun sitz’ ich hier alleine
Und denke dem Traume nach.
Die Augen schliess’ ich wieder,
Noch schlägt das Herz so warm.
Wann grünt ihr Blätter am Fenster?
Wann halt’ ich mein Liebchen im Arm?
Wilhelm Müller, Frühlingstraum
concer(nu)
Leonard Bernstein – Symphony No. 1 in D Major "Titan" : I. Langsam. Schleppend
(۰۱) آیا گوستاو مالر، هنگام نوشتن قطعه و شنیدنش (تخیلِ شنیدن یا تصویرسازی ذهنی (mental imagery)) -در آن هنگام که هنوز قطعه، ایدهای بیش نبود- دستانش را برای رهبریِ صداهای در ذهنش، حرکت میداد؟
آیا او، با تصورش از قطعهٔ در ذهنش، بدنش را به تعلیق در میآورد؟-(میرقصید؟)
تهران، رهساز، ۱۶ شهریورماه ۱۴۰۴، ۰۲:۲۶
آیا او، با تصورش از قطعهٔ در ذهنش، بدنش را به تعلیق در میآورد؟-(میرقصید؟)
تهران، رهساز، ۱۶ شهریورماه ۱۴۰۴، ۰۲:۲۶