Beginn des heiligen Monats Muharram 1448
Die Neumondsichel des Monats Muharram wurde mit dem Teleskop in Ländern gesichtet, die mit Deutschland in diesem Monat in einer astronomischen Abhängig (mulāzama) in Bezug der Sichtung stehen. Das heißt: Diese Länder liegen in einer Sichtbarkeitszone, die für die Sichtung sogar etwas ungünstiger ist als die Deutschlands – wird die Sichel dort gesehen, dann ist sie in der günstigeren Zone Deutschlands zwangsläufig ebenfalls sichtbar.
Damit ist religionsrechtlich gültig festgestellt, dass morgen, Dienstag, der 16. Juni 2026, der 1. Muharram 1448 ist und somit das neue Hijrī-Jahr beginnt.
Wer einem Marjaʿ folgt, der allein die Sichtung mit dem bloßen Auge als religionsrechtlich gültig anerkennt (wie Sayid Ali as-Sistani), für den beginnt der 1. Muharram 1448 am Mittwoch, den 17. Juni 2026.
Mit dem Anbruch des Muharram beginnt zugleich die Zeit der Trauer und des Gedenkens. Wir erneuern unser Beileid – unserem Imam der Zeit (af) und allen Gläubigen – um Imam Husain (a), seine treuen Gefährten und seine edle Familie, die in Kerbela für die Wahrheit, die Gerechtigkeit und die Würde des Menschen alles gegeben haben.
Dass der erste Muharram – je nach befolgtem Marjaʿ – auf einen unterschiedlichen Tag fällt, soll uns nicht trennen, sondern verbinden. Es ist vielmehr ein willkommener Anlass, die Trauerzeremonien einen Tag länger abzuhalten und das Gedenken an Imam Husain (a) so umso breiter und länger lebendig zu halten. Denn worum es im Kern geht, ist die Belebung dieser großen Sache (iḥyāʾ al-amr) – und gerade in ihr liegt unsere wahre Einheit.
Möge Allah uns zu den aufrichtigen Anhängern Imam Husains (a) zählen.
Euer BufiB-Team
Folgt unseren Kanälen:
https://t.me/bufib
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Die Neumondsichel des Monats Muharram wurde mit dem Teleskop in Ländern gesichtet, die mit Deutschland in diesem Monat in einer astronomischen Abhängig (mulāzama) in Bezug der Sichtung stehen. Das heißt: Diese Länder liegen in einer Sichtbarkeitszone, die für die Sichtung sogar etwas ungünstiger ist als die Deutschlands – wird die Sichel dort gesehen, dann ist sie in der günstigeren Zone Deutschlands zwangsläufig ebenfalls sichtbar.
Damit ist religionsrechtlich gültig festgestellt, dass morgen, Dienstag, der 16. Juni 2026, der 1. Muharram 1448 ist und somit das neue Hijrī-Jahr beginnt.
Wer einem Marjaʿ folgt, der allein die Sichtung mit dem bloßen Auge als religionsrechtlich gültig anerkennt (wie Sayid Ali as-Sistani), für den beginnt der 1. Muharram 1448 am Mittwoch, den 17. Juni 2026.
Mit dem Anbruch des Muharram beginnt zugleich die Zeit der Trauer und des Gedenkens. Wir erneuern unser Beileid – unserem Imam der Zeit (af) und allen Gläubigen – um Imam Husain (a), seine treuen Gefährten und seine edle Familie, die in Kerbela für die Wahrheit, die Gerechtigkeit und die Würde des Menschen alles gegeben haben.
Dass der erste Muharram – je nach befolgtem Marjaʿ – auf einen unterschiedlichen Tag fällt, soll uns nicht trennen, sondern verbinden. Es ist vielmehr ein willkommener Anlass, die Trauerzeremonien einen Tag länger abzuhalten und das Gedenken an Imam Husain (a) so umso breiter und länger lebendig zu halten. Denn worum es im Kern geht, ist die Belebung dieser großen Sache (iḥyāʾ al-amr) – und gerade in ihr liegt unsere wahre Einheit.
Möge Allah uns zu den aufrichtigen Anhängern Imam Husains (a) zählen.
Euer BufiB-Team
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أَعْظَمَ اللهُ أُجورَنا وَأُجورَكُم بِمُصابِنا بِالحُسَينِ (ع)، وَجَعَلَنا وَإيّاكُم مِنَ الطّالِبينَ بِثَأرِهِ مَعَ وَليِّهِ الإمامِ المَهديِّ مِن آلِ مُحَمَّدٍ (ع)
Möge Allah unseren und Euren Lohn gewaltig werden lassen angesichts des Unglücks, das uns mit dem Verlust Imam Husains (a) getroffen hat. Und möge Er uns und Euch zu jenen zählen lassen, die seine Vergeltung einfordern – an der Seite seines walī, des Imam al-Mahdi aus der Familie Muhammads (a).
An diesem Tag senken wir die Häupter im Gedenken an Imam Husain (a), an seine Familie und an seine Gefährten, die sich in Karbala in Treue zur Wahrheit der Unterdrückung entgegensetzten und dafür alles gaben. Es ist ein Tag der Trauer – und zugleich ein Tag, an dem uns ihr Mut lehrt, wie ein Gläubiger dem Tod begegnet. So überliefert uns Imam Ali ibn al-Husain (a) von seinem Vater:
Es wird von Imam Ali ibn al-Husain (a) berichtet, dass er sagte:
„Als die Lage um Imam Husain ibn Ali ibn Abi Talib (a) immer bedrängender wurde, blickten jene, die bei ihm waren, zu ihm – und siehe, er war anders als sie. Denn je heftiger die Bedrängnis wurde, desto mehr verfärbten sich ihre Gesichter, bebten ihre Glieder und zitterten ihre Herzen.
Imam Husain (a) aber und einige seiner besonderen Gefährten – ihre Gesichter erstrahlten, ihre Glieder wurden ruhig und ihre Seelen fanden Frieden.
Da sagten die einen zu den anderen: ‚Seht nur – er achtet des Todes nicht!‘
Da sprach Imam Husain (a) zu ihnen: ‚Geduld, ihr Söhne der Edlen! Denn der Tod ist nichts anderes als eine Brücke, die euch aus dem Elend und dem Leid hinüberträgt zu den weiten Gärten und zur immerwährenden Wonne. Wer von euch hätte etwas dagegen, aus einem Gefängnis in einen Palast überzusiedeln? Für eure Feinde aber ist er nur wie einer, der aus einem Palast in ein Gefängnis und in die Strafe übergeht. Wahrlich, mein Vater berichtete mir vom Gesandten Allahs (s): Die Welt ist das Gefängnis des Gläubigen und das Paradies des Ungläubigen. Und der Tod ist die Brücke dieser zu ihren Gärten und die Brücke jener zu ihrer Hölle. Ich sage die Wahrheit, und auch mir wurde die Wahrheit überliefert.‘”
(Quelle: Biḥār al-Anwār, Bd. 6, S. 154)
So möge dieses Gedenken unsere Herzen festigen und uns auf dem Weg derer halten, die Imam Husain (a) treu geblieben sind.
السَلامُ عَلَيكَ يا أبا عَبدِ اللهِ وَعَلَى الأَرواحِ الّتي حَلَّت بِفِنائك.
Möge Allah unseren und Euren Lohn gewaltig werden lassen angesichts des Unglücks, das uns mit dem Verlust Imam Husains (a) getroffen hat. Und möge Er uns und Euch zu jenen zählen lassen, die seine Vergeltung einfordern – an der Seite seines walī, des Imam al-Mahdi aus der Familie Muhammads (a).
An diesem Tag senken wir die Häupter im Gedenken an Imam Husain (a), an seine Familie und an seine Gefährten, die sich in Karbala in Treue zur Wahrheit der Unterdrückung entgegensetzten und dafür alles gaben. Es ist ein Tag der Trauer – und zugleich ein Tag, an dem uns ihr Mut lehrt, wie ein Gläubiger dem Tod begegnet. So überliefert uns Imam Ali ibn al-Husain (a) von seinem Vater:
Es wird von Imam Ali ibn al-Husain (a) berichtet, dass er sagte:
„Als die Lage um Imam Husain ibn Ali ibn Abi Talib (a) immer bedrängender wurde, blickten jene, die bei ihm waren, zu ihm – und siehe, er war anders als sie. Denn je heftiger die Bedrängnis wurde, desto mehr verfärbten sich ihre Gesichter, bebten ihre Glieder und zitterten ihre Herzen.
Imam Husain (a) aber und einige seiner besonderen Gefährten – ihre Gesichter erstrahlten, ihre Glieder wurden ruhig und ihre Seelen fanden Frieden.
Da sagten die einen zu den anderen: ‚Seht nur – er achtet des Todes nicht!‘
Da sprach Imam Husain (a) zu ihnen: ‚Geduld, ihr Söhne der Edlen! Denn der Tod ist nichts anderes als eine Brücke, die euch aus dem Elend und dem Leid hinüberträgt zu den weiten Gärten und zur immerwährenden Wonne. Wer von euch hätte etwas dagegen, aus einem Gefängnis in einen Palast überzusiedeln? Für eure Feinde aber ist er nur wie einer, der aus einem Palast in ein Gefängnis und in die Strafe übergeht. Wahrlich, mein Vater berichtete mir vom Gesandten Allahs (s): Die Welt ist das Gefängnis des Gläubigen und das Paradies des Ungläubigen. Und der Tod ist die Brücke dieser zu ihren Gärten und die Brücke jener zu ihrer Hölle. Ich sage die Wahrheit, und auch mir wurde die Wahrheit überliefert.‘”
(Quelle: Biḥār al-Anwār, Bd. 6, S. 154)
So möge dieses Gedenken unsere Herzen festigen und uns auf dem Weg derer halten, die Imam Husain (a) treu geblieben sind.
السَلامُ عَلَيكَ يا أبا عَبدِ اللهِ وَعَلَى الأَرواحِ الّتي حَلَّت بِفِنائك.
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As-salāmu ʿalaika, o Imam Ali ar-Ridā
Friede sei mit Dir, o Sonne von Ṭūs – verbannt in die Ferne, und doch heimgetragen von den Herzen einer ganzen Welt. Fern der Heimat Deiner Väter ließ man Dich zurück; doch die Erde, die Dich umfing, wurde zur Qibla der Sehnsucht, und Dein Grab zum stillen Puls jedes Liebenden, der nach Trost dürstet. Friede sei mit Dir – und mit allen, die in Deinem lichtdurchfluteten Schrein ruhen, deren Staub sich mit gesegneter Erde vermählte und vermählt, während Engel ihn umkreisen, Flügel an Flügel.
Und heute öffnet sich Deine heilige Erde einem neuen Gast: einem Hüter des Glaubens, einem Zeugen vor Gott, der bei den Unterdrückten stand und nun, heimgerufen, an Deiner Seite ruht. O Mantel, der uns barg, o Lächeln, das uns tröstete: bitter ist dieser Abschied, unauslöschlich sein Schmerz. Und wenn unser Herz nach Trost sucht, bleibt nur einer, dem wir ihn darbringen: Dir, o Imam der Zeit, o Wartender, o Erwarteter, sprechen wir unser Beileid aus.
Wo Worte schweigen, bleibt das Gebet. Für ihn und für alle anderen Gläubigen, die heute begraben werden, erheben wir in dieser ersten Nacht das Wahsha-Gebet – als Licht für sie und als Läuterung unserer Herzen.
Friede sei mit Dir, o Sonne von Ṭūs – verbannt in die Ferne, und doch heimgetragen von den Herzen einer ganzen Welt. Fern der Heimat Deiner Väter ließ man Dich zurück; doch die Erde, die Dich umfing, wurde zur Qibla der Sehnsucht, und Dein Grab zum stillen Puls jedes Liebenden, der nach Trost dürstet. Friede sei mit Dir – und mit allen, die in Deinem lichtdurchfluteten Schrein ruhen, deren Staub sich mit gesegneter Erde vermählte und vermählt, während Engel ihn umkreisen, Flügel an Flügel.
Und heute öffnet sich Deine heilige Erde einem neuen Gast: einem Hüter des Glaubens, einem Zeugen vor Gott, der bei den Unterdrückten stand und nun, heimgerufen, an Deiner Seite ruht. O Mantel, der uns barg, o Lächeln, das uns tröstete: bitter ist dieser Abschied, unauslöschlich sein Schmerz. Und wenn unser Herz nach Trost sucht, bleibt nur einer, dem wir ihn darbringen: Dir, o Imam der Zeit, o Wartender, o Erwarteter, sprechen wir unser Beileid aus.
Wo Worte schweigen, bleibt das Gebet. Für ihn und für alle anderen Gläubigen, die heute begraben werden, erheben wir in dieser ersten Nacht das Wahsha-Gebet – als Licht für sie und als Läuterung unserer Herzen.
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Ṣalāt laylat ad-dafn (Waḥsha-Gebet) – Anleitung
Zwei Gebetsabschnitt (2 Rakʿa, wie Frühgebet), mit der Absicht (nīya) des Waḥsha-Gebets für den Verstorbenen:
1. Rakʿa: Sūra al-Fātiḥa, danach 1x Āyat al-Kursī* (2:255-257)
2. Rakʿa: Sūra al-Fātiḥa, danach 10x Sūra al-Qadr (Sūra 97)
Danach den Taslīm-Gruß sprechen, anschließend den Duʿāʾ rezitieren.
Zeit: (nach der Beerdigung) von Einbruch der Nacht bis zum Fajr; am besten zu Beginn der Nacht nach dem ʿIshāʾ-Gebet.
Āyat al-Kursī* (2:255–257)
اللَّهُ لَا إِلَٰهَ إِلَّا هُوَ الْحَيُّ الْقَيُّومُ ۚ لَا تَأْخُذُهُ سِنَةٌ وَلَا نَوْمٌ ۚ لَهُ مَا فِي السَّمَاوَاتِ وَمَا فِي الْأَرْضِ ۗ مَنْ ذَا الَّذِي يَشْفَعُ عِنْدَهُ إِلَّا بِإِذْنِهِ ۚ يَعْلَمُ مَا بَيْنَ أَيْدِيهِمْ وَمَا خَلْفَهُمْ ۖ وَلَا يُحِيطُونَ بِشَيْءٍ مِنْ عِلْمِهِ إِلَّا بِمَا شَاءَ ۚ وَسِعَ كُرْسِيُّهُ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضَ ۖ وَلَا يَئُودُهُ حِفْظُهُمَا ۚ وَهُوَ الْعَلِيُّ الْعَظِيمُ
لَا إِكْرَاهَ فِي الدِّينِ ۖ قَدْ تَبَيَّنَ الرُّشْدُ مِنَ الْغَيِّ ۚ فَمَنْ يَكْفُرْ بِالطَّاغُوتِ وَيُؤْمِنْ بِاللَّهِ فَقَدِ اسْتَمْسَكَ بِالْعُرْوَةِ الْوُثْقَىٰ لَا انْفِصَامَ لَهَا ۗ وَاللَّهُ سَمِيعٌ عَلِيمٌ
اللَّهُ وَلِيُّ الَّذِينَ آمَنُوا يُخْرِجُهُمْ مِنَ الظُّلُمَاتِ إِلَى النُّورِ ۖ وَالَّذِينَ كَفَرُوا أَوْلِيَاؤُهُمُ الطَّاغُوتُ يُخْرِجُونَهُمْ مِنَ النُّورِ إِلَى الظُّلُمَاتِ ۗ أُولَٰئِكَ أَصْحَابُ النَّارِ ۖ هُمْ فِيهَا خَالِدُونَ
Allāhu lā ilāha illā huwa l-ḥayyu l-qayyūm. Lā taʾkhudhuhū sinatun wa-lā nawm. Lahū mā fī s-samāwāti wa-mā fī l-arḍ. Man dhā lladhī yashfaʿu ʿindahū illā bi-idhnih. Yaʿlamu mā bayna aydīhim wa-mā khalfahum, wa-lā yuḥīṭūna bi-shayʾin min ʿilmihī illā bi-mā shāʾ. Wasiʿa kursiyyuhu s-samāwāti wa-l-arḍ, wa-lā yaʾūduhū ḥifẓuhumā, wa-huwa l-ʿaliyyu l-ʿaẓīm.
Lā ikrāha fī d-dīn, qad tabayyana r-rushdu mina l-ghayy. Fa-man yakfur bi-ṭ-ṭāghūti wa-yuʾmin bi-llāhi fa-qad istamsaka bi-l-ʿurwati l-wuthqā lā infiṣāma lahā, wa-llāhu samīʿun ʿalīm.
Allāhu waliyyu lladhīna āmanū yukhrijuhum mina ẓ-ẓulumāti ilā n-nūr. Wa-lladhīna kafarū awliyāʾuhumu ṭ-ṭāghūtu yukhrijūnahum mina n-nūri ilā ẓ-ẓulumāt. Ulāʾika aṣḥābu n-nār, hum fīhā khālidūn.
Sūra al-Qadr (Sūra 97) – 10×
بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَٰنِ الرَّحِيمِ
إِنَّا أَنْزَلْنَاهُ فِي لَيْلَةِ الْقَدْرِ
وَمَا أَدْرَاكَ مَا لَيْلَةُ الْقَدْرِ
لَيْلَةُ الْقَدْرِ خَيْرٌ مِنْ أَلْفِ شَهْرٍ
تَنَزَّلُ الْمَلَائِكَةُ وَالرُّوحُ فِيهَا بِإِذْنِ رَبِّهِمْ مِنْ كُلِّ أَمْرٍ
سَلَامٌ هِيَ حَتَّىٰ مَطْلَعِ الْفَجْرِ
Bismillāhi r-raḥmāni r-raḥīm.
Innā anzalnāhu fī laylati l-qadr.
Wa-mā adrāka mā laylatu l-qadr.
Laylatu l-qadri khayrun min alfi shahr.
Tanazzalu l-malāʾikatu wa-r-rūḥu fīhā bi-idhni rabbihim min kulli amr.
Salāmun hiya ḥattā maṭlaʿi l-fajr.
Abschließender Duʿāʾ (nach dem TaslIm-Gruß)
اللَّهُمَّ صَلِّ عَلَىٰ مُحَمَّدٍ وَآلِ مُحَمَّدٍ وَابْعَثْ ثَوَابَهَا إِلَىٰ قَبْرِ …
Allāhumma ṣalli ʿalā Muḥammadin wa āli Muḥammad, wa-bʿath thawābahā ilā qabri …
„O Allah, segne Muhammad und die Familie Muhammads, und sende den Lohn dieses Gebets zum Grab von … (Namen des Verstorbenen nennen).“
——
* zu Āyat al-Kursī: Einige Marājiʿ verpflichten vorsichtshalber bis zum Ende von 2:257 (… hum fīhā khālidūn) zu rezitieren – daher der vollständige Abschnitt.
Zwei Gebetsabschnitt (2 Rakʿa, wie Frühgebet), mit der Absicht (nīya) des Waḥsha-Gebets für den Verstorbenen:
1. Rakʿa: Sūra al-Fātiḥa, danach 1x Āyat al-Kursī* (2:255-257)
2. Rakʿa: Sūra al-Fātiḥa, danach 10x Sūra al-Qadr (Sūra 97)
Danach den Taslīm-Gruß sprechen, anschließend den Duʿāʾ rezitieren.
Zeit: (nach der Beerdigung) von Einbruch der Nacht bis zum Fajr; am besten zu Beginn der Nacht nach dem ʿIshāʾ-Gebet.
Āyat al-Kursī* (2:255–257)
اللَّهُ لَا إِلَٰهَ إِلَّا هُوَ الْحَيُّ الْقَيُّومُ ۚ لَا تَأْخُذُهُ سِنَةٌ وَلَا نَوْمٌ ۚ لَهُ مَا فِي السَّمَاوَاتِ وَمَا فِي الْأَرْضِ ۗ مَنْ ذَا الَّذِي يَشْفَعُ عِنْدَهُ إِلَّا بِإِذْنِهِ ۚ يَعْلَمُ مَا بَيْنَ أَيْدِيهِمْ وَمَا خَلْفَهُمْ ۖ وَلَا يُحِيطُونَ بِشَيْءٍ مِنْ عِلْمِهِ إِلَّا بِمَا شَاءَ ۚ وَسِعَ كُرْسِيُّهُ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضَ ۖ وَلَا يَئُودُهُ حِفْظُهُمَا ۚ وَهُوَ الْعَلِيُّ الْعَظِيمُ
لَا إِكْرَاهَ فِي الدِّينِ ۖ قَدْ تَبَيَّنَ الرُّشْدُ مِنَ الْغَيِّ ۚ فَمَنْ يَكْفُرْ بِالطَّاغُوتِ وَيُؤْمِنْ بِاللَّهِ فَقَدِ اسْتَمْسَكَ بِالْعُرْوَةِ الْوُثْقَىٰ لَا انْفِصَامَ لَهَا ۗ وَاللَّهُ سَمِيعٌ عَلِيمٌ
اللَّهُ وَلِيُّ الَّذِينَ آمَنُوا يُخْرِجُهُمْ مِنَ الظُّلُمَاتِ إِلَى النُّورِ ۖ وَالَّذِينَ كَفَرُوا أَوْلِيَاؤُهُمُ الطَّاغُوتُ يُخْرِجُونَهُمْ مِنَ النُّورِ إِلَى الظُّلُمَاتِ ۗ أُولَٰئِكَ أَصْحَابُ النَّارِ ۖ هُمْ فِيهَا خَالِدُونَ
Allāhu lā ilāha illā huwa l-ḥayyu l-qayyūm. Lā taʾkhudhuhū sinatun wa-lā nawm. Lahū mā fī s-samāwāti wa-mā fī l-arḍ. Man dhā lladhī yashfaʿu ʿindahū illā bi-idhnih. Yaʿlamu mā bayna aydīhim wa-mā khalfahum, wa-lā yuḥīṭūna bi-shayʾin min ʿilmihī illā bi-mā shāʾ. Wasiʿa kursiyyuhu s-samāwāti wa-l-arḍ, wa-lā yaʾūduhū ḥifẓuhumā, wa-huwa l-ʿaliyyu l-ʿaẓīm.
Lā ikrāha fī d-dīn, qad tabayyana r-rushdu mina l-ghayy. Fa-man yakfur bi-ṭ-ṭāghūti wa-yuʾmin bi-llāhi fa-qad istamsaka bi-l-ʿurwati l-wuthqā lā infiṣāma lahā, wa-llāhu samīʿun ʿalīm.
Allāhu waliyyu lladhīna āmanū yukhrijuhum mina ẓ-ẓulumāti ilā n-nūr. Wa-lladhīna kafarū awliyāʾuhumu ṭ-ṭāghūtu yukhrijūnahum mina n-nūri ilā ẓ-ẓulumāt. Ulāʾika aṣḥābu n-nār, hum fīhā khālidūn.
Sūra al-Qadr (Sūra 97) – 10×
بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَٰنِ الرَّحِيمِ
إِنَّا أَنْزَلْنَاهُ فِي لَيْلَةِ الْقَدْرِ
وَمَا أَدْرَاكَ مَا لَيْلَةُ الْقَدْرِ
لَيْلَةُ الْقَدْرِ خَيْرٌ مِنْ أَلْفِ شَهْرٍ
تَنَزَّلُ الْمَلَائِكَةُ وَالرُّوحُ فِيهَا بِإِذْنِ رَبِّهِمْ مِنْ كُلِّ أَمْرٍ
سَلَامٌ هِيَ حَتَّىٰ مَطْلَعِ الْفَجْرِ
Bismillāhi r-raḥmāni r-raḥīm.
Innā anzalnāhu fī laylati l-qadr.
Wa-mā adrāka mā laylatu l-qadr.
Laylatu l-qadri khayrun min alfi shahr.
Tanazzalu l-malāʾikatu wa-r-rūḥu fīhā bi-idhni rabbihim min kulli amr.
Salāmun hiya ḥattā maṭlaʿi l-fajr.
Abschließender Duʿāʾ (nach dem TaslIm-Gruß)
اللَّهُمَّ صَلِّ عَلَىٰ مُحَمَّدٍ وَآلِ مُحَمَّدٍ وَابْعَثْ ثَوَابَهَا إِلَىٰ قَبْرِ …
Allāhumma ṣalli ʿalā Muḥammadin wa āli Muḥammad, wa-bʿath thawābahā ilā qabri …
„O Allah, segne Muhammad und die Familie Muhammads, und sende den Lohn dieses Gebets zum Grab von … (Namen des Verstorbenen nennen).“
——
* zu Āyat al-Kursī: Einige Marājiʿ verpflichten vorsichtshalber bis zum Ende von 2:257 (… hum fīhā khālidūn) zu rezitieren – daher der vollständige Abschnitt.
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Bismillah
Zur Frühgebetszeit in den „weißen Nächten" – kurz erklärt
Liebe Geschwister,
wir bekommen viele Fragen zur Frühgebetszeit: Stimmt die angezeigte Zeit? Und warum zeigen andere Apps eine spätere Zeit an?
Kurz vorab: Bitte richtet Euch in diesen besonderen Tagen nach der Anzeige „Frühgebet" – nicht nach „Fajr". Im neuen Update (aktuell in iOS) blenden wir „Fajr" in den weißen Nächten bewusst aus, damit es übersichtlicher ist. Wer ganz sicher gehen möchte, kann zusätzlich einige Minuten aufschlagen (im neuen Update einstellbar).
Worum geht es hier?
Es geht um eine besondere Situation im Sommer: die sogenannten „weißen Nächte". In den nördlichen Breitengraden – und dazu gehört ein großer Teil Deutschlands – wird es in diesen Wochen nachts gar nicht mehr richtig dunkel. Nur in diesen Nächten gilt das Folgende; in der übrigen Zeit des Jahres wird der Fajr ganz normal berechnet.
In diesen weißen Nächten geht das Licht am Horizont zur Nacht hin zwar zurück, verschwindet aber nicht ganz – und beginnt dann wieder zuzunehmen. Genau dieser Wendepunkt, an dem das Licht erneut (spürbar) anwächst, markiert den Beginn der Frühgebetszeit (Fajr). Nach astronomischen Berechnungen und vertrauenswürdigen religiösen Einrichtungen geschieht das etwa 30 Minuten nach dem tiefsten Sonnenstand der Nacht – also dem Moment, in dem die Sonne am weitesten unter dem Horizont steht und die Nacht am dunkelsten ist.
„Warum so früh? Wir sehen es doch erst viel später!"
Diese Frage erreicht uns oft – und auch: „Warum zeigen andere Apps eine spätere Zeit an?"
Ihr habt völlig recht: Zu der späteren Zeit, die Ihr draußen als „hell" wahrnehmt, ist es tatsächlich schon hell – und beten dürft Ihr dann selbstverständlich. Das Problem ist ein anderes: Mit diesem „Ich-schaue-raus-Verfahren" bestimmt Ihr nicht den Beginn der Frühgebetszeit, sondern einen deutlich späteren Zeitpunkt. Und genau das wird beim Imsāk (Beginn des Fastens) zum Problem: Wer erst nach dem sichtbaren Hellwerden mit dem Fasten beginnt, fängt womöglich zu spät an – denn der wahre Beginn war schon früher.
Der Grund ist einfach: Das erste Tageslicht ist mit bloßem Auge zwar sichtbar, aber nur an einem wirklich dunklen Ort. In der Stadt überdeckt die Lichtverschmutzung (Laternen, Häuser, etc.) dieses zarte Licht – schon das Licht des eigenen Handybildschirms reicht aus, um es zu übersehen. Deshalb bemerkt man draußen erst viel später, dass es heller wird, obwohl der Beginn schon früher war. Für die Berechnung zählt aber genau dieser frühe Beginn.
Das astronomische Phänomen dahinter
Berechnet wird dieser Moment über die Tiefe der Sonne unter dem Horizont: Der wahre Fajr ist erreicht, wenn die Sonne −17,7° unter dem Horizont steht. In den nördlichen Breitengraden sinkt die Sonne im Sommer aber nicht mehr so tief. Je weiter man nach Norden kommt, desto ausgeprägter ist das: Über einen großen Teil Deutschlands hinweg werden die −17,7° dann gar nicht mehr erreicht. Es bleibt nachts eben nicht mehr vollständig dunkel – das sind die weißen Nächte. Eine normale Berechnung liefert dann kein Ergebnis.
Für diese Nächte gibt es eine anerkannte Ersatzregel (gestützt auf das Geophysik-Institut der Universität Teheran und die Fatwas mehrerer Marājiʿ): Als Grundlage dient der tiefste Sonnenstand der Nacht; kurz darauf beginnt das Frühgebet.
Zur Frühgebetszeit in den „weißen Nächten" – kurz erklärt
Liebe Geschwister,
wir bekommen viele Fragen zur Frühgebetszeit: Stimmt die angezeigte Zeit? Und warum zeigen andere Apps eine spätere Zeit an?
Kurz vorab: Bitte richtet Euch in diesen besonderen Tagen nach der Anzeige „Frühgebet" – nicht nach „Fajr". Im neuen Update (aktuell in iOS) blenden wir „Fajr" in den weißen Nächten bewusst aus, damit es übersichtlicher ist. Wer ganz sicher gehen möchte, kann zusätzlich einige Minuten aufschlagen (im neuen Update einstellbar).
Worum geht es hier?
Es geht um eine besondere Situation im Sommer: die sogenannten „weißen Nächte". In den nördlichen Breitengraden – und dazu gehört ein großer Teil Deutschlands – wird es in diesen Wochen nachts gar nicht mehr richtig dunkel. Nur in diesen Nächten gilt das Folgende; in der übrigen Zeit des Jahres wird der Fajr ganz normal berechnet.
In diesen weißen Nächten geht das Licht am Horizont zur Nacht hin zwar zurück, verschwindet aber nicht ganz – und beginnt dann wieder zuzunehmen. Genau dieser Wendepunkt, an dem das Licht erneut (spürbar) anwächst, markiert den Beginn der Frühgebetszeit (Fajr). Nach astronomischen Berechnungen und vertrauenswürdigen religiösen Einrichtungen geschieht das etwa 30 Minuten nach dem tiefsten Sonnenstand der Nacht – also dem Moment, in dem die Sonne am weitesten unter dem Horizont steht und die Nacht am dunkelsten ist.
„Warum so früh? Wir sehen es doch erst viel später!"
Diese Frage erreicht uns oft – und auch: „Warum zeigen andere Apps eine spätere Zeit an?"
Ihr habt völlig recht: Zu der späteren Zeit, die Ihr draußen als „hell" wahrnehmt, ist es tatsächlich schon hell – und beten dürft Ihr dann selbstverständlich. Das Problem ist ein anderes: Mit diesem „Ich-schaue-raus-Verfahren" bestimmt Ihr nicht den Beginn der Frühgebetszeit, sondern einen deutlich späteren Zeitpunkt. Und genau das wird beim Imsāk (Beginn des Fastens) zum Problem: Wer erst nach dem sichtbaren Hellwerden mit dem Fasten beginnt, fängt womöglich zu spät an – denn der wahre Beginn war schon früher.
Der Grund ist einfach: Das erste Tageslicht ist mit bloßem Auge zwar sichtbar, aber nur an einem wirklich dunklen Ort. In der Stadt überdeckt die Lichtverschmutzung (Laternen, Häuser, etc.) dieses zarte Licht – schon das Licht des eigenen Handybildschirms reicht aus, um es zu übersehen. Deshalb bemerkt man draußen erst viel später, dass es heller wird, obwohl der Beginn schon früher war. Für die Berechnung zählt aber genau dieser frühe Beginn.
Das astronomische Phänomen dahinter
Berechnet wird dieser Moment über die Tiefe der Sonne unter dem Horizont: Der wahre Fajr ist erreicht, wenn die Sonne −17,7° unter dem Horizont steht. In den nördlichen Breitengraden sinkt die Sonne im Sommer aber nicht mehr so tief. Je weiter man nach Norden kommt, desto ausgeprägter ist das: Über einen großen Teil Deutschlands hinweg werden die −17,7° dann gar nicht mehr erreicht. Es bleibt nachts eben nicht mehr vollständig dunkel – das sind die weißen Nächte. Eine normale Berechnung liefert dann kein Ergebnis.
Für diese Nächte gibt es eine anerkannte Ersatzregel (gestützt auf das Geophysik-Institut der Universität Teheran und die Fatwas mehrerer Marājiʿ): Als Grundlage dient der tiefste Sonnenstand der Nacht; kurz darauf beginnt das Frühgebet.
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